[2b] Bestiarium von Kainomaz

Liebe Bastler, die Weltenbastler-Olympiade hat begonnen, das WBO-Tool ist vorbereitet. Bitte meldet euch schnell an. Viel Spaß dabei!
  • Der kleine Krokodilwurm


    Der kleine Krokodilwurm ist ein Fabelinsekt, das aussieht wie ein grüner Wurm mit Krokodilkopf. Es wird etwa so dick wie eine Nacktschnecke, aber etwas länger und ist Aasfresser. Während der kleine Krokodilwurm nicht gefährlich ist, gilt er doch als Schädling, da er Fleischvorräte befällt.

    Es gibt ihn in ganz Kainomaz und darüber hinaus.


    Noch vor etwa zweitausend Jahren war der kleine Krokodilwurm einfach nur der Krokodilwurm. Dann aber wurde im Süden von Otakaz der Gott Tupfux getötet und Krokodilwürmer fraßen von seinem Körper. Als Folge wurden sie größer und bekamen vier Gliedmaßen sowie die Fähigkeit aufrecht zu stehen und eine höhere Intelligenz. Die so entstandene kulturschaffende Spezies war gerade nach dem Untergang Otakaz’ sehr erfolgreich, beherrscht heute ein großes Reich im Süden von Kainomaz und wird allgemein als Krokodilwurm bezeichnet, weshalb der ursprüngliche Krokodilwurm jetzt der kleine Krokodilwurm ist.


    Die Krokodilwürmer haben ihre Herkunft nicht vergessen und der kleine Krokodilwurm ist das Wappentier des Reiches der Krokodilwürmer.

  • Das Steintalmammut


    Das Steintalmammut ist etwa so groß wie ein afrikanischer Elefant und von dichtem, wolligem Fell bedeckt. Es hat vergleichsweise kleine Ohren und lange gebogene Stoßzähne, die sich zum Graben in lockerem Boden eignen. Kurz gesagt sieht es ziemlich genau so aus wie ein Wollhaarmammut, was einige Fragen aufwirft.


    Zum Beispiel lebt dieses eindeutig an Kälte angepasste Tier ausschließlich im Steintal, das ein tropisches Klima und dichte Bewaldung aufweist. Ein naheliegender Gedanke ist, dass das nicht immer so war (ist direkt ans Steintal angeschlossen doch die unnatürlich kalte Eishöhle), das aktuelle Klima bewegt sie aber nicht dazu, ihren Lebensraum zu wechseln. Man könnte nun annehmen, dass es den großen Tieren schwerfällt, die steilen Talwände zu erklimmen, das führt aber nur zum nächsten Rätsel.


    Tatsächlich ziehen nämlich die Mammutkarawanen der Steintalbewohner nicht nur durch Kainomaz sondern tauchen auch ohne echte Erklärung auf völlig anderen Kontinenten auf. Ob das auf eine besondere Eigenschaft des Tals oder der Mammuts zurückgeht, verraten die Bewohner des Steintals nicht.

    Können die Mammuts diese Strecke alleine bewältigen, stellt sich die Frage, warum sie sich nirgendwo anders ansiedeln. Können sie es nicht, dann stellt sich die Frage, wie sie überhaupt ins Steintal gekommen sind, gibt es doch in Kainomaz keine anderen Mammute und auch nur wenige andere Elefantenarten.


    Das Steintalmammut ist ziemlich intelligent und die Menschen des Tals wissen und respektieren das. Sie jagen oder schlachten das Mammut nie und beschützen es im Gegenteil vor Gefahren. Wenn sie nicht arbeiten laufen die Tiere meist frei herum und bleiben freiwillig in der Nähe der schützenden Höhlen der Menschen, in die sie zum Schlafen zurückkehren. Außer als Arbeitstiere nutzen die Menschen die Mammute vor allem als Wolllieferanten. Sie verarbeiten aber auch die Zähne verstorbener Tiere, was deren Artgenossen nicht zu stören scheint.


    Obwohl grundsätzlich friedlich ist das Steintalmammut keinesfalls ungefährlich und setzt sich gegen Aggressionen schnell und schlagkräftig zur Wehr.

