• LORIA


    Bastelthread ist hier zu finden!

    Inklusive Karte, die nicht so ausgereift ist und nicht so fix feststeht.


    Bei Loria handelt es sich um eine Fantasywelt, deren Lore (deswegen Loria, was war ich kreativ :lol:), Rassen, Magie etc. sich weitesgehend vom bekannten Rollenspiel Dungeons and Dragons ableitet und für mein Fantasybuch, und in Zukunft eventuell und hoffentlich für eine Kampagne, verwendet wird.


    Natürlich hab ich mir bereits eigene Gedanken gemacht und baue sehr gerne einige Rassen, Klassen, Wesen und anderes nach meinen Vorstellungen um.

    So einiges (lies: vieles) steht noch nicht so ganz fest, da ich erst seit November-Dezember 2023 daran bastle und ich einige Ideen aus meiner vorherigen Steampunkwelt übernommen habe.

    In diesem Topic hier findet ihr aber Informationen, die ziemlich feststehen ... oder so gut wie.


    Im Vergleich zu unserer Menschheitsgeschichte ist ein Großteil der Welt zwar vorindustriell, doch es gibt steampunkige Erfindungen, und die Grenzen sind fließend. Magie und das nebeneinanderherleben einiger intelligenter Rassen sorgt ebenso dafür, dass die Welt nunmal anders funktioniert, als unsere eigene, vorindustrielle Welt.

    Ich möchte Loria im Großen und Ganzen ein wenig "idealistischer" als unsere Welt gestalten. Es gibt recht wenige Kulturen, die tatsächlich frauenfeindlich und queerphobisch sind, heißt es gibt weniger patriarchalische Kulturen und abrahamistisch-ähnliche Religionen (doch es gibt sie zuteils und sie sind vor allem menschlich, wer hätte es gedacht), und die, uns Menschen bekannten, Hautfarbe von Menschen, Elfen, Halblingen und anderen spielt so gut wie nirgends eine Rolle - dafür hast du meist ein sehr schlechtes Los gezogen, wenn du etwa ein Tiefling bist. Klassiker. Mein zweiter Hauptcharakter hat das Bingo im Tiefling-Trauma (fast) vollbekommen, weil ich manchmal ein sadistischer Autor bin. :-/

    Umweltverschmutzung und beispielsweise Kapitalismus existieren nicht annähernd in dem Ausmaße wie wir es heute kennen, dafür hat man mit ganz anderen Problemen zu kämpfen.


    Von Adventure zu Cozy Fantasy bishin zu Dark Fantasy lässt sich sehr viel darin schreiben. Das war mir sowohl für mein Buch, wie auch für eventuelle Kampagnen, wichtig.

    Achja und es ist zu einigen Teilen eine Isso-Welt. Schwebende Inseln können schweben, weil Magiesteine und so... es gibt keine vernünftige Erklärung für manche magischen Orte und viele der Wesen. Drachen speien Feuer, weil isso. Ich schmeiße alle Ideen in diese Welt, die mich ansprechen und halbwegs ins Bild passen. :lol:



    Übersicht


    Geographie, Biologie und alles (Über)Natürliche: Landschaften, Orte, Natur, humanoide und andere intelligente Rassen, Bestiarium, und Magie

    Elfen (Teil 1): Allgemeines und Aussehen

    Elfen (Teil 2): Arten, Lebensweise und Trance

    Elfen (Teil 3): Eisen und das Magiegewebe


    Alles Sozio-Politische und Geschichtliche: Länder, Geschichte, Kulturen, Politik, Religionen, Soziales und Alltagsleben

    folgt


    Buch und Kampagnen: Buchcharaktere und bekannte Persönlichkeiten

    folgt


    Allerlei

    folgt

  • Elfen (Teil 1)


    Allgemeines


    "Elfen durchleben denselben Schmerz und dieselbe Freude wie ihr Menschen.

    Beides dauert bloß Jahrhunderte an. Selbst Fehden dauern Jahrhunderte an."



    Elfen habe ich bisher ins Detail gehender ausgearbeitet, speziell Hochelfen, aus dem simplen Grund weil mein Protagonist ein Elf ist.

