Posts by PolliMatrix

Liebe Bastler, die Weltenbastler-Olympiade hat begonnen, das WBO-Tool ist vorbereitet. Bitte meldet euch schnell an. Viel Spaß dabei!

    An kulinarischen Spezialitäten hat meine Welt bisher folgendes zu bieten:


    Blutkuchen:
    Eine Art Käsekuchen, die besonders bei gewissen blutsaugenden Dämonen sehr beliebt ist, weil er auch etwas Blutwurst enthält. Mit welchen Zutaten der Geschmack noch abgerundet wird, muss ich erst noch ausprobieren...


    Kessler Knüppelbrot:
    Ähnlich Zwieback ziemlich trocken gebackenes Brot in Stangenform wie Baguettes. Es ist ziemlich hart - wenn auch nicht so steinhart wie das Zwergenbrot in der Scheibenwelt - und wird vor dem Essen in etwas flüssiges getunkt, um es etwas aufzuweichen. Beliebt ist dazu besonders Bier. Anschließend bestreicht man das Brot mit etwas Kräuterbutter oder Schmalz.
    Als irdischen Ersatz sollte man vielleicht einfach Vollkornzwieback nehmen.


    Zubernudeln:
    Nudeln, die in einem kleinen Holzfass (Zuber) gekocht und mit einer nussigen Sauce gegessen werden.


    Keeki (Mondpasteten):
    Das Grundrezept für dieses auf dem Mond sehr beliebte Gebäck besteht im Wesentlichen aus einer Art Eierkuchenteig, der aus getrocknetem und gemahlenem Süßgras ("normales" Mehl tut es ersatzweise auch), Nymphennektar (ersatzweise Milch mit Honig) und Brutschleim (Ersatz: Ei) besteht. Dazu kommt eine Obstfüllung z.B. aus Gurkenfeigen oder Melonenquitten.
    Einige Varianten enthalten dann noch etwas Fleisch, oft zerkleinert als Hackfleisch oder ähnlich wie Streichwurst. Als Ersatz wäre da vielleicht eine Mischung aus Leberwurst und Hackfleisch angebracht - bei Gelegenheit werde ich vielleicht auch hierfür mal ein "Ersatzrezept" ausprobieren.
    Was das "Original" in meiner Welt angeht, ist noch mal anzumerken, dass die Mondbewohner eine vielleicht etwas fremdartige Einstellung haben, welche Wesen man alle essen darf... ;D

    Das einzige wirklich exotische Fortbewegungsmittel in meiner Welt sind die ursprünglich von der Matango-Insel stammenden Zauberpilze, mit denen man kurze Strecken "fliegen" kann. Allerdings benötigt man für jeden Flug mindestens zwei Exemplare: Den ersten Pilz benutzt man, indem man auf ihn drauf springt, worauf man hoch in die Luft katapultiert wird. Den zweiten Pilz braucht man, um den Fall abzubremsen und die Landung so halbwegs heile zu überstehen...


    Ansonsten gibt es auf der Erde eher unübliche Reittiere wie übergroße Hunde und Katzen. Fluggeräte, die dank der etwas "milderen" Schwerkraft auch etwas ungewöhnlichere Formen annehmen können, gibt es auch noch.
    Da wäre zum Beispiel der "fliegende Esel", ein experimentelles flugfähiges Auto mit einem Raketenantrieb, der sowohl mit Magie als auch mit Flüssigbrennstoff läuft.
    Oder der "Mondexpress 333", eine Mondrakete in Form eines Personenzugs, die auf Basis des "Wüstenexpress" entwickelt wurde, welcher unter Wasser fahren kann. (Wozu das gerade für einen Zug in der Wüste entwickelt wurde, wissen wohl selbst die Konstrukteure nicht mehr).
    Zu guter letzt wird Sapphiria nicht von fliegenden Untertassen heimgesucht, sondern von fliegenden Bügeleisen vom Mond...

