[Rhingon] Weltvorstellung

  • Ich fand gerade einen alten Zettel mit Bastel-Notizen - und einer Anmerkung zu deiner Weltvorstellung hier. ;D Deshalb hole ich mal deinen Thread aus der Versenkung.


    Rhingon = Name der Welt
    Gonrhin = Name des Mondgottes


    Ist deinen Bewohnern bewusst, dass der eine Name nur ein Anagramm des Anderen ist?

  • Ach ja, tun wir hier mal wieder ein bisschen Fragen beantworten...

    Ist deinen Bewohnern bewusst, dass der eine Name nur ein Anagramm des Anderen ist?

    Ja, das wissen die schon. Es macht für sie auch irgendwie Sinn, denn nichts steht so sehr für Rhingon wie der Mond.

    Dann wäre ein Handstand lebensgefährlich. Weggerissen von der Scheibe und aus der Realität gelöscht in den Weiten des dunstig-orangenen Himmels. :fluecht:

    "Richtung der Füße" war als Richtung des Bodens gemeint.

    Müssten sich die Bruchstücke entsprechend der Schwerkraft (Scheibe ja, Mond nein) nicht als eine Art Kraterwand auf einer Seite der Scheibe auftürmen?

    Bin mir nicht ganz sicher, wie du das meinst. Aber so furchtbar viele Bruchstücke sind es nicht. Die fliegen mehr dekorativ auf unvorhersagbaren Bahnen zwischen den Schollen herum.

    Warum eigentlich Aufzüge und keine Strickleitern zwischen den Scheiben? Ok, für den Warentransport sind sie natürlich besser. Doch wer erschuf die Aufzüge? Denn die Menschen haben aus meiner Sicht nicht die Mittel dafür.

    Erstmal waren die Aufzüge so ziemlich das erste, was sich bei meiner (einer schlaflosen Nacht entstammenden) Rhingon-Vision herauskristallisierte. Die bleiben auf jeden Fall. Erschaffen wurden die Aufzüge durch niemand bestimmten, sie sind Teil der Welt. Aber durch das Auftauchen der Menschen haben sie schon ihre Beschaffenheit verändert. Auf Rhingon ist es immer so, dass Ursache und Wirkung keinen für uns klaren Linien folgen. Wenn sich ein Teil der Welt verändert, verändern sich andere Teile mit, ohne dass es da unmittelbar ersichtliche Gründe gäbe.

    Doch dann müsste es auch die Realität geben, in der die Zwei getrennte Wege benutzen und sich trotzdem treffen. Oder?

    Nein! Denn wenn sich zwei Realitäten "treffen", muss dieses Ereignis in beiden Realitäten stattfinden. Es gibt allerhöchstens die Möglichkeit, dass eine Person in ihrer eigenen Realität gestorben ist und nur noch als Schatten in der Realität anderer Leut weiterlebt. Dann könnte es zu "Treffen" kommen, die in der einen Realität stattfinden, in der anderen aber nicht (weil sie nicht mehr existiert).

    Natürlich braucht Mathematik ein funktionierendes Universum, denn wozu rechnet man, wenn bereits 1+1 zuweilen 1 oder 3 bedeutet, statt 2. :alt:

    Aber das hat nichts mit der Mathematik an sich zu tun. Welche Mathematik in einem einzelnen Universum sinnvoll ist, das ist von seinen physikalischen Gegebenheiten abhängig. Aber für die Sätze und Beweise ist die physikalische Umgebung vollkommen irrelevant. Wir haben uns viel mit natürlichen Zahlen beschäftigt, weil sie sich in unserem Universum als gutes Zählwerkzeug herausgestellt haben. Ob dies in einem anderen Unversum der Fall ist, können wir nicht sagen. Dort mag es so sein, dass die "1+1=3"-Mathematik besser ist. Für diese gelten
    natürlich andere Regeln und es gibt andere Sätze. Aber wenn ein verrückter Mathematiker in diesem Universum Gedankenspiele mit unserer "1+1=2"-Mathematik machen würde (die für ihn überhaupt keine Anwendungsmöglichkeit hat), käme er auf dieselben Ergebnisse wie die Mathematiker bei uns.

