[Yrdanea] Kramkiste

Liebe Bastler, die Weltenbastler-Olympiade hat begonnen, das WBO-Tool ist vorbereitet. Bitte meldet euch schnell an. Viel Spaß dabei!
  • Vergangenheit


    Die Sumpfblähspinne


    Wie der Name schon sagt, ist diese Spinne in Sümpfen heimisch. Sie kann ihren etwa kirschgroßen Körper bis auf die Größe eines großen Apfels aufblähen, indem sie ihn mit Gas füllt. Ist sie aufgebläht, beginnt die Spinne zu schweben. So macht sie sich auf die Jagd nach Mücken und anderen Insekten. Die bräunlich grün gefleckten Beine der Spinne sind mit segelartigen Fortsätzen versehen, mit deren Hilfe sie in der Luft rudern und sich steuern kann.
    Der geblähte Körper der Spinne erinnert an einen bunt gefleckten Ballon. Jede Spinne verfügt über ein einzigartiges Muster. Die Haut dieses Körpers ist stabil, zugleich dehnbar und zäh. Sie erinnert an feines Leder.
    Tief im Nebel des Sumpfes lebt eine sehr viel größere Spinnenkönigin dieser Art. Sie schwebt nur, wenn der Nebel steigt, und manch ein Wanderer mag einen Blick auf ein riesiges kugelförmiges Schemen im Nebel erhascht haben, wenn die Spinnenkönigin still an ihm vorbeizog.



    Inspiration: eine winzige Spinne, die von der Heizungswärme getragen heute kreuz und quer durchs Büro schwebte.

  • Jederzeit


    Hausgeist


    Zu manchen Häusern gehört ein Hausgeist. Das kann der Geist eines Verstorbenen sein, der früher im Haus gewohnt hat, aber auch ein anderes eher tierisches Mischwesen. Hausgeister haben gemeinsam, dass ein Hausbesitzer sich ihr Vertrauen erst verdienen muss. Sie ziehen nicht mit dem Besitzer zusammen um, sondern bleiben immer an ihr Haus gebunden. Ein Hausbesitzer, der mit seinem Hausgeist gut befreundet ist, kann diesen in Gedanken auch aus der Ferne um etwas bitten. Beispielsweise kann er ihn in der Gegenwart darum bitten, den Herd auszustellen, der versehentlich angelassen wurden. Diese Gunst beruht allerdings auf Gegenseitigkeit, hat also ihren Preis: Ist der Hausbesitzer gerade unterwegs und viele Kilometer entfernt, kann es passieren, dass ihm plötzlich einfällt, dass er beispielsweise einen blau bemalten Holzfisch erwerben muss. Ohne das gewünschte Objekt braucht er gar nicht wieder zuhause zu erscheinen. Hausgeister sind unberechenbar, was ihre Wünsche betrifft, aber wenn ein Hausbesitzer schon lange mit einem solchen Geist zusammen wohnt, mag er dessen Marotten kennen (und umgekehrt). Er kann sich also ein wenig darauf vorbereiten, welche Art von Gefallen oder Erledigungen bei einer geplanten Reise anstehen, um das eigene Haus anschließend wieder betreten zu können. Denn tatsächlich sorgt der Geist mit all seiner Kraft dafür, dass der derzeitige Besitzer nicht mehr in sein Haus gelangt, wenn er den Geist enttäuscht oder sonstwie geärgert hat.


    Inspiration: Vergessen haben, den Wasserkocher anzustellen, und sich wünschen, das aus der Entfernung nachholen zu können.

  • Jederzeit


    Ideen

    Man sagt, Ideen sind winzige Spinnen, die jedem Bewohner Yrdaneas durch den Kopf krabbeln. Die Muster ihrer kleinen Trippelschritte formen dabei Gedanken und Bilder, Eingebungen. Der yrdische Fachbegriff dafür lautet "Inspideration". Die Spinnen sind so winzig, dass sie nur unter einem Mikroskop erkennbar wären. Es gibt aber keine Mikroskope in Yrdanea. ;)
    Auch Begriffe wie "Spinner" oder "ich glaube ich spinne" oder "Ideenspinnerei" leiten sich daraus ab.