    Um mal zum ursprünglichen Thema Hautfarben zurück zu kommen, ist mir eine "künstliche" Ursache für eine spezielle Hautfarbe eingefallen, die in irgendeiner Form vielleicht für den einen oder anderen Weltenbastler interessant sein könnte: Kolloidales Silber, also feinste Silberpartikel in Wasser.
    Kolloidales Silber wurde lange Zeit als Antibiotikum eingesetzt, bis sich andere Antibiotika wie Pennicilin durchgesetzt haben. Aber zum eigentlichen Thema: In höheren Konzentrationen und/oder über längere Zeit eingenommen hat das Silber eine interessante Nebenwirkung: Es sammelt sich im Körper an, was sich unter anderem in einer blau-grauen Verfärbung der Haut, Argyrie genannt bemerkbar macht. (Sucht einfach mal nach "Argyria")
    Vielleicht gibt es ja auf einer eurer Welten ein Volk, das bewusst wegen der Hautfärbung Silber (oder eine andere Substanz) einnimmt...

    In meiner Welt gibt es an "natürlichen" Drogen so manches, was es auch auf der Erde gibt: Alkohol, Cannabis, Opium und andere, wobei besonders Alkohol fast überall in irgendeiner Form konsumiert wird.


    An Weltentypischem gibt es auf Sapphiria einmal, dass Katzenmenschen bestimmte Minzsorten rauchen, die auf sie stimmungsaufhellend und beruhigend wirken, was bei größeren Mengen auch etwas das Denkvermögen einschränken und auch auf normale Menschen leicht erheiternd wirken kann.
    Als zweites gibt es die Nixenmilch, die bewusstseinserweiternd wirkt, indem sie magische Energie mit den normalen Sinnen erfassbar macht. Meist nimmt man Magieströmungen als bunte Bänder wahr, die teilweise äußerst bizarre Formen annehmen können. Aus diesem Grund wird die Milch oft als halluzinogene "Edel-Freizeitdroge" gehandelt, sehr zum Leid von Magiern, die aus den Wahrnehmungen etwas nützliches herauslesen können.

    Ich habe bisher für meine Welt nur für eine einzige Fremdsprache wirklich etwas ausgearbeitet, nämlich Sheh-gua, die Sprache der Mondbewohner. Der Name setzt sich zusammen aus "sheh" (Mond) und "gua" (sprechen), und geht darauf zurück, dass in manchen englischen Communities Fremdsprachen, besonders Japanisch, scherzhaft als "moonspeak" bezeichnet werden. Entsprechend hat die Sprache einige Ähnlichkeiten mit dem Japanischen, wobei aber besonders die eigentlichen Wörter auch aus anderen Sprachen entlehnt sein können.
    Bis jetzt habe ich von der Sprache etwa 230 Wörter, ein paar Partikel und eine Schrift. Was Besonderheiten angeht, ist zu sagen, dass man ziemlich aufpassen muss, wie man das Wort "schwanger" übersetzt: Auf dem Mond gibt es nämlich keine lebendgebärenden Wesen, so dass ungeschickte Umschreibungen schnell missverstanden werden und die Frage "Bist du schwanger?" als Anschuldigung aufgefasst wird, den eigenen Nachwuchs gefressen zu haben...


    Als zweite Fremdsprache wird es noch Lefhenisch geben, aber wie diese Sprache genau aussehen wird, ist noch unklar. Vielleicht wird sie Ähnlichkeiten mit dem Französischen haben... Mal sehen.

    Vielen Dank erstmal für euer Lob und vor allem eure Fragen, die mir teilweise dabei helfen, meine ursprüngliche Idee auszubauen! Aber zurück zu den Fragen:


    Quote

    - Sind Dämonen unsterblich?


    Nein, aber wenn sie nicht frühzeitig einen gewaltsamen Tod sterben, können sie im Vergleich zu normalen Menschen deutlich älter werden.


    Quote

    - Leben sie unter den Menschen oder in ihrer eigenen Welt (Himmel/Hölle)?


    Grundsätzlich haben die Dämonen keine eigene Welt, sondern teilen sie mit den Menschen. Weil es jedoch öfters Meinungsverschiedenheiten gibt, leben die Dämonen meistens eher etwas abseits, beispielsweise in alten, eher ländlich gelegenen Burgen oder in Großstädten auch in einer Art Ghetto.


