Design von Dokumenten

Liebe Bastler, die Weltenbastler-Olympiade hat begonnen, das WBO-Tool ist vorbereitet. Bitte meldet euch schnell an. Viel Spaß dabei!
  • Hallo lieben Weltenbastler*innen!


    Ich habe eine technische Frage, die mich seit einiger Zeit nicht loslässt. Vielleicht gibt es unter Euch jemanden, der oder die sich da auskennt.


    Bisher habe ich keine Präsentation meiner Welt, mein technisches Wissen um Programmierung u.Ä. ist auch sehr eingeschränkt, sodass ich mir nicht zutraue eine Website oder gar ein Wiki hinzubekommen.

    Vor einiger Zeit bin ich über das Warhammer Army Projekt gestolpert, das die Warhammer-Fantasy-Regeln mitsamt der Settings in eine neue Edition führt. In den entsprechenden digitalen Armeebüchern (z.B. https://drive.google.com/file/…=0-diMoYZurPSYWpsCPj0Uzwg) gibt es ein passendes Design und ich finde die Präsentation in solchen kleinen digitalen Büchlein sehr ansprechend - nun frage ich mich: Wie bekommt man sowas hin? Wo findet man entsprechende Templates für so etwas? Vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen.



    Vielen Dank im Voraus! :)



    Viele Grüße,

    Atreyus

  • Gute Frage.

    Also wenn du sowas grundsätzlich selbst noch gar nicht gemacht hast und auch keine entsprechende Software besitzt, würde ich es wohl mal mit Scribus versuchen:

    https://www.scribus.net/


    Jedenfalls nicht versuchen, mit Word sowas zurechtzubasteln.


    Es gibt Templates für genau solche Dokumente im Scriptorium von Ulisses: https://www.ulisses-ebooks.de/cc/7/scriptoriumaventuris - aber die dürfen nur für Publikationen im Scriptorium genutzt werden.

    Oh, es gibt auch allgemeine Templates für Scribus, aber die habe ich mir jetzt nicht angesehen und weiß nicht ob da etwas geeignetes für dich dabei wäre: https://www.scribus-templates.net/


    Ich an deiner Stelle würde wohl probieren, mich zunächst an der Vorlage zu orientieren, die du jetzt hier verlinkt hast.


    Und einfach mal analysieren:
    - Wie ist so eine Seite aufgebaut?

    - Wie breit müssen die Spalten sein, damit der Text angenehm zu lesen ist?

    - Welche Abstände brauche ich, um auch noch einen dekorativen Rand oder Seitenzahlen unterbringen zu können?

    - Welche Arten von Seiten-Typen brauche ich für meine Publikation?

    - Wie groß oder klein sollte die Schrift sein?

    - Welcher Font eignet sich für längere Texte? Schriften, die du nutzen kannst, findest du hier: https://fonts.google.com/


    Ein "Template" hast du damit ja im Grunde schon. Nur solltest du deren Layout nicht einfach 1:1 kopieren, und wenn du Artworks verwenden möchtest, musst du natürlich auch sehen, dass du rechtlich einwandfreies Material verwendest, also dabei keine Urheberrechte verletzt.

  • Für LaTeX gibt es auch jede Menge Templates, aber LaTex ist eben etwas "speziell". Allerdings wenn man es mal drauf hat deutlich nervenschonender für große Dokumente als Word. Man kann aber auch Word ganz gut zähmen, wenn man sich eine gute Vorlage erstellt. Nur Grafiken machen manchmal Ärger. Da kann es helfen, sie in Tabellen einzufügen und die Tabellenlinien unsichtbar zu machen. Insbesondere, wenn mehrere Grafiken nebeneinander sollen. Und auf jeden Fall nicht einfach die Textformatierung ändern, sondern entsprechende Formatvorlagen zuweisen. Aber das gilt für alle Textverarbeitungen.

  • Letztendlich ist jedes Template mal Handarbeit gewesen. :)


    InDesign ist eben eine Profi-Layoutsoftware, die man mittlerweile nur noch im Abo mieten kann. Daher schlug ich vor, stattdessen Scribus zu nutzen, um sich mit Layoutsoftware überhaupt mal vertraut zu machen. Das ist kostenlos.


    Ein Mittelweg zwischen Scribus und InDesign wäre Affinity Publisher. Letzeres ist nicht kostenlos, aber man muss es nur einmal bezahlen und es hat ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Wenn man es damit nicht zu eilig hat, kann man zudem auf einen 50% Discount warten, das bieten die immer mal wieder. :)

  • Es ist schon ein Unterschied, ob man ein fertiges Template verwendet oder von Grund auf selbst eins aufzieht, wie es im Warhammer-Buch geschehen zu sein scheint. So oder so kommt er nicht um die intensive Auseinandersetzung mit einer Software herum. Eine kostenlose Variante zum Ausprobieren ist sicher nicht schlecht, wobei ich selbst mit Scribus keine Erfahrungen habe.


