[Wjasun-Noila] Trutznoila (der Menschenstaat)

Liebe Bastler, die Weltenbastler-Olympiade hat begonnen, das WBO-Tool ist vorbereitet. Bitte meldet euch schnell an. Viel Spaß dabei!
  • So, natürlich habe ich mal wieder nicht bis morgen warten können sondern habe die Zeitleiste Trutznoilas doch noch fertiggemacht. Und jetzt muss ich die unbedingt gleich noch hier loswerden... ;)
    Ich hoffe mal, dass man 1. versteht worum es geht, ohne dass ich hier zu viel Hintergrundinfo poste und dass es 2. nicht zu lang ist... %-)



    Vorweg: Die allgemeine Geschichte Noilas beginnt mit der Besiedelung, die auch das Anfangsdatum für die Zeitrechnung bestimmt. Die ersten 300 Jahre wurden alle Völker gemeinsam von den Großkönigen regiert, über diese Zeit geht es hier jetzt aber nicht.
    Nur noch ein paar Infos zum Verständnis:
    Die Sozialstruktur Trutznoilas beginnt sich schon unter den Großkönigen in den letzten 50 Jahren herauszubilden und etabliert sich immer mehr.
    Die Oberschicht bildet sich aus der Kriegerschaft und den Wissenssuchern (= Wissenschaftler und Beamte - mit abgeschlossener Grundausbildung an den Wissenburger Lehranstalten (= Uni)). Beides ist nicht erblich, jeder kann aufsteigen.
    In der Jetztzeit stellt sich die Sozialstruktur so dar: von den ca. 600.000 Menschen sind
    80% Bauern
    12% Handwerker
    1% Kaufleute
    5% Wissenschaftler & Beamte
    2% Krieger


    Die etwa 10.000 Nordener oder Gelbmäntel (wie sie wegen der gelblichen Wolle ihrer Tuniken etwas abfällig genannt werden), Nomaden, die auf der sogenannten Wolfsplatte, der Hochebene im Norden, mit ihren Schafen und Pferden umherziehen, sind da nicht mit eingerechnet.



    MENSCHENGESCHICHTE


    334 Großer Freiheitsschlag - Sturz des Großkönigs, Beginn des Menschenreiches.


    334-348 14jährige Wirren: verschiedene Parteien versuchen, die Macht an sich zu reißen, marodierende Banden durchstreifen das Land, Hungersnot 342 wegen ausgefallener Ernte, schließlich


    347 erstes Auftreten von Sturmgeher, Sohn des Bogenbrück. Schneller Siegeszug, im Herbst 348 ist
    das Land befriedet, am ersten Tag des Schneemondes 349 wird Sturmgeher zum König gekrönt.


    349-386 Trutz wird gebaut und wächst, verdrängt Wissenburg als größte und wichtigste Stadt. Seit


    378 Königssitz.


    379-411 Regierungszeit von Sturmgehers Sohn Starkhand.


    393-398 Fünferkrieg - Putschversuch unter Führung von fünf Wissenburger Gelehrten, der nach fünf Jahren erbitterten Kampfes mit dem Sieg Starkhands endet. Die Unzufriedenheit schwelt weiter, auch unter


    411-423 Schwarzblick, Starkhands Sohn, der mit 16 den Thron besteigt, aber nicht die gleiche Kraft ausstrahlen kann wie sein Vater oder Großvater. Verliert durch eine Palastrevolte 423 die Krone, flieht.


    423-448 Regierungszeit von Zehnfaust, Sohn des Rennerwort. Aufschwung der Wissenschaften setzt ein, aber nur kurz, denn


    431-433 kehrt Schwarzblick zurück, sammelt Anhänger.


    433-448 Ambosskrieg - ständiges hin und her, Scharmützel, keine großen Schlachten, Zivilbevölkerung leidet, aber keiner gewinnt. Zehnfausts Sohn Lichtheiler tritt sofort nach der Thronbesteigung in Verhandlungen mit Schwarzblick - Folge: Teilung des Landes in Ost- und Westnoila.