  • Der Feuerschnabel


    Eines der gefährlichsten Tiere im Reich der Krokodilwürmer ist ein kleiner, schwarzer Fink, der Feuerschnabel genannt wird. Dieser Name kommt tatsächlich nicht von seinem orangeroten Schnabel sondern daher, dass er gelernt hat, mit Steinen Funken zu erzeugen. Wenn sich in der Trockenzeit die Steppen im mittleren Süden von Kainomaz bräunlich verfärben behalten die Bewohner den Feuerschnabel im Auge. Dieser hat nämlich entdeckt, dass sich leckere Insekten gut mit Feuer aufscheuchen lassen.


    Die Mor-Ger, die als Werkzeugdrachen selbst nicht durch das Feuer verletzt werden, haben im Laufe der Zeit Methoden gefunden um ihre Mäuseherden zu schützen. Meist ziehen sie schützende Gräben oder legen Gegenfeuer, Methoden die die Krokodilwürmer übernommen haben.


    Wenn es kein trockenes Gras gibt, ist der Feuerschnabel für alles außer kleinen Insekten und Würmern ziemlich ungefährlich. Auch während der Brutzeit wird er kein Feuer legen, um das eigene Nest nicht zu gefährden.


    Gelegentlich setzt der Feuerschnabel Feuer auch als Waffe gegen Fressfeinde ein. So ist es schon vorgekommen, dass sich jagende Kainomaz-Löwen von Feuer eingeschlossen fanden.

  • Feenhunde


    In den meisten Feenreichen gibt es Jäger und viele dieser Jäger verwenden Hunde. Diese Feenhunde haben noch feinere Nasen und schärferes Gehör als man es von anderen Hunden kennt, sie sind ausdauernder und schneller. Man findet sie in der einen oder anderen Wilden Jagd und mancherorts treiben auch verwilderte Rudel ihr Unwesen.


    Feenhunde können wie jede Hunderasse aussehen oder auch wie keine bekannte und viele können ihr Aussehen verändern. Grob unterscheidet man zwei Rassen, die Spiegelaugen und die Rotohren. Woran man sie erkennt, sollte an den Namen ersichtlich sein.

    Für gewöhnlich wird in einem Feenreich nur eine dieser Rassen gezüchtet, selten aber gibt es Kreuzungen. Diese können rote Ohren und Spiegelaugen in beliebiger Kombination haben. Eins von jedem, zwei von einem, eins vom anderen, zwei von beidem oder auch eins von einem und keins vom anderen.


    Natürlich sind auch Kreuzungen mit völlig weltlichen Hunden, Wölfen oder Höllenhunden möglich.

  • Na, Du bastelst ja lustige Viecher ;) Die Feenhunde sind ja schon irgendwie traditionell, in walisischen Sagen etwa haben Elbenhunde rote Ohren (ansonsten sind sie weiß). Der Feuerschnabel ist eine interessante Idee!

  • Ja, das mit den roten Ohren ist natürlich kein Zufall. Die Spiegelaugen haben einen ähnlichen Hintergrund.


    Und der Feuerschnabel ist natürlich inspiriert von Vögeln, die gezielt Feuer verbreiten. Ich dachte mir, ein Vogel, der es selbst entfachen kann, ist noch interessanter.

  • Ich habe sogar mal einen schlanken weißen Hund mit roten Ohren gesehen (wobei die Ohren natürlich nicht feuerwehrrot waren, sondern eben das, was man bei Haar- und Fellfarben als "rot" bezeichnet). Ein schönes Tier. Solche Hunde gibt es also tatsächlich.

  • Ein paar Vögel:


    Die Salzeule


    Auf den Salzfeldern zwischen dem Bergbogen, dem Wüsten Wald, dem Steintal und dem Zähen Meer gibt es wenig Beute. Die Salzeule, eine enge Verwandte der Fischeule, lebt hauptsächlich von zwei Beutetieren, der Salzschleiche und der Geistermaus. Die kleine Eule ist grauweiß gefiedert und wie alle Tiere und Pflanzen der Salzfelder höchst giftig. Giftige Mineralien, die aus ihrer Beute aber auch direkt aus dem Boden kommen, lagern sich in ihrem ganzen Körper ab. Federn der Salzeule waren deshalb in früheren Zeiten besonders begehrt bei Alchemisten, heutzutage sind alle enthaltenen Mineralien aber auch leichter zu bekommen. Versuche, Salzeulen essbar zu machen oder in kleiner Dosierung als Gewürz zu verwenden, wurden schnell aufgegeben.

