WBSC-Abgabethread

Liebe Bastler, die Weltenbastler-Olympiade hat begonnen, das WBO-Tool ist vorbereitet. Bitte meldet euch schnell an. Viel Spaß dabei!
  • Da es nun real world mit dem Halbfinale beginnt, eröffne ich den Abgabethread.


    Bitte nur ein Titel pro Welt und, wenn es passt, möglichst nur ein Post pro Titel. Wer aber in einem eigenen Thread posten, kann das hier verlinken. Da dann kein anderer Titel eines anderen dazwischen gepostet werden kann, braucht in dem Fall die Bitte um möglichst nur einen Post nicht beachtet zu werden.


    Selbstverständlich kann auch jeder die Anmoderation durch Charaktere der jeweiligen Welt beschreiben. Dann brauchen wir uns nicht auf Moderatoren einigen. Obligatorisch ist das natürlich nicht.


    Fragen bitte im Orgathread.


    Ich wünsche euch viel Spaß beim Basteln und beim Konsumieren.

  • Nebel füllt den Raum. Ein subtiler, aber immer penetranter werdender Geruch von Müll verbreitet sich im Saal.

    Der nicht weniger übelriechende Nebel kratzt unangenehm im Hals und bringt die Zuschauer zum Husten.


    Nach und nach scheint sich jedoch ein Gewöhnungseffekt einzustellen und das sich nur noch gelegentlich räuspernde Publikum kann seine Aufmerksamkeit ganz dem widmen, was da jetzt auf der Bühne passiert.


    Auf die Rückwand der Bühne ist im Hintergrund eine Landschaft aus idyllischen Müllbergen projiziert, an der immer wieder Nebelschwaden vorbeiziehen. Davor ein unauffällig grauer Wohnblock. Auf der Bühne ist ebenfalls ein kleiner Hügel aus Müll aufgebaut. Oben auf seiner Kuppe sitzt eine Frau in geflickter Latzhose mit wuschelkurzen Haaren und verschiedenfarbigen Gummistiefeln auf einem Dreirad. Das Dreirad sieht benutzt aus, ist aber blankpoliert und glitzert im Licht der Scheinwerfer.


    "Hey Leute! Ich bin Äm aus der Welt Yrdanea.

    Bin einen weiten Weg gefahren und habe euch was mitgebracht. Nee, nicht den Müll oder den Gestank.

    Also das auch. Aber darum bin ich nicht hier.


    Ich hab ein Lied für euch. Selbst gemacht. Hört mal her!"


    Äm stellt die Füße auf die Pedale und beginnt, den Müllhügel herunterzurollen. Dabei erklingen Geräusche. Erst scheint es, als kämen die von ihrem Dreirad. Ein leises Klappern und Quietschen.

    Aber da ist mehr. Da ist ein Rhythmus und eine Melodie zu erahnen. Weitere Instrumente stimmen ein. Sie alle klingen improvisiert, wie aus Schrott gemacht. Aus altem Plastik und verrostetem Metall.


    Mit der Musik erhebt Äm ihre Stimme. Sie klingt unverfälscht. Etwas rauh und ungeschliffen. Die hat bestimmt keine Gesangsausbildung gemacht, sondern singt aus dem Herzen.


    Dreiradlied


    Ich hab ein grün kariertes Dreirad,

    damit fahr ich jetzt um den Block.

    Ich hab ein grün kariertes Dreirad,

    damit entkomme ich dem Smog.


    Ich wusste nicht, was ich mal werden will,

    alles schien mir so schrecklich fad.

    Ohne Freunde war's um mich herum so still,

    niemand gab mir mehr einen Rat.


    Keiner außer mir darf damit fahren

    denn dieses Dreirad ist für mich gemacht

    Das Dreirad ist extra so gebaut

    dass es unter anderen zusammenkracht.


    Ich hab ein grün kariertes Dreirad,

    damit fahr ich jetzt um den Block.

    Ich hab ein grün kariertes Dreirad,

    damit entkomme ich dem Smog.


    Wenn ich mit meinem Dreirad fahre

    erglühen Ideen mit hellem Schein

    wie konnte ich bloß all die Jahre

    allein, ohne dieses Dreirad sein?