    Inspiration: Nein, eigentlich nicht die Inspiration hierfür, aber ich habe auf der Suche nach "Ideenspinne" eben das hier gefunden: witzig. :D
    https://unicode-table.com/de/87F0/ - "Kleine Ideenspinne mit langen Beinen"

  • Gegenwart


    Spaziergang


    Auch in Yrdanea werden Menschen alt. Wer in dieser Lebensphase nicht mehr soviel mit dem eigenen Leben anzufangen weiß, kommt gelegentlich auf nicht ganz so harmlose Ideen. Besonders in ansonsten eher langweiligen Kleinstädten und Dörfern rotten sich die Senioren in Spaziergangs zusammen. Trifft man einen einzelnen Spaziergangster, muss man sich keine Sorgen machen. Begegnet man hingegen einer Gruppe, sollte man vorsichtig sein und sich wenn möglich besser von ihnen fernhalten. Schon mancher unbescholtener Spaziergänger wurde von einer Spaziergang in die Ecke gedrängt, die dann mit Spazierstöcken drohend verlangte, dass dieser den Rest des Tages ihren Lebensgeschichten lausche. Wie Krähen versammeln die Spaziergangster sich in Parks, warten dort verteilt auf Bänken.

    Trifft man sie allein, sind die Alten aber für gewöhnlich sehr nett. Da sie sehr gut backen können, spricht auch nichts dagegen, sich von ihnen zu Tee und Kuchen oder Keksen einladen zu lassen.

    Außerdem haben sie wirklich interessante Geschichten zu erzählen. Und trotz all ihrer Zipperlein sind sie auf ihre Weise gute Beobachter und Zeugen, wenn auf der Straße vor ihrem Fenster etwas vorfällt.

  • Zukunft


    Hausspinne


    Hexen der Zukunft halten nicht selten Spinnen als "Haustiere". Dabei handelt es sich jedoch nicht um echte Tiere, sondern um eine Art von Lemroi, also mechanische Spinnen aus Metall. Die sind nicht in dem Sinne lebendig, handeln aber unabhängig, werden also nicht gesteuert*. Der Einfachheit halber werden sie dennoch "Hausspinnen" genannt. Form und Größe der Spinnen erinnert an einen runden Staubsauger-Roboter mit Beinen. Natürlich sehen die Modelle aber nicht alle gleich aus und es gibt auch kleinere Modelle.

    Hausspinnen sind recht emsig, sie putzen gerne ihre Umgebung und gelangen problemlos auch in die oberen Ecken oder unter Schränke.


    Man kann Hausspinnen nicht käuflich erwerben, denn sie besitzen sich selbst. Hexen wirken aber eine magische Anziehungskraft auf sie aus. Eine Hexe braucht also nur eine Wohnung zu beziehen und die Hausspinnen lassen nicht lange auf sich warten. Da die Spinnen mit ihren kleinen Beinchen recht geschickt und auch nicht dumm sind, sind sie auch gerne mal Spielgesellin für ihre Hexe und sie spielen gemeinsam Brettspiele.


    *auch wenn die Möglichkeit besteht, dass die Mutterspinne Yrda die Kontrolle über sie übernimmt



    Inspiration: Spinnenangst im WB-Discord

  • Gegenwart


    Sport


    Ein gesundes Naschwerk in Form von zähen Kaubonbons nennt sich "Sport". Sport hat die Konsistenz von Turnschuhsohlen und schmeckt nach Schweiß. Es sorgt aber dafür, dass sofort Muskeln und Ausdauer sowie die allgemeine Fitness gestärkt werden, wenn man es kaut. Der Hersteller hat mit anderen Geschmacksrichtungen experimentiert, leider entfaltet Sport jedoch nur in dieser Geschmacksrichtung seine Wirkung.