    Quote

    - Kann man sich das so vorstellen, dass sie ihre Menschlichkeit (Äußerlich und innerlich) gewissermaßen aufgeben, um Macht zu erlangen? Sprich: Hat man auch etwas zu verlieren, wenn man zum Dämon wird, oder nur zu gewinnen (von den Gefahren bei der Verwandlung mal abgesehen)?


    Ja, das ist so ziemlich der Grundgedanke dahinter: Man gibt seine Menschlichkeit oder zumindest einen Teil davon auf, um Macht zu erlangen. Ob man dadurch zu einer gewissenlosen Bestie wird oder bloß wegen seines seltsamen Verhalten ein paar schiefe Blicke einfängt, kann natürlich sehr unterschiedlich sein.


    Quote

    - Wirkt sich das ganze irgendwie auf die Glaubenswelt der Menschen aus oder ist es Bestandteil davon? Ich denke da an den Teufel in der christlichen Welt und sowas wie "Wenn du nicht artig bist, kommst du in die Hölle" > "Wenn du nicht artig bist, wirst du ein Dämon"?


    Ja, in manchen Religionen werden die Dämonen als Gesandte des Weltenvernichters gesehen, der für sie so etwas wie der Teufel - also das Böse in Person - ist. Ansonsten sind sie eben ein Paradebeispiel dafür, dass man aufpassen sollte, was man sich wünscht und wie weit man geht, um seine Wünsche zu erfüllen. Das kann dann mal mehr, mal weniger religiös begründet sein.
    Aussagen wie "Wenn du nicht artig bist, wirst du ein Dämon. Dann bist du vom Destroyer bessesen und der Schöpfer wird dich dafür bestrafen." kommen bei strengeren Religionen durchaus vor. Andere Glaubensrichtungen dagegen verehren die Dämonen teilweise sogar, wie beispielsweise der Murksismus.

    Quote


    Wenn sich ein Mensch nun "erfolgreich" in einen Dämon verwandelt hat, muss er sich dann einem bestimmten Siegel anschließen? Kann er auch ohne die Siegel weitere Kräfte dazugewinnen (das war scheinbar vor diesen Gesetzen ja möglich?)?


    Ja, es ist immer noch möglich, sich ohne ein Siegel zu verwandeln. Allerdings ist das schwieriger und wie gesagt sehr riskant. Außerdem macht man sich auch in vielen Dämonenkreisen unbeliebt...
    Was weitere Kräfte angeht, kann man durchaus noch weitere erlangen, genau wie normale Menschen verschiedenste Dinge erlernen können. Es gibt nur manchmal Auflagen, die das eine oder andere verbieten, weil es dem Charakter des Siegels widerspricht. Dazu kommt noch, dass Dämonen stark spezialisiert sind: Sie können zwar schnell neues aus ihrem "Spezialgebiet" erlernen, aber dafür sind sie in anderen Dingen oft sogar unterdurchschnittlich.


    Quote


    Gibt es eine Möglichkeit, seine Kräfte abzugeben und wieder zu einem "normalen" Menschen zu werden?


    Theoretisch ist es vielleicht möglich, aber praktisch gesehen muss der Wille, die Kräfte zu erlangen und zu behalten ziemlich stark sein, um überhaupt die ursprüngliche Verwandlung vollziehen zu können. Wer also zu der Sorte gehört, die bereit war, eine so gefährliche Verwandlung durchzumachen, wird die dadurch erlangten Mächte auch nicht wieder abgeben wollen... Bei Halbdämonen gab es hin und wieder mal deutliche Sinneswandlungen, aber wirkliche Rückverwandlungen - besonders von "ganzen" Dämonen - sind nicht bekannt.

