[Rath] Enardische Volksstämme

Liebe Bastler, die Weltenbastler-Olympiade hat begonnen, das WBO-Tool ist vorbereitet. Bitte meldet euch schnell an. Viel Spaß dabei!
  • Dies ist kein Weltvorstellungsthread!
    Tatsächlich bin ich noch einige Meilen Fußweg und abertausende Kreuzungen davon entfernt, aus Rath eine wirkliche große Welt in den Dimensionen der meisten hier zu geben. Dennoch: In meinem Kopf schwirren haufenweise Konzepte und Ideen zu Rath herum die ich bisher nur noch nicht geschafft habe, schriftlich zu erfassen. Mein Reißbrett ist derzeit auch mit einer Fülle von Textdateien gefüllt, alle mit stichwörtlichem Inhalt zu Rath.


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    Trotzdem möchte ich Euch einen kleinen Einblick in die Welt von Rath geben. Angefangen mit dem Volk der Julayn - der größten ethnischen Gruppe in der Allianz von Candara.


    Die Julayn
    Aufzeichnungen des Reisenden Lend del'Amanesca

    Dokument der heiligen Bibliothek zu Cathelinya


    (ein riesiger, verwaschender Stempelaufdruck ist direkt darunter aufzufinden. Du versuchst zwar den Aufdruck zu entziffern, aber er ist so verzerrt, das du nichts erkennen kannst)


    Die Variationen der enardischen Spaltungen sind gewaltig. Die Weisen von Lordarion sprechen von zirka sieben Abspaltungen, doch ich wage zu glauben, das es noch weitaus mehr gibt. Denn wir wissen nur wenig über unsere Welt. Ich lebte schon lange genug im Hafen von Hydaeron und es gab keinen Monat, an dem nicht von neuen Landen und fremdlichen Wesen fernab der bekannten Welt gesprochen wurde.


    Ich schweife ab.
    Während meiner Reise durch das Königreich Julaynn habe ich mir die Zeit genommen, einige Aufzeichnungen über den dort beheimateten Stamm zu machen. Ich möchte hierbei noch erwähnen, das diese Schrift zu keiner Zeit als komplett angesehen werden darf.


    Die Julayn sind ein bemerkenswerter Stamm und den Enard am ähnlichsten. Ihre körperliche Kraft ist gewaltig, ihre Geschicklichkeit intelligent und deren Erscheinung imponierend. Ich habe sie gegen die thlyssanischen Legionen kämpfen sehen, welche die Kampfstärke meines Volkes weit in den Schatten stellen dürfte.


    Dennoch: Es ist mir ein Rätsel, wie dieses Volk all die Jahrhunderte überstehen konnte. Denn ihre überragenden Eigenschaften verschwinden im Nichts, angesichts der Tatsache, das in ihren Kreisen fast keine männlichen Nachkommen geboren werden. Erschwerend hinzu kommt, das die Lebenserwartung eines julaynischen Durchschnittsmannes 17 Jahre ist.


    Alle Lebensbereiche der Julayn sind von Frauen dominiert. Während in den meisten Ländern, die ich bereisen durfte, stets die Frau das Haus hütete und der Mann sich den handwerklichen, militärischen oder politischen Arbeiten widmete, scheint sich hier deren Spiegel zu finden.


    Ich begegnete nur sehr wenigen Männern auf meiner Reise durch das Königreich Julaynn. Viele waren nur Händler aus den Nachbarreichen, Sklaven oder Söldner. Aber einige interessante Unterhaltungen ließen darauf schließen, das sich die Eigenart der Julayn offenbar auch auf gemischte Paare verschiedener Rassen dominant übertrug. Das lässt den Schluss zu, das familiäre Beziehungen wie in Vangard - nur mit Ausserstämmischen in diesem Fall - durchaus nicht unüblich sind. Dennoch gibt es traditionell keine wirklichen Familien in der Gesellschaft der Julayn. Soweit ich weiß. Weitere Thesen dazu aufzustellen in dieser Sache wäre zu weit hergeholt, daher werde ich sie nicht niederschreiben und ein anderes Mal nachgehen.


    Die Julayn sind jedoch sehr stolz auf ihre Eigenart und sehen sich daher als die direkten Kinder der Lichtgöttin, der schon immer nachgesagt wurde, sie sei in sich selbst verliebt gewesen.


    Was mir noch aufgefallen ist: Die julaynische Sprache ähnelt sehr stark meiner Muttersprache, dem Vanardischen. Doch in ihr ist ein sanfterer, melodischerer Klang zu vernehmen, welche automatisch zu einem langsamen und bedachterem Sprechen einlädt. Ist das womöglich der Grund, warum die Einführung der Gemeinsprache hier so gut geklappt hat? Nahezu jede Person die ich ansprach, konnte sie fließend. Wenn ich da auf mein Heimatland zurückschaue, ein gewaltiger Unterschied.


    (ab hier endet das Dokument abrupt)

  • Das ist in der Tat kein Vorstellungsthread. Denn in dem Text ist ja bemerkenswert wenig Info versteckt :lol:
    :fluecht:
    Lieferst du noch eine objektive Erklärung des Allwissenden Bastlers hinzu, damit man damit auch was anfangen kann?

  • Hehe, genau das habe ich grad auch gedacht und war sogar in dem Gedanken versunken, den Beitrag doch lieber nochmal zu entfernen und in der nächsten Woche überarbeitet einzusenden...


    Glaube ich lösch es nochmal =)

  • Quote

    Original von Merlin
    Wie spricht man Julayn aus? Haben Vanardische Sprachen etwas mit Vangard zu tun? Ist das ein Patzer oder eine (absichtliche?) Namensähnlichkeit?


