[Roreâz] Arkaische Wesen

Liebe Bastler, die Weltenbastler-Olympiade hat begonnen, das WBO-Tool ist vorbereitet. Bitte meldet euch schnell an. Viel Spaß dabei!
  • Kurzer Info: Parallel zu der Welt der Menschen und seinen drei Weltschichten existieren noch weitere, für Menschen nicht greifbare Welten / Dimensionen. Die Menschen unterscheiden hier zu einem das "Arkanum", was auch der vermutete Ursprung aller übernatürlicher Mächte (Magie) ist, und zum anderen die "Fadenwelt", die zwischen dem Arkanum und der Menschenwelt liegt.
    In diesen Dimensionen leben Wesen, die man als arkaisch bezeichnet. Es gibt Spuke & Albe, Dämonen, Feenvölker, Naturgeister und Zwischenweltler.
    Hier will ich einige davon vorstellen.


    Auf tiefere Zusammenhänge zwischen Magie und den anderen Dimensionen will ich hier aber nicht eingehen.



    Die Unpuki (Feenvolk)


    Lange galten die Unpuki als Sagengestalten aus der Mythologie der Finiskra, doch vor einigen Jahren hat sich diese Meinung revidiert. Heute gelten die Unpuki als eine – wenn auch geringe – Bedrohung aus dem Arkanum.


    Das Aussehen


    Der Name „Unpuki“, oder auch „Unpuga“, kommt aus dem Altfiniskrischen und leitet sich wahrscheinlich von „pumai“ (schleichen) und „gáir“ (Fieber) ab.
    Sie sehen den Menschen recht ähnlich, doch die fahle Haut, die spitzen grünen Zähne, die sechsfingrigen Hände und die nichtvorhandenen oder zugewachsenen Augen unterscheiden sie deutlich von einem Menschen. Auch schreiten sie vorsichtig, gebeugt wie alte Menschen, die Angst haben einen falschen Tritt zu machen. Ihre Nase ist platter und die Löcher größer, denn sie sind auf ihren Geruchssinn angewiesen, doch wie sie die menschliche Umgebung wahrnehmen ist leider unbekannt.
    Ebenso ist vollkommen schleierhaft warum sie versuchen sie ihre Körper mit alten Stofffetzen zu verhüllen, was ihnen daneben mehr schlecht als recht gelingt. Doch so zeigte sich, dass es sowohl männliche als auch weibliche Exemplare gibt, auch kleinere Ausgaben von ihnen – vermutlich Kinder – wurden angeblich gesehen.



    Hintergrund


    Es existieren viele alte Stichdrucke, die die Unpuki an den Betten kranker Menschen darstellen. Bei den Finiskra waren sie früher wohl weit bekannt, doch als die medizinische Versorgung sich verbesserte und das damals tödliche Zwindel-Fieber besiegt wurde sind die Unpuga fast völlig in Vergessenheit geraten. Sie wurden zu einer bösartigen Sagengestalt. Ich bin mir allerdings sicher, dass diese Wesen noch immer bei den Menschen auftauchten, doch wahrscheinlich nicht mehr regelmäßig genug um in Erinnerung zu bleiben.


    Vor neun Jahren das Zwindel-Fieber allerdings wieder zurückgekehrt, diesmal in der mittleren Weltschicht Tal Raêz. Es handelt sich anscheinend um eine andere Form des alten Fiebers, denn die früher genutzten Medikamente / Heilmethoden schlagen nicht an, und selbst seit wirksame Medizin entwickelt wurde, ist es immer noch eine schwere Krankheit, die bei geschwächten Menschen zum Tod führt.
    Unter den Unpuki jedoch gilt das neue Zwindel-Fieber anscheinend als Delikatesse, denn seit genau neun Jahren treten sie wieder offen in die Menschenwelt und wurden oft schon beim Fressen erwischt, was selbstverständlich kein wünschenswerter Anblick ist. Angesichts dessen wurden in den letzten Jahren auch immer wieder Studien durchgeführt um das Verhalten dieser Wesen verstehen zu können, doch Unpuki werden in Gefangenschaft völlig wild, schlagen panisch um sich und sind nicht unter Kontrolle zu halten. Dass Kranke dabei als Lockmittel herhalten mussten, hatte in einigen Regionen zu großer Aufruhr geführt.


