Posts by PolliMatrix

Liebe Bastler, die Weltenbastler-Olympiade hat begonnen, das WBO-Tool ist vorbereitet. Bitte meldet euch schnell an. Viel Spaß dabei!

    @Joshuah Ja, FamiStudio scheint mir da die beste Einstiegsmöglichkeit für authentische Retro-Chiptunes zu sein, weil es einerseits darauf ausgelegt ist, Musik für die Original-Hardware zu schreiben, aber von der Bedienung recht stark an normale DAWs angelehnt ist.


    @Jundurg Wenn du gerne deine gewohnte Kompositionssoftware benutzen möchtest, wäre es für dich vielleicht eine Option, erst eine Midi-Datei zu schreiben und die dann in FamiStudio zu importieren? Ich habe das mal ausprobiert und es scheint ganz gut zu funktionieren, so lange nur eine Note pro Kanal gleichzeitig gespielt wird.
    (Standardmäßig gibt es beim NES nur zwei Kanäle für Rechteckschwingungen, der meist für höhere Noten benutzt wird, einen mit Dreiecksschwingung, der meist für Bassnoten benutzt wird, und einen Rausch-Kanal, der meist für Schlagzeug benutzt wird. Pro Kanal können aber mehrere Instrumente abwechselnd gespielt werden.)

    Also, Zeitdruck werde ich zumindest für meine Hauptprojekte nicht machen. Den gäbe es höchstens, falls ich mal an einem Game Jam teilnehme, wo es einen Abgabetermin gibt, aber das würde ich euch dann direkt wissen lassen.


    Ich würde mal vermuten, dass das Schwierigste wohl die technischen Einschränkungen sind, um es auch einigermaßen authentisch nach alter Soundhardware klingen zu lassen.

    Momentan versuche ich mir ja wieder an einem Computerspielprojekt und so wie ich mitbekommen habe, sind aktuell auch einige musikalisch begabte Leute hier im Forum aktiv.


    Deshalb frage ich mal hier, ob wer Interesse hätte, mir dabei zu helfen, meine Spiele mit entsprechender Hintergrundmusik zu untermalen. Weil viele meiner Hauptinspirationen aus der 8- und 16-Bit-Ära der Videospiele stammen, fände ich es gut, am Ende etwas zu haben, was an die klassischen Konsolen oder PC-Soundkarten aus der Zeit angelehnt ist.
    Ich habe mir dafür schon das eine oder andere Programm angeschaut, wie beispielsweise FamiStudio für NES-Musik, aber ich scheitere letztlich daran, dass ich kaum Ahnung von Musiktheorie habe und kein Gefühl dafür, die passenden Töne zu finden.


    Ich könnte mir jetzt einmal vorstellen, einfach Stücke für bestimmte Themen, Szenen oder Charaktere in Auftrag zu geben, aber auch irgendwie gemeinsam daran zu werkeln, z.B. über einen Videochat wie Jitsi oder Discord.

    Die Dialogskripte in JSON zu verpacken, hatte ich auch vor, zumindest für Steuerbefehle wie Verzweigungen. Für Texteffekte und das Einfügen von Variablen in den Text würde ich dann BBCode benutzen, weil die Engine die Formatierung und einige Effekte mit BBCode bereits mitliefert.

    Sooo... nach längerer Zeit habe ich mal wieder Lust, mich erneut an einem Computerspiel für meine Welt zu versuchen.


    Nachdem ich bei meinen Versuchen mit Twine festgestellt habe, dass mir rein textbasierte Spiele nicht liegen, habe ich mal eine meiner ältesten Ideen hervorgekramt:
    2D-JRPGs wie aus der NES- und SNES-Ära, aber mit Inventar- und Dialogrätseln als Hauptherausforderung wie in (Point-And-Click-)Adventures.
    An anderen Spielmechaniken würde ich mich ggf. in "Minigames" versuchen. (Falls sie auch eigenständig gut genug funktionieren, könnte ich theoretisch ein separates Spiel aus ihnen machen und es erweitern.)


