[Silaris] Krieg der Elemente oder die erste Hochtechnologie-Phase von Silaris

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  • Das Zeitalter des Kriegs der Elemente (Jahr 0 bis Jahr 450)



    Diese Epoche der silarischen Geschichte habe ich schon in der Vorstellung kurz beschrieben, hier möchte ich jetzt noch etwas näher darauf eingehen. (Skizze ist angehängt, wobei der Wunsch nach einer vernünftigen Karte auch wächst, mal schauen, ob ich da mal noch was auf die Reihe kriege.)

    Anders als der Name vermuten lässt, herrscht in dieser Epoche nicht ständig Krieg, sondern es findet auch viel friedlicher Handel statt. Der Beginn der Epoche sowie ihr Ende sind jedoch beide sehr brutal. Die Epoche beginnt mit der Zerstörung der antiken Magiesysteme und beendet auch die damaligen Hochkulturen. Während der Epoche bildet sich in der großen Region eine einheitliche Sprache heraus und kulturelle Unterschiede jenseits der Element-Fraktionen lösen sich schon in den ersten 100 Jahren weitgehend auf. Migration ist recht frei möglich. Elementarmagier können (müssen aber nicht) zur von ihrem Element beherrschten Fraktion wechseln und auch die Nichtmagier können ihre Zugehörigkeit meistens relativ frei wählen.

    Zentrum der Elementländer war die Stadt Arana, die keiner Fraktion zugeordnet war, sondern von Menschen aller Fraktionen bewohnt wurde und als Treffpunkt für diplomatische Verhandlungen diente. Kriegerische Auseinandersetzungen waren dort tabu, was jedoch in der Endphase missachtet wurde. Die Stadt wurde dabei vollständig zerstört und gilt in der offiziellen silarischen Geschichtsschreibung heute als Mythos, wird aber trotzdem gesucht und in verschiedenen Regionen von Silaris verortet. Arunien, Elavien und Temira erheben heute alle drei Anspruch darauf, dass das antike Arana auf ihrem heutigen Territorium lag, es gibt auch die Theorie, dass das Land Arunien nach dieser Stadt benannt wurde.

    Jeder Gruppe ist eine Farbe zugeordnet und auch ein Symbol, letzteres ist aber noch nicht gebastelt.



    Fraktionen


    Wasserstoff (blau)

    Region: Orellandelta/Südostküste (heutiges Arunien)

    Wirtschaftsgüter: Chemikalien, Metalle, Trinkwasser

    Mentalität: Jeder kann einen wertvollen Beitrag zur Gesellschaft leisten und sollte individuell gefördert werden, damit zusammen Großes erreicht werden kann. Es gibt deutliche Unterschiede zwischen Arm und Reich, aber auch die Armen haben genug, um komfortabel zu leben.

    Position: Zu Beginn des Zeitalters relativ unbedeutend, dann immer mächtiger

    Pläne: Vereidigung des eigenen Territoriums, sonst friedlicher Handel


    Alkalimetalle und Erdalkalimetalle (orange)

    Region: Mittlere Ostküste (heutiges Temira)

    Wirtschaftsgüter: Salz, Mineralwasser

    Mentalität: Alle sind gleich viel wert und sollen sich gegenseitig unterstützen. Wer etwas besser kann, soll sich nicht in den Vordergrund spielen, sondern den Schwächeren helfen. Materielle Unterschiede gibt es kaum.

    Position: Am Anfang wegen der großen Bedeutung ihrer Fähigkeiten in den traditionellen Magiesystemen recht mächtig, verlieren allerdings mit der Zeit immer mehr an Einfluss. Teilweise wandern auch talentierte Magier der Elemente ab, weil sie die sehr sozialistische Mentalität ablehnen.

    Pläne: Friedlicher Handel, Verteidigung wenn nötig


    Metalle (silbergrau)

    Region: Östliches Inland (heute Arunien und Temira)

    Wirtschaftsgüter: Gebrauchsgegenstände, Baumaterialien, Waffen oder Waffenteile, Werkzeuge…

    Mentalität: Fleiß, Erfindungsreichtum und harte Arbeit werden hier besonders geschätzt. Von den Bürgern wird Eigenverantwortung erwartet, es gibt damit jedoch viele Möglichkeiten, beruflich erfolgreich zu sein.

    Position: Zu Beginn der Epoche, wo noch vorrangig mit Schwertern und Speeren gekämpft wird, die führende Fraktion. Später verlieren sie an Einfluss, bleiben aber durch ihre Handelsbeziehungen sehr wohlhabend.

    Ziele: Guter Handel, Verteidigung des eigenen Territoriums, aber nicht expansiv.


    Edelmetalle (golden)

    Region: Nordosten Grenzbereich zur Wüste (heutiges Elavien)

    Wirtschaftsgüter: Edelmetalle und daraus hergestellte (Kunst)gegenstände

    Mentalität: Hier herrscht die Überzeugung, dass das Ziel der menschlichen Entwicklung darin besteht, immer mehr Arbeit durch Maschinen zu ersetzen, sodass sich die Menschen dem Kunsthandwerk, aber auch anderen künstlerischen Tätigkeiten zuwenden können, was durch den Edelmetallhandel mit den anderen auch ermöglicht wird.

    Position: Obwohl sie nicht über viele physische Waffen verfügen, wegen ihrer wirtschaftlichen Bedeutung sehr einflussreich.

    Ziele: Friedlicher Handel und Wohlstand bei den anderen, damit die sich Schmuck und Kunst leisten können.


    Kohlenstoff (schwarz)

    Region: Östlicher Grenzbereich zum Urwald (heutiges Elavien)

    Wirtschaftsgüter: Materialien, Brennstoff, Diamanten, Chemikalien, Medikamente

    Mentalität: Offenheit, Austausch und diplomatisches Geschick werden hier besonders hochgeschätzt. Der Handel spielt eine bedeutende Rolle und wird sehr geschätzt.

    Position: Die Kohlenstoffmagier sind für die anderen ein wichtiger Handelspartner und haben das Glück, neben relativ friedlichen Nachbarn zu leben. Sie werden erst in der Endphase der Epoche in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt.

    Ziele: Sind an friedlichem Handel interessiert, insbesondere mit den benachbarten (Edel)Metall- und Stickstoffmagiern, investieren aber auch in ihre Verteidigung.


    Stickstoff (hellblau)

    Region: Dalin-Delta, Nordostküste (heutiges Elavien)

    Wirtschaftsgüter: Landwirtschaftliche Produkte, Medikamente, Sprengstoff

    Mentalität: Neue Ideen und Innovationen, aber auch Verständnis für die natürliche Umwelt werden hochgeschätzt. Es gibt soziale Unterschiede, aber auch die Ärmsten in der Gesellschaft sind gut versorgt, wozu auch das sowohl durch die geographische Lage als auch durch die Fähigkeiten reichhaltige Nahrungsangebot beiträgt.

