[Lemna] Wanderer und Pfade

Liebe Bastler, die Weltenbastler-Olympiade hat begonnen, das WBO-Tool ist vorbereitet. Bitte meldet euch schnell an. Viel Spaß dabei!
  • Hallo und herzlich willkommen zu einem der schwierigeren Themen des Lemna-Projektes, manchen aufmerksamen Lesern schon aus anderen Lemna-Freds bekannt.


    Aufgrund der Tatsache, dass die Wanderer und ihre Pfade einen wichtigen Grundstein des gesamten Weltenkonzeptes sind und es regelmäßig Nachfragen gibt, erhalten sie jetzt mal einen von den Kontinenten unabhängigen Eintrag, wo ich versuchen kann (hoffentlich mit eurer Hilfe) das Gesamtkonzept zu packen zu bekommen und in eine angenehme Form zu würgen.



    Ursprünglich stellten Wanderer im Lemna RPG (scheint mir so lange her zu sein, sind aber nur ein paar Jahre) so eine gemogelte Magier-Ersatzform dar, die jedoch jeden 'magischen' Charakter an einen oder mehrere, aber nie besonders viele erzeugbare Effekte band und insgesamt im Spielsystem dafür sorgte, dass die Kräfte zwar regelmäßig, aber nie lange am Stück einsetzbar waren. Zudem musste nie ein Zauber 'gewürfelt' werden sondern getestet, ob man auf den richtigen seelischen Zustand eingeschwungen blieb, um die gewählte Kraft auch weiterhin zu nutzen.



    Die Theorie dahinter war die, dass es im Lemna-Universum drei Ebenen der Existenz gibt.


    Erstens die, wo man alles anfassen, riechen, töten, essen oder begatten kann.


    Dann die, in der sich Ordnung, Strukturen, Gedanken und Erinnerung befinden.


    Und schließlich die, wo Gefühle, Neigungen, Unterbewusstes und Austrahlung niedergelassen haben.



    In dieser dritten Ebene, Traum oder Unbeständiges genannt, konnt der dort lebende Teil eines Menschen (sein lemna) mithilfe einer angeborenen Begabung einen bestimmten Pfad entlangschreiten, den man instinktiv finden und dessen Nutzung durch Ausbildung verbessert werden konnte.


    Jeder Schritt voran auf diesem Pfad gab einem neue Erkenntnisse und wenn man sich gerade akut darauf einstimmte, mit seinem emotionalen Teil an diesem Ort der anderen Ebene zu sein, konnte man bestimmte Dinge aus dem Traum in die erste, anfassbare Ebene hinüberziehen und so seltsame bis höchst beeindruckende Dinge tun.



    Mittlerweile hat sich das etwas ausgereift zu Folgendem:


    Es gibt mindestens zwei Existenzebenen. Die Anfassbare und eine, die man nur als Gefühl, als Intuition, als Traum und als Vision wahrnehmen kann, die aber nicht wirklich greifbar ist. Menschen mit einer besonderen Begabung können allerdings in Visionen und Träumen genauere Eindrücke erlangen.


    Jede dieser Personen hat einen 'Heimatort', der sich in bestimmten, häufig bei Personen mit dem gleichen Ort übereinstimmenden Symbolen darstellt. Wenn man diese Begabten nun richtig anleitet, können sie lernen, sich auch im wachen Zustand auf diesen Ort zu konzentrieren und sich dann im 'Inneren' zu bewegen, ohne sich äußerlich zu bewegen.


    Diese Fortbewegung im Inneren ändert jedoch einiges. Mit dem Streben in eine bestimmte Richtung wird ein Kanal zwischen Innen und Außen geöffnet, je weiter man sich vom Ausgangspunkt fortbewegt, desto weiter. Durch diesen Kanal fließt etwas aus dem Inneren Ort nach Außen und wirkt auf die Welt dort ein.


    Je mehr Übung man besitzt, desto stärker kann man selbst auf diese Effekte Einfluss ausüben und sie nach dem eigenen Willen formen. Es ist im Grunde eine Frage der Konzentration, weil man zwei Orte, zwei Handlungen gleichzeitig wahrnehmen und durchführen muss.



    Diese Orte und die Vektoren, auf denen man sich von dort aus entlang bewegen kann, um den Übergang zu öffnen, nennen die meisten so begabten Menschen in ihrer jeweils eigenen Sprache 'Wege' oder 'Pfade' und sich selbst häufig 'Wanderer'.



    Allerdings hat es auch seine Folgen, sich selbst so zum Kanal für die fließenden Einflüsse zu machen: Irgend etwas aus dem Inneren Ort bleibt an einem hängen oder anders herum wird das Menschliche zusehends aus einem herausgespült. Jeder Wanderer, der seine Gabe oft einsetzt und sich weit im Inneren Ort vom Ursprung fortbewegt, verändert sich physisch wie psychisch.


    Jeder sogenannte Pfad hat dabei bestimmte Auswirkungen auf das Erscheinungsbild und Verhalten der Person, die ihn beschreitet.


    Übrigens können die meisten Wanderer neben ihrem Hauptpfad auch noch andere Pfade beschreiten, jedoch meistens nicht so weit.



    Ich bin gerade dabei, die 'Topographie' des Traumes zu überdenken und die Orte und die Pfade zu sortieren um rauszufinden, ob man alles auf eine sinnige Art vernetzen kann... aber bis es da halbwegs fertige 'Karten' gibt wird es wohl noch eine Weile Tüfteln brauchen.



    An den ohnehin schon nicht allzu kurzen Post sei daher nur kurz ein Beispiel für einen Pfad angehängt: Der Pfad der Flamme.



    Die meisten Wanderer nehmen den Ursprung dieses Pfades mit üblichen Metaphern wahr: ein von Feuer umgebener Ort. Viele schildern aber auch eine schwarze Wüste voller Hitzeflimmern oder einen von Schwefelablagerungen gesäumten Weg, auf dem es unerträglich heiß ist.


    Ein Wanderer dieses Pfade kann instinktiv spüren, wo Feuer war oder ist. Das beginnt damit, dass sie in einem dunklen Zimmer immer die Lampe oder die Kerze finden, weil dort regelmäßig Flammen brannten. Oder sie wissen irgendwie, dass im Nebenhaus der Ofen an ist. Wirklich mächtige und alte Wanderer dieses Pfades wissen, wo Waldbrände vor lange Zeit stattgefunden haben oder spüren Schwelbrände tief unter der Erde.