    Natürlich ist dey ein Individuum, und dennoch ein Produkt einer Hochelfen-Gesellschaft (Ruvin versteht manchmal nicht, wieso dey nach 250 Jahren immer noch nicht perfekt ist, vor allem bei der Verwendung "gewöhnlicher" und ebenso Höherer Fey-Magie, und macht sich selbst recht viel Druck, beziehungsweise hat sich als Elternteil vorgenommen diesen Zyklus zu durchbrechen und zumindest nach allen Kräften versucht deren Sohn nicht demselben Druck auszusetzen) und deren eigener Biologie (Langlebigkeit, Sinneswahrnehmungen, Trance, Zugang zu Höherer Fey-Magie und die Tödlichkeit von Eisen).

    Ich will, dass keine Rasse und keine Gesellschaft aus einer homogenenen Masse besteht, in der alle dieselbe Meinung teilen, aber Einfluss hat die Kultur und Biologie dennoch auf Individuen.


    Allgemein gefällt mir die Polarität mit der diese Rasse dargestellt wird, in der man das beste und schlechteste der Menschheit (oder eines humanoiden Wesens) darstellen kann, Gedanken, auch "utopische" Ideen, für eine Gesellschaft einbringen kann, die irgendwo sehr anders als unsere funktioniert, und dann doch wieder sehr menschlich sind und negative Seiten haben.

    Andere Humanoide romantisieren bis objektifizieren Elfen und halten diese für perfekte, aber arrogante und unzugängliche Fey-Wesen.


    Ihre Lebensspanne beträgt circa 650-800 Jahren, je nach Unterart. Viele erreichen jedoch nicht ihr 450. Jahr, weil in dieser Zeitspanne viel geschieht und ein sterbliches Wesen an allem Möglichen dahinscheiden kann, nicht bloß an Altersschwäche. Das Leben vieler Elfen ist reich an Erfahrungen, reich an wunderschönen Erinnerungen und ebenso erfüllt von viel Schmerz.

    All das Erlebte muss Nacht für Nacht in der sogenannten Trance, oder Reverie, richtig eingeordnet und verarbeitet werden (auch in ihrer zeitlichen Lebenslinie), weil sich sonst ihr Ich-Bewusstsein nach kurzer Zeit aufzulösen beginnt. Ohne erlernte Trance hätten Elfen keinerlei Zeitempfinden oder Wissen darüber wann welches Ereignis stattgefunden hat, oder welches Jahr gerade geschrieben wird, und depersonalisieren nach wenigen Tagen ohne Trance.


    Sie funktionieren auch dementsprechend etwas anders als Menschen, weil sie das Magiegewebe der Welt sehen können und Fey-Magie beherrschen (sowie eine tödliche Schwäche gegenüber Eisen haben) und ihre Neurologie etwas anders aufgebaut ist. Von der Idee war ich begeistert, well weil ich selbst neurodivergent bin. Dies bezieht sich vor allem auf ihre verfeinerten Sinneswahrnehmungen, und Zurückziehen wenn die Umwelt zu laut und überwältigend wird, sprich recht rasche Reizüberflutung - wird von vielen Menschen als Arroganz und Interessenlosigkeit an ihnen angesehen -, und einem Hyperfocus, dem sie öfters mal erliegen. Elfen feiern natürlich selbst genauso gerne wie die meisten intelligenten Rassen (mit recht häufigen Festen :D), aber dort wird es als vollkommen normales Verhalten angesehen, wenn sich jemand mal für ein paar Stunden in Trance zurückzieht.


    Es ist sonst nicht unbekannt, dass Schriftsteller ein Jahrhundert lang an ihrem Roman feilen und nie das Interesse daran verlieren oder sehr viel, sehr spezielles Wissen über ihr(e) Fachgebiet(e) anhäufen. Zum einen hat man eben die Lebenszeit, andererseits die nötige Obsession, dazu.

