Posts by Giélu Wetaras

    Also auch wenn du Tabellen nicht magst, kann das zumindest hilfreich sein, um das Geschichtswissen zu sortieren und zu strukturieren.
    Wie auch Lyrillies schrieb, ist die gängigste Methode die Sortierung nach Zeit, dann die Sortierung nach Fachgebiet und dann erst die Beleuchtung verschiedener Orte.
    Das hat mehrere Vorteile:

    1. Es gibt so gut wie keine Lücken, da zu jeder Zeit immer irgendwo etwas passiert.
    2. Es ist einfacher technische/wirtschaftliche/soziale etc. Entwicklungen nachzuvollziehen.

    3. Du vermeidest doppelte Erwähnungen, da bestimmte Ergeignisse durchaus mehrere Regionen betreffen können. Diese können dann gemeinsam abgehandelt werden (Bsp.: Dreißigjähriger Krieg, Zweiter Weltkrieg)


    Dieser Ansatz hat sich ja auch im Geschichtsunterricht durchgesetzt.

    Was noch auffällt und natürlich in der Quellenlage bgründet liegt:

    Je weiter man in der Zeit zurückgeht, desto weniger Ereignisse werden beschrieben.
    Das hat zur Folge, dass Ur- und Frühgeschichte trotz ihrer Zeitspanne von mehreren tausen Jahren meist recht knapp abgehandelt werden, während die letzten tausend ausführlich beschrieben sind, die letzten hundert noch viel ausführlicher.

    Ich weiß nicht, wie komplex deine bisherige Wissensbasis ist, aber es klingt schon so, als würde dabei ein bisschen mehr als ein dünnes Heftchen herauskommen ;)


    Wenn du keine Freundin von Tabellen bist, können auch Programme wie OneNote oder Obsidian helfen, dein Wissen zu organisieren, bevor du etwas endgültig zu Papier bringst.


    LG Olli


    Hier sollten nach Rednerwechsel mehr Zeilenumbrüche gemacht werden.

    Vor allem auf Bildschirmen ist eine solche Formatierung schwierig zu lesen, finde ich.

    Danke für dein Feedback :)

    Ich hatte das Problem, dass die Länge erst zu lang war und der Beitrag deshalb nicht gepostet werden konnte. Da hab ich es rauskopiert und dann einen kürzeren Teil wieder rein. Dabei sind sämtliche Zeilenumbrüche verloren gegangen.
    Die meisten habe ich dann manuell wieder eingefügt, aber offenbar sind mir da ein paar durch die Lappen gegangen :meh:

    Dass ich direkte Rede verwendet habe, hatte den Grund, dass ein Text dadurch meistens deutlich lebendiger und die Figuren nahbarer wirken.
    Ob ich das aber wieder so machen würde, weiß ich nicht. Stilistisch ist das jedenfalls nicht so einfach.

    Die gilt eher für den zweiten Teil. Ich musste die Geschichte nur wegen der Zeichenzahl teilen.
    Im Prinzip geht es da um Gewalt durch Waffen, keine sexuelle Gewalt oder dergleichen.
    Die betreffenden Stellen sind kurz, in einer entschärften Version müssten die Personen dennoch irgendwie durch irgendwen umkommen.

    Hier die Fortsetzung


    Die Legende vom Waldvolk unter Oldok - Teil 2


    Am folgenden Tag verkündete er vor allen Bewohnern, was nun zu tun sei:

    „Auf den sechs hohen Gipfeln bauet jeweils einen Turm. Darauf sei eine Wacht zu jeder Zeit, gleich, ob die Sonne scheint, ob es schneit oder der Sturm tost. Und kein Rauschen eines Zweiges, das ihr von dort aus vernommen, soll mir verborgen bleiben und über alles sollt ihr mir berichten, was ihr gesehen. Wenn die Tapatyfier kommen, sollen eure Hörner erschallen, dass es von den Hängen des Tales widerhallen möge.

    Des Weiteren soll eine Schar sich aufmachen nach Norden und nach Osten. Haltet Ausschau nach den Kräftigsten und sagt allen, dass Krieg kommen wird.

    Und wir alle werden den Tapatyfiern Fallen stellen in den Wäldern. Denn keiner kennt sie besser als wir und alle Wege darinnen. Sie greifen stets in großer Formation an. Doch wird ihnen das nichts nützen. Denn zu steil und zu undurchdringlich sind unsere heiligen Gefilde.“


    Da fragte einer: „Was aber tun wir, wenn sich keiner uns anschließen mag. Wenn sie die Gefahr nicht sehen wollen, weil es ihnen so weit entfernt deucht?“


    Oldok aber sprach: „Denen sagt, dass der Frieden, den sie zu bewahren glauben, nur ein Schein ist, denn wenn die Tapatyfier erst uns erobert hätten, werden sie nicht zögern, auch jene Länder zu beflecken. Wer aber Frieden will, der muss ihn sich teuer erkaufen. Entweder, indem er sich wehrt oder aber indem er sich unterjochen lässt. Und glaubet mir, dann wärt ihr lieber erschlagen worden.“


    Das bewegte alle in der Stadt und schnell ging ein jeder an die ihm zugedachte Aufgabe. Wann aber die Tapatyfier kommen mochten, das wusste niemand. Und Oldok hoffte inständig, dass sie den Winter ziehen ließen.

    So kam es auch, denn das eigentliche Gebiet der Tapatyfier sind angenehmere Ländereien mit Palmen und allerlei Obstbäumen und nichts hassten sie so sehr wie die Kälte.

    Unterdessen waren die Wachtürme gebaut und die Fallen gestellt, sodass kein Fremder sich mehr in das Gebiet am Fluss zwischen den Bergen wagte.

