[Anwae] Weltvorstellung

Liebe Bastler, die Weltenbastler-Olympiade hat begonnen, das WBO-Tool ist vorbereitet. Bitte meldet euch schnell an. Viel Spaß dabei!
  • Wie so oft bei mir begann mit alles mitten in der Nacht - mit einem Traum, der zur Grundidee einer Geschichte wurde. Aber was ist eine Geschichte ohne Welt? Und was macht man, wenn die Idee nicht in die Welten passt, an denen man gerade bastelt? Ja... eine neue Welt mußte her. Das war 2002.
    Da ich mit meinen Erstwelten Orun und Szad’Azhar schon sehr beschäftigt war, mußte diese neue Fantasywelt sich lange mit einem Sitz auf der Rückbank meines Hirns begnügen - aber auf Dauer ließ sie sich das nicht gefallen. Die Storyidee um den gefallenen schwarzen Magier Mornaq i’Lothranas nahm langsam immer mehr Gestalt an, und mit ihr breitete sich auch die Welt in meinem Hinterkopf aus. Das Meiste steckt immer noch dort, als Konzept, höchstens von ein paar hingekritzelten Stichworten gestützt.
    2007 teilte mir die Welt dann mit, daß sie Anwae heißt, und 2008 fand ich auf einem Landschaftsjaspis den Kontinent Nôkan.
    Inzwischen ist mir Anwae genauso wichtig wie die Koppelwelten, und daher wird es so langsam mal Zeit, sie euch offiziell vorzustellen, was ich hiermit tun will ;)


    In diesem (Achtung: langen) Post geht es um

    • GEOGRAPHIE (in Form eines Dateianhangs, einer Karte Nôkans)
    • VÖLKER und
    • GÖTTER und ihre (selbst verursachten) Probleme


    ZUR GEOGRAPHIE
    Nôkans nördlichste zugehörige Inseln liegen in der Zone ewigen Eises, während der südlichste Zipfel den Äquator berührt. Dementsprechend finden sich hier alle Klimazonen. Alle Angaben auf der Karte sind aber noch ohne Gewähr, sie stimmen ungefähr, aber Genaueres über die Lage der lhanammonischen Hauptstadt Elthrea bzw. die Lage der Schwarzen Feste Sormorath hängt davon ab, wie es sich in die Storyidee einfügt. :)

    VÖLKER NÔKANS:


    Die Menschen
    Lhanammon und Nomndur sind zwei der größten Reiche der Menschen, die schon mehr als einen Krieg miteinander austrugen. Nomndur stellt dabei gern Schwarzmagier (auch Nikari oder Dunkelwirker genannt) in seinen Dienst, die dort eher geduldet werden als im göttertreuen Lhanammon.
    Neben ihnen gibt es noch die Steppenvölker – die Wathili-Halbnomaden, und die Ghushren, deren Stämme fast sämtlich Nomaden sind. Der größte und bekannteste Ghushrenstamm sind die Kvosha. Sie behaupten sich als tonangebendes Volk in der Steppenzone des Kontinents und haben es bisher geschafft, nicht zwischen den beiden großen Reichen mit ihren ständigen Rangeleien aufgerieben zu werden.

    Die Aiphnal

    Die Aiphnal sind ein fremdartiges, sehr zurückgezogen lebendes Volk, das in Symbiose mit den großen Túebäumen lebt. Sie sind die Herren ihrer Wälder und gestatten anderen Völkern nur in wenigen Fällen, hier zu siedeln.


    Die Xhancal
    Die humanoiden Xhancal leben in unterirdischen Zufluchten, nur dort fühlen sie sich sicher vor ihrem einstigen Gott Ghial, der sie getäuscht, verraten und mißbraucht hat. Ihre Ruinenstädte an der Oberfläche sind auch nach langer Zeit noch von dem Blendwerk ihrer Zauber umgeben, und großteils verborgen vor menschlichen Blicken. Eines Tages, so die Hoffnung der Xhancal, werden sie dorthin zurückkehren können.


    Die Canathu
    Die Canathu sind etwa straußengroße kulturschaffende Wesen, die vom Aussehen her im ersten Moment viel mit Vögeln gemein zu haben scheinen, aber aus einer evolutionären Linie stammen, die sich vor langem von diesen abgespalten hat (oder durch göttliche Nachhilfe manipuliert wurde??) da viele ihrer Eigenschaften als Volk eher echsisch anmuten. Ihre Familienverbände bestehen aus einem Männchen und mehreren Weibchen, und ihre Bibliotheken sind weithin berühmt. Canathu sind Empathen, und scheuen sich daher oftmals, allzu engen Kontakt mit den Menschenvölkern und ihren heftigen Emotionen zu haben. Sie halten sich aus kriegerischen Konflikten heraus, manchmal trifft man einen ihrer Heiler auf einer Reise außerhalb ihres Gebietes an.


    Die Deuhn
    Dieses Volk wurde von Jerron beim Wichteln ursprünglich für Oruns Sümpfe entworfen, hat aber lautstark verkündet, daß es besser nach Anwae passt. Die Deuhn sind ein zahlenmäßig kleines, primitives Volk, das eher für sich lebt und auf Nôkan weder politisch noch wirtschaftlich eine große Rolle spielt. Allenfalls den Ghushren sind sie gelegentlich ein Dorn im Auge, da sie Hycyrrc-Eier als Delikatesse ansehen, und dabei auch die Gelege der zahmen Zuchthycyrrc plündern.


    Die Häscher (Die Hvo’nu)
    Das felltragende Dienervolk des gefürchteten Schwarzmagiers Mornaq i’Lothranas existiert erst seit wenigen Jahrzehnten, wird jedoch von den Menschen bereits gefürchtet. Obwohl sie ihre Vorderpfoten als Hände gebrauchen, rennen sie in schnellem Tempo auf allen Vieren durch die Wälder, und nehmen es dabei mit den flinksten Hirschen auf. Diese Wesen, von deren ursprünglichem Aussehen man wenig weiß, wurden von i’Lothranas in unglaublich kurzer Zeit unter Beihilfe schwarzer Magie zu einem Volk hochgezüchtet, dessen Population zwar klein, aber durchaus eine ernstzunehmende Bedrohung für das Reich Lhanammon ist, ihre Gefährlichkeit gemindert nur durch ihren eklatanten Mangel an Lebenserfahrung.
    Mornaqs Häscher (von ihm Hvo’nu genannt, was allerdings allgemein nicht bekannt ist) führen für ihn jeden Handlangerdienst aus, den er benötigt. Sie sind ihrem Herrn treu ergeben und leben im Norden des Kontinents in den Wäldern rund um Mornaqs Refugium, die Schwarze Festung Sormorath, deren Lage lange unbekannt war.
    Die Hvo’nu fallen im Dienste ihres Dunklen Herrn in unregelmäßigen Abständen in Lhanammon ein, stehlen, plündern und entführen Menschen, von denen man nie wieder etwas hört.