    Ich hab ein grün kariertes Dreirad,

    damit fahr ich jetzt um den Block.

    Ich hab ein grün kariertes Dreirad,

    damit entkomme ich dem Smog.


    Mit meinem Dreirad bin ich mutig und stark,

    bei jedem Wetter, selbst in der Nacht

    und sei die Welt draußen auch noch so karg,

    im Flug auf drei Rädern wird sie zur Pracht.


    Und sollten die Wildköter mich jagen

    oder ein Raucher verqualmt mir die Sicht

    nimmermehr werde ich verzagen,

    strample mich immer wieder ans Licht.


    Ich hab ein grün kariertes Dreirad,

    damit fahr ich jetzt um den Block.

    Ich hab ein grün kariertes Dreirad,

    damit entkomme ich dem Smog.


    Dingdongdingdong Dingdong Dingdongding

    Dingdongding Dingdongding Dingdongdingdongding


    Ich hab ein grün kariertes Dreirad,

    damit fahr ich jetzt um den Block.

    Ich hab ein grün kariertes Dreirad,

    damit entkomme ich dem Smog.



    Während Äm ihr Lied vorträgt und dabei auf ihrem Hügel herumfährt, verändert sich das Licht, Morgendämmerstimmung wird zu gleißendem Mittagslicht, dann wird es Abend und schließlich Nacht. Sterne blinken. Die nur noch schemenhaft erkennbare Dreiradlerin verschwindet irgendwo zwischen den Müllbergen, verabschiedet sich mit einem letzten Ding-Dong.

    Noch einmal wallt der Nebel auf, füllt den Raum so dicht, dass die Bühne gar nicht mehr zu sehen ist.

  • "Der Interpret des folgenden Stückes ist der Gnom Hubbelbubbel, in seinem kuscheligen Sessel sitzend, der Geräusche mit dem Mund macht, erzählt von der Erzählnudel." sagte ein großer Geist, der zum Zwecke der Präsentation beschworen wurde. Die Erzählnudel war eine erstaunlich lange belebte Spaghettinudel, die in hunderten von Knoten und kleinen Zöpfchen insgesamt einen Mund darstellte. Die Erzählnudel räusperte sich und hustete heftig, als hätte sie etwas verschluckt, was eigenartig war, denn hinter ihr war natürlich gar nichts. Doch dann hob sie an, und begann zu erzählen, die musikalischen Teile ihrer Geschichte authentisch nachproduzierend:



    ---


    Der Bumpfelbompf



    "Bumpf. Bompf. Bumpf. Bompf."


    Hubbelbubbel imitierte ein Instrument, das er sich selbst ausgedacht hatte. Er hatte keine Ahnung, wie man es spielen könnte, wusste aber ganz sicher, wie es klingen würde. Dumpf und dick, so dick wie Hubbelbubbels Nase, die er zum Takt seines Gesanges durch die Luft bewegte. Ähnlich dick würde auch das Instrument aussehen, das er imitierte, irgendwie dick halt. Und wohl aus Holz.


    "Bumpfelbumpf. Bompf. Bumpfel. Bompf."


    Der Abstand des Bumpfel zum Bompf betrug wohl das, was die Menschen in Monvet eine Quinte nennen, vermutete Hubbelbubbel. Jedenfalls klang er so, wie sein Lieblingsmensch Quadow immer auf seinem Klavier vormachte, wenn er seine ein klein bisschen nervige Schülerin unterrichtete, und ihr eine "Quinte" vorspielte.


    "Bimpf. Bumpf. Bimpf. Bumpf."


    Das 'i' war vielleicht etwas gewagt, aber Hubbelbubbel war sich sicher, das das auch noch zum Repertoire seines ausgedachten Instrumentes gehören könnte. Aber so ein behäbiger, gleichmäßiger Takt, das passte auf jeden Fall. "Viertel" wahrscheinlich, das klang richtig. "Wie schade", dachte er, "dass ich nicht einfach fragen darf. Mein Mensch könnte mir sicher viel beibringen, wenn ich ihn nur fragen würde. Aber wie erkläre ich das unserem großen Erzähler?"


    "Boing."