    Wer hat den Text geschrieben?
    Und MEHR wäre in jedem Fall nicht verkehrt. ;D


    Ich wollte eigentlich Euch nicht so direkt überladen im Infos, deshalb ging ich etwas zaghafter heran. Aber offensichtlich darf man offensiver sein =P


    @Merlin
    Julayn wird einfacherweise Julainn ausgesprochen. Selbst andere Schreibweisen ändern die Aussprache nicht.


    Vanardisch ist das Adjektiv von Vanard. Eines der drei menschlichen Völker auf Candara. Vangard ist hier der Name ihres (Primär-)königreiches. Es ist eine gekürzte Schreibweise dieses vanardischen Satzes: Ar'Vanard su-gard (Deutsch: Den Vanard zum Schutze).


    Wer das geschrieben hat? Mal ausnahmsweise ein unbedeutender Gelehrter aus Vangard.


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    Die Herkunft der enardischen Stämme
    Die menschlichen Völker Candaras (Cardalir, Julayn [Gwynn] und Vanard) entsprangen genau nur einem Stamm: Den Enard. In der Mythologie sind die Enard die direkten Nachfahren der Beziehung zwischen der Lichtherrin Ardania und dem Schattenfürsten Vargoth (Details zu dem Punkt ein andermal).


    Die Enard waren grob gesehen ein nomadisches Volk, lebend zu einer Zeit, als alle Kontinente von Rath noch ein einziger waren: Durch Eis verbunden. Die Ära wird in der Mythologie 'Die Zeit der Gottlosigkeit' benannt (mehr dazu ein andermal). Die Kontinente waren zu den Jahrhunderten zum größten Teil unbewohnbar. Nur vereinzelt gab es einige 'Oasen' - doch diese waren so klein, dass die Enard sich niemals sesshaft machen wollten. Denn die natürlichen Ressourcen waren stark begrenzt, weshalb man sich immer für eine Weiterreise entschied, sobald sie nahezu aufgebraucht waren.


    Eine kleine Gruppe von Enard jedoch, wollte dem Ruf des Rudels nicht folgen und blieb sehr zum Verdruss der Gemeinschaft in der Oase, welche später einmal für eine Zeitlang die größte Stadt auf Rath sein sollte: Grand Julanna. Die Julayn waren geboren.


    Die Vanard jedoch entstanden ganz anders. Viele Jahrzehnte nachdem die Julayn aus der Gemeinschaft entsprungen waren, bahnte sich ein Streit zwischen den dominanten Söhnen Eldr und Van an. Nachdem ihr Vater - der Anführer - bei einem Schneesturm verloren ging, zwang die Tradition die beiden Söhne dazu, um sein Vermächtnis zu kämpfen. Doch tatsächlich waren die Enard zwiegespalten. Der Großteil glaubte an die Dominanz des Eldr, doch ein nicht zu unterschätzender (aber dennoch kleinerer Teil) an die des Van.
    Und so kam es letztlich, das sich bei Differenzen um den weiteren Weg, letztlich ganz diese trennten. Van nahm seine loyalen Anhänger mit und verließ die Enard am selben Tage.
    Die Nachkommen dieser Gruppe nennen sich seitdem in Gedenken an ihn Vanard.


    Die Cardalir entsprangen von den Enard wie es bei den Julayn geschah, jedoch sehr viele hundert Jahre später erst, so gegen Ende der gottlosen Zeit, wodurch bei den Cardalir am meisten enardische Eigenschaften in Bezug zu Technik, Gesellschaft und Körperbau bestehen geblieben sind.


    Was mit dem Rest der Enard geschah, ist (mir) noch ungewiss. Womöglich bildeten sie die Basis für Thlyssaria und Valmar.


    -


    Danke übrigens für Eure Kritiken =)

  • Dein Nick lautet Julianne, in deiner Signatur steht Julian, ist Julayn eine weitere namentliche Facette von dir?



    @Merlin: Spielst du etwa ganz unschuldig auf Vengard an? Wenn Julianne G3 nicht kennt, dürfte es keine Absicht sein. :)


    Wie lange ist die gottlose Zeit her?
    Haben die Julayn und die Vanard einen Entwicklungsvorsprung gegenüber der dritten Gruppe?


    Wie konnten die Julayn in ihrer Oase überleben, wenn die Ressourcen so knapp waren? Hat sich das Klima verändert oder hatten sie tolle Ideen zur nachhaltigen Nutzung?

    Weil Inspiration von oben kommt und Arbeit von unten.
    -Elk (20.10.18, 23:02)



    Plan. Act. Reflect. Repeat 'til finish.

  • Quote

    Original von Drachenreiter
    Dein Nick lautet Julianne, in deiner Signatur steht Julian, ist Julayn eine weitere namentliche Facette von dir?

    Prinzipiell ist das einfacher <hust>
    Julian ist mein Name, Julayn kam zufällig - weil ich nach einem Namen für ein eher weiblich geprägtes Volk gesucht hatte.


    Aber generell versuche ich, dass bei drei markanten Punkten (Rasse, Reich, Hauptstadt) die Namen sehr ähnlich klingen. Jede dieser Rassen ist im Grunde sehr stolz auf sich selbst und drückt das vor allem in der Namensgebung stark aus. Daher ist das ein eher ungewollter Nebeneffekt. =P


    Quote

    [...]@Merlin: Spielst du etwa ganz unschuldig auf Vengard an? Wenn Julianne G3 nicht kennt, dürfte es keine Absicht sein. :)[...]