    448-475 Lichtheiler, Sohn des Zehnfaust, König von Ostnoila (Residenz in Wissenburg)


    449-451 Schwarzblick, Sohn des Starkhand, König von Westnoila (Residenz in Trutz). Da er keine Kinder hat, wird sein Neffe


    451-490 Rauchtreiber, Sohn des Zielstein, König von Westnoila.


    475-492 Donnerruf, Sohn des Lichtheiler, König von Ostnoila. Donnerruf ist ein jähzorniger Mann, der mit Wissenschaft nichts anfangen kann. Seine hartnäckigen Versuche, die Lehranstalten zu einer Militärakademie umzugestalten, führen letztlich zu seiner Ermordung 492, die einige Oberschichtler aber sofort Westnoila in die Schuhe schieben und so den


    492-495 Donnerkrieg beginnen, der mit einem geeinten Königreich unter


    490-497 Wortmaler, Sohn des Rauchtreiber, König von West- und Gesamtnoila endet. Wortmalers Königtum währt nur kurz, weil schon Ende 496 die besagte ostnoilanische Oberschichtsgruppe einen erneuten Umsturzversuch plant, der zwar aufgedeckt wird, aber aufgrund von Wortmalers Fehleinschätzung der Lage (er verhaftet nur zwei der Verschwörer, hält das Ganze eher für eine Farce, die sowieso nie hätte gelingen können) letztendlich im Hitzemond 497 zu seinem Sturz führt. Es beginnt die Zeit der


    497-544 Obernherrschaft, die zunächst eine Zeit des Friedens ist, bis ab 530 zunehmend der eigene Stand begünstigt und Bauern und vor allem Handwerker mit zusätzlichen Steuern und Einschränkungen in ihren Rechten so belastet werden, dass sich schließlich die Handwerkerringe zusammenschließen und mit ihrer rein zahlenmäßigen Überlegenheit gegen die überraschte Oberschicht vorrücken - dem


    542-544 1. Ringkrieg, der den Schmied Festfuß, Sohn des Vogelschwanz, einen der Führer des Aufstandes, auf den Thron bringt. Natürlich kann die Ehre der Kriegerschaft diese Niederlage nicht einfach hinnehmen, und da Festfuß weder selbst eine militärische Ausbildung noch kompetente Berater hat, kommt es zum


    546-548 2. Ringkrieg (in dessen Verlauf von Seiten der Handwerker zum ersten Mal mit Brandpfeilen beschossene Pulverfässer eingesetzt werden), an dessen Ende die erneute Teilung des Landes steht, wobei in Ostnoila die Obernherrschaft wieder etabliert wird, während in Westnoila


    548-584 Dunkeltraum Grasreiter, Enkelsohn des im Exil auf der Wolfsplatte verstorbenen Wortmaler, zum König gemacht wird. Eine eigene Oberschicht bildet sich heran, volksnaher als in Ostnoila, mit Turming entsteht eine kleine Gegenuniversität - das Land blüht auf, auch unter


    584-617 Hochturm Dunkeltraum, König von Westnoila - eine Blüte mit Unterbrechung allerdings:


    598 (Mittmond) Rondellbau in Trutz - Abriss von Wohngebieten am Fluss: Bürgeraufstand. Hochturm lässt zum ersten Mal Kanonen auf Menschen einsetzen, gegen die eigene Bevölkerung - Machtdemonstration und Überzeugungsmittel für die Notwendigkeit neuer Befestigungsanlagen gleichzeitig.


    566 Zerbrechen der Obernherrschaft in Ostnoila, in den Jahrfeuertagen Kämpfe im Wissenburger Schloss, die sich auf die Stadt ausweiten und erst am 11. Schneemond durch zwei Offiziere (Eisträger Heuwurf und Fanghand Wolfwürger) und einen Weisen der Weltenlehre (Seemesser Treuarm) beendet werden können. Die drei bilden danach die


    567-588 Dreierherrschaft, ab
    588 ersetzt Augenfeuer Fanghand seinen Vater, ab
    593 wird Nachtsinger Reiseherz als Seemessers Nachfolger berufen,
    596 stirbt auch Eisträger, und Feuerhaar Großhand übernimmt seine Stelle.