    Mit diesem etwas ulkigen Ton endete Hubbelbubbels ausgedachtes Stück auf seinem ausgedachten Instrument. "Wer weiß", dachte Hubbelbubbel, "vielleicht wird das eines Tages auf einer rieesengroßen Bühne gespielt. Ooh, vielleicht sogar von mir", dachte Hubbelbubbel fröhlich, war sich aber nicht sicher, ob er sich Hoffnungen machen sollte. Immerhin gab es das Instrument ja gar nicht. "Wobei, das könnte man durchaus ändern" dachte er, sprang voll Tatendrang aus seinem Sessel, und begann, Pläne zu schmieden.


    ---


    "ENNNNNNDE" brüllte die Erzählnudel, und alle Zuschauer*innen im Saal waren hellwach. Eigenartigerweise schien die Nudel trotz ihrer lautstarken Kundgebung des Endes ihrer Geschichte eher müde zu sein, denn sie fing sofort danach an, erstaunlich laut zu schnarchen.


    "Nun... also gut." sagte der große Geist. "Danke also an die Erzählnudel für diese nette kleine Geschichte, ich konnte mich jedenfalls gut amüsieren. Also vergleichsweise, wobei, lassen wir das. Dankeschön, liebes Publikum, danke liebe Nudel.". Der Große Geist zerrte die schnarchende Nudel unsanft von der Bühne.

  • Children of the Wireworld: You're not going to space today!

    Die Bühne ist stockdunkel und bis auf das Raunen einiger ungeduldiger Zuschauer herrscht völlige Stille. Im Hintergrund werden die Silhouetten von Raketen vor einem tintenblauen Sternenhimmel sichtbar und Schritte durchbrechen die Stille.

    In einem vor dem Hintergrund schon fast blendend hellen Spotlight tänzelt eine junge Frau mit rotblonden Haaren und einer schwarzen Hornbrille auf die Bühne, hin zu einem kleinen Podest mit einem großen, roten Knopf. Mit einem breiten Grinsen zupft sie ihren schwarzen Midirock und ihre pastellfarbenen Stulpen zurecht, bevor sie schließlich ihr Mikrofon erhebt.


    "Sorry... You're not going to space today!", spricht sie, hebt ihren Zeigefinger und drückt damit in einer langsamen, ausladenden Geste auf den Knopf. Ein sanft fallender Synthesizerklang ertönt und im Hintergrund schwappt ein pixeliger, glutroter Farbverlauf von oben herab und überdeckt den Sternenhimmel. Vor der Szene, die an einen Wasserfall aus geschmolzener Lava erinnert, werden zwei weitere Musiker sichtbar: Ein Zwerg und ein Lefhe, die jeweils hinter zwei verkabelten Apparaturen hervorschauen.

    Unterdessen hat sich der Synthesizerklang nahtlos in ein ominöses Grollen verwandelt, das plötzlich verstummt. Der Zwerg beginnt daraufhin, mit zwei Stäben auf seiner Apparatur aus dreieinhalb Dutzend kleinen Dosen und ebenso vielen Pedalen zu trommeln. Statt Geschepper sind kurze, verrauschte Geräusche zu hören, die sich mit der Zeit zu einem treibenden Rhythmus zusammenfügen.

    Der Lefhe entlockt derweil seinem Instrument, das man am ehesten als Kreuzung aus Keyboard, Theremin und altem Telefonvermittlungsschrank beschreiben könnte, eine Melodie aus unnatürlichen Klängen entlocken. In ihrer Komposition erinnert sie an eine Mischung aus Marsch und Shanty.


    Schließlich hat auch die Sängerin wieder ihren Einsatz. Nur ist ihre Stimme so verzerrt und blechern, dass man kein Wort versteht. Während ihres robotischen Gesangs hämmern gehörnte Tänzer:innen im Takt des elektronischen Schlagzeugs auf Ambossen. Geometrische Muster, die an Ketten und sich drehende Zahnräder erinnern, bewegen sich schattenhaft über den Hintergrund.

    Nach und nach werden der Rhythmus und die Melodie jedoch träger und träger, der Gesang immer melancholischer, während das feuerrote Leuchten langsam zu verglühen scheint und die Sängerin schließlich verstummt. Während sie nur noch als Silhouette zu erkennen ist, streift sie sich mit einer Hand von oben nach unten übers Gesicht.