    Also G3 sagt mir jetzt so auf Anhieb gar nichts.


    Quote

    Wie lange ist die gottlose Zeit her?


    Die Gottlose Zeit ist zirka 1700 Jahre her.


    Quote

    Haben die Julayn und die Vanard einen Entwicklungsvorsprung gegenüber der dritten Gruppe?

    Teils teils.
    Die Julayn entdeckten dadurch bereits sehr früh die Vorteile von Ackerbau und Domestizierung, welche zwangsweise mitunter nötig war, um in der Oase überleben zu können. Zudem unterscheidet sich deren Architektur in besonderem Maße von denen der anderen Völker: Ihre Städte sind zu einem nicht unbedeutenden Teil unterirdisch aufgebaut, ein Überbleibsel des Höhlenbaus zum Schutze gegen Kälte, denn die Julayn bauten ihre Siedlungen um die Oase aus, weil jeglicher Platz dort kostbar war.


    Die Vanard jedoch wanderten viele Jahre noch wie die Enard in den Eiswüsten umher und kannten lange noch nach dem Ende der gottlosen Zeit nur den Pfad des Jägers und Sammlers, ehe die ersten Gwynn und Julayn deren Siedlung entdeckten und ein wenig Kultivierung in die primitive Gesellschaft brachten. (Der gwynnsche Einfluss war Anfangs besonders stark. Doch nachdem Gwynn fiel, sorgte Lordanor für die Entwicklung einer vanardischen Zivilisation)


    Quote

    [...]Wie konnten die Julayn in ihrer Oase überleben, wenn die Ressourcen so knapp waren?[...]

    Sie entdeckten verschiedene Wege, Ungenießbares essbar zu machen. Während die Enard traditionsbewusst auf Nahrungssuche gingen (unter anderem auch aus Schutzgründen), erweiterten die Zurückgebliebenen ihre Nahrungsquellen. Sie schafften es, Ungenießbares in essbar zu machen, begannen zu lagern und versuchten die Reifezyklen der Pflanzen zu verstehen.
    Sie standen unter großem Druck, denn die bekannten Ressourcen waren zu ihrer Zeit nicht ganz aufgebraucht, aber knapp.


    Quote

    Hat sich das Klima verändert oder hatten sie tolle Ideen zur nachhaltigen Nutzung?

    Nach der gottlosen Zeit, als sich Ardania und Vargoth voneinander abwendeten, begann sich das Eis zurückzuziehen. Es war der Beginn des Erwachens, an dem Rath aus seinem Schlummer erwachte, den Ardania und Vargoth über die Welt brachten. Dies zog eine weltweite Klimaerwärmung mit sich und damit den Startschuss für die julaynischen Großreiche.

  • Was macht die Gottlose Zeit aus? Keine Götter oder kein Glaube an sie?


    G3 dürfte Gothic III sein. Und dort gibt es neben einer Stadt namens Vengard ein Wüstenland, dass als Varant bekannt ist. Aber daran hatte ich nicht gedacht. Meine Frage bezog sich wirklich darauf, ob vangard und vanardisch absichtlich ähnlich klingen (und sie wurde beantwortet).
    Trotzdem klingen viele Namen auf deiner Welt sehr vertraut, fast schon ein bisschen zu sehr. Aber ich darf mich nicht beschweren, ich habe einen Kontinent, der Atlantis heißt. ...:fluecht:


    Nebenbei bemerkt lesen sich die Beschreibungen sehr gut. Ausnahmslos.


    Nur wieso gibt es lediglich drei menschliche Völker? Immerhin heißen sie nicht "Barbaren, Nordländer, Mittelländer, Südländer, Meervolk, Nomaden", trotzdem ist drei nicht viel. Planst du mehr Völker oder gibt es eine Erklärung für die geringere Zahl der menschlichen Kulturen?

  • Quote

    Was macht die Gottlose Zeit aus? Keine Götter oder kein Glaube an sie?[...]

    In der 'gottlosen Zeit' gab es zwar schon Götter, doch in der Mythologie wird sie so genannt, weil zum einen die Götter zu der Zeit am weitesten von Rath entfernt waren und so keine Wärme schenken konnten, aber auch, weil der Großteil der Bevölkerung zu dieser Zeit nicht der Existenz von Göttern bewusst war, ergo glaubte kaum jemand an sie. Einzig und allein die Assyren pflegten ihren Glauben an Thar, dem Gott der Magie.


    Quote

    [...]Trotzdem klingen viele Namen auf deiner Welt sehr vertraut, fast schon ein bisschen zu sehr.[...]

    Das ist zum Beispiel ein Punkt, der mir erst später beim Googlen meiner Namen aufgefallen ist. Das mache ich immer mal so, damit man Verwechslungen ausschließen kann. ^^


    Quote

    [...]Nebenbei bemerkt lesen sich die Beschreibungen sehr gut. Ausnahmslos.[...]

    Echt? Danke dir =)
    Ich benutze eindeutig zuviel Matrixsätze <hust>. Das macht es manchmal für einen Leser womöglich schwierig die Sätze zu lesen.


    Quote

    Nur wieso gibt es lediglich drei menschliche Völker? Immerhin heißen sie nicht "Barbaren, Nordländer, Mittelländer, Südländer, Meervolk, Nomaden", trotzdem ist drei nicht viel. Planst du mehr Völker oder gibt es eine Erklärung für die geringere Zahl der menschlichen Kulturen?

