[WBO 2016] - Nachbesprechung

  • Ich mach mal einen Thread zur Nachbesprechung auf, so wie in den letzten Jahren. Hier kann man Fragen klären, die die Juroren in den Beurteilungen gefragt haben und seine Gedanken weiter ausführen - und auch zurückfragen, wenn man an den Beurteilungen was nicht richtig verstanden hat.


    Sachliche Kritik ist gerne gesehen, das soll aber nicht in nachträgliches Punkteschachern ausarten. Die Punkte sind vergeben und endgültig. Man kann da gerne noch mal drüber reden - aber die Juroren, die das doch freiwillig machen, sollten sich nicht rechtfertigen müssen.


    Um die Übersichtlichkeit zu wahren: jeder Post sollte als erstes folgende Zeilen enthalten (ggf. aus Zitaten entfernen und nach oben schieben, damit die Posts nicht unendlich lang werden):
    Kategorie
    Beitrag
    Wer fragt Wen? (ergänzt durch die Richtung: Teilnehmer > Jury bzw. Jury > Teilnehmer ODER Leser > Jury bzw. Leser > Teilnehmer oder ...)


    Ein Beispiel (aus einem alten Jahr)?


    Wenn ich also Sturmi zu ihrem Beitrag in Mythologie etwas fragen wollen würde, dann hätte mein Beitrag folgenden Header (ruhig auch so gequotet, damit es sich besser abhebt)


    Zitat
    Kategorie: Mythologie
    Beitrag: Das nimmerleere Fläschchen
    Vinni fragt Sturmi (Jury > Teilnehmer)


    Achtet drauf, dass ihr nicht zu viel in ein Post packt und es unübersichtlich wird, lieber in Häppchen fragen/antworten, damit die anderen auch noch folgen können.


    :)

  • Dann fang ich mal mit meinem ersten Beitrag an und frag gleich dich.



    Kategorie: Architektur/Bauten
    Beitrag: Die Hochzeitshalle der Béala Nagoi
    Veria fragt Vinni (Teilnehmer -> Jury)


    Die Höhe, sieh an, die hab ich überhaupt nicht eingebracht - die Wände sind wohl etwa mannshoch, aber durch die Kuppel ist die Halle trotzdem deutlich höher. Die Wände sind, das hab ich eigentlich beschrieben, vom Querschnitt her dreieckig, damit alles ohne Mörtel hält, also einfach gestapelte Steine, die jeweils so gross sind, dass man sie unter Wasser bequem tragen kann. An Land sind die Steine dann schon zu schwer zum einfach tragen.
    Wenn Uferleute heiraten, tragen trotzdem nur Santen die Wand ab - und dann noch nicht mal die ganze, weil man nur die Steine für das Fundament der Eingangstreppe braucht.
    Steine für den Wiederaufbau sind genug da, der Grossteil des Seegrundes ist quasi Geröllhalde.
    Inwiefern schlagen die fehlenden Details auf die Stimmigkeit durch? Widersprüche hast du keine erwähnt.

    Man kann gar nicht so rundum stromlinienförmig sein, dass es nicht irgendeine Pappnase gibt, die irgendetwas auszusetzen hat.
    - Armin Maiwald

  • *kopfkratz* Das ist jetzt so lange her, da weiß ich schon kaum noch, was ich mir gedacht habe...


    Ich glaube, der Mangel an Stimmigkeit ergab sich nicht aus Widersprüchen, sondern aus dem etwas löchrigen Bild, das die vielen Fragen bei mir hinterlassen haben. Meine Vorstellung von dem Gebäude war damit nicht vollständig. Gerade bei so "handfesten" Dingen wie Architektur, wünsche ich mir auch ein paar handfeste Daten. Größe, Baumaterial, Bauweise - wenn du jetzt sagst, dass die Steine einfach aufeinander gestapelt werden, frage ich mich schon wieder, was das mit der Statik macht, welchen Belastungen das Gebäude unter Wasser überhaupt ausgesetzt ist (Gibt es Strömungen? Erosion? Gefälle? Viehzeug?).


    Bei mehreren Beiträgen der Disziplin Architektur hatte ich diesmal den Eindruck, dass tatsächlich nicht das Bauwerk im Mittelpunkt des Beitrages steht, sondern ein hübsches Drumrum, während die Bauwerkdaten dann noch in einem Absatz dazu gefügt wurden oder eben vage blieben. Das war jetzt bei dir nicht hauptsächlich der Fall, aber doch so, dass Fragen blieben und meine Vorstellung nicht vollständig und stimmig war.


