#115 Speedbasteln (Jeder zu seiner Zeit): Expeditionen

Liebe Bastler, die Weltenbastler-Olympiade hat begonnen, das WBO-Tool ist vorbereitet. Bitte meldet euch schnell an. Viel Spaß dabei!
  • Es ist wieder soweit. Wir wollen unsere hastigen Gedanken in einem Speedbasteln aufs Papier bringen.

    50% stimmten für ein "Wochenend-Speedbasteln" also läuft es folgendermaßen ab:


    - heute ab ca 19:45 Uhr können wir uns im Discord treffen um über 7 Themen zu entscheiden

    - gegen 20:15 Uhr wird eines der Themen ausgewulürfelt.

    - Jeder nimmt sich dann 1 Stunde an diesem Wochenende um über das Thema zu schreiben (und postet hier hinein)

    - am Sonntag ca. 21 Uhr? Ist Schluss und es soll gelobst werden.


    (Natürlich darf gerne weiterhin (und für alle Zeit) nachgereicht werden)

    Am Abend wird man klug für den vergangenen Tag,
    doch niemals klug für den, der kommen mag.

    Edited once, last by Sirion Tond ().

  • Wenn du 21:00 Uhr Schluss machst gibt es evt. Sonntag schon Reaktionen.

  • Das Thema lautet: Expeditionen


    bastelt fleißig, aber nur 60 Minuten.

    Am Abend wird man klug für den vergangenen Tag,
    doch niemals klug für den, der kommen mag.

  • Sirion Tond

    Changed the title of the thread from “#115 Speedbasteln (Jeder zu seiner Zeit)” to “#115 Speedbasteln (Jeder zu seiner Zeit): Expeditionen”.
  • 9. 6. bis 11. 6. 2023: Expeditionen


    Okay, Expeditionen gibt es natürlich eine Menge. In „Srezak und das Auge der Welt“ beschreibe ich die Ciozoib-Expedition auf der bizarre außerirdische Forscher einen bizarren außerirdischen Dschungel erkunden. Im Slowbasteln hatte ich die langweiligste Expeditionsbeschreibung der Welt. Und natürlich ist die Reise des Raumschiffs Perseus im Grunde eine einzige große Forschungsexpedition.

    Aber hier brauchen wir etwas neues. Also: Wer, woher, wohin, wozu?


    Natürlich gab es nach dem Großen Krieg auf dem Umringten Kontinent und dem damit verbundenen Anstieg von Geisteraktivität einige Expeditionen in die Geisterwelt. Dazu fällt mir aber gerade nicht wirklich etwas ein – sicher gibt es dort ein paar interessante Landschaften, nicht nur schwebende Felsen, aber alles ist irgendwie zu instabil um es sinnvoll zu beschreiben.


    Moment. Moment.

    Es gibt da etwas, was ich vor zwei Jahren nach der WBO angekündigt habe.


    Wir gehen runter ins Labyrinth.



    Die Vermessung eines Labyrinths

    (bin gespannt, wer den Titel erkennt)


    Viele Male ist versucht worden, das Geflecht aus natürlichen Höhlen, Katakomben, Kanälen, Gräben und Kellern unter der Schwarzsteinstadt zu kartografieren. Der bekannteste Versuch ist wohl der, der als die Merktun-Expedition bekannt wurde. Nauchge Merktun, eine Nyken-Politikerin und Vertreterin des Lochviertels im Stadtrat, brachte die Idee zur kompletten Vermessung des unterirdischen Teils der Stadt ein und finanzierte die Expedition, nachdem ihr Antrag wie die meisten abgelehnt wurde, selbst.

    Statt mehrerer Teams, die an unterschiedlichen Stellen in die Tiefe steigen, konnte sie sich aber nur eines leisten. Geführt vom angesehenen Speläologen Ala Finsterstock, einem Dockei, und dem Kartographen Jad Rsaz, einem Tintendämon, begann die fünfzehnköpfige Expedition (vierzehn Personen, eine war eine Doppelmuräne namens Mississi die zur Erforschung unterirdischer Gewässer dabei war und die meiste Zeit in einem Wassertank transportiert wurde) ihren Abstieg im Lochviertel in den Wohntunneln eines Klans von Schwarzalben.