    Quote

    Original von Lord Abbadon
    Warum genau dürfen sie sich nicht die Beine rasieren? oO


    Die meisten werden wohl sagen, es ist ein Zeichen, dass man nicht bloß die Vorzüge des Succubus- bzw. Incubus-Daseins nutzen will, um mit möglichst vielen Leuten Sex haben zu können. Damit fällt es dann wohl in die Kategorie "seltsame, obskure Vorschriften, um es Neulingen nicht zu einfach zu machen".
    Der Ursprung hatte aber noch einen etwas anderen Grund: Der anfängliche Gedanke der hinter diesem Gesetz steckte war, dass man ein allgemeines Symbol für die Selbstbestimmung über den sonst größtenteils "käuflichen" Körper suchte. Weil die für normale Menschen üblichen "Tabuzonen" offensichtlich nicht in Frage kamen, einigte man sich darauf, festzulegen, dass niemand vom Siegel des Fleisches gezwungen werden darf, sich die Unterschenkel zu rasieren. Solchen Forderungen nachzugehen, vor allem aber sie zu stellen galt als große Schande. Durch den Druck ein paar vereinzelter Machthaberinnen wurde das Gesetz kurz vor der Verabschiedung so geändert, dass das Rasieren der Unterschenkel komplett verboten wurde. Neben medizinischen Notfällen ist die einzige Ausnahme die sogenannte "ehrverletzende Körperstrafe".
    Eine Succubus wegen ihrer haarigen Beine zu beleidigen kann ziemlich gefährlich werden: Das Gesetz sagt nämlich auch folgendes: "Wer trotz seines Wissens über dieses Verbot sich wiederholt abfällig über die Beinbehaarung einer Siegelträgerin / eines Siegelträgers äußert, übt damit im Sinne dieses Gesetzes einen Zwang aus." - Und außerdem: "Wird dreimaliger deutlicher Warnung zum Trotz ein Zwang im Sinne dieses Gesetzes ausgeübt, ist Notwehr zum Schutz vor schwerer Ehrverletzung zulässig." - Praktisch heißt das: Wenn man dumme Sprüche reißt, obwohl man schon mal gesagt bekommen hat, dass man es besser sein lassen sollte, kann es durchaus sein, dass man nach dem dritten mal einen Dolch zwischen den Rippen hat...

    Quote


    Aber sie sind schon nicht gerade die Freundlichkeit in Person, wenn sie eigennützig (= egoistisch) sind, oder? Oder gibt es auch "nette" Dämonen?


    Ja, es gibt eben solche, die bei den Gegenleistungen etwas bescheidener sind und es damit nicht ganz so genau nehmen, besonders wenn man etwas "bietet", was ihnen gut passt. So können selbst Kriegerdämonen recht umgänglich sein, wenn man selbst ein guter Kämpfer ist und man ihnen klar machen kann, dass man mit einen gemeinsamen Feind hat. Bei sozialeren Typen reicht manchmal schon ein nettes Gespräch aus, damit sie einem einen kleinen Gefallen tun.


    Quote


    Noch eine allgemeine Frage: Wie ist das Aussehen deiner Dämonen? Äusserlich Menschen, innerlich Dämonen? Oder sieht mans den Typen auch an, dass sie Dämonen sind?


    Das kann sehr unterschiedlich sein, aber die meisten sehen doch noch recht menschlich aus. Manche haben nur eine etwas ungewöhnliche Augenfarbe, andere haben etwas auffälligere Merkmale wie Hörner (und ziemlich haarige Beine ;D).
    Eher selten sind die so genannten Überfreaks, die bis auf ein paar Grundzüge nicht mehr viel mit Menschen zu tun haben. Sie sind das Ergebnis von Verwandlungen, die zu weit gegangen sind und im Gegensatz zu "normalen" Dämonen oft eher primitive, instinktgetriebene Monster als wirklich intelligentente Wesen.


    Quote


    Haben die Kräfte von denen auch Nachteile? Ich mein, sonst wären die meisten wohl schon längst Dämonen geworden.


    Zunächst mal ist das Risiko, dass die Verwandlung schiefläuft für die meisten Abschreckung genug: Geht sie zu weit, verwandelt man sich in einen Überfreak. Die andere Möglichkeit ist, dass man von dem Gedanken an die Verwandlung zwar regelrecht besessen ist, aber einfach nicht in der Lage ist, sie zu vollführen. Ist die Besessenheit so stark, dass man bei den Versuchen ums Leben kommt, wird man zu einer Art Zombie, die ähnlich wie ein Überfreak von dieser Besessenheit geleitet ist, aber keine wirklichen Kräfte besitzt.
    Die einzige halbwegs sichere Möglichkeit ist dann, sich einem Siegelgesetz zu verpflichten. Diese Gesetze bedeuten aber eben auch teils ziemlich strenge Einschränkungen, denen sich die meisten normalen Menschen nicht unterwerfen wollen.