    Mit jedem 'Schritt' den sie von diesem Ursprung aus machen, wandelt sich die Gabe der Wahrnehmung zu einer der Beeinflussung. Erst können Wanderer dort, wo schon einmal oder am besten regelmäßig Feuer war, eine kleine Flamme herbeilocken, die jedoch sofort normales Futter braucht. Irgendwann können sie nahezu alle Materialien auf Berührunge wenigstens für einen kurzen Moment entzünden oder mit Feuer überziehen. Wenn sie ausreichend weit gewandert sind, entsteht um sie herum spontan Feuer und erhält sich selbst ohne Nahrung und ohne sie zu verletzen. Ein Wanderer der Flamme, der so weit wie es Menschen möglich ist auf seinem Pfad gewandert ist, verbreitet rings um sich ohne weiteres Zutun einen Feuersturm, dem kaum etwas standhält.


    Dafür bezahlt man allerdings auch. Wanderer des Pfades der Flammen sehen mit der Zeit aus, als wäre ihr Fleisch gegen Materialien wie Pyrit, Schwefel und Zinnober ausgetauscht worden, ihre Haut, ihre Haare und Augen wechseln die Farbe, die Konsistenz und Struktur. Sie nehmen kaum noch Nahrung zu sich und spüren keinen Hunger oder Durst, reagieren auf alles spontan, können aber kaum Pläne festhalten, schlafen wenig bis gar nicht und sind beständig dabei, irgend etwas zu tun.


    Sie beginnen recht früh, einen scharfen, irgendwie trocken wirkenden Geruch abzugeben, ihr Interesse an 'üblichen' Wegen zu Glücksgefühlen wie reichhaltige und schmackhafte Nahrung, Rauschgetränke, angenehm verbrachte Freizeit und Sexualität lässt nach und wird durch einen ungerichteten, aber unaufhaltsamen Handlungsdrang ersetzt. Ihre Körpertemperatur wirkt fiebrig, ihre Bewegungen abgehackt und zu schnell, genau wie ihre Sprache.


    Die wenigen Wanderer der Flamme, bei denen eine so vollständige Umwandlung beobachtet werden konnte, sind nicht eines natürlichen Todes gestorben, alle verwickeln sich in Unfälle, verunglücken bei einem Experiment oder - sehr selten und nicht sicher bestätigt - durch spontane Selbstentzündung.




    Tadaaaa. Für alle Kommentare und Ideen zu möglichen Pfaden oder möglichen Veränderungen/psychologische Profile für Pfade bin ich mehr als nur dankbar und gelobe Keksmitbringung zu einem etwaigen zukünftigen Treffen.

  • Ah, sehr gut, daß du das mal so aufdröselst! :D


    Kannst du vielleicht noch eine Liste der existierenden Pfade schreiben, bevor alle einzeln beschrieben werden?


    Das mit der nicht-materiellen Ebene hatte aus dem anderen Lemna-Thread so in Erinnerung. Daß die ganzen Wege da irgendwie vernetzt sein könnten, finde ich eine sehr spannende Vorstellung. Sicherlich sind ja einige Wege eher verbunden als andere, wenn es sich um "verwandte" Ergebnisse handelt. Ich denke mal Feuer und Kampf und Donner zum Beispiel passt ganz gut zusammen...


    Quote

    Jede dieser Personen hat einen 'Heimatort', der sich in bestimmten, häufig bei Personen mit dem gleichen Ort übereinstimmenden Symbolen darstellt. Wenn man diese Begabten nun richtig anleitet, können sie lernen, sich auch im wachen Zustand auf diesen Ort zu konzentrieren und sich dann im 'Inneren' zu bewegen, ohne sich äußerlich zu bewegen.


    Ohne Lehrer kommt man nicht weit? Nur Begabung reicht nur für den ersten Schritt bzw. nur ein kurzes Stück des Weges?


    Und wie ist das mit dem Heimatort? Hat da jeder einen persönlichen? Oder kommt das mit dem Lernen? Daß also die Schüler des selben Meisters alle mit dem (annähernd) gleichen Ort anfangen, weil das das Bild ist, das ihnen der Lehrer zum Konzentrieren vorgibt bzw. anbietet?


    Quote

    Ein Wanderer der Flamme, der so weit wie es Menschen möglich ist auf seinem Pfad gewandert ist, verbreitet rings um sich ohne weiteres Zutun einen Feuersturm, dem kaum etwas standhält.


    Gibt es auch Nicht-Menschen, die die Pfade beschreiten können? Tun die das anders? Kommen die weiter? Hat es bei denen andere Auswirkungen? *neugier*


    Generell finde ich die Auswirkungen des Wanders eher... unschön. Aber gut, große Macht hat ihren Preis...


    Da die körperlichen Veränderungen ja recht offensichtlich sind, kann ein Wanderer kaum verbergen, was er ist. Werden sie deshalb irgendwie besonders von der Gesellschaft behandelt? Ausgestoßen, gefürchtet? Bewundert? Hat ja schon was von einem Stigma... aber vielleicht kommt es auch auf den einzelnen Pfad an, daß da welche lieber gesehen sind als andere... Ich denke mal, das normale Bäuerlein auf dem Felde hat auch gar nicht den Überblick, was der komische rotäugige Typ da tun könnte bzw. welchem Weg er angehört...?


    Äh, ja, das erst mal spontan meine Gedanken...

  • Da ich neu hier bin, bin ich gerade zum ersten Mal mit Lemna in Kontakt gekommen.
    Die Idee der Wanderer ist, meiner Meinung nach, klasse und endlich mal etwas völlig anderes, als die typischen Hexer, Hexenmeister und Zauberer, die man so "trifft". Also mal ein großes Lob am Rande. :]
    Meinem Vorposter zustimmend kann ich nur bitten, Deine bisheriegen Ideen zu den verschiedenen (bisher entdeckten?) Pfaden zu posten. So fällt ein Ansatz leichter.


    Kann man auf dem Pfad auch vielleicht irgendwie wieder zurückgehen?
    Da man ja immer etwas von sich in der anderen Ebene lässt, stelle ich mir das zwar schwer, aber dennnoch möglich vor.


    Und hat das, was man in der anderen Ebene von sich zurücklässt (oder eben auch etwas heraus"reißt") eventuell auch Auswirkungen auf diese Ebene?


    Das war es auch schon. Mein Vorposter hat bereits viele relevante und vor allem interessante Fragen gestellt, die mich auch interessieren.
    Freue mich auf die Antwort. :]


    Grüße!

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    Original von Vinni
    Kannst du vielleicht noch eine Liste der existierenden Pfade schreiben, bevor alle einzeln beschrieben werden?

    Ich glaube sogar irgendwie, sie kennt derzeit nur den der Flamme. So wie ich das herauslese.


    Man könnte ja noch den des Eises beschreiten. Zuerst kann der Wanderer nur durch Feuchtigkeitsentzug der Umgebung Eis erzeugen und später spontan alles gefrieren bis zur Kanalisierung eines gewaltigen Schneesturmes. (Grob gespiegelt aus der Erzählung des Weges der Flamme). Verwandeln tut er sich dann in azurblauen Kristall, Aquamarin und...naja.. von ihm entgeht eine kalte Aura (kennt ihr die eisigen Dämpfe vom Trockeneis?)


