Posts by Ambicatus

    Moinsen zusammen.


    Ich bastel momentan zwei drei verschiedenen Ideen und suche grade nach Weltennamen, bin mir aber nicht ganz sicher, wie ich das dieses Mal angehen möchte. Deshalb wollte ich einfach mal fragen, wie ihr eure Welten benennt. Sind eure Weltennamen die Namen eines Volkes/einer Spezies aus eurer Welt für ihren Planeten, sind sie Beschreibungen des "Charakters" eurer Welt, werden aber von den dort lebenden Wesen nicht selbst genutzt (z. B. "Schattenwelt") oder etwas ganz anderes?
    Ich würde meinen Welten immer gerne Namen geben, die ihre Bewohner selbst nutzen, aber verschiedene Völker haben ja verschiedene Namen für ihre Welt, da finde ich es immer etwas unglücklich, durch den Namen Partei zu ergreifen. Deshalb suche ich meistens nach Konzeptnamen, aber ein Weltkonzept in einem Wort treffend zusammenzufassen ist gar nicht so leicht...

    Mir ist selbst noch etwas eingefallen. Anwender des Grün werden immer animalischer im Denken. Deshalb verlieren sie immer mehr die Fähigkeit zum abstrakten Denken. Höhere Gedankengänge sind für sie nicht mehr nachvollziehbar. Etwas tun, um essen zu haben, sich zu schützen oder andere grundlegende Dinge funktionieren noch, aber wenn es etwa um moralische Prinzipien oder Gesetze geht, wie etwa, dass stehlen etwas schlechtes ist, dann ist der Anwender raus. Wenn er Hunger hat und auf dem markt eine leckere Frucht sieht, dann wird er sie sich einfach nehmen wollen, ohne die Konsequenzen zu verstehen. Wenn er zu einer Fraktion mit einem bestimmten Weltbild oder einer Ideologie gehört, wird er diese immer weniger nachvollziehen können. Er wird sie vielleicht nicht mehr unterstützen und mit der Gruppe brechen oder die Prinzipien der Gruppe werden ihm einfach egal, weil er gar keinen Bezug mehr zu ihnen hat. Auch Komplotte, Intrigen und andere Verschwörungen sind über seinem Niveau. Listige taktische Manöver, die dem Instinkt zuwiederlaufen, sind ebenfalls kein Option mehr.

    Wenn Schwarz nicht klar als böse gelesen werden soll, dann finde ich die Attribute Lüge und Korruption vllt noch etwas ungünstig. Lüge ließe sich positiver formulieren als "List", und Korruption... naja, okay. Von Gier und Eigensinnigkeit her passt das schon. Aber vielleicht noch ein paar andere Attribute rein, die etwas auch die Vorteile anklingen lassen? Umbruch, Veränderung, Wandel...

    Du hast recht, vieles klingt negativer behaftet, als ich es im Kopf habe. Der erste Entwurf war damals auch noch für ein anderes Rollenspiel, wo das Schwarz noch etwas böser war. Aber jetzt soll es das ja nicht sein, deshalb danke für den Hinweis! :) Umbruch, Freiheit und Eigensinn könnte man dann noch als "schönere" Attribute anführen. Wobei der Veränderungsaspekt nur zum Teil das Schwarz ist. Das Schwarz beendet einen Zustand, führt einen Umbruch herbei, der Platz für Neues schafft. Aber diese Lücke mit etwas Neuem zu füllen ist etwas, was eher die Kraft des Grün ist. Also ein jein für Veränderung :D Ich werde das Konzept in einem anderen Thread nochmal ausführlicher diskutieren, bis dahin werde ich die Formulierungen aber nochmal überdenken.


    Die grün/schwarze Ecke oder die die weiß/schwarze Ecke fände ich auch interessant. Grad für Spieler.

    Grade bei Schwarz/Weiß sehe ich schon einige wirklich interessante Fraktionen vor mir. Wobei ich vielleicht noch erwähnen sollte, dass kaum jemand von der Existenz dieser Quellen weiß oder ihnen bewusst dient. Sie haben ja keine Gestalt, keine Namen und erscheinen niemandem, man kann nicht mit ihnen sprechen...sie sind halt "nur" Quellen der mystischen Mächte. Wenn ein Zirkel/Orden/ne mystische Tradition halt sich zwischen den Quellen ansiedelt, hat sie übrigens nur Zugang zu schwächeren Kräften, da die beiden Quellen, aus denen geschöpft wird, sich oft gegenseitig widersprechen und abstoßen. Man tritt sozusagen aus dem mächtigen Hauptstrom heraus in seichtere Gewässer. Ich bin mir noch nicht sicher, ob es dann leichter sein soll, die Kontrolle zu behalten.


    Ich finde es cool, dass du dir da so mentale Aspekte überlegst als Wirkung und Wirkmechanismus.

    Dankeschön! :)


    reptilienartige Merkmale, zB Reptilienaugen, die den Instinkt symbolisieren

    Interessant, die Verknüpfung zu Reptilien war mit gar nicht gekommen...ich finde die Idee gut, aber ich sehe an den mutierten Menschen eher Merkmale anderer Säugetiere. Hörner, Krallen, Zähne, Fell etc. Eine Art rückwärts gewandte Evolution quasi.


    Was ich mir auch gut vorstellen könnte, ist eine besondere Verbindung zur Erde oder eine Fähigkeit, die damit einhergeht (z.B. Regeneration durch das Berühren von Erde etc.)

    Eine Verbindung zur Erde wäre auf jeden Fall passend. Da das Ganze aber am Ende Hintergrund für ein Rollenspiel sein soll, weiß ich noch nicht, ob ich die Charaktere da wirklich mit einer Fähigkeit beschenken will. Diese Veränderungen sollen ja eigentlich eine Art Beschränkung sein, Zauber nicht zu stark zu benutzen. Daher sollten sie sich eigentlich eher negativ auswirken...aber man könnte das ja einfach umdrehen. Wenn der Charakter keinen Erdboden berühren kann (weil er z.B. in einem Gebäude ist oder einer gepflasterten Stadt), heilt er generell weniger oder kann sich schlechter konzentrieren. So herum ist es eine ziemlich coole Idee finde ich, danke für den Vorschlag :)


    Das finde ich auch schwierig. Zuerst dachte ich an Merkmale, die jemanden "reiner" erscheinen lassen, z.B. ebenmäßige Haut und Haare etc. Es könnte aber auch auf eine Art und Weise unheimlich sein, wenn ein Überschuss dieser weißen Kraft besteht, z.B. durch ein eintretendes Schweigen bei der Person, das würde auch zur Passivität passen. Vielleicht kann es soweit gehen, dass diese Personen im "Endstadium" weder sprechen, noch sehen, noch hörren, noch riechen etc können, weil das alles "verreint" wurde im Sinne von einer "Verstumpfung" durch den Überflüss der weißen Kraft.

    Ja, Reinheitsmerkmale wären eigentlich ziemlich interessant. So würde es ja vielleicht (je nach Ansehen der jeweiligen Weißen Anwender vor Ort) auch zu sozialen Auswirkungen kommen. Er wird angegriffen oder bespuckt, Leute finden ihn einfach unheimlich und meiden ihn, Leute wollen, dass er ihre Kinder segnet und er kann sich nicht unbemerkt durch die Stadt begeben...Als äußerliche Merkmale könnte ich mir tatsächlich reine Haut, komplett glatte Haare und vielleicht eine Weißfärbung von Haut, Haaren und Augen.
    Oh ja, stell dir mal einen Priester vor, glatte Haut, weiß wie Morgennebel, lange fast schneefarbene Haare, hellgraue Augen und man weiß nie, ob er einen bemerkt oder nicht. Er starrt durch einen hindurch, als wäre man gar nicht da. Er spricht nicht, er bewegt sich nicht, keine Reaktion, aber wenn er etwas sagt, dann erscheint es als unendliche Weisheit. Wäre als Spieler vielleicht etwas langweilig, aber das bekommt man halt, wenn man zu viel mit gefährlichen Kräften herumpfuscht.


    Ich sehe, dass du dich schon damit beschäftigt hast, aber vielleicht lohnt sich ein bisschen weitere Recherche zu den Hindu-Göttern Brahma, Vishnu und Shiva, die meines Wissens genau für diese Aspekte und Beziehungen sehen, ja noch für zusätzliche Anstöße und Ideen.

    Naja, beschäftigt ist vielleicht etwas euphemistisch. Ich weis, dass es dieses Konzept im Hinduismus gibt und das war es auch schon :D Ich will mich auch nicht zu dolle inspirieren lassen, sonst neige ich immer zum einfallslosen kopieren.


    Mir selbst fällt für den weißen Aspekt sofort die viel genutzte Beschreibung "alterslos" ein. Also in meiner Vorstellung faltenlos, aber doch nicht jung aussehend. Vielleicht ausgemergelt, wie du schon überlegt hattest. Auch Haarlosigkeit kann ich mir gut vorstellen.

    Alterslosigkeit würde ganz wunderbar passen. Das passt auch super zu den weißen Haaren und der hellen Haut von oben, die werden ja eh einen ähnlichen Effekt haben. Ausgemergelt, aber nicht alt. Glatte Haut, aber nicht jung. Einfach nur weiß und alterslos. Besonders viele Weiß-Anwender in den späteren Stadien müssten zusammen wirklich unheimlich aussehen, weil sie ja körperlich immer mehr Merkmale gemeinsam haben. Vielleicht bekommen sie ja sogar ähnliche Gesichtszüge, sodass sie wirklich wie ein individualitätsloses Kollektiv auftreten können...ja, die Idee gefällt mir wirklich gut.


    Weiß: Ich muss an den Übergang vom Mensch zum Stein denken: Die Gesichtszüge werden undetailierter (Verlust der Individualität). Katatonie, mitden dazugehörigen Symptomen. Verlust der Sexualität oder der Genitalien. Verlust der Kreativität. Geistige Abwesenheit. Lässt sich nicht ablenken bzw. reagiert nicht mehr wenn gerufen. Farbenblindheit. Abnahme der Intelligenz. Augen geschlossen halten. Verliert die Haare. Faszination mit sehr simplen Dingen/Abläufen (Sekundenzeiger/Kerze/Pendel zusehen). Zurückgefahrener Metabolismus (Appetitlosigkeit, schweißlos, kein Harndrang). Geht nur noch in gerader Linie. Bewegt der Kopf oder die Augen nicht mehr. Wiederholt Aussagen von anderen. Versucht mit anderen Personen im Chor zu sprechen. Zorn auf Personen die anders denken, auch bei belanglosen Dingen. Versucht Dinge/Menschen "gleichzumachen".

    Wie hier die Ideen zusammenpassen, super witzig :D Die Gesichtszüge sind gekauft! Verlust jedes sexuellen Tribes (Neues erschaffen wollen wir ja nicht) und eine körperliche Angleichung der Geschlechter passt ja auch wirklich gut zu dieser Idee.
    Bei der Abnahme von Intelligenz und Kreativität bin ich mir nicht sicher...Kreativität würde schon passen, weil das Finden neuer Wege ja eher nicht dem Weißen Weg entspricht. Verlust der Intelligenz wäre für mich eher etwas für Grüne Anwender, weil diese ja tierhafter werden.
    Generelle Katatonie und Abwesenheit passt auch gut, auch gepaart mit dem meditativen Interesse an simplen Abläufen.
    Mit Personen im CHor sprechen gefällt mir wirklich gut, das stelle ich mir in einer gemischten Gruppe sehr nervig-witzig vor und in einer Gruppe von Weißen sehr, sehr unheimlich.
    Zorn auf Andersdenkende...vom Ding her ja, allerdings stelle ich mir die Weißen eher emotionslos vor. Geringere Andwender, die noch nicht stark verändert wurden, werden diese Abneigung oder Verachtung sicherlich spüren. Aber alle, die den Pfad der Weißen Veränderungen beschreiten sollten eigentlich eher emotionslos werden.


    Grün: Unkonzentriert. Hibbelig. Gebücktere Körperhalten, bis zum gelegentlichen Laufen auf allen Vieren. Abneigung gegen Kleidung. Erhöhte Sexualtrieb (z.B. wird durch attraktiven Personen stark abgelenkt). Körpergeruch. Leicht erschreckbar. Nervosität. Großer Hunger. Fieber. Manie. Klettert auf Dinge. Erhöhte Ausdauer. Springt und tanzt beim Gehen. Sucht Körperkontakt (fasst andere Menschen an). Beißt in Dinge. Kein Bedürfnis sauber zu sein. Leckt sich. Gibt Laute von sich. Greift nach Gegenständen. Verliert Ekel. Flieht eher bei Angst. Haare wachsen schnell und lang.