    Das Positive ist, dass kein Talent und keine Tätigkeit aufgezwungen wird, außer dass man natürlich grundlegende Schrift und Rechenregeln lernt sowie alltäglich notwendiges Wissen, weil man sonst kein weiteres Wissen darauf aufbauen kann. Wenn sich ein Elf jedoch für gewisse Interessen und Berufungen entschieden hat, dann soll er von sich selbst das Höchste und Beste erwarten. Viele Elfen sind tatsächlich sich selbst gegenüber extrem kritisch, erwarten aber oftmals von anderen nicht, dass sie ihren Perfektionismus erfüllen (zumindest in einem geringeren Ausmaß).

    Es sei denn, es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt. Es sollen schon Paläste errichtet und wieder abgerissen worden sein, weil im Nachhinein Kleinigkeiten gestört haben, nur um ihn wieder perfekter aufzubauen. Man hat ja die (Lebens)Zeit und oft die Ressourcen dafür, und insbesondere gibt es ein gesamtes Volk, das genügend perfektionistischen Wahn besitzt um das so durchzusetzen.




    Auftreten, Aussehen und Äußerlichkeiten - und menschliche Reaktionen



    Elfen sind menschlich groß, sprich zwischen 1.50-1.80 im Durchschnitt, athletisch schlank (wenige etwas muskulöser und breiter gebaut als es für Elfen üblich ist), haben spitze, elegant geschwungene Ohren und wirken in ihrem gesamten Auftreten fremdartig elegant. Wobei dies oft bei etwas älteren Elfen auffällt, die bereits älter als siebzig, achzig Jahre alt sind und über die Jahre hinweg ein dementspreches Auftreten zusätzlich zu ihrer angeborenen Eleganz kultivieren konnten.

    Es ist nicht ungesehen, dass einige sehr androgyn aussehen (und in sich eine aufgeweichte Geschlechtervorstellungen haben, unabhängig vom Aussehen oder ob man Kinder gebären kann oder nicht).

    Alterungserscheinungen treten erst ab dem 600. Lebensjahr ein, davor erscheinen sie zeitlos wie ewig 30-jährige, sobald sie der Pubertät entwachsen sind.


    Deren Haut- und Haarfarben passen sich ebenso den klimatischen Bedingungen an wie das Aussehen anderer Humanoiden dies tut. Elfen sind im Norden von Loria in die materielle Welt getreten, sprich als hellhäutig und mit meist hellen Haar- und Augenfarben. Dazwischen liegen aber viele, viele Jahrtausende und einige Clans sind in den Süden migriert, wo sie über die lange Zeit hinweg Hautfarben in verschiedenen Braun- und Schwarztönen, und dunkle Haarfarben, evolviert haben.

    Elfen aus den südlichen Gebieten haben dennoch sehr helle und leuchtende Augenfarben beibehalten. Braun ist bei ihnen ein helles Bernsteinbraun, und Elfenaugen wohnen strahlende Farben und eine gewisse Faszination inne, die Menschen extrem anziehend finden; etwas das sie unterbewusst wissen lässt, dass sie eigentlich ein Fey-Wesen vor sich haben, das vor vielen Jahrtausenden eine humanoide Gestalt angenommen hat.


    Diese bekannte Elfenschönheit ist kein Mythos und sehr viele Menschen (andere Rassen nicht unbedingt, Zwerge etwa empfinden Stämmigkeit und tolle Bärte schön :D) empfinden Elfen als diese sehr klassischen Schönheiten. Die Schattenseite hiervon ist, dass die Begierde und Faszination rasch in Fetischisierung umschlagen kann, was öfters so geschieht und ein Elf nicht mehr als seine eigene Person gesehen wird, sondern als Objekt der Begierde, speziell da Elfen nachgesagt wird, dass sie es locker mit ihrer Sexualität nehmen und wem sie sich gegenüber nackt zeigen; vor allem behaupten dies Menschen, die aus konservativeren Gesellschaften stammen.