    Gidok aber, der die Schar anführte, um Verbündete zu suchen, ließ auf sich warten und Oldok wurde von Tag zu Tag unruhiger.

    Keine Kunde kam zu ihm, ob er gefangen, getötet oder einfach fortgeblieben sei. Da wurde Oldok das Herz schwer und Furcht ergriff ihn, dass er sich und die seinen ins Unglück gestürzt hätte.

    Der Winter ging vorüber und Eisschollen trieben auf dem Fluss, der erschreckend angeschwollen war.

    Die erste Blume regte sich unter den noch kahlen Bäumen und die Sonne stieg auf. Da kamen von Norden her am Ufer entlang schwer gerüstete Krieger. Ihre Zahl war groß und alle dachten, nun sei der Krieg auch aus anderer Richtung gekommen.

    Doch es war Gidok und mit ihm tausende andere vom Flusse Jundal, vom Pokarde oder aber vom nördlichen Bonume-Strom.

    Genug waren auch unter diesen Völkern, die Tarier als Ahnen hatten. Und so bedurfte es keiner großen Überredungskunst, sie gegen die Tapatyfier ziehen zu lassen.

    Als der Fluss sich wieder beruhigte und das Wetter freundlicher wurde, da wussten alle, dass die Ankunft der Feinde nicht mehr lange auf sich warten ließe.

    Und so kam bereits in der folgenden Nacht ein Bote von einem der Wachtürme und trat in das Haus Oldoks und sagte:

    „Feuer haben wir gesehen. Eine ganze Reihe in der Ferne. Etwa einen halben Tagesmarsch entfernt. Dort haben sie ihre Lager.“


    Am Morgen dann waren alle zeitig erwacht, denn mit dem ersten Sonnenstrahl zog Rauch durch das Tal und alle wussten, dass dies das Zeichen der nahenden Armee war. Die Kinder und die alten wurden nun eilends in die verborgenen Höhlen unterm Taiallas gebracht, mit Nahrung und Wasser, damit sie ausharrend konnten mindestens zwölf Tage lang.


    Eine Kriegerschar stellte sich an den Ufern des Stromes auf. Ein Teil davon überquerte ihn und sie spannten Taue von ungeahnter Länge darüber, an denen die Seiler Wochen gearbeitet hatten.

    Die meisten aber gingen in die Wälder zu den Fallen und sie versteckten sich in Gräben und Gruben und jemand, der den Hain hätte durchqueren wollen, wäre dem Schein erlegen, er sei alleine dort und nicht umgeben von einer Stadt in den Bäumen.


    Als nun die tapatyfischen Krieger anrückten wurden sie schnell der unheimlichen Stille gewahr, denn alle Siedlungen waren verlassen.

    Wie vormals kamen sie auf Booten den Fluss herab. Doch dieses Mal waren es dutzende und im Rhythmus der Trommeln wurden die Ruder geschwungen.

    Wie die ersten aber näher kamen, sahen sie die Taue über dem Fluss und eilig verließen sie die Boote, ehe die vordersten Masten sich in den Seilen verfingen und zum Kentern gebracht wurden, bis schließlich alle Taue zerrissen. Einige ertranken da, denn die Strömung war stark und viele wurden von den schäumenden Walzen im Wasser in die Tiefe gezogen und wurden nicht mehr gesehen. Die anderen Bootsführer aber waren nun gewarnt und gezwungen rasch ans Ufer zu gelangen, wo man sie bereits mit gezogenen Klingen erwartete.

    Wie eine Herde wilder Büffel stürzten die Tapatyfier aus den Booten und rannten auf den Strand zu und Mordlust blitzte in ihren Augen.

    In ohrenbetäubendem Lärm vom Gebrüll und metallenen Schlägen brandeten beide Heere aufeinander. Darunter auch Oldok, der mit brennendem Herzen und in der Hoffnung, die Seinen zu verteidigen, sich einen nach dem anderen vornahm, bald eine Brust und bald einen Schädel mit Axt und Schwert zerschmetterte.

    Doch zahlreich waren die Gegner und Oldoks Krieger wichen zurück in die Wälder und dort kehrten sie den Feinden den Rücken und flohen vor den Tapatyfiern. Dies aber nur zum Scheine, denn tief hinein wollten sie die Angreifer locken und die steilen Berge sollten ihnen schnell die Kraft rauben.

    Da wähnten sich die Tapatyfier plötzlich alleine im Walde und dachten, ein schneller Sieg sei ihnen geschenkt worden.

    Plötzlich ging einer zu Boden und die anderen sahen erst nicht, was geschehen war. Wie sie aber ihren schreienden Kameraden umdrehten, sahen sie, dass ein Pfeil in seinem Halse steckte. Da bekamen sie Angst und wussten, dass sie in einen Hinterhalt geraten waren. Weitere Pfeile flogen mit lautem Surren durch die Luft und weitere Krieger fielen. Sie versuchten sich als Linie zu organisieren, doch das gelang nicht, denn der dichte Bewuchs aus Bäumen und Büschen machte dieses Unterfangen zunichte. Da kamen Pfeile auch von oben und sie sahen, dass viele von Oldoks Schar in den Bäumen saßen. Das stoben die Tapatyfier auseinander und viele von ihnen stürzten in verdeckte Gruben, die von scharfen Speeren gespickt waren und nicht wenige wurden daran aufgespießt.

    In diesem Gewirr dauerte der Kampf noch bis zum Mittag des dritten Tages an und immer kleiner wurde das Heer der Feinde.

    Da rief einer in der Sprache Oldoks: „Haltet ein! Haltet ein!“

    Und der Kampfeslärm verstummte.