    Denke ich jetzt, dass ich das im... Juli (?) gedacht habe :kopfkratz:

  • Zweiter Beitrag von oben, Antworten an drei Juroren:




    Kategorie: Historisches regionales Ereignis
    Beitrag: Das Schicksal des Dorfvorstehers
    Veria antwortet Jundurg (Teilnehmer -> Jury)


    Die Clans gibt es in der Gegenwart noch, sie haben aber inzwischen nicht mehr viel Bedeutung. Rechtlich spielt es keine Rolle, welchem Clan man angehört, aber im kulturellen Verständnis liegt es zwischen der Familie und der der Heimatstadt und man fühlt sich da durchaus mehreren Clans verbunden.
    Also ja, das sind die direkten Nachfahren - allerdings eben durchaus von beiden Clans und noch etlichen anderen.



    Kategorie: Historisches regionales Ereignis
    Beitrag: Das Schicksal des Dorfvorstehers
    Veria antwortet Sturmi (Teilnehmer -> Jury)


    Es wäre tatsächlich nicht legal, nach der Zahlung das Besitzheft nicht herauszugeben, aber noch hatten die Bodlanen den Preis nur akzeptiert, nicht gezahlt. Die Tochter hat es später tatsächlich rausgegeben, weil sie den Verlust durch den Schneesturm selbst erlebt hat. Ihr Vater war eher von der Mentalität "wir vor allen anderen".
    Ja, die Bodlanen waren Jäger und Sammler, aber auch Händler, daher zum Beispiel das Papier und auch die Alphabetisierung. Der Reichtum kommt auch eher vom Handel.
    Vom Vulkanausbruch wussten die damals nichts. Die Entscheidung, sesshaftig zu werden, hängt eher damit zusammen, dass man Häuser besser heizen kann als Zelte und es sie im Schneesturm auch nicht so umpustet. Sie waren danach auch weiterhin Jäger und Sammler - die Gegend ist eigentlich sehr fruchtbar, ausser halt bei einem vulkanischen Winter. Die Girraien waren auch Bauern.
    Warum der Dorfvorsteher im Schneesturm draussen war weiss ich nicht, aber er hat sich wohl wirklich einfach verirrt. Dass er nicht gleich gestorben ist liegt vor allem daran, dass das Erfrieren tatsächlich nicht so schnell geht. Er hatte ja immerhin den Fellmantel an und alles. Die Spieße der Fallgrube dienen übrigens auch hauptsächlich dazu, dass die Beute nicht wieder davonkommt. Dass man nachweisen kann, dass der Dorfvorsteher erstickt ist: Erde in den Atemwegen. Er ist ja auch kein Skelett mit Fleischfetzen, sondern wirklich noch eine Leiche. Eher mumifiziert als verrottet, gut, das hätte ich reinschreiben können.
    Dass die Bodlanen nicht an die Spuren des Dorfvorstehers denken (die sind verweht - dasselbe würde bei ihren eigenen auch schnell passieren) ist am ehesten der Panik zuzuschreiben.
    Bei den Bodlanen und Girraien war nach dem Schneesturm nicht allgemein bekannt, dass der Dorfvorsteher in der Fallgrube gestorben ist. Man hat ihn nicht gefunden, und im Schneesturm bedeutet das halt den Tod. Misstrauisch wäre man vielleicht geworden, wenn er der einzige gewesen wäre, aber es sind ja andere auch im Schneesturm gestorben, und vielleicht hat man da auch nicht alle wieder gefunden, das weiss ich nicht.
    Was die Bodlanen nach dem langen Winter gemacht haben, weiss ich noch nicht. Für das Tagebuch spielt es ohnehin keine Rolle - es ist nicht ausgegraben worden, sondern wurde solange vererbt, bis es halt dem Museum gestiftet wurde.



    Kategorie: Historisches regionales Ereignis
    Beitrag: Das Schicksal des Dorfvorstehers
    Veria antwortet Angustus (Teilnehmer -> Jury)


    Das Dorfrecht ist das Recht, Häuser zu bauen.
    Die Tochter war milder gegenüber den Bodlanen, weil sie den Verlust durch den Schneesturm selbst erlebt hat. Ihr Vater war eher von der Mentalität "wir vor allen anderen". Den hohen Preis hat er wohl verlangt, weil er meinte, die Bodlanen hätten das Geld eh nicht - und als sie zahlen wollten, hat er sich quergestellt und das Besitzheft einfach nicht rausgegeben.