    DIE HOHEN – ANWAES GÖTTER
    Anwaes Götter sind nicht von den Sterblichen erdacht, sondern existieren wirklich. Achtzehn Götter wurden von ihrem Vater, dem Einen, einst zu Hütern der Welt bestimmt. Siebzehn sind es heute noch, denn einer hat sich von ihnen abgewandt. Er ist nun nicht mehr ein Hüter der Welt, sondern versucht sie zu zerstören.


    Die Götter
    Es sind Xhauël Ciphrail Hachaiel Shoquiel Quarail Seyéel Xuphriel Thavial Yhumial Hjenéel Vhadéel Iurhial Arvuël Ngomiel Phanail Hséthail Thiroël und Ghial, der Dunkle (einst Elhegial genannt).


    Vom Einbruch des Dunkel
    Auch Götter machen Fehler. Schlimm wird es nur, wenn sie versuchen das zu vertuschen. So oder so ähnlich muss es damals gewesen sein, als der Hohe Elhegial aus Versehen einen Riß im Gefüge dessen, was ist, verursachte. Was genau passierte ist vermutlich nur ihm und vielleicht seinen Mitgöttern bekannt, und bis jetzt haben sie sich noch nicht genauer dazu geäußert.
    Elhegial schwieg zu lange in seinem Bemühen, heimlich einen Schaden zu beheben, der nie hätte verursacht werden dürfen. Und als er schließlich zugeben mußte, alleine nicht weiterzukommen, war der Riß bereits gewachsen, und er verästelte sich. Unmerklich sickerte eine Fremdheit von DORT nach hier, die zu anders war um sich mit der Realität zu vertragen.
    Die Menschen sagen es war der Zeitpunkt, an dem das Böse in die Welt kam.
    Das DUNKEL perlte in die Welt, und alles was es berührte wurde verdreht und verderbt. Es vergiftete damals den Geist der Sterblichen, ja, ganzer Völker ebenso, wie es aus Tieren auch heute noch Bestien macht, Krankheit und Leid verbreitet und ganze Landstriche zum Verdorren bringt. Es manifestierte sich sogar als eine Art schwarze Energie, die in vielen Erscheinungsformen durch die Welt geistert, wenn sie nicht gebannt wird.

    Von der Entzweiung der Achtzehn

    Schließlich begriffen die Götter, daß der Riß immer wieder aufbrechen würde, so oft sie auch versuchten ihn zu schließen. Sie erkannten daß sie Hilfe brauchten, und wollten ihren Vater, den Einen, um Rat bitten.
    Elhegial, der von allen bereits am längsten Kontakt mit der Fremdheit gehabt hatte, war jedoch überzeugt, daß es auch so zu schaffen wäre, wenn ein Teil der Götter nur den Riß versiegelt hielte und die anderen die dunklen Energien in sich aufnähmen und zurückleiteten. Wenn alles DUNKEL aus der Welt vertrieben sei, wäre das energetische Gleichgewicht wiederhergestellt, und der Riß ließe sich leicht schließen.
    So verweigerte er die Teilnahme am RUF, der nur von allen achtzehn Göttern gemeinsam ausgestoßen werden kann. Durch nichts war er zum Einlenken zu bringen, und da die anderen Götter nicht in ihrem Bemühen nachließen, den Riß immer wieder neu zu versiegeln, nahm er alleine den Rest seines Planes in Angriff.
    So wandelte er durch die Lande und nahm alle dunklen Energien in sich auf, derer er habhaft werden konnte, damit sie keinen weiteren Schaden anrichteten. Und er sah das Leid, das über die Welt gekommen war, sah, wie sie sich unter dem dunklen Einfluß selbst zerfleischte. Und in ihm wuchs die Überzeugung, daß die Schöpfung zu verderbt war um noch gerettet werden zu können.
    So befand er, daß sie zerstört werden müsse, damit nach der Entfernung des DUNKEL ein Neuanfang stattfinden könne. Ein letztes Mal suchte er seine siebzehn Geschwister auf, um ihnen diese Tatsache nahezubringen. Doch diese waren entsetzt von seinem Ansinnen, und sie als sie sahen wie die dunklen Energien in ihm loderten, wußten sie daß sie ihn aufhalten mußten.
    So kam es zum Bruch zwischen den Siebzehn und dem Dunklen, der seither Ghial genannt wird, weil es die Götter schmerzt, seinen alten Namen auszusprechen. Und so ist es seit vielen tausend Jahren. Ein Ende dieser Pattsituation ist nicht abzusehen.


    Von den Religionen
    Die Siebzehn konnten den entstandenen Schaden nicht reparieren, aber sie können verhindern daß er sich ausweitet und schlimmer wird. Und ihre Bemühungen schließen die Sterblichen mit ein. Jeder der Hohen wählte sich ein Volk oder ein Gebiet, und wurde zu seinem Schutzgott, um das Schlimmste von ihnen abzuhalten.
    Die Sterblichen befolgen seither die Gebote der Götter, flehen sie um Hilfe an, und versammeln sich regelmäßig, um ihnen zu huldigen. So entstanden die meisten Religionen Anwaes.


    Von den schwarzen Magiern
    Elhegial, nun Ghial genannt, sucht sich seither ebenfalls Hilfe von den Sterblichen, und macht sich dabei ihre Kurzsichtigkeit zunutze, denn sie sehen nur die verlockende Macht, die er ihnen bietet, und nicht sein eigentliches Ziel, das lange nach dem Ende ihres eigenen sterblichen Daseins erreicht werden soll.
    Ghial lernte gar, die dunklen Energien zu lenken, die er nie ganz beherrschen konnte, und er brachte dieses Wissen seinen Jüngern unter den Menschen bei. Die Schwarzmagier, auch Nikari oder Dunkelwirker genannt, sind seine Handlanger, und sie dienen ihm als Depot für die dunklen Energien, die er ihnen auf ihre Gebete hin zuleitet, da er das DUNKEL in ihren Händen zwar benutzt, aber zugleich an sie gebunden weiß.
    Den anderen Hohen wiederum ist das auch nicht unrecht, denn die Schwarzmagier richten in Ghials Namen zwar Unheil an und müssen bekämpft werden, doch die dunkle Energie ist in ihnen kanalisiert, und fließt in überwachbaren Bahnen. Dadurch sickert weniger davon in die Seelen der beschützten Völker.
    Die Hohen benutzen ihrerseits die Sterblichen, um die Schwarzmagier in Schach zu halten, ihre auserwählten „Heiligen“ nennt man die Schildträger, stehen sie doch wie eine schützende Barriere zwischen den Schwarzmagiern und den anderen Völkern.
    Ghial betreibt jedoch auch aktiv Propaganda, und hat das Land Nomndur vor einigen hundert Jahren zu einer gottesfreien Einstellung verführt, indem er dafür sorgte, daß das DUNKEL es seltener heimsucht als andere Gebiete. Dort werden Schwarzmagier geduldet, ja sogar in den Dienst der Regierung gestellt, um Nomndurs Ruhm zu mehren.