    Als schließlich auch die instrumentale Begleitung im Dunkeln zu verstummen scheint, schießen plötzlich riesige Stichflammen aus dem Bühnenboden und erhellen die Szene erneut. Ohrenbetäubendes, klirriges Geheul dröhnt aus dem Synthesizer des Lefhen und der Zwerg drischt wüstes Gedonner aus seinem Elektroschlagzeug.

    Während die Tänzer:innen wild im Flammenschein umhertoben, brüllt die Sängerin mit einer furchterregenden Fratze ins Mikro wie eine zornige Drachin. Ihre Stimme ist dieses mal zwar nicht elektronisch verzerrt, aber aus ihrem Knurren, Schreien und Fauchen sind weiterhin kaum Worte auszumachen außer ein drei mal wiederholtes "Not going to space today!".


    So abrupt, wie das Chaos ausgebrochen ist, endet es auch. Für einen Moment ist es wieder dunkel und still, aber dann kehrt alles wieder zurück zur früheren Szene mit dem pixeligen Lavafall und den hämmernden Gehörnten. Nur klingt dieses mal alles fröhlicher und beschwingter. Der Sternenhimmel schimmert leicht durch den Lavafall hindurch, so dass alles in ein leicht rosiges Licht getaucht ist, während die junge Frau wieder ihr altes, freundliches Gesicht zeigt.

    Dieses mal singt sie mit zuckersüßer Stimme etwas abseits der Hauptmelodie in einer fremden Sprache, die ein wenig an Altgriechisch mit einem nordischen Akzent erinnert.


    Das Lied endet schließlich mit den Worten "Sorry, not today!", gefolgt von einem Kichern und einem weiteren Druck auf den roten Knopf, der ein letztes mal das Licht ausschaltet.

    "Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen."
    - Douglas Adams, "Das Restaurant am Ende des Universums"

  • Bühnennebel läuft unter dem Vorhang hervor.

    "Mach den wieder aus, der ist kalt!", befiehlt eine feminine Stimme.

    Der Nebel verteilt sich und löst sich auf.

    Der Vorhang öffnet sich.

    Wir sehen ein weißes Einhorn mit pechschwarzem Langhaar nach vorne schreiten.

    Es hat tiefblaue Augen, die plötzlich blutrot werden und trägt schwarzen Lippenstift, Lidschatten und Eyeliner. Die Hufe sind schwarz lackiert, auf dem Rücken liegt ein schwarzer Sattel mit Stacheln. Jedes Bein steckt in einem schwarzen Netzstrumpf, den Hals ziert ein schwarzes Halsband mit Stacheln und in den Ohren hängen stachelige Pentagrammohrringe. Auf den Hüften ist das Bild eines Raben zu sehen.

    Hinter der Sängerin stehen mehr eingeölte Background-Einhorntänzer als eigentlich erlaubt sind und ein paar weitere Einhörner, die irgendwie Instrumente spielen. E-Gitarre, Schlagzeug, Keyboard.

    "Habt ihr Lust auf Metal?", ruft das weiße Einhorn ins Mikrofon.

    Was dann kommt, ist ... kein Metal. Eher Pop.


    Jeder hier weiß, wer ich bin

    Anders sein hätt’ keinen Sinn

    Kann mir selber nicht entfliehen


    Zu schön um normal zu sein

    Bin zu begehrt und nie allein

    Hab’s satt, dass alle auf mich steh’n.


    Refrain:

    Ich bin die Beste ob ich will oder nicht

    So schön, so klug, so talentiert, so cool bin ich nun mal

    Ich bin die Beste ob ich will oder nicht

    Dass das auch Schattenseiten hat, das ist allen egal


    Jeder verliebt sich in mich

    Das versteh’ ich natürlich

    Wie könnte es auch anders sein?