    Spaßig fände ich es allerdings, wenn die Bewohner Wahrscheinlichkeitsberechnungen durchführen würden. "Näherungsweise sollte ungefähr das dabei herauskommen." :) Wenn man das weiterspinnt, könnte man das gar auf das Rechtssystem anwenden. "Unter Berücksichtigung möglichst vieler Variablen (Zeugen, Tatmotiv usw.) ist B vermutlich der Mörder und wird zu 50-100 Stockhieben oder Ähnlichem verurteilt. Alle Angaben wie immer ohne Realtitäsgewähr. Zu Risiken und Nebenwirkungen beten sie bitte zu Gorhin." (Ok, ich werde gerade albern.) :lach:

    Genau solche Sachen gibts tatsächlich. Ich weiß zwar keine Details aber natürlich versuchen die Menschen, ihre Ideale wie Wahrheit und Gerechtigkeit in dieser Welt irgendwie anzuwenden.

    Die Vergangenheit nicht. Doch wenn man sich selbst unentwegt "vorbetet", dass man nicht altert ...? :lol: :fluecht:

    Wenn man in der Lage wäre es so bewusst zu steuern, wäre das zumindest nicht undenkbar. Aber man sollte auch im Hinterkopf behalten, dass die biologischen Prozesse auf Rhingon nicht wirklich existieren und etwas wie "Altern" mehr auf einer abstrakten Ebene stattfindet. Und Menschen sind generell nicht so gut dazu fähig, diese Ebene einzusehen und zu steuern.

    Und manchmal, manchmal, reimt sich irgendwas auf "od"


    Unterschätzen Sie niemals das dramaturgische Potential eines Kopfbahnhofes!

  • Zitat von »Nemedon«
    Dann wäre ein Handstand lebensgefährlich. Weggerissen von der Scheibe und aus der Realität gelöscht in den Weiten des dunstig-orangenen Himmels. :fluecht:


    "Richtung der Füße" war als Richtung des Bodens gemeint.


    Hätte aber auch was interessantes mal so eine Welt zu basteln :lol:

    Selbst wenn man sagt dass man außerhalb von Schubladen denkt, bestimmen immer noch die Schubladen das Denken. Erst wenn man sich bewusst ist dass die Schublade selbst nicht existiert kann man wirklich Neues erfinden


    INDEX DER THREADS ZU LHANND

  • Aber das hat nichts mit der Mathematik an sich zu tun. Welche Mathematik in einem einzelnen Universum sinnvoll ist, das ist von seinen physikalischen Gegebenheiten abhängig. Aber für die Sätze und Beweise ist die physikalische Umgebung vollkommen irrelevant. Wir haben uns viel mit natürlichen Zahlen beschäftigt, weil sie sich in unserem Universum als gutes Zählwerkzeug herausgestellt haben. Ob dies in einem anderen Unversum der Fall ist, können wir nicht sagen. Dort mag es so sein, dass die "1+1=3"-Mathematik besser ist. Für diese gelten
    natürlich andere Regeln und es gibt andere Sätze. Aber wenn ein verrückter Mathematiker in diesem Universum Gedankenspiele mit unserer "1+1=2"-Mathematik machen würde (die für ihn überhaupt keine Anwendungsmöglichkeit hat), käme er auf dieselben Ergebnisse wie die Mathematiker bei uns.


    Sorry das ich an der Stelle anderer Meinung bin. :-/ Wenn das Ergebnis einer Rechnung stets unbestimmt bleibt, macht der Aufwand kaum noch Sinn. Und es dreht sich hier um ganz fundamentale Addition und Subtraktion, den Ursprung der Mathematik überhaupt. Das Problem dürfte sich dementsprechend bei höheren Rechenarten, sofern sie sich je entwickeln würden, exorbitant potenzieren. Das andere Universen mit anderen Gesetzmäßigkeiten evtl. andere Rechensysteme besitzen könnten - ok. Doch wie das Wort bereits sagt, es würde sich um feste Gesetzmäßigkeiten handeln. Andernfalls dürfte man eher Bauernregeln, Umschreibungen oder ähnliches erwarten. Also nicht z.B. 50 Hiebe, sondern "Man schlage ihn, bis der Rücken komplett gerötet ist" oder "... bis der Deliquent das Bewusstsein verliert".