    Man kann gar nicht so rundum stromlinienförmig sein, dass es nicht irgendeine Pappnase gibt, die irgendetwas auszusetzen hat.
    - Armin Maiwald

  • Quote

    Kategorie: Kriminalität/Konflikt
    Beitrag: Der Sinn des Lebens
    Thalak antwortet Veria (Teilnehmer > Jury)

    • Das erste Bild soll einen Kompass darstellen. Sollte symbolisch die Reise ins Unbekannte darstellen.
    • Was genau meinst du damit, dass einige Namen dich aus der Welt raus ziehen?
  • Was genau meinst du damit, dass einige Namen dich aus der Welt raus ziehen?

    Acord für Einigkeit, Fugah für Flucht, War für die aggressive Tanzweise, und Dahlia ist auch recht irdisch-blumig.

    Man kann gar nicht so rundum stromlinienförmig sein, dass es nicht irgendeine Pappnase gibt, die irgendetwas auszusetzen hat.
    - Armin Maiwald

  • Kategorie: Landschaftlich markanter Punkt


    Beitrag: Der See von Hephaia
    Óðinn fragt Heinrich


    Zitat: "Insgesamt erscheint mir die Lavageschichte nicht ganz plausibel, aber
    ich bin leider auch kein Geologe, sodass ich Schwierigkeiten habe, das
    abschließend zu beurteilen"


    Ich bin auch kein Geologe, ich hatte 2 Semester marine Geologie, aber da ging es hauptsaechlich um Sedimentologie et cetera, dennoch denke ich ist was ich mir ausgedacht habe so irdisch nicht moeglich. Egal, meine Frage ist eher fuer zukuenftige WBOs: Inwiefern spielt Realitaet eine Rolle bei der Bewertung? Um das klarzustellen, ich stimme Dir mit dem Kommentar zu, ich will nur wissen wie sehr ich darauf achten muss, sollte ich naechstes Jahr wieder mitmachen.

    Let there be fog
    And let there be monsters
    And fantastic sights to all
    Who follow you

    - Svan, Njall's Saga -

  • Óðinn
    Es ist immer schwierig, unsere Welt (den Begriff "Realität" meide ich in diesem Zusammenhang) ganz außen vor zu lassen, vor allem, wenn man die Welt des Bastlers nicht so gut kennt. Dennoch bemühe ich mich, diese unsere Welt, soweit es geht, außen vor zu lassen. Es ist vor allem wichtig, dass die Beiträge in sich plausibel sind und eben in der jeweiligen Welt passend erscheinen. Wenn ich keine Anhaltspunkte dazu im Beitrag finde, wird es für mich schwierig, nicht den "Ourworld-Vergleich" heranzuziehen, aber ich bemühe mich als Juror immer möglichst in die Bastlerwelt so einzutauchen, dass ich das umschiffen kann. Es ist aber wie mit der Theorie des Bücherschreibens. Man muss die Regeln kennen, wenn man sie gewollt brechen will, denn wenn man sie ungewollt bricht, hat das oft einen erkennbaren Beigeschmack. Wenn du also erklärst, warum etwas in deiner Welt so möglich ist, dann wird schnell klar, dass du dich damit auseinander gesetzt hast und es tatsächlich absichtlich so umgesetzt wurde.

  • Von oben nach unten, die nächste Disziplin:




    Kategorie: Kommunikation/Sprache
    Beitrag: Die Siegel der silgianischen Niederfürsten
    Veria fragt Heinrich (Teilnehmer -> Jury)


    Taher->Tere, Silgan->Selone und Silgani->Selannie sind durch Lautwandel entstanden, Pörjunök->Vami und Yedranle->Mira sind selbstverständlich ein Sprachwechsel.
    Hältst du den Lautwandel für unrealistisch? Du darfst mir da gerne Tipps geben.



    Kategorie: Kommunikation/Sprache
    Beitrag: Die Siegel der silgianischen Niederfürsten
    Veria fragt Aniosa (Teilnehmer -> Jury)


    Langweilig und ungenau, okay. Aber wo kommen die drei Abzüge bei der Vorgabentreue her?



    Kategorie: Kommunikation/Sprache
    Beitrag: Die Siegel der silgianischen Niederfürsten
    Veria antwortet Trajan (Teilnehmer -> Jury)


    Das Verhalten der silgianischen Niederfürsten war zunächst unbekannt. Bürgerlichen grenzüberschreitenden Postverkehr gab es kaum, die Fürsten wussten es eh, und die Postbediensteten wunderten sich eben. Nach ein paar Jahren, vielleicht 10 bis 20, wurde es dann langsam trotz Zensur bekannt.