    Wer mich nicht mag, liebt mich doch

    Auch meine Feinde lernen’s noch

    Dass nur ihr Neid sie von mir trennt


    Refrain:

    Ich bin die Beste ob ich will oder nicht

    So schön, so klug, so talentiert, so cool bin ich nun mal

    Ich bin die Beste ob ich will oder nicht

    Dass das auch Schattenseiten hat, das ist allen egal


    Ich bin auch manchmal traurig

    Und ich leide elendig

    Doch das kann niemand verstehen


    Meine Tränen seh’n sie nicht

    Funkeln sie noch so schön im Licht

    Ich leide so wie niemand sonst


    Refrain:

    Ich bin die Beste ob ich will oder nicht

    So schön, so klug, so talentiert, so cool bin ich nun mal

    Ich bin die Beste ob ich will oder nicht

    Dass das auch Schattenseiten hat, das ist allen egal


    Warum muss ich so toll sein?

    So voll Schönheit und voll Pein?

    Was hat sich Gragor da gedacht?


    Bin so sexy und so dark

    Goffig, begabt, so klug und stark

    Jetzt werd ich selber ganz feucht


    Refrain:

    Ich bin die Beste ob ich will oder nicht

    So schön, so klug, so talentiert, so cool bin ich nun mal

    Ich bin die Beste ob ich will oder nicht

    Dass das auch Schattenseiten hat, das ist allen egal


    Refrain:

    Ich bin die Beste ob ich will oder nicht

    So schön, so klug, so talentiert, so cool bin ich nun mal

    Ich bin die Beste ob ich will oder nicht

    Dass das auch Schattenseiten hat, das ist allen egal



    "Ich bin sogar im Leiden die Beste", murmelt das weiße Einhorn noch ins Mikro. "So."

    Es springt leichtfüßig von der Bühne, die hinter ihm krachend einstürzt.

    "Aua. Ich hab doch gesagt, zu viele Background-Tänzer!", ruft der Schlagzeuger.

    "Halt die Klappe!", befiehlt das weiße Einhorn. "Die Bühne brauchen sie eh nicht mehr, wer soll denn nach mir noch auftreten."


    (Eigentlich habe ich dazu sogar noch eine Audiodatei. Aber das ist eine Rohfassung und ich glaube, dem Komponisten/Sänger wäre es gar nicht so recht, wenn ich die in ein Forum stelle. Also gibt's für heute nur den Text, der ist von mir.)

  • Die Bühne sieht aus, als wäre sie von Straßenpflaster bedeckt. In der Mitte stellen gerade vier starke junge Männer mit ab den Knien frech ausgestellten Hosenbeinen eine kleine Bühne aus Holz auf, fein säuberlich werden noch ein paar Nägel eingeschlagen, dann hält das Konstrukt. Danach wird noch dunkelblauer Stoff darüber drapiert, weil Holzlatten nicht schön genug sind. Die letzte Arbeit, die den starken Männern abverlangt wird, ist das Tragen einer Zymbal, die mitten auf der Holzbühne Platz findet.


    Ein Mann mit dunkelbraunen Locken, einem verschmitzten Grinsen und nobel bestickter Kleidung, inklusive einem betont schlichten weißen Umhang (das hat rechtliche Gründe, man darf ihn ja keinesfalls für den echten valekischen Kaiser halten) tritt auf die Bühne. Die gepflasterte, nicht die aus Holz. Er wendet sich dem Publikum zu und erklärt:

    "Gäste dieses Hauses, ich freue mich, euch so zahlreich anzutreffen. Meine Kollegen und ich haben ein Stück aus unserer Heimat mitgebracht. Kurz als Hintergrund: Kurz nach der Erntezeit finden in der Kaiserstadt die Feiern der Liebe statt. Unser Stück fügt sich darin ein, unsere Darstellung ahmt das Ritual zu Beginn der Feiern nach. Der Kaiser selbst gibt den Rhythmus des ersten Liedes vor. Dort wird improvisiert. Hier nicht, wir hatten ja einen Vorentscheid zuhause und einige Debatten darüber, ob wir nur einen Musikstil vorstellen oder ein bisschen internationalen Schwung in die Sache bringen.

    Nun, es wurde ein bisschen international, aber nur ein bisschen. Wir haben das Stück, übersetzt, Sand am Wasser genannt."

    Details zum Titel und dessen Bedeutung nennt er nicht. Man wird dann ja schon hören, dass da ivenvalekische und nelimarische Musik fusioniert wurde.

    "Wie gesagt gibt der Kaiser den Rhythmus vor. Das Publikum klatscht den Rhythmus bei einem solchen Ritual aber mit, also üben wir einmal kurz, bitte."