    Es gibt durchaus noch andere Kulturen, allerdings sind sie noch nicht ganz ausgearbeitet, daher war ich spärlich mit der Erwähnung. Nebst den 3 hier erklärten (Cardalir, Julayn, Vanard) gibt es noch die assyrischen Rassen (Thalassyr, Shalassyr), welche magisch besonders begabt sind, sich aber anatomisch vom Menschen kaum unterscheiden.
    Diese Völker sind in der bekannten Welt vertreten und an denen arbeite ich hauptsächlich.


    Unbekannt sind noch die elfischen Rassen auf dem Kontinent Ißildiar und Arngaroth, zu denen bisher nur sehr wenige Seefahrer aus Thlyssaria Kontakt hatten. Auf dem Eiskontinent Hardogath finden wir da noch ein unterirdisch lebendes Volk, dessen Reich auf den Namen Rhethennu hört.

  • Quote

    Original von Julianne
    Das ist zum Beispiel ein Punkt, der mir erst später beim Googlen meiner Namen aufgefallen ist. Das mache ich immer mal so, damit man Verwechslungen ausschließen kann. ^^


    Der Begriff "assyrisch" ist dir wirklich erst beim Googeln über den Weg gelaufen? Echt jetzt? :hmm:


    Quote

    Sie entdeckten verschiedene Wege, Ungenießbares essbar zu machen. Während die Enard traditionsbewusst auf Nahrungssuche gingen (unter anderem auch aus Schutzgründen), erweiterten die Zurückgebliebenen ihre Nahrungsquellen.


    Jetzt wirds interessant. Hat dir schon ein Vanard verraten, wie das damals konkret gemacht wurde?

  • Quote

    Original von Jerron


    Der Begriff "assyrisch" ist dir wirklich erst beim Googeln über den Weg gelaufen? Echt jetzt? :hmm: [...]


    Nein, das nicht - Ausnahmen bestätigen doch die Regel. =)
    Was die 'assyr'-Endung angeht, habe ich mal in einem anderen Thread hier erwähnt. Ich mochte sie sehr gerne und habe sie daher quasi ausgeliehen. Ja, die Assyrer waren ein Volk, welches in heutigen Irak angesiedelt war.


    Quote

    [...]


    Jetzt wirds interessant. Hat dir schon ein Vanard verraten, wie das damals konkret gemacht wurde?[...]

    Bisher nicht, weil die Vanard solch einen Weg nicht beschraten. Zurückgebliebende bezieht sich in diesem Satz eigentlich auf die Julayn.
    Die Vanard jedoch blieben den alten Versorgungspraktiken der Enard lange treu, obwohl sie sich schon in primitiver Weise niedergelassen hatten, als das Eis verschwunden und das Leben zurückgekehrt war. Erst als die gwynnschen Kundschafter die Vanard erreichten, kam im Nachhinein ein gewaltiger Schub durch Gelehrte.


    Falls du jedoch eigentlich die Julayn meinst: Sie erweiterten einfach ihren Horizont. Während die Enard sich auf gebratenes Fleisch und bekannten Früchten reduzierten (sofern vorhanden war auch etwas Kräuterwerk um Fleisch zu würzen), versuchten sich die Julayn auch an Insekten, Pilzen und Pflanzwerk - das galt für die Enard damals als ungenießbar. Dabei versuchte man sich vieler Praktiken: Erhitzen, Dünsten und Vermischung mit Kräutern.

  • Königreich Vangard
    Vangard gehört zu den kleinsten menschlichen Königreichen auf Candara, doch deren Künste haben bei weitem die gesamte Allianz geprägt.


    Der Name stammt aus einer Zusammensetzung des Wortes Vanard (welches die Bezeichnung des eigenen Volkes ist) und Gard (was im vanardischen soviel wie Schutz bedeutet). Richtigerweise lautet der Name des Königreiches In Vanard del'Gard (Deutsch: 'Den Vanard zum Schutze')


    Geografie
    Direkt im Norden grenzt es an das Hellmsvargebirge, das aufgrund seiner unwegsamen Berge eine optimal-natürliche Barriere darstellt. Östlich grenzt Vangard in die Lande von Gwynn hinein, dessen Grenze bisher noch nicht komplett festgelegt wurde. Von Südosten bis zum Nordwesten erstreckt sich eine weite Küstenlandschaft. Nordwestlich grenzt der Tiflynnfluss Vangard vom Nachbarreich Julaynn ab.


    Die Lande von Vangard sind recht vielseitig. In den Vorgebirgen erstrecken sich weite grasbegrünte Hügel, welche meist zur Viehweidung genutzt werden und auch sehr spärlich besiedelt sind. An den Küsten jedoch befinden sich weite Wälder, die nicht einmal vollständig erkundet sind. Die restlichen Lande sind eine gesunde Mischung aus grasigen Ebenen und kleineren Laubmischwäldern. Die vangardische Seite des Hellmsvargebirges gilt zwar als ressourcenreich, aber das sehr harte Granitgestein bietet keinerlei Kultivierungsmöglichkeit.


    Klima
    Das Klima kann als gemäßgt angesehen werden. Durchschnittlich sind die Sommer in Vangard recht angenehm (so um die 22-27 Grad), doch im Winter kann es durchaus stark kalt werden bei Tiefstwerten bis zu 10 Grad minus in den Vorgebirgen des Hellmsvar.


    Die Provinzen von Vangard
    Vangard teilt sich in vier große Provinzen und den königlichen Landen rund um Grand Vandiar ein, jede mit ihrer eigenen Geschichte und Eigenarten. Diese Provinzen verwalten sich weitesgehend selbstständig, allerdings unter den wachsamen Blicken des königlichen Rates.


