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  • Hab was:


    "Da leben Elfen, Zwerge und Orks ähnlich wie in Mittelerde, aber sie sind Spielcharaktere, und diejenigen, die sie verkörpern und die ihnen im Rollenspiel Leben einhauchen, gestalten so auf vielfältige Weise die Welt am eigenen Spieltisch mit."


    Was denkt ihr?

    Man kann gar nicht so rundum stromlinienförmig sein, dass es nicht irgendeine Pappnase gibt, die irgendetwas auszusetzen hat.
    - Armin Maiwald

  • Sind auch gute Optionen. :)


    Um die Frage nach der Aussprache vom * kurz zu antworten: Mit kurzem Stopp, also genau wie "Am Eise" im Vergleich zu "Ameise". Das ist gar nicht so schwer, nach kurzer Gewöhnung, insbesondere wenn bewusst wird, dass es gar nicht so exotisch ist, auch im Deutschen.


    Naja. Letztlich ist es eine Variante, es zu formulieren... Sprache ist komplex und flüssig. Ich plädiere immer für Vielfalt der Methoden, wie etwas zu schreiben ist. :)

  • Tatsächlich wird auf Wikipedia auf die mangelnde Barrierefreiheit des Gendersternchens hingewiesen, da Vorleseprogramme für Sehbehinderte damit noch nicht umgehen können.


    Quote

    Für das WEB gilt: Das Gender-Sternchen kann die Barrierefreiheit der Website beeinträchtigen, da es für Sprachausgaben nicht optimal ist (z. B. Pilot Stern innen). Es klingt, als ob es sich um drei Worte und nicht um ein Wort handelt. Daher auf Websites kein Gender-Sternchen anwenden.

    (Quelle: Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte an der Charité)

  • Sorry, hatte neue Beiträge zwischendurch übersehen.
    "Spielende" finde ich sehr ungünstig, ich lese das immer als "Spiel-Ende", also Ende des Spiels.


    Verias Vorschlag evtl. etwas kürzer? (und umstrukturiert)


    "Da leben Elfen, Zwerge und Orks ähnlich wie in Mittelerde – aber diejenigen, die sie im Rollenspiel verkörpern, hauchen ihnen eigenes Leben ein und gestalten so auf vielfältige Weise die Welt am eigenen Spieltisch mit."

  • Ja, das hab ich auch schon gehört, @ Zugänglichkeit für Vorleseprogramme... ist ein Dilemma. Jemand hatte deswegen Schüler:innen geschrieben, was anscheinend vorlesefreundlich ist. Die Aufzählungsform find ich persönlich halt gar nicht gut, die ist lieb gemeint aber inkludiert mich de facto nicht wirklich.


    Umschreibungen sind dann wohl die beste Lösung, wenn es konkret um einen außenwirksamen Text geht, wie auf der Website. :thumbup:

  • Ausrufezeichen und Doppelpunkt finde ich auch cool als Idee, würde es aber in dem Kontext wohl eher nicht machen.

    Warum nicht?



    "Da leben Elfen, Zwerge und Orks ähnlich wie in Mittelerde, aber sie sind Spielcharaktere, und diejenigen, die sie verkörpern und die ihnen im Rollenspiel Leben einhauchen, gestalten so auf vielfältige Weise die Welt am eigenen Spieltisch mit."

    Das ist okay.

  • Ich finde die Umschreibung mit "diejenigen, die" sehr sperrig zu lesen. Das umgeht zwar das Problem komplett, macht aber den Lesefluss ziemlich zäh.


    Ich frage mich gerade, worin jetzt der große Vorteil liegen soll, die Geschlechter durch "diejenige" zu neutralisieren/unsichtbar zu machen, statt mit "Spielende"? In dem gelinkten Wiki-Artikel heißt es zwar, dass man bei solch neutralen Formen auch nicht mehr Frauen mitdenkt als wenn das generische Maskulinum verwendet wird, aber ist das bei "diejenige" denn besser? Und zudem frage ich mich: Ist es denn überhaupt das Ziel einer geschlechtergerechten Sprache, einfach nur mehr weibliche Personen mitzudenken? Oder vielleicht lieber das Ziel, gar nicht über das Geschlecht der Personen nachzudenken, da es für den Fakt des Rollenspiels eher nachrangig ist? ???

    Weil Inspiration von oben kommt und Arbeit von unten.
    -Elk (20.10.18, 23:02)



    Plan. Act. Reflect. Repeat 'til finish.