    Position: Durchweg recht einflussreich, ebenfalls eine Gruppe, die schon in der Antike magisch gut etabliert war.

    Ziele: Die Stickstoffmagier legen Wert auf ihre Verteidigungsfähigkeit, haben aber keine expansionistischen Pläne. Allerdings profitieren sie von den Kriegen der anderen


    Sauerstoff (rot)

    Region: Orellan-Land (heutiges Arunien und Ruaris)

    Wirtschaftsgüter: Materialien, Sauerstoff, Ozon

    Mentalität: Fleiß und Ehrgeiz werden neben Mut geschätzt und die Möglichkeit zu gesellschaftlichem Aufstieg ist wichtig. Es gibt große soziale Unterschiede, aber grundlegende Unterstützung von Schwächeren wird auch als richtig erachtet und durchgeführt.

    Position: Die Sauerstoffmagier sind über die gesamte Epoche hinweg sehr einflussreich, da ihre Fähigkeiten bereits vor der Entdeckung der Elemente geschätzt und gefürchtet waren, was auch in dieser Epoche so bleibt.

    Ziele: Die Sauerstoffmagier glauben, dass ihnen die Herrschaft über die anderen zusteht, versuchen aber, dieses Ziel nicht nur mit Waffengewalt, sondern auch mit Diplomatie zu erreichen.


    Halogene (grün)

    Region: (Südküste (heutiges Arunien und Ruaris)

    Wirtschaftsgüter: Salz, Chemikalien

    Mentalität: Bei den Halogenmagiern gilt das Leistungsprinzip. Wer gut ist und sich anstrengt, kann aufsteigen, wer (verschuldet oder unverschuldet) in Not gerät ist selber schuld. Entsprechend groß sind die Unterschiede zwischen Arm und Reich. Der Staat ist recht restriktiv, drillt die Schüler und redet ihn ein, dass sie einer Elite angehören, die das Recht hat über die anderen zu herrschen. Handel genießt im Verglich zu militärischem Erfolg keine hohe Wertschätzung.

    Position: Die Halogenmagier gewinnen schnell an Einfluss und sind gefürchtet, haben aber Schwierigkeiten, Bündnispartner zu finden, eine Ausnahme ist das Bündnis mit den Phosphormagiern in der Endphase, da sich beide zunächst nicht dem Alchimistenzirkel anschließen wollen.

    Ziele: Die Halogenmagier wollen die anderen beherrschen und für sich arbeiten lassen.


    Phosphor (violett)

    Region (Westküste, heute Ruaris)

    Wirtschaftsgüter: Landwirtschaftliche Produkte, Pestizide, Düngemittel, Saatgut.

    Mentalität: Jeder kann und sollte seinen Beitrag zum Gemeinwohl leisten, wie dieser jedoch aussieht, kann sehr unterschiedlich sein. Jeder nimmt und gibt etwas und es ist wichtig, dass dies am Ende ausgeglichen ist. Soziale Unterschiede sind vorhanden, aber recht gering.

    Position: Von Anfang an recht einflussreich, am Ende der Epoche eine der beiden Fraktionen, die sich als letzte dem Alchimistenzirkel anschließen.

    Ziele: Die Phosphormagier halten ihre Lebensweise für die Beste und möchten die anderen davon überzeugen, ob diplomatisch oder mit Waffengewalt


    Schwefel (gelb)

    Region: Südliches Grenzgebiet zum Urwald (Heute Arunien und Ruaris)

    Wirtschaftsgüter: Schwefel und daraus hergestellte Chemikalien

    Mentalität: Die Lebensweise bei den Schwefelmagiern unterscheidet sich nicht wesentlich von der bei den antiken Bewohnern dieser recht dünn besiedelten Region. Die Menschen bauen Schwefel ab und verarbeiten ihn weiter, ansonsten leben sie als Bauern und Handwerker. Größeren Reichtum gibt es hier zu dieser Zeit nicht, aber es genügt zum Leben.

    Position: Werden recht bald von ihren südlichen Nachbarn, den Sauerstoffmagiern erobert und arbeiten dann mit diesen zusammen.

    Ziele: Sicher bei genügend Nahrung und einer warmen Wohnung leben.


    Bei wem würdet ihr am ehesten leben wollen?

  • Interessante Idee, Fraktionen von Magiern nach Elementen und Elementgruppen des Periodensystems zu benennen.

  • Interessante Idee, Fraktionen von Magiern nach Elementen und Elementgruppen des Periodensystems zu benennen.

    Ja, Silaris hat Magie, die auf den Elementen des Periodensystems basiert. In den meisten Epochen leben die Magier aber in nicht-magisch regierten Nationen, die Magokratie ist die Besonderheit dieser Phase.

  • Interessante Idee, Fraktionen von Magiern nach Elementen und Elementgruppen des Periodensystems zu benennen.

    Ja, Silaris hat Magie, die auf den Elementen des Periodensystems basiert. In den meisten Epochen leben die Magier aber in nicht-magisch regierten Nationen, die Magokratie ist die Besonderheit dieser Phase.

    Jetzt, wo Du das sagst, kommt es mir bekannt vor. Das hast Du, glaube ich, schon mal gepostet, und ich finde das eine interessante Variation über das Thema "Elementarmagie".

  • Ich finde es klasse, dass die ganzen Fraktionen so gut zu ihren Elementen passen. Ich würde mich wohl den (normalen) Metallen oder dem Kohlenstoff anschließen. Ob das was zu bedeuten hat, dass meine Doktorarbeit zu Carbon nanotube-verstärkten Metallen war? :hmm:

  • Das klingt super interessant! :agree:


    Wie nahe liegen denn die Beschreibungen unter Mentalität an der Realität? Die ersten paar Fraktionen klingen ja prinzipiell sehr angenehm utopisch - war das denn eher das Ideal, oder spiegelt das sogar den tatsächlichen Zustand wider?

    Bring me your soul, bring me your hate
    In my name you will create
    Bring me your fear, bring me your pain
    You will destroy in my name

    - Les Friction, Dark Matter

  • Ich würde mich wohl den (normalen) Metallen oder dem Kohlenstoff anschließen. Ob das was zu bedeuten hat, dass meine Doktorarbeit zu Carbon nanotube-verstärkten Metallen war?