  • Ach da sind meine Deuhn abgeblieben! ;D
    Hast du sie inzwischen schon weiter ausgearbeitet und umgestaltet, so dass sie sich auf Anwae eingelebt haben?



    Ansonsten muss ich ja zu dieser ganzen Situation mit den Göttern und dem einen Abtrünnigen anmerken, dass wir es hier mit einer nahezu klassischen Konstellation zu tun haben (Klischeee, Klischeee, Klischeee....), aber die Art und weise, wie der "Dunkle" Gott zu dem wurde, was er ist, hat hier ihren eigenen Charme. "Oh, ich hab Scheiße gebaut, will es aber ums Verreckennicht zugeben, da machich doch lieber alles kaputt..." Was für ein Vollpfosten! :lol: Aber die anderen Götter müssen ja auch so was in der Art sein, dass sie es nicht schaffen, mit siebzehnfacher Überlegenheit den einen abtrünnigen Gott zu überwältigen.
    Und wieso wurde eigentlich immer noch nicht der Eine um Hilfe gerufen? Klappt das nur, wenn alle Götter gemeinsam rufen? Was ist denn der Eine für ein abgehobenes Wesen, das nicht mitkriegt, wenn auf seiner Schöpfung was schief läuft? Interessiert ihn die Welt Anwae überhaupt noch?

  • Quote

    Jerron schrieb:
    Hast du sie inzwischen schon weiter ausgearbeitet und umgestaltet, so dass sie sich auf Anwae eingelebt haben?


    Den Deuhn geht's in ihren Sümpfen auf Anwae ganz gut bisher *G* Ich mußte am Text eigentlich nur die Hornanden durch die Ghushren ersetzen, und die Drachenlarven durch Hycyrcclarven (das sind die großen Reitkäfer einiger Ghushrenstämme, die in den Sümpfen schlüpfen). Ich weiß daß sie sich ab und zu zu seltsamen Tänzen treffen, die irgendwas mit Magie zu tun haben - aber sie sind ein scheues Völkchen und wollten mir bisher noch nicht mehr über sich verraten.


    Ja @ Götterkonstellation.
    Anwae ist in der Hinsicht klassischer aufgebaut als Orun, wo es ja sowas wie einen antagonistischen Gott und Schwarze Magie nicht gibt. :)


    Quote

    Jerron schrieb:
    Was für ein Vollpfosten!


    :P Aber ja, stimmt - Ghial ist durch die dunkle Energie nicht mehr zurechnungsfähig, seine Logik ist mittelschwer gestört. Er ist leider nicht mehr in der Lage das zu erkennen. Das ändert aber nichts an seiner Intelligenz an sich, sie ist nur verdreht. Er hat den anderen Göttern über den Vorteil, die dunkle Energie kreativ und ohne Hemmungen zu nutzen, das gibt ihm zusätzliche Macht. Er verbirgt sich vor den anderen Göttern, und hüllt sich in die dunkle Energie, die die Realität verzerrt. Dadurch ist er erstens gut getarnt und zweitens vor Angriffen geschützt wie durch einen Schutzschild, wenn es dennoch zur Konfrontation kommt. Die Hohen gehen sehr vorsichtig mit dem DUNKEL um, weil sie gesehen haben wie es Ghial verändert hat.
    Sie sind nicht dumm, aber sie sind nicht allmächtig. Sie haben alle Hände voll damit zu tun, den Riß zuzuhalten, die intelligenten Völker zu beschützen, und das was hereingesickert ist dorthin zu bugsieren wo es am wenigsten Schaden anrichtet - alles ohne sich dabei selbst mit der dunklen Energie zu verseuchen.
    Nebenbei suchen sie auch weiterhin nach Lösungen für das Problem. Aber bis jetzt hat nichts geklappt, und sie haben aus Elhegials Fehler gelernt, der zu lange versucht hat, die Sache im Alleingang zu bewältigen. Im Moment können sie den Riß noch im Zaum halten, aber nur für endlich lange Zeit.


    Der Eine ist nach der Erschaffung von Anwae weitergezogen, um weitere Welten zu erschaffen, und inzwischen so weit von Anwae weg, daß er sozusagen außer Hörweite ist. Die Götter finden es auch dämlich, daß sie ihn so schwer erreichen, aber es war eigentlich nicht geplant daß er jemals wieder vorbeischaut. Die Entstehung des Risses war quasi ein ungeplanter Super-GAU.

  • Die Karte finde ich sehr nett gemacht. Aber es sind nur 2 Städte eingezeichnet. Werden das noch mehr oder gibt es nur diese?


    Wie verändert das Dunkle denn die anderen Völker? Bei Tieren schreibst du, dass sie zu Bestien werden. Werden Menschen einfach böse? Oder verrückt? Hat es bei allen Völkern die gleiche Auswirkung?


    Wie wird man ein Schwarzmagier? Einfach vom Gott erwählt? Oder kann man praktisch seine Seele verkaufen und bekommt noch etwas anderes?


    17 Götter bzw. eigentlich mal 18 sind eine ganze Menge um über deinen Kontinent zu wachen. Erweiterst du dein Land noch? Oder haben die Götter alle eigene Aufgaben - mal abgesehen davon, dass sie jetzt diesen Riss im Zaum halten müssen.


    LG Veni_vidi_vici

  • Ja, es wär schön mal eine genauere BEschreibung des Aussehes der Völker zu sehen. Kann mir da jetzt nicht direkt was darunter vorstellen.


    Und wa sist mit der Symbiose mit den Bäumen gemeint? Was bringen deie beiden den füreinander ein?

    Die Rosen sind rot, Die Veilchen sind blau.
    Ich bin untot und farbenblind. Genau.
    *Mampf*
    Extreme-Weltenbastling @ 日本!

  • Ich find's sehr sehr stimmungsvoll und man kann sich direkt schon etwas vorstellen. Ein, zwei Fragen hätte ich aber noch. :D



    Wie schaffen es die Aiphnal andere Völker davon abzuhalten im Wald zu siedeln?


    Warum hatten die Xhancal vorher so eine enge Bindung zu Elhegial?


    Welcher Gott hat sich welchem Volk zugewandt? Wie läuft das ab, wenn mehrere Götter Schutzgott bei einem Volk sind?


    Was hat es mit dem Schwarzmagier Mornaq i’Lothranas auf sich? Warum ist der so mächtig?

  • Dito, stimmungsvoll und klassisch. Gern mehr davon! :)

    " Durch die weiten, glühenden Ebenen ziehen sie dahin: gewaltige Herden, kaum weniger zahlreich als die Halme jener Gräser, die sie nähren. Zwei Dinge treiben sie voran: Trockenheit und mächtige Feinde, die nur darauf warten, ihren Hunger mit Fleisch zu tilgen. Keine Art außer einer hat hier ihre Heimat: die Morlochs, die Herrscher der Weite zwischen Erde und Himmel."
    Aus " Führer durch die Welt", von Lisari Biadaom, erschienen 1118 n.M.K.