    Erhöhte Ausdauer würde ich wie bei Mrs. Mortisaga andersrum machen. Verringerte Ausdauer, solange er nicht in einem irgendwie gearteten Kontakt zur Natur ist. Vielleicht können geringere Stufen dieses Makels noch mit dem Tragen von Naturartefakten ausgeglichen werden, z.B. einer Halskette aus Knochen, einem Schmuck aus Federn oder einer Krone aus Baumwurzeln.
    Alle anderen Dinge gefallen mir wirklich sehr gut! Sehr tierisch, habe direkt einen hyperaktiven Hund vor Augen :D Das sind auch alles Dinge, die den Charakter in potentielle Schwierigkeiten bringen können und ihn dazu treiben könnten, Menschen generell zu meiden bzw. von ihnen gemieden zu werden.

    Genau so ist es gedacht. Im Wertekanon des Weiß steht die Gemeinschaft über dem Individuum. Das klingt erstmal ganz gut und selbstlos, bedeutet aber auch klare Hierarchien, kollektivistische Gesellschaften und begünstigt vielleicht sogar totalitäre Staatsformen, da die ja den Wandel idR besonders unterdrücken. Die Einstellung weißer Anwender kann vielleicht mit dem Jedi-Orden verglichen werden. Ja, sie sind selbstlos und spüren keinen Zorn und keine Angst, aber sie unterdrücken/verlieren ihre menschlichen Gefühle, dürfen/können keine Liebe empfinden und sie werden so stoisch, dass sie fast jede Menschlichkeit verlieren.


    Keine der drei Kräfte ist erstmal "gut" oder "böse". Das Grün ist nicht liebe nette Natur, sondern eine urtümliche Macht, die Zivilisation zerstört und wild und entfesselt ist. Das Weiß ist auch nicht gut, sondern eine Macht der Unendlichkeit, der das Leid einiger kleiner Menschen egal ist. Und das Schwarz soll auch nicht "böse" sein, aber auf jeden Fall eine zerstörerische Kraft. Es hat aber auch einige Seiten, die wir Menschen als "gut" empfinden würden, wie etwa Individualismus. Ich habe es hier nicht so ausführlich ausbreiten wollen, deshalb kam das vielleicht nicht ganz rüber. Das Konzept dahinter ist, dass es alle drei Kräfte braucht, damit die Welt funktionieren kann. Wenn alle drei im Gleichgewicht sind, können Dinge wachsen, eine Zeit lang leben und dann wieder sterben, um Platz für neues zu schaffen. Ähnliche Konzepte gibt es glaube ich im Hinduismus mit Wishna, Brahma(?) und sonstwem, die auch für Geburt, Leben und Tod stehen, ohne das eines der drei Dinge gut oder böse ist.


    Es soll allerdings auch Mischzonen geben. Beispielsweise kenne ich bereits Anwender der Grünen Quelle, die sich innerhalb der Grünen Quelle an den Rand des Weiß begeben (oder andersrum, noch nicht sicher). Die Kräfte dieser Gruppen sind auf Heilung und Wiederherstellung fixiert, nicht auf rohe, wilde Kraft. Die Weiß/Grüne Ecke ist auch der Ort, an dem ich die meisten Spieler verorten würde. Natur und Wachstum ohne gedankenlose Wildheit und Gemeinschaft und gewisse moralische Vorstellungen, ohne das Individuum zu vergessen. Aber das nur am Rande. In so 1000 Jahren bin ich so weit, das Gesamtkonzept einmal vorzustellen :D

    Vielen Dank für deine Ideen zu so später Stunde schonmal! :) Das waren genau die Denkanstöße, die ich brauchte!



    Falls es in Richtung Gegensatz von Schwarz geht,

    Das Grün ist kein Gegensatz zu Schwarz, alle drei sind miteinander gleichermaßen unvereinbare Kräfte. Da die Dunkelheit im Sinne der Nacht in meinem Verständnis ein ganz natürlicher Teil der Natur ist, würde ich die Idee nicht übernehmen.
    Die Abwesenheit rationalem Denkens gefällt mir aber sehr gut, er wird sozusagen innerlich immer "tierischer". Vielleicht könnte er auf höheren Stufen der Veränderung ja sogar die Fähigkeit der Sprache verlieren.
    Über die beruhigende Wirkung auf Tiere hatte ich auch nachgedacht, ich will die aber nicht zu Hippie-mäßig rüberkommen lassen. Einige Nutzer des Grün sollen sich in monströse Bestien verwandeln können, da würde das unpassend wirken. Je nach Art der Fähigkeiten kann es aber auch gut passen, wenn der Charakter spirituell und eher auf die heilenden Kräfte dieser Quelle bedacht ist etwa. Im anderen Fall müssten Tiere dann ja eher die Flucht ergreifen, ähnlich wie beim Schwarz *grübel*
    Angst vor Menschenmengen und Städten ist sehr gut, vielen Dank! :D Das kann man sicher super mit einem Gefühl der Entfremdung verbinden. Die Anwender fühlt sich unter Menschen nicht mehr wohl und zieht sich immer öfter in die Wildnis zurück, wo er sich geborgen fühlt...geilon.
    Oh ja, das passt sogar gut zum System. Viele "Grüne" haben einen oder mehrere Tierkörper, in die sie wechseln können. Es würde bei denen super passen, wenn der Tierkörper die Barriere zwischen beiden Gestalten durchbricht und beide langsam zu einem Körper werden. Der Nutzer verliert sehr anschaulich die Kontrolle über seine Macht und wird von ihr verschlungen.
    Jaa die Sinne sind auch eine super Idee! Das lässt sich auch super mit dem Angleichen der Gestalten verbinden. Wenn die Tiergestalt sehr gut hören kann, dann schleicht sich dies auch in dem menschlichen Körper ein und wird zum Nachteil, weil der Nutzer es nicht mehr kontrolliert an- und ausschalten kann.




    Zu der asketischen Lebensweise hatte ich auch noch eine Idee bekommen: er isst, wie in deiner Idee, immer weniger, bis er schließlich gar keine Nahrung mehr zu sich nimmt und immer öfter stundenlang in Meditation o.ä. versunken ist. Er wird zwar sehr langlebig und altert nicht mehr (die Idee der Ewigkeit im positiven), aber sein Verstand versinkt immer öfter in der Ewigkeit seiner Quelle, bis er irgendwann nie mehr zurückkehren kann und zu einem ewig lebenden, aber quasi hirntoten Wesen wird. Ich meine, da mal eine Geschichte über einen buddhistischen Mönch gelesen zu haben, der nach 100 Jahren Meditation oder so noch immer leben soll.
    Der Verlust an Emotion passt auch sehr gut. Er wird sehr passiv und will sich nur noch in seine Meditationen vertiefen, um der Quelle nahe zu sein. Er kann immer weniger menschliche Gefühle wie Hunger, Durst, Angst vor Verlust, Schmerz und ähnlichem nachvollziehen, weil er sich selbst schon so sehr von den "kleinen" Problemen des Lebens gelöst hat.


    Wie die Gemeinschaft hier rein passt, weiß ich nicht. Vielleicht könnte er einfach keine Einsamkeit mehr ertragen und meidet große freie Flächen.

    Gemeinschaft hab ich mir dazu geschrieben, um zum Egoismus und Individualismus der Schwarzen Quelle abzugrenzen. Ihr geht es nur um den Gewinn einiger gieriger mächtiger Individuen, während die Weiße Quelle eher Wert auf eine "reine" Gemeinschaft legt, deren Mitglieder die Werte der Quelle leben. Finsterer Nekromant vs. Sonnenkirche, sozusagen. Das ist aber fürchte ich zu sehr auf andere Menschen bezogen, als dass ein einzelner Anwender davon betroffen werden könnte. Außer natürlich, er verliert seine Individualität völlig... *denk* Er kann sich vielleicht irgendwann gar nicht mehr an seinen Namen erinnern, wer er ist, was er mag, was er will.




    Jo also vielen Dank auf jeden Fall für deine tollen Ideen, da hast du sogar noch ein paar Ideen aus mir rauskitzeln können :D

    Moin allerseits!


    Ich bastel grade nach langer Zeit an einer neuen Welt. Insbesondere denke ich grade viel darüber nach, wie ich das Magiesystem gestalten will. Das ganze soll später als Hintergrund für Pen&Paper Abenteuer mit Freunden dienen, deshalb habe ich einen gewissen Fokus auf Spielmechaniken und Umsetzungen im Rollenspiel. Das Setting wird leicht futuristisch sein. Es geht um eine Welt, die von Menschen unserer Erde durch Portale besiedelt wurde, aber nach einer noch nicht näher definierten Krise auf der Erde alle Verbindungen dorthin verlor. Das Tecchniklevel ist also leicht futuristisch, aber viele Errungenschaften gingen auch wieder verloren und sind mittlerweile eher seltene Artefakte.


    Ich habe einige Dinge, die ich bisher über die "Magie" dieser Welt weiß und eine konkrete Frage.
    Was ich bisher weiß:


    1. Magie, oder "mystische Kräfte", wie ich es lieber nennen will, nehmen ihre Macht aus drei Urkräften. Das sind keine Götter oder bewusste Wesen, eher Quellen von macht, die für bestimmte Konzepte stehen. Sie haben daher auch keine selbstgewählten Namen, daher benutze ich meine Arbeitstitel.

    Das Grün, das natürlich für Wachstum, Geburt, Ursprünglichkeit, Wildheit, Instinkt und Impulsivität steht.
    Das Weiß, das für das Bestehen, die Ewigkeit, die Reinheit, die Gemeinschaft, Disziplin, Geduld, Passivität etc. steht.
    Das Schwarz, dementsprechend der Tod, das Ende, Aggressivität, Verfall, Egoismus, Lüge, Gier und Korrution steht.


    Jeder Mystiker nimmt seine Kraft also aus einer dieser Quellen. Jede der existierenden Traditionen steht in ihrem Denkmuster einer dieser Quellen nahe und bezieht seine Kraft aus ihr.


    2. Ich möchte keinen Mana-Balken oder ähnliche Konstruktionen, um den Gebrauch von Magie zu beschränken. Meine Idee ist eine andere. Jedes Mal, wenn ein Mystiker eine Kraft benutzt, öffnet er seinen Verstand für die Macht seiner Quelle und kanalisiert ihre Macht durch seinen Willen in eine bestimmte Form. Jedes Mal, wenn er das tut, riskiert er, überwältigt und im Sinne der Quelle verändert zu werden. Wenn man die Kraft wenig nutzt und etwas Zeit zwischen den Einsätzen verstreichen lässt, passiert nichts schlimmes. Wenn man allerdings mehr von der Quelle in seinen Verstand lässt, als man innerhalb der kurzen Zeit verarbeiten kann, dann wird man geistig und körperlich im Sinne der Quelle verändert.



    Und hier nun meine Frage. Bei der Veränderung durch das Schwarz habe ich viele Ideen, wie sich diese Veränderungen ausdrücken können. Die Augen bekommen seltsame gruselige Farben, eine dunkle, beängstigende Aura, die Schatten tanzen und Dinge verwesen lässt, Lichtempfindlichkeit, Tiere haben Angst vor einem, schreckliche und blutige Illusionen verfolgen einen, Aggressivität wird zum dominanten Charakterzug des Anwenders, sein Körper selbst wird zu einer Ruine, wenn die dunkle zerstörerische Kraft der Quelle ihn immer mehr schwächt, er altert und wird gebrechlich etc. Bei den anderen beiden Kräften habe ich allerdings deutlich mehr Probleme, mir spannende Veränderungen einfallen zu lassen. Wie verändert die Weiße Quelle einen Anwender und wie die Grüne Quelle?


    Ich bin für alle Anregungen dankbar und bitte entschuldigt, dass ich so lange gebraucht habe, um auf meine Frage zu kommen :D

    Ich bin dem Link gefolgt, aber dass viele Orte Salem heißen ist für mich kein Grund, den Namen nicht zu wählen. Ich wusste nicht ganz, was du meintest :D Den Namen habe ich bewusst gewählt, weil er bestimmte Assoziationen weckt, ohne, dass es EINE Sache gibt, die man damit verbinden würde. Ich denke dabei an alte Städte und Menschen wie Jerusalem und Methusalem, gleichzeitig aber auch an diese Hexengeschichte, irgendwo bei H.P. Lovecraft kommt das glaube ich auch vor, in manchen Spielen (wie etwa Fallout 49 heißen manchmal Gegenden so...diese Verbindung aus Altem und Unheimlichen beschreibt finde ich die Atmosphäre Salems sehr gut.



    Jedem alten DSA-Hasen dürfte sofort klar sein, welche Ecke Aventuriens dafür Pate stand. Die Parallelen zu den Hjaldingern sind frappierend. Sorry.
    Doch vermutlich lege ich die Messlatte zu hoch an. So lange du und deine Rollenspiel-Runde damit klar kommen, ist das selbstverständlich ok. Ich persönlich liebe die Thorwaller mit ihren Eigenheiten in Aventurien.