    Wenn ich nach meiner Doktorarbeit gehen wollte, müsste es entweder Kupfer, Phosphor oder Stickstoff sein. Bei Kupfer bin ich selber noch unschlüssig, ob ich das zu Metallen oder Edelmetallen zähle und die Phosphormagier sind mir doch etwas zu krass drauf, deswegen wäre es wohl Stickstoff.

    Wie nahe liegen denn die Beschreibungen unter Mentalität an der Realität? Die ersten paar Fraktionen klingen ja prinzipiell sehr angenehm utopisch - war das denn eher das Ideal, oder spiegelt das sogar den tatsächlichen Zustand wider?

    Während der Blütezeit dieses Systems hat es tatsächlich weitgehend so funktioniert. Die Elementarmagier hatten ein Interesse daran, dass es ihren Bevölkerungen recht gut ging, damit sie nicht weggelaufen ist und die Magokratie akzeptiert hat. Dank der magischen und technologischen Möglichkeiten war es in dieser Phase auch recht gut machbar, einen hohen Lebensstandard zu gewährleisten.

    In den sehr kriegerischen Phasen am Anfang und Ende der Epoche war es aber anders. Das System ist aus einer Art großflächigen Bürgerkriegen in den antiken Kulturen entstanden und damals ging es der einfachen Bevölkerung flächendeckend sehr schlecht und in der Endphase waren die Ideale zwar noch dieselben, aber durch den Krieg gab es trotzdem viel Not und Elend.


    Heute gibt es noch die im ersten Beitrag versprochene Skizze, damit man das Ganze zumindest ein wenig geographisch verorten kann.



  • Konflikte: Oder warum das Ganze „Krieg der Elemente“ heißt



    Der Anfang der Elementherrschaft



    Wie im Vorstellungsthread schon erwähnt, gab es nach dem Bekanntwerden der tatsächlichen Natur der Elemente eine wenige Jahrzehnte andauernde Kriegsphase, auf die eine chaotische Zeit ohne schriftliche Zeugnisse folgte.

    Tatsächlich war diese Phase jedoch nicht „chaotisch“, sondern eine frühe Hochtechnologie-Phase von Silaris und die schriftlichen Zeugnisse fehlen, weil sie nach dem Zusammenbruch des magokratischen Systems gezielt vernichtet wurden, um zukünftige Generationen vor dem gefährlichen Wissen zu schützen.


    Im antiken Silaris (sollte auch mal noch näher bebastelt werden) gab es mehrere Hochkulturen, die an den großen Flüssen angesiedelt waren. Mangels Namens nenne ich die zunächst einfach „Dalin-Kultur“ (heutiges Elavien), Orellan-Kultur (heutiges Arunien), Ober-Arethusa-Kultur (später Dergomar) und Nieder-Arethusa-Kultur (heutiges Ruaris.) Daneben gab es im zentralen Urwald als Jäger und Sammler lebende Stämme (die Vorfahren der heutigen Sariler und Roviniel) und Nomaden in der nordischen Wüste (heute Avechain.) Die Waldbewohner unternahmen schon damals gelegentlich Raubzüge in die angrenzenden Regionen, hatten jedoch keine expansionistischen Ambitionen.

    Die Hochkulturen standen durch Handel im regen Austausch, auch Migration und das Schließen von Ehen über die Grenzen hinweg war in dieser Phase üblich, eine Ausnahme stellten hier die frühen Dergom dar, die sich stärker von den anderen abschotteten. Die anderen Hochkulturen hatten unterschiedliche Sprachen, Gesellschaftssysteme und Magiesysteme, aber kein Konzept von abstammungsbedingten Nationen. Innerhalb der Gesellschaften gab es aber recht große Ungleichheiten und erbliche Monarchien und Aristokratien.


    Es ist umstritten, wo die elementare Natur der Magie zuerst entdeckt wurde, aber klar, dass sich dieses Konzept über die Handelswege sehr schnell ausgebreitet hat. Dadurch wurden die zuvor klar strukturierten Gesellschaften in ihren Grundfesten erschüttert, denn die Magie war nicht erblich, sondern konnte bei jedem auftreten. Die Menschen stellten fest, dass die Fähigkeiten der „Dorfhexen“ dieselben waren wie die der Akademiemagier aus den großen Städten. Statt nach ihrer sozialen Stellung haben sich die Magier dann nach Elementen zusammengetan und für ihre Sache gekämpft.

    Ergebnis war eine Art „Magische Revolution“, die dem Adel und den Königshäusern nicht sonderlich gut bekommen ist. Nach einer Zeit des Bürgerkriegs wurden die alten Herrschaftsstrukturen durch die Magokratie ersetzt.


    Die Lokalisierung der von verschiedenen Elementen beherrschten Gebiete hängt mit deren Vorkommen zusammen (Wasserstoff, Halogene und Alkalimetalle an der Küste, Edel(Metalle) in Gegenden, wo diese Metalle abgebaut wurden, Stickstoff und Kohlenstoff in den warmen und fruchtbaren Landschaften der früheren Dalin-Kultur. Sauerstoff gibt es überall ähnlich viel, deswegen sind die Sauerstoffmagier an ihr Land gekommen, weil sie dort besonders erfolgreich bei der Eroberung der Städte waren, genauso auch bei den Phosphormagiern. Die hatten ursprünglich auch Interesse am Kohlenstoff- und Stickstoffland, haben aber (zunächst) darauf verzichtet, weil sie ein anderes Territorium hatten und nur schwer beides verwalten könnten.


    Die einfache Bevölkerung hat die neue Herrschaftsform dann recht bereitwillig akzeptiert, denn sie hatten es in den alten Reichen nicht besonders leicht und durch die soziale Vermischung der Elementarmagier waren unter den neuen Herrschern auch solche, die wussten, wie es der arbeitenden Bevölkerung erging. Der Wohlstand der unteren Schichten wuchs und die Gegensätze zwischen Arm und Reich wurden weniger.


  • Quote

    Bei Kupfer bin ich selber noch unschlüssig, ob ich das zu Metallen oder Edelmetallen zähle

    Nur so eine Idee:
    Die Kupfermagier gehörten ursprünglich zu den Edelmetallen, waren da aber immer ein bisschen die Außenseiter, weil sie sich gerne mal schmutzig gemacht hat. Eines Tages kamen ein Zinn- und ein Zinkmagier und überredeten sie, zu den normalen Metallen überzulaufen. Dort sind sie immer noch ein bisschen ungewöhnlich, vor allem, weil sie sich deutlich bunter kleiden, als es bei den Metallen sonst so üblich ist, aber sie sind trotzdem sehr geschätzt, insbesondere, wenn es um Arbeiten an oder sogar im Wasser geht.

  • Die Idee mit dem Kupfer finde ich gut.