    Um mir relativ erreichbare Ziele zu setzen, habe ich mir vorgenommen, mich auf relativ kleine, in sich abgeschlossene Szenarien zu beschränken und jedes als eigene "Episode" zu produzieren.


    Was die Engine betrifft, bin ich nach ein paar Anläufen mit Phaser doch wieder bei Godot gelandet. (Dass bei Phaser drei unterschiedliche JavaScript-Varianten zum Einsatz kommen können, war mir am Ende zu unübersichtlich.)


    Aktuell besteht für mich die größte Herausforderung darin, ein Dialogsystem zu schreiben, in dem der Text möglichst sauber vom Programmcode getrennt ist, aber die Dialoge dennoch Verzweigungen enthalten und Ereignisse im Rest des Spiels auslösen können.

    Hmm... Es gäbe sicher einige Orte in meiner Welt, an denen ich ein recht angenehmes Leben führen könnte, aber aus der realen Welt dorthin flüchten würde ich trotzdem nicht, besonders wenn das bedeuten würde, dass ich dafür Menschen zurücklassen müsste, die ich mag.
    Außerdem "wächst" die Welt mit den Erfahrungen, die ich in der Realität mache, so dass ich zumindest einen Teil meiner schöpferischen Fähigkeiten verlieren würde, selbst wenn ich in meiner Welt mit gottgleichen Kräften existieren würde.
    Als einen vorübergehenden Rückzugsort, an dem ich Urlaub machen könnte, kann ich mir meine Welt schon eher vorstellen, wobei sich da auch die Frage stellt, in welcher Gestalt ich dort existieren würde und ob ich dort z.B. (für die Dauer des Besuchs) magische Kräfte erlangen könnte.

    Bei den Mondnymphen ist es so, dass ihre Verdauungsendprodukte ziemlich schnell von der natürlichen Flora und Mikrofauna absorbiert werden. Entsprechend verrichten die meisten Mondnymphen ihr Geschäft in der Regel in kleinen Forsten und Gärten, wo bevorzugt die entsprechende Pflanzen wachsen. Diese Gärten zu pflegen ist sogar ein relativ angesehener Beruf, denn es bestimmt indirekt, wie Äcker, Obstplantagen und sogar die Bruthöhlen der Mondnymphen selbst gedüngt werden. Außerdem gehört es zur Aufgabe, die Notdurftgärten von gefährlichen Pflanzen und Tieren frei zu halten. So etwas wie Nachttöpfe gibt es auch, aber sie werden meist nur dann verwendet, wenn man keine Gelegenheit hat, in den Garten zu gehen.
    Etwas anders sieht es an den Höfen der Königinnen und Prinzessinnen aus: Dort wird der Luxus, eine Dienerin zu haben, die den Topf bereithält und anschließend ausleert, recht offen zur Schau getragen, besonders wenn es darum geht, besagte Dienerin Demut zu lehren. Der Dienst als "Topfmagd" kann dafür allerdings nicht nur Nymphen aus dem gemeinen Volk zugeteilt werden, sondern auch Edeldamen, die aus der Gunst ihrer Herrin gefallen sind. Besonders strenge Königinnen lassen sogar ihre eigenen Töchter diese Arbeit als Erziehungsmaßnahme verrichten.
    Sobald eine Hofdame ihre Schuld beglichen hat oder eine gemeine Dienerin befördert wird, wird sie rituell gewaschen und somit auch symbolisch vom Schmutz ihrer früheren Arbeit befreit.