    Nach der Vermessung einiger schon ziemlich bekannter Transporttunnel und Steinbrüche stieß das Team auf die erste Neuheit, eine nirgendwo verzeichnete Siedlung, die wohl aus einem Unterschlupf von Obdachlosen entstanden war. In der Höhle, die durch den Abbau des schwarzen Gesteins entstanden war, befanden sich sieben neu angelegte Nebenhöhlen sowie zehn Gebäude. Eine dieser Nebenhöhlen stellte zudem eine Verbindung zu einer bislang unerforschten natürlichen Höhle, einer Gasblase im einstmals flüssigen Gestein, dar. Besagte Höhle hatte einige Risse durch die Wasser ein- und wieder austrat und dadurch einen See mit diversen Höhlenfischen und augenlosen Salamandern.

    Da die Risse nicht begehbar waren, setzte die Expedition ihren Weg durch die bekannten Tunnel fort, stieß aber bald auf noch nicht verzeichnete Abzweigungen unbekannten Ursprungs. Bei der Erkundung dieser stieß sie auf eine zweifellos sehr alte Grabanlage in der offenbar eine einzelne Person beigesetzt worden war, umgeben von zahllosen Statuen von zentaurenartigen Kreaturen, die aber statt Hufen Pfoten aufwiesen und zudem Hörner und hundeartige Schnauzen hatten.

    Einiges deutete auf weitere Grabbeigaben hin, die aber nicht mehr vorhanden waren.

    Die Expedition entdeckte noch zahlreiche unbekannte Höhlen und Durchgänge und hielt sie fest. Dabei gelangte sie immer tiefer und die künstlichen Grabungen wurden mehr und mehr ersetzt durch natürlich Phänomene.

    Eine große Entdeckung war ein Fluss goldenen Salzwassers, der zweifellos aus dem Goldenen Meer kommen musste. Am wahrscheinlichsten war sein Ursprung der Strudel Charadu, durch den vor der Küste der Schwarzsteinstadt große Mengen Meerwasser in die Tiefe gezogen werden.

    Bei der Erkundung dieses Flusses ging leider die Doppelmuräne Mississi verloren, als sie nach dem Angriff eines Höhlenkaimans leicht verletzt von der Strömung mitgerissen wurde.

    In einer noch tieferen Schicht fand die Expedition wesentlich größere Höhlen als erwartet. Eine, die durch beständige Blitze entlang der Decke in ein zitterndes Licht getaucht war, enthielt einen ganzen Wald. Die seltsam schleimigen Pflanzen, deren Blätter rot- und violettöne aufwiesen, waren größtenteils harmlos, ein Baum, der heute als Schlingraspler bekannt ist, fraß aber zwei der Forscher, was Finsterstock und Rsaz veranlasste, sich auf den Rückweg zu machen.

    Auf diesem Rückweg machte die Expedition eine weitere bedeutende Entdeckung, eine Höhle, die eine einzige gigantische Geode war, bei deren rotem Kristall es sich offenbar um Rubin handelte, ein ungewöhnlicher Fund in dieser speziellen Form.

    Nach der Rückkehr wurden anhand der komplexen Aufzeichnungen der Expedition mehrere detaillierte Karten angefertigt.

    Zur allgemeinen Enttäuschung entdeckte schon die nächste Expedition, dass die Karten dank des Einsturzes einiger Gänge und der Anlegung neuer durch Bewohner sowie des offenbar kompletten Verschwindens der Grabanlage nicht mehr aktuell waren.

  • Expeditionen


    Zenua geht raus


    "Der Rauch ist heute besonders dicht", heißt es in der Statusmeldung der Wache. "Bleiben Sie in Ihrem Gebäude."

    Zenua seufzt und schaltet den Melder aus. Sie hört die Maschinen in den Wänden brummen. Die Filter, die die Luft innerhalb von #BERL reinigen, laufen auf Hochtouren. Sie sind schon in die Jahre gekommen, einige von ihnen pfeifen schrill oder klappern verdächtig. Für eine Reparatur fehlt meist das Material. Irgendwann könnten sie ins Stottern geraten und explodieren.


    Zenua ist unruhig. Ihre Freundin ist irgendwo da draußen. Sie wollte längst zurück sein. Wo steckt sie nur?


    Die Neurospasmikerin hält es nicht mehr länger aus. Sie setzt ihre Filtermaske auf, nimmt ihr schwarzes Kästchen und wirft in den Rucksack, was sie sonst noch zum Überleben für ein paar Tage braucht.

    Dann macht sie sich auf den Weg zum Tor. Sie hätte andere um Hilfe bitten können, zusammen mit ihr nach Myra zu suchen, aber das ist nicht ihr Stil.