  • Na endlich gibt's mal offiziell was zu Anwae - ich fühlte mich bisher immer so "eingeweiht", weil du im Forum nie darüber gesprochen hast, aber ich schon den Anfang von Mornaqs Geschichte gelesen habe. ;)


    Ich finde es nach wie vor extrem cool, dass man auf einem Stein einen Kontinent finden kann. Vielleicht sollte ich mir auch einmal so einen Landschaftsjaspis zulegen, ich bin doch eine Niete im Zeichnen von Umrissen und Küstenlinien. ;)


    Wenn der Süden von Nôkan am Äquator liegt - warum ist da dann Wüste und kein tropischer Regenwald? ???
    Und wer genau sind die Ghushren - die hast du immer nur erwähnt, aber nicht erklärt. Sind das Menschen, Humanoide oder ganz was anderes?


    Das mit den Göttern, dem Riss und dem DUNKEL ist ja ganz schön kompliziert - das muss ich mir nochmal durchlesen, und dann habe ich es sicher immer noch nicht kapiert. ;)


    Über Gryndelfare hast du noch gar nichts geschrieben! :dozier:

  • Uff, ich war heute nicht da… viele Fragen! :D Ich beantworte in diesem Post ein paar, und die anderen dann morgen. :)


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    Farnux schrieb:
    Wie muss ich mir denn die Aiphnal vorstellen? Sind es Menschen oder was sind sie? Wie sehen sie aus?


    Die Aiphnal sind eine nichtmenschliche Spezies. Von weitem kann man sie mit menschlichen Kindern verwechseln, weil sie kleiner sind als erwachsene Menschen, dabei werden die Weibchen größer als die Männchen. Die kindliche Kopfform fehlt ihnen natürlich. Sie haben sechsfingrige Hände und Füße, die Finger sind länger als menschliche Finger, für ihre Zehen gilt dasselbe. Ihre Finger und Gliedmaßen sehen sehr filigran aus, was aber täuscht, denn sie können kräftig zupacken. Das müssen sie auch, denn vor allem die männlichen Aiphnal sind hervorragende Baumspringer.
    Die Aiphnal sind wechselwarm und haben eigentlich dunkel- oder hellgraues bzw. farbloses Haupt- und Rückenhaar, welches vom Kopf und Hals ausgehend zentriert über die Wirbelsäule verläuft, jedoch nach unten immer dünner und spärlicher wird. Da die Haare jedoch innen hohl sind, und die Luftkammern das Licht brechen, entstehen dadurch irisierende Effekte.
    Ihre Hautfarbe ähnelt der Unterseite von Blättern, es ist eine Art blassgrünes Grau, im Sommer tun sie es allerdings den Menschen gleich und werden braun, die Haut schimmert dann sanft bronzefarben. Ich bin mir noch nicht sicher ob ihr Blut rot ist oder nicht, weil ich mich auf den Gebiet nicht auskenne. Ihre Augen sind größer als menschliche Augen, und man sieht nicht viel vom Weißen. Augenfarben gibt es verschiedene, schwarz ist recht häufig.


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    Veni_vidi_vici schrieb:
    Die Karte finde ich sehr nett gemacht. Aber es sind nur 2 Städte eingezeichnet. Werden das noch mehr oder gibt es nur diese?


    Die Karte ist noch sehr provisorisch, ja. Was da eingezeichnet ist, sind die beiden für mich im Moment wichtigsten Orte, weil sie in meiner Story eine Rolle spielen. Das ist einmal Elthrea, die Hauptstadt Lhanammons, und das andere ist die schwarze Feste Sormorath, nicht wirklich eine „Stadt“, obwohl dort auch Menschen leben. Hier hat sich der Schwarzmagier Mornaq i’Lothranas niedergelassen, weil er glaubte dort seine Ruhe vor den göttertreuen Menschen zu haben. War nicht so *G*


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    Wie verändert das Dunkle denn die anderen Völker? Bei Tieren schreibst du, dass sie zu Bestien werden. Werden Menschen einfach böse? Oder verrückt? Hat es bei allen Völkern die gleiche Auswirkung?


    Nein, die Auswirkungen sind unterschiedlich und nicht so gut vorhersagbar, auch innerhalb eines Volkes nicht. Es gibt psychologische Auswirkungen (verrückt bzw böse werden) und körperliche (Krankheiten, Fehlgeburten) Da bin ich ziemlich frei, und habe jede Menge Möglichkeiten, die letzten paar Jahrtausende mit Katastrophen zu füllen. Die ersten Reaktionen auf das Dunkel werden sehr heftig gewesen sein, auch in Form dadurch untergegangener Zivilisationen. Deswegen mussten die Götter sich ja einschalten. Seit sie aufpassen ist es nicht mehr so schlimm. Wenn ich das Dunkle wie eine Krankheit sehe, die Anwae befallen hat, könnte ich mir auch Abwehrreaktionen vorstellen, oder eine sich unmerklich aufbauende Toleranz gegen das Dunkel. Hm. Muss ich direkt mal drüber nachdenken. :)


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    Wie wird man ein Schwarzmagier? Einfach vom Gott erwählt? Oder kann man praktisch seine Seele verkaufen und bekommt noch etwas anderes?


    Ja *G* Ghial interessiert sich allerdings nicht für Seelen. Skrupellose Menschen gibt es immer, wenn dann noch Machtgier oder der Durst nach verbotenem Wissen dazukommt, geht der Nachschub an Schwarzmagiern nicht zur Neige.



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    17 Götter bzw. eigentlich mal 18 sind eine ganze Menge um über deinen Kontinent zu wachen. Erweiterst du dein Land noch? Oder haben die Götter alle eigene Aufgaben - mal abgesehen davon, dass sie jetzt diesen Riss im Zaum halten müssen.


    Die wachen nicht nur über den Kontinent, sondern auch über den Rest der Welt. Es gibt definitiv noch andere Kontinente mit anderen Völkern, die ebenfalls mit dem Dunkel zu kämpfen haben – aber auf Nôkan spielt die Geschichte die mir eingefallen ist. Andere Kontinente habe ich noch nicht gebastelt.

  • So, ich war von gestern noch ein paar Antworten schuldig^^


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    Waduru schrieb:
    Ja, es wär schön mal eine genauere Beschreibung des Aussehes der Völker zu sehen. Kann mir da jetzt nicht direkt was darunter vorstellen.


    Das ist das Doofe an einer ersten Weltvorstellung, man kann nicht alles reinpacken. Ich werde nach und nach Infos über die Völker posten. Auch über die Aiphnal und ihre Bäume.


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    Wie schaffen es die Aiphnal andere Völker davon abzuhalten im Wald zu siedeln?


    Mit Hilfe ihrer Magie. Das Magiekonzept bzw. der Zugang der einzelnen Völker werde ich noch erklären.


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    Warum hatten die Xhancal vorher so eine enge Bindung zu Elhegial?


    Sie waren sein Lieblingsvolk, und mochten auch ihn von allen Göttern am liebsten. Sie haben ihm blind vertraut.


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    Welcher Gott hat sich welchem Volk zugewandt? Wie läuft das ab, wenn mehrere Götter Schutzgott bei einem Volk sind?