    Jap, das ist aus DSA geklaut und stammt aus der Zeit direkt vor der ersten Runde. Ich war total im Stress und brauchte schnell noch etwas Hintergrund.
    Allerdings hat DSA die Thorwaler ja auch nicht alleine erfunden. Wie bei vielen anderen Sachen sind die Parallelen zu der echten Welt sehr offenkundig. Blonde Krieger, die Runen malen, mit Hacksilber zahlen und auf Inseln im Norden leben? Das sind natürlich unschwer erkennbar die Wikinger. Eine starke Seemacht mit einer Mischkultur aus Orient (tulamidisch) und europäisch (mittelländisch), die brutal mit ihren Kolonien umgeht und super reich ist? Spanien zur Zeit ihrer Kolonien. Das Hosrareich ist Frankreich, das Mittelreich ist Deutschland, das Bornland ist Polen unter der Herrschaft des Deutschen Ordens etc. Auch die Schöpfungsgeschichte mit Titanenkriegen oder so ist jetzt nicht wirklich neu.
    Klar, Hjaltingen habe ich aus Zeitdruck relativ ungefiltert übernommen, aber das hat auch DSA mit realen Dingen getan. Ich behaupte, außer besagter Gegend und dem Wort "Praios" habe ich nicht mehr oder weniger abgekupfert als andere auch.

    Hmm, was ich hier etwas komisch finde ist, dass die Freiheit wohl sein größter Aspekt ist, aber der Gott dennoch als ein eher großes und schwerfälliges Tier dargestellt wird. Kraft. Da hätte ich eher einen Vogel erwartet z.B. Wenn Mut und Kraft zu seinen Eigenschaften zählen, ist er ein bzw. sind seine Anhänger kriegerisch orientiert? Oder ist damit eher Mut zu etwas anderem, wie eben beispielsweise dem Streben nach Freiheit, gemeint?

    Einen Vogel verbindet man auf den ersten Blick natürlich eher mit Freiheit, aber wenn man mal drüber nachdenkt...ein Vogel ist klein, Wind und Sturm schutzlos ausgeliefert, meistens ein Schwarmtier und eher unten in der Nahrungskette. Ein Wal dagegen ist groß, mächtig, hat keine Feinde (außer die verdammten Tamworther, die ihn seines Trans wegen jagen) und kann schwimmen, wohin er will. Er ist der König der Meere, niemand kann ihm befehlen. So war meine Assoziationskette :D



    Dass die Welt in Dunkelheit gehüllt wird wenn er platzt hört sich finde ich etwas zu klischeehaft an. Es wäre halt gut zu wissen, was genau dann passiert, eine ewige Nacht vielleicht oder ist die Dunkelheit ein Synonym für Wahnsinn?

    Stimmt, das könnte ich noch etwas mehr ausarbeiten. Denkbar wäre zum Beispiel eine Flut von bösen Geistern, da Naad ja quasi die schlechten Eigenschaften jedes Toten absorbiert. Wenn diese auf Gaea zurückfallen, könnten sie sich als böse Schattenwesen manifestieren und alles Lebendige töten wollen. Ich werde darüber nachdenken, danke für den Tipp :)



    Ein klassischer Naturgott. Da er Lügen verachtet wird er wohl von den Schwache verlangen, dass sie zugeben, dass sie schwach sind. Ist er dann eher von ihnen angetan, weil sie ehrlich sind oder verachtet er ihre Schwäche? Was ich etwas komisch finde ist, dass der Hirschmann einen Wolf erschaffen hat - umgekehrt würde es wohl plausibler klingen, der Nahrungskette nach.

    Stärke ist nicht immer körperlich. Wer sich selbst eingestehen kann, dass er lügnerisch, feige oder faul ist, der kann daran arbeiten und steht schönmal höher in Bógs Gunst als der stärkste Krieger, der sich nicht eingestehen will, dass er ein kleiner Lügner ist.
    ...erschaffen haben soll. Wie die ganze Geschichte eigentlich war, dazu komme ich später noch :) Du darfst Bóg nicht als Hirsch sehen, das Geweih ist quasi seine Krone, die seinen Status als Herr der Tiere darstellen soll. Und dieser erste Werwolf ist kein mensch in Wolfsgestalt, sondern ein Wesen, das pure Wildheit zum Ausdruck bringt und daher halt Klauen, Zähne und ein Fell hat, aber nur auf den ersten Blick wolfsähnlich aussieht.




    Die Kombination aus Weisheit und Launenhaftigkeit finde ich schwer vorstellbar. Wenn sie so weise ist sollte sie eigentlich auch über der Rache stehen. Da brauche ich mehr Informationen über Wronas Wesen, vielleicht hört sich das dann plausibler an

    Da hast du Recht :D Ich ersetze "Weisheit" hiermit durch "Wissen". Sie weiß viel über die Welt und ihr Gefüge und auch einige Dinge, die andere Götter als verboten betrachten. Aber weise ist sie wegen ihrer Launenhaftigkeit wohl eher nicht.




    Das Gegenteil also von Bóg, obwohl beide mit Wäldern in Verbindung gebracht werden?

    Ürsprünglich waren Bóg und Ógan eine einzige Gottheit, doch mit der Zeit spalteten sich die Lager der Anhänger und so geschah es auch mit den Göttern. Wie sich der Glaube der menschen auf die Götter auswirkt, dazu komme ich später noch, das arbeite ich nämlich grade aus :)




    Hier würde ich mal gerne wissen, inwiefern seine Anhänger für Zerstörung und Mord sind, wenn ihre Heimat bedroht wird? Suchen sie dann trotzdem eine friedliche Lösung oder sind sie in diesem speziellen Moment für Gewalt offen?

    Im äußersten Notfall und nur zum Zwecke der Verteidigung, wenn alles andere gescheitert ist und weglaufen nicht in Frage kommt, werden die Ógan-bor handgreiflich. Allerdings versuchen sie, niemanden zu töten und nur ein Minimum an Gewalt anzuwenden. Statt einen Angreifer zu erschlagen wird er zum Beispiel mit Baumwurzeln gefesselt, sodass er keine Gefahr mehr darstellt. Also ist Gewalt in Extremsituationen als Notlösung legitim, aber halt nur so wenig wie möglich.




    Irgendwo habe ich diese Geschichte schon einmal gehört, glaube ich...Wie tritt Jari mit den Sterblichen in Kontakt, wenn gerade nicht Winter ist?

    Jari ist inspiriert von den nicht-kriegerischen Aspekten Odins. Die Geschichte habe ich mir ausgedacht, aber solche Geschichten gibt es ja viele.
    An manchen Orten kann man ihn auch im Sommer treffen, allerdings ist er selbst im Winter ein sehr seltener Gast, da seine macht so sehr abgenommen hat, dass es sogar einige nichtgöttliche Wesen gibt, die mehr Macht haben als er.




    Einzig die Kombi aus großen, angeberischen Kriegshammer und Bescheidenheit finde ich hier etwas merkwürdig, hätte da passend zur Eigenschaft eine eher weniger...nun ja, "fette" Waffe erwartet. Was sind die Beweggründe der Kirche, seine Anbetung zu tolerieren? Gerade so ein "Heldengott" dürfte ja einiges an Anhänger anziehen können, besonders in schlechten Zeiten und dann eine Bedrohung darstellen?

    Legitimer Einwand, aber ich finde, ein Hammer ist eine eher bescheidene Waffe. Klar, sie sieht mächtig aus, aber eigentlich ist es ja nur ein zweckentfremdetes Werkzeug. Ein Schwert, ein Morgenstern, ein Streitkolben...das sind Waffen, die für den Krieg erfunden wurden. Ein Hammer ist eine Waffe, die jeder mann im Haus hat, nicht die Wahl eines edlen Kriegers. Klar, ein riesiger Hammer sieht protzig aus, aber ich finde, er wirkt besser als ein Schwert oder ein Morgenstern. Eine Axt war auch in der engeren Auswahl, aber ein Hammer ist halt richtig "badass" :D




    So, gefällt mir schon ziemlich gut, was mir aufgefallen ist steht oben Weiter so! Ich finde deine Welt echt interessant.

    Dankeschön :)




    Ahoi Swafnir.

    Jop, Hjaltingen habe ich aufgrund großen Zeitdrucks vor der ersten Runde zu großen Teilen assimilieren müssen.




    Satuaria lässt grüßen. Doch Dörfer die daraufhin zu Matriarchaten werden, gefallen mir.

    Nicht wirklich. Ich habe mich an der Morrigan (Rabenvögel, Nacht, Hexe...) und Lilith (Weiblichkeit, Wollust...) inspirieren lassen. Kann ja nix dafür, dass DSA bei den gleichen Vorbildern abguckt wie ich :D




    Cernunnos? Hörn? Doch die impulsiven Anhänger stelle ich mir spannend vor.

    Wer oder was ist Hörn? :D
    An einem klassischen starken Naturgott, der etwas Wildnis verkörpert hat für mich kein Weg vorbei geführt. Diese Cerunnos-nahe Darstellung war irgendwie unvermeidlich. Allerdings war Cerunnos ja auch der Gott der Fruchtbarkeit, was bei Bóg nicht der Fall ist. Außerdem stand Cerunnos nicht explizit für Kraft, Wildheit usw. sondern nur für den Wald und die Tiere.




    Ok, ich nenne ihn nicht Rondra. Kriegsgötter haben naturbedingt gewisse Ähnlichkeiten. Zumindest verfolgt Born aber die selben Ideale wie das DSA-Pendant.

    Rondra unterscheidet sich deutlich von Born finde ich. Rondra erinnert mich immer etwas an Thor mit ihrer Hitzköpfigkeit, dem Gewitter und dem Donner und so. Sie steht für Sturm, Zorn, usw., während Born dagegen für Disziplin, Bescheidenheit und auch Selbstlosigkeit steht. Einzig die Aspekte des Kampfes und der Ehre überschneiden sich. Ich finde, für zwei Kriegsgötter sind sie sehr unterschiedlich. An Rondra habe ich während Borns Erschaffung auch nie gedacht.




    Wie lernen sie von einander? Wenn die Götter nicht direkt eingreifen, wie sollen dann die Ógan-bor von ihrem Gott auf den rechten Weg gebracht werden? Und wenn alle 'Priester' Ógans isoliert voneinander im Wald leben, wie erhalten sie Nachwuchs für ihre Glaubensgemeinschaft? Ähm, Glaubensisolationisten? Ähm, gemeindefreie Einsiedler-Priester?

    Wenn ein Ógan-bor merkt, dass er alt wird und in naher Zukunft wohl sterben wird, dann sucht er sich einen starken Baum, der noch nicht zu alt ist. Er stellt sich direkt vor den Baum, lässt seine Füße von Wurzeln umwickeln und beginnt eine Art Meditation, während der er mit der Hilfe Ógans Kraft in den Baum hinein leitet. Dieser beginnt daraufhin, enorm schnell zu wachsen, bis er den Druiden völlig umschlossen hat. Dieser befindet sich nun im Baum, wo sein Körper sich nach und nach mit dem Baum verbindet und mit der Zeit verschmilzt. Am Ende befinden sich nur noch einige Überreste des Körpers im Inneren des Baumes, der Geist des Ógan-bor lebt nun aber im Baum. Auf diese Weise kann er so lange überleben, wie der Baum lebt. So warten sie jahrzehntelang, bis sie jemanden sehen, den sie für würdig betrachten. Das kann ein Jäger sein, der in der Nähe ist, ein Wanderer, der grade vorbei geht, ein Kind, das im Wald spielt oder sonstwer. Zu diesen Menschen nehmen sie dann Kontakt auf (wie genau das geht, weiß ich noch nicht). Nimmt der neue Lehrling an, wird er von dem Baum, bzw. dem Druiden ausgebildet. Fortgeschrittene Kommunikation wäre vielleicht dadurch möglich, dass der Lehrling den Baum berührt und in eine Art Trance fällt, in der der Druide mit ihm sprechen kann. Allerdings wird er seeeeehr....laaaangsaaaam...spre...chen...denn immerhin ist er jetzt quasi ein Baum, und die sind nicht so fix.




    Du hast ein paar wirklich gute Ideen. Trau dich ruhig stärker von den DSA-Vorbildern abzuweichen. Oder wenn sie dir einfach zu sehr ans Herz gewachsen sind, gestatte ihnen gewisse Eigenheiten, die sie von den Inspirationsquellen deutlicher abheben.