    Auf Sapphiria selbst funktioniert die Entsorgung von Fäkalien im Großen und Ganzen so, wie man es heutzutage auf der Erde kennt. Eine Besonderheit wäre, dass in den biologischen Stufen zwergischer Klärwerke oft spezielle Pilze und Flechten eingesetzt werden. Allerdings betrifft das vor allem die Aufbereitung von Industrieabwässern, aus denen so genannte "Bleischwämme" Schwermetalle herausfiltern. Ist eine bestimmte Konzentration in den Pilzen erreicht, werden diese geerntet, getrocknet und verbrannt. Die Asche wird dann entweder recycelt oder anderweitig entsorgt.
    Ansonsten sind bei den Zwergen häusliche Einrichtungen wie Toiletten, Bäder und Wachküchen, die größere Mengen Abwasser produzieren, entweder öffentlich oder zumindest innerhalb der Wohneinheiten zentralisiert. Dadurch wird die Planung und der Bau von Kanalisationen innerhalb der ohnehin schon komplexen unterirdischen, oft in mehreren Höhenebenen angelegten Siedlungen vereinfacht.

    Also wenn ich mir ein Tattoo stechen lassen würde, müsste ich dazu einen starken persönlichen Bezug haben - ein Motiv aus meiner Welt würde wohl dazu gehören. Aber bisher habe ich noch keines gefunden, das ich wirklich dauerhaft haben will.


    Zu Tätowierungen in meiner Welt: Vor einigen Jahren hatte ich mal die Idee, dass Zwerge sich Muster auf den Rücken tätowieren lassen, die bei wichtigen Ereignissen im Leben mit neuen Symbolen erweitert werden. Meist werden dafür verästelte Formen wie Bäume, Geweihe, Wurzeln oder auch abstrakte Labyrinthmuster benutzt.


    An magischen Tattoos habe ich auch erst kürzlich etwas "entdeckt": Einige Dämonen benutzen sie, um Fähigkeiten zu erhalten, die nicht Teil der eigentlichen Verwandlung sind. So sind Dämonen üblicherweise unfruchtbar, aber einige Arten können sich spezielle Symbole in die Haut am Unterleib stechen oder brennen (lassen), um diese Einschränkung umgehen zu können.


    Vorübergehende Körperbemalungen gibt es noch bei einigen Ettinvölkern in Form von Kriegsbemalung, sogar in vielen hochtechnisierten Kulturen. Zu Friedenszeiten werden diese - bei besonders makaberen Motiven auch in "abgeschwächter" Form - zu sportlichen Wettkämpfen oder ähnlichem getragen.
    Ansonsten gibt es Körperbemalungen auch bei einigen Lefhenvölkern, wobei sie dort eher friedliche Symbole traditioneller Naturreligionen sind.

    So, ich habe jetzt mal die bisherigen Posts durchgelesen und ich hätte dann auch mal ein paar Fragen.


    Dass der Kosmos von höheren Wesen geschaffen wurde, aber Menschen nicht deren Erfindung sind, finde ich eine interessante Idee. Meine Fragen wären hier: Wer oder was ist Ixai? Gibt es irgendwelche Vermutungen, woher die Beschreibungen der Menschen kommen?


    Dafür, dass ich eigentlich kein Freund davon bin, Wesen von Natur aus böse zu machen, gefallen mir auch die Dämonen ganz gut. Wie verbreitet sind sie denn außerhalb des Dämonenschlunds und welchen Einfluss haben sie dort?
    Gibt es auch Überwesen, die mit den Dämonen vergleichbar sind, aber auf der Seite edlen Götter stehen? Wie gehen die edlen Götter generell gegen die dunklen Götter vor?


    Die Idee, regionale Stile von Zauberstäben genauer auszuarbeiten, mag ich auch. Speziell beim Jeirtalarnischen Stil habe ich mich gefragt, wie streng die Stäbe dort standardtisiert werden. Gibt es in Jeirtalar Ämter, Zünfte oder ähnliches, die kontrollieren, ob Zauberstäbe bestimmten Normen entsprechen?

    Ich kann eigentlich nur von meiner Welt Sapphiria wirklich behaupten, dass ich aktiv an ihr bastle. Allerdings lässt sich diese auch in mehrere "Teilwelten" aufteilen, die alle ein wenig ihre eigenen Regeln und Schwerpunkte haben:


    Als erstes wäre da der namensgebende Planet, wo es mir vor allem auf die Vermischung "klassischer" Fantasy mit der Moderne geht. Als Heimatort mit einer längeren Geschichte ist der Planet Sapphiria aber auch der Platz für eher "traditionelle" Fantasy-Geschichten. In diesem Sinne könnte man also noch eine Trennung in "neue Welt" und "alte Welt" vornehmen.