    Von den Tapatyfiern aber trat einer hervor und gab sich als ihr Heerführer zu erkennen und er sprach:


    „So also kämpfen die Krieger des Waldvolks? Im Verborgenen und nicht in offener Schlacht? Wir aber wollen uns ergeben, denn das ist kein Kampf, den wir ehrenhaft gewinnen können.“ und mit diesen Worten ließen die Tapatyfier ihre Waffen fallen und knieten nieder, um ihr Leben fürchtend.

    Oldok aber, dessen Seite verwundet war, rief mit aller Kraft, die er aufbringen konnte: „Es ist unsere Art zu kämpfen nach der Art, wie die Natur und die Götter sie uns gegeben haben, denn wir leben nicht auf weiten Ebenen sondern an schmalen Ufern und in den Tälern des Gebirges. Und nicht wir haben unehrenhaft gekämpft, denn nichts anderes haben wir getan, als unsere Heimat zu verteidigen. Darum sage ich: es war recht. Und nehmet dieses als Mahnung, dass keiner mehr von eurem Volke uns jemals wieder behelligen möge. Nun leget all eure Waffen und eure Rüstung ab und geht zurück zu euren Booten und verlasst diese Gestade bis zum Sonnenuntergang.“

    Und Oldoks Krieger führten sie alle durch den Wald bergab bis zum Ufer des Flusses. Doch wie schon die Kriegerinnen, die vor Monaten die Botschaft überbrachten, war es ihnen nicht möglich über die Stromschnellen flussaufwärts zurückzufahren. So blieb ihnen nur der Uferweg übrig.

    Als aber der letzte von ihnen den schmalen Pfad betrat, blies Oldok sein Horn. Und das war ein geheimes Zeichen, denn von der Seite stürmte aus dem Wald eine weitere Schar aus seinem Gefolge und erschlug alle. Schnell kam der Tod über sie, denn sie hatten weder Schild, noch Panzer noch Schwert und einige sprangen in den Fluss um sich zu retten. Doch Oldoks Krieger, die lange an seinen Ufern gelebt hatten, waren allesamt gute Schwimmer und so ward jeder Tapatyfier, der nicht erschlagen wurde, in den Fluten des Stromes ertränkt.


    Da färbten sich die Wasser rot von Blut. Und nichts gräulicheres wurde seitdem je wieder zu den Füßen des Taiallas gesehen.


    Viele der Kriegerfrauen waren bestürzt ob dieser Tat und eine von ihnen sprach zu Oldok:


    „Ein Fluch ist der Blutrausch der Männer. Wer sich ergeben hat und wehrlos ist, gleicht einem Kinde. Und niemand, der einem Kinde gleicht, sei er ein Greis oder aber einer von kindlichem Geiste, darf getötet werden, so wollen es unsere Gesetze. Du aber und deine Männer, haben Unrecht getan und Unrecht wird auch euch angedeihen, bis alle eure Taten gesühnt.“


    Darauf stieß Oldok ihr im Zorne sein Schwert in die Brust und sie starb im gleichen Augenblick und er sagte mit grimmiger Miene:

    „Wer noch an mir zweifelt und an meinem Urteil oder aber sich gegen mich erheben sollte, der möge es ihr gleichtun oder aber gehen und mir fortan nicht mehr unter die Augen treten!“


    So wandelte sich die Bewunderung für Oldoks Mut in Angst vor seinem Jähzorn und solange er lebte, wollte ihm keiner mehr widersprechen, denn alle, die treu zu ihm standen, waren wie auch er selbst stets bereit, jedes seiner Urteile zu vollstrecken.


    Ihre Wirkung hatten die Gräuel indes nicht verfehlt, denn für über hundert Jahre wagte keiner mehr, das Waldvolk anzugreifen.


    Oldok aber wurde zum König der geeinten Völker gekrönt und sein Reich war das erste in unseren Landen

    und mit seinem Leben endet auch seine Geschichte.

    Ich sitze nach wie vor an meinem kleinen Machwerk "Geschichte der Geschichte", in dem ich in epischer Form die Geschichte Oldaniens verarbeite.
    Zur Erinnerung: Kirmon ist der Planet, Hauptfokus liegt auf dem Land Oldanien, nur falls es Verwirrung wegen des Threadtitels gibt.


    Die Gründungslegende Oldaniens ist eine sehr ambivalente Geschichte, sodass Teile davon über Jahrhunderte gerne ausgespart wurden.


    TRIGGERWARNUNG: ES WIRD DURCHAUS GEWALTTÄTIG


    Die Legende vom Waldvolk unter Oldok - Teil 1


    So heißt es, dass die Tarier nach dem Untergang ihres Reiches nicht nur an den Küsten Nordamariens siedelten, sondern dass ein Teil von ihnen zur Überwindung des großen Schmerzes weit nach Süden vordrang. Schließlich erreichte diese Schar das Gebiet, wo der große Strom Bonume jene Berge durchbricht, die wir heute das Zentrale Hügelland nennen. Alle Völker, die an diesem Strome siedelten, sei es an seinem Mittellauf oder nahe der Mündung nennen wir heute die Bonumier. Der Oberlauf des Flusses, der die Große Aue durchfließt, gehörte damals jedoch zum verfeindeten Tapatyfischen Reich und es endet unweit des Durchbruches.