    Bereits auf dem Weg zum Tor wallen die grauen, flimmernden Schwaden. Die Filter kommen offensichtlich heute nicht mehr hinterher. Niemand hindert Zenua daran, die Schleuse am Tor zu betreten. Kurze Zeit später steht sie draußen vor der Stadt. Das Warnband an ihrem Handgelenk ist auffällig warm, das heißt, Raucher befinden sich in der Nähe. Sofort öffnet sie ihr kleines Kästchen und nimmt die vier Miniatur-Skelette heraus. Zenua legt sie in einer Reihe vor sich auf den Boden. Dann holt sie die Murmeln aus der Kiste, in denen die Seelen ihrer Freundinnen eingeschlossen sind. Jeder Murmel wispert sie ein paar Worte zu und fokussiert sich dabei jeweils auf das zugehörige Skelettchen. Dann packt sie die Murmeln wieder in die Kiste und wartet ab. Es dauert nicht lange, da beginnen die mit Fäden stabilisierten Skelette zu wachsen, bis sie etwa so groß sind wie Zenua selbst.


    "Was ist los?" meldet sich eine ihrer Freundinnen telepathisch. Normal sprechen können die Skelette nicht, und in der Stadt ist ihre Anwesenheit nicht geduldet, weshalb Zenua sie dort in ihrem Kästchen mit sich herumträgt.


    Zenua erklärt ihr und den anderen, was sie vorhat.


    Alegra grummelt ein wenig herum, dass ihr heute so gar nicht nach Abenteuer ist, aber die anderen können es nicht erwarten.

    "Hast du denn Waffen für uns? Die vom letzten Mal haben nicht so lange gehalten."


    Zenua kramt in ihrem Rucksack und fischt fünf neonbunte Pistolen heraus. Sie bestehen aus Plastik und sind mit Minztee gefüllt. Das beste Mittel gegen die Raucher, wie sie festgestellt hat. Außerdem jeweils einen Tank, den ihre Freundinnen sich auf den Rücken schnallen können. Schließlich müssen die Pistolen gelegentlich wieder aufgefüllt werden. Zenua hängt ihren Tank griffbereit an ihren Gürtel und reicht ihren skelettierten Freundinnen die Waffen.


    "Die genügen hoffentlich. Vielleicht finden wir unterwegs noch was. Seid wachsam. Die Raucher sind in der Nähe und lauern nur darauf, dass jemand sich aus der Stadt wagt. Ist echt schlimm heute."


    ...


    Ein lautes Knistern ertönt, als die Spielerin von Alegra in die Tüte mit den Chips greift. "Ich muss dann auch erst nochmal aufs Klo, bevor wir losgehen!"

  • Auftrag an eine Expedition (öffentlicher Aushang in Rurikus [auf dem Kontinent Aewekon])


    Übersicht:


    Ziel der Expedition ist es Land im Osten zu finden. Dazu wird ein Luftschiff für die Fahrt im Wasser präpariert und Segel als Haupt Antrieb verwendet anstelle der Üblichen Magie-Kristalle.


    Begrünung: Es ist nicht bekannt wie weit und ob Magie-Kristalle für den Auftrieb und/oder Antrieb abseits von Aewekon funktionieren. Daher soll auf Konventionelle Art und Weise gereist werden.


    Die Unternehmung wird finanziert von der Gesellschaft für Erforschung und Weiterentwicklung (GefEruWe).


    Weitere Ziele sind die Erforschung des Magiefeldes außerhalb von Aewekon.



    Gesucht werden:

    • Ein erfahrener Kapitän, der vor allem auch mit Konventioneller Schifffahrt sowie Navigation vertraut ist und sich in der Lage fühlt eine Crew über längere Zeit bei Laune zu halten und das Ziel der Expedition nicht aus den Augen verliert.
    • Eine Forscher Gruppe die, wissenschaftliche Untersuchungen zum Vorhandensein von Magie anstellt. Magie Bewusstsein ist nicht zwingen notwendig, aber von Vorteil. (drei oder fünf offene Stellen)
    • Einen Leutnant, als Stellvertreter des Kapitäns
    • Nautiker und/oder Kartographen (drei offene Stellen)
    • Kristallingenieure, für den Fall dass Kristalle doch verwendet werden können (bis zu vier offene Positionen)
    • Kommandeur der Soldaten (eine offene Stelle)
    • Soldaten (30 offene Positionen)
    • Schiffsarzt (eine offene Stelle)
    • Bootsleute (zwei offene Positionen)
    • Seeleute (80 offene Positionen)
    • Kochsmaat/Smut (zwei offene Stelle)
    • Quartiermeister (drei offene Stellen)
    • Segelmacher und Schneider (zwei offene Stellen)
    • Schiffszimmermann; Meister und Gesellen (vier offene Stellen)
    • Schreiber (zwei offene Stellen)


    Weitere Informationen:

    • Die GefEruWe stellt ein Schiff zur Verfügung und wird jeden Teilnehmer seiner Position entsprechend entlohnen.
    • Es wird für ausreichend Lebensmittel gesorgt, dass die Besatzung für einen gesamten Zyklus unterwegs sein kann.
    • Bei erfolgreicher Rückkehr wird jeder Teilnehmer in die Bücher der GefEruWe aufgenommen und erhält eine besondere Ehrung vor dem Präsidenten.
    • Bei nicht erfolgreicher Unternehmung, dies bedeutet keine Rückkehr nach mindestens zwei Zyklen erhält die hinterlassene Familie des Teilnehmers eine Entschädigung von fünf goldenen 24ern.
    • Die Fahrt führt zunächst nach Süden, um die Winde an der Küste auszunutzen. Anschließend, etwa 350km südlich des Kontinenten, wird der Kurs nach Osten verlaufen.
    • Es wird so lange gen Osten gesegelt, bis Land erreicht oder man Fỳthmíìndría umrundet hat.
    • Nur der Kapitän entscheidet über den Weg der Expedition.
    • Zuwiderhandlung der Befehlsgewalt wird bei Rückkehr mit einer Freiheitsstrafe entsprechend der Empfehlung des Kapitäns geahndet.

    Am Abend wird man klug für den vergangenen Tag,
    doch niemals klug für den, der kommen mag.

    Edited once, last by Sirion Tond ().

  • Expeditionen

    Auf Gaia spielten Expedition schon immer eine wichtige Rolle. In den ersten Jahren dienten sie den Terraner:innen, um ihre neue Umgebung zu erforschen und für sich nutzbar zu machen.

    Besondere Aufmerksamkeit erfuhren sie aber mit dem Übergang vom Zeitalter von Rost und Asche hin zur Modernen Zeitrechnung. Während noch die meisten Überlebenden des Tanzes der Geister und Götter in ihren Habitaten hausten und einige wenige Banden das Land unsicher machten, waren es die ßron der Bunkerstädte, die damit begannen, ihre Umgebung unter anderen Gesichtspunkte zu erforschen. Sie wollten so viele Artefakte der terranischen Vergangenheit sichern und erforschen. Sie machten sich auf, um die veränderte Umwelt zu erkunden und um ihrer Forschung nachzugehen. Gegen die verwilderten Banden konnten die ßron dank ihrer terranischen Technologie gut zurecht kommen, aber das Generationen überspannende Leben in Isolation hat die Umwelt für die gefährlich gemacht. Sicherlich, Schutzanzüge und Filter halfen gegen die meisten Viren und Krankheiten, sber es gab Probleme mit der Nahrung, denn die ßron benötigen ihre eigene, selbstgezogene Nahrung oder Proteinmasse. So wurden die Expeditionen zu aufwendigen Angelegenheiten, worin viele Personen involviert waren.

    Dies änderte sich mit dem Duszanischen Reich, als viele Habitatbewohner:innen unter dem Banner von Bacjar Dusz wieder zu einem funktionierenden Reich vereint wurden. In diesem Reich nahmen die ßron als die Gründer:innen des Archivs eine wichtige Rolle ein. Nun hatten sie aber auch die Möglichkeit, andere für sie arbeiten zu lassen. Sie nahmen Abenteuer:innen, Söldner:innen und Glücksjäger:innen als Scavangerteams unter Vertag, deren Aufgabe es wurde, Ruinen der Terraner oder auch der Olog-Than oder Cha’Iru ausfindig zu machen und interessante Artefakte zu retten. Manchmal waren diese Entdeckung so groß und umfangreich, dass die Scavangers eine Art Basislager in den Ruinen errichteten, wo sich auch Archivare einrichteten, um vor Ort Erforschungen zu betreiben.

    Die Expeditionen sind grundsätzlich auch für erfahrene Scavangers sehr gefährlich. In jeder Ruine, Servergruft oder Mine lauern unzählige Gefahren wie noch aktive Verteidigungsanlagen, Naniten, Raubtiere, wilde Magie oder andere, unbekannte Schrecken.


    Das Verhältnis zwischen Archiv und Scavangern besteht noch immer und ist eines der wichtigsten Wirtschaftszweige der Gegenwart.

    Neben den offiziellen Expeditionsteams des Archivs gibt es aber auch selbstorganisierte Schatzjägergruppen. Dies sorgt, als ob die Erkundung der Ruinen nicht schon schwer genug wäre, immer wieder für Spannungen, da diese Gruppen ihre Ware an abtrünnige Archivar:innen, Privatsammler:innen oder andere zwielichtige Gestalten verkaufen.