    Man kann gar nicht so rundum stromlinienförmig sein, dass es nicht irgendeine Pappnase gibt, die irgendetwas auszusetzen hat.
    - Armin Maiwald

  • Ich klär dann mal die Unklarheiten aus meinem Beitrag auf:


    Kategorie: Lokale Persönlichkeit
    Beitrag: Cyen Tarun
    Chrontheon antwortet Thalak (Teilnehmer > Jury)

    Quote

    Aus dem Bewertungstext:
    Da kommt der Gedanke auf, dass sich viel Mühe für den Aufbau der Geschichte gemacht wurde und am Ende – vielleicht auch aus zeitlichen Gründen – nicht mehr so recht ein fließender und stimmiger Abgang entstehen konnte. Es wirkt etwas wie - „na dann machen wir Cyen Tarun jetzt mal zum Formwandler und Telepath, damit kann man das erklären“ – das dem so war, ist natürlich eine dreiste Unterstellung, es wirkt nur leider auf mich so.

    Die Tatsache, dass Cyen Formwandler und Telepath ist, war von Anfang an, so gedacht. Vielleicht hätte ich aber noch mehr Zeit investieren sollen, um das Ende stimmiger werden zu lassen, damit seine Fähigkeiten nicht nur wie eine billige Ausrede wirken. (Weitere Erklärungen: siehe unten)




    Kategorie: Lokale Persönlichkeit
    Beitrag: Cyen Tarun
    Chrontheon antwortet Veria (Teilnehmer > Jury)

    Quote

    Aus dem Bewertungstext:
    Warum braucht es die besonders hitzebeständige Legierung? Ein Mensch stirbt viel zu schnell am Feuer, als dass es eine solche Legierung bräuchte.

    Das liegt an der Feuerquelle, die eine enorme Hitze ausstrahlt und den Menschen innerhalb weniger Sekunden vollständig verbrennt.


    Quote

    Die Problemlösung über Telepathie und Gestaltwandlung ist etwas vertrackt - beide Fähigkeiten sind sehr selten und dann weiß auch noch gar niemand davon? Aber gut, vielleicht wissen es die Leute in Cyens Heimat.

    In der Tat kann er die Fähigkeiten nur deshalb geheimhalten, weil sie den Bewohnern von Scim unbekannt sind -- nicht einmal der Hohepriester weiß von Formwandlern, und Telepathen kennt er nur aus jahrhunderten alten Legenden. In Cyens Heimat ist es allerdings nichts ungewöhnliches, zwei oder drei solcher Fähigkeiten zu besitzen, auch ist die "Auswahl" größer.


    Eine Fähigkeit, die jedoch selbst in Cyens Volk selten war, ist das Traumwandeln -- eine spezielle Form der Telepathie. Diese Fähigkeit kann nur durch jahrelange Übung erworben werden, und das auch nur von Telepathen. Traumwandler können, während sie schlafen, ihren Körper "im Traum" verlassen und so Gegenden auskundschaften, in denen sie sich sonst nicht aufhalten könnten. Das Traumwandeln hätte Cyen am ehesten zum Verhängnis werden können, wenn der Hohepriester sich -- anstatt zu schlafen -- im Tempel aufgehalten hätte. Dessen geistige Sinne sind nämlich so geschärft, dass er die Anwesenheit des Traumwandlers spüren könnte. Dadurch hätte er die Sicherheitsmaßnahmen am Folgetag verschärft, wordurch es Cyen schwerer gefallen wäre, seinen Plan zu vollziehen.

    Quote

    Der arme Einsiedlerpriester tut mir aber schon leid, der ist ja wirklich ganz unschuldig. Leider muss ich auch bei der Originalität auch noch etwas abziehen - verbotene Tempel sind wirklich nichts Neues mehr.

    Ich gebs zu, das Schicksal des Priesters ist wirklich hart dafür, dass Cyen es nicht beabsichtigt hatte. Inzwischen hat er aber einen neuen Lebenszweck gefunden und kümmert sich um verletzte Tiere im Wald.


    Was den Tempel betrifft: Ob nun verbotene oder für jedermann offene Räume -- ich glaub, das hätt in dem Fall keinen großen Unterschied gemacht.