    Ich bin mir noch nicht sicher ob die Götter Völker und/oder Gebiete schützen, deshalb weiß ich dazu noch nicht viel, außer daß Ciphrail der Schutzgott der Lhanammonier ist. Die Hohen machen es untereinander ab, und helfen sich auch gegenseitig, wenn ein Gebiet besonders stark betroffen ist, die dunkle Energie bleibt ja nicht an einer Stelle.


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    Was hat es mit dem Schwarzmagier Mornaq i’Lothranas auf sich? Warum ist der so mächtig?


    Er hat einfach ein großes Talent, mit Magie umzugehen. Anfang vierzig führte er ein lange in Vergessenheit geratenes Ritual aus, das seine Alterung stark verlangsamt. Jetzt ist er um die 110 Jahre alt, hatte also sehr viel Zeit sich Fachwissen anzueignen und Erfahrung im Umgang mit Magie zu sammeln. Er ist gefürchtet, weil er gemerkt hat, daß menschliche Diener eigentlich doch ganz praktisch sind, wenn man sich in der Pampa weit weg von der Zivilisation eingerichtet hat. Daher schickt er sein Dienervolk alle paar Jahre aus, um Menschen für ihn zu entführen. Da die Lage von Sormorath lange unbekannt war, gab es nicht viel was man dagegen unternehmen konnte, zumal er sich ansonsten nicht groß für die Belange der Menschen interessiert, solange er nicht angegriffen wird.


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    Ehana schrieb:
    Wenn der Süden von Nôkan am Äquator liegt - warum ist da dann Wüste und kein tropischer Regenwald?


    Äh, gute Frage. Weil ich nicht aufgepasst habe wo ich sie hinsetze? *pfeif* Ich weiß auch noch nicht ob die Deuhnsümpfe da bleiben können wo sie jetzt sind. Das sind Fragen für einen Nachmittag mit rauchendem Kopf und anschließendem „Äh, geht das so?“ im Forum^^


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    Und wer genau sind die Ghushren - die hast du immer nur erwähnt, aber nicht erklärt. Sind das Menschen, Humanoide oder ganz was anderes?


    Es steht doch unter „Nokans Völker: die Menschen"… Also: die Ghushren sind ein menschliches Nomadenvolk, in verschiedene Stämme unterteilt. Die Wathili sind ebenfalls ein menschliches Volk, aber sie leben halb nomadisch, halb sesshaft.


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    Über Gryndelfare hast du noch gar nichts geschrieben!


    Bis jetzt gibt’s nicht viel darüber zu erzählen, es ist eine sehr abgelegende, und nur sehr sehr dünn besiedelte Gegend, die von den Göttern daher nicht so eng im Auge behalten werden kann wie die Ballungsgebiete. In Gryndelfare gibt’s viele viele Bäume, viele viele Mücken im Sommer, und im Winter wird es scheißekalt *G*

  • Es sind Xhauël Ciphrail Hachaiel Shoquiel Quarail Seyéel Xuphriel Thavial Yhumial Hjenéel Vhadéel Iurhial Arvuël Ngomiel Phanail Hséthail Thiroël und Ghial, der Dunkle (einst Elhegial genannt).


    Sind die "el" und "al" Endungen bewusst? Im Hebräischen heißt "el" ja Gott-- sollen wir uns an Erzengel gemahnt fühlen?

    Ghial lernte gar, die dunklen Energien zu lenken, die er nie ganz beherrschen konnte, und er brachte dieses Wissen seinen Jüngern unter den Menschen bei.


    Er hat nur menschliche Jünger? Oder können nur seine menschlichen Jünger Magie lernen? Traut er nur seinen menschlichen Jüngern Magie zu? Bedeutet "Mensch" in diesem Zusammenhang alle intelligenten Völker?

    Er verbirgt sich vor den anderen Göttern, und hüllt sich in die dunkle Energie, die die Realität verzerrt.


    Ist dunkle Energie im farblichen Sinn dunkel? Wenn Ghial sich damit verhüllt, ist es nicht eher eine Art Unsichtbarkeit? Sehen die Götter tatsächlich keine wabernde Masse aus magisch korrumpierendem Pech? ;)


    Wie wird Xhancal ausgesprochen?
    Wie Mexico (x wie in ch in Fichte)? Oder Ksankal? Sind es lange oder kurze Vokale? Ist das "h" aus optischen Gründen da?


    Anwae ist toll. :)

  • Quote

    Merlin schrieb:
    Sind die "el" und "al" Endungen bewusst? Im Hebräischen heißt "el" ja Gott-- sollen wir uns an Erzengel gemahnt fühlen?


    Ja, die Endungen sind bewußt an Engelsnamen angelehnt, einmal wegen ihres Aussehens, weil sie meist als lichterfüllte Gestalten dieser oder jener Rasse auftreten, wenn sie mit Sterblichen kommunizieren.
    Und zum anderen um die Hohen vom Schöpfergott, dem EINEN, abzuheben. Sie sind echte Götter, aber sie haben Anwae nicht von Grund auf erschaffen, und sie sind von allem weniger als der EINE.


    Quote

    Er hat nur menschliche Jünger? Oder können nur seine menschlichen Jünger Magie lernen? Traut er nur seinen menschlichen Jüngern Magie zu? Bedeutet "Mensch" in diesem Zusammenhang alle intelligenten Völker?


    Die Menschen ähneln den Xhancal von ihrer Art her noch am ehesten, auch von der Magieanwendung her. Außerdem sind Menschen zahlreicher als die anderen Völker des Kontinents, und führen ohnehin oft Krieg untereinander. Ghial sah in ihnen das größte Potential zur Zerstörung. In den anderen Völkern gibt es auch Individuen die ihm folgen, aber die meisten Jünger hat er tatsächlich unter den Menschen, zumindest auf Nôkan.


    Quote

    Ist dunkle Energie im farblichen Sinn dunkel? Wenn Ghial sich damit verhüllt, ist es nicht eher eine Art Unsichtbarkeit? Sehen die Götter tatsächlich keine wabernde Masse aus magisch korrumpierendem Pech?


    Die Hohen sind Wesen die im Prinzip aus Energie bestehen. Wenn die Götter den Menschen erscheinen, nehmen sie eine humanoide Gestalt an, die von innerem Licht erfüllt ist, als würde man eine sonnenglänzende Wasserfläche durch Nebel hindurch beobachten. Wenn Ghial das tut, ist er durch die dunklen Energien von einer Art schwarzem Feuer erfüllt, dessen Flammen innerhalb seiner Form flackern und wabern.
    Wegen der Farberscheinung des DUNKEL: Wenn man durchsichtiges Glas zu winzigen Körnchen haut, erscheint es weiß, gleiches mit dem Schaum von Bier, der ja aus winzigen Bläschen besteht. Bei der dunklen Energie, die sehr fremdartig ist, werden Energieansammlungen daher als dunkel wahrgenommen, obwohl die Energie selbst keine Farbe hat.
    Ghial umgibt sich mit dunkler Magie und beeinflusst oder neutralisiert mit ihr quasi die Schwingungen der normalen Magie, so ist seine Präsenz durch die Götter nur sehr schlecht spürbar. Wenn er diesen Schutz näher oder dichter um sich legt, wirkt es dunkler, seine eigene Präsenz scheint aber trotzdem noch hindurch, sonst würde er sich ja selbst die Möglichkeit versperren seine Umgebung wahrzunehmen und auf sie zu reagieren. Pechschwarz wird es also nicht.