    617-650 Winterlacher Hochturm König von Westnoila


    639 Tod Nachtsingers (Erntemond), schwere Erkrankung Augenfeuers (Nebelmond) führt zum Ende der Dreierherrschaft, da
    639 Ende des Nebelmondes Winterlacher die unsichere Lage und die ungünstige Jahreszeit für einen Überraschungsangriff auf Wissenburg nutzt und die Stadt nach knapp zweiwöchiger Belagerung erobert. Noila ist nun wieder geeint. Es beginnt eine längere Zeit des Friedens, die nur kurz unterbrochen wird durch den


    670 Morgenkrieg, der innerhalb von wenigen Tagen den seit 650 regierenden, geistig labilen Turmsteiger Winterlacher zur Abdankung zwingt. Statt seiner wird


    670-711 Fernauge Schneeläufer König und begründet eine neue Königslinie.


    711-748 Regierungszeit von Baumname Fernauge.


    723-741 Gelbmantelkrieg - Unabhängigkeitsbestrebungen der Nordener, die sich zu hoch besteuert sehen, bringt viele von ihnen dazu, einen Guerillakrieg über fast 18 Jahre zu führen. Er endet ohne wirklichen Sieg, Friedensverhandlungen geben den Nordenern Steuerermäßigungen, die dafür ihre Rebellion beenden und sich dem trutznoilanischen Staat unterordnen.


    seit 748 regiert Rotstern Baumname. (heute = 758 )



    Noch jemand da? :-[ Fragen? Kritik? Zu viel Action in zu wenig Zeit? Was meint ihr?

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  • Was war vor der Menschengeschichte? Woher kamen die Menschen? Warum sind sie plötzlich da?


    Es gibt bei Dir 2 Ring-Kriege?


    Edit:
    Warum sie da sind, hatte ich überlesen. ;)

  • Hei! Sieht gut aus. Nach Tolqens amateur Rechnung sind das 400 Jahre voller Action und Spannung; war echt toll das zu lesen. Also die Geschichte Arlas ist gegen das noch wirklich lückenhaft. Aber besonders toll waren die Namen, die sind echt klasse.


    Aila!

  • Quote

    Original von Lost Soul
    Es gibt bei Dir 2 Ring-Kriege?


    Tja... allerdings haben die nix mit einem Fingerring zu tun, sondern heißen so nach den Handwerkerringen (sowas wie Gilden, wenn man will)... Ist mir eigentlich mehr aus Versehen passiert, die Wortgleichheit, aber dann fand ich's auch lustig, darum werden die auch nicht umbenannt... ;D

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  • Liest sich gut und ist vor allem schön übersichtlich (und gar nicht lang!). :)


    Ich glaube, ich sollte so eine Zeitleiste auch einmal für die Völker und Länder meiner Welt machen. Bei mir ist das nämlich chaotisch auf die Rubrik "Geschichte" (und elendslange Texte) und noch ein paar andere Rubriken verteilt. :(

  • So, hier mal was Näheres über das trutznoilanische Königtum. Hab ich irgendwas Wichtiges übersehen oder unsinnig gemacht? (bin in politischen Strukturen nicht so wahnsinnig bewandert) ?



    Königtum


    Der trutznoilanische Sonnenspieß wird vererbt. Das Zeichen des Königs ist vor allem die Tätowierung, die er kurz vor dem Amtsantritt auf die Stirn bekommt. Am Tag der Thronbesteigung wird die Binde, die zur besseren Heilung die frische Tätowierung bis dahin verhüllt hat, feierlich abgenommen. Außerdem trägt der König bei Amtshandlungen eine Kette mit einem großen zwergischen Anhänger, der das Symbol wiederholt. Der Sonnenspieß symbolisiert die Oberschichten: der Spieß für das Kriegertum, die Sonne für die Erleuchtung der Wissenschaft - die beiden Grundpfeiler der trutznoilanischen Kultur.