    --------

    1. Cooles Thema!

    2. Ich habe es während eines Zwangsaufenthaltes in einem Gotteshauses geschrieben. Verzeiht mir die Tippfehler, aber ich hatte einen guten Zeitrahmen. ;D

  • Dieses Thema flasht mich total!


    Ich werde nach Ablauf der Frist etwas "außer Konkurrenz" posten.


    Grund: Ich arbeite jetzt schon zwei Stunden dran... und verwende eine Illustration von einem anderen Bastler. 😊

    Everybody loves my baby, but my baby ain't doesn't not no love nobody but me.

    Edited once, last by Tabor: typo ().

  • Expeditionen also, soso. Wir erforschen irgendwas.


    Volumenmässig am meisten zum erforschen gibt es in Kaláte, also gehe ich dorthin.


    Aber was wird denn da so erforscht, abgesehen von "na Weltraum halt"?


    Hmmmmm ........


    Tiyizat


    Um Anteias Sonne gurken außer Anteia noch elf andere Planeten. Die meisten davon sind zu gasförmig, zu kalt oder zu heiss, aber Tiyizat ... Tiyizat ist ähnlich perfekt wie Anteia selbst, mittendrin in der lebensfreundlichen Zone.

    Das sollte man sich mal anschauen, wurde damals beschlossen, als auf Anteia noch kein Überlichtantrieb erfunden war, aber immerhin schon vier dauerhaft bewohnte Raumstationen um den Planeten flogen. Anteia hat keinen Mond, daher musste man gleich das anteianische Mars-Äquivalent ins Auge fassen.

    Zunächst wurde das Material in den Orbit gebracht und dort über mehrere Monate gesammelt, dann wurde das erste interplanetare Raumschiff dort oben, im Vakuum, im Orbit, zusammengebaut. Eine Besatzung aus vierzehn Personen (elf Frauen, drei Männer - die Frauenübermacht resultiert vor allem daraus, dass Frauen schlicht weniger essen müssen und man darum weniger Nahrung mitschleppen muss) beschleunigte kräftig, schlenkerte einmal um Siztomachu-4A, einen Planetoiden, der seinen Orbit zwischen Anteia und Tiyizat hat (und wahrscheinlich sogar mal Anteias Mond war) und kam nach vier Monaten nach einiger Bremszeit bei Tiyizat an. Das Raumschiff blieb im Orbit, ein Lander (mit fünf Frauen und zwei Männern) landete, leider so holprig, dass an eine Abreise nicht mehr zu denken war.

    Aber: Tiyizat hat Leben und eine atembare Atmosphäre, von daher wurde erstmal eine Runde geforscht und dann eine Runde eine Kolonie gegründet (wenn ihr versteht, was ich meine, höhö).

    Die Besatzung im Orbit diskutierte die Optionen: Rückkehr nach Anteia oder auf Tiyizat landen, denn das Raumschiff sollte das durchaus auch können.

    Sie flogen zurück, und seitdem gibt es das Sprichwort "von Tiyizat zurückfliegen" dafür, eine große Chance ungenutzt zu lassen.


    Die nächste Landung auf Tiyizat fand erst mehrere Jahrzehnte später statt - da dann schon mit Überlichtantrieb.

    Die geborenen Tiyizatianer waren nicht so froh drüber.

    Man kann gar nicht so rundum stromlinienförmig sein, dass es nicht irgendeine Pappnase gibt, die irgendetwas auszusetzen hat.
    - Armin Maiwald

  • Die Zeit ist abgelaufen, es darf aber natürlich nachgereicht werden.

    Cool das so viele teilnehmen konnten. Ich denke das "Wochenend-Speedbasteln" könnte sich durchsetzen


    Hier mein Lobsbeerensalat:

    Skelch I. : ich mag immer sehr gerne wie du deine herangehensweise vorher mit einbeziehst. Das Labyrinth scheint eine sehr sehr große, unerforschte Gegend zu sein, obwohl scheinbar immer wieder jemand dort hin geht. Wie konnte denn eine Grabanlage verschwinden? Leben die Toten?

    Yrda : wunderbar geschrieben, eine andere Art von Expedition. Mir gefallen die lebenden Skelette. Wie groß sind die denn?

    Logan : für mit dem Handy geschrieben liest es sich super. Wäre mir nicht aufgefallen hättest du es nicht gesagt. Eine gute Sache, dass man Scavenger Teams schicken kann um die "Drecksarbeit" zu machen. Man muss sie nur unter Kontrolle behalten.