    Quote

    Wie wird Xhancal ausgesprochen?


    Etwa „Sangkall“. Ich spreche das Xh am Wortbeginn gern wie ß aus, und X oft wie s bei Weltenbegriffen. Ich mag die Schreibweise mit Xh. Sprachenbasteln ist nicht so meins, deshalb vergebe ich Namen eher nach Gefühl, sie müssen mir passend vorkommen.


    Quote

    Anwae ist toll. :)


    *freu* :D

  • Das hört sich alles ganz nett an. Nicht avantgardistisch oder experimentell, aber originell. So mag ich das. Mir gefällt auch, dass andere Völker mit ganz eigenen Zügen an Stelle der so oft wiederverwerteten Elfen, Zwerge und Orken treten. Das macht Neugier auf mehr!

  • In den anderen Völkern gibt es auch Individuen die ihm folgen, aber die meisten Jünger hat er tatsächlich unter den Menschen, zumindest auf Nôkan.


    Was ungeheuer neugierig auf die anderen Landmassen Anwaes macht. :)
    Wirst du sie in eigenem Thread vorstellen? :dafuer:

    Das hört sich alles ganz nett an. Nicht avantgardistisch oder experimentell, aber originell. So mag ich das. Mir gefällt auch, dass andere Völker mit ganz eigenen Zügen an Stelle der so oft wiederverwerteten Elfen, Zwerge und Orken treten. Das macht Neugier auf mehr!


    Ein treffenderes und besseres Kompliment kann man Anwae imo (noch) nicht machen. :thumbup:

  • WeepingElf:
    Elfen, Zwerge, Orks, Goblins, Oger, Kobolde usw. haben auf meinen Welten genau aus diesem Grund Hausverbot. *G*


    @Merlin:
    Im Moment existieren noch keine anderen Kontinente, und ich muss erstmal Nôkan noch etwas besser in den Griff bekommen. (Auf Orun und Szad'Azdhar bebastle ich zur Zeit auch nur jeweils einen Kontinent, obwohl es noch weitere geben wird) Wenn es aber mal andere Kontinente gibt, werde ich sie natürlich auch vorstellen. :)


    Ich wollte noch was zum Magiekonzept erzählen. Bis jetzt ist es allerdings nur ungefähr ausgearbeitet, und ich weiß noch keine Details. Es kann sich noch in den Einzelheiten verändern, wenn ich Logiklücken etc. finde und schließe, oder sich Begründungen ändern. Schwingungsbasiert wird es jedoch bleiben, weil das viel Spielraum lässt.


    MAGIE
    Die kleinsten Bausteine der Realität flitzen in einem komplexen Tanz umeinander, und erzeugen durch ihre Bewegungen weitere Bewegungen, Licht und Klang – die Grenzen zwischen diesen Vorgängen sind fließend. Das Verständnis und die Manipulation dieser Energien ist die Grundlage der Magie Anwaes.
    Die Hohen hören das Lied des Daseins am klarsten, und verstehen, nutzen und manipulieren es auf eine Weise, die Sterblichen immer fremd bleiben wird. Auch ihre Sprache leitet sich davon ab, und es heißt daß Sterbliche den Verstand verlieren würden, kämen sie je auf die Idee, eine Unterhaltung zwischen zwei Göttern zu belauschen.
    Trotzdem haben die sterblichen Völker Anwaes einen Zugang zu dieser rätselhaften Kraft gefunden, die alles zusammenhält. Jedes nach seiner Weise.


    MENSCHLICHE MAGIE
    Jedes Ding hat einen wahren Namen, der seinem innersten Wesen entspricht, bzw. die von Menschen aussprechbare Lautfolge, die der Schwingungsfolge am nächsten kommt. Kennt man den wahren Namen von etwas, so hat man einen Zugang dazu und kann es beeinflussen. Dabei funktioniert Gesang besser als einfaches Aussprechen, weil man in Gesang mehr mit seiner Stimme hineinlegen kann. Die richtige Intuition spielt natürlich auch eine Rolle, man kann stundenlang ergebnislos wahre Namen singen, wenn man nicht weiß was die Worte bedeuten und was man durch das Singen erreichen will. Magie kann durchaus auch in Chören gesungen werden, manchmal gleichen die Sänger ihren Gesang stundenlang aneinander an, ehe sie ernsthaft daran gehen den gewünschten Effekt zu erzielen. Welche Effekte erzielt werden können, darüber weiß ich noch nicht so genau bescheid.
    Auch jeder Mensch hat einen wahren Namen, und jeder hat das Recht, seinen zu kennen. Wer seinen wahren Namen wissen will, kann ihn im Rahmen eines langwierigen Rituals herausfinden. Viele Menschen entscheiden sich jedoch dagegen, denn was man weiß kann man unter Folter oder aus Leichtgläubigkeit ausplaudern, und gibt seinen Feinden dadurch ein mächtiges Manipulationsinstrument in die Hände.
    Den wahren Namen auszutauschen gilt zwischen Mann und Frau als größter Liebes- und Vertrauensbeweis den es gibt, und in den Konflikten zwischen Königreichen wurde der wahre Name des Verlierers von diesem schon als Eingeständnis seiner Niederlage und Unterpfand seiner völligen Unterwerfung dem Sieger mitgeteilt. Diese Fälle sind jedoch selten und erregen stets großes Aufsehen, wenn dies bekannt wird.
    Die Ghushrenvölker verachten die Magie, auch wenn ihre Schamanen sie beherrschen. Ihre Devise lautet daß alles, was ohne Magie geschaffen wird, beständiger und dauerhafter ist. Daher wird Magie nur bei besonderen Ritualen oder im Notfall angewendet.


    AIPHNALMAGIE
    Aiphnal bringen Flüssigkeiten zum Schwingen, und nutzen dies auf ihre Weise. Sie können Wasser erhitzen ähnlich wie mit Mikrowellen, und brauchen darum in ihren Wäldern kein Feuer. Sie nutzen die Energie aufsteigender Baumsäfte, um sich von ihnen nach oben tragen zu lassen und ihre Sprünge von Baum zu Baum zu erleichtern (wie das genau funktioniert weiß ich noch nicht, aber es kommt auf jeden Fall rein), und legen um ihre Tuéhaine Gewässer an, aus denen bei Bedrohungen Nebelschleier hervorsteigen, die ihre Wohnstätten vor neugierigen Augen verbergen. Durch die Lenkung betäubenden Nebels können sie menschliche Eindringlinge in ihren Wäldern schlafen schicken, so daß diese sich dann nach dem Aufwachen am Waldrand wiederfinden.
    Auch ihr Speichel kann von ihnen manipuliert werden, und man sollte es vermeiden, einen von ihnen zu verärgern und sich von ihm anspucken zu lassen. Freundschaften werden mit leichten Bissen besiegelt, so geht es einem im Wahrsten Sinne in Fleisch und Blut über. Tränke und Tinkturen aus Aiphnalhand haben Wirkungen, die kein menschlicher Heilkundiger zu reproduzieren vermag.