  • Sorry das ich an der Stelle anderer Meinung bin. :-/ Wenn das Ergebnis einer Rechnung stets unbestimmt bleibt, macht der Aufwand kaum noch Sinn.


    Mathematik muss keinen Sinn ergeben.

    Und manchmal, manchmal, reimt sich irgendwas auf "od"


    Unterschätzen Sie niemals das dramaturgische Potential eines Kopfbahnhofes!


  • Mathematik muss keinen Sinn ergeben.


    Ein wahres Wort gelassen ausgesprochen! :lol:


    Ich glaub aber, das laeuft eher auf einen kulturellen Unterschied zwischen Verfechtern Der Reinen Lehre TM (Is mir doch egal ob das anwendbar ist!) und Alltagsingenieuren (Recht hat, wer Zeugs zum Funktionieren bringen / das Leben einfacher machen kann!) hinaus. Waehrend es erstere immer in (vermutlich eher geringem) Umfang gibt, hinge das Ueberleben einer Spezies / eines Volkes in einer "evolutionaeren" Welt wohl zum nicht geringen Teil davon ab, wie gut ihre Vorhersagen ueber ihre Umgebung funktionieren und wie beherrschbar die Umwelt fuer sie ist. Alternativ kann man natuerlich keine Vorhersagen machen, wenn man extrem flexibel ist - man muss halt nur staendig auf jede moegliche Veraenderung reagieren koennen. Oder Evolution ist sowieso hinfaellig weil der Gott inzwischen so maechtig geworden ist, dass das Ueberleben vor allem von der Anbetung des Gottes abhaengt.

    Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
    The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
    A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
    She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."

  • Viereinalb Jahre später und ich habe doch tatsächlich die Axiome meines Fundamentalsystems festgelegt! Und beim Durchlesen des Threads fällt mir auf: Ich hatte mal Schabrackentapire und Warane auf Rhingon?!? Was man nicht alles vergisst! Weg damit, für sowas hab ich jetzt die Wederwelt! Dafür gibt es natürlich schon länger kniehohe Igel mit bunten Stacheln.


    Das Fundamentalsystem hat zwei Säulen: das Realitäts-Zeitgeflecht und die Objekte mit ihren vier Grundeigenschaften. Ich beschreibe zunächst das System ohne Menschen (und Igel):


    Realitäts-Zeitgeflecht


    Das ist das, was in vorhergehenden Posts schon beschrieben wurde: Es gibt auf der Welt immer eine abzählbar, endiche Menge an Realitäten, innerhalb derer sich alles abspielt, was auf Rhingon so passiert. Die Abfolge von Dingen, die passieren, nenne ich Zeit. Die Zeit hat immer eine eindeutige Richtung, aber keine konstante Geschwindgikeit. Realitäten können sich, ausgelöst durch Interaktionen zwischen Objekten auf der Welt, teilen und vereinigen, die Gesamtanzahl von Realitäten ist nicht konstant.


    Objekte und ihre Eigenschaften


    Alles, was auf Rhingon existiert, ist ein Objekt. Ein Objekt kann in mehreren Realitäten existieren, es braucht aber nicht zwingend eine eigene Realität, um zu existieren. Objekte sind unteilbar, es können aber unter bestimmten Umständen Objekte aus dem Nichts entstehen oder verschweinden. Jedes Objekt kann unter vier Grundeigenschaften betrachtet werden:



    • Materialität: Alles was Formen und Konsistenz von Dingen betrifft
    • Bewegung: Alles was die Geometrie des Raumes und ihre RIchutng betrifft
    • Interaktion: Alles, was Interaktionen und Wahrnehmungen zwischen Objekten betrifft
    • Bewusstsein: Alles was Gefühle, Empfindungen und Entscheidungen betrifft.