    Wär meine Idee so. =)


    Schön erklärt übrigens. Vor allem das der Pfad der Wanderer weit mehr ist als ein bloßer Zauberwirker. Er begeht scheinbar eine Art Symbiose, obwohl scheinbar der Pfad auf dem ersten Weg parasitär erscheint

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    Original von Julianne
    Ich glaube sogar irgendwie, sie kennt derzeit nur den der Flamme. So wie ich das herauslese.


    Ne, sie hat ja im anderen Thread schon mehrere erwähnt.


    Ich bin ja kein Freund von Magie, aber das klingt echt spannend.


    Gibt es denn irgendwie auch den umgekehrten Weg, daß "Energie" oder "Materie" aus der realen Welt in den Traum hinüber gezogen wird?

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    Ne, sie hat ja im anderen Thread schon mehrere erwähnt.


    Flamme, Himmlischer Zorn und Stilles Lauschen (oder so).


    Dann gab es noch die Puppenspieler, die mir lebhaft in Erinnerung geblieben sind. Gibt es eigentlich noch den Zorn?


    Wenn es einen "eisigen" Pfad gäbe, könnte ich mir vorstellen, dass die Anwender zu abgestumpften Gestalten werden, die gefühls-kalt handeln und denken.

  • Warum nicht erstmal beim offensichtlichen anfangen und zu aller erst die Elemente nehmen?
    Pfad des Wassers, ...des Windes, ...der Erde.
    So könnten evtl auch Feidschaften unter Wanderern entstehen. Ich glaube nämlich nicht, dass sich Wasser und Feuer gut miteinander verstehen.
    Wasser-Wanderer eher labile Persönlichkeiten haben, es sei denn, es geht um die Natur, der sie sehr verbunden sein könnten. Menschen, diezu weit gehen, könnte ein unschönes Schicksal ereilen und sie gehen in der Natur auf, indem sie einfach... joa.. verdunsten.
    Erdgebundene haben unzerstörbare Haut am Anfang und werden einfach vom Phänotyp her stabiler. Irgendwann sehen sie so aus, wie der eine von den Fantastic 4...


    Nur mal so in paar Ideen, die ich in den Raum schmeißen wollte. :]


    Dann gehts spezieller zur Sache:
    ...des Puppenspielers, Himmlischer Zorn, etc.


    Ich will damit sagen, dass man ja - zumindest im kozipieren erstmal bei leichten und Offensichtlichen anfangen kann und vielleicht auch sollte.

  • Quote

    Original von Abberline
    Warum nicht erstmal beim offensichtlichen anfangen und zu aller erst die Elemente nehmen?
    Pfad des Wassers, ...des Windes, ...der Erde.


    Mara ist Sinologin! Ich würde nicht drauf wetten, dass sie sich an gräco-europäische Elementeinleilungen hält...


    Zum Konzept: Ich finde es spannend, habe aber bisher noch nicht so viel dazu zu sagen. (Fiesel mir grade in den älteren Lemna-Freds die Pfade zusammen...)


    Allerdings hätte ich eine Frage: Du hattest bei ja angedeutet, dass die Wanderer des Pfades der Flamme das interesse am ganz irdischen Dasein verlieren. Wie ist das generell mit den Wanderer? Kann da so eine Art Rausch oder Sucht entstehen? Das Verlangen einfach immer wieder zu spüren, wie "das Innere" durch einen Hindurch nach Außen strömt? (Wie fühlt sich das für einen Wanderer überhaupt an?) Vielleicht auch der Wunsch gegen jede Vernunft und Vorsicht immer weiter zu schreiten auf dem Pfad. Nicht wegen Macht die man dadurch vielleicht gewinnt, sondern einfach um des Wanderns willen?


    inarian

  • Diese Art der Magie finde ich toll! Und verständlich dargestellt


    Gibt es auch Pfade, die sich von vorn herein abstoßen? so dass man diese beiden nicht nebeneinander beschreiten kann?
    Was passiert, wenn man Pfade beschreitet, deren physische oder phsychische Auswirkungen sich gegenseitig widersprechen. Hebt sich das auf?



    Hier mal noch eine Idee dazu


    Pfad der Stimme


    Fähigkeiten:
    - Verbessertes Hören
    - Durch die Stimme eines Gesprächspartners auf seine Psyche / Emotionen zugreifen
    (je mehr er redet, desto mehr hat man Kontrolle über ihn)
    - Stimmen aus der Vergangenheeit wahrnehmen
    - Stimmen immitieren
    - magische Handlungen allein durchs Sprechen (Beschwörungen um z. unbelebte Dinge zu bewegen)
    - Tieren und Menschen Gedanken einflößen
    - Mit Toten reden
    - Nutzung der Schallwellen


    Nachteile:
    Eventuell kann man sich ja nicht völlig abschotten und hört immer irgendwelche Stimmchen
    Dann auch Panik, sollte dieser Fluss mal unterbrochen werden


    Physische Merkmale:
    Nachlassen des Augenlichts, da man sich eh nicht mehr drauf verlässt?
    Ständiger Drang zu Reden?
    Gespaltene Stimme, Veränderung der Stimmhöhe


    Psychische Merkmale:
    Verwirrtheit, Entscheidungsunfähigkeit, Chizophränie

  • Ach du meine Güte ist hier viel los!!


    Äh... lieben Dank an alle!



    Was die Pfade betrifft, die grobe Ausarbeitung ist jetzt auch ein paar Jahre alt und ich bin nur zu froh, manches über Bord zu werfen, zu ändern und neues dazu zu erfinden.



    Die einundzwanzig allgemein bekannten Pfade stammen praktisch alle noch unverändert aus der absoluten Anfangszeit Lemnas, als es noch als RPG konzipiert war, und sind äh...


    ...nicht so einfallsreich denke ich. Wo noch dran geändert werden sollte.


    Tatsächlich hat (Inspektor) Abberline recht: ich habe u.a. die klassischen Elemente drin. Neben Flamme heißen die dann Gischt und Woge, Sturm und Wandelnder Stein.



    Aaaaber dazu kommt an 'materiellen' Pfaden noch:


    Wurzel und Blatt (alles was Photosynthese betreibt)


    Kristallene Kälte (Schnee und Eis)


    Metallene Form (alle Metalle... logisch)


    Licht



    Dann wird es weniger greifbar:


    Geliehenes Leben ist der Name für Puppenspielerei, also Gegenständen Leben einhauchen.


    Geistiger Schild und


    Geistige Klinge schützen und verletzen ohne sichtbare Komponente.


    Himmlischer Zorn ist so eine Sondersache, die stelle ich gleich unten nochmal vor.



    Auf einen Menschen selbst anwendbar sind:


    Unendliche Wandlung - Gestaltwandel in Tierformen.