    Wenn es um das Raumfahrtprogramm geht, ist das für mich einerseits der Teil der Welt für eher technische Basteleien, aber auch dafür, die eher klassischen Fantasywesen noch weiter aus ihrem typischen Umfeld zu entfernen. Dadurch bekommen sie einerseits Abstand von den Konflikten der Heimatwelt, aber werden dafür in neue verwickelt.


    Der rote Mond ist unter seiner öden, staubigen Oberfläche vor allem eine schöne, aber gefährliche Wildnis. Auch wenn die dort lebenden Mondnymphen kulturschaffend sind, sind sie in ihrem Wesen von Darstellungen vermenschlichter Tiere (z.B. den Kaninchen aus Watership Down) inspiriert. (Bei den Feenwesen Sapphirias sind die Tieraspekte eher Teil der Ästhetik.)


    Als letztes wäre da noch die Geister- und Dämonenwelt, in der die Naturgesetze wesentlich fluider sind, so dass sie eigentlich mehr ein verworrenes Netz aus Miniwelten ist, die alle (in einem gewissen Rahmen) ihren eigenen Regeln folgen.

    Ich finde es interessant, wie das Setting für einige hier starke Heimatassoziationen weckt, während es sich für mich - in einer industriell geprägten Mittelstadt aufgewachsen - eher fremd wirkt. Da bin ich mal gespannt, welche Eindrücke vom Landleben hier verarbeitet werden, wie ich sie nur aus Geschichten meiner Großeltern kenne.


    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es ausgerechnet eins der am meisten fiktionalen Elemente, die Mecha-Tüftelei, sein wird, mit dem ich mich am meisten identifizieren kann, weil ich zumindest aus meiner Familie eine gewisse DIY-Mentalität kenne.


    Was die Frage der Queerfreundlichkeit angeht, kann ich den Zwiespalt gut verstehen: Einerseits reale Probleme ansprechen und so verarbeiten zu wollen, andererseits ein positives Beispiel und einen gewissen Eskapismus zu wollen. Mir fiele dazu ein, das Setting in der Hinsicht nicht zu einheitlich machen oder Grenzgebiete, z.B. zu kn und Umland (wenn es sie denn gibt), zu erforschen.

    Vielleicht ließe sich die Rinne im Balken mit einem entsprechenden Pflanzenmaterial auskleiden oder es reicht schon aus, sie mit einer einfachen hydrophoben Substanz wie Wachs zu beschichten.

    Na ja, "aktiv betreiben" wäre bei mir im Moment ziemlich übertrieben, aber ganz aufgegeben habe ich meine Website noch nicht.


    Ein Wiki ist da unter anderem auch geplant, aber eher als getrenntes Nachschlagewerk getrennt von einer etwas immersiveren Präsentation, in ich die vor allem auch interaktive Elemente wie Karten, Spiele oder "Walking Simulators" einbauen will.

    @Tö. Also, mir gefällt der Beitrag über die Flammennymphen, bei denen ich mich schon länger gefragt habe, wie du sie dir genauer vorstellst, auch sehr. Ich denke schon lange darüber nach, welche Rolle Erotik im "öffentlichen" Teil meiner Welt spielen soll, insbesondere solche, bei der es nicht immer nett und kuschelig zugeht. Da freut es mich besonders, dass ich damit anscheinend nicht alleine bin. Aber es freut mich auch für dich, dass du den Mut hast, so etwas hier zu präsentieren.


    Wie Flammennymphen entstehen und wie allgemein der Lebenszyklus ist, würde mich auch interessieren. Ansonsten frage ich mich noch, ob es Zufall ist, dass ich bei den "geölten Körpern" im Zusammenhang mit den Flammennymphen an einen Oglaf-Comic denken musste.