    Nun waren die Tarier unsicher, ob sie von den heimischen Bewohnern aufgenommen würden, denn weder kannten sie einander oder ihre Bräuche noch war einer des anderen Sprache mächtig. Doch verständigte man sich darauf, dass die Tarier etwas abseits von den Bonumiern siedeln durften. Direkt am Fluss sollten sie leben und sich von Fischen ernähren, die Feste aber wollte man zusammen feiern und dort gesellig sein und vom anderen lernen. Und es dauerte nicht lange, da waren sie einander so vertraut geworden, dass sie gemeinsame Städte bauten. Am Fluss sollten sie liegen und gleichsam zu Füßen des heiligen Berges Taiallas. Dort lebten sie in Eintracht und verschmolzen bald zu einem Volke, das sich das Waldvolk nannte, denn alle Berge ringsumher waren von dichten Hainen aus Umprat und Neldom bestanden. Wie nun aber die Stadt weiter wuchs, meldeten sich jene zu Wort, die tarische Ahnen hatten und meinten, man sei nun ein so zahlreiches Volk, dass es an der Zeit wäre, sich einen Herrscher zu erwählen.

    Das befremdete die Bonumier, denn jede Entscheidung bei ihnen entsprang bisher stets gemeinsamem Ratschluss. Und so wurde einige Jahre nicht mehr davon gesprochen.


    Doch eines Tages kam ein fremdes Schiff von flussaufwärts aus Südwesten gefahren. Das verwunderte und verängstigte das Waldvolk gleichermaßen, denn der Fluss erlaubte bisher keinem die Passage aus dieser Richtung, da mit dem Eintritt des Flusses in das Gebirge auch die großen Stromschnellen beginnen, die als ebenso tödlich galten wie die Wälder mit ihren wilden Tieren und Ungeheuern. Das Schiff legte am Strand vor der Stadt an und fünf fremdartige Kriegerinnen stiegen aus. Arme und Beine, Brust und Schultern waren in glänzende Panzer gehüllt und auf dem Kopf trugen sie silbern glänzende Helme, geschmückt mit Federn.


    Die Fischer am Ufer aber waren noch vor dem Festmachen in die Stadt geflohen und hatten die Bewohner gewarnt. Die mutigsten unter ihnen gingen zum Ufer, um zu sehen, was die Kriegerinnen begehrten. Eine Kriegerin setzte ihren Helm ab und zum Erstaunen aller, beherrschte sie die Sprache des Waldvolkes. Und sie sagte: „Wer unter euch ist der Herrscher dieser Stadt?“ Da trat ein junger Schmied hervor und sprach: „Wir haben keinen Herrscher. Was wollt ihr hier?“ „Wer bist du?“, fragte die Kriegerin in strengem Ton. „Ich bin Oldok, der Schmied. Meine Ahnen sind Tarier und Bonumier“ „Hör gut zu, Oldok, der Schmied“, antwortete sie, „wir sind die gesandten Kriegerinnen des Statthalters von Lei Eipo, untertänigstem Diener der Herrscher von Tapatyfien. Wir sind gekommen, weil wir euch in unseren Bund einschließen wollen. Dieses Tal ist für uns von großer Wichtigkeit. Wie ihr seht, können unsere Schiffe es durchqueren und wir wollen es durchqueren, um Handel zu treiben und euch allen Frieden, Ordnung und Wohlstand zu bringen.“ Da ward Oldok wütend und entgegnete: „Frieden haben wir und Ordnung machen wir untereinander aus. Doch kann kein Wohlstand es wert sein, dass man sich mit denen verbünde, die so viel Unheil über meines Vaters Volk brachten.“ Da lächelte die Kriegerin und sagte: „Ich weiß, vieles habt ihr zu entbehren. Wer Teil unseres Volkes ist, entbehrt aber nichts. Doch sollt ihr nicht ohne ein Zeichen unseres Vertrauens bleiben. Dort steht unser Schiff. Nehmt es und fahrt damit auf allen Wassern. Und darinnen sind Fässer voll Wein und Früchte und Gewürze aus fernen Landen, Getreide und kostbare Edelsteine. Nehmt dies alles und entgeltet es mit eurer Treue unserem Herrscher gegenüber.“ Da verschwanden sie zu Fuß auf dem schmalen Uferpfad und ließen die Stadtbewohner ratlos zurück. Angst kam da unter ihnen auf, Angst vor Krieg oder aber teuren Tributzahlungen, die sie sich gewiss nicht würden leisten können.


    Noch am gleichen Abend wurde daher Rat gehalten und wieder forderten die tarischen Nachkommen, dass nun ein König gewählt werden müsse und sie sich sammeln müssten, ehe es zu spät sei. Die bonumischen aber waren neugierig ob der schönen Geschenke, die die Tapatyfier ihnen gebracht hatten. Oldok jedoch, der von beiden Geschlechtern stammte, sprach: „Nichts von alledem sollt ihr anrühren. Denn wenn es mich auch schmerzt, dass sich die Tarier lange wieder nach solchen Dingen sehnen, so kommt es doch vom Feinde. Darum sage ich: werft die Fässer in den Fluss! Denn nimmer wird sich einer vom Waldvolk dem Willen der Südwestlichen beugen!“ Da brach großer Jubel unter den Tarienstämmigen aus. Die anderen aber waren in Sorge und einer von ihnen sagte: „Doch heißt es dann, dass es Krieg geben wird? Wir sind weder stark an Kriegern noch an Waffen und haben einem Sturm der Tapatyfier nichts entgegenzusetzen. Unsere Heimat ist uns teuer und als Freunde haben unsere Eltern euch aufgenommen. Ist das der Dank, dass ihr eure Feindschaft, die euch aus eurer Heimat vertrieben, nun hierher bringt?“