    Quote


    Wer verleiht den Dämonen diese Kräfte, wer hat die Macht, die Gesetze zu schreiben (sie klingen ja ein bisschen seltsam)? Und wenn Menschen diese Kräfte an andere Menschen geben, warum nutzen diejenigen, die die Gesetze und Kräfte schufen/verteilten nicht selbst diese Macht?


    Die Gesetze wurden ursprünglich von Dämonen, die quasi von sich aus zu welchen wurden, geschrieben, die sich zusammengetan haben, um gemeinsam ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Irgendwann haben einige nämlich eingesehen, dass man auch selbst davon profitieren kann, wenn man mit anderen zusammen arbeitet.
    Damit jeder gleich zu der Gruppe beitragen konnte, hat man sich darauf geeinigt, dass man von bestimmten Kräften den anderen verraten musste, wie man sie erlangte, und weil diese Zusammenarbeit nicht so ohne weiteres funktionierte, wurden feste Regeln eingeführt.
    Damit nicht jeder die Kräfte einfach so benutzen kann, wurden einige besonders strenge und/oder seltsame Gesetze hinzugefügt und sie mit einem Siegelzauber belegt, der dafür sorgt dass die Kräfte nur benutzt werden können, wenn man sich an die Gesetze hält. Wer oder was letztlich dafür sorgt, dass diese Siegelzauber überhaupt funktionieren, ist nicht genau geklärt. Die zwei verbreitetsten Versionen sind eine Art Karma / ausgleichende Kraft oder ein (verborgener) Dämonengott, der so genannte "Omnidämon". Dieser lenkt entweder die Mächte von außen oder er stellt diese selbst dar.

    Da ich von Danchou nach den Siegelgesetzen der Dämonen gefragt worden bin, werde ich hier mal etwas dazu und zum Thema Dämonen allgemein schreiben.


    Zunächst einmal sind Dämonen auf Sapphiria - ganz allgemein gesagt -Menschen oder auch andere Wesen mit vergleichbarer Intelligenz, die sich aus eigennützigen Gründen verwandelt haben, um bestimmte Kräfte zu erlangen. Von daher sind sie nicht von Grund auf böse und viele von ihnen sind auch bereit, anderen zu helfen und gute Taten zu vollbringen. Allerdings haben alle Dämonen eine gewisse Eigennützigkeit gemein, weshalb sie eigentlich immer in irgendeiner Form Gegenleistungen erwarten.


    Eine häufige Art von Dämonen sind solche, die in irgendeiner Form als Kämpfer übermenschliche Kraft und dadurch Macht erlangen wollen. Diese Art ist wohl auch die, die zum Bild des grundsätzlich boshaften Dämonen entscheidend beigetragen hat, denn nicht wenige wandeln sich in ihrer Machtgier immer mehr zu brutalen und gewissenlosen Kampfmaschinen.
    Damit das Zusammenleben untereinander nicht zu einem heillosen Gemetzel verkommt und weil einige ziemlich bald gemerkt haben, dass man nur von Macht über lebende Menschen etwas hat, wurden Gesetze geschaffen, die zum Beispiel das Recht auf einen fairen Kampf vorschreiben oder die Pflicht, eigene Niederlagen anzuerkennen.
    Schließlich wurden die so genannten Siegelrunen erschaffen. Das sind magische Symbole, die zeigen, dass sich ein Dämon einem bestimmten Gesetz verpflichtet hat. Bei Kriegerdämonen ist es zum Beispiel üblich, das "Siegel der Klinge" zu tragen. Entscheidet ein Dämon sich dazu, ein Siegel ständig zu tragen, indem er es sich zum Beispiel in einem feierlichen Ritual in die Haut brennen lässt, kann er dadurch besondere Fähigkeiten erlangen, die auch im Gesetz vorgesehen sind. Beim Siegel der Klinge und vielen anderen ist es sogar so, dass die eigentliche Verwandlung in einen Dämon an diese Verpflichtung geknüpft ist. Verstößt man als Dämon gegen eines der Siegelgesetze, riskiert man, seine Kräfte zu verlieren.


