[Daleth] Das Uhrvolk von Lasu’tyq

  • Ich habe versucht, die Welt von Daleth ein Volk zu schenken, das die Umgebung ganz anders sieht als irgendeiner der bekannte irdische Völker. Außerdem wollte ich mal eine ganz andere Kalender als die langweiligen die mit Mond oder Sonne funktionieren. Die Nomanden von Lasu’tyq sehen Raum und Zeit als eine Einheit (eigentlich genau wie die moderne Wissenschaft das auch tut).


    Die Nomaden leben in ein karges Land, wo die Erde zu wenig früchtbar ist für Siedlungen. Daher ziehen die Nomaden durch’s Land. Es sind zu viele Menschen da um in ein Karavan herum zu ziehen, außerdem ist das Land groß genügend um mehrere Karavane Nahrung zu bieten. Es gab 4, es gibt 3 Stämme die je mit ein Karavan durch die Gegend ziehen. Einmal im Jahr trefft man sich in ein Ort namens ‘Neujahr’. Hier findet man Friedhöfe, Tempel und Gerichtshof - halt alles was man nicht immer mit sich herum schleppen kann...


    Nach die rituale Wiedersehen in Neujahr verabschieden die Stämme sich wieder und ziehen wieder deren Kreis druch das Jahr. Jedes Jahr haben die genau dieselbe Weg, und man weiß nie wo man ist, sondern nur wann man ist. Ein vergleich ist es, dich vor zu stellen wie drei Uhren mit der 12 (Neujahr) gegen einander liegen. Die Nomaden sind die kurzen Zeiger, die sich langsam von Ziffer nach Ziffer bewegen. Wie auf ein Uhr sagt man nicht “der Zeiger ist jetzt genau horizontal und zeigt nach Rechts” sondern “es ist Drei”.
    Dabei sind die Ziffer natürlich nicht Stunden, sondern eher zu vergleichen mit Monate. Auch sind die nicht sonderlich regelmäßig - bei einem Merkmal im Landschaft fangt eine neue “Monat” an. Da alle Stämme eine andere Gegend haben, haben die keine einheitliche Kalender - jeder Stamm hat sein eigenes, nur ‘Neujahr’ ist bei alle dasselbe.
    Die Nomaden haben seit Jahrhunderte dieselbe Technik: die Wagen im Karavan sind von eine Art Rind (Urx) gezogen geworden, und die Viecher ziehen immer mit -im Durchschnitt- dieselbe Geschwindlichkeit, und die Entfernung zwischen die Merkmale bleibt derselbe. Daher dauert einem Jahr immer einen Jahr... für alle Stämme.
    Pro Merkmal in die Landschaft, das eigentlich schreit “Jetzt fangt einen neuen Monat an” weiß man was ungefähr passieren wird: es wird warm, trocken, nass, es gibt Baby-Rinder, Schnee, usw. Heilige Tage haben ein eigenes Merkmal, man weiß das es bald da sein wird sobald man das merkmal davor erreicht hat.


    Der Name Uhrvolk ist ein out-world Name: Daleth kennt keine Uhren. Auf Englisch ist es Clockfolk, was keineswegs irgendwas mit Ancient Folk (Urvolk) zu tun hat.
    Ich glaub ich habe dieses Volk schon öfter erwähnt, konnte aber der Thread nicht finden :-[

  • Ah jetzt ja. :)


    Also tatsächlich "Uhr"volk. Hmm, aber irgendwie finde ich das im Deutschen doof. Clockfolk klingt gut, aber Uhrvolk...


    Ansonsten klingt das aber sehr interessant. Gefällt mir. :)

  • Die Idee ist auf jeden fall GENIAL!!:dafuer:
    Und dass es im deutschen UHRvolk heißt, hat einen gewissen Witz, der auch irgendwie etwas Positives hat ;)

  • Hm, vielleicht solltest du es mal mit Uhrenvolk versuchen - dann besteht keine Verwechslungsgefahr mit Urvolk. Oder Zeitvolk?