    Still war es da auf dem baumumstandenen Ratsplatz. Und Oldok meldete sich abermals zu Wort: „Wenn wir auf ihre Forderung eingehen, so kann doch niemand dafür bürgen, dass wir noch hier wohnen werden, noch dass sie uns verschleppen und zu Sklaven machen oder uns am Ende doch heimtückisch erschlagen. Daher bleiben uns nur Kampf oder die Flucht, doch wissen wir nicht, ob wir auch anderswo willkommen sind. Weit nach Süden mussten die Tarier einst gehen und viel Ablehnung erfuhren sie und erst die Bonumier, die hier siedelten, nahmen sie auf als Freunde. Darum sage ich euch: lasst uns kämpfen, damit die Südwestlichen von hier vertrieben seien auf ewig!“ Da brach abermals großer Jubel aus und auch die Bonumier hatten ein Einsehen. Und Pile, eine bonumische Wagenmacherin sagte: „Dann soll es so sein. Und folgen werden wir dir, wenn du dein Los annimmst und uns führst. Denn begonnen hast du es, so musst du es auch beenden.“ Noch ehe Oldok auch nur ein Wort erwidern konnte, hatten sich alle Versammelten schon vor ihm verneigt.


    Als der Rat sich zerstreut hatte und die Sterne sich im Wasser des Flusses spiegelten, stieg Oldok den schmalen Pfad zum Taiallas hinauf. Er kniete vor dem heiligen Baum auf dem Gipfel und sagte zu sich in Gedanken: „Was habe ich getan? Sollte ich wirklich ihr Anführer sein? Ich weiß mir nicht zu helfen, denn es ist aussichtslos, einen Krieg gegen die Südwestlichen zu gewinnen. Doch wollen wir uns ihnen auch nicht unterwerfen. O, welch hartes Schicksal, dass wir in diesen Zeiten leben müssen.“ Bitter weinte er da und vergrub sein Gesicht in den Händen.

    Plötzlich aber spürte er, wie die Kälte der Nacht wich und er hörte Vögel singen. Da blickte er auf und voll Staunens sah er, das die Welt erhellt war wie am Tage. Und er sah sich und eine Schar seines Volkes hinterdrein schreitend wie sie nach Norden und Osten gingen und in dreifacher Zahl kehrten sie zurück. Dann sah er sie alle am Ufer stehen, wie sie den Schwertkampf übten. Schließlich erblickte er dunkle Wolken, die von Südwesten heraufzogen und wie er sein Volk gegen die Dunkelheit führte, bis das Licht sich Bahn brach.

    Als dieses Bild vorüber war, wurde es wieder Nacht und der kühle Wind fuhr um sein Gesicht. Doch was er gesehen hatte, brachte seinen Mut zurück und eilends stieg er wieder hinab zur Stadt am Ufer.

    Das mit dem Mond, der nur von der Südhalbkugel aus zu sehen ist, geht auf keinem Fall. Auch Lagrange-Punkte, koorbitale Planeten und dergleichen helfen da nicht weiter. Das kannst Du vergessen.

    Da es ja Magie auf dem Planeten gibt, könnte man sagen, dass bestimmte magische Kräfte die Monde auf diesen astronomisch sonst unmöglichen Bahnen halten.

    Die Winde wehen auf der ganzen Erde mehr oder weniger stark und regelmäßig aus Westen. Deswegen sind Westküsten tendenziell feuchter und gemäßigter als Ostküsten.

    Da muss ich als Geograf und ehemaliger Meteorologiestudent leider widersprechen ;)

    Westwinde herrschen einzig in den gemäßigten Breiten vor.

    Das verlinkte Video ist gut, ich möchte aber nochmal ein paar Punkte zusammenfassen, die wichtig wären.

    1. Das Windsystem hängt ab von der Größe des Planeten, seiner Achsneigung und seiner Drehrichtung. Würde sich die Erde in die entgegengesetzte Richtung drehen, würden alle Wind exakt entgegengesetzt wehen.

    2. Von Norden nach Süden haben wir folgende Abfolge auf der Erde (grobe Einteilung)

    Nördl. Polarklima --> Polare Ostwinde --> z.B. Grönland
    Nördl. Subpolarklima --> Wechsel Polare Ostwinde (Winter)/gemäßigte Westwinde (Sommer) --> z.B. Alaska, Nordskandinavien
    Nördl. Gemäßigtes Klima --> Gemäßigte Westwinde --> z.B. Europa außer Nordskandinavien und Südeuropa
    Nördl. Subtropisches Klima ---> Wechsel gemäßigte Westwinde (Winter)/Nordostpassat (Sommer) --> z.B. Südeuropa, Teile Kaliforniens
    Nördl. Passatklima --> Nordostpassat --> z.B. Sahara

    Nördl. Tropisches Wechselklima --> Wechsel Nordostpassat (Winter)/Innertropische Konvergenz (Sommer) --> z.B. nördliche afrikanische Savanne

    Äquatorialklima --> Inntertropische Konverenz --> z.B. Amazonas, Afrikanischer Regenwald, Südostasiatischer Regenwald
    Südl. Tropisches Wechselklima --> Wechsel Südostpassat (Winter)/Innertropische Konvergenz (Sommer) --> z.B. südliche afrikanische Savanne
    Südliches Passatklima --> Südostpassat --> z.B. Kalahariwüste, Australische Wüste, nördliche Atacamawüste

    Südl. Subtropisches Klima --> Wechsel Gemäßigte Westwinde (Winter)/Südostpassat (Sommer) --> z.B. Südchile, SO Australiens, Norden Neuseelands, Südafrika
    Südl. Gemäßigtes Klima --> Gemäßigte Westwinde --> Patagonien, Süden Neuseelands
    Südl. Subpolarklima --> Wechsel Polare Ostwinde (Winter)/Gemäßigte Westwinde (Sommer) --> Feuerland, wenige Inseln wie Kerguelen, Nordspitze der

    Antarktischen Halbinsel

    Südl. Polarklima --> Polare Ostwinde --> Antarktis

    3. Klimatische Spezialfälle sind a) das hochozeanische Klima, das innerhalb seiner Klimazone deutlich kühler ist und übers Jahr fast immer ähnliche Temperaturen und Niederschläge aufweist, z.B. die westlichen Kanaren, die Azoren, Hawai'i, diverse Südseeinseln und auch die bereits erwähnten Kerguelen UND als zweiter Spezialfall b) das Hochgebirgsklima, das nur in ausgedehnten Hochgebirgen auftritt und wo innerhalb der Klimazone die Temperatur quasi nach unten verzerrt wird und die Niederschläge meist deutlich nach oben.


