Posts by Yerho

    Schade, es ist wohl doch keine erfundene Welt. ;D Stattdessen ein "ganz normaler" Text aus mittelalterlichem Hebräisch und diversen selbst erfundenen Wörtern. ABER sie sind tatsächlich dabei, es zu entschlüsseln, und das finde ich ja mal sowas von genial. :)


    https://www.sueddeutsche.de/ku…nich-manuskript-1.4938893

    Am Ende stellt es sich als spätmittelalterlicher Studentenstreich heraus. ;D


    Wenn ich so überlege, was ich in Augenblicken der Langeweile in meine Schulhefte und Studienkladden geschrieben und gezeichnet habe und wie dieses Gemisch aus gerade behandelten Sprachen oder naturwissenschaftlichen Themen in ein paar Jahrhunderten auf Forscher wirken könnte ...


    Nun gut, es wäre damals ein teurer Spaß gewesen. Für 100 Blatt Pergament mussten viele arme Viecher ihr Leben lassen.

    Diese EInstellung "Ohne Schlechtes kann es nix Gutes geben" nervt mich irgendwie. Wenn ich mir heute abend etwas Gutes zu essen mache, ist das was Gutes, wofür es keine schlechte Vorbedingung geben muss, sondern höchstens eine neutrale (Ich esse etwas, was ich werde besonders mag, noch nicht mag). Und ich freue mich tagtäglich über Dinge, bei denen die Abwesenheit dieser Freude kein Leid bedeuten würde. Ob das narrativ besonders spannend ist, sei dahingestellt, aber ich finde es doch ein wenig zynisch davon auszugehen, das eine Welt ohne die Darstellung der negativen Konsequenzen von irgendetwas nicht vollständig wäre.

    Okay, das kratzt dann schon sehr an Kognitionspsychologie, Hermeneutik und Philosophie und weiß der Kuckuck was noch. Was ich der meinte ist: Die Kategorie "gut" beinhaltet zwingend, dass es auch Abstufungen davon gibt (In deinem Beispiel: Gut ist besser als neutral, wobei neutral "schlechter, aber nicht schlimm" bedeutet ...). Eine Welt ganz ohne Leid dürfte nicht einmal eine Vorstellung davon und einen Begriff dafür haben. Diese Welt wäre aber statisch, denn damit nichts gewertet werden kann, darf auch nichts geschehen und vorzugsweise auch gar nichts, oder doch zumindest kein Bewusstsein, existieren.


    Ein für zehn Sekunden nicht auffindbares Lieblingsspielzeug beschert einem Kind für zehn Sekunden Leid. Das war jetzt aus anderer Perspektive nichts Schlimmes, schnell vorbei und zurückblickend ist es sogar für den selben Menschen kein wirkliches Leid gewesen - aber in diesen zehn Sekunden und für das Kind war das Leid absolut real.


    Der nächste Punkt ist der freie Wille. Dieser führt zum Wollen und nicht haben können, nicht wissen können bzw. nicht erreichen können. Es kann nicht jeder alles haben, wissen und können. Mit der daraus resultierenden Unzufriedenheit kann man natürlich gelassen umgehen, aber sie ist trotzdem da.
    (Womöglich gibt es einen Zustand, in dem das alles nicht gilt, aber den können wir als Menschen ungefähr so gut beschreiben wie eine gerade Kurve.)


    Kurz, es spricht nichts gegen Welten, in denen alle Bewohner grundsätzlich zufrieden und positiv an alle Dinge herangehen, aus keiner Kategorie von "nicht so gut" ein Drama machen und sich selbst und Anderen etwas gönnen, weil für alle genug da ist. Diese Welt ist jedoch meines Erachtens nicht ohne Leid, sondern hat dieses lediglich gebändigt und pflegt mit dem Rest einen denkbar harmonischen und abgeklärten Umgang.