    Wilder Tanz: Super-duper Akrobatik-Prügeln.



    Die sogenannten 'Stillen Pfade' sind:


    Sprechen in der Stille - aktive Telepathie und Empathie.


    Lauschen in der Stille - das selbe in passiv.


    Stumme Herrschaft: Befehle an andere erteilen ohne was zu sagen.


    Klare Erkenntnis: lässt einen Rätsel, Sprachen und Codes verstehen.



    Unerklärlich wirkt die letzte Gruppe an Pfaden. Auch eine nette Kategorie ><.


    Wandelnde Schatten ist genau das - Schatten lebendig machen, sich in ihnen verstecken, durch sie in einen anderen Schatten schlüpfen etc..


    Gleichgewicht ist der 'Heilpfad'. Die meisten Bewohner der Sphäre glauben, dass Krankheiten durch ein Ungleichgewicht von Innen und Außen entstehen und dass man beides wieder miteinander harmonisieren muss für Heilung. Und das kann man auf ganz normalem Wege (Medikamente und Behandlungen verschiedenster Art) tun oder auch mit diesem Pfad.


    Tausend Masken ist der Illusionspfad und bisher weiß ich nur, dass seine Anwender 'opalisierend' werden - ihre Haut, Augen und Haare werden milchig, aber bei Bewegung schillert in allem ein vielfältiges Farbenspiel.




    Ich bin nicht so recht zufrieden damit und hätte lieber noch außergewöhnlichen Kram. Wenigstens habe ich noch die 'Verborgenen Pfade', die teilweise neu kombinieren.


    Feuervogel (danach sind die Herrschaftlichen Feuervögel benannt, weil sie ihn beschreiten) verbrennen sich gerne mal selber für ein kristallin wirkendes, honiggoldenes 'Feuer'.


    Traumvogel (oft auch Schwan genannt, aber lemnische Schwäne sind ein wenig anders als unsere) gibt Visionen, Eingebungen und vage Beeinflussung anderer.


    Himmelsvogel kann Erinnerungen real werden lassen.


    Mitternachtsvogel frisst andere, um daraus Feuer und anderen Kram zu machen.


    Glockenvogel kann zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden.


    Dämmerungsvogel kann Dinge zersetzen und Verfall einleiten.


    Regenbogenvogel verändert alles.




    Zum Himmlischen Zorn: Wer mit dem Pfad beginnt, startet beim Sehen der 'Ketten von Himmel und Erde'. Die Wanderer sehen fließende Verbindungen, die aus dem Boden in den Himmel wachsen - oder anders herum. Entlang dieser Verbindungen gibt es kontinuierliche Bewegung, irgend etwas fließt. Die Ketten selber wandern auch und werden durch die physische Umgebung verändert. Besonders empfindlich reagieren sie jedoch auf Wanderer und Lemnie, anhand der Bewegung und Dichte der Ketten können Wanderer des Himmlischen Zorns erkennen, ob in der Nähe ein anderer Wanderer aktiv ist und - wenn sie echt gut sind - sogar auf welchem Pfad, weil es für alles spezifische Muster gibt.


    Wenn sie ausreichend gut im Lesen der Ketten sind, können sie beginnen, sie zu verändern. Eine Verformung kann einen anderern Wanderer beeinflussen und dessen Lemnie schwächen oder stärken. Das Gefährlichste an dem Pfad ist jedoch, dass die Wanderer schließlich in der Lage sind, die Ketten auf Wunsch zu zerreißen.


    Leider nimmt die Welt einem das übel. Die zerrissene Kette wird sich automatisch neu zusammensetzen und in der physischen Welt äußert sich das durch einen hellen Strang, der kurz Himmel und Erde verbindet und dann mit Lichtblitz, Donner und einiger Explosionskraft zerplatzt. Ein guter Wanderer, der gezielt in seinem Sichtfeld Ketten zerreißt, kann ungeahnten Schaden anrichten. Auf jeden Fall ist nachher in der Nähe kein einziges Fenster mehr heile.


    Ich glaube, dass die Wanderer mit der Zeit sehr blass werden und ihre Augen zu grau zerschmelzen, ähnlich wie ihre Haare. Vielleicht sieht man auch ihre Adern dunkel durch die Haut oder etwas ähnlich Dramatisches...




    Nun zu speziellen Fragen (puuuuh).



    @ Vinni: Die Vernetzung der Pfade fände ich auch sehr spannend, daraus könnte sich ein System ergeben, nachdem nur bestimmte Pfade miteinander kombinierbar sind etc.. Ich schätze aber, das wird sehr kompliziert und nur dreidimensional darstellbar. Mal sehen.


    Was das mit dem Lehrer angeht: ohne wird es schwer. Neue Schritte auf dem Pfad zu lernen kostet Ausdauer, Konzentration und Zeit und es ist weit leichter, wenn ein anderer Wanderer einem beschreiben kann, wie sich das 'Gefühl' dabei verändert und einem hilft, passende Metaphern und Ausdrücke zu finden, auf die man sich konzentriert, um vorwärts zu kommen.


    Der Ort an sich ist immer derselbe, nur sieht ihn jeder etwas anders. Also kann es sein, dass ein Schüler die Metapher übernimmt - aber im Endeffekt wäre er am gleichen Inneren Ort wie jemand mit einem ganz anderen Bild.


    Wandernde Nichtmenschen habe ich noch nicht gefunden, aber abgesehen davon gibt es sowas eigentlich gar nicht bei Lemna. Es gibt sogenannte Spätmenschen (wegen dem Glauben, dass sie erst später in die physische Welt kamen), die auch Hominiden sind, aber anders geartet. Auf Selwe gibt es das Jagdvolk, hochaggressive Rudelhominiden mit einem matriarchalischen Ordnungssystem, auf der Südhalbkugel die mit einem saisonalen Dimorphismus und Winterruhe in Eis und Schnee überlebenden Schneefüchse und auf einem noch ganz anderen Kontinent die Nachtrufer, die kein Konzept des Todes haben. Örrh. Möglicherweise könnten die in Lemna 3.5 sogar wandern, da habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht. Hurm. Danke für die Anregung!


    Die Veränderungen durch den Pfad SIND unangenehm. Im Grunde kann man sagen, jeder Wanderer wird immer weniger Mensch, je intensiver er seine Begabung nutzt. Wie andere darauf reagieren: in amaThera halbwegs neutral, aber bei einer ganz anderen Ethnie zum Beispiel verbergen sich die stärker verformten Wanderer vor allen Blicken, weil es ihnen 'peinlich' ist. Die Wahrheitssucher auf dem Kontinent östlich von Selwe wiederum begrüßen jede Verwandlung und die Nichtwanderer ihrer ethnischen Gruppen verehren sie fast wie Götter.