  • @Artifex Nerracis
    Ich habe ja schon geschrieben, warum ich den Begriff "Spielende" gerne vermeiden würde. Andere "vermeidende" Wörter mögen in der Hinsicht unproblematischer sein (auch wenn das "Ende" da ja oft drin steckt), aber hier entsteht so eine Doppelbedeutung, die - zumindest für mich - ebenfalls den Lesefluss stört. Vielleicht weil Spiele nunmal die Eigenschaft haben, dass sie irgendwann zuende sind.


    @Hyks
    Warum ich aktuell einen Doppelpunkt oder ein ! in solchen Texten noch vermeiden würde ist, dass es ja offensichtlich noch keinen Standard gibt, dass es noch nicht gebräuchlich ist. Auch sowas bricht dann den Lesefluss. Sowas kann man unter Umständen in bestimmten Texten sogar wollen, aber hier in diesem Kontext seh ich das ehrlich gesagt einfach nicht. Ein ! sieht sonst ggf. aus wie peinlich pubertäres 1337-Speak, falls das noch jemand kennt !!11elf. ;)


    (und wie gesagt: das schreibe ich im Versuch, es objektiv zu betrachten, obwohl ich sowohl die Doppelpunkt- als auch die !-Lösung eigentlich sympathisch finde - subjektiv)

  • Ich finde die Umschreibung mit "diejenigen, die" sehr sperrig zu lesen. Das umgeht zwar das Problem komplett, macht aber den Lesefluss ziemlich zäh.

    Naja, es ist halt ein einzelner Satz.


    Spieler:innen ist ne coole Schreibweise. Für die Website würd ich jetzt halt auch nicht was noch kaum Etabliertes nehmen. (Wobei das echt bei all diesen Dingen innerhalb vom deutschen Sprachraum noch ziemlich unterschiedlich sein kann, weil z.B. in Österreich sich teilweise andere Sachen durchsetzen als in Deutschland, auch was Behörden und Standards und sowas angeht.) Wie sehr der Lesefluss von etwas beeinträchtigt ist, ist sehr subjektiv und ändert sich außerdem auch sehr schnell. "diejenigen, die" wäre mir jetzt gar nicht aufgefallen.

  • Eins könnte natürlich ganz provokativ auch einfach Spielerinnen schreiben - da dürften dann gerade die was zu meckern haben, die meinen, unter Spieler seien auch Nicht-Männer zu verstehen. ;) ;D Ja, ein ! könnte vielleicht wie "peinlich pubertäres 1337-Speak" aussehen, aber andererseits könnten wir gerade durch die Verwendung dazu beitragen, dass es in Zukunft nicht mehr so gesehen wird. :)

  • Da in dem Text sowieso nur ein Mal von Spielerinnen und Spielern die Rede ist und so was in der Art ansonsten nicht vorkommt, würde es auch nicht den Lesefluss stören, wenn es einfach mal so ausgeschrieben werden würde.

  • Ja, der Lesefluss ist ein sehr subjektives Gewässer. Ich für meinen Teil finde z.B. die Substantivierung von Partizipien recht elegant und flüssig im Vergleich zu den ganzen Sonderzeichen.


    Beim Doppelpunkt habe ich das Bedenken, dass der nicht sehr gebräuchlich ist. Jedenfalls war der an der Uni überhaupt kein Thema und da wurde auf gendergerechte Sprache geachtet. Für mich ein Indiz, wenn schon die Pädagogen, die sich um Emanzipation bemühen, den Doppelpunkt nicht kannten...


    Meine Vermutung ist allerdings auch, dass vom Thema eher Unberührte grundsätzlich keinen Unterschied zwischen * : _ und ! machen würden, weil es für sie einfach nur "ein Sonderzeichen mitten im Wort" ist, das da den Lesefluss stört.


    Insofern finde ich die Diskussion eh etwas...viel Ringen um wenig Effekt.


    Mit dem "diejenigen, die" kann ich leben, auch wenn ich meinen Vorschlag besser finde. :weissnicht: ;)

    Weil Inspiration von oben kommt und Arbeit von unten.
    -Elk (20.10.18, 23:02)



    Plan. Act. Reflect. Repeat 'til finish.

  • @Jerron
    Das Problem an "Spielerinnen und Spieler" ist, dass nicht-binäre/genderfluide Personen wie Hyks und Jundurg damit nicht inbegriffen sind. Deshalb schreibt der genderqueere Teil des Forums häufig mit Gendersternchen, ansonsten würde ich in meinen Weltentexten vermutlich nur das generische Femininum verwenden. ^^


    Ich selbst finde für die Website Verias Vorschlag mit "diejenigen, die" oder Artifex Nerracis mit "Spielende" am besten, weil beide das Problem gut lösen.

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