    Eine Welt ohne Leid wäre vermutlich tatsächlich auch eine Welt ohne Freude. Man weiß doch nur, dass es einem gut geht, wenn man weiß, wie es ist, wenn's einem nicht gut geht.
    Bedeutet auch; damals haben sich Menschen Welten erschaffen, die das haben, was sie selbst gerne hätten: satt zu essen, kein Tod, keine Krankheit, keine Knecht- und keine Feindschaft. Aber eben immer auch sehr spezifisch (Mehr als Völlerei geht im Schlaraffenland halt nicht ...) oder erst im Jenseits als Belohnung dafür, das man sich durch das Leben in der eigenen, realen Welt quält und dort gehorsam ist. Und natürlich immer mit dem drohenden Gegenentwurf der Hölle.
    Der buddhistische Entwurf kompletter Nichtexistenz ohne Leid stelle ich mir persönlich auch eher als Hölle vor.


    Was mir auffällt, ist ein Trend zu fiesen und/oder zynischen Settings in Roman, Film und Fernsehen sowie Computerspielen. Früher war (zumindest gefühlt) mehr Lametta und mehr Eskapismus.

    Heinrich war schneller, ich sekundiere daher:


    Die Verwendung von "alles" wäre formal richtig.
    Der komplette Verzicht auf das Wort wäre stilistisch richtig.


    "Er hatte vergessen, wozu er fähig war." ist keineswegs einschränkend oder sinnentstellend gegenüber der bisherigen Konstruktion.
    Denn gemeint ist ja wohl, dass er vergessen hatte, wozu er fähig war. Damit kann ohne spezielle Einschränkung so ziemlich alles gemeint sein, wozu er einmal fähig war, womit die Erwähnung von "alles" im höchsten Maße überflüssig wird.


    Zu berücksichtigen wäre lediglich die mögliche Falle von Vergangenheit und Vorvergangenheit. Du schreibst vielleicht im Präteritum über etwas, dass noch vorher war, also müsste es streng genommen lauten: "Er hatte vergessen, wozu er fähig gewesen war." - Andernfalls hieße es, dass er genau zu dem Zeitpunkt in der Vergangenheit, den Du gerade beschreibst, vergessen hat, wozu er fähig ist. ;)

    Das Subgenre Sword & Sorcery kennt schon seit fast einem Jahrhundert ein beinahe umgekehrtes Konzept: Die ganze Welt ist böse, der Held ist auch nicht gerade gut, und nur gelegentlich haben einzelne Personen (den Helden inbegriffen) Anflüge von Rechtschaffenheit, die aber schnell vorübergehen. ;)

    Die Darstellung der Swastika ist verboten, es sei denn, sie wird historisch-kontextuell abgebildet. Damit kommt hierzulande in Sachen RPG niemals durch.


    Ein echtes Problem ist es trotzdem nicht, zumal Du das Symbol nicht verwenden musst. In einem alternativen Verlauf könnte sich für die Nazis ein anderes Symbol durchgesetzt haben - und so lange es schwarz ist und in einem weißen Kreis auf roten Grund steht, versteht auch jeder den Bezug, ohne dass Du Dich (womöglich noch vor Gericht) rechtfertigen musst.

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    Original von Veria
    Nun, wir können es sozusagen live verfolgen, denn es wurde ein Kind gefunden, das das Supermuskel-Gen zweimal trägt. Seine Mutter (Sprinterin) trägt es nur einmal und hat offenbar keine zu grossen Nachteile.


    Aber sie hat welche. Und das, obwohl sie sich 1.) als Bürger einer Industrienation und 2.) erst recht als Sportlerin bereits in einer kontrollierten Umgebung befindet. :)


    Das ist wie mit schwerer Kurzsichtigkeit: Sie ist kein ernsthaftes Problem in Deutschland und in weiten Teilen der restlichen Welt. Als Indio am oberen Amazonas ist man damit jedoch ganz schön angeschmiert - obwohl es natürlich auch dort soziale Strukturen gibt, die einem über das Gröbste helfen können. "Unproblematisch" ist aber was anderes.