    XHANCISISCHE MAGIE
    Die Xhancal sind neben den Menschen das einzige Volk Nôkans, dessen Angehörige ihren wahren Namen herausfinden können. Alle anderen Völker sind von der Mentalität her zu verschieden, und verweilen in seliger Unwissenheit über den wahren Namen ihrer Individuen.
    Die Xhancalkultur und ihr Denken beruht auf dem Spiel zwischen Schein und Sein, zwischen Wahrheit und Lüge. Doppelzüngige Halbwahrheiten, Verschleierungen, Illusionen, Spiegelungen und Täuschungen sind ihr Ressort. Dabei werden sie von den anderen Völkern manchmal mißverstanden und der arglistigen Täuschung bezichtigt, was aber (meistens) nicht der Fall ist, denn sie schätzen die Wahrheit sehr, genießen jedoch das Spiel mit der Täuschung.
    Xhancalmagie spielt mit den Worten und ihrem Klang, macht sich bestehende Ähnlichkeiten zu Nutze, und kann auch Lichtwellen dazu überzeugen dem Auge des Betrachters etwas vorzuspiegeln was gar nicht da ist. Geschickt platzierte Elemente der Wahrheit in ihren Zaubern erhalten die Illusionen aufrecht. Xhancalmagie wird wie menschliche Magie gesungen, sie beherrschen allerdings die Kunst des Obertongesangs, das zweistimmige Kehl(kopf)singen, wie man es auf der Erde von Mongolen, Tibet etc. kennt besser als Menschen.
    Man steht den Xhancal oft mit Mißtrauen gegenüber.
    Dies ist auch der unglücklichen Tatsache zu verdanken, daß sie einst Elhegials Lieblingsvolk waren, und er sie nach dem Einbruch des DUNKEL für seine Zwecke mißbraucht hat. Es gelang ihnen jedoch, sich aus seinem Bann zu befreien. Da sie gegenüber Ghials Verlockungen immer noch empfänglich sind, haben sie sich aus ihren Städten in geschützte Zufluchten unter der Erde zurückgezogen, wo sie seine Sirenenklänge nicht hören können - und er sie nicht belauschen oder beeinflussen kann.


    DIE MAGIE DER CANATHU
    Canathu sind empfänglich für gedankliche Schwingungen. Untereinander sind sie zur Telepathie fähig, wenn sie einander berühren. Sie haben einen strengen ethischen Verhaltenskodex, der ihren Umgang mit dieser Gabe bestimmt. Bei den anderen Völkern oder Tieren klappt das Gedankenlesen nicht, weil die Mentalitäten zu verschieden sind. Hier bleibt ihnen die Berührungsempathie, die sie viele Wahrheiten erkennen läßt, die manchmal besser ungesagt blieben. Da sich die anderen Völker nicht gern in ihre Karten schauen lassen, werden die Canathu mit einem lachenden und einem weinenden Auge begrüßt, wenn einer ihrer Heiler dem Drang zu Helfen nachgibt und sich auf die Wanderschaft begibt. Gelegentlich trifft man ausgestoßene Canathu, die sich als Wahrheitssucher bei den anderen Völkern verdingen. Im Allgemeinen bleiben die Canathu gerne unter sich, horten aber mit Vorliebe das Wissen fremder Völker in ihren Bibliotheken, ebenso wie ihr eigenes.


    DIE MAGIE DER DEUHN
    Ob die Deuhn zur Magiewirkung in der Lage sind, und wenn ja dann wie, ist noch nicht von Gelehrten erforscht worden. Da sie gelegentlich zu den höhergelegenen Trockenflächen ihrer Sümpfe reisen und sich dort zu seltsam schwankenden Tänzen zusammenfinden, hat ihre Magie möglicherweise mit dem Rhythmus von Bewegungen zu tun. Was sie – sollte diese Theorie stimmen – mit ihrer Magie bewirken können, wissen nur sie selbst.


    HVO’NUMAGIE
    Das mit Hilfe von schwarzer Magie neuerstandene Volk ist noch dabei, seine eventuell vorhandene magische Begabung zu entdecken. Bis jetzt hat sich noch nicht herausgestellt, wie sich ihr Zugang zur Magie gestaltet. Sie haben jedoch eine höhere Toleranz gegenüber schwarzer Magie als die anderen Völker.


    SCHWARZE MAGIE
    Die seltsame Dissonanz und Unwirklichkeit schwarzer Magie ist nur schwer zu erklären. Ihre Anwesenheit beugt und verbiegt die Naturgesetze, diese realitätsverzerrenden Eigenschaften haben auch Auswirkungen auf die Effektivität normaler Magie in ihrem Einflussbereich. Man hat ganz andere Möglichkeiten sie zu nutzen, und ist nicht nur auf das Singen von Worten beschränkt, sondern kann sie bis zu einem gewissen Grad allein mit dem eigenen Willen lenken. Die Anwendung schwarzer Magie macht Sterbliche süchtig nach mehr. Nur wer einen starken Willen hat, kann der Verlockung widerstehen.
    Deshalb sind viele Neugierige, die es einfach nur mal ausprobieren wollten oder durch Zufall mit ihr in Kontakt kamen, zu Schwarzmagiern oder deren Helfershelfern geworden. Ghial nutzt dies natürlich weidlich aus, deshalb bestehen die anderen Götter auch auf dem regelmäßigen Besuch der Gottesdienste, damit sie ihre Gläubigen im Auge behalten und die schwarzen Schafe herausfischen können.

  • Ich finde es sehr schön, dass die Völker - obwohl alle mehr oder weniger intelligent und humanoid - auf andere Art und Weise Magie wirken können/müssen.


    Bei den Menschen bin ich gespannt, was sie mit ihrem Gesang anfangen können - wenn du denn bescheid weißt.


    Auch die Idee mit dem Beeinflussen von Wasser gefällt mir sehr gut.


    Eine Frage, die mir noch auf der Zunge brennt, ist folgende: Ist der Zeitaufwand um Magie zu wirken bei jedem Volk ein anderer? Es hört sich so an. Denn etwas zu singen hört sich ja irgendwie langwieriger an, als die anderen Magieformen. Oder bin ich da auf dem Holzweg?


    LG Veni_vidi_vici

  • Sehr spannende Konzepte!
    Mich würde auch interessieren, was genau die Menschen jetzt machen können mit ihrem Gesang.