    Danke :) Besonders zu Beginn habe ich tatsächlich viel von DSA genommen, weil ich alles vom Aufwand her deutlich unterschätzt hatte und für die erste Runde halt noch einiges an Hintergrund brauchte. Vor allem Hjaltingen ist noch sehr DSA, bei Praios ist es vor allem der Name. Sonnengötter haben halt fast immer Aspekte wie Wahrheit, Licht, das Gute, Gerechtigkeit etc. Aber für alles, was aus der neueren Schöpfungszeit kommt habe ich kein DSA mehr als Vorbild verwendet. Danke für den Tipp :)




    Wenn die Priester Leute die zu dem Zeitpunkt noch nicht viel "Böses" aufgenommen haben ermorden, werden die Priester dann nicht selbst "böse"? Ich nehme einfach an, dass Mord von dem Kult als etwas schlechtes verurteilt wird. Oder wird das wie frueher auf den Kreuzzuegen erklaert: "Einen Unglaeubigen zu toeten ist kein Mord!". Es waere interessant zu wissen was fuer allgemeine Moralvorstellungen der Kult hat. Und werden die Leute auf der Liste schlicht in ihrem Haus erschlagen, oder gibt es dafuer spezielle Rituale? Ausserdem scheint die Apokalypse ja unabwendbar, mit der Praxis laesst sich das Ende ja nur herauszoegern, ausser das Boese in den Seelen wird langsam von Naad verdaut, sodass wieder mehr Platz fuer neue Seelen ist.

    Wenn ein Mann aus niederen Motiven wie Gier, Rache oder Hass mordet, dann ist das laut den Naad-Gemeinden "böse". Wenn aber ein tapferer Mensch einen (Prä)Bösewicht tötet, um das Ende der Welt aufzuhalten, dann kann das doch nicht böse sein, oder? ;)
    Über die Moralvorstellungen habe ich mir noch keine ausschweifenden Gedanken machen können, aber das wird auf jeden Fall noch nachgearbeitet :) Allgemein war der Moralkodex mal härter, momentan verliert er immer mehr an Bedeutung. Auch das Wesen Naads ist deutlich dunkler geworden im Vergleich zu älteren Zeiten. Warum das so ist, das sage ich dann im nächsten Naad-Update :D
    Es gibt ein Ritual, in dem der Assassine (meist von dem jeweiligen Priester selbst ausgebildete Schüler) den Namen seines Opfers sowie seinen ungefähren Aufenthaltsort erfährt. Er leistet einen Schwur, diese Person zu töten und nicht zu ruhen und nicht wiederzukehren, bis es vollbracht ist. Der Mord selbst kann überall und auf jede Weise vollbracht werden, sollte allerdings möglichst schnell erfolgen, da der Assassine ja nicht weiß, wann genau sein Opfer denn nun diese böse Tat begehen wird.
    Tja, ich schwanke auch noch zwischen "Apokalypse no matter what" und dem "Verdauen". Ich kann mir auch einen Wandel von der Vorstellung des Verdauens zu der unabwendbaren Apokalypse vorstellen, der mit dem Wesenswandel Naads einher geht. Ich werde da nochmal dran feilen :)





    Also, viele Dank für euer Feedback auf jeden Fall, bitte nicht den Kopf schütteln über doofe Anfängerfehler wie die DSA Sache und die Namen generell, ist meine erste ernsthaft erstellte Welt, bin also ein totaler Anfänger :lol: Aber langsam wird es :)

    Hier also wie versprochen ein Thread für Götter, Religionen und Übernatürliches.

    Wie Götter entstehen und was sie genau sind ist im Moment in Arbeit, deshalb stelle ich hier erstmal alle Götter vor, die ich bisher halbwegs ausgearbeitet hab.


    Onir


    Onir ist ein alter Meeresgott, der in Hjaltingen verehrt wird. Da diese Provinz die letzte ist, die in Sanktuarien eingegliedert wurde, ist der ursprüngliche Glaube der Menschen dort noch relativ stark ausgeprägt, aber nicht vergleichbar mit Kessing. Onir soll den Menschen in der Gestalt eines Wales erscheinen. Er ist verantwortlich für die Gezeiten, Stürme und den Wellengang. Er steht für Kraft, Mut und die Freiheit. Vor allem das Streben nach Freiheit hat sich tief mit der gesellschaftlichen Struktur Hjaltingens verwoben. Bevor die Kirche das Land einte, war es in viele kleine Gebiete und Gemeinden zersplittert und nicht regierbar. Auch jetzt noch ist Hjaltingen autonomer als die anderen Provinzen.


    Naad

    Bei Naad handelt es sich um einen eher finsteren Totengott aus Salem. Naad wird auch als "der Verschlinger" bezeichnet und meist in der Gestalt einer riesigen, blutegelähnlichen Kreatur dargestellt. Er soll im Jenseits warten und sich von dem Bösen in den Seelen der Toten ernähren, damit diese frei von Sünde sind und verblassen können. Doch eines Tages wird Naad so viel Böses in sich aufgenommen haben, dass er platzen wird. Daraufhin wird die Dunkelheit die Welt überschwemmen und jedes Leben vernichten. Der Kult des Verschlingers ist heutzutage sehr unpopulär und nur noch im Osten des Landes präsent. Im Süden und im Westen Salems wird er seit Jahren beständig vom Praioskult verdrängt. Die Praioskirche steht dem Kult des Verschlingers natürlich sehr ablehnend und teilweise sogar feindselig gegenüber. Dies liegt an einer bestimmten Praxis, mit der Naad-Gemeinschaften das von ihnen prophezeite Ende der Welt hinauszögern wollen. Dazu versetzen sich die Priester dieses dunklen Kultes zuerst in eine Art Trance, indem sie die Wurzeln einer bestimmten Pflanze kauen. So glauben sie, mit ihrem Gott kommunizieren zu können. Wenn sie aus dieser Trance erwachen, haben die Priester Namen mehrerer Personen, die viel "Böses" in sich aufnehmen werden. Diese Menschen werden bald Besuch von einem Naad-Anhänger erhalten. So soll die Menge an Finsternis, die Naad erreicht, verringert werden. Da Naad als Blutegel dargestellt wird, stehen sie außerdem im Verdacht, finstere Blutmagie zu praktizieren.


    Bóg

    Als großer Mann mit einem Hirschgeweih auf dem Kopf hat Bóg, der Herr der Tiere, in viele Sagen Kessings Einzug gehalten. Er gehört zu den wichtigsten Göttern Kessings und ist in fast jedem lokalen Pantheon vertreten, seine Verehrung erstreckt sich sogar bis in die Gebiete nördlich der Waldfürsten, wo Bóg mit Stärke, Wildheit und Kampfeskraft in Verbindung gebracht wird. Er verachtet Schwäche, Lüge und Täuschung. Außerdem steht er für eine Geisteshaltung der inneren Wildheit. Kontrolle und Unterdrückung von Gefühlen ist bei seinen Anhängern verpönt. Gefühlen gleich welcher Art soll freier Lauf gelassen werden, denn alles andere würde das reine Wesen eines Menschen verfälschen. Daher handeln seine Anhänger eher impulsiv und sagen ihre Meinung frei heraus, auch wenn dies Nachteile für sie bringt. Im nördlichen Kessing glaubt man, Bóg habe einst Fenrir, den ersten Werwolf erschaffen.


    Wrona

    Zu den weniger gnädigen Gottheiten gehört sicherlich die Wrona. Ihre Anhänger befinden sich vor allem im nördlichen Salem und dem Südosten Kessings. Wrona wird mit Weiblichkeit, teilweise Wollust, der Nacht, dem Mond, geheimen Wissen und auch Weisheit in Verbindung gebracht. Auch sagt man ihr Rachsucht und Launenhaftigkeit nach. Die Praioskirche sieht in ihr eine dunkle Wesenheit, einen bösen Geist oder sogar einen Dämonen, da sie in ihren Eigenschaften fast das genaue Gegenteil von Praios ist. Die Wrona wird als blasse, schöne und meist junge Frau dargestellt, ihr heiliges Tier sind Krähen- und Rabenvögel. Sie gilt als Patronin der Hexen. In voelen Gemeinden, die der Wrona huldigen, liegt die Macht bei den Frauen des Dorfes.


    Ógan

    Kaum etwas ist bekannt über diesen rätselhaften Naturgott. Seine Anhänger sind vor allem Einsiedler, die sich in den Tiefen des Waldes verbergen und sich selbst als Ógan-bor bezeichnen. Sie leben weit verstreut im östlichen Kessing, in den Barbarenlanden und angeblich sogar im Schattenwald. Ógan ist der Herr des Waldes und der Pflanzen. Er gibt nicht viel auf Menschen, daher ist er bei ihnen auch kaum bekannt. Die Ógan-bor versuchen, ein Leben im Einklang mit der Natur zu Leben. Sie nutzen die Kraft der Natur und die Macht ihres Gottes nie für zerstörerische Zwecke, sondern nur für Heilungen, Weissagungen und um den Wald zu schützen.


    Jari

    Früher war Jari ein sehr populärer Gott in Kaldrau, dem nördlichen Galderaan und in Teilen Okts. Heute hat er den Großteil seiner Macht verloren und wird nur noch als Sagengestalt gesehen. Er ist der angeblich ein alter Mann, der in den dunklen Wintermonaten durch das Land wandert und nach Einlass fragt. Wer ihn abweist, wird ein Jahr Unglück zu befürchten haben. Wer ihn aber einlässt, der wird ein Jahr lang gesegnet sein. Außerdem soll er ein meisterhafter Geschichtenerzähler sein, der mit großer Weisheit Ratschläge erteilt und sogar in die Zukunft sehen kann.


    Born

    Es ist noch gar nicht lange her, da waren die großen, mächtigen Tempel des Landes, das damals noch nicht Okt hieß, einem anderen Gott als Praios gewidmet. Die kämpferischen Völker der Region verehrten Born, eine Art Kriegsgott. Er stand für Stärke, den Kampf, aber mehr für Schutz, Disziplin, Bescheidenheit und Ehre. Born wurde oft als schwer gerüsteter Krieger mit einem großen Kriegshammer dargestellt. Mancher Theologe behauptet, dass es sich bei Born weniger um einen Gott als um das Ideal des tapferen, selbstlosen Kriegers handelt, der nur zum Schutze seines Volkes kämpft. Im Osten des Landes und in kleinen Teilen des Barbarenlandes wird er teilweise noch immer verehrt, die Praioskirche akzeptiert dies. Im Rest des Landes ist Born entweder vergessen oder wird als Kindermärchen abgetan, doch ein Großteil der Kriegermentalität dahinter ist in das Wesen der heutigen Okt übergegangen.

    (Vielleicht wird Born mit dem nördlichen Kanon verschmelzen (dazu später mehr) und eine neue Gottheit/Religion formen)



    Hast du schon ungefähre Ideen im Kopf, wie groß die Ausmaße davon sind bzw. wie viele adelige Familien es in Kessing etwa gibt?

    Naja, die acht mächtigsten Familien (ich nenne sie mal Hochadel) und ihre Vasallenfamilien machen schon den größten Teil aus, aber es gibt auch einige mächtigere Familien, die zum Beispiel erst vor kurzer Zeit aus dem Hochadel geflogen sind und auf ihre Rückkehr hinarbeiten. In manchen Gegenden Kessings gibt es allerdings auch so wenig Infrastruktur, Städte, Ressourcen außer Holz etc., dass die Zahl der Familien hier äußerst gering ist. Eine genaue Zahl kann ich dir aber nicht nennen.

    Die Zivilisationen scheinen sich ja wirklich sehr auf den Westen zu konzentrieren, sind das Gebirge am Ostrand und der Gelbe Rücken (den Namen mag ich) ähnlich schlecht erforscht wie der Schattenwald?

    Ja, jedenfalls die Zivilisationen, die den Menschen dort bekannt sind. Man weiß von Zivilisationen südlich des Gelben Rückens, dieser ist nämlich etwas besser erforscht. Das Khorr-Gebirge im Nordosten ist ebenfalls besser erforscht als der Schattenwald, aber die Zeit großer Expeditionen und Entdeckungsreisen bricht grade erst heran, es gab noch nicht viele ernstzunehmende Versuche, den Schattenwald oder das Khorr-Gebirge zu durchqueren.

    Gibt es bei dir wirklich Salem?

    Ja. Wieso?

    So, da ich jetzt endlich eine vernünftige Karte hochladen konnte (wenn auch in schlechter Quali) ein paar Worte dazu.


    Braun ist Gebierge, dunkelgrün ist Wald, dunkeldunkelgrün ist der besonders dichte Schattenwald, hellgrün ist Grasland und gelb ist vegetationsarme Steppe oder Taiga. Blaue Linien sind natürlich Flüsse, rote Linien sind Grenzen zwischen Ländern und gestrichelte rote Linien sind Grenzen innerhalb der Länder (Provinzen etc.), die ich aber bisher noch nicht überall eingefügt habe.


