[2022-02] Der Brutsumpf der Ceraten (Gegend)

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  • Thema: Gegenden


    Was für bedeutsame Gegenden gibt es bei euch? Was macht sie zu einer Gegend? Und wie findet man sich als Neuankömmling am besten zurecht?


    Was habe ich denn für Gegenden ... meistens habe ich ja eher Länder und Städte ...

    "Gegend" ist ja auch sehr vage definiert.


    Aber, he, das soll Ostern fertig sein? Daraus folgt logisch: Dinosaurier.

    Da hätte ich verschiedene Möglichkeiten, aber das Land der Eisechsen ist ziemlich wenig ausgearbeitet, also nehme ich das.

    Was habe ich da? Das:


    Im Westen ist hier das Land der Eisechsen zu finden, eine weitestgehend ebene Tundra, die ständig von eisigen Winden heimgesucht wird und wo Blitzeis Lebewesen in der Bewegung einfrieren kann. Nur die magischen Eisechsen wollen überhaupt hier leben.


    Das ist nicht viel.

    Die Eisechsen sind magische Dinosaurier – anders könnten sie da kaum überleben, denn es ist wirklich sehr, sehr kalt.

    Das Thema der Eisechsen sind Widersprüche und generell seltsame Kombinationen. Also nehmen wir etwas, das in ein gegfrorenes Land auf den ersten Blick so gar nicht reinpasst ...

    Mangroven.


    Der Brutsumpf der Ceraten


    An der nordwestlichen Küste des Umringten Kontinents, im Land der Eisechsen, finden sich die Mangrovensümpfe. Im Winter gefriert hier selbst das Meerwasser, doch im Sommer dient der Sumpf als Brutgrund für die Ceraten.

    Die Ceraten sind eines der fünf Völker der Eisechsen. Sie sind zweibeinige Pflanzenfresser mit Papageienschnäbeln und Nackenschilden und leben wie die meisten Eisechsen nomadisch.

    Zur Brutzeit müssen sie aber natürlich eine Weile lagern und im Sommer eignen sich die Mangrovensümpfe der Küste dazu hervorragend.

    Natürlich liegt auch im Hochsommer noch Schnee und die Frostmücken saugen nicht nur Blut sondern auch Magie und Wärme. Nachts überzieht Frost die Mangrovenbäume, die den zum Glück gut vertragen.

    Die Ceraten legen ihre Eier in die Mangroven und bedecken sie mit Schnee. Derart isoliert können sich die Eier mit ihrer eigenen Magie warm halten. Wenn es zu kalt wird, geben die Eltern etwas Magie dazu, indem sie die Eier mit ihrem Blut beträufeln.

    Tagsüber bewachen die Ceraten selbst ihre Nester, in der Nacht überlassen sie das extra dazu abgerichteten Wach-Raptoren, die dank ihres dichten Gefieders gut mit der Kälte zurechtkommen.

    Potentielle Nesträuber gibt es einige, etwa die Küstenboa, eine rote, schimmernde Würgeschlange, die im Mangrovensumpf lauert und sich zur Tarnung mit Algen bedeckt. Meistens versteckt sie sich auf diese Art im Wasser, manchmal verschmilzt sie aber auch perfekt mit einem Baum.

    Ein anderes Beispiel sind die Schneematschspringer, Lungenfische, die hoch in die Mangroven springen und in den Schnee tauchen um Eier zu erbeuten. Außerdem gibt es natürlich die kälteresistenten Protokrokodile, die überall im Land der Eisechsen vorkommen.


    Halt! Stopp! Das ist bisher nur eine Landschaft. Damit es eine Gegend ist, muss es die Gegend von irgendwas sein. Einer Stadt? Aber die Eisechsen bauen ja nicht … Aber als zivilisierte Völker müssen sie irgendeine Art von Personenerfassung haben …


    Die Ceratische Herdenregistratur


    Bewacht von einer speziellen Registraturgarde, die nicht mit den Herden umherzieht, liegt direkt am Brutsumpf die Ceratische Herdenregistratur. Hier verzeichnen die Herden jedes Jahr, wenn sie zum Sumpf kommen, alle Personenstandsänderungen. Heirat, Tod und natürlich Schlupf jedes Ceraten sind hier verzeichnet.

    Die Registratur besteht aus einem toten, ausgehöhlten Cremekastanienbaum, in dem jede Herde eine Sektion hat um ihre Daten einzuritzen. Bisher ist noch der erste Baum in Benutzung, der immerhin die Größe eines mittleren Wachturms hat.

    Die Ceraten erklettern den Baum an der Außenseite und lassen sich dann innen an Seilen herab um Daten hinzuzufügen, abzulesen oder zu kopieren.


    So … da fehlt doch noch was. Irgendwas, das die Gegend wirklich besonders macht. Eine Legende.


    Die Quellen der Eismagie


    Jedes der fünf Völker der Eisechsen führt seine inhärente Magie auf eine der fünf legendären Quellen der Eismagie zurück. Eine davon, der Salzsamen, liegt der Legende nach am Grund des Mangrovensumpfes. Alle frostresistenten Bäume des Sumpfes sollen aus ihm gewachsen sein und hier zu leben, zu schlüpfen und von den Pflanzen zu essen soll die Ceraten und die lokale Tierwelt selbst immun gegen die Kälte gemacht und ihnen ihre ungewöhnliche Wildheit im Kampf verliehen haben.


    So, bleibt die Frage, wie man sich als Neuankömmling am besten zurechtfindet. Sollte man keine Eisechse sein, dann braucht man auf jeden Fall warme Kleidung. Und ich meine, wirklich warm. Antarktistauglich. Aber die hat man vermutlich, sonst hätte man es eher nicht hergeschafft.

    Und man sollte im Sommer kommen, sonst hilft auch die wärmste Kleidung nicht mehr viel.


    Orientierung ist schwierig, aber nicht unmöglich. Festen Boden gibt es direkt im Mangrovensumpf nicht, die Bäume selbst stellen aber stabile Plattformen dar. Einige besonders hohe Bäume haben gefärbte Spitzen, damit man sich zurechtfindet. Dabei ist die Seite zum Land hin rot und die zum Meer hin grün oder gelb gefärbt. Einzig die Spitze der Ceratischen Herdenregistratur leuchtet in einem strahlenden Violett.

    Die Brutstätte selbst ist nicht auf irgendeine Weise markiert. Die Ceraten kennen sie und niemand anderes soll sie finden. Vermehrte Patrouillen aus Ceraten und ihren Raptoren sind aber ein gutes Zeichen, das man sich im richtigen Gebiet befindet.

    Fremde, die von einer solchen Patrouille oder den Wächtern direkt an der Bruststätte aufgegriffen werden, werden höflich gebeten, sich zu entfernen. Kommen sie dem nicht nach, können die Brutwächter auch handgreiflich werden.

    Es ist allerdings möglich, die Bruststätte zu besuchen, wenn man von einem Ceraten selbst eingeladen wurde. Nur sehr selten wird dieses Privileg Nicht-Eisechsen gewährt.

    Hingegen ist die Herdenregistratur öffentlich zugänglich. Man wird Fremde aber im Auge behalten, damit sie nichts verändern.

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