    Er hebt die Hände, nickt auffordernd und klatscht los, das Publikum klatscht mit. Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben. Soweit, so gut. Eins, zwei, zweieinfünftel, zweidreieinhalbfünftel, zweiwaswievieldrölftelsinddasjetzt, ... das Publikum ist leicht verwirrt, gibt sich aber Mühe.

    Nach ein paar Takten kommt Plan b auf die Straßenpflasterbühne: Zwei Damen, zwei Herren, auch nobel, aber nicht ganz so wie der Vorklatscher. Eine der Damen trägt aber sogar Reifrock und braucht entsprechend Platz. Diese vier klatschen nun als Pseudopublikum mit, das echte Publikum gibt erleichtert auf.

    Inzwischen sind noch eine Dame, mit Klöppeln in den Händen, und ein Herr mit ... unüblich vielen Armen, nämlich vier, auf der Bühne, nämlich der aus Holz, eingetroffen. Der Herr hat auch eine, zwei, also, eine Gabelflöte dabei: Ein Mundstück, aber zwei Flöten dran, genug Hände hat er dafür ja.


    Der Vorklatscher ist zufrieden, der Takt sitzt. Er hebt eine Hand und winkt mit den Grundschlägen, die Klatscher setzen aus.

    Nach sieben Schlägen geht es richtig los: Das Pseudopublikum klatscht wieder, und jetzt stimmen die Musiker auf der Holzbühne mit ein.


    Was auf die Ohren zum Anklicken!


    Vorklatscher, Pseudopublikum, die vier jungen starken Männer und die beiden Musiker treten nach vorne an den Rand der Bühne und verneigen sich.

    Der dunkelblaue Vorhang fällt.



    Die Musikerin lehnt sich zum Vorklatscher und flüstert: "Du hättest auch erzählen sollen, dass nach dem kaiserlichen Klatschritual in der ganzen Stadt die Liebespaare hinter Büschen verschwinden. So bekommen wir sicher nicht so viele Punkte."




    (Hab die Datei doch noch kleingekriegt. Der Anhang hat die Klatsch-Takte am Anfang nicht, die verlinkte Datei schon. Das ist aber der einzige Unterschied.)

  • Das sind dann nach Startplätzen:


    1- aus Yrdanea: Äm mit dem "Dreiradlied" (Yrda)

    2- vom Palaststern (?): Hubbelbubbel mit "Der Bumpfelbompf" (Joshuah)

    3- von der Wireworld (?): Children of the Wireworld mit "You're not going to space today!" (PolliMatrix)

    4- von ?: Das weiße Einhorn mit "Habt ihr Lust auf Metal? oder Jeder hier weiß, wer ich bin." (Skelch I.)

    5- aus der Kaiserstadt (?): Meine Kollegen und ich mit "Sand am Wasser" (Veria)


    Korrigiert mich bitte, wenn ich Angaben falsch verstanden habe. Insbesondere bei den Welten musste ich einige Mal raten.


    Ein Ergebnis haben wir schon mal: Da nur Veria Ton abgegeben hat, ist sie automatisch Gewinner in der Kategorie reale Komposition.

  • Eine Kaiserstädter Musikgruppe von Laharia ist das.

    Man kann gar nicht so rundum stromlinienförmig sein, dass es nicht irgendeine Pappnase gibt, die irgendetwas auszusetzen hat.
    - Armin Maiwald

  • Ich korrigiere das Mal im Abstimmungsthread, damit eure Posts verständlich bleiben. Bisher habe ich dann:


    1- aus Yrdanea: Äm mit dem "Dreiradlied" (Yrda)

    2- aus dem Weltenkomplex Palaststern: Hubbelbubbel von den monveter Hauptstadtgnomen mit "Der Bumpfelbompf" (Joshuah)

    3- von der Wireworld (?): Children of the Wireworld mit "You're not going to space today!" (PolliMatrix)

    4- aus ?: Das weiße Einhorn mit "Habt ihr Lust auf Metal? oder Jeder hier weiß, wer ich bin." (Skelch I.)

    5- aus Laharia: eine Kaiserstädter Musikgruppe mit "Sand am Wasser" (Veria)

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