    Veria : eine schöne Expedition, die dann noch in eine Koloniegründung ausartete. Und ein Sprichwort hast du auch gleich dabei. Wieviele Generationen gab es denn schon auf Tiyizat bei der nächsten Landung?


    oh und Tabor , deinen Text schau ich mir auch noch an, bin gespannt.

    Am Abend wird man klug für den vergangenen Tag,
    doch niemals klug für den, der kommen mag.

  • Skelch I., ha, ich erinnere mich noch an Meinsamda. Schön, die Kanäle jetzt noch mal zu lesen. Aber wo ist denn das Grab hin? Wurde da geräubert, wo es ja nun eine Schatzkarte gab?

    Yrda, ein Spiel, schön schön. Das Setting fängt definitiv interessant an. Wer raucht denn da und lässt sich durch Minztee verscheuchen?

    Sirion Tond, definitiv eine sinnvoll aufgestellte Besatzung. Kannst du spoilern, was die Expedition findet?

    Logan, das liest sich sehr schön gaianisch, fein fein.

    Tabor, ohhhhh, ein Erstkontakt, und der geht nicht mal gleich den Bach runter! Gefällt mir sehr.

    Veria : eine schöne Expedition, die dann noch in eine Koloniegründung ausartete. Und ein Sprichwort hast du auch gleich dabei. Wieviele Generationen gab es denn schon auf Tiyizat bei der nächsten Landung?

    Ich tippe drauf, dass es schon ein paar Enkel gab. Das werde ich aber in der nächsten Zeit genauer ausarbeiten, so als Tandemprojekt mit "Was gibt's eigentlich auf Tiyizat so?".

    Man kann gar nicht so rundum stromlinienförmig sein, dass es nicht irgendeine Pappnase gibt, die irgendetwas auszusetzen hat.
    - Armin Maiwald

  • Freut mich auch, dass so viele mitgemacht haben. Und so unterschiedliche Beiträge!


    Skelch I. Labyrinth fand ich natürlich aufgrund meiner eigenen Labyrinthwelt besonders interessant. Das ist einfach spannend, zu wissen, dass es da immer noch mehr gibt, was noch nicht erkundet worden ist.

    Sirion Tond Das wirkt schonmal gut durchdacht. Auch ein interessanter Ansatz mit der Planung! Macht in der Tat auch neugierig, wohin es noch führt.

    Logan Irgendwie hat deine Beschreibung etwas roguelike-Artiges. Gefällt mir.

    Veria Wie gemein! Das mit dem Sprichwort finde ich auch cool.

    Für den Beitrag von Tabor muss ich mir mehr Zeit nehmen. Das Mittagessen wartet. :) Super, dass du auch mitgemacht hast und dich das so sehr inspiriert hat.

  • Ach ups, zu den Fragen:

    Sirion Tond

    Die Skelette haben ganz reguläre "Menschengröße", sobald der Schrumpfzauber aufgehoben wird. Sie bestehen aber nicht mal aus echten Knochen, sondern aus 3D-gedruckten Plastikknochen. Weshalb der Begriff Neurospasma (oder Marionette, wenn man will) hier zutreffender ist, als Nekromantie.


    Veria

    Raucher sind ekelhafte Biester, die andere mit ihrem Rauch töten oder gar selbst zu Rauchern machen. Sie haben die Umgebung in der Zukunft derart mit ihrem Rauch verpestet, dass es überall wie neblig ist. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, mal einen zu illustrieren. Ist aber auch schwer, im Rauch etwas zu erkennen.

  • *lobpreiselbeerenauswerf*


    Skelch I. : Großartige Geschichte. Gefällt mir ausgesprochen gut. Ich mag die dichte Atmosphäre. Und ich mag es sehr, wenn unter Städten irgendwelche Labyrinthe, Höhlen und Ruinen liegen, die man erforschen kann. Wie sieht eigentlich eine Doppelmuräne aus?

    Yrda : Stimmungsvolle Geschichte. Ich mag die Sache mit den Skeletten. Sehr coole Idee. Hast du schon mal was über die "Raucher" geschrieben?

    Sirion Tond : Schicke Ausschreibung. Gefällt mir. Mal eine andere Herangehensweise an das Thema.

    Veria : Kurz und knackig. Wie groß dürfte die Kolonie jetzt sein? Und könnte es mit zu naher Verwandtschaft untereinander irgendwelche Probleme geben?

    Tabor : Ok. Das ist etwas ausführlicher. Da musste man sich erstmal durcharbeiten. Ist auf jeden Fall ein sehr stimmungsvoller Text, der sein sehr gutes Bild in meinem Kopf erzeugt. Das Bild von Incen Kong ist natürlich auch ein netter Bonus... :D Weißt du selbst, für was die Rotgoldscheibe gut ist?