  • Sport zum Kauen würde ich vermutlich auch bei grausligem Geschmack noch nehmen.^^


    Und die Hausspinnen spielen Brettspiele, wie cool. Das hab ich beim ersten Mal lesen glatt übersehen. Haben sie denn eine Präferenz, oder auf welchem Level können die denn da spielen/lernen?

  • Ich überlege noch, ob ich selbst Sport probieren würde. :lol:


    Die Spinnen können beispielsweise Schach spielen (bzw. Vergleichbares, was es in meiner Welt gibt). Komplizierte Wirtschaftssimulationen eher nicht. Generell geht alles ganz gut, wo Figuren herumgeschoben werden oder gewürfelt wird. Spiele, bei denen gelesen werden muss, also beispielsweise Kartenspiele mit Spezialfähigkeiten, sind nicht geeignet. Die Spinnen können auch nicht sprechen, wodurch derartige Spiele auch wegfallen. Für Erzählrollenspiele eignen sie sich also leider auch nicht.

    In den Spielen, die sie spielen können, sind sie aber ein durchaus würdiger Gegner, der sich vor einem menschlichen Gegner keineswegs verstecken muss.

  • Hm, jetzt stell ich mir die Spinnen vor, wie sie bei Rollenspielen ihren Charakter einfach durch Hüpfen und Gestikulation steuern.^^ Aber wohl schwierig.

  • Gegenwart


    Gutenachtgedicht


    Wenn du Angst hast, sind wir da

    Wenn du weinst, dann sind wir da

    Wir lachen dich nicht aus

    Du bist nicht allein zuhaus


    Ist es still in deinem Zimmer

    hörst du unsere Schritte immer

    leises Trippeln an den Wänden

    wie von nimmermüden Händen


    Doch jeder Tag ist mal vorbei

    und wenn die Nacht gekommen sei

    dann fällst du, doch du musst nicht bangen

    wirst weich und sicher aufgefangen


    In unser Netz darfst du dich schmiegen

    und träumend in den Fäden liegen.

  • Vergangenheit


    Baumkäse


    Yrdanea ist sicher kein Schlaraffenland. Doch die Natur hat einiges Essbares zu bieten, was nicht auf den ersten Blick als solches erkennbar ist. Beispielsweise Käse-Bäume*. Sie erinnern auf den ersten Blick an Birken mit ihrer schwarzweißen Rinde, die bei jungen Bäumen glatt und bei älteren Bäumen krustig zerfurcht ist. Anders als bei Birken sind ihre Blätter das ganze Jahr über saftig gelb gefärbt. Das Interessante an diesen Bäumen ist ihr Stamm, denn der besteht ganz und gar aus hartem, ebenfalls gelbem Käse. Die Rinde vom Stamm und dickerer Äste ist nicht essbar, jedoch kann man sich aus einem Baum ein Stück herausschneiden und der Baum ist in der Lage, diese Wunde mit der Zeit wieder zu schließen. Dünnere junge Triebe kann man komplett essen. Der Duft dieses Käses ist wunderbar würzig und er schmeckt leicht erdig. Die Rinde frischer Zweige fügt dem ein leicht nussiges Aroma hinzu.


    *einen passenden Namen braucht der Baum noch, ich wollte nur schonmal die Idee notieren.

  • Ich will jetzt Käsebaumraclette.


    Rabenzeit 1 gibt's bei Amazon für den Kindle und als gedrucktes Buch im Buchhandel. Als epub bei mir.
    Und Glitzi 9 ist fertich.

  • Na klar. :D

    Zu Erklärung wo die Idee herkam:


    Ich hatte mich heute bei einem Radiobeitrag verhört, als jemand "Er stellte die These auf ..." sagte - und "Er stellte den Käse auf ..." verstanden.