    Der trutznoilanische König regiert hauptsächlich von Trutz aus, dort befinden sich auch alle wichtigen Behörden außer dem Hochgericht, das in Wissenburg sitzt. Alle zwei Jahre reist er aber in alle Städte des Reiches (außer auf die Wolfsplatte natürlich), wo ihm immer ein begeisterter und festlicher Empfang bereitet wird. Er bleibt einige Tage, pflegt den Kontakt zur ansässigen Oberschicht, zeichnet Handwerker aus, kümmert sich höchstpersönlich um einige kleinere Probleme und Streitfälle, lässt sich feiern und fährt wieder (im Übrigen natürlich nicht in einem Fed-Wagen, sondern in einer eleganten, von Rennern gezogenen Kutsche - es sei denn er ist noch jung und dynamisch, dann wird er reiten).
    Im alltäglichen Regierungsgeschäft kümmert er sich vor allem um den Zusammenhalt des Reiches (Viele Könige sind berühmt geworden für ihr Gespür dafür, wo und warum es als nächstes krachen wird. Etliche allerdings auch durch das Gegenteil dieses Gespürs...) und hat das letzte Wort in allen anderen weitreichenderen Entscheidungen.
    Der Hof in Trutz besteht aus den Räten (für jeden Bereich der Regierung drei: Drei Kriegsräte, drei Finanzräte, drei Wissenschaftsräte, drei Landwirtschaftsräte, drei Diplomatische Räte, drei Gerichtsräte, drei Gesundheitsräte) und ihren untergeordneten Beamten, der (weitläufigen) Familie des Königs, seinen Günstlingen und der Dienerschaft.


    Sämtliche Söhne des Königs durchlaufen nicht nur die normale Schullaufbahn, sondern eine zusätzliche politische Ausbildung. Sollten sie sich für die wissenschaftliche Laufbahn interessieren, bekommen sie Privatunterricht (sie nach Wissenburg zu schicken wäre viel zu gefährlich). Nötig haben sie keinerlei Ausbildung, wenn sie nicht König werden - die Brüder des Königs gehören zum Hof und können sich ihren Neigungen widmen. Auch ihre Kinder genießen noch diese privilegierte Stellung, deren Kinder allerdings nicht mehr.
    Die Töchter und Ehefrauen sind am Hof insofern besser gestellt, als sie für politische Heiraten benötigt werden und darum einen gewissen Status haben, der ihnen Extravaganzen und eigene Interessen und Ideen ermöglicht, wie es für andere Frauen in den Städten undenkbar wäre.

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  • Oh. Jetzt les ich erst das Posting mit der Zeitleiste.


    Ich find sie gut. Ich halte Zeitleisten in denen was passiert auch für realistischer als welche, in denen kaum Sachen drinstehen. Es passiert schliesslich immer irgendwas.
    Es fällt allerdings auf, das die Regierungszeiten der Könige schon ziemlich lang sind, find ich. Kein König der mal nur 1 oder 2 Jahre an der Macht ist, oder ein Jahr wo es mehrere Könige gibt, weil die Zeiten instabil sind. So ne Art 3-Königs-Jahr.


    Was passiert eigentlich mit Leuten die sich das Königszeichen auf die Stirn tätowieren lassen, ohne König zu sein? Oder mit Leuten die sich das draufmalen, zum Beispiel zum Schauspiel oder zum Betrügen?
    Das Land scheint auch recht fortgeschritten zu sein, wenn es schon Räte für die Wissenschaft und für die Gesundheit hat.
    Sind diese Räte irgendwie "verfassungsrechtlich" vorgeschriebene Instanzen die es immer gibt oder nimmt sich der König die wenn er sie haben will und sonst nicht? Und welchen Einfluss haben die? Zumindest auf der Erde scheinen Könige andere einflussreiche Leute (zu mindest zu manchen Zeiten) immer wieder loswerden zu wollen bzw. zu entmachten. Und kommt es vor das die Räte den König umbringen oder gegen in intrigieren wenn er sie zu sehr ignoriert? Ich denke da an die römischen Kaiser und den Senat. Da hats ja auch immer wieder gezanke gegeben.