    Jede der vier Grundeigenschaften hat eine Intensitätsskala, die in vier Register aufgeteilt ist. Mit jedem Register wird die Anzahl der Freiheitsgrade, was ein Objekt bezüglich seiner Grundeigenschaften tun kann, größer. Die vier Register haben die Mächtigkeit:

    • Nullwert
    • abzählbar Endlich (vier Werte)
    • abzählbar unendlich
    • unabzählbar unendlich

    Jedes Objekt liegt bezüglich seiner vier Grundeigenschaften in einem der vier Register. Jede Grundeigenschaft hat eine Lateraleigenschaft, auf der sich der Freiheitsgrad des Registers abspielt. Die Lateraleigenschaft der Materialität ist die Farbe, die der Bewegung ist die Richtung, die Der Interaktion ist die Interaktionsform und die des Bewusstseins ist das Gefühl. Im nullten Register gibt es für diese Eigenschaften demnach genau einen Wert:


    • Materialität: farblos/durchsichtig
    • Bewegung: Nullort, Zentrum der Scholle Psi
    • Interaktion: Nichtstun
    • Bewusstsein: Empfundungslosigkeit

    Damit ein Objekt seine Eigenschaft ändern kann, muss es in allen vier Eigenschaften einen Register größer 0 haben. Objekte mit einer Eigenschaft im Nullregister sind statisch.


    Im ersten Register gibt es folgende Werte:

    • Materialität: lila, orange, hellgrün, dunkelgrün
    • Bewegung: Zentren der Schollen, Zeta, Xi, Lambda, Sigma
    • Interaktion, Sehen, Tasten, Empathie, Realitätsverzweigung
    • Bewusstsein, gut, schlecht, warm, feucht

    Die Werte für das zweite Register bastle ich (noch) nicht explizit aus, es ist aber auf jeden Fall so, dass ein Großteil der Interaktion von Objekten im zweiten Register stattfindet.


    Gonrhin und die vier Urobjekte


    Gonrhin: Werfen wir noch einmal einen Blick auf Gonrhin. Er ist bezüglich seiner Eigenschaften überall mindestens im zweiten Register. Seine Besonderheit ist aber nicht im Bezug auf seine Eigenschaften zu sehen, sondern auf seine Rolle im Realitätsgeflecht. Gonrhins Bewusstsein und Existenz vereinigt alle existierenden Realitäten, vermutlich weil seine Handlungen von der restlichen Welt so stark entkoppelt sind und er dadurch nicht durch deren Realität beschränkt ist. Hier bin ich noch nicht zu 100% sicher, wie ich das einordne.


    Jetzt gibt es vier Urobjekte, die sich dadurch auszeichnen, dass sie jedes Register durch eine ihrer Eigenschaften besetzt haben. Dadruch, dass auch immer eine Eigenschaft im nullten Register liegt, sind sie statisch.


    Oyittzberhg: Im Zentrum der Scholle Psi liegt der Kern des Oyitzberhgs, ein bohnenförmiges Aggregat von Materialität. Es hat demnach alle denkbaren Farben, ist aber räumlich genau auf den Nullort beschränkt und kann sich demnach nicht Bewegen. Seine Interaktion liegt im zweiten Register, das Bewusstsein im ersten.


    Sonne: Die Rote Sonne befindet sich, was den Aspekt der Bewegung angeht, im dritten Register und bewegt sich demnach durch den maximalen auf Rhingon verfügbaren Raum. Die Materialität leigt im zweiten Register, was ihre rote Farbe erklärt. Die Interaktion liegt im ersten Register, die Sonne hat kein Bewusstesin


    Traumnebel, auch "Zeug zwischen den Schollen" genannt: Hier spielt sich das Maximum an möglichen Gefühlen und Bewusstseinszuständen ab. Die Bewegung ist im zweiten Register, also steht auch Raum weit entfernt von den Schollen zur Verfügung. Der Nebel leuchtet diffus in den vier Grundfarben und nimmt nichts von der Welt um sich herum war.

    Dhø: Das Dhø ist eine nichtmaterielle Kraft, die durch die vier Nicht-Psi-Scholllenkerne pulsiert. Die übt alle denkbaren Formen der Interaktion aus und hat ihr Bewusststein im zweiten Register.