    Abgesehen davon haben ausgewachsene Salzeulen keine Feinde, sie sind die größten an die Salzfelder angepassten Raubtiere und ihr Fleisch ist für Räuber von außerhalb meist tödlich. Ihre Tarnfarbe dient eher dem Lauern auf Beute sowie dem Schutz ihrer Nester, denn Eier und Küken stehen auf dem Speiseplan der Salzschleiche und der Krustenkröte.

    Brütet eine Salzeule nicht, dann muss sie also nichts fürchten und ist entsprechend zutraulich. Als Haustiere sind Salzeulen aber nicht zu empfehlen, da wie gesagt alles an ihnen giftige Mineralien enthält.



    Der Dschungelgeier


    In den Wäldern von Deinos findet man den Dschungelgeier, einen Altweltgeier mit einer Flügelspannweite von annähernd zwei Metern und dunkel geflecktem Gefieder. Während er kein reiner Aasfresser ist, sind die Überreste größerer Tiere doch eine wichtige Nahrungsquelle für ihn. Speziell benötigt er Vitamine und Mineralstoffe aus den inneren Organen, weshalb Kopf und Hals federlos sind, wie es bei vielen Aasvögeln der Fall ist.

    Die Kriegerfeen des Feenreiches Mayua tragen den Dschungelgeier als Wappentier. Sie haben auch eine Variante gezüchtet, die ein dunkelgrün schillerndes Gefieder und ebenfalls grüne Augen hat.



    Der Zackenschnabel


    Der im Westen der Unabhängigen Lande vorkommende Zackenschnabel ist ein ungewöhnlicher Greifvogel, der sich nicht genau einordnen lässt. Seine ungewöhnlichen Merkmale, wie das weitestgehend grüne Gefieder (nur die Schwungfedern sind schwarz) und die gezackten Schnabelränder deuten auf eine magische Mutation hin, deren Ursache man aber nicht kennt. Ebenso unbekannt ist, aus welcher Spezies der Zackenschnabel ursprünglich hervorgegangen ist.

    Der Zackenschnabel jagt Nagetiere und Eidechsen aber aus irgendeinem Grund besonders gerne Reptii. Tatsächlich wird berichtet, ein einziger Zackenschnabel habe ein ganzes Dorf der Reptii zerstört und dabei Werkzeuge wie große Steine und Äste eingesetzt. Der Bericht mag aber übertrieben sein, da die Reptii üblicherweise Mittel haben, um sich gegen Greifvögel zu verteidigen.

    Es ist unklar, wie viele Zackenschnäbel es insgesamt gibt, es können aber nicht allzu viele sein.



    (Okay, ein paar der Inspirationen dürften ziemlich eindeutig sein.)

  • Was haben diese Tiere gemeinsam?



    Der Gnapf


    Der Gnapf ist ein augenscheinlich egelähnlicher Parasit, der in den Sümpfen von Deltaland vorkommt. Er ist aber tatsächlich kein Egel sondern ein neotener (also keine Metamorphose durchmachender) Lurch. Der Gnapf lebt in Tümpeln des Sumpfgebietes und lauert dort auf Beute, an die er sich anhängt. Er lässt los, wenn er sich vollgesaugt hat und verdaut dann einige Tage lang.


    Hauptwirte des Gnapf sind Säugetiere wie Sumpfhirsche und Sumpfschweine. (Sumpfbewohner, die regelmäßig ihre Schweine vom Gnapf befreien müssen, sprechen auch vom Sau-Gnapf.)


    Gefährlich ist der Gnapf vor allem, weil er Krankheiten übertragen kann, der Blutverlust selbst ist, außer bei ungewöhnlich starkem Befall, ungefährlich.