    Ein paar Worte zu den einzelnen Provinzen Sanktuarias, das durch einen Schusselfehler meinerseits auf der Karte Sanktuarien heißt :schild:




    Tuarien


    Tuarien ist die größte und mächtigste Provinz des Reiches. Das Hauptland Tuariens befindet sich in der südlichen Hälfte der Provinz. Dort sind die größten Städte des gesamten Reiches zu finden. Die nordöstliche Region ist eher abgelegen, dort lebt man vor allem von der Landwirtschaft. Im größten Teil Tuariens folgt man einer wärmeren Auslegung des Praiosglaubens (südlicher Kanon), geprägt von Mitleid, Nächstenhilfe und dem Bestreben, Gutes zu tun. Je weiter man an die beiden nördlichen Provinzen herankommt, desto strenger und härter wird der Glaube (nördlicher Kanon). Das kommt daher, dass im Süden einst die Gottheit Sol verehrt wurde, die unter anderem für Barmherzigkeit und Mitleid stand. Die Göttin ist verschwunden (mehr im Religionsthread), aber die Geisteshaltung hat sich im Praiosglauben gehalten.
    Durch den Zusammenschluss mit den anderen Provinzen ist Tuarien die reichste und mächtigste Provinz von allen, vor allem Kaldrau und Galderaan sind von ihr abhängig. Die Hauptstadt des sanktuarischen Reiches befindet sich in Tuarien (nicht eingezeichnet, südlich des Wortes "Tuarien in der Mitte des Flusses), wichtige Entscheidungen werden hier getroffen. Hier befindet sich das Zentrum des Reiches und der ganzen Region.
    Das alte tuarische Reich (vor der ganzen Praiosgeschichte) reichte etwa bis an das Wort "Sanktuarien" auf der Karte heran, die nördlichen Gebiete kamen erst später dazu, als die Bewohner dieser Landstriche zum Praiosglauebn konvertierten.



    Hjaltingen


    Nach Tuarien ist Hjaltingen die zweitmächtigste Provinz. Die Hjaltinger sind ein relativ altes Volk, aber ein junges Land. Erst durch die gesellschaftlichen Strukturen und die Verwaltung der Kirche wurde diese Region überhaupt zu einem verwaltbaren Land, davor prägten lokale Anführer, Ältestenräte und komplett unregierte Gegenden das politische Bild. Die Hjaltinger sind ein sehr freiheitsliebendes Volk, was auch religiös bedingt ist. Der Glaube an ihren Gott Onir ist noch immer weit verbreitet, vor allem auf den Inseln haben die alten Lebensweisen überdauert. In einigen Gegenden sind sogar noch die alten Machtstrukturen geblieben, hier herrscht die Kirche nur auf dem Papier.
    Wirtschaftlich profitiert Hjaltingen in jüngster Zeit enorm vom Handel mit Tamworth, einem Reich südwestlich des Kontinentes auf der Karte. Außerdem spielt natürlich die Fischerei eine große Rolle, wobei die Jagd auf Wale aus religiösen Gründen kaum ausgeübt wird (Wale gelten als heilige Tiere). Im Binnenland wird außerdem auf dem fruchtbaren Marschboden Landwirtschaft betrieben.
    Hjaltingen ist eine junge, aber mächtige Provinz, die sich vorerst mit der tuarischen Vorherrschaft abgefunden hat, da diese ja durchaus Vorteile bringt, aber mit wachsendem Selbstbewusstsein seinen eigenen Weg geht. Für die Zukunft wird plane ich, dass Hjaltingen sich abspalten und in dem Hjaltischen Seebund neu organisieren wird. Aber das ist noch Zukunftsmusik...



    Kaldrau


    Kaldrau liegt im bergigen Nordwesten des Landes. Landwirtschaft ist nur eingeschränkt möglich, viele Nahrungsmittel müssen aus Tuarien importiert werden. Dafür ist es reich an Ressourcen wie Eisen, Gold, Silber und Kupfer. Es gibt viele Minen und Steinbrüche, nur entlang des Flusses wird hauptsächlich Landwirtschaft betrieben. Entstanden ist die Provinz aus einem unbedeutenden, kleinen Bergkönigreich. Durch die Unterstützung aus dem Rest des Landes ist Kaldrau mächtiger geworden, da es jetzt eine größere Bevölkerungszahl ernähren kann. Trotzdem ist Kaldrau noch unterentwickelt, große Städte gibt es fast nur im Süden und entlang des Flusses. Diese Provinz spielt keine große Rolle in der Welt. Der Praiosglaube ist allgemein verbreitet, die unbedeutenden lokalen Götter vergessen. Kaldrau ist eher dem nördlichen Kanon zuzuordnen, doch verglichen mit Galderaan und Okt sind sie eher "weich".



    Galderaan


    Das Leben in Galderaan ist hart. Die Winter sind eiskalt, im Sommer fällt kaum genug Regen, um das karge Land zu bewirtschaften, es gibt keine Flüsse, um Handel zu betreiben und die Menschen werden immer ärmer und ärmer, während sich in Tuarien die feinen Kirchenleute ihre Dächer mit Gold decken (metaphorisch). Trost finden die Bewohner in ihrer Religion. Sie glauben an den nördlichen Kanon und sind sehr strenggläubig und wollen sich darin auch von dem reichen Tuarien abgrenzen.
    Diese soziale Unzufriedenheit und die Strenggläubigkeit machte sich der "Orden der Ewigen Flamme" zunutze. Dieser ehemalige Monsterjägerorden vertritt eine extrem praiotische Auslegung. Nachdem er unter Belael, ihrem neuen Führer, eine Menge Unterstützer gewonnen hatte, trat er in Galderaan einen Aufstand gegen die Kirche los. Innerhalb kürzester Zeit fielen ihnen die meisten Städte der Provinz in die Hände. Der größte Teil der Städte Galderaans wird nun von dem Orden als "Goldene Allianz" kontrolliert. Sanktuarien und Okt befinden sich momentan seit zwei Monaten im Krieg mit dieser neuen Macht, aber der einbrechende Winter macht es schwer, Städte zu belagern. Während der Bürgerkrieg langsam ins Rollen kommt, machen immer mehr Gerüchte die Runde, dass es sich bei Belael um einen Seraphim (eine Art Engel) handle, andere Gerüchte sprechen von magischen Fähigkeiten und wieder andere Gerüchte bezeichnen ihn als einen Dämonen.

    Also allesamt reine Naturgötter, sprich Götter die Aspekte der natürlichen Umwelt vertreten. Praios stellt allerdings ein krasses Gegenteil dazu dar. Existieren keine Götter die ein Zwischenstadium darstellen oder ähnlich Praios eher menschlich-spirituell ausgelegt sind? Eine höheres geistiges Ziel anstreben?

    Die Götter wurden überarbeitet, ich mache gleich mal nen neuen Thread für Götter, Religion und sowas.



    1. Benennungen
    Grüner Wald und Schattenwald sind zwar ausgesprochen aussagekräftig, bringen aber finde ich nicht so ein mystisches Bild rüber. Etwas kunstvolleres hätte vielleicht besser zu einem ja doch sehr mythischen Ort gepasst. Alte Götter stößt mir auch böse auf, weil es mich einfach zu sehr an das Lied von Eis und Feuer erinnert.

    Ja, Benennung ist nach wie vor meine große Schwäche :D Grüner Wald ist wahrscheinlich nur ein Arbeitstitel, Schattenwald könnte bestehen bleiben, da er für die Kartographen tatsächlich größtenteils unbekannt und schattenhaft ist. Niemand weiß, wie groß er wirklich ist und was dahinter liegt.


    2. Die Politik
    Verstehe ich vermutlich noch nicht so ganz - es gibt als Fürsten und Barone und keine Grafen als Zwischenstufe? Diese sind wie ich heraus gelesen habe mehr oder weniger unabhängig und werden nicht von einer höheren Instanz regiert abgesehen von dem Rat, der ja selbst aus den Mächtigsten von ihnen gebildet wird? Wer entscheidet dann, wer Fürst ist und wer nur ein Baron? Wenn es generell Rivalität zwischen den Häusern gibt kann ich mir halt schwer vorstellen, dass ein ambitioniertes Geschlecht als Baron "stecken bleibt".

    Da hast du natürlich Recht :D Ich habe mich bisher nur auf eine Art Feudalsystem festgelegt, wie die einzelnen Titel lauten werden, weiß ich noch nicht sicher. Zwischenstufen gibt es natürlich.
    Wer bestimmt, wer Fürst und Baron ist? Ich kann mir denken, dass jede adelige Familie sich in eine Fürstenposition kämpfen könnte, wenn sie sich gegen ihre Konkurrenten durchsetzt. Wenn ein kleiner Landlord genug Macht ansammelt, kann er gegen seinen Herren rebellieren und seinen Platz einnehmen. Rivalen seines Herren könnten den Aufstand ja sogar unterstützen, um einen ungeliebten Gegner loszuwerden. Es ist also eine Art ständiger Wandel.

    Zeit,ein weiteres Land vorzustellen :)



    Kessing


    Dieses Land ist eines der drei kleineren Reiche, die sich an der Ostgrenze Sankt-Tuarias befinden. Der größte Teil wird vom Grünen Wald bedeckt, der sich weiter im Osten mit dem ungleich größeren und bislang fast völlig unerforschten Schattenwald verbindet.

    In Kessing ist die Zeit stehen geblieben, sagen viele. Es gibt kaum größere Städte, weite Teile des Landes sind bewaldet und so unberührt wie noch vor hunderten von Jahren. Außerdem werden, wie noch vor hunderten von Jahren, die alten Götter und Naturgeister angebetet. Kirchen gibt es nur im westlichen Teil des Landes, und selbst dort sind sie kaum besucht. Die Kirche würde gerne dort Fuß fassen, doch die Menschen dort sind neuen und fremden Dingen gegenüber sehr misstrauisch. Reisende meiden diese Gegend. Selbst die Beutereiter kommen selten in die Wälder Kessings. Es gibt dort nichts zu holen. Außerdem fürchten sie sich vor dem dichten Unterholz, um das sich viele unheimliche Geschichten ranken…


    Glaube

    In den abgelegenen Dörfern, Weilern und Siedlungen konnte sich der Praiosglaube nie so recht ausbreiten. Die Kirche hat zwar einige der westlichen Fürsten überreden können, im Austausch für verbesserte Handelsbeziehungen einige Praiostempel dort zu errichten, doch der Glaube an den Lichtfürsten ist selbst dort eine Minderheits-Religion. Stattdessen konnten sich dort die alten Götter und Traditionen halten. Manche dieser Gottheiten sind echte Götter, andere sind es nicht. Oft haben sich lokale Pantheons (ist das der korrekte Plural?) gebildet, die mehrere dieser Götter zusammenfassen. Die wichtigsten Götter sind:


    -Bóg, der Herr der Tiere. Er beschützt die Bewohner des Waldes, verachtet Lüge, Täuschung und somit auch viele Menschen. Er ist der populärste Gott Kessings. Er soll die Gestalt eines hünenhaften Mannes mit Hirschgeweih haben.


    -Wrona, eine dunkle Gottheit, die für Weisheit, Macht, Fruchtbarkeit und auch Rache steht. Sie soll weiblich sein und wird von vielen Hexen angebetet. Ihr Zeichen ist eine Krähe oder ein Rabe.


    -Ógan, ein sehr geheimnisvoller Gott, der mit Pflanzen assoziiert wird. Es gilt selbst in einigen Teilen Kessings als Legende und nur wenig ist über ihn bekannt.


    -Mundur, eine Art pantheistische Gottheit. In manchen Gegenden gilt sie als die Mutter von Bóg und Ógan. Mundur ist ein sehr alter Gott, an den sich nur noch wenige erinnern. Seine Anhänger sehen Mundur als eine Art gestaltlosen Weltgeist, der allen Lebendigen Dingen innewohnt und sie miteinander verbindet.


    Dazu kommen eine Menge lokale Abwandlungen genannter Götter, andere Götter, die nur in einem sehr kleinen Gebiet bekannt sind und bestimmte Naturgeister, die verehrt werden.

    Weitere Informationen über die Götter werde ich in einem anderen Thread posten, hier soll es primär um die Länder gehen.


    Politik

    Kessing wird von einer kleinen Schicht adliger Barone und Fürsten regiert. Diese Landherren herrschen meist über einige Dörfer, Gemeinden und kleine Städte, die sie vor Räubern schützen und dafür mit Lebensmitteln versorgt werden. Die mächtigsten sieben Adelshäuser bilden den Fürstenrat, der ganz Kessing regiert. Manche Adelshäuser sind weise und gerecht, doch eine große Zahl kümmert sich kaum um seine Schutzbefohlenen und schwelgt im Luxus. Durch den ausgeprägten Separatismus und die Rivalität zwischen den Häusern ist Kessing kaum in der Lage, sich gegen größere Angriffe im Osten des Landes zu verteidigen. Daher werden die Truppen Kessings oft mit Soldaten aus Sankt-Tuaria verstärkt, die im Gegenzug von den hilfesuchenden Häusern eine offenere Einstellung zu Praios und dem Tempelbau verlangen.Insgesamt gibt es vor allem religiöse Spannungen mit dem mächtigen Nachbarn, diese führen jedoch nicht zu offenen Auseinandersetzungen. Eine gewisse Feindseligkeit mögen wohl Hardliner auf beiden Seiten empfinden, doch da man Angesichts der Bedrohungen aus dem Osten (später mehr) zusammenarbeitet, sehen die beiden Reiche einander nicht als Feinde an.