    Ansonsten der Standardtipp, sogar mit Pergamentdesign: https://www.worldanvil.com/

  • Natürlich wurde für das Warhammer-Buch oder für Rollenspielregelwerke wie zu DSA kein vorgefertigtes Template verwendet. Und die Publikation an sich *ist* kein Template.

    Das hat ein Designer liebevoll gelayoutet. Aber auf dieser Layout-Basis können dann weitere Bücher dieser Art einfacher gestaltet werden, weil man so dann ein eigenes "Template" hat. Also Ulisses zB lässt eine Spielhilfe zu Thema A gestalten, das Layout zu Spielhilfe B kann dann einfacher darauf aufbauen.


    Was ich meinte, war, dass man auf Basis eines solchen Layouts / inspiriert davon durchaus für sich ein Template entwickeln könnte. Per reverse Engineering sozusagen.


    Von jemandem, der sowohl technisch als auch designerisch vollkommen "unbeleckt" ist, würde ich nicht erwarten, dass er das von Grund auf selbst aufzieht/bei null anfangen muss. Ein Künstler macht auch erstmal Studien von vorhanden Objekten, bevor er etwas neu erfindet. Und so kann man es bei Design auch machen, solange man nicht einfach dreist 1:1 kopiert.


    Man kann sich eben die Vorlage anschauen und versuchen zu abstrahieren und daraus zu lernen. In Layout-Blöcken zu denken. Das empfehle ich ohnehin, erstmal mit einer Skizze zu beginnen, die das gewünschte Seitenlayout grob vorstrukturiert.



    World Anvil ist natürlich ein super Tipp, wenn es eine Online-Präsentation sein darf (anstelle eines Dokuments).

  • Wobei es mir überhaupt nicht gefällt, dass mein Zeug dann bei World Anvil auf acht fremden Servern rumliegt. Das kommt für mich absolut nicht in Frage. Aber das ist ja gerade auch nicht das Thema. :)


    Rabenzeit 1 gibt's bei Amazon für den Kindle und als gedrucktes Buch im Buchhandel. Als epub bei mir.
    Und Glitzi 9 ist fertich.

  • Ich hänge mich an die Frage jetzt mal an.


    Möchte gern ein epub-taugliches Ebook erstellen. Ohne Illustrationen, aber mit gut lesbarem, mitfließendem Text, wenn es auf einem e-Reader wie z.B. einem Kindle gezoomt wird.


    Hat jemand dazu Tipps? Ist es sinnvoll, den ganzen Text erstmal in Word aufzusetzen, oder zwecks Formatierung lieber gleich mit LaTex? Ich habe letzteres noch nie verwendet - also falls jemand da Empfehlungen hat, z.B. auch wo ich tatsächlich brauchbare Templates finde, nur her damit.


    Ich hatte z.B. das hier gefunden für die Konvertierung: https://ctan.org/pkg/tex4ebook

    Und hier Templates: https://de.overleaf.com/latex/…ook-template/csjgmvzppmcr


    Aber ob ich dann auch mitfließenden Text hätte, weiß ich eben noch nicht.

  • Ist Calibre noch ein Thema? https://calibre-ebook.com/
    Ich habe das immer verwendet um Project Gutenberg-Bücher auf mein Kindle zu packen, es scheint aber eine recht umfangreiche Konvertierungsfunktionalität zu haben.
    (So weit ich das überblicken kann, mir genügte es ja immer das ich eine txt rüber bekomme. XD )

  • Ich kann Calibre als Empfehlung nur unterstreichen.


    Calibre taugt super dazu, dass man ihm einfach einen grob vorformatierten Export aus dem Office-Paket seiner Wahl an den Kopf wirft. Inhaltsverzeichnis, Nummerierung, Schriftarteinbettung, Metatags, Titelbild etc. sind dann ein Kinderspiel.


    Wenn du ein bisschen HTML/XML kannst, kannste in Calibre sogar direkt im Quellcode der EPUB rummatschen und das Ganze dann mit zwei Klicks wieder valide und Standard-konform machen. :pfeif:

  • Ich habe jetzt ein paar Tage Kanka.io ausprobiert. Es ist ähnlich wie World Anvil, nur keine große Werbung die mich beim Ausprobieren von WA schon nach wenigen Minuten/Stunden sehr genervt hat...


    - man kann alles schön miteinander verlinken, also wie in einem Wiki oder so

    - es gibt vorgefertigte Kategorien (z.B. Charaktere, Organisationen, Karten)

    - bei den Karten (die man dort hochlädt) kann man nette Markierungen hinterlegen (die zu anderen Karten führen, oder einfach nur Dinge erklären...)

    - Es gibt die Möglichkeit einen Kalender anzulegen. (mit eigenen Monden, Monaten, Wochen usw.)


    Das ganze ist eher für Rollenspiel konzipiert, kann aber auch nur fürs Weltbasteln genutzt werden.


    Ich bin mir nicht sicher ob ich es weiterführend nutzen werde, aber mal sehen.

    Das Highlight für mich ist der Kalender.

    Am Abend wird man klug für den vergangenen Tag,
    doch niemals klug für den, der kommen mag.

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