    Der Geierfalter


    Der Geierfalter ist ein Schmetterling mit blaugrünem Flügelmuster und einer Flügelspannweite von etwa zwanzig Zentimetern. Seinen Namen verdankt er der Tatsache, dass man ihn oft auf von Raubtieren erlegten Wirbeltieren findet. Neben Nektar ist Blut ein wichtiger Teil seiner Ernährung, er besitzt aber keinen Stechrüssel und ist daher auf offene Wunden oder Blutflecken angewiesen. Besonders zur Paarungszeit benötigen die Weibchen Eiweiß, weshalb man zu dieser Zeit manchmal vollständig von Faltern bedeckte Kadaver findet.



    Der Vampirische Pseudowerwolf


    Ausschließlich im und um den Skelmmel-Pass findet man den Vampirischen Pseudowerwolf, ein kojotenartiges Raubtier, das mit erstaunlich wenig Nahrung auskommt.


    Er lebt meist in kleinen Familienverbänden und ist gewöhnlich von abgemagerte Erscheinung. Wahrscheinlich hat sein kleines Verbreitungsgebiet und das Fehlen anderer Hundeartiger in der näheren Umgebung dazu geführt, dass man ihn zunächst für einen Werwolf hielt. Tatsächlich besitzt er aber nicht die Fähigkeit, seine Form zu verändern.


    Der Vampirische Pseudowerwolf macht selten Beute und muss damit lange auskommen. Aus diesem Grund trinkt er zunächst das Blut des erlegten Tieres und vergräbt dann den Kadaver als Vorrat, den er aufmerksam bewacht. Auch der Eindruck, dass das Tier ein Grab bewacht, mag zur falschen Einordnung beigetragen haben.


    Die Anpassung an das geringe Nahrungsangebot geht so weit, dass die Weibchen nicht einmal Milch produzieren, sondern beide Eltern die Jungen mit Blut füttern, notfalls mit dem eigenen.

    Eine andere Anpassung ist der eher kleine Magen, der es nicht erlaubt, viel feste Nahrung gleichzeitig aufzunehmen.


    Der Vampirische Pseudowerwolf ist meistens hungrig und deshalb äußerst gefährlich. Aufgrund des geringen Bestandes steht er aber auch auf beiden Seiten des Skelmmel-Passes, also in der Schwarzsteinstadt und in Deltaland, unter Schutz.

  • Quote

    (Sumpfbewohner, die
    regelmäßig ihre Schweine vom Gnapf befreien müssen, sprechen auch
    vom Sau-Gnapf.)

    Ich schmeiß mich weg :rofl:

  • Quote

    (Sumpfbewohner, die
    regelmäßig ihre Schweine vom Gnapf befreien müssen, sprechen auch
    vom Sau-Gnapf.)

    Ich schmeiß mich weg :rofl:

    Ich hatte schon befürchtet, dass das Wortspiel zu blöd sein könnte, aber offenbar kommt es ja ganz gut an.


    Und nun ein Tier, das nicht neu ist, in dieser Sammlung aber noch gefehlt hat.


    Die Nachthimmeleule


    Die Nachthimmeleule hat ein dunkelblaues bis schwarzes Gefieder mit kleinen, funkelnden Partikeln, die nicht nur an Sterne erinnern sondern manchmal tatsächlich existierende Sternenkonstellationen bilden. Dazu kommt ein einzelnes großes Auge (sie scheint dennoch dreidimensional sehen zu können), das stark an den vollen Mond erinnert.


    Wie viele Eulen bewegt sich die Nachthimmeleule vollkommen lautlos. In anderen Gebieten wurde sie bei der Jagd beobachtet, wobei unklar ist, was sie eigentlich jagt, denn obgleich man sie bei der Bewegung des Beutegreifens sah, war nie Beute zu erkennen.


    Die Nachthimmeleule kommt auf ganz Kainomaz vor, jedoch meist in einsamen, abgelegenen Gegenden.