    Joshua postete dazu im Discord eine Illustration eines stehenden Käses, dessen Rinde mich total an Birkenrinde erinnerte. Und aufgrund der Tatsache, dass Rinde bei Käse und bei Bäumen so heißt, dachte ich mir, es müsse doch auch Bäume aus Käse geben. :lol:

  • Jederzeit


    Hexerei & Hexenwerk - Die Magie der Hexen


    Ich möchte nur schonmal kurz notieren, dass ich bei Gelegenheit mal erforschen möchte, welche magischen Möglichkeiten Hexen eigentlich so haben, zu welcher Art von Hexenzaubern sie fähig sind. Sie sind beispielsweise in der Lage, sich selbst insofern zu verhexen, dass sie mit einer ihrer Instanzen "tauschen" können. Das ist aufwendige Hexerei und nicht jede Hexe bekommt das hin. Wenn Personen durch ihr magisches Wirken betroffen sind, wird das generell als Hexerei bezeichnet. Wenn die Hexe etwas anderes beeinflusst/verwandelt/erschafft, dann handelt es sich um Hexenwerk. Dazu gehören beispielsweise ihre programmierten Buchstabensuppen.


    Meine Inspiration für das, was die Hexen so können sollen, sind natürlich die Hexen der Scheibenwelt, aber auch Hexen wie Ravel Puzzlewell aus Planescape: Torment. Und die Hexen aus Witch It! Natürlich möchte ich aber weiterhin meine eigenen Hexen erschaffen. :)

  • Jederzeit


    Bibliokarge


    Obacht beim Lesen eines Buches. Lies immer ganz konzentriert mit beiden Augen und fokussiertem Verstand. Denn wenn du dich beim Lesen langweilst und ablenken lässt, kann dein Geist zwischen die Zeilen rutschen und du fällst in die Bibliokarge. Eine Wüste aus Schriftstücken und trockenen Textfetzen. Fetzen, die der Aufmerksamkeit eines Lesers entronnen sind. Sie alle sammeln sich in dieser Textwüste. Während dein Körper möglicherweise noch sabbernd an seinem Platz verharrt und taub ins Leere starrt, ist dein Bewusstsein gefangen.

    Niemand kann dich dort herausholen, du selbst musst zwischen all den anderen für dich belanglosen Texten einen Fetzen finden, der dir beim Lesen des Buches entfleuchte. Das kann Jahre dauern, und dein Körper mag nicht so lange auf dich warten.


    Inspiration: eine verschenkte Idee aus dem Forum :) (wird wenn ich wacher bin, präzisiert und verlinkt) - aus der Landschafts-Grabbelkiste von Tö.

  • Jederzeit


    Hexen & Tee


    "Typische" Hexen lieben Tee. Sie haben jeweils ihr ganz eigenes Tee-Rezept, das für gewöhnlich niemand anderem als ihnen selbst schmeckt. Die genauen Zutaten sind ihr Geheimnis, bestehen aber vermutlich aus verschiedenen Kräutern, Gewürzen, Beeren und Süßigkeiten sowie mindestens einer Spezial-Zutat. Die Hexe lässt den Tee in einem Beutel ziehen, den sie selbst aus Spinnenfäden gehäkelt hat. Die Häkelmuster für die kleinen Teebeutel werden wiederum gelegentlich beim Hexenzirkel ausgetauscht. Wenn eine Hexe jemanden mag, kann es auch durchaus sein, dass sie ihr oder ihm solch einen Beutel als Geschenk überlässt. Ob Tee oder Teebeutel irgendwelche magischen Fähigkeiten besitzen, ist mir derzeit nicht bekannt.

  • Jederzeit


    Hexen-Anatomie


    Es mag nicht für jede Hexe gelten, doch es heißt, dass das Skelett einer Hexe dem einer Katze sehr ähnlich ist. Für die Hexe hat dies den Vorteil, dass sie sich auch in die unbequemste Ecke oder auf eine Treppe legen kann und dort so genüsslich schlafen, als sei es das bequemste Bett auf der Welt.



    Inspiration: vor lauter stakender oder drückender Knochen, die im Wege sind und vor der Geräuschkulisse eines schnarchenden Nachbarn aus dem unteren Stockwerk nicht einschlafen zu können.

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