    Sexuelle Übergriffe, unabhängig vom Geschlecht, jedoch sind trotz aller Objektifizierung vergleichsweise wirklich selten, da Elfen sehr wehrhaft sind, selbst wenn man es vielen nicht auf den ersten Blick ansieht, und allgemein herrscht der Glaube bei Menschen vor, dass es den Zorn der Götter auf sich zieht einem Fey-Wesen derartiges Unrecht anzutun (und auf der ganz realen, materiellen Ebene: den Zorn des restlichen Elfenclans auf sich zieht).


    Die meisten Elfen hängen, abgesehen von Gegenständen mit sentimentalen Wert, weniger an materiellen Güter, schätzen sie aber bis in einem gewissen Maß. Selbst die qualitativ hochwertigsten Kleidungsstücke bleichen aus und lösen sich im Laufe eines langen Elfenlebens auf. Das bedeutet nicht, dass Elfen unglaublich bescheiden wären.

    Viele legen großen Wert darauf edlen Stoff und Schmuck zu tragen, doch dieser ist ersetzbar, und sich um ihr Erscheinungsbild zu kümmern. Wenn das Leben Jahrhunderte lang ist, möchte man gerne in den Spiegel sehen. Sowohl metaphorisch gesehen als "mit sich und seinen Entscheidungen leben können", wie auch auf das eigene Aussehen bezogen.

    Dabei sehen sie dies nicht bloß als Oberflächlichkeit an, viele leben nach "mein Körper ist ein Tempel, in dem meine Seele lebt".

  • Elfen (Teil 2)


    Arten, Lebensweisen und Clans


    Die bekanntesten, und für meine Geschichte wie auch Kampagne wichtigsten, Unterarten sind Hoch-, Wald- und Meereselfen, sowie Drow (Dunkelelfen). Drow sind dafür ein sehr eigenes Kapitel.


    An sich sind Elfen ebenso in jeder Klimazone anzutreffen, bevorzugen jedoch sowohl in gemäßigten und kalte Gebiete. Bloß Waldelfen wohnen tatsächlich in Behausungen, die sie in die Kronenschicht eines Waldes gebaut haben. Dies sind jedoch keine simplen Baumhäuser, sondern oft recht imposante Bauten, die sich durch den gesamten Wald ziehen.


    Nahrungsanbau wird bei Hochelfen für gewöhnlich von vielen Mitgliedern einer Gemeinschaft mitbetrieben, wobei ihre Form des Anbaus meist aus Nahrungswälder besteht, die gemeinsam bebaut werden und teilweise mit magischen Selbstbewässerungssystemen versehen sind, sodass es recht wenige Landwirte (oder Gärtner) gibt, die diese Tätigkeit hauptberuflich ausführen. Solche, die sich dazu berufen fühlen, verbringen ihr Leben sehr gerne damit und perfektionieren ihre Gärten und Felder.

    Viele Elfen besitzen ihre kleinen Gärten für den Privatgebrauch.

    Essens- oder Nahrungswälder sind ein recht interessantes Konzept, von dem ich mal gelesen habe, und so übernehmen wollte. Dabei werden viele Personen aus einer Gemeinde in die Nahrungsversorgung miteinbezogen und es werden alle Schichten eines Waldes benutzt, zb. auf niedriger Ebene krautige Pflanzen, auf höherer Ebene beispielsweise Obst. Es werden jedoch auch Felder bewirtschaftet und dort wird in erster Linie Getreide für den Eigengebrauch angebaut, nicht als Nutztierfutter.


    Aktive Nutztierhaltung wird aus Ressourcengründen nicht betrieben, dafür darf eine bestimmte Zahl an Wildtieren pro Jahr und außerhalb der Schonsaison bejagt werden. Die meisten Elfen sind jedoch keine Vegetarier oder Veganer. Dahinter steht der Gedanke, dass nicht nur sie selbst, sondern ihre Kinder, in all den Jahrhunderte, die sie auf der materiellen Ebene verbringen, ebenso mit den vorhandenen Ressourcen auskommen müssen.

    Man handelt sowohl mit Waren und Erzeugnissen, wie auch dass man dazu übergegangen ist Geld anderer Rassen zu akzeptieren.