    4. Die Ostwinde der Passatzone sind sehr beständig, während die Westwinde sehr unbeständig sind. Während die NO- und SO-Passat eine Folge des dauerhaften Luftansaugens durch die Inntertropische Konvergenz sind, sind die Westwinde eine folge dynamischer Tiefdruckentwicklung an der sogenannten Polarfront, wo Polarluft und Subtropische Luft aufeinandertreffen und diese sogenannte Zyklogenese in Gang setzen. Auf der Südseite (Nordhalbkugel) bzw. Nordseite (Südhalbkugel) dieser Tiefdruckgebiete befindet sich die gemäßigte Klimazone, die durch die jeweilige Rotation der Tiefs (N-Halbkugel entgegen dem UZS) im Bereich des Westwindes liegt.


    5. Der Wechsel der Jahreszeiten erfolgt in Abhängigkeit vom Sonnenstand. Dadurch verschiebt sich die Innertropische Konvergenz im Sommer der jeweiligen Halbkugel in Richtung dieser Halbkugel, ist jedoch träge, sodass der maximal nördliche Stand erst einen Monat nach dem 21.06., der maximal südliche einen Monat nach dem 21.12. erreicht ist. Die Luft steigt an der Konvergenz auf, bildet ein gewaltiges Band aus Schauern und Gewittern, nach denen man quasi die Uhr stellen kann, da sie fast immer am Nachmittag auftreten. Deshalb sprechen wir im Äquatorialklima auch nicht von Jahreszeiten, sondern vom Tageszeitenklima. Dort hat die ITC quasi immer Einfluss und das Leben folgt dem Rhythmus von drückender Schwüle am Morgen und Mittag, Schauern und Gewittern am Nachmittag und einigermaßen erträglichen Abenden und Nächten nur durchbrochen vom Gebrüll der Affen und dem Gesang unzähliger exotischer Vögel. Der Wechsel der Jahreszeiten in der gemäßigten Zone kommt durch die Verschiebung UND Stärke der Polarfront zustande. Bsp. Europa: Die Polarwinde dringen im Winter weit nach Süden vor, weshalb es zu besonders lebhafter Tiefdruckbildung kommt. Daher sind an milden Tagen windiges, bisweilen stürmisches Wetter und Schauer an der Tagesordnung, während die echte Kälte nur dann Einzug hält, wenn die Polarwinde so weit nach Süden kommen, dass nur noch sie allein unser Wetter beeinflussen. Da diese Winde mit trockener Luft einhergehen, haben wir dann meist das typische Dauerfrostwetter mit strahlend blauem Himmel und -10°C am Mittag. Das, was wir im Winter eigentlich wollen, nämliche mäßige Kälte und Schneefall, der liegen bleibt, ist nur in einem schmalen Fenster zwischen diesen beiden Extremen, Westwind und Polarwind, möglich. Die besten Chancen bestanden im Tiefland dafür (bisher) immer Ende Januar bis Mitte Februar. Durch den Klimawandel schläft der Westwind jedoch zunehmend ein, da Polarwinde im Winter immer schwächer werden. Der Aus den Westwind resultierende Jetstream beginnt dadurch stark zu mäandern. Dadurch kann er im Wechsel Polare Luft weit nach Süden und subtropische Luft weit nach Norden katapultieren. Die Folge sind extreme Warmlufteinbrüche im Winter und extreme Kaltlufteinbrüche bereits im Oktober oder noch im Mai, was ernste Konsequenzen v.a. im Obst- und Weinbau haben kann.

    6. Wie die Temperaturen, v.a. aber die Niederschläge auf dem Planeten verteilt sind hängt nicht nur vom bereits genannten ab, sondern ganz wesentlich auch von der Land-Meer-Verteilung, von der Größe und Lage der Kontinente und von der Lage der Hochgebirge. Daraus resultieren nämlich nicht nur die Verschiebung der ITC, die in Asien am weitesten nach Norden kommt, weshalb Indien auch so berühmt für den Monsun ist, sondern auch die Lage der Meeresströmungen. Kalte Strömungen aus Polarregionen (Humboldtstrom) geben nämlich weit weniger Wasser an die Luft ab als warme Strömungen wie der Golfstrom.


    Das war ein bisschen viel. Aber ist vielleicht nochmal hilfreich ^^


    LG Olli

    Auch wenn es auf meiner Welt keine Magie gibt, so ist das doch ein spannendes Thema. In meinem Denken ist Magie halt insofern problematisch, als dass sie einen selbstbegrenzenden Effekt haben müsste, damit sie nicht außer Kontrolle gerät, sonst wird es immer in Knechtschaft der magisch weniger gebildeten enden. So weit denkt J. K. Rowling zwar auch nicht, aber bei ihr hat die Magie gewisse Gesetze, die manches unmöglich machen.