    • Königlich Vangard (+ Insel Yaren)
    • Provinz Cathlynn
    • Provinz Gwynneth (Westerlande)
    • Provinz Julisfal
    • Provinz Terenisfal (Schönlande)


    Gesellschaft
    Der Grundpfeiler der vangardschen Gesellschaft stellt die eigene Familie dar - oftmals zu mehreren in Häusern organisiert. Diese Gruppierungen erwählen intern meist einen Hausherren (auch Hausherrinnen sind möglich) als Führungsmitglied, welches im allgemeinen die Interessen des Hauses leitet. Da pro Haus nur ein Vertreter in den lokalen Stadtrat eintreten darf, finden sich meist Familien in den Häusern zusammen, die ungefähr die gleichen Interessen und Ideologien besitzen. Jedes Hausmitglied darf beim Hausherren vorsprechen, dennoch bleibt die letztliche Entscheidungsgewalt intern bei ihm.


    Regierung
    Vangard wird de facto von einem König regiert. Er gilt zugleich als General der heimischen Streitkräfte, sofern er keinen explizit dafür ernannt hat. Obwohl der König die mächtigste Stufe in der Machthierarchie Vangards darstellt, so sind seine Taten sehr stark an die Order gebunden, ebenso wie von den Entscheidungen des Rates von Vangard eingeschränkt. Sollte der derzeitige König versterben oder nicht mehr in die Rolle passen, wird vom Rat ein Neuer erwählt.


    Die größte Macht manifestiert sich im Rat von Vangard, an dem über Entscheidungen beraten und demokratisch entschieden wird. Regelmäßige Treffen abhaltend, ist dieser Rat eine Zusammenstellung aus dem König, einen etwaiigen General, einem Vertreter jeder Provinz, sowie (wenn erforderlich) einem Diplomaten von den Allianzpartnern. Zusätzlich ist es jedem Ratsmitglied erlaubt, einen Berater mitzubringen, dieser jedoch keinerlei Sprachrecht im Rat genießt - Verstöße gegen diese Regel werden meist mit lebenslangem Ausschluß vom Rat bestraft.


    In Vangards Politik ist das Geschlechterverhältnis relativ ausgeglichen, obwohl der Frauenanteil faktisch größer ist. Die meisten Häuser erwählen Frauen in die Politik, da ihnen eine größere seelische Besonnenheit nachgesagt wird, als sie bei Männern volksmundig gilt. Die häuslichen Arbeiten und Berufe sind dabei eher von Männern dominiert, wobei man auch hier sagen muss, dass sich die Waagschale in dem Fall relativ horizontal verhält.


    Sklaverei ist in Vangard nicht sehr verbreitet und war es auch niemals. Nur die wenigsten Häuser unterhalten Sklaven, welche meist Kriegsgefangene durch Festnahmen thlyssanischer Eindringlinge sind. Sklaven ist es verboten Beziehungen mit Anderen einzugehen, weshalb der Großteil derer ohne Nachkommen bis zum Lebensende verweilt. Illegale Nachkommen werden des Öfteren im eigenen Hause aufgenommen und von den Ketten der Sklaverei befreit. Ab dem 16. Lebensjahr dürfen sie das Haus als freie, ungebundene Menschen verlassen.


    Ethnische Herkunft
    Den Großteil der Bewohner stellen die Vanard dar, obwohl diese Bezeichnung irreführend ist. Denn tatsächlich kann man sagen, das nur ein Bruchteil der von ihnen reinrassig ist, der Rest ist nämlich eher eine Zwischenklasse gemischt über Generationen aus Julayn (Gwynn) und Vanard (im Volksmund auch bekannt unter den Namen Van'layn). Zweitgrößte Gruppe bilden die Julayn, dessen Großteil die Vorgebirge von Julisfal und Cathlynn vorziehen. Die Cardalir sind fast nicht im Reich anzutreffen.


    Sprachen
    Überwiegend wird in fast allen Provinzen Vanardisch gesprochen, was dem Julaynischen sehr ähnlich ist. Julaynisch dagegen wird vor allem in Cathlynn und Julisfal gesprochen.


    Religion
    Der Glaube an Ardenia (das Licht) ist sehr verbreitet in Vangard, welches das Reich seit Gründung geprägt hat. Trotz dessen frönt ein Großteil der Bevölkerung seinen Glauben auch an einen oder mehrere Götter neben ihr. Populär nebst Ardania ist noch der Schattenfürst Vargoth in Gwynneth, der bei den Gwynn als Kriegsgott galt.


    Bildung

    Quote

    Wissen ist Macht, ihr Kinder von Ardania. Nur ein gelehrtes und vereintes Candara wird die Herausforderungen der Zukunft meistern können.

    Julianne, Feldherrin der Vanard


    Ein Leitsatz, welcher in der Order schriftlich festgelegt wurde. Und genau aus diesem Grunde finden sich im ganzen Lande verteilt Lehrakademien, die gegen Gebühren Schreib- und Lesefähigkeit, sowie Mathematik und Gesellschaftliches lehren. Es ist möglich, auch ohne jegliche Zahlung die Lehrstunden der Akademien zu nutzen, sofern man sich nach der Lehre für einige Jahre der vangardischen Armee verpflichtet.


    Der allgemeine Bildungslevel ist relativ hoch, und die Anzahl der Analphabeten reduziert sich auf einen Bruchteil der Bevölkerung. Meist diejenigen, welche einen handwerklichen Beruf nach Vorbild ihrer Eltern nachgehen wollen.