    Und zu den Kommentaren:

    Sirion Tond : Danke dir. Ich hab mir auch - während der Predigt - sehr viel Mühe gegeben, es ordentlich zu schreiben. Die Sache mit der Kontrolle ist wirklich ein guter Punkt. Anfangs war es ein Tauschhandel: "Ihr bringt uns seltsames Zeugs und ihr bekommt Waffen, Essen, Werkzeug und was ihr so benötigt." Aber in den späteren Jahren wurde es mehr zu einem normalen Geschäft (Geld gegen Ware), aber das Wissen der Schatzsucher:innen entwickelte sich weiter. In der Hinsicht muss ich mir vielleicht wirklich noch mal genauer überlegen, wie es zu einer Kontrolle des "Schrotthandels" kommt, ohne dass zu viele, wertvolle Artefakte unterwegs "verschwinden".

    Veria : Danke dir! :D

    Yrda : Danke dir! Ja, das roguelike-artige ist etwas, was ich bei dem Gedanken sehr verfolge. Vielleicht gibt es irgendwann mal eine Art "Roguelike Dungeon Hack" mit zufälligen Kartenelementen, um eine solche Expedition zu simmulieren. Das ist wirklich eines der Elemente, das ich bei einem Gaia-RPG neben Siedlungsbau, Sandbox und anderen, klassischen RPG-Elementen fokussieren will.

  • Veria : Kurz und knackig. Wie groß dürfte die Kolonie jetzt sein? Und könnte es mit zu naher Verwandtschaft untereinander irgendwelche Probleme geben?

    Da "jetzt" über vierhundert Jahre später ist, tippe ich auf so etwa acht bis zehn Milliarden Leute. Die stammen aber natürlich nicht nur von den ersten sieben Kolonisten ab - wahrscheinlich stammt nur eine Minderheit überhaupt von denen ab (so ein illustrer Stammbaum ist sogar vermutlich einiges Prestige wert).

    Ich bezweifle, dass der genetische Flaschenhals lange genug Bestand hatte, um irgendwelche Probleme zu verursachen.

    Man kann gar nicht so rundum stromlinienförmig sein, dass es nicht irgendeine Pappnase gibt, die irgendetwas auszusetzen hat.
    - Armin Maiwald

  • Skelch I. : Hervorragend. Mir gefällt, dass die "offizielle" (wenn auch privat finanzierte) Expedition auf Dinge stieß, die Squattern und "Unberechtigten" seit Jahrzehnten bekannt gewesen sein dürften. Irgendwer hat ja auch die Grabbeigaben geplündert. Das klingt für mich so, als hätte man gut einige der besagten Obdachlosen als Experten zu Rate siehen können, hat es aber aus irgendwelchen Gründen (Standesdünkel?) nicht getan.


    Yrda : Ich liebe die Idee mit dem Minztee gegen die üblen Schwaden der Raucher. Ähm, eventuell komme ich selbst gelegentlich in Versuchung... 😁


    Sirion Tond : Die Form als Aushang gefällt mir super, das Crew-Manifest ebenfalls. Ich frage mich, wie lange es denn dauern würde, wirklich einen ganzen Planeten zu umsegeln, wenn man nicht auf Land trifft? Wie groß ist Fỳthmíìndría denn? Und ist es üblich, Luftschiffe frei zwischen zwei Elementen zu konvertieren?


    Logan : Ich mag die Vorstellung, dass sich ein offiziellen Scavangerteam und eine Gruppe "Freiberufler" in einer alten Bunkeranlage begegnen und erstmal mit der Hand an der Waffe verhandeln müssen, ob man sich die Räume und ihren Inhalt jetzt aufteilt, oder sich doch lieber gegenseitig umbringt. 🪓


    Veria Zwei bewohnbare Planeten in derselben habitablen Zone sind immer ein tolles Thema. Ich ärgere mich schwarz darüber, dass sich die alte Vorstellung von der Venus als dampfende Dschungelwelt nicht bewahrheitet hat und wir es stattdessen mit einem Backofen zu tun haben, in dem es Schwefelsäure regnet. Ich frage mich, was genau die kleine Gruppe Tiyizatianer der zweiten und dritten Generation denn von der Welt ihrer Vorfahren gehalten hat. Mythische Urheimat? Oder Bande feiger Verräter, die ihre Freunde zurücklassen?