    Beim Nachdenken kam mir auch gerade die Frage, ob Magie von Naturgesetzen unterscheidbar wäre, wenn auf einer Welt keine Lebewesen exisiteren, die zu magischem Denken befähigt sind, quasi nur Pflanzen und Tiere. Wie würde sich Magie dort äußern, wenn quasi niemand sie aktiv anwenden kann?

    Das finde ich übrigens fast noch komplizierter, wie soll denn eine perfekt schlechte Welt aussehen?

    Wenn eine perfekte Welt durch Unvergänglichkeit, Unsterblichkeit und Unverletzlichkeit gekennzeichnet ist, dann eine perfekt schlechte Welt vermutlich durch das Gegenteil. Tod, Leid, Zerstörung und Vergehen sind dann der zentrale Inhalt. Und Lebewesen, die alles negieren und keine Freude empfinden. Das wäre zumindest mein Gedanke.
    Zu dem Gut-Böse-Ding:
    Natürlich kann man eine Welt als ISSO so basteln, dass alles perfekt ist. Es ging mir hier auch nur um das Unterscheiden-Können. Ein Mensch in einer perfekten Welt wird seine Welt eben nur als gegeben empfinden und nicht wissen, dass sie perfekt ist.

    So ganz rational betrachtet müsste doch eine Welt ohne Leiden und Tod bedeuten, dass es keine Lebewesen gibt, die etwas derartiges zu empfinden imstande sind.
    Ansonsten müssten alle Lebewesen absolut und ausnahmslos unzerstörbar und perfekt sein. Schon bei der Geburt dürfte es so etwas wie Verletzlichkeit nicht geben. Alles ist aus unvergänglichen Materialien erschaffen, nicht einmal radioaktiver Zerfall dürfte existieren, damit alles ewig seine Form behalten kann.
    Damit es irgendwie erklärbar bleibt, kann es sich also nur um die oben erwähnte Welt ohne Lebewesen mit Empfindungen handeln oder aber um eine,
    in der übernatürliche Mechanismen alles abfedern/rückgängig machen, was irgendwie zu Leid und Tod führen könnte. Das wird direkt philosophisch, denn wenn diese übernatürlichen Mechanismen nicht selbstständig tätig sind, sondern von handelnden Lebewesen ausgehen, so ist eine Kenntnis des Schlechten notwendig.
    Es liegt also schon eine gewisse Wahrheit darin, dass man das Gute und das Schlechte kennen muss. Ansonsten kann es nur exakt neutrale Zustände geben. Jede Abweichung, ob nach gut oder schlecht, führt zu einer Interpretation durch das Subjekt.
    Irgendwie muss ich dabei an den Sündenfall in der Bibel denken. Insofern wäre die Zeit am Anfang weder gut noch schlecht, sondern neutral. Durch das Essen der Früchte vom Baum der Erkenntnis erlangen Adam und Eva erst die Fähigkeit, gut und schlecht zu unterscheiden. Vorher haben sie einfach nur existiert.

    Ich mag diesen klassischen Zeichenstil total.


    Wenn du die Zeichnungen irgendwann in einem Buch abdrucken möchtest, wäre es wohl sinnvoll, den Kontrast noch entsprechend nachzujustieren, damit sie wirklich schwarzweiß sind und nicht schwarz mit gelblichem Hintergrund.


    Fürs authentische Flair ist es natürlich cool, wenn der Hintergrund nicht strahlendweiß ist.

    Witzigerweise habe ich für die Buchseiten im MS Word einen pergamentfarbenen Hintergrund gewählt. Vermutlich werde ich es aber doch noch alles weiß machen, sollte ich es auch mal drucken wollen.

    Dann will ich mal anfangen, auch was aus meiner Welt zu zeigen.
    Das meiste wird sich wie immer auf das Land Oldanien beziehen, da fast alles gebastelte dieses Land betrifft.
    Die oldanische Schrift hatte ich ja bereits im Thema Schriftproben vorgestellt.
    In diesem Thread werde ich aber nur Sachen zeigen, die ich gänzlich ohne Computer zustande gebracht habe.


    Ich beginne mal mit den ersten Illustrationen zu dem derzeit in Entwicklung befindlichen Buch Chronik unseres Landes.
    Das ist im Prinzip die oldanische Geschichte als Prosaerzählung.


    Da ich aktuell das Kalligrafieren nach langer Zeit mal wieder für mich entdeckt habe, sind alle Zeichnungen mit Bandzugfeder entstanden.



    Bild 1: Mit dieser Karte beginnt das erste Kapitel des Buches. Es gibt eine kleine Übersicht über die Region Nordamarien, wo sich auch später Oldanien entwickeln wird.
    Bild 2: Ist eine eher allegorische Darstellung des Schmerzes der Tarier, als ihr Inselreich durch einen Vulkanausbruch zerstört wird. Dazu existiert auch das Klagelied der Tarier.
    Bild 3: Ein Boot mit (hier nicht erkennbar) dunkelblauem Segel als Symbol für das Inselreich, wie es Oldanien, dass sich als Erbe Tariens sieht, noch heute verwendet.
    Bild 4: Ein Schwert von der Art, wie die Tarier sie verwendeten und nach dem Untergang ihrer Insel in Nordamarien weiterentwickelten.
    Bild 5: Die Hafenstadt Hanbonum (deutsch: Bonumünde) in der Zeit nach ihrer Gründung als ältestete Stadtgründung Nordamariens außerhalb der damals tapatyfisch beherrschten Gebiete.


    Es werden in der nächsten Zeit sicher noch weitere Illustrationen folgen. Das hier ist ja gerade mal das, was die frühe Zeit betrifft.
    Ich muss in den Linien noch etwas gerader werden, denn ich neige dazu, dass die Sachen rechts leicht nach unten wegsacken ^^


    Wenn ihr Anregungen habt, lasst es mich wissen.