    Die Genrebezeichnung "Faustkämpfe und Kissenschlachten" gefällt mir. Ich habe mir da direkt einen Trupp riesenhafte, muskelbepackte, mit blauen Flecken übersäte Amazonen vorgestellt, die sich in einem strahlenden Palast gegenseitig Kissen Blümchenmustern um die Ohren hauen. Ich finde, das trifft deine Bastelziele niedlich, albern und "edgy" ziemlich gut.


    Zu deinen Notizen in deiner Signatur: Ich würde bei einer Welt wie kn einen zu starken Hang dazu, sie möglichst erklärbar und zusammenhängend zu basteln, auch als Warnsignal sehen, dass dir der Mut fehlt, einfach das zu basteln, was dir Freude bereitet. Mir geht es da oft genau so.

    Ich habe ja auch schon länger vor, irgendetwas zu schaffen, wo meine Welt interaktiv zu erkunden ist, von daher bin ich auch gespannt, was du aus der Idee für deine Welt machst.


    Dass du als erstes Asset eine Tasse präsentierst und was du bisher geschrieben hast, finde ich auch interessant, da ich es unter anderem sehr mag, in Fantasiewelten nicht nur die wichtigen und bombastischen Orte, sondern auch die "gemütlichen Ecken" zu erkunden.


    Zum Thema Wiki: MediaWiki ist, wenn ich mich recht erinnere, eines der schwieriger zu installierenden Wikis. Ich habe gerade nicht so den Überblick, was gerade so aktuell ist, aber es gibt durchaus Wiki-Software, die einfacher zu installieren ist und weniger Anforderungen an das Hosting stellt.

    (zu @Jundurg:)
    Oh, ich kann Ihre Verunsicherung gut verstehen. Die Standes- und Geschlechternormen von Ritterorden können oft ziemlich einschüchternd sein. Als Fydan habe ich da meine eigenen Erfahrungen....


    Zu Ihren Fragen: Ich würde eine Karriere in der Treibstoffalchemie und an der Akademie von Jaehasa als getrennte Ziele sehen.


    In der Treibstoffalchemie, oder der energetischen Alchemie generell, sollte man sich im Klaren sein, wie wichtig sowohl Theorie als auch Praxis sind. Nicht wenige junge Leute denken, man würde dort den ganzen Tag mit Explosionen und Feuer herumspielen, aber wenn sie dann mit der Theorie konfrontiert werden, verlieren sie schnell die Lust. Ich war eher das Gegenteil und im Praktikum überrascht, wie viel von dem, was ich liebevoll im Murmelkasten modelliert hatte, als reale Substanz in Flammen aufging, bevor es überhaupt den Reaktionsbehälter verlassen hatte.
    Ich denke, hier sollte man in der Lage sein, Kompromisse einzugehen, auch wenn gute Professoren einem helfen, die richtige, persönliche Balance zu finden. Wenn man sich auf Treibstoffe spezialisieren will, ist es natürlich auch sehr hilfreich, wenn man sich mit den entsprechenden Fahrzeugen auskennt oder zumindest interessiert, darüber zu lernen.
    Ansonsten fällt mir noch ein Spruch ein: "Die Kunst findet ihre Opfer schon selbst, da braucht der Leichtsinn nicht nachhelfen." - Wer den nicht ernst nehmen kann, sollte vielleicht einen Beruf wählen, in dem Leichtsinn weniger schwere Konsequenzen hat.


    Zur Akademie muss ich vielleicht klarstellen, dass sie keine wissenschaftliche sondern immer noch eine Wehrakademie ist. Wir setzen uns zwar bewusst für Frieden ein, aber als Ritter müssen wir auch bereit sein, ihn mit der Waffe zu verteidigen. Das wird gerne mal vergessen, wenn ein Orden vor allem für humanitäre Hilfen bekannt ist. Wer es mit Pazifismus also ernst meint, wäre wohl in einem monastischen Orden oder einer zivilen Pilotenschule und später Raumfahrtorganisation besser aufgehoben.
    Umgekehrt wollen wir aber auch keine Kriegstreiber in unserem Orden. Wir bieten zwar ein reichliches Angebot Waffenübungen, Kampfsport und Schaukämpfen, aber wer vom Hass auf andere Völker oder Orden getrieben und auf Blutvergießen aus ist, ist bei uns fehl am Platze.