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    Original von mindblasted
    Zumindest äußerlich wirken diese Mäuse ja halbwegs vital, aber ich möchte nicht wissen wie lange sie gebraucht haben zu diesem Ergebnis zu gelangen.


    Weder beim Fehlen von Myostatin noch für die Zuführung von Follistatin führen - soweit ich das überblicken kann - bei Säugetieren zu schädlichen Nebenwirkungen.


    Allerdings ist die Hauptwirkung schon bedenklich genug: Denn Eiweiß zur Blockade der Muskelbildung erfüllt schließlich einen Zweck. Die Folgen von unausgewogenem Muskelaufbau dürften bekannt sein: Stoffwechselschäden, Probleme mit dem Knochenbau sowieso erheblicher Ausdauerverlust, wenn keine entsprechend erhöhte Versorgung stattfindet - Muskeln verbrauchen bekanntlich auch dann Energie, wenn sie nicht sinnvoll eingesetzt werden (können).


    Die Muskelmaus kann beispielsweise auch nur dann doppelt so lange schwimmen wie die normale Maus, wenn sie (über-) proportional mit Futter versorgt wird. Und das müsste angepasstes Kraftfutter sein, weil schon allein der Verdauungstrakt nicht zusammen mit der Muskelmasse an Leistungsfähigkeit gewinnt.


    Kurz: Es reicht nicht, eine bestimmte Funktion zu verstehen und zu manipulieren. Alle in Bezug stehenden Funktionen müssten angepasst werden, ob (außerhalb einer kontrollierten Umgebung) lebensfähige künstliche oder auch nur veränderte Lebewesen zu schaffen. Und das dazu nötige Wissen ist eindeutig noch nicht vorhanden.

    Was Jerron zu den Seevögeln sagt, stimmt, aber was Wasservögel betrifft, muss ich widersprechen:
    Unsere hier heimischen, ganz stinknormalen Kormorane und Haubentaucher können sowohl fliegen als auch schwimmen und ohne die Notwendigkeit eines Sturzflugs zum Tauchen übergehen, wobei sie tauchend sowohl horizontal als auch vertikal beträchtliche Entfernungen bewältigen und ganz akzeptable Tauchzeiten erreichen. Sie tauchen nicht nur unter, sondern schwimmen unter Wasser. Und natürlich können sie auch an Land gehen, wenn ihnen danach ist - auch wenn sie es dabei an Eleganz vermissen lassen.


    Wasservögel sind natürlich keine Reptilien. Schaut man aber nicht in die Zukunft, sondern geht ein paar Millionen Jährchen zurück, landet man bei den Pterosauriern, die weder Reptilien, noch Echsen, noch Vögel waren, aber von allen heutigen Arten einige Merkmale aufwiesen und zu Lande und auch in der Luft gut zurechtkamen. Es ist belegt, dass sich etliche Pterosaurier von Fischen ernährt haben und zumindest in der Lage gewesen sein müssen, sowohl zu schwimmen als auch unterzutauchen. Bedenkt man die viel nähere Verwandtschaft zu den Reptilien, hatten sie aber mit dem aktiven Tauchen vermutlich kein Problem.


    Der Rest ist eigentlich nur eine Verlagerung des Schwerpunkts auf das Wasser als hauptsächlicher Lebensraum. Fischfressende Pterosaurier dürften zwar lange Zeit im Wasser zugebracht haben, mussten (nicht "konnten") aber sicherlich auch immer wieder an Land. Aber das müssen heutige Wasserreptilien auch, und sei es nur zur Eiablage.


    Technisch ist das Ganze also kein Problem, interessant wird es eher bei der Begründung: Warum zum Deibel sollte ein Reptil, dass hauptsächlich im Wasser lebt und sich dort wohl fühlt, öfter an Land und in die Luft (Man verzeihe mir den billigen Witz ...) gehen?
    Der Landgang ist für Wasserreptilien üblich, siehe Eiablage. Für kürzere Flugtauglichkeit (Gleitflug?) könnte man als Begründung heranziehen, dass sie - wie "fliegende" Fische - vor Feinden im Wasser flüchten und lediglich etwas länger in der Luft bleiben können.