    Das klingt sehr interessant, Giélu. Hast du vor, davon mal was zu zeigen, oder hältst du es lieber verborgen, bis es abgeschlossen ist? :)

    Ach, ich würde schon gern was zeigen, aber da es ja verschiedene Dinge berührt (Schreiben, visuelle Kunst) und auch erstmal nur ein Vorgeschmack wäre, weiß ich nicht, wo hier der richtige Ort dafür ist. Ich will mich jetzt auch mal ein bisschen mit Buchmalerei befassen. Zumindest Initialen und sowas.

    Ich habe im Laufe der Zeit ja schon viele Sachen begonnen und nicht weitergeführt, was meine Welt betrifft.
    Vielleicht kennt der ein oder andere von euch dieses Problem ja.
    Aber durch ein YouTube-Hörbuch über die deutsche Geschichte, das ich neulich beim Einschlafen anhörte, kam mir eine schöne Idee für Oldanien:
    Eine Geschichte der Geschichte. Soll heißen, dass die Geschichte des Landes als fortlaufende Erzählung beschrieben wird.
    Dabei geht es weniger um konkrete Jahreszahlen und eine wissenschaftliche Sicht, sondern es ist eher eine literarische Verarbeitung der Geschichte.
    Dabei sind Gedichte und Illustrationen eingestreut. Das hat meiner Kreativität beim Weltenbasteln neuen Auftrieb gegeben,
    denn ich habe jetzt wieder intensiv angefangen zu kalligrafieren. Mit der Feder zeichne ich auch die Illustrationen für Karten, bestimmte Ereignisse
    oder wenn beschrieben wird, wie eine Stadt aussieht oder ein Schwert oder ein Krieger etc.
    Auf das, was bisher fertig ist, bin ich schon recht stolz und ich denke, das könnte mal ein Werk sein, das auch vollendet wird ^^


    Momentan bin ich noch in der Frühzeit, habe die aber bald abgeschlossen. Zur Inspiration höre ich nebenbei Musik des frühen Mittelalters.


    LG Olli

    Die Menschheitsentwicklung auf Kirmon begann vor rund 180.000 Jahren im Südwesten des Großkontinents Amarien. Die Geschichtsschreibung beginnt vor rund 11.400 Jahren mit dem sogenannten Amaro-Zeitalter. Je nach dem wo neue Weltreiche ihre Macht errichteten entstanden neue Zeitrechnungen. Als sich der Staat Mandoya zu einer bedeutenden Seemacht entwickelt und dabei den Kontinent Kermarien entdeckt, beginnt die Kermarische Zeitrechnung vor rund 3.500 Jahren. Die aktuelle, von Oldanien ausgehende Zeitrechnung bezieht sich auf den Untergang des Inselreichs Tarien vor 2.187 Jahren.
    Diese hat sich im Laufe der Zeit durch den globalen wirtschaftlichen Einfluss Oldaniens auf dem Planeten ausgebreitet. Zwar sollte vor rund 700 Jahren eine neue Zeitrechnung eingeführt werden, nachdem ein weiterer Kontinent entdeckt wurde, aber durch Oldaniens Einfluss blieb man bei der Zeitrechnung Seit Tariens Untergang. Manche Länder verwenden die anderen Zeitrechnungen aus historisch-vergleichenden Gründen noch parallel. Aber mittlerweile ist in allen Staaten die oldanische Zeitrechnung die verbindliche.


    Die ältesten Geschichtsdokumente von vor 11.400 Jahren sind vor allem Kriegsberichte und Heldenlieder sowie Inventurlisten.

    Die Schulbildung erfolgt in Oldanien, sofern es die geistigen Fähigkeiten zulassen verpflichtend von der ersten bis zur zwölften Klassenstufe. Beginn ist im Alter von sechs Jahren.
    Jeder Ort mit mehr als 1.296 Einwohnern muss über eine Untere Volksschule verfügen, die die Klassenstufen 1 bis 9 enthält. Obere Volksschulen von Stufe 10 bis 12 gibt es dann in größeren Orten im ländlichen Gebiet. In den größeren Städten existieren meist Große Volksschulen mit sämtlichen Klassenstufen. Die Schwerpunkte sind von 1 bis 3 Sprache, von 4 bis 6 Gesellschaft und von 7 bis 9 Naturwissenschaften. In den Stufen 10 bis 12 wählen die Schüler nach vorheriger individueller Beratung ihren Schwerpunkt selbst. Dieser Schwerpunkt ist vorbereitend dafür, ob sie anschließend eine Theoretische oder Technische Hochschule besuchen.


    Oldanien ist in Provinzen und diese wiederum in Bezirke aufgeteilt. In jedem Bezirk muss es mindestens je eine der beiden Hochschulen geben mit einem angeschlossenen Forschungsinstitut.
    An den Hochschulen erfolgt die Berufsausbildung in Kooperation mit jeweiligen Partnerbetrieben. Es sind drei Ausbildungsgrade vorhanden. Die ersten beiden Grade umfassen je drei Jahre Ausbildung, der höchste Grad nochmals sechs.


    Die Hochschulen gingen aus den Friedenshäusern (Nyres) hervor, die im Laufe der Jahrhunderte vom Friedensorden (einer atheistischen Arbeits- und Kontemplationsgemeinschaft) im ganzen Land gegründet wurden, deren Bedeutung aber in der jüngeren Vergangenheit immer weiter abnahm.


    Schulen und Hochschulen bilden Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene.



    Das war jetzt relativ komprimiert, aber ich denke, das wichtigste habe ich erwähnt ^^