    Ein weiteres Beispiel für siegeltragende Dämonen sind die Succubi und Incubi vom "Siegel des Fleisches". Sie bekommen (unter anderem) die Fähigkeit, stets attraktiv und verführerisch zu sein, so lange sie regelmäßig frisches Blut trinken. Das Gesetz schreibt dafür vor, dass ihre "Opfer" möglichst willig sein müssen und man ihnen nicht unangemessen Schaden darf.
    Die Gesetzbücher sind aber oft auch relativ umfangreich: So enthält das Gesetz vom "Siegel des Fleisches" auch zahlreiche Vorschriften wie Handel mit und ohne "Gefälligkeiten" abzulaufen haben und ein Verbot, die Beine zu rasieren.


    Auf der anderen Seite gibt dann noch die von den "ehrenhaften", siegeltragenden Dämonen Verpönten, die sich nur einfachen Prinzipien verpflichten. Diese Kritik ist nicht unberechtigt, denn Dämonen sind ja wie gesagt von Natur aus sehr egoistisch, so dass ohne strenge Gesetze die Verlockung groß ist, keine Rücksicht mehr auf andere zu nehmen oder ihnen sogar bewusst zu schaden.

    Mir ist gerade aufgefallen, dass man die Verwandlung von normalen Menschen in Dämonen in meiner Welt auch als magische "Verbesserung" ansehen kann, auch wenn sie durch gewisse Nachteile "erkauft" werden muss. Mehr dazu später im "Du und deine Welt"-Forum.

    Quote

    Original von Danchou
    Zu den Siegeln würde ich gern mehr im Du und Deine Welt lesen, das klingt nämlich mal höllisch interessant :D


    Okay, ich habe zwar noch nicht allzu viel genaueres ausgearbeitet, aber vielleicht schreibe ich in den nächsten Tagen mal was zum Thema.

    Welches Flair möchtest du mit deiner Welt erreichen?
    Das Flair von Sapphiria soll einmal etwas von dem SNES-Rollenspiel "Earthbound" haben: Eine "kleine Welt", in der sich die Leute mit mal mehr, mal weniger verrückten aber auch recht alltäglichen Problemen herumschlagen, in der man jedoch auch Leute findet, die zu einem halten und in der man als Individuum etwas bedeutet.
    Was die typischeren Fantasyelemente angeht, ist meine Welt eher an Spiele wie "Seiken Densetsu III" und Final Fantasy 3 (das auf dem NES) bis 7, aber auch ein paar exotischere Titel angelehnt.
    Ansonsten würde ich noch sagen, dass meine Welt auch eine Art "dunkle Seite" hat, was aber nicht immer gleichbedeutend ist mit schlecht und böse.


    Wie soll deine Welt nicht wirken?
    Wie bei den meisten natürlich nicht langweilig. Ansonsten würde ich eben sagen unüberschaubar und unpersönlich. Außerdem soll sie zwar manchmal ernst, aber nicht hoffnungslos und deprimierend sein.


    Worauf legst du Wert beim Basteln?
    Abgesehen davon, dass die oben genannten Punkte eingehalten werden, es also z.B. interessante Personen und Orte auf der Welt gibt? Einmal auch, dass alles halbwegs stimmig ist. Dann wären noch Fragen wie Geschlechterrollen und wie die Weltenbewohner allgemein mit ihrer Sexualität umgehen...


    Welche Themen läßt du beim Basteln bewußt weg?
    Bewusst weglassen tue ich nichts, aber was Wirtschaft und Politik angeht, ist meine Welt wohl relativ einfach gestrickt...

    Wirklich permanente "Verbesserungen" sind in meiner Welt eher selten. Das meiste, was unter den ausreichend technisierten Völkern üblich ist, fällt unter die Kategorie Linderung von (angeborenen) körperlichen Behinderungen.