  • Wau. Find ich sehr cool, so viel politisches Buhei. ;D *auch mal wieder seine Historie füllen sollt*
    Lustige Namen haben die Leute alle. ;D


    Hm, jetzt wollt ich grad noch fragen, was denn an der Uni so wichtig ist, dass sogar eine "Gegenuni" gegründet wird - dabei steht´s ja ganz oben im Text. :-X

    Je größer der Begriff, desto kleiner bekanntlich sein Inhalt – und er hantierte mit Riesenbegriffen.
    - Kurt Tucholsky über Rudolf Steiner

  • Quote

    Original von Latsi
    Außerdem trägt der König bei Amtshandlungen eine Kette mit einem großen zwergischen Anhänger, der das Symbol wiederholt


    Hmm, welches Symbol? Das des Sonnenspießes? Das der Tätowierung? Ich würde den Text ein wenig umstellen, damit es deutlicher wird.


    Die Zeitleiste ist toll, die Namen gefallen mir auch, besonders Wissenburg!

  • :D


    Quote

    Original von BluesBrother
    Es fällt allerdings auf, das die Regierungszeiten der Könige schon ziemlich lang sind, find ich. Kein König der mal nur 1 oder 2 Jahre an der Macht ist, oder ein Jahr wo es mehrere Könige gibt, weil die Zeiten instabil sind.


    Ups, da hast Du eigentlich recht... danke, da feil ich mal noch etwas dran rum. :)


    Quote

    Was passiert eigentlich mit Leuten die sich das Königszeichen auf die Stirn tätowieren lassen, ohne König zu sein? Oder mit Leuten die sich das draufmalen, zum Beispiel zum Schauspiel oder zum Betrügen?


    Naja, also großartig betrügen kann man da kaum, Trutznoila ist medientechnisch schon relativ weit fortgeschritten (will heißen, es gibt Buchdruck und Flugblätter und sowas), so dass eigentlich so gut wie jeder weiß, wie der König aussieht. Und wenn sich das doch einer macht, ist das natürlich Hochverrat. Aber wie das genau bestraft wird, weiß ich noch nicht, über das Rechtssystem hab ich mir noch keine Gedanken gemacht.


    Quote

    Sind diese Räte irgendwie "verfassungsrechtlich" vorgeschriebene Instanzen die es immer gibt oder nimmt sich der König die wenn er sie haben will und sonst nicht? Und welchen Einfluss haben die? Zumindest auf der Erde scheinen Könige andere einflussreiche Leute (zu mindest zu manchen Zeiten) immer wieder loswerden zu wollen bzw. zu entmachten. Und kommt es vor das die Räte den König umbringen oder gegen in intrigieren wenn er sie zu sehr ignoriert?


    Jepp - die Obernherrschaft ist ja ein gutes Beispiel dafür. Da waren auch etliche Räte bei dem Aufstand dabei. Aber da es tatsächlich eine Verfassung gibt (*notier: Verfassung ausarbeiten*), müssen die meist irgendwie miteinander auskommen. Oder ständig die Verfassung ändern. :)


    Quote

    Original von Uzemer
    Hmm, welches Symbol? Das des Sonnenspießes? Das der Tätowierung? Ich würde den Text ein wenig umstellen, damit es deutlicher wird.


    Oh, danke, das scheint ja mistverständlich zu sein - das ist dasselbe. Das Symbol wird "Sonnenspieß" genannt und ist übrigens hier zu sehen (auf dem Geld)

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  • Wilde Posting-Offensive von mir zur Zeit... das kommt daher, dass ich eigentlich keine Zeit habe, weil ich lernen müsste, da bastelt es sich einfach am Besten... :gaga: :kopfwand:


    Ich muss jetzt endlich mal das mit den Tages- und Nachtzeiten klarkriegen (Noila liegt ja auf dem Polarkreis), und ich hab das jetzt einfach mal so gemacht, wie ich mir das dachte, indem ich die Zahlen von Island für Sonnenauf- und -untergang genommen und die ein bisschen angepasst habe (weil Noila einen Tuck höher liegt). Die Uhrzeiten sind natürlich out-world.
    Hier also der