    Kategorie: Lokale Persönlichkeit
    Beitrag: Cyen Tarun
    Chrontheon antwortet Silph (Teilnehmer > Jury)


    Quote

    Aus dem Bewertungstext:
    Das Teilen des Beitrags in zwei Hälften, die beide in erzählendem Stil sind, ist allerdings etwas verwirrend. Ich lese immer gerne Inwold-Texte, und dann kann ein erklärender Sachtext als Ergänzung sehr gute Dienste tun, aber in diesem Fall lesen sich beide Texte wie Inworld-Texte, und da wäre es vielleicht besser gewesen, sie zu einem zusammen zu fassen.

    Ursprünglich wollte ich den Hintergrund der Geschichte im zweiten Teil auch sachlicher wirken lassen, was mir anscheinend nicht gelungen ist. Zusammenfassen wollte ich die beiden Teile deswegen nicht, weil ich einerseits die allseits bekannte Geschichte zeigen wollte, durch die Cyen bekannt wurde, und andererseits eben erklären wollte, wie er es gemacht hat.


    Quote

    Auch bleiben viele Fragen offen. Die wichtigste ist die nach dem Motiv. Warum tut sich Cyen Tarun das Ganze an? Immerhin steht ja die Todesstrafe alleine auf das Betreten des Allerheiligsten. Auch hätte ich mir Informationen darüber gewünscht, wie selten und bekannt solche magischen Fähigkeiten sind, wie Cyen Tarun sie offenbar hat. Mich wundert, dass es bei der Verhandlung keinerlei Gegenmaßnahmen gegen telepathische Manipulation gibt.

    Ich wusste nicht, wie ich das Motiv reinbringen sollte. Die Statue, die er entwendet hatte, war ursprünglich im Besitz seines Volkes. Nachdem sie aus unerklärlichen Gründen aus seiner Heimat verschwand, suchte er nach ihr, bis er herausfand, dass sie sich im Tempel von Scim befand. Wie die Statue ihren Weg in die Heiligen Hallen gefunden hatte, konnte er nicht herausfinden, aber ihm war die Statue so wichtig wie dem Hohepriester die Einhaltung der Tempelordnung. Wie oben erwähnt, waren Cyens Fähigkeiten keinem bekannt, und auch der Hohepriester glaubte nicht daran, dass Cyen Telepath war. Und selbst wenn sie es wüssten, wäre niemand fähig gewesen, Cyens Kräfte zu blockieren.


    Quote

    Auch wundert mich, dass ein Wolf im Tempel offenbar nicht auffällt - hält der Tempel zahme Wölfe? Und gibt es keine Inventarlisten über die Bestände von Gewändern?

    In den äußeren Hallen des Tempels sind Tiere an Feiertagen nichts ungewöhnliches, ob Wolf oder Eichhörnchen. Haustiere halten die Priester jedoch nicht.
    Inventarlisten gibt es -- zumindest für die Lagerräume der äußeren Hallen -- im Tempel nicht. Dass eine Priesterkutte fahlt, wäre somit erst nach einigen Jahren aufgefallen.

    Quote

    Außer eben, dass er ein Gestaltwandler und ein Telepath ist und offenbar sehr reich.

    Wo wird erwähnt, dass er reich ist?

  • Chrontheon:
    Danke für die ausführlichen Erklärungen. Das macht den Text um einiges klarer und ich hätte mir wirklich gewünscht, dass ich von dem Motiv gewusst hätte. Vielleicht wäre das etwas für den zweiten Text gewesen? Im Erklärungsteil haben ja alle Fakten Platz, und da hätten mich auch Teile der Familiengeschichte von Cynen Tarun nicht gestört, oder gar Informationen zu dem Volk, aus dem er stammt. Im Gegenteil. Sowas verleiht einer Person immer Tiefe. Und hätte den zweiten Teil im Umkehrschluss auch mehr gerechtfertigt und abgesetzt. Beim nächsten Mal dann. :)


    Dass Cynen Tarun reicht ist, wird tatsächlich nicht erwähnt, da hast du Recht. Das habe ich mir dann scheinbar nur abgeleitet durch all die Aktionen, die er mit den Zeugen für seinen Prozess geplant hat. Die Bauern, bei denen er übernachtet, haben Schulden bei ihm - "dass sie ihm nichts mehr schuldig waren" steht im Text, denn er hat ihnen zu vielen Gelegenheiten ausgeholfen, aber das kann er natürlich auch durch Arbeit getan haben anstatt mit Geld. Auch die Schnitzer schulden ihm nur Gefallen, und wenn die Statue wirklich persönlich so wichtig für ihn ist, dann kann ich mir auch vorstellen, dass er das Geld für die Amphore ausgibt, auch wenn er sich die eigentlich gar nicht leisten kann. Es war also nur meine Interpretation deines Textes von mir - sorry.