    Bezüglich meiners eigenen Expedition: Ich musste das Bild, dass mit Incen Kong (🙏) vor ein paar Monaten mal von einer Ch!cht mit Hut gemalt hat, einfach mal entsprechend weiterverbasteln. Erstkontakt ist eines meiner liebsten Motive in der SciFi, ist aber auch in Fantasy immer wieder gut. Es hätte allerdings auch ganz anders ausgehen können, die Merathōi sind unter anderem für knallharte Geschäftspraktien und Militarismus bekannt. Der gute Admiral Paithon ist - von dem in seiner Generation üblichen erzmonarchistischem "Tod-allen-Republikanern"-Gefasel mal abgesehen - einfach ein sehr besonnener Mann.

  • Tabor : ich schreibs mal hier mit dazu, dann bleibt dein Thread allein für die Themen.

    Eine sehr schön ausführliche Beschreibung des ersten Kontakts (auch wenn es nur die Kurzfassung ist) Mir gefällt die Mischung aus kurzen und längeren Texten, aber auch Auflistungen. Das macht das ganze angenehm zu lesen.


    Sirion Tond, definitiv eine sinnvoll aufgestellte Besatzung. Kannst du spoilern, was die Expedition findet?

    Man findet heraus, das Magie auch auf dem Meer "funktioniert". Daher wurden bald die Antrieb-Kristalle verwendet um das Schiff bei Flaute zu bewegen, den Kristall um das Schiff fliegen zu lassen wagte man nicht zu verwenden (wer weiß, vielleicht gibt es doch Orte ohne Magie und dann würde man einfach ins Wasser fallen...)

    Zunächst waren sie aber schneller unterwegs als sie gedacht hatten. Daher waren sie leider am nächst gelegensten Kontinenten (Preneth) schon vorbei.

    Dann wurde aber schnell klar, dass die gespeicherte Energie im Kristall sich bei weiten Strecken sehr schnell aufbraucht. Die Kristalle dieser Zeit waren noch nicht sehr leistungsfähig

    Und ob sie einen anderen Kontinent noch entdecken, bin ich mir noch nicht sicher...

    Sirion Tond : Die Form als Aushang gefällt mir super, das Crew-Manifest ebenfalls. Ich frage mich, wie lange es denn dauern würde, wirklich einen ganzen Planeten zu umsegeln, wenn man nicht auf Land trifft? Wie groß ist Fỳthmíìndría denn?

    Den Planeten Fỳthmíìndría zu umsegeln würde schneller gehen als bei der Erde, da er nur ungefähr 85% so groß ist UND vorallem da man wenige Kontinente hat die sich über alle Breitengrade erstrecken.

    Weshalb ich auch überlege, ob die Ausgeschriebene Expedition vielleicht garnichts weiter entdeckte als Wasser und "Magie funktioniert überall wo wir waren".


    D.h. aber auch, die Meeresströmungen z.B. auf der Südhalbkugel (wo wir uns befinden) sind bei etwa 30° Südliche Breite sehr viel Konstanter. Man muss nur herausfinden wann man wieder gen Norden segelt um Preneth zu "finden"

    Edit: Der Umfang des Planeten am Äquator ist etwa 34.500km

    Ich habs jetzt einfach mal so ungefähr festgelegt:

    Eine Weltumsegelung mit reinem Segel Antrieb: ca 350 Tage (ohne Zwischenstops aber gelegentlich ohne Wind)

    Weltumsegelung mit Magie (Kristall) Antrieb, aber im Wasser, also keine Flauten und konstante Geschwindigkeit (etwa 6,5km/h): ca 200 Tage



    man muss dabei bedenken, dass die Tage um 4 Stunden länger sind und (wie geschrieben) der Planet kleiner. Ein Zyklus wären tatsächlich aber 3 Jahre a 243 Tage... also etwa 730 Tage...



    Und ist es üblich, Luftschiffe frei zwischen zwei Elementen zu konvertieren?

    Nein. Bis dahin wurde es nur sehr selten gemacht. In der Theorie ist es natürlich möglich, man muss nur die Dichtigkeit garantieren nachdem ein Schiff lange Zeit in der Luft war.

    Andersherum, vom Wasser in die Luft, ist es unproblematischer, aber man braucht viel mehr Energie (größere Kristalle) um die Schiffe aus dem Wasser zu bekommen.

    Es gibt normalerweise Schiffe für die Luft und solche fürs Wasser. Ständiges hin und her ist unüblich bzw. zu aufwändig.

    "Wasser"Schiffe sind außerdem üblicherweise eher kleiner und für Küstenschifffahrt gedacht. Für die Expedition soll aber ein großes Schiff verwendet werden um all die Vorräte zu lagern.

    Am Abend wird man klug für den vergangenen Tag,
    doch niemals klug für den, der kommen mag.

    Edited once, last by Sirion Tond ().

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!