    Obwohl sie als scheu gelten, werden sie doch auch aggressiv, wenn man sie beim Fressen stört oder versucht sie zu vertreiben. Es ist erstaunlich, welche Kraft in den mageren Gliedern dieser Wesen steckt und wie geschickt sie Angriffen ausweichen können. Allein Kinderstimmen jagen ihnen Angst ein, schrille Schreie verursachen wahrscheinlich sogar Schmerzen.
    Magier und Heiler haben versucht, Pfeifen und akustische Geräte zu entwickeln, die Kinderstimmen nachzumachen vermochten, doch es hatte nie die gleiche Auswirkung auf die Unpuki gehabt.
    Bei nicht ansteckenden Krankheiten oder Fiebern verordneten Heiler früher, dass Kinder bei den Patienten bleiben sollten um Unpuki zu verscheuchen. Doch leider gab es auch Fälle, in denen die Unpuga trotz ihrer Angst Kinder angriffen, oder sich schlicht ein Stück Fleisch aus ihrem Opfer rissen bevor sie verschwanden. So wurde dieser Brauch weitläufig eingestellt oder verboten.



    Fähigkeiten der Unpuki


    Die Unpuki leben im Arkanum und benötigen Türschwellen, auch nur gedachte reichen aus (wie zum Beispiel bei Zelten), um in die Menschenwelt zu reisen. Symbole haben keine Auswirkungen auf sie, Räucherwerk nur wenig und keines von beiden können sie behindern oder vertreiben. Allein frische blumige Düfte scheinen ihnen noch am meisten zuzusetzen, denn sie verwirren sie und rauben ihnen zeitweise die Orientierung.
    Völlig unverständlich bleibt noch die Tatsache, dass Kranke nicht wach werden, wenn ein Unpuki sich an ihnen gütlich tut oder gar einschlafen, wenn er sich über sie beugt. Womöglich verfügt er über arkaische Kräfte, mit denen er sein Opfer ruhig halten kann. Wenn dem so sein sollte, dann hat noch nie ein Unpuki diese Fähigkeit an einem gesunden Menschen versucht.
    Ich möchte jedoch festhalten, dass es als bewiesen gilt, dass die Unpuga trotz vieler Gerüchte keine Krankheiten verursachen und diese auch nicht verschlimmern können. Im Rahmen einer Untersuchung der Unpuki-Gewohnheiten konnte beobachtet werden, dass ein Unpuki regelmäßig einen Kranken aufsuchte, um an ihm zu schnüffeln und dann doch wieder zu verschwinden. Er schien einen bestimmten Zeitpunkt abzuwarten, das Fleisch „reifen“ zu lassen, um es mit den Worten der Autorin Tenessa Serkis auszudrücken. Doch wann das Fleisch eines Kranken tatsächlich reif ist, wird wohl für immer das Geheimnis der Unpuga bleiben.


    [Blocked Image: http://www.roreaz.rinpix.de/pics/WB/Unpuki.jpg]

  • Unheimliche Viecher. Die große Seuche muss für die ja ein Riesenfest gewesen sein. Kann man die Unpuki überhaupt töten? Schmeckt ihnen der " Todespilz" besonders gut?

    " Durch die weiten, glühenden Ebenen ziehen sie dahin: gewaltige Herden, kaum weniger zahlreich als die Halme jener Gräser, die sie nähren. Zwei Dinge treiben sie voran: Trockenheit und mächtige Feinde, die nur darauf warten, ihren Hunger mit Fleisch zu tilgen. Keine Art außer einer hat hier ihre Heimat: die Morlochs, die Herrscher der Weite zwischen Erde und Himmel."
    Aus " Führer durch die Welt", von Lisari Biadaom, erschienen 1118 n.M.K.

  • Yeah, Viecher, die aus dem Nichts kommen und kranke Leute verspeisen! :klatsch: Richtig schön gruselig und gut beschrieben! Deine Welt ist noch finsterer als ich bisher dachte, was mir sehr gefällt. Bitte um mehr solcher Wesen!


    Sind das eigentlich irgend so eine Art Totengeister? Schließlich erinnern sie mich auf eine morbide Art doch irgendwie an Menschen.

  • Die Unpuki gefallen mir. In einer Welt, in der derartige Geistwesen existieren sehr glaubhaft, dass die Nische mit erkranktem Nahrungsangebot aufzuräumen, ausgefüllt wird. Machen ja viele biologische Jäger auch.


    Sind die Unpuki komplett auf Menschen (oder Äquivalent) spezialisiert?