    @ Abberline: Danke für das Lob! *rotwerd*


    Was die Veränderung der Inneren Welt/des Unbeständigen/des Traumes angeht: Vermutlich ist die Verbreitung der Fähigkeit zum Wandern unter mehr als nur einer winzigen Handvoll Auserwählter schon eine Veränderung dieser Welt. Die Theorie ist, dass jeder Wanderer den Pfad ein bisschen weiter austritt und es somit für die nächste Generation einfacher macht, ihn zu finden. Möglicherweise ist es aber auch wie mit Trampelpfaden im Dickicht - wenn keiner mehr drauf geht, verschwinden sie irgendwann. Wenn ich recht drüber nachdenke, gefällt mir das sogar noch besser.



    @ Shay: Mittlerweile bin ich auch sehr viel weiter von meiner 'Pseudomagie' weg und habe sie erst frisch wiedet entdeckt. Ich hoffe, das Konzept ist alternativ genug, um auch auf Dauer noch etwas spannend zu bleiben ><.


    Ob Teile der physischen Welt rübergesaugt werden können... da habe ich mir auch noch keine Gedanken drum gemacht. Spannende Frage. Ich muss da ein bisschen länger drüber nachdenken aber vielen vielen Dank für den Denkanstoß!



    @ Merlin: Ich bin mir nicht sicher, was den Zorn angeht. Auf jeden Fall gibt es keine wütenden Geistererscheinungen mehr, die allenorts auf Menschen losgehen. Inzwischen bin ich mir nicht mal mehr sicher, ob es überhaupt Bewohner der Inneren Welt geben soll und wenn ja, ob und wie sie mit Menschen interagieren. Was wäre denn spannender?



    @ inarian: Ja, Wandern kann süchtig machen. Zum Glück ist es aber auch ungesund und in den meisten Fällen eh unmöglich, da über seine Grenzen hinauszugehen. Für jeden Wanderer fühlt es sich übrigens ein wenig anders an, aber insgesamt hat man das Gefühl, an zwei Orten gleichzeitig zu sein, doppelt zu existieren. Gleichzeitig 'fließt' etwas durch einen, das kann als ein kühles, erfrischendes Gefühl sein, aber auch Hitze in den Adern oder ein Kribbeln entlang der Nerven. In den meisten Fällen fühlt es sich schwindelerregend an, aber gut. So mancher Wanderer ergeht sich auch im Machtrausch, während die Innere Welt durch ihn wirkt...



    Boah. Öh. Fragen, Ideen Anregungen zu den weiteren Pfaden? Die bisherigen Vorschläge zu Veränderungen etc. werden liebevoll gesalzen, gepfeffert und ein wenig in der Pfanne gewendet, um ihren Platz im gesamten Buffet zu finden.


  • Hm, ich muss gestehen, mit dieser letzten Gruppe an Pfaden habe ich so meine Probleme. Vor allem die Auftrennung der ersten drei scheint mir ein wenig, naja, ich will jetzt nicht sagen willkürlich, aber doch nur bedingt logisch.
    Es sind ja alles drei irgendwie "kommunikative Pfade", die mit dem Senden und Empfangen von Informationen zu tun haben. Nur frage ich mich grade, vor allem bei den ersten beiden Pfaden, wie viel Sinn der eine ohne den anderen macht.
    Ich meine, wenn du schreibst, aktive Telepathie, dann nehme ich ja mal an, dass es daum geht, jemandem telepathisch eine Botschaft zukommen zu lassen. Nur wieviel nützt mir das, wenn der andere nicht darauf antworten kann, weil ja das empfangen telepatischer Botschaften zu einem anderen Pfad gehört, den ich vielleicht nicht oder nur sehr rudimentär beschreite(n kann)?
    Ebenso geht es mir mit dem Stillen Sprechen und der Stummen Herrschaft. Die Unterschiede zwischen einer Botschaft (oder einem Gefühl) und einem Befehl oder einer Beherrschung können sehr gering sein. Es ist doch letztlich auch eine Frage, wie subtil ich dem anderen meine Gedanken oder Gefühle unterjuble. Und wenn ich es unauffällig genu mache, dann hält er sie vielleicht für seine eigenen und handelt danach. Auf welchem Pfad befinde ich mich dann? Stilles Sprechen oder doch schon stumme Herrschaft?


    Kurz gesagt, diese Pfade scheinen mit (zumindest in der deiner Kurzausführung) so eng verwandt und auch was ihren sinnvollen Einsatz angeht so deutlich voneinander abhängig, dass ich sie mir fast wie verschiedenen Schritte auf einen Pfad erscheinen. (Die Aufteilung mutet mir auch sehr "rollenspielerisch" an, sprich: Bloß nicht zu mächtige Charactere entstehen lassen.)


    Was mir in dem zusammenhang noch einfiel, wäre ein Pfad, der es erlaubt, die Sinne von anderen (Menschen oder Tieren zu nutzen) ohne auf deren Geist einwirken zu könne. Pfad des weiten Blicks oder sowas.


    inarian

  • Puuuuh... so spät noch sooo viel zu lesen. ^^


    Wie sieht es mit der sozialen Komponente der Wanderer unter anderen Bewohnern der Welt aus? Ich glaube, das hattest Du vergessen. Oder hab ich's überlsen? :]


    Zu der Verkettung der Pfade:
    Schon einmal an eine Art Baumdiagramm gedacht?
    Nimm zum Beispiel den Pfad der Flamme. Bis zu einem bestimmten Punkt kannst du den gehen. Dann kommst Du an eine Verzweigung. Hier kannst du den Pfad der FLamme weiter gehen. Intensiver. Nennen wir es den Pfad des Vilkans (Dir fällt da sicher was Kreativeres ein... ;) ) oder du gehst eine andere Verzweigung entlang. Nur mal tribial zum Beispiel den Pfad des Zorns. Diesen könntest Du aber auch erreichen, wenn du auf dem Pfad des Wassers gegangen bist und dann nicht den Pfad der Welle (wieder was Unkreatives von mir) gegangen bist, sondern eben in die andere Richtung...
    Puh... liest sich schwer, wenn mans nicht im Kopf hat, wie ich. Hab das mal eben in OO.Draw skizziert...


    LG!
    Abberline

  • Quote

    Ach du meine Güte ist hier viel los!!


    Selber schuld. Gute Welt-viele Kommentare.

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    Wandelnde Schatten ist genau das - Schatten lebendig machen, sich in ihnen verstecken, durch sie in einen anderen Schatten schlüpfen etc..


    Wieviele Leute wandeln auf diesem Pfad? Wie viele Anhänger haben die Pfade überhaupt?

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    Stumme Herrschaft: Befehle an andere erteilen ohne was zu sagen.


    Muss man diesem Imperativ gehorchen? Kann man sich Befehlen mit Willenskraft widersetzen?

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    Klare Erkenntnis: lässt einen Rätsel, Sprachen und Codes verstehen.


