[2022-06] Die Saat bei den Marakremmen

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  • [2022-06] Die Saat bei den Marakremmen


    [Leider habe ich in der ganzen Zeit mal wieder kaum etwas geschafft, weil ich mir wieder zuviel aufgehalst habe. Doch schauen wir mal, wie es die Marakremmen machen, deren Land nicht Land genannt werden kann. Wegen Kopfschmerzen schreibe ich das locker und behalte es mir vor, das noch in ein klares inworld Format zu bringen. Als Initiator des Themas wollte ich noch rechtzeitig etwas abgeben. Zudem sind die Marakremmen sehr WiP.]


    Von den Saatmethoden der Marakremmen


    Die Marakremmen sind ein Volk im Bereich der Südlichen Inseln. Sie leben in einem Gebiet, dass nicht Land und nicht See ist. Wegen der ständigen Überflutung benötigt ihre Landwirtschaft besondere Wege. Die Shargis, ihre Hütehaie, sind nur die bekannteste ihrer Lösungen. Was die Aussaat angeht, besitzen sie natürlich schwimmende Felder aus Algen und Holz, auf denen sie recht normal Pflanzen anbauen können. Selbstverständlich werden auch ihre Hausboote und die durchaus vorkommenden Bäume genutzt, um Pflanzgefäße unterzubringen und natürlich sind auch auf regelmäßig trocken fallenden Äckern traditionellere Anbaumethoden möglich.


    Interessanter sind jedoch ihre Unterwasser-Aussaaten. Es reicht ja nicht, Samen auf dem Wasser auszubringen, da dieser abgetrieben würde.


    Samen, der erst im Meer quellen muss wird von speziellen Gärtnern, den Vorkeimern, teils in Bottichen, teils in Becken an wenigen erhöhten Stellen behandelt.


    Wie direkt auszubringende Sämereien muss dann am Grund verankert werden. Hierzu bedienen sich die Marakremmen verschiedener Pflanzröhren. Darin können Samen platziert und mit Hilfe von durch die Röhren geführte Stangen in den Grund gedrückt werden. Es gibt hierbei:


    --- Röhren verschiedener Durchmesser für einen Samen.

    --- Röhren, die gleichzeitig mehrere Samen analog zu Saatscheiben in den Boden bringen.

    --- Röhren, mit denen auf kleinen Holzkegeln angebrachte Ballen gesetzt werden können.

    --- Röhren und Stangen, mit denen Pflanzgefäße oder größere Pflanzballen verankert werden.


    Auch ganze Einbäume werden als Pflanzboote versenkt und verankert. Hierzu werden in jüngerer sogar extra schwere Holzstämme importiert.


    Bestimmte Algen und Schwimmfrüchte werden in Holzbecken herangezogen, um in Netzen oder von Netzen umzäunten Bereichen bis zur Ernte zu reifen.


    Reine Pflanzschiffe wie sie etwa in Chosor, der treibenden Inseln der Blüten bekannt sind, kommen selten vor und auch zu große Algenteppiche werden vermieden und sogar aktiv beseitigt. Aus alter Zeit scheinen unter Wasser liegende Becken zu stammen, die mutmaßlich dem Anbau von Nutzpflanzen dienten. Im Boden einiger dieser Becken wurden Löcher festgestellt und auf dem Rand finden sich mitunter Reliefs von Pflanzen. Einige Forscher vermuten hier auch rituelle Hintergründe.

  • Fortsetzung zu Artefakten und Ritualen


    Aus alter Zeit scheinen auch die sogenannten Säersteine zu stammen, auf denen zum geringeren Teil aussäende Marakremmen abgebildet sind. Öfter werden Pflanzröhren oder Saatgut gezeigt. Es scheint auch Abbildungen zu geben, die Götter und Rituale zeigen, aber hochumstritten sind. Mindestens ebenso umstritten ist, ob auf einigen dieser Steine Anbaubecken zu sehen sind, bzw., ob solche durch Umrandungen symbolisiert werden. Ob reliefierte längliche Schmucksteine, wie sie im gesamten Gebiet der Marakremmen gefunden werden, mit der protomarakremmischen Kultur in Zusammenhang stehen ist unbekannt.


    Das Reich von Kirra interessiert sich für das Gebiet nur als Hindernis für die Schiffahrt und bei den meisten der Rituale der Marakremmen geht es darum, dass es so bleibt. Es ist jedoch bekannt, dass Aussaaten jeweils für ein bestimmtes Gebiet eingesegnet werden. Damit sollen auch Schutzhandlungen verbunden sein. Statt Weihwasser wird möglichst reiner Sand aus einer Art löchriger Rassel auf die Wasseroberfläche gestreut. Fragmente dieser Rasseln gehören zu den Befunden der protomarakremmischen Kultur, doch ist umstritten, ob sie schon Ritualgegenstände waren oder in irgendeiner praktischen Weise mit der Aussaat verbunden.


    Die vermuteten Schutzhandlungen werden im Geheimen vorgenommen. Dabei scheinen den bösen Geistern der zerstörerischen Wellen kleine Steine entgegen geworfen zu werden, um sie gleichsam zu brechen und die guten Geister des festen Grundes mit Opfern versorgt zu werden. Laut einer alten Aufzeichnung aus kerranischen Archiven sollen die Opfer allerdings die "Götzen der Trockenheit" besänftigen und so fernhalten, während die Steine die "Götzen der Feuchte" anlocken sollen. Dies beruht wohl auf einem Missverständnis, dass dann durch die mittelkirranische Lehre von der Abstoßung des Gleichen und der Anziehung der Gegensätze weiter verfremdet wurde.

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