    Es gilt als selbstverständlich, dass jeder Elf einer Gemeinschaft immerzu mit ausreichend Nahrung versorgt ist und seine Grundbedürfnisse erfüllt werden. Dies gilt jedoch nur für den eigenen Clan, bei Mitgliedern eines anderen, und vor allem bei Individuen anderer, nicht-elfischer Rassen (solche, die nicht als kurzzeitiger Gast gesehen werden), sind dies eher "Gaben".

    Nicht-elfische Partner, die sich mit einem Lebensbund in das Clangeflecht eingewoben haben (dazu in einem späteren Beitrag), müssen vom Clan aus nicht ihre Grundbedürfnisse für Nahrung, Obdach und Medizin / Heilung erfüllt bekommen. Für die Person zu sorgen, obliegt dann alleinig dem Partner / den Partnern, nicht einer Gemeinschaft. Unterhält eine Gemeinschaft dennoch einen nicht-elfischen Partner, so gilt dies als gönnerhafte Gabe.


    Wenn ein Clan einen Elfen verbannt, kann es geschehen, dass somit seine gesamte Lebensgrundlage wegfällt. Man kann verbannt werden, wenn man einen Elfen aus anderen Gründen als aus Notwehr tötet, einen sexuellen Übergriff begeht oder Nicht-Elfen in geheime Ritualzauber einbindet. Letzteres ist das einzige Vergehen in der Elfengesellschaft, das ohne Umschweife mit dem sofortigen Tod bestraft wird.

    Exil gilt ebenfalls für Individuen, die sich auf einen Drow als platonischen oder romantischen Partner einlassen, welcher sich nicht von seiner Drow-Gemeinschaft abgewandt und Corellon und der Seldarine, dem Gott und der Götterwelt der Elfen, zugewandt hat.


    In größeren Städten unterteilen sich Hochelfen immernoch in ihre ehemaligen Clans, aus denen sie ursprünglich stammen, und sehen sich häufig eher als Teil ihres Clans als einer größeren Stadtgemeinde. Demnach ist der Nachname kein solcher in unserem Sinne, sondern auf den Namen des ursprünglichen Clans (bei Hochelfen) oder Stammes (bei Wald- und Meereselfen) bezogen, wobei so gut wie alle Elfen viel Stolz für ihre Clan- oder Stammes-Zugehörigkeit empfinden.

    Die fünf einflussreichsten Hochelfen-Clans umfassen für Elfenverhältnisse eine beträchtliche Anzahl an Personen, und oft geben diese vor, dass sie als Fey-Wesen kein Interesse an irdischen Machtspielen hätten, wobei die Realität komplexer aussieht und sich anders abspielt.


    In der gesamten Elfengesellschaft und in den Clans gibt es keine Position, die mit einem absoluten Herrscher vergleichbar wäre, sondern eine Reihe wichtiger Persönlichkeiten, die darin eine Rolle spielen. Die Positionen darin werden nicht per Blutlinie vererbt (stattdessen werden die Kinder darauf getrimmt, dass sie sich um eine hohe Position bemühen sollen) und können sich relativ schnell ändern.

    Bei manchen Entscheidungen wird jeder Elf herangezogen, der älter als 50 Jahre alt ist, da jeder von ihnen als Kind des obersten Gottes Corellons gilt und daher seine Stimme von Bedeutung ist.


    Bei einem Lebensbund heißt es in der Theorie, dass man sich aussuchen könnte welchem Clan man angehören möchte, sobald man sich in einen Fremden einbindet, aber in der Realität stehen da öfters dezente Machtspiele dahinter wer welchen Clan-Namen annimmt.

    Menschliche und andere Partner sollten sich immer dem Clan-Namen des Elfen beugen, wenn man nicht von der Familie des elfischen Partners von Beginn an angefeindet werden möchte.

    Das Ganze wird nochmal spaßiger bei Polybeziehungen aus mehr als zwei verschiedenen Clans.