    Heißt das, dass alles, was jemand tut im "Traum" gespeichert wird und wenn es sich um Rätsel, Fremdsprachen oder Codes handelt das Verständnis auf den Wanderer übertragen wird.
    Are you sure you want to invent a cryptic language? Users of "clear insight" will still be able to understand everything.
    Im Krieg ist das sicher eine Trumpfkarte.


    Wäre "Tausend Masken" nicht ein netter Nebeneffekt für "Unendliche Wandlung". Zweiteres klingt auch vom Namen her so offensichtlich, dass man sich von vornherein gar nicht fragt, was es alles bewirken kann.

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    Regenbogenvogel verändert alles.


    Sogar die anderen Fähigkeiten? Also haben Regenbogenvogel-nutzer (Regenbogenvögel? ;D) andere lemnische Leiden?

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    Zum Himmlischen Zorn: Wer mit dem Pfad beginnt, startet beim Sehen der 'Ketten von Himmel und Erde'.


    Erinnert mich an die schamanistischen Weltenbäume, die in Weltbildern des Amazonasgebietes, in Sibirien und bei den Wikingern eine Rolle spielen. Nur hier kann man Yggdrasil fällen. :diablo:

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    Neue Schritte auf dem Pfad zu lernen kostet Ausdauer, Konzentration und Zeit und es ist weit leichter, wenn ein anderer Wanderer einem beschreiben kann, wie sich das 'Gefühl' dabei verändert und einem hilft, passende Metaphern und Ausdrücke zu finden, auf die man sich konzentriert, um vorwärts zu kommen.


    Ein altes Sprichwort besagt, dass ein Buch der beste Lehrer sein kann.

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    Möglicherweise ist es aber auch wie mit Trampelpfaden im Dickicht - wenn keiner mehr drauf geht, verschwinden sie irgendwann. Wenn ich recht drüber nachdenke, gefällt mir das sogar noch besser.


    Wo ist die Machete, mit der sich neue Pfade ins Dickicht des Traums schlagen lassen? Das langsame Verschwinden gefällt mir auch.

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    Inzwischen bin ich mir nicht mal mehr sicher, ob es überhaupt Bewohner der Inneren Welt geben soll und wenn ja, ob und wie sie mit Menschen interagieren. Was wäre denn spannender?


    Das musst du entscheiden. Derzeit stelle ich verblüffende unbeabsichtigte Ähnlichkeiten zwischen dem Traum Lemnas und der unbegrenzten Zone Azoths fest ... also stecke ich für meine Welt in sehr ähnlichen Überlegungen, was die Bewohner angeht.

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    Boah. Öh. Fragen, Ideen Anregungen zu den weiteren Pfaden? Die bisherigen Vorschläge zu Veränderungen etc. werden liebevoll gesalzen, gepfeffert und ein wenig in der Pfanne gewendet, um ihren Platz im gesamten Buffet zu finden.


    Pfade, die mit Öl, Salz, Pfannen und Kochkunst zu tun haben, sind bestimmt einen Gedanken wert.
    P.S.
    Es gibt auch komische Ähnlichkeiten zwischen Teilen Issoy und Azoth.
    @inarian

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    Nur wieviel nützt mir das, wenn der andere nicht darauf antworten kann, weil ja das empfangen telepatischer Botschaften zu einem anderen Pfad gehört, den ich vielleicht nicht oder nur sehr rudimentär beschreite(n kann)?


    Seit wann muss Magie nützlich sein? Es macht doch Sinn, dass Gedankenlesen (hören) nicht gleichzusetzen ist mit Gedanken mitteilen (Telepathie wird oft als "Gedankenlesen" beschrieben, aber komischerweise können Telepathen Nichttelepathen Gedanken zuschicken und nicht nur deren Gedanken erfahren).

    Quote

    Was mir in dem zusammenhang noch einfiel, wäre ein Pfad, der es erlaubt, die Sinne von anderen (Menschen oder Tieren zu nutzen) ohne auf deren Geist einwirken zu könne. Pfad des weiten Blicks oder sowas.


    Zwanzig Laleskische Lotharsmönche sehen durch deine Augen wo du bist und stürzen sich auf dich. ;D

  • Quote

    Original von Merlin
    @inarian


    Seit wann muss Magie nützlich sein? Es macht doch Sinn, dass Gedankenlesen (hören) nicht gleichzusetzen ist mit Gedanken mitteilen (Telepathie wird oft als "Gedankenlesen" beschrieben, aber komischerweise können Telepathen Nichttelepathen Gedanken zuschicken und nicht nur deren Gedanken erfahren).


    Das war genau das, was ich meinte. Wenn ich einem Menschen, der nicht auf dem Pfad des Sprechens in der Stille wandelt, meine Gedanken mitteile, dann kann der mir nicht darauf antworten. Denn um seine Gedanken auch "hören" zu können, müsste ich zusätzlich auch auf dem Pfad des stillen Lauschens wandeln - und zwar gleichzeitig. Ansonsten würde er gegenseitige Austausch nur zwischen zwei Wanderen des Sprechens in der Stille funtionieren.
    Wenn wir von Telepathie sprechen, dann meinen wir üblicherweise beides, also telepatisches Sprechen und Hören, kurz telepatische Kommunikation. Diese beiden Aspekte hatte Mara aber auseinandergepflückt und auf zwei Pfade verteilt. Und das erscheint mir schwierig bis willkürlich. Aber ich lasse mich gerne durch eine ausführlichere Erläuterung der "Stillen Pfade" eines besseren belehren.


    inarian

  • Quote

    Diese beiden Aspekte hatte Mara aber auseinandergepflückt und auf zwei Pfade verteilt. Und das erscheint mir schwierig bis willkürlich.


    Mir erscheint das logisch. :fluecht:
    Sprechen ist eben nicht hören. Mit Sicherheit wäre es einfach, beide Pfade zu einem zusammenzufassen, allerdings kann man ihn dann gleich "Telepathie" nennen oder "Gedankendialog".
    Das wäre wenig sinnreich, weil das "Hören" im Grunde das Entziehen von Gedanken aus einem anderen Menschen ist, während "Sprechen" eher ein gegenseitiges Bewerfen mit Gedanken ist.


    Als Metapher:
    Ein Hörer hockt hinter einer Steinmauer oder zwischen hohen den Ästen eines Baums verbirgt und belauscht unbemerkt Gespräche der Passenten.
    Die Nachricht des Sprechers ist der Ruf des Muezzin, die Polizeisirene, die Durchsage, die Spammail, der alle, die den Pfad nicht nutzen, nichts entgegnen können.


    Eine Fähigkeit erlaubt das Sammeln von Informationen (besser als Glockenvogel, wo man nur Wahrheit von Lüge unterscheiden kann -- vielleicht die Weiterentwicklung?), die andere den geheimen Austausch von Informationen.