    Berufliches Wissen wird generell innerhalb der Familie von Generation zu Generation gelehrt. Lehrlinge werden meist nur größeren Werkstätten in den Städten aufgenommen oder wenn der jüngere Spross der Familie nicht in die Fußstapfen der Familie treten möchte.


    Recht und Ordnung
    Das Gesetz von Vangard setzt sich zusammen aus Tradition, den Tugenden Ardanias und den Überlieferungen von Julianne - festgeschrieben in dem Buch, das als 'Die Order' bekannt ist.
    Theoretisch gesehen ist der König die gesetzgebende Kraft, doch ist seine Macht limitiert durch die Präsenz und Einflüssen des ardanischen Glaubens. Die lokalen Präfekturen setzen das Recht durch, unterstützend von den Ardaniapriestern, welche auch oftmals als Richter fungieren. Die Priesterschaft hat dabei strenge Regeln, was die Richtfähigkeit von Ardania angeht, Prophezeihungen bei Unklarheiten können auftreten. Dies geschieht jedoch nur bei sehr schweren Fällen, wie Ketzerei und Hochverrat, aber auch Chaosnutzung gehört dazu - eben halt diese Situationen, welche die direkte Aufmerksamkeit des Lichtes benötigen würde.


    Jeder Grundbesitzer in Vangard hat das Recht vor dem Stadtrat vorzusprechen und erhöhrt zu werden. Dieser Stadtrat, bestehend aus den Hausanführern oder deren erwählten Vertretern, wählt die Präfekten (Stadthalter) und letztlich in Zusammenarbeit mit den anderen Räten im Provinzrat regelmäßig den Senator aus, welcher die eigene Provinz im Rat von Vangard repräsentieren darf und direkt den König dort wählen kann. Ein neuer König wird nur vom Rat ausgewählt, wenn der letzte Monarch ohne Erben verstirbt oder der Rat einstimming beschließt, das der jetzige König nicht weiter würdig ist, das Amt weiterzuführen. Letztliches geschieht jedoch nur recht selten. Im Falle des Ablebens des Königs wird allgemein das älteste Familienmitglied als neuer Anführer auserkoren.


    Militär
    Vangard unterhält diverse Garnisonen von ausgebildeten Truppen im ganzen Land, bereit auf Befehl des Königs loszumarschieren. Nebst den nationalen Streitkräften, existieren da noch die Präfektlegionen, welche als Stadtwachen und Land-/Grenzpatroullien für Sicherheit im Lande sorgen. In den nördlichen Hügeln, wo die Präsenz von Militär eher spärlich gesäht ist, unterhalten die Häuser kleinere Privatgarden zur eigenen Absicherung.


    Standardausrüstung der vangardschen Armee sind Schwert, Schild, Zweihandschwert, Kettenhemd und Schulter-/Kopfschutz aus Metallplatten. Vangards Taktiken sind sehr komplex und entwickeln sich dynamisch zur Situation auf dem Schlachtfeld - nach dem Vorbild der Gwynn. Fernkampfeinheiten gibt es nur wenige, dafür existiert in Vangard die größte Anzahl an leichtgepanzerter Infanterie.


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    Geschichte folgt später. Bin da unzufrieden mit meinem Geschreibsel. Falls jemand irgendwelche Logikfehler oder soetwas findet, bin ich immer dankbar für Korrekturen - immerhin erdenke ich mir alles alleine.


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    Die Karte ist provisorisch (mich stört die Pixelierung der Provinzgrenzen), aber soll ungefähr einen Einblick in die Größe Vangards gewähren.

  • Ich finde, es hört sich doch recht interessant an. Und es wirft eine Menge Fragen auf, die ich der Übersicht halber durchnummeriere:


    Erstmal den Julaynn:


    Quote

    Denn ihre überragenden Eigenschaften verschwinden im Nichts, angesichts der Tatsache, das in ihren Kreisen fast keine männlichen Nachkommen geboren werden. Erschwerend hinzu kommt, das die Lebenserwartung eines julaynischen Durchschnittsmannes 17 Jahre ist.


    1. Ist der Grund dafür bekannt?
    2. Wenn ja, woran liegt es?
    3. Wie ist das Geschlechterverhältnis in Prozent?


    Quote

    Dennoch gibt es traditionell keine wirklichen Familien in der Gesellschaft der Julayn.


    Das kann ich mir bei diesem Verhältnis gut vorstellen. Aber trotzdem braucht man eine stabile Bevolkerung. Dies bedeutet, dass der julaynische Durchschnittsmann in den Jahren zwischen Geschlechtsreife und Tod mit 17 für mehrere Kinder sorgen muss. Auch wenn der Autor des Textes es nicht genau weiß, frage ich:


    4. Wie funktioniert das? Also wie ist es gesellschaftlich geregelt?


    Quote

    Alle Lebensbereiche der Julayn sind von Frauen dominiert. Während in den meisten Ländern, die ich bereisen durfte, stets die Frau das Haus hütete und der Mann sich den handwerklichen, militärischen oder politischen Arbeiten widmete, scheint sich hier deren Spiegel zu finden.


    Für die Hausarbeit dürften es doch bei weitem zu wenig Männer sein. (Oder zu wenig Häuser.) Das müssten doch eigentlich auch die Frauen in die Hand nehmen.


    5. Oder etwa nicht?



    Jetzt das Königreich Vangard:



    7. Sind dann auch die meisten Könige Königinnen?
    8. Was genau sind häusliche Berufe?
    9. Was ist mit den Berufen, die unter anderem aufgrunde der körperlichen Kondition auf der Erde hauptsächlich von Männern ausgeführt wurden (z.B. Soldat)?