    Reinkarnation, Trance / Reverie und Spiritualität


    Elfenseelen befinden sich in einem ständigen Zyklus der Wiedergeburt. Wenn sie ihre Lebensmitte erreichen, oder manche erst zweihundert Jahre vor ihrem Tod, können sie sich an ihre vorherigen Leben erinnern, um eine Vorstellung davon zu erhalten, wer sie waren und was ihre Identität ausgemacht hat. Demnach setzen viele Elfen ihr Bestes daran nicht bloß ihr gegenwärtiges Ich, und Personen, die ihnen im derzeitigen Leben wichtig sind, nicht zu enttäuschen, sondern ihr zukünftiges Ich ebenfalls vor einer Enttäuschung zu bewahren. (Juchu, noch mehr Druck :seufz: )


    Neugeborene und Kinder können sich noch an Arvandor, die astrale Ebene, auf der sie ihr Leben mit ihresgleichen und ihrem obersten Gott Corellon verbracht haben, erinnern.

    Als tatsächlich erwachsener Elf gilt man dann, wenn die eigenen Erinnerungen die Erinnerungen an Arvandor vollkommen überschatten (sprich, je mehr Erinnerungen du auf der materiellen Ebene sammelst, desto schneller wirst du erwachsen), wobei dieser Umbruch im Leben von Individuen sehr verschieden aufgenommen wird. Manche fühlen eine lebenslange Melancholie, andere streben nicht unbedingt danach nach Arvandor zurückzukehren, wozu auch mein Hauptcharakter zählt, da Ruvin deren menschlichen Mann und Halbelfen-Sohn, viel zu sehr geliebt hat / liebt, um unbedingt in ein Nachleben zurückkehren zu wollen, in dem bloß Elfen willkommen sind.

    Diese Einstellung wird von so einigen anderen Elfen geteilt, zumindest jenen, die sich „der Außenwelt mehr zuwenden als der spirituellen Fey-Ebene“, wie es in ihrer Kultur genannt wird. Solche Personen können beispielsweise als mächtige Magier anerkannt werden, oder andere wichtige und anerkannte Positionen in ihrem Clan belegen, aber niemals spirituelles Oberhaupt eines Clans werden. Als spirituelles Oberhaupt muss das oberstes Lebensziel sein nach Arvandor zurückzukehren, und nach Zeichen von Corellon im Nachthimmel und in Naturphänomen zu suchen.


    Gleichgültig wie spirituell jemand ist (wobei es so gut wie keine Elfen gibt, die überhaupt keine Spiritualität empfinden würden): die Trance durchlaufen nächtlich alle Elfen; oder so gut wie jede Nacht.

    In der Trance, oder Reverie genannt, werden alle Erinnerungen geordnet und emotional verarbeitet, wobei eine geführte Trance von Kindern mit der Anleitung eines Erwachsenen erst erlernt werden muss, weshalb es so gut wie unmöglich ist als Menschenpaar ein Elfenkind aufzuziehen, das keinerlei Kontakt zu anderen Elfen hat.

    Zwar können Säuglinge und Kleinkinder Erinnerungen an Arvandor aufrufen, aber sie vermischen diese mit ihren Erlebnissen auf der materiellen Ebene, und erlernen ohne Anleitung kaum bis sehr schwer ihre Erinnerungen zeitlich und emotional richtig einzuordnen. Da Kleinkinder dies als verwirrend empfinden, verbringen sie mehr Zeit mit Schlaf als mit Trance, wobei sie ohnehin mehr Ruhe benötigen, sowie es bei Menschenbabys genauso der Fall ist.


    Erwachsene Elfen schlafen noch ab und an, wenn sie für eine Nacht eine längere Ruhepause benötigen, doch niemand würde länger als eine Nacht auf die Reverie verzichten, da Elfen nach bereits eine Woche ohne Trance ihr Zeitgefühl komplett verlieren, und einen Zustand erleben, der einer Depersonalisation gleicht. Die Symptome sind erst leicht ausgeprägt, und verschlimmern sich von tranceloser Nacht zu Nacht. Ich habe es so angedacht, dass es Zauber geben wird, die Elfen an einer Trance hindern, und dies gilt als Folter. Es ist einem Elf absolut untersagt anderen dies anzutun.