    Gesellschaft

    Die Menschen Kessings leben weit verstreut über den Grünen Wald in kleinen Weilern, Dörfern und Gemeinden. Dort leben sie als Bauern, Jäger, Kräutersammler oder Holzfaller. Städte gibt es nur in den südwestlichen Grenzgebieten und keine von ihnen ist sonderlich groß. Von der großen weiten Welt wissen die Menschen im tiefsten Kessing kaum etwas, die Welt der meisten beschränkt sich auf die umliegenden Dörfer. Die Bevölkerung ist relativ gering, wächst jedoch langsam an. Jedes Dorf, jede Siedlung und jedes Städtchen gehört zum Territorium eines Adelshauses. Doch da diese sich nur mäßig um ihre Schutzbefohlenen kümmern, empfindet die Bevölkerung kaum Loyalität ihnen gegenüber. In Teilen des Landes soll es sogar Aufständische geben, die ihre lokalen Machthaber gerne vertreiben würden. Doch gegen die ausgebildeten Soldaten der Fürsten, die sich gegenseitig gegen Rebellengruppen unterstützen, sind sie machtlos.

    ESO ist die gebräuchliche Abkürzung für das MMO Elder Scrolls Online. Vielleicht sagt dir aber auch der Vorgänger Skyrim eher etwas.

    Aaaah :D Skyrim und Oblivion hab ich gespielt, den Online Teil aber nicht.



    Wer waren denn die einstigen Machthaber? König? Kaiser? Andere Diktatur? Andere Theokratie? Magokratie? Irgend eine demokratische Regierungsform? Gerontokratie? Plutokratie? ...? Oder gehört das ebenfalls zu der noch laufenden 'Baustelle' der Gründungskatastrophe?

    Genau weiß ich es noch nicht, aber es wird wohl auf Könige, Barone, Fürsten und andere Aristokraten herauslaufen. Eine Ausnahme bildet die kleine Provinz Hjaltingen, hier gab es Dorfräte und Ältestenräte, aber keine Institution, die die ganze heutige Provinz kontrollierte.



    Ach, ich habe nach zwölf Jahren meine Rollenspiel-Welt umbenannt. Eingefahrene Gedankenläufe überlässt man besser den Senioren. Bleib so lange geistig flexibel, wie es irgend geht.
    Da ich deine ursprüngliche Erklärung durchaus sympathisch fand und andere Rollenspiele und ihre Welten sich leider selten mit innovativen Namensgebungen bekleckerten (Aventurien = frappierende Ähnlichkeit zum Aventurin-Quarz, Dere statt Erde, Dungeons und Dragons, Earthdawn usw.), wie wäre es mit dem von dir bereits erwähnten "Sankt-Tuaria"? Es würde immer noch so ausgesprochen, stellt aber gleich klar, dass da irgend etwas anders ist. Der Name womöglich gar mit einem Augenzwinkern gemeint sein könnte.
    Und warum nicht 1253 Anno Domini (im Jahre des Herrn), wodurch du weiter das von dir favorisierte Lateinisch nutzt? Oder 1253 nach ST bzw. 1253 n.ST, d.h. "1253 nach der Gründung Sankt-Tuarias".

    Nach 12 Jahren? Hui ^^
    Dann wäre Sankt-Tuaria wirklich eine gute Wahl. Ich hatte nur bisher angenommen, dass sich dieser Name im Laufe der Jahrhunderte zu Sanktuaria glattgeschliffen hätte. Ich werde darüber nachdenken.
    Anno Domini ist für meinen Geschmack zu nah an der Wirklichkeit, vielleicht anno Luctum oder so etwas, im Jahre des Lichts. Denn seit die Kirche herrscht, ist ja (laut der Kirche) ein Zeitalter des Lichts und der Gerechtigkeit und Wahrheit angebrochen.



    Ich hatte bislang vermutet, dass der 'heutige Adel' eher aus den von dir nebenbei erwähnten Templern hervorgegangen sei.

    Die Templer sind sicher fähige Soldaten und großartige Kämpfer und Generäle, aber sie leisten einen Eid, der sie unter anderem zur Entsagung großen irdischen Wohlstands verpflichtet. Sie kämpfen für Ehre, Ruhm und Praios, nicht für Gold und Anerkennung. Deshalb passen sie für mich schwer in eine Neo-Adelige Welt.



    Was ich bislang vergaß zu fragen: Gibt es neben priesterlichen Kräften auch direktes Eingreifen von Göttern? Und existiert Magie, die nichts mit diesen 'Gottesgaben' zu tun hat?

    Echte Götter können selbst nicht direkt in die Welt eingreifen. Sie sind auf ihre Diener angewiesen. Kein Gott ist der Lage, zum Beispiel den Bösewicht einfach mit einem Blitzschlag niederzustrecken.
    Keine Form der Magie hat ihre Quelle auf Gaea, der Welt der Menschen. Allerdings gibt es auch einige mächtige Wesen aus der Anderswelt, die in kleinerem Ausmaß Macht verleihen können. Außerdem ist eine Gegend eines Kontinentes in Arbeit, auf dem die "Wand" zwischen Gaea und der Anderswelt eingerissen wurde. Dort soll es Magier geben, die von keinem höheren Wesen abhängig sind. Allerdings sind ihre Körper nicht dazu gemacht, die Kraft der Anderswelt "ungefiltert" aufzunehmen, jede magische Handlung zerstört ihren Körper und ihren Geist etwas mehr. Und natürlich kann man noch Pakte mit bestimmten Dämonen schließen, wodurch man ebenfalls große Macht erhalten kann. So ein Pakt ist aus naheliegenden Gründen aber nicht sehr ratsam.

    Wie zentralistisch ist das Verwaltungssystem? Haben die ehemals unabhängigen Reiche Autonomie?(z.b. weil sie sich offensichtlich mehr oder weniger freiwillig dem Gottesstaat angeschlossen haben)Sind die regionalen Identitäten stark ausgeprägt?

    Darauf werde ich später zurückkommen, wenn ich die Provinzen Sanktuarias vorstelle, die aus den ehemaligen angrenzenden Reichen entstanden sind.



    Wenn viele Priester in der Verwaltung tätig sind, dann müssten diese eine spezielle Verwaltung erhalten (--> vermutlich kirchliche Verwaltungsschulen?), und es könnte sich eine Unterscheidung zwischen Sakral- und Verwaltungspriestern ausbilden.

    Was genau meinst du mit einer speziellen Verwaltung? Ich weiß nicht ganz, was du damit meinst.
    Sakralpriester gibt es nicht wirklich. Es gibt Verwaltungsämter, die mit "normalen" Menschen besetzt werden, die damit zum Verwaltunsgapparat und damit quasi zur Kirche gehören, aber Priester sind sie nicht. Priester sind die, welche die Macht Praios´ kanalisieren können um sie zum Wohle aller einzusetzen. Sie sind auf den höheren Verwaltungsebenen zu finden. Wenn du so willst, ist der Unterschied, dass kein Mann, egal wie fähig er ist, hoch in der Hierarchie des Staates aufsteigen kann.



    Gilt für die Priesterschaft ein Zölibat? Ansonsten könnten sich Klerikerdynastien bilden.

    Es gibt kein Zölibat, die Priester sollen viele kleine Gläubige in die Welt setzen :thumbup: Sex außerhalb der Ehe ist natürlich pfuibäh. Die Ehe soll eine Art sicherer Hafen für die Triebe der menschen sein, auch für Priester, Kleriker etc. Als Folge gibt es allerdings einige einflussreiche Familien, deren Mitglieder oft in wichtigen Kirchenämtern zu finden sind, zum Beispiel die Familien Praioslob und Güldensang. Die Angehörigen dieser Familien werden als hochmütig angesehen, da sie sich ihre Stellung nicht so hart erarbeiten mussten, wie der Rest.



    Wie sieht die Wirtschaftsethik deiner Religion aus? Dürfen Zinsen genommen werden?

    Darüber habe ich mir noch nicht wirklich Gedanken gemacht. Ich würde aber sagen, dass es irgendwie ungerecht ist, die Situation armer menschen auszunutzen, um daraus Profit zu schlagen. Und da Gerechtigkeit einer der vier Grundaspekte ist, denke ich nicht, dass Zinsen erlaubt sind.



    Du erwähntest in deinen Antworten einen Adel. Welche Funktion hat er?
    Wenn schon seit Jahrhunderten die Kirche sämtliche staatlichen Rechte an sich gerissen hat, hätte sie die Macht diese Adelsschicht langsam bedeutungslos werden zu lassen. Ihr Reich braucht gar keinen Adel. Oder hat die Adelsschicht ihren wirtschaftlichen Besitz erhalten können? Oder ist eine neue Adelsschicht während der langen Geschichte des Reiches entstanden?

    Der Adel hat keine Funktion mehr und ist als solcher eigentlich nicht mehr existent. Adelige haben (laut Gesetz jedenfalls) jede Sonderstellungen verloren. Viele Familien sind tatsächlich komplett bedeutungslos geworden und heute vergessen, sie haben sich mit dem Volk vermischt. Ihren Besitz durften sie an sich behalten, allerdings bewirkte die Kirche, dass die Reichen des Landes einen größeren Teil ihres Goldes abgeben müssen als die Armen Schichten. Das Vermögen des Adels ist stark geschrumpft und den Untersten zugute gekommen. Adelige Familien, die sich an die neuen Umstände angepasst haben, haben sich entweder in die oberen Kirchenriegen begeben oder sie haben einen anderen nützlichen Beruf ergriffen. Es gibt niemanden mehr, der ihnen ihr Leben bezahlt.
    Durch die Vermischung mit dem einfachen Volk kommt es häufig vor, dass etwa ein einfacher Söldner den Titel "von Cohn" oder ähnliches mit sich führt, ein Hinweis auf Adelige Verwandte aus alter Zeit.
    Als "neuen Adel" kann man vermutlich die großen und alten Priesterfamilien bezeichnen. Vor dem Gesetz sind sie jedoch in keiner Weise anders gestellt als jeder andere Mensch. Denn Gesetz und Gerechtigkeit sind in Sanktuaria heilig.



    Wie hoch schätzt du die Bevölkerungszahl deines Reiches ein?

    Puh, du stellst Fragen... :kopfkratz: 10 Millionen vielleicht? Höchstens 15, kann ich dir nicht wirklich sagen.

    Wenn die Welt für deine Rollenspielrunde gedacht ist und dort alles so passt, kannst du auch einfach bei deinen Namen bleiben Bei vielen Welten hier im Forum ist der Anspruch, dass sie theoretisch auch unbedarften Leuten zugänglich gemacht werden könnten und dann sind Namen ein beliebt-bekanntes Problem.

    Dann bin ich immerhin nicht der einzige :lol: Bin leider furchtbar unkreativ, wenn es um wichtige Namen geht. Den Anspruch, es für alle zugänglich zu machen, habe ich nicht komplett, bzw. da die Namen jetzt so in meinem Kopf verankert sind, ist es zu spät, noch was zu ändern :D





    Und du hast die Antwort zu meiner Götter-/Glaubensfrage irgendwie vergessen

    Äh, ups, stimmt ??? %-) Wird sofort nachgeholt.



    Wenn die Existenz von Praios durch die Wunder, die Kirchenvertreter wirken können, ziemlich zweifelsfrei belegbar ist, wie können sich dann andere religiöse Vorstellungen halten? Oder geht das mehr in Richtung von Häresie, also kirchlich nicht gedulteten anderen Interpretationen des Praiosglaubens?

    Dadurch, dass auch andere Götter Menschen die Macht geben, Wunder zu wirken ;) Wer in einem abgeschiedenen, heidnischen Gebiet lebt, hat meistens nie einen Praiospriester gesehen, aber dafür einen Schamanen/Druiden/Priester eines anderen Gottes. Oder du hast nie das Werk eines echten Gottes durch einen Menschen gesehen, sondern nur bestimmte übernatürliche Wesen, die keine Götter sind, die man in der Gegend aber so verehrt.
    Häresie gibt es teilweise, die machen aber keinen großen Anteil der Nicht-Praioten aus. Zu dieser Zeit jedenfalls.

    Uuuuuund hier noch die Antworten, die ich eben noch nicht gesehen habe :)


    Was hat Tuarien denn so mächtig gemacht? Zur Größe wurde ja bereits gefragt.

    Die Zeit, in der das alttuarische Reich lag, kann man etwa mit der Antike oder dem Altertum vergleichen. Staaten und Reiche waren noch nicht sehr verbreitet. Tuarien war, auf diesem Teil des Kontinents, eines der ersten Länder. Während andere Teile der Welt noch von barbarischen Stämmen und Clans "regiert" wurden, gab es dort Zivilisation und Kultur. Es gab eine Regierung, die Steuern erhob, um damit Straßen zu bauen, Soldaten zum Schutz auszubilden usw.