    Soweit erstmal.

  • (Mal vorab: Es gibt zwei Schreibweisen von Julayn. Julaynn bezeichnet das Königreich, während Julayn die Rasse bezeichnet.)


    Photon
    1. Ist der Grund dafür bekannt?
    Die Julayn selbst wissen den Grund nicht - aus wissenschaftlichem Blickfeld betrachtet. Mythologisch gesehen, ziehen sie daraus ihre starke Verbindung zu der Lichtherrin Ardania. Sie gilt als sehr narzissenhaft.


    Tatsächlich jedoch ist dies ein Fehler im Erbgut. Die Y-Chromosomen, welche ja essentiell für die Bildung männlicher Nachkommen sind, treten bei den Julayn kaum auf.


    2. Wenn ja, woran liegt es?
    Wann dies das erste Mal aufgetreten ist, kann ich noch nicht verfassen. Fest steht jedoch, dass es am Anfang ihrer Zeit (einige Jahrzehnte nach dem Abspalten von den Enard) noch nicht vorgetreten war. Womöglich war es einer Mutation zu verdanken, deren Eigenschaft primär weitergeleitet wurde und so nach und nach über Generationen alle julaynischen Nachkommen erreichte.


    3. Wie ist das Geschlechterverhältnis in Prozent?
    Auf Grund der kurzen Lebenserwartung ist das Verhältnis sehr schwankend. Zu Hochzeiten waren es zirka 30% (Großreich Julaynn - I. Zeitalter), doch generell schwebt es bei 20% aufwärts - reinrassig auf Julayn bezogen.


    -


    Das kann ich mir bei diesem Verhältnis gut vorstellen. Aber trotzdem braucht man eine stabile Bevolkerung. Dies bedeutet, dass der julaynische Durchschnittsmann in den Jahren zwischen Geschlechtsreife und Tod mit 17 für mehrere Kinder sorgen muss. Auch wenn der Autor des Textes es nicht genau weiß, frage ich:


    4. Wie funktioniert das? Also wie ist es gesellschaftlich geregelt?
    Daran arbeite ich aktuell sogar, denn das bereitet einige Problematiken derzeit auf. Bisher war meine Überlegung so:
    Die geborenen Männer werden überwiegend getrennt vom gesellschaftlichen Leben bis zum sehr kurzen Reifealter (>16 bis zum Tode) aufgezogen. Sobald die Reife erreicht wurde, wählte die Mutter meist selbst die passenden Frauen aus - die Zahl ist hier auch sehr variabel. Der Durchschnitt liegt bei zirka 27 Frauen pro männlichen Nachkommen (welche nicht älter als 30 sein durften). Durchaus gab es Fälle, in dem einer keine Reife erreichte oder trotz Reife keine Frau zugeteilt bekam. Denn Ästhetik spielte eine große Rolle.
    Männliche Julayn wurden sehr beherzt und mit viel Liebe aufgezogen, denn ein glücklicher Tod derer wurde als Glückssegen gewertet.


    Erst bei der gesellschaftlichen Öffnung nach dem II. Julaynisch-Gwynnschen Krieg, stieg die Anzahl der Männer im Reich durch Zuwanderung der Vanard u. Cardalir (Kgr. Lordanor) vermehrt an. Das hatte zur Folge das die alten Traditionen in diesem Bereich sehr in die Schatten gerieten.


    Für die Hausarbeit dürften es doch bei weitem zu wenig Männer sein. (Oder zu wenig Häuser.) Das müssten doch eigentlich auch die Frauen in die Hand nehmen.


    5. Oder etwa nicht?
    Im antiken Julaynn waren die Männer tatsächlich weder am Bauwesen, Handwerk oder Haushalt beteiligt. Sie wurden nahezu peinlichst vor Gefahr geschützt.
    Doch ab der Öffnung nach dem II. Kriege fanden sich durch Einwanderung der Vanard u. Cardalir (Kgr. Lordanor) auch vermehrt Männer im Reich. Doch die julaynischen Überzeugungen und Stolz verhindern derzeit, dass sie sich in den handwerklichen Bereichen etablieren können - sie empfinden es schlicht als Beleidigung.
    Daher arrangieren sich die (Ehe-)Männer meist mit dem haushältlichen Aufgaben oder als Bauern. Händler, Diplomaten oder Ähnliches werden jedoch auch gerne in Erwägung gezogen, da hier auch eine gewisse Akzeptanz zueinander herrscht.


    6. Wie trifft der Stadtrat die entscheidungen?


    Denn wenn es die bei uns üblichen Mehrheitsbeschlüsse sind, wäre es politisch sinnvoller/klüger, wenn es möglichst viele Häuser gibt, die der gleichen Ideologie angehören. Dann könnten sich die Hausherren zu einer Fraktion zusammenschließen und die anderen überstimmen. Natürlich würden diese die Idee sofort kopieren und ihr Haus in kleinere Häuser aufteilen, bis der Stadtrat ziemlich groß ist.
    Sehr gute Frage =)
    Da bin ich noch nicht ganz fertig - leider. Ich habe da drei Konzepte insgesamt und muss da noch eines von ausarbeiten. Die Antwort reiche ich nach.


