Nach dem Tod?

  • Ich persönlich bin noch dabei mir ein philosophisches Konzept vom Jenseits zusammen zu basteln. Ergo kann ich diese Frage derzeit ned beantworten.


    Was meine zukünftige Welt anbelagt (ärgs! ich kann das Wort zukünftig schon nimmer schreiben *nerv*), so ist das bei allen Völkern relativ gleich, weil ...
    sich mit dem letzten Atemzug die Körper in Energie auflösen werden und zurück zum Ursprung fließen werden ... der Glaube wird also in Richtung aus Energie bist du geboren, zu Energie wirst du wieder werden gehen
    genauere Ausarbeitung ist allerdings noch in Arbeit

  • Grundsätzlich gibt es auf allen meiner Welten in irgendeiner Form das "Leben nach dem Tod". Was die Bewohner glauben, ist eine andere Sache -- nicht immer, aber oft. Hier ein paar Beispiele:


    Auf Brôl sind die Êclofin mit dem Bewusstsein verbunden, mit dem sie nach dem Tod eins werden -- und das wissen sie. Auf der Dracheninsel glauben die Schamanen der Insel der Freiheit daran, zuerst als Tier, dann als Stern wiedergeboren zu werden. Die Druiden der Südinsel glauben, als Bäume wiedergeboren zu werden und für die Bewohner Parnavus ist es nach dem Tod ganz aus. Die Druiden des Drachenreiches glauben, nach dem Tod einfach zu den Sternen aufzusteigen, womit sie am ehesten an der Warheit liegen.


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    Andereseeits: Ich glaube falls es doch etwas danach gibt, kann mir ja wohl niemand übel nehmen, dass ich im Hier nicht so ganz dran geglaubt habe, oder?

    Was ist besser: Sich darauf vorzubereiten, obwohl es nichts gibt, oder sich nicht vorzubereiten, und dann feststellen, dass es etwas gibt?



    Dass die Seele etwas wiegen soll, is was ganz neues. Die Dualisten sagen, sie ist nicht massenbehaftet. Die, die sie als Produkt unseres Hirns sehen, wissen, dass es elektromagnetische Impulse sind, ergo ebenfalls massenlos. Welches blöde Hirn hat sich gedacht, dass die Seele etwas wiegen soll, und dann erst noch 21/28 Gramm?

    Ich denke auch nicht, dass besagte 21 Gramm das Gewicht unserer Seele sind. Wenn wir überhaupt so etwas besitzen, (was ich hoffe) dann ist das etwas, was man wohl kaum wiegen kann.

    Quote

    Ich weigere mich zu glauben das die Seele 21/28 Gramm ist solange keiner beschreibt, wie man das rausgekriegt hat.

    Die Frage, die sich mir gestellt hat: Wie kann eine Seele, die immateriell ist, etwas wiegen? (Oder zumindest von Waagen, die Materie wiegen, wahrgenommen werden?)




    Quote

    Und ob die Seele überhaupt wegfliegen kann aus dem Faß, und wie man
    feststellen kann was Gas ist und was Seele (chemische Analyse?)

    Wenn sie nicht aus Materie besteht (was ich annehme), wird sie leicht entweichen können. Gemessen könnte hier allerdings nur das Gas werden, zumiondest mit unseren heutigen Technologien.

  • Quote

    Die Frage, die sich mir gestellt hat: Wie kann eine Seele, die immateriell ist, etwas wiegen? (Oder zumindest von Waagen, die Materie wiegen, wahrgenommen werden?)


    Das Konzept der Seele als etwas Immateriellen dürfte eher jünger sein - vermutlich hat eins sich früher die Seele eher als aus einem anderen Material gemacht vorgestellt. Vielleicht gasförmig, oder so in der Art.


    Psychologie ist ja eine recht junge Disziplin, und unsere neuzeitliche Sicht auf den Geist ist stark von den Forschungen der letzten hundertfünfzig Jahre geprägt (oder eher sogar von den letzten fünfzig Jahren, seitdem wir Möglichkeiten haben, Hirnströme zu messen o.ä.) - recht viel davon, was wir heute als selbstverständlich hinnehmen, ohne darüber überhaupt nachzudenken, war mal umstritten oder wurde komplett anders gedacht. ;)


    Quote

    Was ist besser: Sich darauf vorzubereiten, obwohl es nichts gibt, oder sich nicht vorzubereiten, und dann feststellen, dass es etwas gibt?