    Ein Punkt, der mich etwas stutzen ließ, waren die Xhancal. Was bringt sie dazu, Täuschungen zu lieben? Seltsam finde ich die Verknüpfung zu Obertonmusik. Denn die verbinde ich eher mit etwas reinen, durchsichtigem Klang, das passt für mich nicht ganz zu Täuschung und Lüge. Auch bedenke, dass man Wörter mit Vokalen nicht unbedingt Obertonsingen kann (Zumindest nicht beliebig).


    Hui, ich hör mich an wie ein alter Professor. Bin jedenfalls bis jetzt begeistert von Anwae. ;)

  • Ein paar Fragen:
    MENSCHLICHE MAGIE

    Quote

    Jedes Ding hat einen wahren Namen, der seinem innersten Wesen entspricht, bzw. die von Menschen aussprechbare Lautfolge, die der Schwingungsfolge am nächsten kommt.


    Sind alle "Dinge" in Kategorien eingeteilt, die Menschen ihnen geben? Haben lebende Menschen anders klingende wahre Namen als tote Menschen oder Bäume? Haben Gliedmaßen und Fingernägel wahre Namen? Ändert sich ein wahrer Name irgendwie und irgendwann?
    Können Menschen in einem Ritual auch die wahren Namen ihrer Organe oder anderer Menschen erfahren? Wie läuft so ein Ritual ab?


    Quote

    Kennt man den wahren Namen von etwas, so hat man einen Zugang dazu und kann es beeinflussen.


    Lässt sich dieser Zugang irgendwie erleichtern oder versperren?


    Quote

    Die richtige Intuition spielt natürlich auch eine Rolle, man kann stundenlang ergebnislos wahre Namen singen, wenn man nicht weiß was die Worte bedeuten und was man durch das Singen erreichen will.


    Ist der Gesang denn eine Sprache in vollen Sätzen? Haben sich die Götter diese Sprache ausgedacht? Ist es die Sprache der Götter?

    Quote


    Magie kann durchaus auch in Chören gesungen werden, manchmal gleichen die Sänger ihren Gesang stundenlang aneinander an, ehe sie ernsthaft daran gehen den gewünschten Effekt zu erzielen.


    Gibt es verschiedene Choräle in den jeweiligen Ländern? Verzichten manche Menschenvölker auf Chöre? Denken die Menschen Anwaes sehr technisch bzw. singen sie nur um einen magischen Effekt zu erzielen?


    Quote

    Auch jeder Mensch hat einen wahren Namen, und jeder hat das Recht, seinen zu kennen.


    Woher kommt dieses Recht? Sind alle Menschenreiche schon immer Rechtsstaaten gewesen?


    Quote

    Viele Menschen entscheiden sich jedoch dagegen, denn was man weiß kann man unter Folter oder aus Leichtgläubigkeit ausplaudern, und gibt seinen Feinden dadurch ein mächtiges Manipulationsinstrument in die Hände.


    Wenn viele/die meisten Menschen sich dagegen entscheiden, müssten die Feinde dazu übergegangen sein, nach einer Möglichkeit zu forschen, in einem langwierigen Ritual die wahren Namen einzelner Schlüsselpersonen im gegnerischen Lager zu ermitteln.


    Quote

    Ihre Devise lautet daß alles, was ohne Magie geschaffen wird, beständiger und dauerhafter ist.


    Was wird denn mit Magie geschaffen? Bislang hörte sich die Beschreibung eher nach einer "Kontrollmagie" an.


    AIPHNALMAGIE

    Quote

    Auch ihr Speichel kann von ihnen manipuliert werden, und man sollte es vermeiden, einen von ihnen zu verärgern und sich von ihm anspucken zu lassen. Freundschaften werden mit leichten Bissen besiegelt, so geht es einem im Wahrsten Sinne in Fleisch und Blut über.


    Inwiefern kann der Speichel manipuliert werden? Ist es gefährlich, eine Freundschaft mit einem oder einer Aiphnal beenden zu wollen? Nutzen manche Aiphnal ihre Fähigkeit auf aggressive Art? Falls ja, ist das gesellschaftlich akzeptiert? In allen Aiphnal-stämmen/staaten?
    Können Aiphnal auch das eigene/fremdes Blut manipulieren?


    XHANCISISCHE MAGIE

    Quote

    Die Xhancalkultur und ihr Denken beruht auf dem Spiel zwischen Schein und Sein, zwischen Wahrheit und Lüge.


    Was ist für die Xhancal Wahrheit?


    Quote

    Da sie gegenüber Ghials Verlockungen immer noch empfänglich sind, haben sie sich aus ihren Städten in geschützte Zufluchten unter der Erde zurückgezogen, wo sie seine Sirenenklänge nicht hören können - und er sie nicht belauschen oder beeinflussen kann.


    Das klingt höchst interessant. Sind Zugänge zu solchen Städten versteckt? Benutzen die Xhancal (magische) Labyrinthe? Gibt es besondere Methoden, um die "Sirenenklänge" Ghials auszublenden?



    DIE MAGIE DER CANATHU

    Quote

    Da sich die anderen Völker nicht gern in ihre Karten schauen lassen, werden die Canathu mit einem lachenden und einem weinenden Auge begrüßt, wenn einer ihrer Heiler dem Drang zu Helfen nachgibt und sich auf die Wanderschaft begibt.


    Gibt es denn viele Wandermediziner unter den Canathu?

    Quote

    Gelegentlich trifft man ausgestoßene Canathu, die sich als Wahrheitssucher bei den anderen Völkern verdingen.

    Ist das wie Detektivarbeit?


    Quote

    Im Allgemeinen bleiben die Canathu gerne unter sich, horten aber mit Vorliebe das Wissen fremder Völker in ihren Bibliotheken, ebenso wie ihr eigenes.


    Neugier und massive Empathie sind eine erschreckende Kombination. Werden andere Völker nicht gegenüber den Canathu feindselig oder abweisend reagieren? Natürlich würden manche Institutionen "Wahrheitssucher" gebrauchen können. Aber ganz allgemein stelle ich mir eher vor, dass diese Magie bei Menschen, Aiphnal und Xhancal beängstigend erscheint.


    Sehen die Canathu in etwa aus wie menschengroße Archaeopteryx?


    SCHWARZE MAGIE

    Quote


    Ghial nutzt dies natürlich weidlich aus, deshalb bestehen die anderen Götter auch auf dem regelmäßigen Besuch der Gottesdienste, damit sie ihre Gläubigen im Auge behalten und die schwarzen Schafe herausfischen können.


    Nicht-allmächtige Götter sind eine feine Sache. Überhaupt gefällt mir dieses Spiel mit den alten Elementen "schwarze Magie", "dunkler Gott" und "liebes Pantheon"... doch du fügst diesen Bestandteilen unerwartete Bestandteile hinzu.
    Weiter so, Sturmi. :puschel:

  • Klischees sind ja nun auch nicht ohne Grund Klischees, und wenn man sie auf kreative und spannende Weise nutzt, kann das eigentlich nicht verkehrt sein.
    Daumen hoch!


    Ich wäre auch begierig, mehr über die Magie zu erfahren, aber Merlin hat die meisten Fragen, die mir auf der Zunge lagen, bereits gestellt.

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