    Ist doch nur meine Meinung. Ich find ja auch die Drachenlanze blöd, und Millionen Leute lieben die Bücher trotzdem.

  • Silph:
    Die Hilfeleistungen, die er den Dorfbewohnern anbot, waren ausschließlich Taten, und keine Geldspenden. Außerdem verlangte er -- wenn überhaupt -- weniger, als ihm angeboten wurde, meist auch nur eine Mahlzeit oder ein Platz zum Übernachten (zB. die Bauern). Das Geld, das er für die Amphore ausgegeben hat, hatte er teilweise schon, bevor er nach Scim gekommen war, teilweise stammte es von den Bewohnern, die darauf bestanden hatten, dass er Geld annimmt. Als er die Statue (durch Traumwandeln) im Tempel lokalisiert hatte, arbeitete er darauf hin, dass er den Bewohnern Schulden in Form von Gefallen offen ließ, achtete jedoch darauf, dass sie unter keinen Umständen lügen mussten (was auch in seiner Kultur nicht gern gesehen wurde).


    Ich überlege mir, dass ich Cyens Hintergrundgeschichte (und die seines Volkes) bei den nächsten Gelegenheiten preisgebe, da sie allen Anscheins nach erwünscht sind.

  • Chrontheon: Yay für Cyens Hintergrund. Bitte bald ;).



    So, von oben nach unten, wieder die nächste Disziplin:




    Kategorie: Krankheit/Leiden
    Beitrag: Schlappfüße
    Veria fragt Yelaja (Teilnehmer -> Jury)


    Quote from Yelaja

    Was sind das eigentlich für zwei Arten? Mehr Beispiele für mögliche Kapselkombinationen und die daraus resultierenden Auswirkungen? Wieso greifen Infektionen ganz allgemein die Kristalldichte an?

    Die beiden Arten sind die Marcoova und die Noi. Meinst du, ich hätte die Beschreibung lieber in den Beitrag reintun sollen? Die relevanten Eigenschaften der beiden Arten hab ich ja eigentlich drin.
    Viel mehr Kapselkombinationen kenne ich noch nicht wirklich. Ich weiss aber zum Beispiel, dass die Lazatha an der Membranposition, wo alle anderen Arten das Geschlecht haben, irgendeine recht banale und unkritische Eigenschaft haben. Da das Tiamna sind, führt das dann manchmal zu Merkwürdigkeiten bei der Geschlechtsentwicklung von Lazatha/Nichtlazatha-Kindern, umweltgesteuert wie bei Lazatha, aber irgendwie auch mehr oder weniger der anderen Art folgend. (Das war mein erster Krankheitsansatz, aber da hab ich die Einschränkung der Bewegungsfähigkeit nicht eingebaut gekriegt. ;) ) Aber da muss ich noch viel basteln.
    Die Infektionen greifen allerdings nie die Kristalldichte an, nur die Isolierschicht, weil das halt einfach Gewebe ist.
    Was findest du denn konkret unstimmig?

    Man kann gar nicht so rundum stromlinienförmig sein, dass es nicht irgendeine Pappnase gibt, die irgendetwas auszusetzen hat.
    - Armin Maiwald


  • Kategorie: Krankheit/Leiden
    Beitrag: Schlappfüße
    Veria fragt Yelaja (Teilnehmer -> Jury)


    Die beiden Arten sind die Marcoova und die Noi. Meinst du, ich hätte die Beschreibung lieber in den Beitrag reintun sollen? Die relevanten Eigenschaften der beiden Arten hab ich ja eigentlich drin.


    Naja, so ausführlich wie auf der HP natürlich nicht, aber außer den Namen und den Informationen zur unterschiedlichen Entwicklung des Nervensystems war ja gar keine Information da, was es für mich schwierig machte mir irgendwas unter Marcoova und Noi vorzustellen. Zwei, drei Sätze mit ein paar Informationen zur Einordnung in einen Gesamtzusammenhang wären da schon hilfreich gewesen.


    Was findest du denn konkret unstimmig?