    Als richtiger Versuch, Menschen (genauer Lefhen) zu "verbessern", kann am ehesten der Plan der Platinlefhen gesehen werden, sich zu einer möglichst "reinen Rasse" heranzuzüchten. Ironischerweise sind die als "rassefremd" bezeichneten Gold- und Silberlefhen eher als "reinrassig" zu sehen als sie. Das hält sie natürlich nicht davon ab, völlig abstruse Eugenikprogramme zu erfinden...
    Dann gibt es noch das steng geheime Projekt XM. Allerdings profitieren weniger die Empfänger von den "Verbesserungen", sondern Aufgrund der Umstände viel mehr die Erfinder. Von den Nebenwirkungen mal ganz abgesehen...

    Eine wichtige Sammlung religiöser Texte sind die drei zentralen Bücher der Johanniten: "Das Leben des Johann", "Offenbarungen des Propheten Johann" und die "Briefe der Gefolgsleute Johanns". Das erste Buch ist dabei ein ziemlich genauer Lebenslauf des Propheten, in dem besonders seine Taten herausgestellt werden. Besonders umstritten ist dabei die Bedeutung seines Todes. Das zweite Buch ist eine Sammlung wichtiger Gespräche und Sprichwörter, die Johann zugeschrieben werden und die im wahrsten Sinne des Wortes von Gott und der Welt handeln. In den Briefen des letzten Buches versuchen die Gefolgsleute Johanns Antworten auf Fragen zu finden, für die der Prophet selbst nicht mehr die Zeit hatte, sie zu beantworten.


    Ebenfalls eine nicht unwichtige Rolle in meiner Welt spielen die "Siegelgesetze". Das sind spezielle Gesetzestexte, denen sich Dämonen verpflichten, wenn sie ein bestimmtes Siegel annehmen, das ihnen ihre besonderen Fähigkeiten verleiht. Diese Texte regeln den Umgang untereinander, mit Angehörigen anderer Siegel und vor allem auch mit "Normalsterblichen".
    Wie wichtig die Siegel im einzelnen sind, ist sehr unterschiedlich: Einige Dämonen verpflichten sich einem einfachen, meist destruktivem, Prinzip, um an ihre Macht zu kommen und verzichten ganz auf ein Gesetz, dem sie sich verpflichten. Auf der anderen Seite gibt es solche, die strenge Gesetze besitzen und deshalb meist etwas angesehener sind. Allerdings sollte man bei irgendwelchen Geschäften mit ihnen die Gesetzestexte genau kennen, denn auch viele "ehrenhafte" Dämonen legen sie gerne zu ihren Gunsten aus.


    An wichtigen politischen Texten gibt es neben den Gesetzbüchern der einzelnen Staaten noch die Gründungserklärung der Föderierten Staaten Aquilions und den Vertrag über den Bau der großen Brücke zwischen Sablo und Matronia, der gleichzeitig auch ein Friedensvertrag ist.


    Zu wichtigen Texten gehören für mich auch noch solche, die irgendwie Literaturgeschichte geschrieben haben. Da wäre einmal das Theaterstück "Die Erlebnisse des jungen Doktor Faustus Tomatenstarck" von dem es lange als Größenwahn galt, es aufzuführen. Zu guter letzt gibt es den ziemlich umstrittenen Roman "Die Erzählung des Fräuleins V.", der von einer Frau unter dem Namen Paula U. geschrieben wurde.