    Wo immer die Lage besonders ernst ist, werden Templer geschickt.


    Inwiefern ernst? Steht Sanktuaria mit anderen Ländern im Krieg oder gibt es innerhalb des Landen öfters mal Aufstände?


    Hast du auch schon eine Karte von deinen Ländern?

    Eine Karte existiert in zwei Versionen. Eine frühe, die zwar ganz gut aussieeht, aber nicht mehr ganz korrekt ist und eine mega mega mega hässliche auf Paint, auf der ich mir aufgemalt habe, was anders sein soll :D Werde die schöne mit einigen Hinweisen hier bald hochladen.
    Mit den umgebenden zivilisierten Reichen gibt es Reibereien religiöser natur, aber keinen Krieg. Denn es gibt weitaus größere Bedrohungen, denen sich die Länder diesses Teils der Welt stellen müssen... :diablo: Und eine dieser Bedrohungen hat etwas mit Aufstand zu tun, ja :)




    Wie ist das Verhältnis Sanktuarias zu anderen Ländern? Hält man sich für was Besseres, weil man den "wahren" Glauben hat? Will man den anderen seine Religion (und seine Herrschaft) aufzwingen? Oder ist man froh, wenn die Barbaren bleiben, wo sie sind, und Sanktuaria nicht behelligen?

    Man hält sich für überlegen, denn das ist man ja auch. Auf die heidnischen Hinterwäldler in z.B. Kessing schaut man herab, die haben doch keine Ahnung von der Welt, nicht einmal eine ordentliche Regierung haben die. Manche Länder haben die Religion um Praios aber komplett, leicht abgewandelt oder teilweise übernommen, die sind natürlich besser. Den Barbaren will man durch die Religion lehren, wie man ein besseres Leben führt. Ein gutes Leben nach den Regeln Praios´zu führen ist nämlich ein grundlegender Bestandteil der Religion, dazu später mehr.
    Religion wird außerdem als Hilfe für die wilden Stämme gesehen, für Disziplin und Stabilität zu sorgen.



    Die "anderen Religionen" würden mich auch interessieren. Wo kommen die her? Sind das Überreste alter, vor-praiischer Kulte, die sich in abgeschiedenen Gegenden gehalten haben? Oder Häresien, die die Praiosreligion anders auslegen, als es die offizielle Kirche tut? Oder kommen sie aus anderen Ländern?

    Die meisten dieser Religionen sind älter als der Praioskult. Der ist quasi der "Neuling". Doch durch die Dominanz des alten Tuariens, nachdem es die Praiosreligion übernommen hatte, hat die alten Religionen fast vergessen gemacht. Außerhalb Sanktuarias, in den tiefen Wäldern Kessings zum Beispiel, haben sich die alten Götter jedoch halten können.
    Häretiker gibt es tatsächlich. Die einen kann ich nicht wirklich zählen, da sie von einem Erzdämon verführt wurden (später mehr), aber auf einm Kontinent westlich Sanktuarias wird es in naher Zukunft (1270 oder so) eine Gruppe geben, die statt Praios einen seiner Engel als Gott verehrte. Sie wurden verbannt und reisten über den großen Ozean, um sich dort ein Leben ohne Unterdrückung aufzubauen. Sie wurden allerdings nicht nur wegen ihrer religiösen Vorstellungen verbannt, sondern auch wegen einigen dunklen Aktivitäten. Doch dazu später mehr.



    Was du über die Gesellschaft schreibst, deutet auf einen allmählichen Wandel von einer Feudalordnung hin zu einer vom städtischen Bürgertum geprägten Gesellschaftsform hin. In so einer Umbruchphase gibt es doch sicher soziale Konflikte. Gibt es organisierte Kriminalität? Unruhen? Offene Auflehnung gegen die theokratische Herrschaft? Versuche konservativer Kreise, die alte Ordnung um jeden Preis wiederherzustellen? Und wie gehen die Herrscher mit solchen Problemen um? Gewaltsame Unterdrückung? Verbannung, Ausweisung? Brot und Spiele?

    Im südlichen Teil des Landes ist viel Nahrung vorhanden. Das Land ist fruchtbar, das Meer reich an Fisch und die Städte wachsen und wachsen. Organisierte Kriminalität gab es schon vorher, doch jetzt beginnt sie, in völlig anderen Dimensionen statt zu finden. Früher wurde höchstens mal ein reicher Händler überfallen oder ein bedeutender Kleriker ausgeraubt, doch jetzt sollen angeblich Diebe in den Goldenen Bezirk, einen streng bewachten, heiligen Teil in der Hauptstadt eingedrungen sein. Gleichzeitig gibt es viele Männer, die massenweise Gold anhäufen konnten und, trotz Aufforderung der Kirche, kein bisschen davon als Spende zur Caritas hergeben wollen. Zusammen mit einigen alten Adelshäusern, die durch die Kirche entmachtet wurden, wird sich bald eine Koalition bilden, um die Herrschaft der Kirche abzuschütteln. Aber das ist noch Zukunftsmusik.
    Im Norden dagegen ist das Land karg, die Berge geben nicht viel Nahrung her und das harte Klima macht den Bauern zu schaffen. Städte wachsen nur langsam und die Bevölkerung ist ärmer als im Süden. Hier macht sich Unmut über die Prunksucht der Kirche breit. Wieso soll Bauer Knut einen Teil seines hart verdienten Geldes abgeben, wenn es in den südlichen Provinzen Händler geben soll, die reicher sind er? Dieses soziale Ungleichgewicht hat dazu geführt, dass die Menschen sich der "Goldenen Allianz" so leicht angeschlossen haben. Dazu später mehr :)

    Wegen technischen Problemen (stirb, Computer!) konnte ich gestern leider nicht mehr schreiben, wollte eigentlich noch ein paar weitere Sachen umreißen. Aber gut, dann antworte ich jetzt erstmal :)

    Zitat


    Es war ein kleines Land, würde man heutzutage sagen. Doch damals war es eines der mächtigsten bekannten Länder.

    Wie ist das zu verstehen? Hast du irgendein irdisches Land als Maßstab zur Hand, damit man abschätzen, wie klein oder groß dieses Land denn nun ist?

    Das stammt aus einem Text, den ich der Heldengruppe ganz am Anfang verlesen habe. Er stammt also quasi aus der "Gegenwart", wenn es so etwas beim Basteln einer Welt gibt. Tuarien war damals ein kleines Land, etwa wie die Niederlande oder andere kleine Staaten. Im Jahr 1253 n.P., der Zeit, in der die Heldengruppe unterwegs ist, ist Sanktuaria etwa 3-4 mal so groß wie damals. Einen Durchmesser in Kilometern kann ich dir nicht sagen, aber es ist vielleicht etwas kleiner als Deutschland heutzutage. Auf jeden Fall sind die umliegenden bekannten Länder allesamt kleiner.



    Im Verhältnis von Kirche und Rest der Welt sehe ich momentan noch einige Unklarheiten, allerdings ist deine Vorstellung ja auch nicht nicht so umfangreich. Also die Kirche herrscht mit einer ziemlich geordneten Hierarchie über Sanktuaria und dennoch existiert a) ein breites Spektrum an anderen Religionen und b) werden "Ungläubige" nicht verfolgt und "Andergläubigen" wird nur misstraut? Deine Kirche klingt sehr monotheistisch und sehr auf Herrschaft ausgerichtet, wie kann sie da andere Nebenspieler dulden? Fremde Religionen untergraben doch ihre Autorität? Und worin unterscheidest du "Ungläubige" und "Andersgläubige"? Sind "Ungläubige" Atheisten, die an gar keinen Gott glauben?

    Es gibt etwa zehn andere Wesen, die als Gottheiten verehrt werden. Allerdings wurden durch die rasche Verbreitung des Praiosglaubens drei dieser Religionen fast komplett verdrängt und existieren nun nur noch als Sagengestalten, Märchen und Geschichten.Eine handvoll anderer Götter ist neben Praios noch präsent, allerdings ist keine Religionsgemeinschaft ähnlich gut und hierarchisch organisiert.
    Die Kirche ist in der Tat Monotheistisch, allerdings ist die Herrschaft nur ein Teil der Religion, nicht der einzige Hauptaspekt. Die Kirche ist allgemein der Meinung, dass sie in der Lage ist, eine gute, gerechte und gläubige Gesellschaft errichten zu können, ohne dabei die Religion mit dem Schwert zu verbreiten. Insofern kann sie schon als friedlich bezeichnet werden, denn sie käme nicht auf die Idee, Nachbarländer zu überfallen und zum Glauben zu zwingen. Andere Gottheiten werden als Ammenmärchen oder allenfalls als Wesen aus der Anderswelt (später mehr dazu) bezeichnet, die fälschlicherweise von menschen als Götter verehrt werden. Da diese fremden Religionen meist nur auf kleine lokale Gebiete begrenzt sind, stellen sie keine Gefahr für Sanktuaria dar.
    Vielleicht etwas doof ausgedrückt, aber ja, mit Ungläubige meinte ich Zweifler an Praios, Menschen, die nicht an seine Existenz glauben. Dies sind zum Beispiel Bewohner sehr abgeschiedener Gegenden, in die nie ein Priester mit "magischen" Fähigkeiten gekommen ist. Mit Andersgläubige dagegen meinte ich alle, die an einen anderen Gott als Praios glauben.


    Ich habe persönlich keine Probleme mit Anleihen oder Übernahmen bestimmter Elemente aus bekannten Welten; manchmal entstehen Namensgleich- oder Ähnlichkeiten auch unbewusst oder zufällig. Bei "Praios" sehe ich da aber einige Probleme: Praios ist eng mit DSA verbunden, DSA ist DAS deutsche Rollenspiel, d.h. eine Menge Leser, auch jene die nicht aktiv zum Kreis der DSA-Spieler gehört, wird diesen Namen mit DSA und Aventurien verbinden. Das was du hier zu Praios schreibst, unterscheidet sich auch nicht maßgeblich von dem, was der DSA-Praios und seine Kirche ausmachen. Daraus ergab sich bei mir der erste Eindruck "Warum bastelt er eine eigene Welt und arbeitet nicht einfach die Zeit der Priesterkaiser für sich aus?"
    Ich möchte nicht böse klingen, aber mir fehlt bei dem, was du bis jetzt vorgestellt hast maßgeblich das "Eigene", dein Twist.

    Das stimmt, allerdings hat sich mir persönlich in meiner kleinen Gruppe dieses Problem nie gestellt, da niemand dort (mich eingeschlossen) irgendetwas über DSA weiß. Ich habe vor Jahren mal "Drakensang" gespielt, ein PC-Rollenspiel, das auf DSA aufbaut. Daher hab ich den Namen Praios. Ich kann gut verstehen, dass es DSA-Fans irritieren mag, den Namen jetzt hier anders verwendet zu wissen. Da ich aber wusste, dass niemand in meiner Runde den Namen kennen würde und er sich in meinem Kopf so festgesetzt hatte, habe ich ihn einfach übernommen.
    Der Twist kommt noch, keine Sorge :) Bin ja wegen meinem doofen PC nicht dazu gekommen, den aktuellen Konflikt in Sanktuaria darzustellen.





    Finde ich einen durchaus gelungenen + amüsanten Kniff mit dieser Benennung.
    Doch wo bzw. wann befinden wir uns? Im Jahre 1200 Praios? Oder ist im Jahr 1200 jene Zeit, aus deren Sicht Sanktuaria ein kleines Land darstellt? Und warum verwendet ihr so viele lateinisch-religiöse Begriffe?
    Wie kann eine Katastrophe zu einem Gottesstaat führen, von der hinterher niemand mehr weiß? Gerade Kirchen bauen Mythen um so etwas auf. Sie mögen nicht 'ganz' der Realität entsprechen, doch das es sich um eine "unbekannte Katastrophe" handelt, wirkt imho etwas unglaubwürdig. Schließlich baut, so spekuliere ich mal, die Praioskirche von Sanktuarium ihre Machtposition auf diese Zeit auf. Dieses Vorkommnis muss jedoch sehr gewaltig gewesen sein, dass dieser Kult über 1200 Jahre unbestritten an der Macht blieb. (Ein wirklich böser Schelm der an die Lebensdauer des letzten tausendjährigen Reiches denkt. Sorry. - *sich selbst kasteien geht* )

    Danke :)
    Meine Zeittafel ist zwar noch etwas durcheinander (verdammte Logik, zerstört dauernd meine Pläne), aber die "Gegenwart" ist das Jahr 1253 n.P.
    Du darfst du zu uns sagen :D Diese lateinischen Begriffe sollen die alttuarische Sprache darstellen. Das erspart mir die Arbeit, einer ganzen Sprache einen bestimmten Klang zu geben. Latein klingt für mich klar, irgendwie kirchlich und alt. Diese Assoziationen passen doch gut.
    Ja, da muss ich dir leider komplett Recht geben :( Ich weiß in etwa, was damals passiert ist, aber ausgearbeitet ist es noch nicht wirklich. Deshalb die Ausrede, dass es eine lange vergessene Geschichte ist. Aber vom Ding her wird es eine übernatürliche Bedrohung gewesen sein (evtl. Dämonen), die von der damals noch recht jungen Glaubensgemeinschaft um Praios abgewehrt wurde. Ich will mich da aber noch nicht konkret festlegen, bis ich mir sicher bin. Nach dieser Katastrophe stehen diese frühen Praios-Anhänger natürlich als Retter der Welt da. Sie begründen die Organisation, die heute als Praioskirche regiert und führen Tuarien zu großer Macht. Der Praiosglaube verbreitet sich rasant und andere kleine Reiche (Hjaltingen, Kaldrau und Galderan, später mehr dazu) schließen sich dem Reich an. Es wird, wie bereits gesagt, mit der Vorsilbe Sankt- versehen und ist bis zum heutigen Tage ein mächtiges Land und vereint viele Völker unter der Idee des friedlichen und gerechten Lebens unter der Kirche Praios´.