    Zur Frage, wie ich Ritter geworden bin: Ich habe meine Schwertweihe zum Abschluss meiner Offiziersausbildung erhalten, also auf einem der denkbar unspektakulärsten Wege für jemanden mit adliger Abstammung wie mich, wobei es dank der Ehrenritterschaft zumindest in unserem Orden auch für Bürgerliche nicht allzu schwer ist.
    Mein größeres Problem war es eher, einen Orden zu finden, der bereit war, mich überhaupt als Knappe aufzunehmen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Rittern habe ich meine Grundausbildung an der Waffe in der zwergischen Fremdenlegion absolviert, bevor ich zu den Fünf Schwalben gefunden habe. Manchmal glaube ich, dass gewisse Verwandte väterlicherseits das als eine Art "Strafe" dafür sehen, dass ich nicht einfach eine brave Edeldame sein wollte.



    (Zu @Alpha Centauri:)
    Als Anfang meiner Laufbahn als Raumfahrer würde ich meine Pilotenausbildung sehen, die ich mit 22 Jahren begonnen habe, wobei ich da den Umgang mit Luftfliegern gelernt habe. Die eigentliche Raumfahrerausbildung habe ich dann zwei Jahre später begonnen, wo ich jede Menge über Himmelsmechanik gelernt habe aber auch ein gewisses Faible für Raketentriebwerke entdeckt. Es gab Schwerelosigkeitsübungen in speziellen Tauchbecken und einem Flugzeug, das im Volksmund - und ehrlich gesagt auch an der Akademie - gern als "Kotzbomber" bezeichnet wird. Ansonsten bestand die Ausbildung darin, die Technik der üblichen Raumfahrzeuge in Simulatoren kennenzulernen und Routine in Umgang und Reparaturen zu entwickeln.... Ach ja, und meine Niederzwergischkenntnisse durfte ich noch mit einigen neuen Fachbegriffen auffrischen.


    Mit 27 Jahren durfte ich dann nach meinem Abschluss in einer Gogora-M3 als Techniker auf eine Transport- und Wartungsmission zur Bender-Station. Die größte Überraschung dabei für mich.... Hmm...
    Dass keine Simulation mich auf den Anblick meines Heimatplaneten aus der Umlaufbahn wirklich vorbereiten kann, damit hatte ich ja schon irgendwie gerechnet. Aber da war auch dieser seltsame, angenehm warm metallische Geruch, von dem ich erst erfahren habe, nachdem ich mit anderen Raumfahrern darüber geredet habe. Jedes Raumschiff hat seinen eigenen Geruch, aber es gibt diese eine Duftnote, die sie alle gemeinsam haben - und das erst, wenn sie lang genug im All unterwegs sind.


    Für meinen interplanetaren Einsatz als Wachmann und Techniker in einer experimentellen Erzgrube auf Isenwart startete ich mit 33 Jahren und ich kam erst drei Jahre später wieder zurück. Solche langwierigen Missionen sind wegen der langen Flugzeiten und knappen Startfenster keine Seltenheit, wenn es zu anderen Planeten geht, und anstrengend sind sie zudem auch.
    Deshalb habe ich mir kurz danach vorgenommen, mich dem Studium der Alchemie zu widmen und meine Raumfahrten auf ein- bis zweiwöchige Stationsaufenthalte in den Semesterferien zu beschränken. Jetzt wo ich auch das Studium abgeschlossen habe, halten mich meine Verpflichtungen als Treibstofftester die meiste Zeit am Boden.
    Vielleicht ändern sich die langen Flugzeiten, wenn der Äthergravitationsantrieb weiter Fortschritte macht, aber ich fürchte, dass ich bis dahin zu alt für interplanetare Flüge bin.