    Die Trance wirkt fremdartig bis regelrecht unheimlich auf andere Wesen. Viele Elfen verbringen sie sitzend und starren mit offenen Augen vier Stunden lang vor sich ins Leere. Wer seine menschlichen und anderen Freunde und Partner nicht zu sehr verschrecken möchte, schließt dabei eventuell besser die Augen. :lol:


    Drow können in Reverie verfallen, doch sie sehen dort nichts, sprichwörtlich nichts, auch nicht ihre eigenen Erinnerungen; so werden sie daran erinnert, dass sie von Corellon verlassen wurden.

    Halbelfen können, wie Menschen und alle anderen Humanoiden, keine Trance anwenden. Von so gut wie allen Elfen wird dies als Beweis gesehen, dass Halbelfen eine „Menschenseele“ besitzen, und daher nicht nach Arvandor zurückkehren und nicht wiedergeboren werden können.

  • Elfen (Teil 3)


    Eisenerz und das Erz der Fey



    Ein wichtiger Einschub, der für meine Geschichte von Bedeutung sein wird:

    In der nordischen Mythologie unserer Welt herrscht der Glaube vor, dass sogenanntes Kaltes oder Reines Eisen Feykreaturen Magie und somit ihre Lebensenergie aussaugen kann. Ich habe gelesen: "The cold iron sucks out the magic of the fey folk". Diese Legende rührt wahrscheinlich von der Eigenschaft von Eisen Wärme zu speichern, sprich "Leben zu entziehen".


    Zu Beginn meiner Geschichte wird mein Protagonist mit solchem vergiftet und steht beinahe schon mit einem Bein im Grab. Dey wird gerettet, verliert jedoch einen großen Teil von derer einstigen, ziemlich mächtigen, Magie, die Stück für Stück zurückkehrt und behält zeitlebens eine Nervenschädigung in den Händen und Unterarmen bei, die nie vollends geheilt werden kann. Es dauert einige Monate, bis Ruvin wieder ansatzweise auf deren gewohnte Magie zugreifen kann und bis dahin fühlt es sich für dey so an, als ob dey vom Magiegewebe der Welt ausgeschlossen wurde und daher bloß einfache Zauber ausführen kann.


    Eisenerz-Stahl, sprich kein Kaltes Eisen sondern verarbeiteter Stahl, schwächt Elfen und andere Feykreaturen bloß, wenn sie diesem über den Zeitraum eines Tages hinweg ausgesetzt sind. Sie können diesen berühren oder am Körper als Rüstung tragen, fühlen sich jedoch am Ende des Tages ungewöhnlich ausgelaugt und schwindelig.

    Sind sie dem Eisenerz-Stahl über mehrere Tage hinweg durchgehend ausgesetzt und von diesem regelrecht umschlossen, etwa weil sie einige Tage in den Minen der Menschen, Zwerge und Gnome verbleiben oder sich auf modernen Luftschiffen befinden, treten pochende Kopfschmerzen ein, bishin zur Depersonalisation und starken Stimmungsschwankungen und plötzlichen Persönlichkeitsveränderungen oder Psychosen.


    Dies gilt jedoch nicht für andere Metalle. Da andere Metalle wie Silber und Steine wie Jade nicht dieselben Vorteile von Eisenerz-Stahl aufweisen, siedelten sich die großen Städte der Elfen um Gebirge an, die den sogenannten Erz der Fey, das Sylvium, beherbegen. Dieses bietet dieselben Vorteile wie Eisenerz, entzieht den Feywesen jedoch keine Magie und ist zudem etwas leichter.

    Elfenschmiede sind ebenso wie jene Schmiede der Zwerge dafür bekannt besonders prachtvolle Rüstungen und Waffen anzufertigen. Im Gegensatz zu den Schmieden der Zwerge, die mit ihren Erzeugnissen handeln, ist es jedoch nicht gerne gesehen Sylvium-Stahl, oder Rüstungen und Waffen die aus diesem geschmiedet wurden, an Nicht-Elfen (oder Nicht-Fey) zu verschenken oder zu verkaufen.