    Eine Sache, die mir aus dem Text heraus nicht klar wurde, ist die Sache mit der Verstärkerkristalldichte und dem Tiamna. Wieso hat dann bei den Mischlingen die eine Häfte eine hohe Verstärkerkristalldichte und die andere eine niedrige. Wieso überschreibt nicht das eine (dominante?) Tiamna das andere und die Verstärkerkristalldichte ist bei allen gleich? Diese 50-50-Aufspaltung hätte ich eher für das Aufeinandertreffen zweier Yame-Torna erwartet. Das kann sein, dass das schon alles so stimmt nach deiner Genetik, aber es wird mir aus dem Text nicht verständlich und wirkt deshalb auf mich unstimmig.

    "Die Leichen der Euren werden genügen diese Ebene in Calislad, die Knochenebene, zu verwandeln. Ich sage euch noch einmal: geht!, hier und zwischen diesen Bäumen wartet nur der Tod auf euch.“

  • Wieso überschreibt nicht das eine (dominante?) Tiamna das andere und die Verstärkerkristalldichte ist bei allen gleich? Diese 50-50-Aufspaltung hätte ich eher für das Aufeinandertreffen zweier Yame-Torna erwartet.

    Ah, verstehe. Tatsächlich kommt es bei zwei Yame-Torna auch zu einer 50-50-Aufspaltung, das stimmt. Bei Tiamna ist es so, dass, da sie ja "streitlustig" sind, die beiden Prägungen versuchen, einander zu überschreiben. Deshalb gibt es nur ganz kurz nach der Befruchtung auf einer Membranposition zwei verschiedene Tiamna, sie bekämpfen einander ja gleich - aber es ist völlig zufällig, welche gewinnt und welche völlig verschwindet und auch nicht weitervererbt werden kann, weil weg.
    Also: Kriegt ein Kind zwei verschiedene Yame-Torna, wird zufällig eines ausgeprägt, vererbt werden können aber beide. Kriegt ein Kind zwei verschiedene Tiamna, wird zufällig eines ausgeprägt, das andere ist weg.
    "Dominanz" wie in irdischer Genetik gibt es nur von Yame-Torna gegenüber Kascho-Torna.

    Man kann gar nicht so rundum stromlinienförmig sein, dass es nicht irgendeine Pappnase gibt, die irgendetwas auszusetzen hat.
    - Armin Maiwald

  • Ah, verstehe. Das hatte mich verwirrt, weil dann Tiamna-Kapseln so ähnlich funktionieren, wie Yame-Torna, aber im Text nicht erklärt wird, dass sich da auch eines zufällig durchsetzt. Aber so macht das natürlich Sinn.

    "Die Leichen der Euren werden genügen diese Ebene in Calislad, die Knochenebene, zu verwandeln. Ich sage euch noch einmal: geht!, hier und zwischen diesen Bäumen wartet nur der Tod auf euch.“

  • Kategorie: Landschaftlich merkanter Punkt


    Beitrag: Der Dreiwegeberg
    Alpha antwortet Heinrich (Teilnehmer -> Jury)


    Quote

    Die Idee von einem geschmückten Berg finde ich sehr interessant und sie
    gefällt mir, allerdings verstehe ich nicht ganz, warum es bei drei
    Ländern eine Kreuzung geben muss, bei der sich alle Treffen. Sinnvoller
    wäre vermutlich für alle Beteiligten eine Ringstraße um den Berg herum -
    gerade für Händler viel sinnvoller, als den Berg hochkrakseln zu
    müssen.

    Das habe ich im Text eigentlich erklärt. Die Kreuzung oben auf dem Berg war sicher nicht die sinnvollste Lösung, aber eben die Einzige, auf die sich alle Beteilitgen einigen konnten. Es wird sicher Händler geben, die sich über Schleichwege den Weg auf den Gipfel ersparen, aber die reine Symbolik des Dreiländerecks an der Spitze ist zu wichtig, um da von offizieller Seite eine praktische Lösung zu finden.


    Quote

    Und überhaupt, einen ganzen Berg schmücken? Wahrscheinlich unterscheidet
    sich unsere Vorstellung von einem Berg. Einen Berg, den ich so
    bezeichnen würde, einmalig komplett zu schmücken wäre schon eine
    gigantische Leistung.

    Dadurch, dass das Umland des Berges fast komplett flach ist, muss er gar nicht so hoch sein, um monumental zu wirken. In einem Gebirge würde er sicher von anderen Gipfeln weit in den Schatten gestellt werden.

    Und manchmal, manchmal, reimt sich irgendwas auf "od"


    Unterschätzen Sie niemals das dramaturgische Potential eines Kopfbahnhofes!