    Die Urobjekte sind die einzigen Objekte auf der Welt, die Eigenschaften im nullten und im dritten Register haben. Durch sie (wie genau weiß ich noch nicht) wurden weitere Objekte generiert, die irgendwann ein menschenloses Rhingon aufgespannt haben



    Konsequenzen:


    Das mit den Eigenschaften im Nullregister gilt natürlich auch umgekehrt: Alles, was sich im Zentrum der Scholle Psi befindet ist statisch. Alles was durchsichtig ist, ist auch nicht materiell. Demnach kann es auf Rhingon kein Glas und keine durchsichtigen Flüssigkeiten geben.


    Dadurch, dass die Interaktionen auf die bekannten Eigenschaften der Objekte beschränkt sind, kann es keine Sinneseindrücke geben, die nicht Mit Sehen, Tasten oder Empathie zu tun haben. Geräusche, Gerüche und Geschmäcker können demnach maximal nur als abstrakte Gefühle oder Interaktionsformen existieren. Bei Sprach ist letzteres der Fall, Wörter sind wohl Interaktionsformen des zweiten oder dritten Registers, die durch die Menschen nach Rhingon kamen.
    Zwischen Bewusstsein von Objekten und Realitäten gibt es keine 1:1-Beziehung. Das heißt, es gibt sowohl Bewusstsein, dass nicht erlebt wird, als auch Realitäten, die an keinem Bewusststein hängen. Bei den Menschen stimmt diese 1:1-Beziehung zumindest öfters, jeder Mensch hat ein Bewusstsein und eine Realität, wobei Menschen oft auch zu mehreren in einer gemeinsamn Realität wohnen.
    Die ""Schwerkraft""" muss eine Interaktionsform mindestens des zweiten Registers sein. Zum Oyitzberhg und zum Dhø wirken ""Schwerkraft"", zu Traumnebel und Sonne nicht.


    Offene Fragen:


    Wo kommt Gonrhin her (der Mond, nicht der Gott)? Was sind die Aufzüge? Wie erfolgt die Zuordnung von Realitäten zu Objekten? Gibt es Flüssigkeiten? In welchen Registern spielen die Menschen? Drittes in allen Eigenschaften? Was ist eine Kygelspunne und was tut sie in Oberpyrofenting? Haben wir denn 2016, ich wieder Elementarsysteme bastle und das auch noch Spaß nacht?

    Und manchmal, manchmal, reimt sich irgendwas auf "od"


    Unterschätzen Sie niemals das dramaturgische Potential eines Kopfbahnhofes!

  • Wunderbar, da hat sich ja einiges zusammengefunden. :D


    Wenn ich mir die Nullwerte so ansehe - wenn da mehrere zusammentreffen kommt gleich mal etwas heraus, das sich nicht mehr feststellen lässt - ein Objekt ohne Bewusstsein, durchsichtig, nichtstuend, wirkungslos, unbeweglich... da lässt sich vielleicht argumentieren, dass es das wohl einfach mal geben könnte? Kriegt ja niemand mit, wenn.^^


    1:1 Beziehung zwischen Realitäten und Bewusstsein von Objekten muss finde ich tatsächlich auch bei Menschen nicht so dringend sein. Mehr vom einen als vom anderen finde ich ... äh, relatable. :pfeif:


    Mir gefällt sehr, dass der Traumnebel das Maximum an Bewusstsein hat. Das ist so schön anti-anthropozentrisch - gut, das ist sowieso Rhingon an sich schon.


    Dass der Oyitzberhg als Easter-Egg so zentral geworden ist, verstört mich manchmal leicht.^^


    Schwerkraft wirkt ... was tut Schwerkraft überhaupt so in Rhingon? Mir scheint, sie hat vielleicht weniger zu tun als die unsrige.


    Finde es leicht schade, dass es keine Warane mehr auf Rhingon gibt.^^ Vielleicht gibt es ja doch irgendwo einen, der sich unter irgendwas versteckt hatte? :-X

    In welchen Registern spielen die Menschen?