    Da tun sich Fragen auf: Ist "Sprechen in der Stille" manipulierbar? Wie genau ist die Information? Ist der wiedergegebene Gedanke unverfälscht? Man kann den Informationsgehalt regulieren (sonst würde man sein ganzes Gehirn an jemanden verschicken), aber geht das auch im Detail? Kann man den Kontext verändern, damit die Botschaft falsch verstanden wird und so glaubwürdige Halbwahrheiten schaffen?

  • Quote

    Original von Merlin


    Eine Fähigkeit erlaubt das Sammeln von Informationen (besser als Glockenvogel, wo man nur Wahrheit von Lüge unterscheiden kann -- vielleicht die Weiterentwicklung?), die andere den geheimen Austausch von Informationen.



    Nein, sie erlaubt, jedenfalls so wie sie da im Moment steht nur das Senden von Informationen. Austausch ginge nur, wenn du zwei Wanderer des Sprechens in der Stille hast.


    inarian

  • Quote

    Nein, sie erlaubt, jedenfalls so wie sie da im Moment steht nur das Senden von Informationen. Austausch ginge nur, wenn du zwei Wanderer des Sprechens in der Stille hast.


    Da hast du recht.
    Anscheinend haben wir verschiedene Ansichten, ob solche Fähigkeiten positiv oder negativ sind.
    Klar, beide (in diesem Fall Pfade) gleichzeitig zu können hat mehr Vorteile.
    Auf der Ebene des biologischen Kommunikation könnte ein Gedankenlese-organ sogar theoretisch entstehen (wenn Zitteraale und -rochen doch nur den Fortpflanzungsprogrammen der Muhandyade folgen würden ;)).*
    Wie gesagt, mir scheint die Trennung, die mara vorgenommen hat "natürlicher". Das ist ein Scheinargument. Genauso kann man argumentieren, dass Magie nicht "natürlich", sondern nützlich zu sein hat.


    Alles eine Frage der Anschauung. :)


    *EDIT sagt, ich habe zu wenig geschrieben.
    Ein solches Organ würde Gedanken aufnehmen, also "hören", aber nicht versenden können.

  • Erstmal: Waaah entschuldigung Rin, du musst gestern gepostet haben, während ich die Antwort schrieb, und dann habe ich den Post gar nicht mehr gesehen ><.



    Zu deiner Frage und dem, was Abberline ansprach, mit sich nicht mögenden Pfaden und Wanderern: Da die Pfade auch immer eine psychische Wirkung auf den Wanderer haben, gibt es garantiert Kombinationen, die sich nicht vertragen. Allerdings ist allen Wanderern ein wenig zu eigen, dass sie irgendwann nicht mehr ganz so gut in das allgemeine soziale Umfeld passen, weil sie sich auf irgend eine Art und Weise 'entmenschlichen'.


    Es ist übrigens gar nicht möglich für ein und dieselbe Person, überhaupt nicht zueinander passende Pfade zu beschreiten. Wasser und Feuer sind hier aber nicht diametral gegenüber, sondern abseits hermetischer Elementarlehre sehen die Leute bei Lemna (und das scheint Pfadtechnisch zu passen) beides zusammen mit dem Pfad des Sturmes als Ausdruck von Bewegung und Flüchtigkeit. Sturm und Flamme passen zwar etwas besser zu einander als Woge und Flamme, aber die zwei schließen sich nicht aus. Was sich zum Beispiel ausschließt wäre... äh...


    Feuervogel und Mitternachtsvogel auf jeden Fall. Kristalline Kälte mag Flamme nicht. Die drei 'flüchtigen' Pfade Flamme, Woge und Sturm vertragen sich nicht gut mit Wandelnder Stein und Metallene Form. Puppenspiel geht nicht zusammen mit Gleichgewicht.


    Die Logik hinter der Pfadverteilung ist etwas... anders ^^. Glaube ich.



    Betreffs des Pfades der Stimme: Pfade wirken immer auf etwas ein, nie aber durch ein bestimmtes Medium, das Medium ist sozusagen der Wanderer und sein Körper, seine Emotionen und sein Verstand an sich. Es könnte vielleicht einen Pfad geben, der Geräusche aus dem Nichts erzeugt, aber ich denke das ist so eingeschränkt, dass ich es vielleicht zu den Tausend Masken packe - dann können die auch Illusionen mit Ton versehen ^^. Danke aber für die Idee, vielleicht wächst da doch noch mehr raus...



    Mit inarian habe ich gestern auch noch etwas gechattet und zugegeben, dass meine Einteilungen etwas seltsam willkürlich sind bei den telepathischen Sachen - und auch irgendwie nicht mehr ganz zu Lemna passen. Entstanden sind sie aus einer Romanszene, wo zwei Leute sich per Stillem Sprechen und Stillem Lauschen unterhalten und teilweise zwischen den Pfaden springen. Denn: warten sie auf das Stille Sprechen, kriegen sie nur was der andere sendet - lauschen sie dann auch immer zwischendurch, erhalten sie noch mehr Information. Stumme Herrschaft heißt übrigens, dass der Wanderer in den Verstand eines anderen Menschen eine Art 'Signal' sendet, dass dessen bewusste Kontrolle über sich selbst abschaltet. Ist man etwas besser, kann man jemanden in diesem 'Sparmodus' dann auch fernsteuern.


    Ich denke ich werde die Telepathie etwas einstampfen und einen Pfad des 'Inneren Bildes' machen. Der Wanderer kann damit erahnen, wie es um den Inneren Zustand des anderen beschaffen ist. Das heißt, er kriegt in den Bildern der Inneren Welt kodiert, wo sich der andere emotional und gedanklich gerade befindet. Das ist weniger 'kalt' als normale Telepathie und passt irgendwie besser in mein derzeitiges Bild von Lemna und dem Wandern. Fortgeschrittene könnten dann wiederum andere Bilder einpflanzen und so die Gefühle und indirekt die Gedanken des anderen etwas lenken.


    Ob ich die Stumme Herrschaft behalte? Bin mir nicht sicher. Aber auf jeden Fall in erster Linie auf das 'Ausschalten' anderer für kurze Zeit ausgerichtet und keine hilfreichen willenlosen Zombies.



    @ Merlin: puuuuh... *fissel* also...


    1. Danke für das Kompliment ^^.


    2. Der Pfad der Schatten ist nicht allzu häufig. Bisher sind mir nur zwei halbwegs bekannte Personen untergekommen, die ihn als ersten Pfad beschreiten. Ich denke eine Ausbildung darin zu bekommen ist nicht einfach... Von allen 'normalen' Pfaden (also nicht Dingensvogel) ist das wohl mit der seltenste. Zwei bis drei Prozent aller Wanderer? Das kann mir darin liegen, dass niemand versteht, wie er funktioniert. Er ist nicht sooo gut für den menschlichen Geist geeignet.