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    Kategorie: Lebewesen
    Beitrag: Fiebersternchen
    Veria fragt Thalak (Teilnehmer -> Jury)


    Um welches Lebewesen es geht? Wie kann das unklar sein, wenn der Name des Lebewesens der Titel des Beitrags ist?
    Stell mal deine sehr vielen Fragen, bitte, und sag mir, warum ein Einzeller nicht unauffällig sein soll.



    Kategorie: Lebewesen
    Beitrag: Fiebersternchen
    Veria antwortet Snapshot (Teilnehmer -> Jury)


    Quote

    Silunic ist besser verträglich und führt zu längerer Lebenserwartung der Kranken - aber warum ist dabei dann das Fieber höher?

    Das weiss ich ehrlich gesagt auch nicht genau. Ich dachte aber an eine Nebenwirkung auf die Temperaturregulierung der Loareni.

    Quote

    Schmunzeln musste ich bei der Formulierung dass sich bei Mirkourans "nach Markteinführung herausstellte", dass damit behandelte Frauen "häufig nicht einmal unfruchtbar" werden. Die Unfruchtbarkeit durch Detsilunic hat nahezu zur Auslöschung ganzer Volksgruppen auf zwei Kontinenten geführt! Ich würde meinen Arsch drauf verwetten, dass diese Nebenwirkung bei einem Ersatzmedikament SEHR genau geprüft wird, anstatt es nach Markteinführung einfach abzuwarten. ;)

    Ah. Da hätte ich wohl besser dazuschreiben sollen, dass die Nebenwirkung Unfruchtbarkeit erwartet wurde und daher natürlich nur die Kranken behandelt wurden und nicht einfach prophylaktisch jeder. Zwischen Tod und Unfruchtbarkeit zu entscheiden ist leicht, und wenn man nachher noch feststellt, dass man nichtmal unfruchtbar geworden ist ... ist doch super (erstmal).



    Kategorie: Lebewesen
    Beitrag: Fiebersternchen
    Veria fragt Yelaja (Teilnehmer -> Jury)


    Um welches Lebewesen es geht? Wie kann das unklar sein, wenn der Name des Lebewesens der Titel des Beitrags ist?

    Man kann gar nicht so rundum stromlinienförmig sein, dass es nicht irgendeine Pappnase gibt, die irgendetwas auszusetzen hat.
    - Armin Maiwald


  • Kategorie: Lebewesen
    Beitrag: Fiebersternchen
    Veria fragt Yelaja (Teilnehmer -> Jury)


    Um welches Lebewesen es geht? Wie kann das unklar sein, wenn der Name des Lebewesens der Titel des Beitrags ist?


    Naja, des is schon klar. Aber wenn dann beim Lesen das Fiebersternchen nur ein einziges Mal auf den ersten 4 Seiten auftaucht, ist man dann doch irritiert. Und offensichtlich war das ja auch nicht nur für mich ein Problem...

    "Die Leichen der Euren werden genügen diese Ebene in Calislad, die Knochenebene, zu verwandeln. Ich sage euch noch einmal: geht!, hier und zwischen diesen Bäumen wartet nur der Tod auf euch.“

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    Kategorie: Lebewesen
    Beitrag: Fiebersternchen
    Veria fragt Thalak (Teilnehmer -> Jury)


    Um welches Lebewesen es geht? Wie kann das unklar sein, wenn der Name des Lebewesens der Titel des Beitrags ist?
    Stell mal deine sehr vielen Fragen, bitte, und sag mir, warum ein Einzeller nicht unauffällig sein soll.

    Ich denke ich habe bereits ausführlich beschrieben, welche Gedanken ich mir gemacht habe und welche Probleme ich hatte. Da ich, gerade im Bezug auf den Beitragstitel, am Ende das richtige Lebewesen bewertet habe, du damit also keinen Nachteil erhalten hast, verstehe ich die Aufregung nicht. Für mich war es zu unstrukturiert um es auf den ersten Blick zu erkennen.
    Und wenn ich an Blut unter dem Mikroskop denke, dann würden wahrscheinlich selbst mir,

    Quote

    unzählige winzige sternförmige Wesen

    auffallen.
    Ich finde dein Beitrag ist ziemlich gut angekommen, ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso die Nachfrage in einem so aggressiven Stil geschrieben sein muss. Zumal ich ganz offensichtlich nicht der einzige war, der Probleme hatte den Beitrag zu verstehen. ???

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