    Es könnte auch sein, dass die beste Vorbereitung ist, sich nicht vorbereitet zu haben... soweit alles spekulativ ist, kann eins immer auch das genaue Gegenteil spekulieren. :)


    @topic


    Issoy (und verwandte Welten) stehen konzeptuell dem Idealismus und/oder dem Panpsychismus nahe. Wie nahe genau, weiß ich nicht, aber es ist anzunehmen, dass in diesem System (d.h. magietheoretisch gesprochen) sowohl Welten möglich sind, in denen es ein Leben nach dem Tod gibt, solche, in denen es absolut gar keins gibt, solche, in denen Reinkarnation stattfindet - und alles dazwischen.
    Ein spezifisch issoyanisches Jenseitsdenken habe ich bislang nicht gebastelt - es ist halt so, dass es einige Entitäten gibt, die mehrere Jahrtausende alt werden, aber wie genau die mit meinen bebastelten Welten überhaupt aktiv interagieren weiß ich nicht. Gabs bis jetzt eher nur so als Fußnote.


    ß ß ß ß ß


    Ngiana hat ein eingebautes Jenseits, das quasi als zweite Welt existiert - jedes Lebewesen hat also (so was wie) eine Seele, und die kommt nach dem Tod in besagtes Jenseits. Manche werden dort Götter, manche werden auch einfach schnell von irgendwelchen anderen Seelen gefressen. Basteltechnisch möchte ich mich nicht genau darauf festlegen, was im Jenseits passiert, es ist von Sterblichen per Definition nicht durchschaubar, ich bin sterblich, also durchschaue ich es nicht.^^

  • Was ist besser: Sich darauf vorzubereiten, obwohl es nichts gibt, oder sich nicht vorzubereiten, und dann feststellen, dass es etwas gibt?


    Nicht vergessen die dritte Option: Sich vorbereiten und dann feststellen, dass es etwas komplett Anderes gibt.

  • Es könnte auch sein, dass die beste Vorbereitung ist, sich nicht vorbereitet zu haben... soweit alles spekulativ ist, kann eins immer auch das genaue Gegenteil spekulieren. :)

    Gemeint habe ich: Besser wäre es, sich vorzubereiten, denn...
    1. wenn es ein Leben nach dem Tod gibt, ist man vorbereitet.
    2. wenn es kein Leben nach dem Tod gibt, ist es eh wurscht, was man gemacht hat.


    Wenn man sich jedoch nicht vorbereitet...
    3. und es kein Leben nach dem Tod gibt --> egal.
    4. es jedoch schon ein Leben nach dem Tod gibt ... tjo, dann muss man sich schnell an die unerwartete Situation gewöhnen. Und je nach Theorie wirds dann ziemlich schwer (oder gar unmöglich), im Nachhinein das beste draus zu machen.


    ... was natürlich eine neue Frage öffnet: Wie bereitet man sich drauf vor?

    Nicht vergessen die dritte Option: Sich vorbereiten und dann feststellen, dass es etwas komplett Anderes gibt.

  • Quasi die Pascal'sche Wette:




    Jene Religion der man angehört wird natürlich schon wissen wie man sich auf das Jenseits vorzubereiten hat. Genau um solche Fragen zu "beantworten" gibt es schließlich den Glauben. Leute die soweit denken würden wie Hans gehören natürlich verbrannt, solche Ketzer verbreiten nur Irrglauben und gefährden unser aller Seelenheil...so oder so ähnlich könnte zumindest ein Fanatiker denken.

    "Acts of kindness are not always wise and acts of evil are not always foolish, but regardless, we shall always strive to be good." - Logarius

  • Quasi die Pascal'sche Wette:

    Nur dass es bei der Menge an Religionen, die es gibt, gab und geben wird, eher das Pascal'sche Glücksrad ist - man liegt höchstwahrscheinlich eh falsch.