    Da sie ja nicht von Rhingon kommen, könnte ich mir vorstellen, dass sie so richtig hässlich ein Register 1,5 oder 2,5 aufmachen, das rhingonomathematisch überhaupt keinen Sinn ergibt. (Auf die selbe Art hässlich wie "Sei Pi genau 3")

    Haben wir denn 2016, ich wieder Elementarsysteme bastle und das auch noch Spaß nacht?

    Rennaissance go! :fluecht:

  • Betrachten wir mal die Schwerkraft.
    Also rein real-physikalisch ist ja auch nicht so klar, was Schwerkraft ist. Eine Eigenschaft von Masse? Oder von Raumzeit?


    Also Rhingonetisch, ist 'Schwerkraft' ein Objekt? - Ich denke, man sollte in Rhingon nicht vom Prinzip der OO abweichen und den vier Ur-Objekten. Wenn also Schwerkraft ein Objekt wäre (oder mehrere :kopfkratz: ?), so wäre die Schwerkraft ggf. an Orten vorhanden, oder nicht. Spricht eher gegen Objekt. Ist Schwerkraft denn dann eine Realität? Der Gedanke würde mir gefallen!


    Unabhängig davon, wie sähe Schwerkraft in diesem System aus?
    Schwerkraft ist eine Bewegung bzw. erzeugt eine solche, aber nur in eine Richtung, also Bewegung im Register 1. Materiell können wir uns sicher auf 0-Register einigen. Bewußtsein? - Debatable :D aber eher 0, oder?
    Interaktion? Tja, gemäß dem Vorbild wirkt sich Schwerkraft auf so ziemlich alles aus, ich würde fast sagen, Register 3, aber das würde das Prinzip der Ur-Objekte verletzen, also 2?

    - "To make an apple pie from scratch you must first invent the universe." Carl Sagan

    - "Mehr pseudo als Mary geht nicht."


  • Nullobjekte mit mehreren Nullregistern könnte es theoretisch auf jeden Fall geben, ob es ein Phänomen mit wahrnehmbaren Auswirkungen ist... weiß ich nicht.


    Menschen mit mehreren Realitäten kann ich mir durchaus vorstellen, also dass derselbe Mensch zwei Iterationen von Rhingon zusammen erlebt. Das wäre nur die Vorstufe zu dem, was Gonrhin tut, fundamental also möglich. Mehrere Bewusstseins kanns nur dann geben, wenn ein Mensch tatsächlich aus mehreren Objekten besteht. Vielleicht kann das auch mal so sein. Dann wäre das zweite Bewusstsein vielleicht auch kein Mensch, sondern ein Derivat des Menschobjektes, wovon ich in der Vergangenheit mit den Götterkindern ja auch schon mal eins gebastelt habe.


    Versteckte Warane... hm. Ich vermute, die ploppen wenn dann erst in ein paar Jahren wieder auf. Aber Rhingon ist zum Glück ja sehr geduldig.




    Ich glaube tatsächlich nicht dass "die Schwerkraft" ein Objekt ist, weil es ein abstraktes Konzept ist und Objekte immer etwas konkretes darstellen.
    Grundsätzlich würde ich Schwerkraft als eine Interaktionsform sehen, die alle Objekte mit einem Interaktionsregister größer gleich zwei haben können. Konkret ist die Schwerkraft eine Fernwirkung, also Anziehung, für die keine Ortsgleichheit vorhanden sein muss (im Gegensatz zur einfachen Berühr-Interaktion aus dem ersten Register).


    Die Frage ist also: Welche Objekte haben diese Interaktionsform? Im Post oben habe ich mit Oyitzberhg und Dhø ja schon zwei identifiziert, die parktischerweise genau zu meinen fünf Schollenkernen passen. Weil das Dhø auf einer noch höhreren Interaktionsstufe steht, kann ich folgern, dass die von ihm ausgehende Schwerkraft deutlich komplexer sein kann als die vom Oyitzberhg bzw. der Scholle Psi. Das passt auch zum schon Gebastelten, denn z.B. das Netz von Metaberhgfelsen, das durch kompliziertes Durch-die-Luft-Gefliege von Menschen entstanden ist, liegt auf der Scholle Zeta, einer Dhø-Scholle. Und auf die Oyitzscholle Psi führt nur ein Aufzug, obwohl es die größte Scholle ist. Vermutlich ist es so, dass um die beiden schwerkraftfähigen Urobjekte, ähnliche Objekte generiert wurden, die auch Schwerkraft ausübten und so die Schollen formen konnten. Bei den Dhø-Schollen muss die Materialität durch irgendein anderes Urobjekt hereingekommen sein, sonst wären diese Schollen ja komplett immateriell.