    KALENDER DER MENSCHEN


    Jahrfeuertage -> Nachttag: Sonne geht nicht ganz auf


    1) Schneemond -> 13 - 14:30 Uhr


    2) Eismond -> 11 - 16


    3) Windmond -> 9 - 18


    4) Gansmond -> 7 - 20


    5) Knospmond -> 5:30 - 22


    6) Saatmond -> 4 - 23


    7) Lichtmond -> 2 - 24 -> Helltag: Sonne geht nicht unter


    8 ) Hitzemond -> 3:30 - 23:30


    9) Erntemond -> 5 - 21


    10) Nebelmond -> 7:30 - 19


    11) Frostmond - > 10 - 17


    12) Dunkelmond - 12:30 - 15



    Jeder Mond hat per definitionem 30 Tage. Die übrigbleibenden 5 Tage sind als Festtage zwischen Dunkelmond und Schneemond eingefügt: Es sind die sog. Jahrfeuertage, an denen nur das Nötigste gearbeitet wird und ansonsten die Nacht buchstäblich zum Tage gemacht wird - in dieser Zeit wird geradezu verschwenderisch mit Licht umgegangen, man zündet große Feuer an, überall hängen Laternen, es gibt Fackelumzüge etc.



    Was meint ihr dazu? Stimmt astronomisch wahrscheinlich nicht, aber ich hab keine Ahnung, wie ich das rauskriegen kann - von Island gibts wie gesagt Zahlen im Internet, aber nicht von direkt dem Polarkreis. :weissnicht:

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  • Ich weiss nicht ob das sowas ähnliches ist, wie du suchst, aber Google spuckt u.a. diesen Link: http://community.ph-linz.at/in…=1&sort=title&order=desc& aus. Etwas weiter Runterscrollen gibt es einen Punkt: "Tageslängen am Polarkreis". Der schickt einen dann zu diesem Bild weiter.


    Wie warm ist es denn auf Noila? Mich hatte etwas gewundert das der Saatmond so spät ist. Aber das kann auf dem Breitengrad ja durchaus hinkommen, wenn die Winter lang sind.


    Warum heißt denn der Gansmond Gansmond?

  • Danke für den Link! :D Ja, sowas hatte ich gesucht - das scheint demnach ja doch recht regelmäßig zu sein, das sah bei den Zahlen für Island irgendwie gar nicht so aus... Naja. Guck ich mir nochmal daraufhin an.


    Durchschnittstemperaturen sind 9° in den Sommer-, -6° in den Wintermonaten; höchste gemessene Temperatur bisher: 22° im Hitzemond 424, niedrigste: -23° im Eismond 599.
    Der Sommer ist sehr kurz da, und die Pflanzen, die die da anbauen, sind darauf eingestellt, weil es modifizierte Wildpflanzen sind, die den Fruchtzyklus in diesen kurzen Monaten sehr schnell durchlaufen.


    Und der Gansmond heißt Gansmond, weil da die Gänse aus dem Süden nach Noila zurückkehren. :) Das ist das Zeichen für den Frühlingsanfang (auch wenn da nicht selten noch Schnee liegt), und der wird zünftig gefeiert (nein, nicht mit Gänsebraten! ;) ).

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  • So, jetzt habe ich also etwas ganz Aktuelles, höchst Brisantes gebastelt. Dummerweise kann ich das auf meiner Homepage absolut nicht unterbringen, weil der Reiseführer ja schon 17 Jahre alt ist... darum zeige ich es wenigstens euch. Was meint ihr - ist die Sache glaubhaft?


    Die Turmingkrise


    Turming ist seit seiner Zeit als Gegenuniversität während der zweiten Teilung eine starke Stadt. Offiziell gibt es nur noch die Astronomische Fakultät, die ein Teil der Wissenburger Lehranstalten sind, praktisch aber, weil sich ja viele Fächer sowieso miteinander verschränken, werden auch andere Wissensgebiete gelehrt, ohne dass man darin einen Abschluss erwerben könnte. Da die Astronomie nun aber so eine wichtige Rolle in der Wissenschaft Trutznoilas spielt, schon weil es ein Fach ist, in dem ein Ende der Entdeckungen nicht abzusehen ist, hat die Turminger Fakultät einen hohen Stellenwert im Lehrbetrieb. Der Kopf der Anstalten, der "Turmherr", ist zugleich auch politischer Führer der Stadt und Stellvertreter des Königs.