    7. Sind dann auch die meisten Könige Königinnen?
    Man muss das von einem anderen Standpunkt sehen. Zuvor war Vangard männlich behauptet und regiert. Erst als die Annektierung von Cathlynn, Gwynneth und Julisfal abgeschlossen war und somit sich der julaynische Anteil der Bevölkerung stark emporhob, erhöhte sich auch der Einfluss der Gruppe im Reich. In der Gesellschaft zwar weniger, dafür um so stärker in der Politik (was deren Engagement zu verdanken ist). Diese hatte letztlich auch die Präferierung der Frauen zur Folge.
    Vangard besaß bis davor nur Könige einer Dynastie, ab da an nur noch Frauen.


    8. Was genau sind häusliche Berufe?
    Hm, häusliche und Berufe sollte eigentlich nicht... hm. Muss ein Fehler sein. Das Berufe bezieht sich auf Bauwesen, Handwerk, Landwirtschaft, usw.


    9. Was ist mit den Berufen, die unter anderem aufgrunde der körperlichen Kondition auf der Erde hauptsächlich von Männern ausgeführt wurden (z.B. Soldat)?
    Was die Armee angeht, so gibt es darin in Vangard zwar mehr Männer, aber keinen unbedeutenden Anteil Frauen, diese sind aber meist julaynischer Abstammung. (Julaynische Frauen sind ziemlich kräftig). Der Rest beantwortet sich hoffentlich drüber.


    --


    Hat etwas gedauert, sorry =)

  • bisher finde ich alles sehr interessant + Schlüssig und habe eigentlich gar keine Fragen.
    Wollte aber trotzdem anmerken, das ich die Idee mit den kurzlebigen Männern toll finde :)
    Und deine Schreibweise ist super, es liest sich so schön flüssig.


    Nur bei der Karte finde ich, dass die Städte etwas zu regelmäßig verteilt sind.

  • Quote

    [...]Nur bei der Karte finde ich, dass die Städte etwas zu regelmäßig verteilt sind.

    Jeah, das ist mir im Nachhinein auch aufgefallen, als ich nun an der Detaillierung der Karte gearbeitet habe. Liegt wohl daran, das ich einen gewissen Hang zu einer Ausgeglichenheit habe.


    Vangard ist definitiv auch zu groß, womöglich werde ich es auch noch verkleinern müssen - weil 1000 M. Max-Durchmesser sind in einem instabilem Patchworkland zu viel...


    Jedenfalls: In den nächsten Tagen werde ich weitere Ergebnisse präsentieren, welche auch mehr gesamtweltensepzifisch sind.


    Danke für die Kritiken bisher =)

  • Wenn die erst nur Könige hatten und dann nur Frauen ... wo genau fällt die Order gebende Julianne hinein? Erste Königin? Aber die Frauen sind erst seit der Annexion der julaynischen Gebiete an der Macht?


    Erst hab ich bei 'genetisch bedingt total wenig Männer' etwas gekniepelt aber dann festgestellt, dass ich das bei mir mal vorkommende absolute Gegenteil auch einfach biologisch unklar durchgewinkt habe.

  • Quote

    Original von Mara
    Wenn die erst nur Könige hatten und dann nur Frauen ... wo genau fällt die Order gebende Julianne hinein? Erste Königin? Aber die Frauen sind erst seit der Annexion der julaynischen Gebiete an der Macht?[...]

    Okay,


    Erst ab 1300 n.d.G.Z. begann der julaynische Einfluss, als die zuvor von den Lordanern eroberten Provinzen an Vangard abgetreten wurden. Der julaynische Adel aus den Gebieten konnte sich relativ schnell in die vanardische Oberschicht einfassen, da sie wesentlich größer in der Anzahl, in Macht und Erfahrung waren als die vanardischen Herren. Das öffnete zugleich wesentlich früh die Pforten für eine julaynisch dominierte Politik.


    Julianne jedoch wurde erst um 1527 n.d.G.Z in Lordanor (Provinz Gwynngarth) geboren. Mit den thlyssanischen Eroberungsfeldzügen in Julaynn und Lordanor (1543) begann sie sich erst in der Armee zu etablieren. So stieg sie als vertriebene Bauerstochter bis zur vanardischen Feldherrin auf und prägte dabei einige Tugenden, welche in der Gesellschaft Candaras weit im Hinter zurückblieben oder gar nicht bekannt waren.


    Nach Juliannes Tod (1556) nahmen sich nicht wenige Gelehrte der Weisen ihrer neuen Heldin an und erschufen diverse auf ihr Lebenswerk basierend Schriften: Unter anderem die von s'Areyn entworfene 'Neue Order'. Dies war prinzipiell eigentlich die alte Order nur wesentlich überarbeitet.
    Erst mit der Gründung der Allianz (1572) wurde dieses Werk vorgestellt, doch sämtliche Staaten sowie selbst der Allianzrat lehnten dies als neues Regelwerk ab, da sie 'Bedenken' bezüglich des Inhalts vorhielten. (Allgemein war man der Ansicht, diese Werke würden in keinster Weise die Überzeugungen der Heldin wiederspiegeln und viel zu stark patriotisch-fanatisch orientiert sein).


    Nur Vangard gibt Heute offen zu, sich allgemein nebst der alten Order sich an der neuen juliannischen zu orientieren. Was nicht ohne Kritik verblieben ist.


    \\edit: n.d.G.Z. = nach der Gottlosen Zeit (Provisorische Zeitenangabe)

  • Klingt interessant, eine Zeit voller Umbrüche.


    Die Zeitrechnung n.d.G.Z. ist provisorisch. Liegt das daran, dass die Zeit an keinem bestimmten Punkt aufgehört hat? Was genau ist in dieser Zeit passiert, wenn sie mehr als ein Jahrtausend später noch Erwähnung findet?

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