    Abseits von Sylvium, fanden Elfen Wege ebeso wie die Githyanki Silber zu Waffen zu verarbeiten, oder wandten sich Legierungen aus Platin zu, die jeweils mit Magie verstärkt werden, um die Nachteile gegenüber Eisenerz-Stahl auszugleichen. Bevorzugt jedoch wird Sylvium und bloß die talentiertesten Schmiede, die ihrerseits zwingend Elfen oder (mit etwas Nachsicht) Halbelfen sein müssen, erhalten die Ehre dieses zu bearbeiten.



    Feymagie, das Magiegewebe der materiellen Welt, die Mondspinnen und Sinneswahrnehmungen


    Die meisten Personen, die Zauber ausführen können, entnehmen dem allumfassenden Gewebe die nötige Menge an Magie und formen sie zu ihrem Zauber um. Erfahrene Elfen, die Magie wirken, beherrschen jedoch Feymagie. Durch diese entnehmen sie dem Gewebe keine Magie, sondern formen die Fäden des Gewebe nach ihrem Belieben um. Dadurch können mächtige Ritualzauber gewirkt werden, die von einem Zusammenschluss aus älteren und erfahrenen Zaubern gewirkt werden muss.


    Elfen vergleichen das Magiegewebe der materiellen Welt mit einem grobmaschigen Stoff oder mit dem Aufstieg auf einen Gipfel. In einer gewissen Höhe, kann man noch ohne Probleme atmen, doch man wird immerzu wissen, dass die Luft im Tal satter ist und dort deine Lungen zur Gänze füllt. Elfen fühlen sich in der materiellen Welt als würde sie das Magiegewebe, das sie umgibt, nie vollends ausfüllen. Solche, die das Feywild betreten und gezwungen werden dieses zu verlassen, fallen manchmal in tiefe Depressionen, sobald sie wieder in der materiellen Ebene ankommen, da sie das feinmaschigere Magiegewebe nicht mehr zu fassen bekommen. Dies hinterlässt ein Gefühl der tiefen Leere.


    Von vielen Personen werden Elfen als etwas Fremdartiges bezeichnet, das nicht an das Leben der materiellen Ebene angepasst sind und deren Seelen immer an einen Ort gehören werden und selbst Elfen, die das Feywild nie betreten haben, fühlen sich auf der materiellen Ebene manchmal leer und fremd. Viele Elfen sehnen sich nach einem feinmaschigeren Magiegewebe und nach einem tieferen Verständnis von Magie, weshalb sie in jahrzehntelanger Arbeit lernen die Fäden des Gewebe mit bloßem Auge zu erkennen, sobald sie sich auf dieses konzentrieren.

    Dadurch können sich Elfen, die gelernt haben das Magiegewebe zu sehen, selbst in vollkommener Dunkelheit orientieren.


    Ich habe zudem einen Mythos um Naturgeister im Feywild und in Arvandor, der Ebene auf welcher ihr Gott Corellon sie erschaffen und schlussendlich verbannt hatte, erschaffen: die sogannten Mondspinnen, die das Magiegewebe weben. Während Drows (Dunkelelfen) ihre böse Spinnengöttin Lolth anbeten, sind Elfen von der Existenz der Mondspinnen überzeugt, die in Corellons Namen Lücken im Gewebe beheben und ein engmaschiges, magisches Netz weben. Nur wenige dieser Mondspinnen haben die materielle Welt betreten und halten das Magiegewebe in Stand.


    Die Sinneswahrnehmungen der Elfen sind nicht der materiellen Ebene angepasst. Ihr Hörsinn ist sehr fein, genauso wie es ihr Sehsinn und Geschmack und Geruch sind. Daher erscheint ihnen die materielle Ebene zu laut, und gleichzeitig sind die Farben nicht satt genug, sehen so aus, als würde sich die Welt unter einem verhüllenden Vorhang befinden, und das Magiegewebe nicht engmaschig genug. Feiern etwa besuchen sie zwar gerne, doch danach müssen sie sich für Tage von der Lautstärke erholen. Wenn Elfen eine Feier abhalten, wird man dort auch immer Rückzugsorte vorfinden.

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