    3. Klare Erkenntnis biegt einfach um Verstehen einer Person herum. Kennst du den Effekt, wenn jemand was in Dialekt sagt, und du es im ersten Moment nicht verstehst, beim zweiten Hören dann aber ohne Probleme? So ähnlich ist das. Man liest und hört fremde Sprachen und versteht sie dabei, man schaut ein Rätsel an und sagt 'ach das ist ja leicht' etc.. Für den Anwender wirkt das Ganze natürlich und subtil. Für den Zuschauer nicht so. Man kann dadurch übrigens keine fremden Sprachen sprechen, nur verstehen, für ersteres muss man immer noch in die Schule. Ich denke sehr fortgeschrittene Wanderer werden zu taktischen Genies. Wie genau der funktioniert... niemand weiß es.


    4. Tausend Masken und Unendliche Wandlung sind auf jeden Fall getrennt - oder meintest du, dass die Pfade nah beieinander liegen sollen? Sie wirken aber grundsätzlich verschieden, Wandlung verändert den eigenen Körper, Masken schafft Illusionen für andere.


    5. Regenbogenvögel verändern die Welt um sich herum, nicht sich selber. Dafür sind die Leute der Unendlichen Wandlung da. Ich glaube sie selber werden immer blasser und unscheinbarer mit der Zeit und um sie herum warpt die Welt fröhlich vor sich hin. Die sind übrigens wahrscheinlich ausgestorben, insofern nicht höchste Priorität ;).


    6. Bücher bringen wenig fürs Wandern, es sei denn sie sind seeeeehr gut und schaffen es, bei jeder Person exakt die nötige emotionale und verstehenstechnische Grundlage zu schaffen. Klingt nicht danach, als gäbe es eine Menge Ratgeber 'How to Incinerate Your City in 10 Eay Steps'.


    7. Die Pfade wurden der Legende nach von den Ureinwohnern der Inneren Welt (und den indirekten Verwandten/Vorfahren) der Menschen angelegt, um auserwählten Menschen das Wandern zu ermöglichen und so die Äußere Welt und die Innere Welt aneinanderzuketten. Wenn es die nämlich noch gibt und sie noch aktiv sind, haben diese Inneren Wesen/Geister/Unbeständigen eine Heidenangst davor, dass die Welt ihnen davondriftet.


    8. Dass sich Dinge ähneln - passiert.




    P.S.: Lemnie funktioniert nicht über Zitteraalorgane oder sonstwas. Wie auch immer ihre Effekte zustandekommen - die körperliche Veränderung ist ein Effekt, keine Voraussetzung für das Funktionieren. *g*



    @ Abberline: hmmmm.... *denk* Ich bin mir immer noch nicht über die Topographie einig, aber Abzweigungen gibt es schon auf Pfaden - die werden aber nicht zu anderen Pfaden, sondern zu 'parallelen' Kräften. Zum Beispiel hat vor einigen Jahrzehnten ein Puppenspieler (die Hauchen Dingen Leben ein) das erste Mal eine Abzweigung auf seinem Pfad gefunden, die es erlaubt, etwas dauerhaft zu beleben. Vorher ging das nicht, weil alle geradeaus statt links gegangen sind, sozusagen. Ich denke eher, dass es am Ende so aussehen wird, dass von einem Ort Pfade ausgehen, die sehr nahe verwandt sind, und sich sozusagen in einem gestaffelten System (in Ringen oder Schalen mit einem Schritt pro Schale) nach außen bewegen. Dann können neue Orte am Rand dieses 10-Schalen Systems liegen oder mittendrin und wieder in eine andere Richtung laufen. Wird wohl sehr kompliziert aussehen, aber ein kleines bisschen wie deine Idee, weil wohl ein neuer Ort nahe der Mitte eines Pfades liegen kann, aber ich denke wirklich kreuzen werden die sich nicht...



    Hui. Viel. DANKE!!! So viele neue Ideen für die Lemnie hatte ich EWIG nicht mehr! Ihr seid klasse.

  • Was passiert mit langjährigen Anwendern der "Klaren Erkenntnis" (körperlich und psychisch)?


    Gibt es noch Orte, denen man die Veränderung durch die Regenbogenvögel anmerkt? Wie würde so ein Ort behandelt werden? Touristisches Reiseziel, Pilgerstätte, Opferstätte, heiliger Ort? Ein Ort den man meidet, weil dort nicht alles mit rechten Dingen zugeht?


    Quote

    'How to Incinerate Your City in 10 Eay Steps'.


    Du hast "easy" auch ohne "s" geschrieben. Am besten du suchst nach Titeln im Südselweischen, vielleicht findest du doch den einen oder anderen Ratgeber.


    Quote

    P.S.: Lemnie funktioniert nicht über Zitteraalorgane oder sonstwas. Wie auch immer ihre Effekte zustandekommen - die körperliche Veränderung ist ein Effekt, keine Voraussetzung für das Funktionieren.


    Das es sich um Symptome und nicht um Ursachen handelt, hast du bereits sehr klar gemacht. Insofern war mein Vergleich mit der Tierwelt unglücklich gewählt.
    Der Pfad des "Inneren Bildes" hört sich nicht schlecht an. Es stellt sich die Frage, wie stark Wanderer vom Anschauen der Bilder emotional betroffen sind -- werden die Spiegelneuronen aktiv oder bekommt man die genauen Gefühle des Gegenübers mitgeteilt?
    Zweiteres hätte Implikationen für die Philosophie.

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    Original von Mara


    Ich denke ich werde die Telepathie etwas einstampfen und einen Pfad des 'Inneren Bildes' machen. Der Wanderer kann damit erahnen, wie es um den Inneren Zustand des anderen beschaffen ist. Das heißt, er kriegt in den Bildern der Inneren Welt kodiert, wo sich der andere emotional und gedanklich gerade befindet. Das ist weniger 'kalt' als normale Telepathie und passt irgendwie besser in mein derzeitiges Bild von Lemna und dem Wandern. Fortgeschrittene könnten dann wiederum andere Bilder einpflanzen und so die Gefühle und indirekt die Gedanken des anderen etwas lenken.


    Hm, weißt du, was mir beim nochmaligen Lesen des Freds ins Auge sprang? Wie wäre es, wenn du einen der verborgenen Pfade in diese Richtung ausbaust? Ich dachte da jetzt ganz speziell an den "Traumvogel", denn der war ja schon ein wenig in die Richtung konzipiert:


    Quote

    Original von Mara


    Traumvogel (oft auch Schwan genannt, aber lemnische Schwäne sind ein wenig anders als unsere) gibt Visionen, Eingebungen und vage Beeinflussung anderer.


    Ich finde, eine solche "Telepathie, wie du sie oben beschreibst kann ja schon sehr mächtig werden und wäre damit eines verborgenen Pfades durchaus würdig, oder?


    Nur so eine Idee.


    inarian

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