    Die Trolle auf Sapphiria stammen ursprünglich von der "dunklen" Welt Trullebrokk und sind etwa 3 Meter groß und von eher drahtiger bis dürrer Statur. Sie haben eine ziemlich blasse türkis-grünliche Haut und sind bis auf ihre entweder roten, rostbraunen oder schwarzen Haupthaare und ihre Hände und Füße relativ unbehaart. Das Gesicht eines Trolls ist ziemlich kantig, die Nase wie die Ohren relativ lang und spitz. Außerdem haben sie relativ große Eckzähne, die bei manchen sogar etwas aus dem Mund hervorstehen können. Trolle besitzen einen zudem noch einen Echsenartigen Schwanz und ihre Füße haben nur drei Zehen.
    Was das Verhalten angeht, sind Trolle entgegen der landläufigen Meinung relativ intelligent und auch durchaus zivilisiert. Sie sind zwar wegen ihrer Größe nicht besonder schnell, aber dafür erstaunlich geschickt, weshalb sie in manchen Kreisen oft als Chirurgen sehr geschätzt sind. Dass sie aber eher unbeliebt sind, ist neben ihrem Aussehen auch darauf zurückzuführen, dass sie sich gerne und lautstark streiten. Vor allem haben sie ein regelrechtes Talent dafür, für Zwietracht zu sorgen, obwohl sie von Natur aus keine boshaften Absichten haben...

    Quote

    Original von SIMVLACRVM
    Hört sich nach Recherche an, aber genau dieses historisch korrekte system hab ich auch fürs Hauptreich ausgearbeitet. Ich hätts auch gepostet, wenn ichs gefunden hätte... *seufz* die liebe ordnung...


    Ehrlich gesagt stecken da keine großen geschichtlichen Nachforschungen hinter. Ich habe bloß für das altbekannte Kupfer-Silber-Gold-System ein paar mehr oder weniger willkürliche Umrechnungen festgelegt, die zur Basis 12 einigermaßen Glatt sind. Was die Namen angeht war es mehr die Verbindung von Groschen zu Kleingeld (10 Pfennig/Cent) und dass in Gulden das Wort Gold quasi drin steckt.


    Aber wenn du sagst, dass es historischen Systemen ähnlich ist, liegt es wohl daran, dass die 12 eine recht praktische Zahlenbasis ist und damals auch öfters verwendet wurde.

    Auf Sapphiria gibt es eine international anerkannte Währung in Form der altbekannten Metallmünzen: Den silbernen Taler, dazu gehörend kupferne Groschen als Kleingeld und den Gulden aus Gold für größere Beträge. Dabei sind 72 Groschen ein Taler und 36 Taler ein Gulden.
    Übliche Münzen sind: 1, 2, 6, 12, 18, 24 und 36 Groschen, 1, 2, 6 und 18 Taler sowie den Gulden und die eher seltenen 4-Gulden Münzen. Einige von ihnen haben auch zusätzliche, meist umgangssprachliche Namen: So heißt das Vierteltalerstück auch "Kreuzer" und die Vier-Gulden-Münze "Großer".


    In abgelegenen Gegenden wird es sicher noch ein paar exotische regionale Währungen geben, aber zu denen habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Auf dem Mond wird es wahrscheinlich bunte Glasperlen und relativ viel Tauschhandel geben...

    Na ja... Wenn ich es genau nehme, ist meine Welt größtenteils eine Möglichkeit, eine Menge seltsame Ideen und komische Sprüche zu verarbeiten. Anfangs ging es mir hauptsächlich darum, SNES-Rollenspiele zu parodieren. Wenig später kamen auch "Zitate" aus dem Internet, besonders Foren, dazu und letztendlich so ziemlich alles, was mich auf verrückte Ideen bringt.
    Anders gesagt geht meine Welt daraus hervor, dass ich den "alltäglichen Wahnsinn" der realen und einiger virtuellen Welten, verarbeiten möchte. Damit sind auch reale Probleme wie Intoleranz und Ungerechtigkeit gemeint. Andererseits herrscht in vielen Teilen meiner Welt auch eine gewisse freundliche Grundstimmung. Die Lage ist eben manchmal ernst, aber nicht hoffnungslos. Darum, das auszudrücken, geht es in meiner Welt.

    Das allererste, was es von meiner Welt gab, waren ein paar vereinzelte Räume und Figuren, die ich im RPG-Maker gebastelt habe. (Einiges davon hat es auch in die heutige Roman-Version geschafft.) Später habe ich dann auch angefangen, so etwas wie eine Story stichpunktartig aufzuschreiben. Zusammen damit entstanden dann auch neue Länder, Städte und so weiter... Seitdem habe ich eine Art lose Ideensammlung, aus der ich dann bei Bedarf Teile meiner Welt zusammenbastle.