    "Was euch antreibt, ist die Frage nach dem Sinn eures kurzen Lebens. Manchmal wünschte ich, mir diese Frage ebenfalls stellen zu müssen."
    (Morgoth, der Wäger, auf die Frage eines sterblichen Dieners, warum er so unglücklich aussähe)


    "Gutes Holz ist zu schade für die Feuerstelle, und gute Männer zu schade für das Schlachtfeld."
    (Tocal, Avatar von Anorthis, nachdem ihm angeboten wurde, seinen Posten als Hauptmann zu behalten, den er aus gegebenen Gründen für einige Zeit bekleidete)


    "Als ich zum Kampf gerufen wurde, kam ich aufrecht. Nun, nach dem Sieg, werde ich nicht kriechen."
    (Djehuti, Häuptling des Panther-Stammes, nachdem er half, die Eigentumsrechte der Halbinsel Iskendari zu klären und dem neuen Fürsten auf Knien Treue schwören sollte)


    "Wem ein Unglück widerfährt, der gibt sich zumeist dem Trübsal oder der Rache hin. In dieser gefährlichen Welt sollte ich die mächtigste Gottheit sein, doch ich bin es nicht. Trauernde und Zornige sind allzu schwache Diener."
    (Anorthis, die Zwiegesichtige, auf die Frage seines sterblichen Dieners, warum sie trotz all ihrer Macht so zurückhaltend sei)


    "War es der Wunsch oder der Befehl der Erstgeborenen, der dich zu ihr ruft? Wenn es ein Befehl war, ziehst du morgen in den Kampf. Wenn es ein Wunsch war, schlägst du die Schlacht bereits in dieser Nacht."
    (Sanehet, Ratsältester der Stadt Basnan, zu einem erklärten Günstling der Thronanwärterin)


    "Ich bin des Kämpfens müde, das ist wahr. Doch ihr lasst mich nicht ruhen und müsst nun die Folgen tragen."
    (Akebhir, der Löwe von Veth, zu Gesandten der in Veth einfallenden Ilemuriyaner, die ihn auf seinem Alterssitz aufsuchen und unter Drohungen dazu bringen wollen, nicht in die Kämpfe einzugreifen)

    Der Alltag von Priestern hängt stark davon ab, welchen Göttern sie an welchem Ort mit welchem Anspruch dienen.


    Von grausamer Verfolgung über "ora et labora" bis hin zu einem luxuriösen Leben ist alles möglich.

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    Original von Damokles
    Und nimms mir nicht übel, aber Krieg der Welten find ich so hirnrissig dämlich...
    Wir wissen ja nun wirklich rein gar nichts über Aliens, aber irgend einen Grund sollten sie schon haben


    Redest Du über die Novelle (bzw. das Hörspiel), die alte Verfilmung, die spätere Serie oder die zwei neuesten Verfilmungen aus dem Jahre 2005?


    In jedem Fall hast Du nicht aufgepasst. ;)


    Die Geschichte ist eine Parabel darauf, wie die industrialisierten Kolonialmächte mit den technisch unterlegenen Eingeborenen umgesprungen sind: In der ursprünglichen Story machen technisch überlegene Aliens das britische Empire zwecks Landgewinn platt und verarbeiten die Menschen zwecks Nahrungsgewinn.


    Im Film von 2005 (Den anderen aus diesem Jahr kann man ignorieren, er ist ähnlich und wurde direkt für die DVD-Grabbelkiste produziert ...) läuft es ähnlich ab - nur werden da die Menschen zu Dünger für das rote Unkraut verarbeitet, und dieses ist dann Nahrung für die Aliens. Das wird sogar direkt erklärt - für all diejenigen, denen die Bilder nicht genügen.