    Güldene Energielanzen erinnen mich zur Abwechslung mal eher an ESO, als an DSA. Wäre schön wenn du etwas mehr in die Tiefe gehen könntest. Sprich welche weiteren Religionen gibt es in deiner Welt oder zumindest in diesem Land? Warum toleriert ein Gottesstaat Heiden und Atheisten, da solche Regierungsformen doch eher für das Gegenteil bekannt sind? Vermögen auch Priester anderer Götter Wunder zu wirken? Warum beanspruchen keine anderen Religionen die Führungsposition oder Opponieren zumindest gegen den Praios-Kult?

    Keine Ahnung, was ESO ist :D
    Religionen, Götter und Mythologie sowie Theorien über das Gefüge der Welt kommen in einem anderen Thread, ist aber fertig.
    Die Machthaber in Sanktuaria sind gläubig und Männer (und teilweise Frauen) der Kirche, aber keine ultraorthodoxen Inquisitoren. Andere Götter gibt es nicht, dass sind nur dumme Märchen von Leuten, die es nicht besser wissen. Dem wirkt man am besten entgegen, indem man die lokalen Machthaber (Fürsten, Barone etc.) dazu überredet, den Bau von Kirchen zuzulassen, damit die Menschen dort endlich die Wahrheit erfahren.
    Ja, Priester eines echten Gottes können genauso Wunder wirken. Allerdings sind dies zum Beispiel Priester einer scheuen Naturgottheit, die mit ihren Künsten nicht hausieren gehen. Praiospriester haben einen gewissen Missionierungswillen, was mit ihren Glaubensvorstellungen zusammen hängt (kommt in nem anderen Thread). Priester anderer Götter haben dies oftmals nicht, das ist eine ganz andere Mentalität.

    Ich hoffe auch ein paar Studenten. Oder baut das Lehrsystem in Sanktuaria auf Autodidakten auf?

    Studenten, Gelehrte...Leute, die lesen können! :thumbup:

    Der Satz wirft für mich einige Rätsel auf. Worauf beruht die Zeitrechnung? "Nach Praios" klingt entweder, als wäre da Gott gestorben in dem Jahr, oder es ist einfach das Jahr, in dem die Kirche die Herrschaft übernommen hat - wodurch es zu einer Tautologie würde.

    Die Bezeichnung ist unglücklich und war damals eine Notlösung, die ich schon fast wieder vergessen hatte :pfeif: Aber ja, sie ist unpassend, da hast du Recht. Das Jahr 0 sollte das Jahr sein, in dem die Praioskirche die einstigen Machthaber verdrängt hatte und in Tuarien die Macht übernahm. Aber 1253 nach dem Jahr, als die Praioskirche im alten Tuarien die Macht übernahm (ndJadPkiaTdMü) ist so lang :lol: Aber nach Praios klingt echt etwas doof...Da sollte ich mir wirklich was anderes überlegen, danke für den Tipp :)

    Wenn die Existenz von Praios durch die Wunder, die Kirchenvertreter wirken können, ziemlich zweifelsfrei belegbar ist, wie können sich dann andere religiöse Vorstellungen halten? Oder geht das mehr in Richtung von Häresie, also kirchlich nicht gedulteten anderen Interpretationen des Praiosglaubens?

    Zu den Namen in deiner Welt hätte ich auch noch etwas zu ergänzen: Sanktuario ist die Welt der "Diablo" Computerspiele. An die musste ich denken, noch bevor ich deinen ersten Satz gelesen habe. Generell würde ich den anderen beifplichten und dir zu Umbennungen raten - Assoziationen sind ein mächtiger Hebel für die Fantasie und formen bei denjenigen, die in deiner Welt spielen oder über sie lesen, schnell ein Bild im Kopf, das du vielleicht gar nicht angestrebt hast.

    Echt? Das wusste ich nicht :o Blöder Zufall...umbenennen würde ich die Welt nach sieben Runden aber auch nicht, ehrlich gesagt. Bin mir ziemlich sicher, dass von denen keiner Diablo gespielt hat. Jedenfalls ist niemandem was aufgefallen. Hm...doofe Namen immer. :(

    Nachdem ich heute erfolgreich meinen 10. Post platziert habe, habe ich nun das Vergnügen, meine erste Welt vorzustellen. Bin schon ganz aufgeregt :o


    Eigentlich ist der Name der Welt, die ich hier vorstellen will nicht Sanktuaria, sondern Gaea. Doch weil alles mit dem Land Sanktuaria begonnen hat und es nach wie vor das Herzstück ist, hat die Welt inoffiziell diesen namen von mir bekommen. Ich werde in den nächsten Tagen mehr Details liefern, ich möchte hier erstmal eine Idee davon vermitteln, wie diese Welt einzuschätzen ist und das Land Sanktuaria einmal näher beleuchten. In diesem Thread werde ich außerdem alle weiteren Länder und Völker um Sanktuaria herum vorstellen.


    Vorweg

    Ich habe Sanktuaria für eine kleine, private Rollenspielrunde entwickelt. Meine Freundin hatte zuvor mit der gleichen Gruppe einige Runden ihres eigenen kleinen P&Ps gespielt, aber ich fand ihr Weltenkonzept etwas unausgereift. Deshalb habe ich (mit ihrer Unterstützung) angefangen, eine eigene Welt zu basteln. Diese baut sich um das Land Sanktuaria auf und ist bestimmt von religiösen Konflikten und Krisen. Ich habe drei Kontinente bisher erfunden. Einer (Codename Nebula) ist in Arbeit, einer (Tamworth) hängt mit einer Ecke in der Spielwelt mit drinnen und muss nur noch etwas ausgearbeitet werden, ist aber schon beschrieben. Der größte (bisher namenlose) Kontinent ist durch einen finsteren, schier unendlichen Wald und ein titanisches Gebirge in zwei Teile, West und Ost gespalten. Östlich existiert eine grobe Idee, was da wohl ist, westlich und vor allem nordwestlich ist alles gut ausgearbeitet. Dort finden auch die Rollenspiel-Runden statt.






    Sanktuaria


    Vor langer Zeit lag im Gebiet des heutigen Sanktuarias ein Land, das seinen Bewohnern als Tuaria bekannt war. Andere Völker dieser Zeit nannten es auch Tuarien oder Tuaren. Es war ein kleines Land, würde man heutzutage sagen. Doch damals war es eines der mächtigsten bekannten Länder. Vor über 1200 Jahren, im Jahre 0 nach Praios, übernahm die damalige Praioskirche nach einer unbekannten Katastrophe die Führung des Landes. Seitdem gilt das Land als heilig und trägt die Vorsilbe Sankt-Tuaria.



    Religion

    Die Vorherrschende Religion in der Welt um Sanktuaria ist der Praiosglaube. (totaly not stolen from DSA ^^) Seine Anhänger glauben an Praios als einzig wahren Gott. Andere Namen für ihn sind der Herr des Lichts, der Eine, der Ewige und der Himmlische Richter. Seine Symbole sind die Sonne und der Falke. Seine Kirchen und Tempel sind meisten in den Farben Weiß, Rot und Gold gehalten, sehr groß und icht gebaut. Die Eigenschaften, die mit Praios verbunden werden, fasst die Kirche in vier Punkten zusammen: Lux und Caritas, Rex und Justitia. Lux bedeutet Licht und steht für das Gute, das Helle und für das Leben. Caritas bedeutet Hilfe und Barmherzigkeit, Menschlichkeit und Nächstenliebe. Dem gegenüber stehen die nächsten beiden Wörter. Rex bedeutet König und steht für den Herrschaftsanspruch Praios´ und seiner Kirche, aber auch für Ordnung und Disziplin. Justitia bedeutet Richter, Praios steht hier für das Gesetz, die Wahrheit und die Gerechtigkeit.


    Politik

    Seit dem Jahre 0 nach Praios herrscht die Kirche über Sanktuaria. Das Oberhaupt der Kirche, der Seraph, herrscht wie ein König über das Land. Unter ihm stehen zwölf Lunarchen, die einen neuen Seraphen aus ihren Reihen wählen, wenn der alte Seraph stirbt oder sein Amt abgibt. Unter den Lunarchen stehen die Kleriker. Sie verwalten das Land oder koordinieren Aufgaben, mit denen sie betraut wurden. Das Fußvolk bilden Priester, Templer und Richter sowie ganz normale Menschen und Berufe, die mit Praios und Religion nichts zu tun haben wie etwa Stadtwachen etc. Priester finden sich meistens in einem Praiostempel, aber manche reisen auch durch das Land oder kämpfen an der Seite der Templer. Durch den Dienst an ihrem Gott wurden sie mit bestimmten magischen Kräften ausgestattet, die sie zum Beispiel in die Lage versetzen, gefährliche Verletzungen zu heilen, goldene Energielanzen zu werfen oder Einblick in die Seele eines Menschen zu erhalten. Die Templer dagegen bilden eine Art Elitetruppe in der Armee Sanktuarias. Wo immer die Lage besonders ernst ist, werden Templer geschickt.


    Gesellschaft

    Auch, wenn die meisten Menschen noch auf dem Land in kleinen Weilern und Dörfern leben, gibt es einen anwachsenden Teil der Bevölkerung, der in großen Städten lebt. Handwerker und Beamte können dort gutes Geld verdienen, Gelehrte können Universitäten besuchen. Hauptstadt ist die Weiße Stadt im Herzen Sanktuarias. Die große Mehrheit ist gläubig, auch wenn viele es damit nicht so ernst nehmen. Vor allem in ländlichen, sehr abgeschiedenen Gegenden oder solchen, in denen ein vielfältiges Spektrum an Religionen existiert, spielt der Glaube eines Menschen eine eher untergeordnete Rolle. Ungläubige werden nicht verfolgt, aber als etwas seltsam angesehen. Andersgläubigen wird teilweise misstraut, abhängig von der Glaubensrichtung. Im Großen und Ganzen sind die Menschen Sanktuarias ganz normale Menschen mit ganz normalen Schwächen.

    Klingt ein bisschen wie die Schildkröte Groß A´Tuin, die Schildkröte, auf deren Rücken Terry Preatchetts Scheibenwelt liegt. Der Gedanke eines titanischen "Weltenwesens", wie du es irgendwo genannt hast, ist ziemlich cool. Und da kommen natürlich einege typische Fragen auf (hoffe, ich frage nichts doppelt):


    Sind Endur und Telegur sterblich?
    Telegur wirbt um Endur. Was hat es für Auswirkungen, wenn die beiden sich paaren?
    Droht ihnen Gefahr von etwa gleich großen Weltenwesen?
    Woher stammen diese Weltenwesen? Sind sie durch Magie entstanden oder haben sie sich auf irgendeinem wirklich wirklich riesiegen Planeten entwickelt?
    Du hast geschrieben, dass sie Planeten im Sonnensystem gefressen haben. Meinst du damit, sie haben den ganzen Planeten verputzt? Ernähren die beiden sich also von Steinen und Mineralien, mit einem Hauch Lava? :D


    Ein paar weitere Fragen habe ich noch.
    Sehen die Drachen so aus, wie wir uns Drachen vorstellen würden? Sie sind doch höhere Dämonen, oder habe ich das falsch verstanden? Die Dämonen klangen jetzt nicht so echsenartig wie Drachen.
    Die Bezeichnungen Drachen und Dämonen sind (für meinen Geschmack jedenfalls) etwas, naja, vorbelastet, man verbindet bestimmte Dinge damit. Mit Dämonen verbindet man meistens Zerstörungswut usw., aber wenn manche Dämonen nur erscheinen, um "Schluchten", also Wunden zu verschließen, haben die Bewohner der Welt nicht mal drüber nachgedacht, ob die wirklich so bösartig sind? Oder suggeriert das Wort Dämon hier etwas falsches?