    Einer der besten Orte um sie zu beobachten ist die grob sternförmige Euleninsel, eine der kleineren Inseln der Nordkainomazischen Inselkette, gelegen zwischen den Hauptinseln Sylz und Sliket. weil es eine recht flache Insel ist, die sich gut von der Nachbarinsel aus im Auge behalten lässt. Sie ist außerdem ungewöhnlich hell, da sie reich an grünlich fluoreszierendem Gestein ist.


    Auf der Euleninsel jagt die Nachthimmeleule nicht. Tatsächlich scheinen sich die Eulen dort hauptsächlich zu versammeln um sich zu paaren.

    Wenn der Morgen naht fliegen die Nachthimmeleulen auf und bewegen sich in einer Helix nach oben, bis sie nicht mehr zu sehen sind. Nach Sonnenuntergang kehren sie auf dieselbe Art zurück.

    Dank moderner Teleskope war festzustellen, dass die Eulen die Erdatmosphäre verlassen, ehe sie mit der Dunkelheit des Weltraums verschmelzen.

    Wie sie das überleben können und was ihr Ziel ist, ist nach wie vor ungeklärt.


    Auf der Euleninsel aufgesammelte Federn sind weich, dunkel und enthalten manchmal kleine Kristallpartikel, die offenbar die funkelnden Stellen im Gefieder sind. Alchemisten, die ihre Zusammensetzung untersuchten fanden diverse leichtere Mineralien aber auch eindeutig organische Bestandteile sowie Spuren von Ektoplasma, obwohl Nachthimmeleulen definitiv keine Geister sind.


    Letzteres hat zu dem Gerücht geführt, dass sich Nachthimmeleulen von Geistern ernähren und man deshalb ihre Beute nie gesehen hat. Wie das möglich sein soll, kann aber auch niemand erklären.


    Die naheliegende Vermutung, dass es sich bei Nachthimmeleulen um Feenwesen handelt, konnte bislang weder bestätigt noch widerlegt werden. Man findet sie allerdings an keinem bekannten Feenhof.


    Versuche, Nachthimmeleulen zu fangen oder zu erlegen, hat es viele gegeben. Oder vielmehr, Ansätze dazu, denn die tatsächliche Begegnung mit einer Nachthimmeleule (die eine Flügelspannweite von bis zu zwei Metern haben kann) hat immer zu einem Rückzug der Jäger geführt, die sich das im Nachhinein nicht nur nicht erklären konnten, sondern manchmal auch klare Lücken in ihren Erinnerungen hatten.

  • Die Skelettspinne


    Fast ausschließlich im Skelmmel-Pass lebt die Skelettspinne, eine Spinne, die, die Beine nicht mitgerechnet, etwa so groß wie eine Hauskatze werden kann (auch wenn sie meistens etwas kleiner ist). Ihren Namen verdankt die Skelttspinne ihrem bleichen, haarlosen Exoskelett, das an Wirbeltierknochen erinnert.


    Die Skelettspinne ist ein Lauerjäger und fängt hauptsächlich Echsen, Vögel und Insekten, seltener auch Nagetiere oder die Jungen des Vampirischen Pseudowerwolfs. Aber auch für größere Tiere ist sie nicht ungefährlich. Eine ausreichend hungrige Skelettspinne wird auch einen ausgewachsenen Pseudowerwolf (oder ein ähnlich großes Tier) aus dem Hinterhalt angreifen, in der Hoffnung, dass ihr Gift ausreicht um ihn zumindest etwas benommen zu machen. Besonders gefährlich ist das, wenn mehrere Skelettspinnen sich dasselbe Beutetier gesucht haben.


    Die Skelettspinne webt aus ihrem Faden breite Bänder, in die sie ihre Beute einwickelt, was dieser eine mumienähnliche Erscheinung gibt. Die Beute wird dann lebend aufbewahrt und Stück für Stück verzehrt.


    Obwohl keinesfalls die größte, ist die Skelettspinne also vielleicht die gefährlichste Spinne von Kainomaz.

  • Die Zombiefledermaus


    Die Zombiefledermaus ist eine große, weitestgehend haarlose Fledermaus, die Sonnenlicht meidet und nur im Skelmmel-Pass vorkommt. Obwohl sie nur Insekten (wenn auch manchmal ziemlich große) frisst, ist sie doch sehr gefürchtet, weil sie ein Virus überträgt.