    In beiden Varianten hatten die Aliens also ganz pragmatische Gründe für ihren Angriff: Sie wollten ihre wenig fruchtbare Heimatwelt gegen die schöne Erde austauschen und sich dort häuslich niederlassen, nachdem die dort lebende und tendenziell störende dominante Lebensform ausgerottet und zudem nutzbringend verwertet wurde.

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    Original von Murghs
    Yerho: Bist du schonmal von ner Gans angegriffen worden? Die Viecher können auch verdammt bösartig werden... nicht so sehr wie ein Hund oder Wolf, aber bei nem ganzen Rudel macht das dann auch keinen echten Unterschied mehr...


    Ich komme vom Land ... Will sagen: Ja, ich weiß, wie fies Gänse - oder eher noch Ganter - sein können.


    Allerdings kann ich mich entsinnen, dass ich mehr Gänse gesehen habe, die dem Menschen zum Opfer gefallen sind (Einige dieser Gänse habe ich mit großem Appetit verzehrt. ;)), als es umgekehrt der Fall war.

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    Original von Mara
    Necromonger sehen ungefähr so aus, verstehen keinen Spaß


    Die verstehen durchaus Spaß. Die Leute, mit denen sie den Spaß treiben, finden das nur nicht lustig. Ich hatte schon den Eindruck, dass es den Necromongern Freude macht, Welten zu überfallen, Leute zu terrorisieren, Ultimaten zu stellen etc. p.p. ... ;D

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    Original von Kinno Katana
    P.S.: Wenn es eine Satire werden darf, könnte man sich mal überlegen, wie die quasiklassischen Politikerverlautbarungen dazu wohl lauten würden... Bestätigung, Zweifel, Panikmache, Widerspruch...


    "Die Welt ist sicher!"


    "Ich verstehe sehr gut, dass die Damen und Herren von der [Partei einsetzen] vom Weltuntergang überrascht sind. Das ist ja nichts Neues. Wir von der [Konkurrenzpartei einsetzen] haben bereits vor zwei Jahren ein Papier eingereicht, welches die Verteilung von Ohrenstöpseln im Falle besonders lauter Weltuntergänge regeln soll."


    "Wir brauchen mehr Kameras auf öffentlichen Plätzen und die Bundeswehr im Polizeieinsatz, damit es nicht zu Plünderungen und nicht angemeldeten Kundgebungen in öffentlichen Parks kommt. Außerdem sollten wir prophylaktisch eine Online-Durchsuchung bei diesen Weltenbastlern durchführen - uns ist bekannt, dass diese bereits den Weltuntergang in genau dieser Form diskutiert haben, bevor er überhaupt wissenschaftlich feststellbar war. Ich sehe sie mindestens als Gefährder, wenn nicht gar als Terroristen, die gemeingefährliche Szenarien in ihrem Internetforum durchspielen und sich nachweislich mindestens einmal im Jahr in verschwörerischer Absicht und zum Training von Guerilla-Taktiken zusammenfinden."


    "Niemand hat die Absicht, eine Welt untergehen zu lassen."

    Ich würde versuchen, den oder die Typen ausfindig zu machen, die genau herausgekriegt haben, wann und wie die Erde untergehen wird.


    Denn die haben entweder etwas damit zu tun, oder haben irgend einen Draht zu dem Wer-oder-was-auch-immer, dass die Erde in eine tote Murmel verwandeln wird. Vermutlich lässt es sich nicht verhindern, aber schon der Moment der Nähe zu etwas derart Großem im Augenblick des Todes hätte was.

    In meiner gerade im Entstehen begriffenen Welt gibt es eine Art Untoter: Der Winterorden (Lebenssituationen sind Jahreszeiten zugeordnet, der Winter steht für Sterben und Tod) hat ein paar Priester, die Tote in gewisser Weise wieder zum Leben erwecken können.