    Wie ist das mit den Türen, wenn ich in freier Natur übernachte, bin ich sicher, wird irgendwo ein provisorisches Feldlazaret errichtet, kann es plötzlich unpuken? Reicht zur not auch eine natürliche "Pforte", wie ein Schluchtbeginn, zwei symetrisch stehende Bäume mit Wildwechsel dazwischen, o.Ä.?
    Können die Unpuki nur in den Innenraum, oder auch nach draussen?

  • Echt geniale Idee! Schön Düster...


    Wenn ich es richtig verstanden habe (und mit dem Märchen im anderen Thread vergleiche) nutzt ein Unpuku (is das der Singular?) eine Türschwelle um aus seiner Heimat in die Menschenwelt zu reisen. Wie funktioniert das?


    Was ist bis zum neuen Ausbruch der Seuche mit den Unpuki gewesen? Soll heißen: ernähren sich die Unpuki nur von krankem Fleisch und wenn nichts da ist verhungern sie, oder haben sie noch eine andere Nahrungsquelle und das Fleisch ist für sie nur eine Delikatesse.


    Es kann also passieren dass jemand krank ist, einschläft und gesund, aber mit einem Bein weniger aufwacht? Oder erwischt es nur Kranke, die sowieso sterben?

    Selbst wenn man sagt dass man außerhalb von Schubladen denkt, bestimmen immer noch die Schubladen das Denken. Erst wenn man sich bewusst ist dass die Schublade selbst nicht existiert kann man wirklich Neues erfinden


    INDEX DER THREADS ZU LHANND

  • Nette Idee , hat was für sich.
    In meiner Welt gibt es auch soetwas in der Art , um "Fahigkeiten" zu erlernen muss man bei mir in so eine Welt erfodert aber viel Konzentration für den Charakter um in diese Welt einzutauchen , es eht auch anders rum das manche dieser Wesen dort auch rauskommen und Unheil verbreiten^^.
    Wie gesagt deine Idee gefällt mir , da sie mich an meine Welt errinnert :P

  • Gruselige Viechers.


    Gleiche Frage: Man studiert ihr Verhalten und stellt fest, dass Einsperren ungut ist. Warum macht man sie nicht einfach (oder uneinfach) tot?


    Das Bild finde ich sehr gelungen. Der knöcherne Charakter und die "Ähnlichkeit" mit Menschen kommt gut raus. Gratulationismus zu solchen Zeichenskills.


    Warum haben die 6 Finger aber nur 5 Zehen?
    "Vermehren" sich diese ekligen Viecher? :o :-X :kotz: *alptraum krieg*

    Weil Inspiration von oben kommt und Arbeit von unten.
    -Elk (20.10.18, 23:02)



    Plan. Act. Reflect. Repeat 'til finish.

  • Herrlich! ;D Macht echt Spaß die Beschreibung zu lesen und die Viecher sind auch kewl, aber ein paar Ungereimtheiten gibts ja leider noch.
    Mich würde besonders das Thema Kinderschreie interessieren. Wenn diese Biester sterben können, tötet dann ein besonders heftiger, schriller Mädchenkreischer so ein Viech?


    Das Bild schlägt dem Viech allerdings den Boden aus, wunderbar anzusehen, gefällt mir sehr, auch das Gebrechliche an dem Unpuki kommt sehr gut rüber, bitte weiter so.

    Projekt: Mythowelt
    Schritt 1: Wir setzen "x" Stämme in verschiedenen Umgebungen aus, schauen alle generation mal vorbei und sehen nach, ob sie sich noch in menschlichen Bahnen bewegen. Unter Einbeziehung der neokonservativen Lehre.

  • Das hört sich so nach Anderswelt an. Können Schamanen in diese Welt reisen um mit ihren Krafttieren zu reden und so vielleicht etwas über die Unpuki zu erfahren? Wurde so etwas schon mal probiert? Oder sind es vielleicht entartete Schutzgeister?
    Interessante Sache diese Wesen aus der Fadenwelt. Finde ich sehr gut.

  • Mir gefällt es auch sehr gut, besonders die Zeichnung. :thumbup:


    Vermehren die sich, wenn grade viel "Nahrung" vorhanden ist?
    Dann müsste es nach einer Seuche von denen nur so wimmeln.
    Vermehren die sich überhaupt? Sind sie überhaupt sterblich?


    Sie machen deine Welt auf jeden fall schön düster :D

    Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist. Es wär nur deine Schuld wenn sie so bleibt (Die Ärzte)

  • Sehr schön.
    Ich muss echt sagen, die Zeichnung rundet die Beschreibung wirklich ab, sehr passend. Tiefes Lob...