    Das sogenannte Kahlhaut-Virus ist wahrscheinlich der Grund, warum die Zombiefledermaus fast keine Behaarung hat und bewirkt auch bei anderen Säugetieren rapiden Haarausfall. Für Zkeiih, Nyken oder andere Fellträger ist das natürlich eine Katastrophe.


    Selbst der Vampirische Pseudowerwolf muss schon sehr hungrig sein, ehe er eine Zombiefledermaus frisst. Es ist aber schon vorgekommen, wie gelegentliche Sichtungen haarloser Pseudowerwölfe beweisen.

  • Und nun eine Liste von Tieren, die ich hier nebenbei erwähnt aber noch nicht behandelt habe (einzelne Spezies, keine größeren Gruppen):


    Der Drafo: Ein schlangenähnlicher Gasspeier, der seinen Kehlsack mit leichtem Gas aufpumpen kann um für kurze Zeit zu schweben, etwa so groß wie eine Ringelnatter

    Das Federkrokodil: Ein Krokodil mit einem auffälligen lila Federkragen, das an der Küste des Lebenden Ozeans und in einigen Flüssen und Seen des Waldes der Götter vorkommt.

    Das Feeneinhorn: Ein von Feenwesen gezüchtetes Einhorn, meist völlig weiß. Es besitzt tatsächlich nur ein einziges Horn auf der Stirn und kann seine Magie vielfältiger einsetzen als wilde Einhörner.

    Der Flachfrosch: Ein krokodilgroßer Frosch, der in den Flüssen der Steppen des Reiches der Krokodilwürmer vorkommt. Sehr flach und mit zwischen Vorder- und Hinterbein gespannten Häuten, treibt er auf dem Wasser und lauert auf Beute, die durchaus auch mal ein Vogel oder ein kleiner Drache sein kann.

    Die Geistermaus: Kleines Nagetier mit völlig weißem Fell, lebt auf den Salzfeldern und ist entsprechend giftig.

    Der Grüne Schneckenröster: Ein kleiner grüner Flugdrache, hauptsächlich zu finden im ehemaligen Torll. Wie sein Name schon andeutet tötet er Schnecken mit seinem Feuer, ehe er sie aus ihrem Haus zieht.

    Die Harlekinspinne: Eine etwa entengroße Spinne mit bunter Färbung und zwei gekrümmten hornartigen Auswüchsen auf dem Kopf. Tritt vor allem in Deinos auf. Gehört trotzt ihrer Größe nicht zu den nordkainomazischen Riesenspinnen.

    Die Krustenkröte: Eine durch eine Salzkruste auf der Haut gepanzerte Kröte. Lebt auf den Salzfeldern und ist noch giftiger als andere Kröten.

    Die Laufflamme: Etwa pelikangroßer zweibeiniger Drache, läuft schnell und jagt Insekten, Mäuse und Eidechsen.

    Der Nashorndrache: Zweibeiniger Säulendrache, eher schwerfällig, Allesfresser, gut doppelt so hoch wie ein Mensch, großes Horn auf der Nase, meist lila geschuppt, selten auf ganz Kainomaz zu finden, aber auch woanders.

    Die Peitschenspinne: Eine eusoziale Spinnenart, die in Südkainomaz vorkommt. Den Namen verdankt sie dem einen verlängerten Pedipalpus, den ihre Arbeiterinnen als Waffe einsetzen, indem sie damit wie mit einer Peitsche zuschlagen.

    Die Rankenkatze: Eine etwa luchsgroße Wildkatze des Waldes der Götter, die mit symbiotischen Pilzen und Ranken bewachsen ist. Diese helfen ihr, auch größere Beutetiere zu überwältigen.

    Die Salzschleiche: Eine beinlose Echse der Salzfelder, entsprechend giftig.

    Der Schildkäfer: Ein Fabelinsekt mit dem Panzer und dem Hals einer großen Lanschildkröte aber den Beinen und dem Kopf eines Käfers.

    Die Tintennebelechse: Ein Gasspeier, der einem Leguan ähnelt. Sie kann eine farbige Nebelwolke ausstoßen um Feinden die Sicht zu nehmen.