    Und manchmal, manchmal, reimt sich irgendwas auf "od"


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  • uhh.. total spannend. Ich mag solche Konzepte. Grundlagenforschung macht mir auch Spass.


    Zwei Fragen habe ich. Wie funktionieren die Register?
    Gibt es Objekte, die auf allen Eigenschaften im Register 0 haben? Oder andere Grenzwertobjekte? Die Urobjekte scheinen ja nur eine der vier Eigenschaften im Extremen zu haben.
    Warum gibt es mit den Registern solch starke Grenzen? Und keine fliessenden Übergänge?
    Bin gespannt auf die Antworten.



    Wo ein Waldgott steht wächst grünes Gras,
    wo ein Waldgott ruht, sprießen Wälder,
    wo ein Waldgott weint, entstehen Sümpfe,
    wo ein Waldgott blutet, ist das Land geheiligt
    und wo ein Waldgott stirbt, wird leben sein.

  • uhh.. total spannend. Ich mag solche Konzepte. Grundlagenforschung macht mir auch Spass.


    Zwei Fragen habe ich. Wie funktionieren die Register?
    Gibt es Objekte, die auf allen Eigenschaften im Register 0 haben? Oder andere Grenzwertobjekte? Die Urobjekte scheinen ja nur eine der vier Eigenschaften im Extremen zu haben.
    Warum gibt es mit den Registern solch starke Grenzen? Und keine fliessenden Übergänge?
    Bin gespannt auf die Antworten.


    Die Register sind grundsätzliche Mengenschubladen, wo ich alle Eigenschaften, die ein Objekt bezüglich seiner Grundaspekte haben kann, einordnen kann. Ein Objekt hat zu einem Zeitpunkt in einer Realität immer ein bestimmtes Register, kann es aber auch wechseln, wenn seine Eigenschaften es zulassen. Dass die Register so fix sind, liegt in-world daran, dass es fundamentale Eigenschaften der Weltenphysik sind wie bei uns die Massen von Elementarteilchen oder was die Physiker auch immer gerade für die grundelgendsten Naturkonstanten halten. Für mich persönlich habe ich diese Lösung gewählt, weil Rhingon von Anfang eine Welt war, in der die Beschränkung das Reizvollste war. Und bei mysteriös aussehenden Dingen im Hintergrund klar sagen zu können, dass das Ganze nur durch eine sehr kleine Anzahl von Paramtern erklärbar ist, gefällt mir einfach.


    Komplette Nullobjekte gibt es vermutlich, nur gibt es keine Möglichkeit das festzustellen, da sie nicht räumlich ausgedehnt, nicht materiell, nicht interaktionsfähig und bewusstseinslos sind.


    Andere Grenzwertobjekte: Bestimmt! Im Grunde kann ich mir sehr leicht überlegen, wie sie aussehen müssten. Ich habe auch vor, daran auch weiterzubasteln. Ich will gleichzeitig die Symmetrie, die ich bisher habe erhalten als auch an exponierten Stellen Brüche darin erzeugen. Vermutlich muss ich mir als Nächstes dazu ein Konzept für Objektgenese überlegen. Ich könnte mir vorstellen, sogar Gleichungen dafür aufzustellen und von den Urobjekten auszugehen, die mit Gonrhin interagieren. Vielleicht entsteht bei einer dieser Interaktionen der Mond um Gonrhin. Mal nachdenken, ob das Sinn ergibt... :kopfkratz:

    Und manchmal, manchmal, reimt sich irgendwas auf "od"


    Unterschätzen Sie niemals das dramaturgische Potential eines Kopfbahnhofes!

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