    Jetzt geht es aber erstmal mit den Kriegen weiter, damit wir das hinter uns haben.


    Das 1. Jahrhundert


    Im ersten Jahrhundert nach der Entdeckung der Elemente sind die verschiedenen Fraktionen zunächst damit beschäftigt, ihre Territorien nach dem Bürgerkrieg wieder aufzubauen und neue gesellschaftliche Strukturen zu etablieren. Große kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Elementfraktionen finden in dieser Zeit nicht statt, es kommt jedoch zu kleineren Grenzstreitigkeiten, die sich jedoch stets klären lassen. Besonders häufig finden diese bei den Sauerstoff- und Halogenmagiern statt, da erstere gerne einen direkten Zugang zum Meer hätten.


    Außerdem gelingt es den Sauerstoffmagiern, mit recht geringem militärischem Aufwand das Territorium der Schwefelmagier unter ihre Kontrolle zu bringen.

  • Das 2. Jahrhundert

    Sauerstoffmagier gegen Halogenmagier und Metallmagier


    Der Grenzkonflikt zwischen Sauerstoffmagiern und Halogenmagiern führt zum ersten Krieg dieser Epoche. Die Sauerstoffmagier kämpfen gegen die Halogenmagier, um die östlichste Provinz des Halogenlands für einen direkten Zugang zum Meer zu erobern. Dieser Angriff wird jedoch zurückgeschlagen und zahlreiche Grenzorte werden zerstört. Widerwillig stimmen die Sauerstoffmagier einem Waffenstillstand zu, legen ihre Pläne jedoch keineswegs ad acta und die beiden Fraktionen bleiben bis zum Ende der Epoche verfeindet.


    Da der Nachschub an Waffen ein limitierender Faktor ist, beschließen die Sauerstoffmagier jedoch, dass sie das Land der Metallmagier erobern wollen, um diese dazu verpflichten zu können, in Zukunft exklusiv für sie Waffen zu produzieren. Dies gestaltet sich allerdings auch als wesentlich schwieriger als gedacht. Nutznießer des Ganzen sind die Stickstoffmagier, die verschiedene Sprengstoffe entwickelt haben und entdeckt haben und herausgefunden haben, dass sich diese für Waffen einsetzen lassen. Sie beliefern beide Kriegsparteien, was letztendlich aber den Metallmagiern einen Vorteil bringt, die Handfeuerwaffen, Kanonen und Bomben entwickeln, während die Sauerstoffmagier auf improvisiertere Methoden angewiesen sind. Da sie aber ihr eigenes Element sehr erfolgreich als Waffe einsetzen können, stellt sich trotzdem eine Pattsituation ein und da die Kriegskasse auf beiden Seiten immer leerer wird, einigt man sich schließlich doch auf einen Waffenstillstand und die Sauerstoffmagier sehen ein, dass sie für ihre Waffen doch lieber bezahlen sollten, nicht zuletzt, weil sie den Erfindungsreichtum der Metallmagier gesehen haben, der so unter Zwang sicherlich nicht vorhanden wäre.


    Die Halogenmagier halten die Sauerstoffmagier jetzt für geschwächt und versuchen einen Angriff auf deren Territorium, der jedoch dank der im Krieg entwickelten Technologien der Sauerstoffmagier erfolgreich abgewehrt wird. Die Halogenmagier stecken anschließend auch mehr Aufwand in die Entwicklung, was unter anderem zu Chlortrifluorid als Brandwaffe und verschiedenen halogenhaltigen Kampfstoffen führt.


    Nach der vorherigen Niederlage beschließen sie aber, dies zunächst nicht an den Sauerstoffmagiern, sondern an den Phosphormagiern zu testen, die mit ihrem friedlichen Ackerbau nicht als sonderlich gefährliche Gegner gesehen werden.

  • Das 3. Jahrhundert

    Halogenmagier gegen Phosphormagier


    Dieser Angriff findet um die Jahrhundertwende statt. Die Halogenmagier erleben jedoch eine aus ihrer Sicht unangenehme Überraschung. Die Phosphormagier haben die Expansionsbestrebungen ihrer Nachbarn schon länger aufmerksam beobachtet, damit gerechnet, dass sie irgendwann auch angegriffen werden würden und entsprechend massiv aufgerüstet. Sie haben sowohl bei den Metall- und Stickstoffmagiern fleißig eingekauft als auch Methoden entwickelt, um ihr eigenes Element und seine Verbindungen als Waffe zu nutzen. Die Halogenmagier sind davon völlig überrascht und müssen sich schnell zurückziehen.


    Diese Demütigung wollen sie aber nicht auf sich sitzen lassen, sondern entwickeln neue Strategien, rüsten weiter auf und starten dann einen neuen Angriff. Dieses Mal gelingt es den Phosphormagiern nicht, den Angriff schnell zurückzuschlagen, sondern es entwickelt sich nach dem Sauerstoff-Metall-Krieg der zweite große Krieg dieser Epoche. Nach dem ersten Schock schließen die Phosphormagier beim Thema chemische Waffen schnell auf, weil sie bereits vorher Pestizide hatten, die sich dazu umfunktionieren lassen.

    Das Grenzland im Südwesten von Silaris wird so verseucht, dass es für Bodentruppen nicht mehr passierbar ist, was beide Seiten dazu zwingt, Methoden zu entwickeln, um das Land dahinter trotzdem zu erreichen. Dies führt zu einer sehr distanzierten Kriegsführung, bei der fast keine Kontakte zwischen den Kriegsgegnern mehr stattfinden, sodass es weder zu Gräueltaten direkt „von Mensch zu Mensch“ noch zu Verständnis für die Auswirkungen des eigenen Tuns kommt.

    Die Halogenmagier haben jedoch mit dem Problem zu kämpfen, dass Kinder, die den Kontakt mit den Kampfstoffen der Phosphormagier überlebt haben, selbst zu Phosphormagiern werden, die aber intensive Förderung brauchen. Ihrer Mentalität entsprechend tun die Halogenmagier dies jedoch nicht, sondern überlassen die Betroffenen ihrem Schicksal, was den Unmut in der Bevölkerung weiter verstärkt und dazu führt, dass viele Bewohner versuchen zu flüchten, obwohl darauf die Todesstrafe steht.


    Die Sauerstoffmagier nutzen diese Situation aus, um endlich ihr Ziel einen Korridor zum Meer zu erobern, in die Tat umzusetzen, angeblich auch aus humanitären Gründen, um eine „Sicherheitszone“ für die Flüchtlinge zu schaffen. Da die Halogenmagier vor allem auf ihren Kampf mit den Phosphormagiern fokussiert sind, nehmen sie das unter der Bedingung, dass die Sauerstoffmagie auf weitere Eroberungsversuche verzichten, hin.