    Sie verwenden dafür einen parasitären Wurm, der eigentlich sehr selten ist und nur in einigen Sumpfgebieten im fast menschenleeren Südwesten des Kontinents beheimatet ist. Normalerweise kriechen die Viecher durch die Nase in dass Gehirn schlafender oder bewusstloser Tiere und prägen deren Verhalten bestimmte Muster auf, welche die Würmer für ihr eigenes Überleben brauchen. Eine eigene Intelligenz oder auch nur höhere Funktionen haben diese Würmer nicht.


    Menschen oder sogar höheren Säugetiere befallen sie normalerweise gar nicht, da die Gehirnstrukturen dort zu komplex sind. Sie könnten allenfalls die primitivsten Abläufe (Stichwort: Reptilienhirn) beeinflussen, was nicht ausreichend wäre und den Wirt nur zu seltsamen Verhalten und irgendwann in den Wahnsinn treiben würde - was ja gar nicht im Sinne des Wurms ist.


    Bei toten Menschen allerdings, die physisch intakt sind und bei denen die Nekrose noch nicht eingesetzt hat, können sie eine Reanimation bewirken. Diese Menschen haben allerdings nicht mehr alle Teile ihrer Persönlichkeit, ihres Wissens und ihres Könnens. Starke Prägungen wie Zuneigungen, Abneigungen und massiv trainierte Fähigkeiten sind noch vorhanden, ebenso häufig abgerufene Erinnerungen.


    Die Nekromanten nutzen dies, um sehr loyale Diener (auf deren Wunsch hin) mittels eines Nervengifts zu töten und dann zu reanimieren. Der Wurm schließt die Lücken, die das Gift gerissen hat - und man hat einen theoretisch ewig lebenden, gehorsamen Diener, der keine Müdigkeit, keine Furcht und keine Bedenken kennt, der Schmerzen nur als fernes Echo spürt und stets das Maximum dessen leistet, was sein Körper hergibt.

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    Original von mask
    Man kann mehrere Modi einstellen, das eine ist äquivalent zum Bildschirm, das andere zum Fenster... da kann man dann wirklich kaum darüber hinausfahren... ;)


    ... selbst wenn die eigene Auge-Hand-Koordination mangelhaft sein sollte. ;)

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    Original von Mara
    Wo ich grad dran denke: Hunde und Gänse. Beides Wachtiere, nehmen einem viel Arbeit ab, indem sie die Nase offenhalten wo man ins Dunkel spähen müsste.


    Hunde haben gegenüber Gänsen noch den Vorteil, dass sie nicht nur warnen, sondern auch wehren können - besonders dann, wenn es größere Hunde sind, die noch nicht so hüftlahm überzüchtet wurden wie beispielsweise der Deutsche Schäferhund.


    Als jemand, der mit diesen Tierchen gut klar kommt, würde ich mir, ob ich nun wandere oder mich schon irgendwo niederlasse, auf jeden Fall eine Hundemeute halten, die mich, meine Freunde und ggf. mein Gehöft gegen Plünderer und ggf. auch gegen Zombies zu schützen hilft. Bei letzteren gibt es noch den Vorteil, dass Tiere zumeist gegen die "Zombiefizierung" immun sind, also frisch und frei auf die Bagage losgehen können. Dann ist es auch egal, ob das Torkel-Zombies oder 28-Days-Later-Vandalen sind. ;)


    Natürlich müssten die Tierchen halbwild bleiben, damit sie zum einen nicht ihre Wehrhaftigkeit einbüßen und sich zum anderen noch überwiegend selbst versorgen können. Aber das klappt schon: Wenn man sie gelegentlich füttert und immer gut und richtig behandelt, sind sie zuverlässigere Kameraden als irgendwelche Kumpane, die einen in Panik im Stich lassen oder für 'ne Dose Pfirsiche hinterrücks abmurksen. :o


    Außerdem: Ich halte mich für einen ganz guten Schützen, aber bevor ich mich im Nahkampf mit Axt oder Machete behaupten müsste, investiere ich lieber in zivilisatorisches Grundwissen wie die Domestizierung von Haustieren, um mir eine weitere Verteidigungslinie zu schaffen. :P