    " Durch die weiten, glühenden Ebenen ziehen sie dahin: gewaltige Herden, kaum weniger zahlreich als die Halme jener Gräser, die sie nähren. Zwei Dinge treiben sie voran: Trockenheit und mächtige Feinde, die nur darauf warten, ihren Hunger mit Fleisch zu tilgen. Keine Art außer einer hat hier ihre Heimat: die Morlochs, die Herrscher der Weite zwischen Erde und Himmel."
    Aus " Führer durch die Welt", von Lisari Biadaom, erschienen 1118 n.M.K.

  • Quote

    Original von Jolly™
    "Clock folk" hat vom Klang her was von Kippen


    Booaaack?! *gacker* (Achtung, Insider :joint: )
    Naja, es ist eine Welt die ich meistens auf Englisch oder Niederländisch beschreibe und ich finde so ein Name oder wie es rüberkommt nicht ganz wichtig. Schließlich bleibt es out-world.


    Quote

    Aber die Karavanen ziehen nicht im Kreis, oder?


    Es ist kein rundes Kreis, man kehrt immer wieder zu Neujahr zurück, aber wie die Strecke genau aussieht wissen die Nomaden selber auch nicht: die wissen nur, das die durch die Zeit ziehen und daß das ein Zyklus ist. Auf deren Karten sieht es rund aus (weil Schematisch) aber auf normale Karten nicht.

  • Klingt interessant :)


    Quote

    Original von Yaghish
    Die Nomaden haben seit Jahrhunderte dieselbe Technik: die Wagen im Karavan sind von eine Art Rind (Urx) gezogen geworden, und die Viecher ziehen immer mit -im Durchschnitt- dieselbe Geschwindlichkeit, und die Entfernung zwischen die Merkmale bleibt derselbe. Daher dauert einem Jahr immer einen Jahr... für alle Stämme.


    Mal ne blöde Frage: Was passiert denn, wenn ein Stamm auf seiner Reise durch irgendetwas unvorhergesehenes aufgehalten wird? Dann kommen die doch mit ihrem Timing durcheinander...:hmm:

    "Aye, horsemen for companions,
    Before the merchants and the clerk
    Breathed on the world with timid breath.
    Sing on: somewhere at some new moon,
    We'll learn that sleeping is not death,
    Hearing the whole earth change its tune"

  • Quote

    Original von Falayon
    Mal ne blöde Frage: Was passiert denn, wenn ein Stamm auf seiner Reise durch irgendetwas unvorhergesehenes aufgehalten wird? Dann kommen die doch mit ihrem Timing durcheinander...:hmm:


    Die Landschaft ist so langweilig das etwas unvorhergesehenes nie pasieren kann. Die kleine Unverhersehbare Katastrophen passieren jedes mal wieder, und kommen nach irdische Begriffe auf höchstens einige Tage Verspäterung - die Nomaden bemerken nichts davon, es ist erst der nächster Monat sobald es erreicht wird. Dann fangt das neue Jahr etwas später an (für Ausländer - für das Uhrvolk ist es ja erst Neujahr als alle dieses ort erreicht haben), ist aber kein Problem da es kein Bauern sind (man muss nich rechtzeitig sähen usw).
    Das Volk hat ja null Timing, denn die verreisen in die Zeit

  • Quote

    da es kein Bauern sind (man muss nich rechtzeitig sähen usw)


    Da fällt mir die Frage ein: Wovon lebt das Volk eigentlich? Haben die eine Herde von irgendwelchen Tieren, oder ist da was ganz anderes?

  • Wie normale Nomaden leben die von die eigene Herden (Urx) und ein wenig von Jagd (andere, wilde Tiere, dabei auch Einhorner). Auf den Wagen hat man eine kleine Dachgarten für die notwendige Kräuter und Gemüse. Auch pflückt man gelegentlich was man in der Gegend findet.