    Um gegenüber den Phosphormagiern einen Ausgleich zu schaffen, entwickeln sie einen Kampfstoff, der Überlebende selbst zu Halogenmagiern machen kann. Dabei berücksichtigen sie aber nicht, dass die Phosphormagier eine andere Denkweise haben und sich um die Betroffenen kümmern. Dies führt dazu, dass sie Halogenmagier auf der eigenen Seite haben, was sich als strategischer Vorteil erweist. Gleichzeitig führt es den Phosphormagiern aber auch vor Augen, dass sich eigentlich auch gut mit Halogenmagiern zusammenarbeiten lässt. Diesen wird währenddessen immer klarer, dass sie den Krieg wohl nicht gewinnen werden und es besser ist, vor der klaren Niederlage in Verhandlungen einzutreten, was dann auch geschieht. Nach einem jahrzehntelangen Krieg vereinbaren die beiden Fraktionen zuerst einen Waffenstillstand, aus dem nach ein paar weiteren Jahren sogar ein Bündnis wird. Das verseuchte Gebiet wird mit vereinten Kräften erfolgreich gereinigt, beide Fraktionen stellen fest, dass die Waffenproduktion gemeinsam wesentlich besser funktioniert und die Halogenmagier überdenken ihre pädagogischen und sozialen Vorstellungen zumindest ein wenig.


    Damit könnte wieder Frieden in Silaris herrschen, wenn die Nachbarn diese Entwicklung nicht misstrauisch beäugen würden.

  • Das 4. Jahrhundert

    Der Bündniskrieg


    Den Sauerstoffmagiern ist das neue Bündnis an ihrer Grenze äußerst suspekt. Ihnen ist dabei klar, dass sie alleine gegen die beiden Fraktionen vermutlich keine Chance hätten. Deshalb beschließen sie, dass sie ebenfalls Bündnispartner brauchen und beginnen entsprechende Verhandlungen mit den Wasserstoff- und Alkalimetallmagiern Diese sind schließlich von Erfolg gekrönt und es bildet sich die Vierer-Allianz. Die Bündnispartner rüsten auf, wobei sie jedoch mit einem unerwarteten Problem konfrontiert werden: Den Metallmagiern ist die Umzingelung durch die Sauerstoffmagier und ihre Bündnispartner nach dem Krieg im Zweiten Jahrhundert alles andere als angenehm und sie halten es nicht für sinnvoll, die Aufrüstungspläne zu unterstützen. Entsprechend werden nur noch wenige Waffen verkauft, die sich nicht auf dem neusten Stand der Technik befinden. Außerdem schließen die Metallmagier nun selbst ein Bündnis mit den Kohlenstoff- und Stickstoffmagiern, das Dreierbündnis, sodass das Viererbündnis auch keinen Sprengstoff mehr kaufen kann.

    Den Sauerstoffmagiern gelingt es jedoch, selbst Methoden für die Sprengstoffentwicklung zu finden und schließlich mithilfe der Wasserstoffmagier und dem Anwerben von in der Metallverarbeitung fähigen Nichtmagiern auch für die Herstellung und Verarbeitung von Metallen, sodass das Viererbündnis die Aufrüstung ohne die Unterstützung des Dreierbündnisses fortführen kann.


    Phosphor- und Halogenmagier haben währenddessen genug vom Krieg und setzen ihre technischen Errungenschaften aus der Kriegszeit nun zivil ein. Angesichts der Aufrüstung bei den Nachbarn investieren sie allerdings auch in Waffen und Verteidigungspläne, wobei sie mit beiden Bündnissen Handel treiben und bei den Treffen in Arana eher vermittelnd auftreten.

    Während im Hintergrund die Aufrüstung läuft und das Misstrauen wächst, ist die erste Hälfte des Vierten Jahrhunderts für die nichtsahnende Bevölkerung eine von Frieden und Wohlstand geprägte Zeit.


    Als eine Munitionsfabrik der Sauerstoffmagier in einem grenznahen Gebiet explodiert, sind die Sauerstoffmagier überzeugt davon, dass Saboteure des Dreierbündnisses hinter dem Unglück stecken. (In Wirklichkeit war es ein Unfall.) Die Sauerstoffmagier und ihre Verbündeten glauben den Metallmagiern und ihren Verbündeten jedoch nicht und erklären dem Dreierbündnis den Krieg. Zunächst versuchen alle beteiligten Fraktionen, die Zahl ziviler Opfer möglichst gering zu halten und bevorzugt feindliche Soldaten und Magier anzugreifen. Hierbei scheint das Viererbündnis zunächst überlegen zu sein, da sie genau wie die Angehörigen des Dreierbündnisses über Sprengstoff und Metallwaffen verfügen, aber zusätzlich auch noch ihre Elemente direkt als Waffe einsetzen können. So können sie Teile des Metall- und Kohlenstofflands erobern. Das Stickstoffland erreichen sie zwar nicht direkt, greifen es aber aus der Luft an und verursachen immer wieder Brände, wobei auch Zivilisten getötet werden.


    Die Vertreter des Dreierbündnisses wollen daraufhin von den Phosphor- und Halogenmagiern chemische Waffen kaufen, was diese jedoch ablehnen. Insbesondere die Stickstoffmagier halten dies an diesem Punkt des Krieges aber für nötig und entwickeln selbst welche. Wie es in der Natur von Massenvernichtungswaffen liegt, funktioniert die Schonung der Zivilbevölkerung bei ihrer Anwendung nicht mehr und sie töten zahlreiche Menschen in den Ländern der Alkalimetall- und Wasserstoffmagier. Die Alkali- und Erdalkalimetallmagier haben mit ihren Gaben kaum Möglichkeiten sich dagegen zu wehren und sich selbst und ihre Bevölkerung von der Giftstoffen zu schützen, sodass sie komplett besiegt und größtenteils vernichtet werden. (Eine Tat, die später insbesondere in der arunischen Tradition den Halogenmagiern zugeschrieben wird, obwohl diese überhaupt nichts damit zu tun hatten.)


    So wird das Viererbündnis zum Ende des Vierten Jahrhunderts zu einem Dreierbündnis. Die stets neutralen Edelmetallmagier versuchen in Arana den Kriegsparteien ins Gewissen zu reden und verurteilen den Völkermord an den Alkalimetallmagiern entschieden. Gemeinsam mit den Phosphormagiern versuchen sie, zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln und dem sinnlosen Krieg ein Ende zu setzen.