    Seit nunmehr sieben Jahren ist Goldreder Fangbaum Turmherr, erst 47 Jahre alt und ein stolzer, kluger und auch kämpferischer Mann, obwohl er sich für die wissenschaftliche Laufbahn entschieden hat. Seine Waffen sind auch nicht Degen oder Pistole, sondern Diplomatie, Intrigen und Worte - ob gesprochen oder gedruckt.
    Seit zwei Jahren verschlechtern sich die Beziehungen zwischen Turming und Trutz bzw. Wissenburg dramatisch. Es geht dabei von Seiten Goldreders um die Anerkennung der besonderen Leistungen der Turminger Astronomen, der Gleichstellung mit Wissenburg vor allem auch in Hinsicht auf die staatliche Förderung, denn zur Zeit ist es weiterhin so, dass Lehrende in Wissenburg mehr Lohn bekommen und bessere Chancen auf Auszeichnungen und Hofposten haben. Gleichzeitig fordert er aber auch eine Sonderstellung Turmings im Reich. Es gehe nicht an, dass ein derart bedeutender Ort, der das gesamte Weltall gewissermaßen an Noila anschließe, den gleichen Rang bekleide wie ein größeres Fischerdorf (eine Anspielung auf Seedorf, die dort mit großer Empörung aufgenommen wurde) oder gar ein Provinznest im Nirgendwo (von Landing war kein Protest zu hören - eventuell ist der Druck gar nicht bis dorthin gekommen).
    In Trutz auf der anderen Seite hat man natürlich kein Interesse daran, eine zweite starke Stadt heranzuzüchten, die Trutz eventuell einmal Schwierigkeiten machen könnte. Die Spione in Wissenburg sind schon beschäftigt genug, jede Äußerung der Weisen dort zu überwachen und Aufmüpfigkeiten im Keim zu ersticken. Gleichzeitig hat auch die starke Wissenburger Lobby am Königshof nicht vor, sich den Ruhm (und die zusätzliche staatliche Förderung, die die Lehranstalten für ihren Außenposten erhalten) der Forschung in Turming, die bisher der gesamten Lehranstalt zugerechnet wird, nehmen zu lassen.
    Bereits relativ zu Beginn der Krise ist von königlicher Seite der Versuch unternommen worden, durch einen einfachen, aber genialen Schachzug die Ambitionen Goldreders zu befriedigen, ohne Wissenburg Abstriche machen zu müssen oder Turming mehr tatsächliche Macht zuzugestehen, und gleichzeitig Turming wieder näher an Trutz heranzubringen: Goldreder sollte mit Augentrost Baumname, der Königsschwester, verheiratet werden. Zunächst war Goldreder auch alles andere als abgeneigt, lehnte den Plan dann aber von heute auf morgen rundheraus und mit beißender Deutlichkeit als "Bestechung" ab. Bis heute weiß niemand, was diesen Sinneswandel verursacht hat, allerdings geht in Trutz das Gerücht um, Königsbruder Dachspiel habe seine Hand dabei im Spiel gehabt. Ob an dem Gerücht etwas Wahres ist, wird sich wohl so bald nicht klären lassen, Dachspiel lässt niemanden in seine Karten schauen.
    Die Lage spitzt sich also weiterhin zu. Bisher blieb es bei Flugschriften, Reden und königlichen Verlautbarungen, von trutzischer Seite wurden noch keine Restriktionen verhängt, schon weil man nicht weiß, auf welcher Seite die durchaus beachtliche turmingische Kriegerschaft stehen würde.

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  • Jetzt verstehe ich deine Anmerkungen wegen Quilttext ;D. Dachspiel spielt gut.
    Jedenfalls finde ich diese ganze Krise sehr glaubhaft und stehe auf der Seite von Turming. Goldreder Fangbaum finde ich cool.
    Veria

    Man kann gar nicht so rundum stromlinienförmig sein, dass es nicht irgendeine Pappnase gibt, die irgendetwas auszusetzen hat.
    - Armin Maiwald

  • Danke, dann kann ich die wohl so lassen. :)


    Jetzt schon wieder was neues, was auch auf die Homepage kommt. Ich habe gerade die Bergleute Trutznoilas gebastelt. Mit dem Namen bin ich noch nicht so ganz zufrieden, aber "Bergleute" wäre etwas zu einseitig...