    Der Warandrache: Ein kleiner, echsenartiger Drache, zu finden im ehemaligen Torll

    Der Zweibeinige Sumpfbär - ein großer Bär, der meist aufrecht geht und bevorzugt in Sümofen anzutreffen. Es ist unklar, ob er überhaupt in ein Bestiarium gehört, denn während sich nicht alle Exemplare zivilisiert verhalten, könnten sie doch als Ganzes eine kulturschaffende Spezies sein. Oder auch nicht und die zivilisierten Exemplare gehören zu den magisch veränderten. Es ist sehr unklar.

  • Und hier die aus dem "Geographia"-Thread:


    Der Birik: Ein weniger intelligenter aber magischer Verwandter des Ogergorillas (also ein großer, stämmiger, schwanzloser Lemur), der sich in magisch erzeugtes Feuer hüllen kann. Lebt vorwiegend in Höhlen.

    Das Geistergesicht: Affe, der im Wurzelvorhang der Unterlande lebt. Hat biolumineszierende Haut, weshalb man das haarlose Gesicht auch in der Dunkelheit sehen kann.

    Die Geisterschnecke: Eine durchsichtige Schnecke mit phosphoreszierendem Haus, die in tiefen Höhlen lebt.

    Die Goldkralle: Ein höhlenbewohnender Echsendrache mit auffällig gelben Krallen.

    Das Gorgonenhaupt: Ein größeres Medusenhaupt, mehr eigentlich nicht.

    Der Höhlenkaiman: Ein in Höhlen lebender Kaiman mit schwerer Panzerung.

    Die Kabelkoralle: Eine Koralle, die statt kompakter Riffe lange, verworrene Stränge bildet.

    Der Karifalter: ein höhlenbewohnender Schmetterling, dessen violette Flügel den tief unter Kainomaz vorkommenden Farbstoff Kari enthalten.

    Der Klauenfelsen: Eine nilpferdgroße (selten auch noch größere) Krabbe, mit der Form eines Taschenkrebses und der Beschaffenheit und Farbe von zerklüftetem Gestein. Kann ruhend leicht für einen Teil der Landschaft gehalten werden. Kommt nur in den Unterlanden vor.

    Die Knolforelle: Eine Forellenart in Südkainomaz. Eigentlich überhaupt nichts Besonderes.

    Der Malligator: Ein alligatorverwandter Krokodilier mit auffällig großen Zacken. Kommt in Deltaland und seltener in Deinos vor.

    Die Saugqualle: Biolumineszierende Riesenqualle, die sich an der Decke der Unterlande festsaugt.

    Der Stahlbohrer: Ein (viel) größerer und landbewohnender Verwandter der Schiffsbohrmuschel, der sich mit seinen Schalenkiefern durch Gestein gräbt. Seine Schale enthält Eisen, das er aus dem Gestein gewinnt.

    Der Steintalriesenhirsch: Hirsch von Elefantenhöhe, kommt nur im Steintal vor und ist eine wichtige Nahrungsquelle für die Bewohner.

    Der Steintalsäbelzahntiger: Ein großer, brauner Säbelzahntiger mit nackten Säbelzähnen. Kommt ausschließlich im Steintal vor.

    Der Tintan: Ein landbewohnender Oktopode, größer als die meisten Elefanten. Kommt nur in den Unterlanden vor.

  • Der Marienfalter


    Der Marienfalter ist einer der auffälligsten Schmetterlinge von Kainomaz, sind seine Flügel doch kräftig rot gefärbt und haben kleine, schwarze Punkte. Er kommt sowohl in Grachadan als auch im Wald der Götter, in den Teufelsbergen und in den Unabhängigen Landen vor.


    Der Marienfalter war ein häufiges Symbol der Kirche des Abgrunds, der größten religiösen Gemeinschaft von Otakaz. Man findet ihn daher oft abgebildet in antiken Ruinen und vor allem in der Roten Kathedrale in der Schwarzsteinstadt, die in Form und Muster an den Falter erinnern soll und seit über zweitausend Jahren erhalten wird.

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