    Dies scheitert jedoch daran, dass die Sauerstoffmagier und ihre Verbündeten eine Bestrafung der Stickstoffmagier fordern, was diese entschieden ablehnen, da sie den Krieg ja nicht verloren haben und überhaupt keinen Grund sehen, solche Bedingungen zu akzeptieren. Damit sind die Versuche einen Waffenstillstand zu erreichen gescheitert.

  • Die Endphase



    Sauerstoffmagier und Wasserstoffmagier sind nun auf Rache aus. Sie setzen nicht mehr nur wie bisher feindliche Stellungen in Brand, sondern verursachen riesige Waldbrände in den Ländern der Stickstoff- und Kohlenstoffmagier. Diese vernichten auch große Teile des meist in den Wäldern liegenden Ackerlands, was kurzfristig große Hungersnöte zur Folge hat.

    Langfristig wird das Ökosystem dieser Region dauerhaft verändert, da die Bäume nicht an Waldbrände angepasst sind und viele Arten komplett verschwinden. Die nun freien Flächen sind Wind und Sonne ausgesetzt, sodass das Land austrocknet und der Erosion ausgesetzt ist. Die fruchtbaren Wälder der Antike können sich nur noch in kleinen Teilen dieses Gebiets im heutigen Elavien halten, sodass die traditionelle Waldwirtschaft, wo Früchte und Nüsse ein wichtiger Bestandteil der Ernährung waren in dieser Region nicht mehr möglich war. Diese langfristigen Folgen hatte keiner der Beteiligten vorausgeahnt, die akute Hungersnot aber durchaus.


    Die Menschen aus den betroffenen Gebieten fliehen auf der Suche nach Nahrung ins verbündete Metallland und als auch das die benötigten Ressourcen nicht mehr bereitstellen konnte, in die Gebiete der Halogen- und Phosphormagier. Insbesondere letztere nehmen Flüchtlinge in großer Zahl auf und liefern außerdem Lebensmittel an die im Metallland untergebrachten Flüchtlinge.

    Dies wird von den Sauerstoffmagiern als feindlicher Akt interpretiert und sie greifen das Phosphorland an, wobei sie ebenfalls versuchen, aus der Luft Brände zu verursachen. Durch eine Kombination aus Luftabwehr, der Unterstützung von Elementaren, halogenhaltigen Flüssigkeiten zum Ersticken von Feuer und dem Einsatz von mentaler Elementarmagie gegen die Angreifer, was zwischen Phosphormagiern und Sauerstoffmagiern besonders einfach funktioniert gelingt es den Phosphormagiern jedoch, größere Schäden zu verhindern. Sie entscheiden sich jedoch dagegen, auf einer Seite in den Krieg einzutreten, weil sie sich keiner Seite mehr verbunden fühlen und wollen sich ausschließlich auf die Verteidigung ihres Territoriums konzentrieren.


    Die Halogenmagier nehmen dies jedoch zum Anlass, den zuvor von den Sauerstoffmagiern eroberten Streifen ihres Landes zurückzuerobern und treten damit auf Seiten der Dreierallianz in den Krieg ein, der weiter mit unerbittlicher Härte geführt wird.


    Die nichtmagischen Menschen im Kriegsgebiet lehnen ihre elementarmagische Führung immer stärker ab und flüchten teilweise sogar in den nördlichen Urwald oder in das Land Dergomar, wo man immer noch an die Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde glaubt. Wer bleibt, weigert sich, weiterhin gegen Menschen wie sie selbst in den Krieg zu ziehen, nur weil sie in den Ländern unterschiedlicher Elementarmagierherren leben.


    Den Edelmetallmagiern gelingt es schließlich, die Metallmagier davon zu überzeugen, Friedensverhandlungen zu starten und bald darauf wird ein Friedensvertrag mit den Sauerstoffmagiern unterzeichnet. Die Kohlenstoffmagier schließen sich wenig später ebenfalls an, Wasserstoff- und Stickstoffmagier weigern sich, weil beide Seiten die Taten der jeweils anderen unverzeihlich finden. Die Bevölkerungen der beiden Länder sind jedoch inzwischen in der Überzeugung vereint, dass einzig die Elementarmagier für das Elend verantwortlich sind und verweigern ihnen den Gehorsam, sodass sie schließlich auch dazu gezwungen sind, dem Friedensvertrag beizutreten.


    Dieser sieht ein Ende der magischen Herrschaft und die Zerstörung des gefährlichen Wissens nach einer letzten Nutzung für den Wiederaufbau vor. Elementarmagier sollen in Zukunft keine politischen Führungspositionen mehr übernehmen und ihre Fähigkeiten nur noch in begrenztem Rahmen unter kontrollierten Bedingungen im streng regulierten Alchimistenzirkel anwenden, um zu verhindern, dass es jemals wieder zu einer solchen Katastrophe kommt.


    Die Halogenmagier wittern noch einmal ihre Chance, doch auch ihnen fehlt der Rückhalt ihrer Bevölkerung, sodass sie sich dem Friedensvertrag schließlich ebenfalls anschließen.

    Die Phosphormagier genießen noch die meiste Unterstützung ihrer Bevölkerung und würden ihre Errungenschaften eigentlich gerne beibehalten, doch es ist klar, dass sie dann alleine gegen alle anderen kämpfen müssten. Obwohl sie angesichts der massiven Schwächung der anderen Fraktionen hier durchaus Chancen gehabt hätten, entschieden sie sich in einer Abstimmung dagegen und akzeptierten den Friedensvertrag ebenfalls.


    Und damit endet das Zeitalter des Kriegs der Elemente.

  • Der Krieg der Elemente und das heutige Silaris



    Allgemeines



    Im modernen Silaris ist nicht allgemein bekannt, dass die als Krieg der Elemente bezeichnete Phase nicht nur wenige Jahre gedauert hat, sondern mehrere Jahrhunderte. Das liegt nicht zuletzt daran, dass im frühen Mittelalter versucht wurde, das Wissen dieser Zeit so vollständig wie möglich zu vernichten, weil es als zu gefährlich erachtet wurde.

    Trotzdem lebt die Erinnerung dieser Zeit in Mythen und transgenerationellen Erinnerungen weiter, dazu kommen immer wieder archäologische Funde, die etablierte Theorien in Frage stellen. Diese wurden jedoch bisher alle (mehr oder weniger glaubwürdig) als Fälschungen enttarnt.

    Seriösen Forschern, die diesem Thema nachgehen wird die Arbeit durch zahlreiche Verschwörungstheorien noch schwerer gemacht, denn die führen dazu, dass Behauptungen zur Existenz einer frühen Hochtechnologie-Kultur in Silaris zu Hohn und Spott führen.