    Aber irgendwie kam ich durcheinander: Dieses astrale Monster soll ja aus einer Dimension zwischen dem Arkanum und der physischen Welt sein, aber später wird nur noch erwähnt, das es aus dem Arkanum kommt. Oder habe ich vielleicht den Einleitungssatz missverstanden?


    Gruß,
    Julianne

  • Unpuki sind nicht unsterblich und es wurden sicherlich auch schon viele von ihnen getötet (da kommt mir doch grad die Idee von Unpuki-Schrumpfköpfen :D).


    Zu den Studien:
    Normale Leute versuchen natürlich nicht einen Unpuki gefangen zu nehmen oder ihnen beim Essen zuzuschauen. Doch kommt in Rorêaz immer mehr der Forschergeist auf, bei dem alles mölgiche analysiert und siziert wird.
    So ist man natürlich auch neugierig auf diese Wesen, ihren Intellekt, Kultur und auch Verwendbarkeit (Militär, Medizin, Alchemie, etc.)
    Über Intelligenz und Kultur konnte natürlich nicht viel herausgefunden werden, die sie ja durchdrehen in Gefangenschaft.


    Allgemein:
    Für die Unpuki ist die Menschenwelt nur etwas unbedeutendes, aus der man sich einpaar Naschereien holen kann. Sie sind nicht auf die Menschen angewiesen und finden in ihrer eigenen genügend Nahrung etc. Auch große Seuchen beeinflußen nicht ihre Population, es kommen dann nur mehr Upuki zum Fressen als gewöhnlich.


    Auch sind sie keine Totengeister. Warum sie den Menschen ähnlich sehen (oder nur 5 Zehen haben.... %-) ) weiß ich leider nicht.



    Zu den Türschwellen:
    Was die Unpuki benötigen ist das Sinnbild eines Eingangs. Es muss einfach jemand eine bestimmte Stelle als Eingang definieren, dann können die Unpuki hineintreten. Auch Tiere besitzen soetwas, Höhlen eingeänge zum Beispiel oder vielleicht auch tatsächlich zwei große Eichen, ist zwar unwahrscheinlich, doch man weiß ja nie.
    Ob da nun viele Tiere durchwandern oder nicht ist völlig belanglos.


    Zu den Schreien:
    Gesunde Unpuki können auch von dem schrillsten Mädchenschrei nicht sterben, doch ein gesundheitlich schwacher Unpuki kann durchaus in Ohnmacht fallen. Vielleicht auch ein Herzinfakt? Denkbar wäre es, wenn sie sowetwas hätten....


    @Proteus:
    Nein, das Arkanum kann nicht bereist werden, nicht mal durch eine Geistreise. Trotzdem gibt es auch einige Wesen, mit denen durchaus normal kommuniziert werden kann, die meisten erzählen jedoch ungern etwas über das Arkanum und so ist kaum etwas darüber bekannt. Es ist, als ob es den Arkaischen Wesen verboten wäre, etwas von ihrer eigenen Welt preiszugeben. Es kann sein, dass ein Dämon dir gerne etwas über ein magisches Ritual erzählt oder irgendwelche Ingredenzien, Medikamente, etc. erzählt, als dass er dir verrät, welche Farbe der Himmel im Arkanum hat.


    Quote

    Aber irgendwie kam ich durcheinander: Dieses astrale Monster soll ja aus einer Dimension zwischen dem Arkanum und der physischen Welt sein, aber später wird nur noch erwähnt, dass es aus dem Arkanum kommt. Oder habe ich vielleicht den Einleitungssatz missverstanden?


    jap, ist wohl missverstanden.
    Der Unpuki lebt im Arkanum, reist durch die Fadenwelt hindurch um in die Menschenwelt zu gelangen

  • Gefallen mir richtig gut diese Unpuki, die Zeichnung ist richtig Genial
    und gut durchdacht sind sie auch...aber eine frage hab ich ;D


    Du sagtest ja, die Unpuki sind nicht Untersterblich, und es wurden schon welche von ihnen getötet...
    Warum haben die in Rorêaz nicht schon voher so ein totes vieh untersucht oder siziert?


    *hust* Sorry wenn die frage etwas blöd ist, mich interessierts aber. ;D

  • Wenn sie Türschwellen benötigen, ist man also quasi im Freien sicher vor ihnen? (Beispiele: Sandstrand, Wiesenebene, Wüste, usw) Weil irgendwie würde sich ja das Opfer nicht wirklich einen Eingang definieren können.

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