  • Quote


    Auf den Wagen hat man eine kleine Dachgarten für die notwendige Kräuter und Gemüse


    Abgefahren, die Idee gefällt mir :D :thumbup:

    "Aye, horsemen for companions,
    Before the merchants and the clerk
    Breathed on the world with timid breath.
    Sing on: somewhere at some new moon,
    We'll learn that sleeping is not death,
    Hearing the whole earth change its tune"

  • Wie sieht es mit Kontakten zu anderen Völkern aus, die die Zeit 'normal' sehen? Verstehen die das gegenseitige Konzept von Zeit? Schaffen sie es, zu Verabredungen pünktlich zu kommen, oder müssen die 'Normalzeitvölker' eben an bestimmten Stellen warten, bis die Zeitwanderer vorbeikommen?


    Gilt dieses Zeitverständnis dann nur für das ganze Jahr, oder auch für jeden einzelnen Tagesablauf?


    Und wie erklären sich die Lasu'tyq das regelmäßige Vorbeiziehen des Mondes, und von mir aus auch die einigermaßen regelmäßigen Menstruationszyklen bei den Frauen (falls die Nomaden menschlich sind). Hat das in ihrer Kultur irgendeine Bedeutung?

  • Quote

    Original von Sturmfaenger
    Wie sieht es mit Kontakten zu anderen Völkern aus, die die Zeit 'normal' sehen?


    Diese Kontakte gibt es kaum. Es gibt aber einige Zeitreisende die ab und zu nach Diwàn fahren um dort einiges zu kaufen und zu verkaufen. In Diwàn ist es nicht wichtig zu wissen, welcher Tag es ist. Die Nomaden wissen allerdings, wann die losfahren sollen, und wann (wo) man die eigene Stamm wieder trifft (schnelle Pferde, womit man Urx überhohlen kann).


    Quote

    Gilt dieses Zeitverständnis dann nur für das ganze Jahr, oder auch für jeden einzelnen Tagesablauf?


    Tagesablauf ist eigentlich immer dasselbe, daher dauert es auch immer gleich lang. Man weiß am einen Tag nicht genau wie spät es ist - aber die genau Uhrzeit zu kennen ist einen fetisch der moderne irdische Welt und paßt sowieso nicht zu Daleth.


    Quote

    Und wie erklären sich die Lasu'tyq das regelmäßige Vorbeiziehen des Mondes, und von mir aus auch die einigermaßen regelmäßigen Menstruationszyklen bei den Frauen (falls die Nomaden menschlich sind). Hat das in ihrer Kultur irgendeine Bedeutung?


    Mond: die sehen die Nomaden wie irgendwas unregelmäßiges, das nicht weiter wichtig ist. Man weiß natürlich, das es ungefähr einen Mondzyklus dauert von A bis B aber daß das nicht immer stimmt, stört nicht. Wie es uns nicht stört, das die Strecke von A bis B mal x Minuten, mal x+n Minuten dauert.
    Menstruationzyklen: nach einige Forschung bin ich davon überzeugt das es eine Mythe ist daß das in andere Zeiten (Hunger, Krankheiten) eine regelmäßige Zyklus war. Da auch nicht alle Frauen gleichzeitig ihren Tagen haben, ist sowas auch nicth wichtig für die ganze Gruppe.


    Quote

    Original von Jolly™
    Ja, weil, wenn sie genau rund laufen würden, dann müssten sich ihre Wege ja überschneiden. Auf den Karten ist nur die Strecke des jeweiligen "Stammes" eingezeichnet, richtig?


    Kann man gleichzeitig in zwei Stunden zugleich sein?
    Raumlich können die Strecken sich überschneiden, aber das ist kein Problem, weil es nicht 2 oder mehr Stämme am selben Zeit da sind. Auf Karten sieht man nur die Zeit mit seine Merkmale, haben 2 Stämme dieselbe Merkmale, dann überschneiden die vielleicht, aber nicht notwendig (es ist eine andere Zeit, zB SAtamm A ist da im Herbst und Stamm B in Winter, dann ist das nicht dasselbe) Ausgenommen: Neujahr.
    Und ja, jeder Stamm hat seine eigene Karte, obwohl man keine Karte braucht.


    Quote

    Überschneiden sich die realen Strecken stellenweis?


    Ich denke schon, aber ich hab selber dieser Gegend noch nicht kartiert.


    PS: BMPs kann ich nicht öffnen.

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