    Eine bei Gruppen in Temira und Ruaris verbreitete Verschwörungstheorie geht davon aus, dass es in Silaris eine untergegangene Hochkultur aus intellektuell und moralisch überlegenen Menschen gab, von denen die Vertreter dieser Theorie natürlich abstammen und die von den minderwertigen Massen durch deren schnelle Vermehrung irgendwann besiegt werden konnten, womit auch die überlegene Kultur zugrunde ging, was diese natürlich nicht zugeben wollen.


    Deutlich näher an der Wahrheit sind diejenigen Arunier und Temiraner, die ihren Alchimistenzirkeln unterstellen, dass sie die Wahrheit gezielt vor der Bevölkerung geheimhalten, um ihre Macht zu sichern.


    Ganz abstrus wird es bei den Verschwörungstheorien, die dem Volk der Avechai die Schuld am Untergang der frühen Hochkultur geben. Die Avechai waren zur Zeit des Kriegs der Elemente ein Nomadenvolk in der nordischen Wüste, das mit den Elementländern außer ein paar Handelsbeziehungen zu den Edelmetallmagiern nichts zu tun hatte. Die Idee kam vermutlich dadurch zustande, dass die Avechai, die vor Faganu in andere Länder geflohen sind, elementarmagisch fitter waren als die anderen Menschen der damaligen Zeit.


    Andere Verschwörungstheorien suchen die Schuld bei überhaupt nicht existierenden Geheimbünden mit klangvollen Namen wie den „Brüdern der ewigen Finsternis“ oder den „Söhnen des Feuers.“



    Auch die gemeinhin angenommene kurze Phase weckt jedoch bei so manchem die Idee, dass es noch irgendwo Waffen aus dem Krieg der Elemente zu finden geben könnte. Der letzte, dem das tatsächlich gelungen ist, war der Feldherr und Fluormagier Fajan/Faganu aus dem 11. Jahrhundert, Details darüber, ob er wirklich eine einsatzfähige Waffe oder nur Anleitungen für deren Herstellung gefunden hat, sind jedoch nicht bekannt. In jüngerer Zeit wurde dies immer wieder versucht, beispielsweise von den Temiranern im Krieg gegen Arunien, dem ruarischen Diktator Cuno Lamkiss in derselben Situation und dem elavischen Faganidenorden, der eine Wiedereinführung der Magokratie anstrebt, diesem Ziel aber seit seiner Gründung im 12. Jahrhundert noch nicht näher gekommen ist.

    Heute sind entsprechende Bemühungen eines der vom arunischen Litias-Zentrum durchgeführten Geheimprojekte.



    Währenddessen haben in Ruaris Branwen Telvin, die Leiterin der dortigen Akademie für Phosphormagie und eine Schülerin auf einem Betriebsausflug an der Westküste eine Höhle mit zahlreichen Schriften entdeckt. Darunter eine Chronologie des Kriegs der Elemente mit Augenzeugenberichten und Dokumentationen zu verschiedensten technologischen und landwirtschaftlichen Errungenschaften des Phosphormagierlandes. Diese werden von ihr gemeinsam mit dem Archäologen Sarolf Reikin von der Stickstoffmagierakademie untersucht, bisher verzichten sie allerdings noch auf eine Veröffentlichung, weil sie bei diesem heiklen Thema absolut auf Nummer sicher gehen wollen, dass die Fundstücke echt sind. Die Chronik stellt das, was die Leute über den Krieg der Elemente zu wissen glauben, nämlich nicht nur zeitlich auf den Kopf, sondern auch in Bezug auf die Rollen der einzelnen Elemente.


    Am liebsten würden sie hierzu noch nach ähnlichen Hinterlassenschaften anderer Elementarmagiergruppen suchen und erwägen, sich dafür mit den Experten des Litias-Zentrums zusammenzutun, wo sie aber bisher wegen dessen militärischer Ausrichtung noch skeptisch sind.

  • Obwohl die Details nicht mehr bekannt sind, haben sich die Ereignisse des Kriegs der Elemente auf die weitere Entwicklung der Menschen in den betroffenen Gebieten ausgewirkt. Auch im heutigen Sarilien kamen durch Flüchtlinge und verschleppte neue Stammesmitglieder Informationen darüber an, die in die dortige Mythologie eingegangen sind. Außerdem bleiben in der Elementarmagie Spuren von bereits erfolgten Anwendungen zurück, die jedoch von späteren Elementarmagiern höchstens unterbewusst wahrgenommen werden können.



    Arunien und Temira


    Nachdem die größten Schäden beseitigt waren, hat sich der gemeinsame Alchimistenzirkel recht bald aufgelöst. Temira und Nadaris (im heutigen Arunien) behielten jedoch jeweils einen eigenen. Beide hatten gemeinsam, dass der Alchimistenzirkel bis zur Industrialisierung (ab 2600) ein elitäres Projekt war. Die Mitgliedschaft war fast ausschließlich dem Nachwuchs des Adels vorbehalten und Elementarmagie außerhalb dieses Umfelds gab es offiziell gar nicht. In beiden Alchimistenzirkeln nahmen die Metallmagier einen hohen Rang ein, Alkalimetalle und Erdalkalimetalle zähl(t)en nicht als Metalle, sondern als „feminine“ und „schwache“ Elemente, Sauerstoffmagier genossen ebenfalls hohen Respekt, während Halogenmagiern und Phosphormagiern mit Misstrauen betrachtet wurden und immer noch werden.


    Der Krieg der Elemente ist Teil des Gründungsmythos, allerdings hat dieser mit der Realität nur sehr wenig zu tun. Beispielsweise wird der Genozid an den damaligen Alkalimetallmagiern den Halogenmagiern zugeschrieben, während die Schuld für den Untergang des Systems bei einem Bündnis aus Halogenmagiern und Phosphormagiern gesucht wird. Wie oben zu lesen ist, trug das aber allenfalls sehr indirekt dazu bei und die Magier dieser beiden Gruppen waren am letzten, besonders zerstörerischen Krieg in Wirklichkeit kaum beteiligt.


    Diese Überzeugung ist bis heute verbreitet, wobei Rabanus Ostreatus, Valerius Aropus und Lucasta Clossiana aber auch ihren Beitrag dazu geleistet haben, indem sie im Krieg gegen Ruaris wieder Chemiewaffen eingeführt haben und versucht haben, den Alchimistenzirkel abzuschaffen. An den Abschaffungsplänen war Calciummagierin Dorea Verita aber auch beteiligt.


    Die Sauerstoffmagier haben dagegen wesentlich bessere Publicity und ihre Untaten existieren in der offiziellen Geschichtsschreibung überhaupt nicht. Die modernen Sauerstoffmagier selbst haben keine Ahnung von dem, was damals passiert ist.