    Schwarzleute


    Schwarzleute sind ein wachsender Berufszweig. Sie waren schon immer notwendig und bedeutend, schon wegen des Eisens als wichtigstem Rohstoff, aber seit die Gastechnik entwickelt wurde, wird immer mehr Kohle gebraucht, aus der das Gas ja erst extrahiert werden muss.
    Schwarzleute sind nicht nur für die Förderung, sondern auch für die erste Verarbeitung der Rohstoffe zuständig. So verhütten sie das Erz, stellen Stahl her und stellen Gussteile her, und auch die neuen Gaswerke werden von ihnen betrieben. Dabei gibt es keine Spezialisierung, sondern ein Schwarzmann arbeitet immer in beiden Berufssparten - etwa die Hälfte der Gesamtarbeitszeit verbringt ein Bergmann in der Förderung, die andere Hälfte in der Verarbeitung. So wird auch einem zu großen gesundheitlichen Schaden durch Kohle- und Steinstaub entgegengewirkt.
    Wenn Bauern in gewisser Weise aus der Sozialhierarchie herausfallen - Schwarzleute sind überhaupt nicht darin. In diesem Berufszweig werden sowohl Menschen mit organisatorischen und mathematischen Fähigkeiten gebraucht, als auch einfache Arbeiter, die mit Hacke, Schaufel und Sprengstab ihre harte Arbeit in den trutznoilanischen Erz- oder Kohleminen im östlichen Ausläufer des Mittelkammes oder in den Tagebaugebieten südlich des Holzwassers tun. Wer sich dafür entscheidet, Schwarzmann zu werden, tritt damit aus der städtischen oder ländlichen Gesellschaft aus und in eine ganz eigene Gemeinschaft ein, die ganz eigene Regeln, Traditionen und Privilegien hat.
    Das wird schon in ihrem Äußeren deutlich. Schwarzleuten ist es als einziger nicht-oberen Bevölkerungsgruppe erlaubt, das Haar am Oberkopf lang zu tragen, um ihre traditionelle Frisur, einen geflochtenen Haarkranz über kurzgeschnittenen Nackenhaaren, zu ermöglichen, die früher zum Abpolstern der harten Eisenhelme diente. Ihre schweren, eisenbeschlagenen Stiefel ersetzen sie auch in der Stadt nicht durch leichteres Schuhwerk, ebensowenig wie sich ihre aus dickem, am Knie verstärktem Stoff bestehenden und gleichmäßig relativ eng anliegenden Hosen oder die breiten Nierengürtel und kurzen Jacken an die gerade aktuelle Mode anpassen. Die Kleidung kombiniert seit Jahrhunderten schwarz mit ausschließlich leuchtenden, starken Farben, dabei aber immer nur eine - schwarz und gelb, schwarz und rot, schwarz und grellgrün etc. Das Befremdlichste an ihrem Aussehen ist aber wohl auch gleichzeitig das Simpelste: der dicke, schwarze Strich, den sie unter ihre Augen malen, was ihnen ein etwas martialisches Aussehen verleiht.
    Es ist kein Wunder, dass Schwarzleute unter der Restbevölkerung ein zwiespältiges Ansehen haben - einerseits kann keiner ihren immensen Wert für die Gesellschaft bestreiten oder die schwere, teils auch gefährliche Arbeit verachten, die sie verrichten, andererseits aber entspricht diese Arbeit nicht dem, was normalerweise als erstrebenswert gilt, sondern nähert sich auf verwirrende Weise dem an, was einige Dienstleister tun müssen. Gleichzeitig wirken sie durch ihre alten Traditionen sehr fremd, was sie noch mehr in ihre stolze Absonderung treibt. Freundschaften zwischen Schwarzleuten und anderen Bürgern sind selten, auch Familienbande lockern sich deutlich beim Eintritt in den Schwarzmannsbund.

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