  • Elavien


    Im heutigen Elavien gab es zunächst ein Schüler-Lehrer-basiertes Magiesystem, das jedoch nur bis zum Krieg gegen Faganu Bestand hatte, denn danach wandten sich die Elavier vollständig von der Elementarmagie ab und betrachteten sie als etwas Böses, das Verderben über das Land brachte.

    Erst seit der Elavischen Revolution (2855) werden vom elavischen Militär heimlich wieder Elementarmagier ausgebildet, bisher wollte dies jedoch keine Regierungspartei von der breiten Öffentlichkeit eingestehen, weil die Politiker wissen, dass es schwierig ist, die Bevölkerung nach vielen hundert Jahren Anti-Elementarmagie-Propaganda davon zu überzeugen, dass sie doch welche benutzen sollen.


    Offiziell wird diese Ablehnung mit dem brutalen Feldzug von Fluormagier Faganu erklärt, ist aber in Wirklichkeit zusätzlich auch auf die unterbewussten Erinnerungen an die Zerstörungen in den ehemaligen Stickstoff- und Kohlenstoffländern zurückzuführen. Ein paradiesisches Land, in dem die Menschen früher lebten und das durch Feuer zerstört wurde, hat auch Eingang in die elavische Mythologie gefunden. Auch hier haben die Täter jedoch gute Publicity, die Menschen in den Sagen waren durch ihre Freveltaten nämlich selbst für diese Bestrafung verantwortlich.


    Die meisten heutigen Elavier stammen allerdings von den Bewohnern des Edelmetalllandes ab, was sich bis heute in einer großen Liebe zu schönen Metallen zeigt, die weit über die Nutzung als Zahlungsmittel und Symbol für Reichtum hinausgeht. Schmuck aus Gold und Platin und Geschirr aus Silber sind in Elavien sehr beliebt und selbst arme Familien geben sich große Mühe, um ihren Kindern zumindest zur Hochzeit so etwas zukommen zu lassen. Die Elavier glauben, dass sie selbst und ihre Lebensmittel dadurch vor bösen Einflüssen geschützt wurden. Der Diebstahl von Schmuck und Silberwaren gilt als großer Frevel und wird bis heute wesentlich härter bestraft als sonstiger Diebstahl, selbst wenn es dabei um Geldtransporte oder Ähnliches geht.

    Diese Überzeugung geht darauf zurück, dass die Bewohner des Edelmetalllandes während des Kriegs der Elemente von ihren Herrschern mit speziellen Schmuckstücken ausgestattet wurden, die alle anderen darauf hinwiesen, dass sie zu diesem im Krieg neutralen Volk gehörten und nicht angegriffen werden durften.

    Trotz des Elementarmagietabus gab es in Elavien immer Edelmetallmagier, die diese Elemente gefunden und verarbeitet haben. Dabei sind weder sie selbst noch die anderen jemals auf die Idee gekommen, dass dies irgendetwas mit verbotener, böser Magie zu tun haben könnte.

  • Ruaris


    Im heutigen Ruaris wurde das elementare Konzept der Magie wieder aufgegeben und Magie auf eine der Antike ähnliche Art und Weise praktiziert.


    Dabei bildeten sich zwei unterschiedliche Völker heraus. Eins waren die Ladivir im Osten des heutigen Ruaris und im Westen des heutigen Aruniens, ein männlich dominiertes Volk mit tapferen Schwertkämpfern, die von magisch begabten Schmieden ausgestattet wurde und weiblichen Hexen, deren Tätigkeit sich auf Bereiche Fruchtbarkeit und Heilkunde beschränkte. An der Westküste lebten die Ruash, ein Volk, das immer noch vom System der Phosphormagier geprägt war, obwohl sie davon offiziell nichts wussten. Damit ihr Wissen nicht komplett in Vergessenheit geriet, hatten diese alles davon, was mit den Regeln des Friedensvertrags vereinbar war in Liedern verewigt, die mündlich an die späteren Generationen weitergegeben wurde. Die Ruash-Lieder sind heute Silaris-weit bekannt und beliebt und dienen als Inspiration für Fantasyliteratur. Ihre Herkunft ist aber unbekannt.

    Bei den Ruash spielte die Magie immer noch eine große Rolle, wurde aber auch nicht mehr mit Elementen in Verbindung gebracht.


    Beide Völker vereinigten sich erst mit der Industrialisierung, wobei die traditionellen Magiesysteme übereilt durch ein technokratisches Elementarmagiesystem ersetzt wurden. Unter der folgenden Diktatur von Cuno Lamkiss der junge Elementarmagier brutal für den zukünftigen Kriegseinsatz gedrillt. Dies führte insbesondere in der fragilen Anfangsphase der elementarmagischen Ausbildung zu vielen Todesfällen und dazu, dass die Ruarier begabte Angehörige lieber versteckten als sie in diese Einrichtungn zu schicken. Dieses dysfunktionale System leistete einen wesentlichen Beitrag zu ruarischen Niederlage. Während der Lamkiss-Herrschaft versuchten die ruarischen Elementarmagier außerdem Informationen über Waffen aus dem Krieg der Elemente zu finden, waren dabei jedoch erfolglos. Ganz richtig ist das aber nicht, sie haben tatsächlich von den Phosphormagiern dokumentierte Informationen gefunden, diese aber nicht als solche erkannt, weil die Texte in alt-elavischer Schrift verfasst waren. Die Ruarier gingen davon aus, dass etwas, was von beim Thema Elementarmagie ahnungslosen Elaviern geschrieben wurde, wertlos sein musste. Dabei wussten sie nicht, dass die Schrift und Sprache der Edelmetallmagier während der Zeit des Kriegs der Elemente als Lingua Franca verwendet wurden und dass diese Schrift später von den Elaviern übernommen wurde.


    Nach Ende des Arunisch-Ruarischen Krieges (2857) ging es in Ruaris was Elementarmagie anging deutlich bergauf. Mit Unterstützung von Lucasta Clossiana und Dorea Verita aus Arunien wurde ein System entwickelt, das zufällig? dem der Phosphormagier aus dem Zeitalter des Kriegs der Elemente recht ähnlich ist. Hierbei ist es der Normalfall, dass Neu-Magier zuhause bleiben und neben ihren üblichen Tätigkeiten unterrichtet werden, um die Hemmschwelle für die Menschen möglichst gering zu halten, da viele Ruarier der Elementarmagie immer noch skeptisch gegenüberstehen. Durch den arunischen Einfluss auf die ruarische Popkultur und die Kriegserfahrungen hat sich dort auch ein Misstrauen insbesondere gegen Halogenmagier und eine besondere Wertschätzung von Sauerstoffmagiern entwickelt.

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