    Man kann gar nicht so rundum stromlinienförmig sein, dass es nicht irgendeine Pappnase gibt, die irgendetwas auszusetzen hat.
    - Armin Maiwald

  • Deswegen befasst sich auch etwa die Hälfte des Wiki Eintrags mit Kritik an seinem Argument.


    Zu seiner Zeit war der Horizont der meisten Leute sicher noch um einiges beengter, was wohl auch auf viele Bewohner unserer Basteleien zutrifft. Deswegen find ich den Quatsch trotzdem interessant.

    "Acts of kindness are not always wise and acts of evil are not always foolish, but regardless, we shall always strive to be good." - Logarius

  • Ich finde die Frage aus weltenbastlerischer Sicht auf jeden Fall interessant.
    Was passiert denn nun mit Leuten von Religion (oder Philosophie, oder Kult, oder was auch immer) X, die nach dem Tod feststellen, dass Religion (oder, siehe vorne) Y recht hatte?

  • Das hab ich gemeint, nur dass ich selbst draufgekommen bin.



    Zitat von »DawnCry«
    Quasi die Pascal'sche Wette:
    Nur dass es bei der Menge an Religionen, die es gibt, gab und geben wird, eher das Pascal'sche Glücksrad ist - man liegt höchstwahrscheinlich eh falsch.

    Wie gesagt, den richtigen Weg zu finden ist die Herausforderung.



    Ich finde die Frage aus weltenbastlerischer Sicht auf jeden Fall interessant.
    Was passiert denn nun mit Leuten von Religion (oder Philosophie, oder Kult, oder was auch immer) X, die nach dem Tod feststellen, dass Religion (oder, siehe vorne) Y recht hatte?

    Tjo.. da kommt es drauf an, was Religion (oderwasauchimmer) Y dazu sagt. Um meine Beispiele von oben herzunehmen:


    Ich hab noch nicht viel zu Brôl, aber nehmen wir mal an, ein Êclof glaubt (aus welchem Grund auch immer) nicht daran, dass seine Seele nach dem Tod eins mit dem Bewusstsein wird. In dem Fall werden Seele und Bewusstsein auch nicht eins, denn mit dem Glauben hängt auch der Wunsch nach dieser Vereinigung zusammen. Wer sich nicht mit dem Bewusstsein vereinigen will, tut es somit auch nicht (da das Bewusstsein niemanden dazu zwingen will), sondern streift durch die Welt, ohne mit den noch lebenden Bewohnern in direkten Kontakt treten zu können. (Es gibt zwar einige Ausnahmen, die den Kontakt herstellen können, die sind aber selten.) Hat der Êclof nicht einmal an ein Leben nach dem Tod geglaubt, ist es aber nicht aus, und er muss feststellen, dass es trotzdem weitergeht (solche Êclof gibt es aber eigentlich nicht, vielleicht trifft es aber auf einige Mitglieder anderer Völker zu).


    Auf der Dracheninsel schaut es so aus: Die Bewohner Parnavus werden schockiert sein, dass nicht alles aus ist, ca die Hälfte wird sich jedoch schon gedacht haben, dass vielleicht etwas nach dem Tod kommt, ohne sich jedoch "vorbereitet" zu haben. Die Schamanen stellen fest, dass sie sofort "zu den Sternen aufsteigen", nicht aber zu einem werden. Die Druiden der Südinsel stellen fest, nicht zu Bäumen zu werden, und finden es wahrscheinlich schade, dass sie sich an das Verbot gehalten haben, keine Häuser, Werkzeuge, etc aus Holz anzufertigen. Und die Bewohner des Drachenreiches erleben den "Aufstieg zu den Sternen" auch etwas anders, ganz daneben liegen sie aber auch wieder nicht.


    Und noch etwas aus dem Macroversum: Wer im Imperium oder im Reich hingerichtet wird (zerfetzt, nicht desintegriert), wird keine Gelegenheit dazu haben, sich darüber Gedanken zu machen. Im Grunde spüren sie immer noch den Schmerz und bemerken gar nicht, dass sie schon Tod sind.

  • Quasi die Pascal'sche Wette:

    Als Handlungsvorschlag taugt die aber weniger, denn man kann sich ja nicht einfach entscheiden, etwas zu glauben.


    Okay, was kommt nach dem Tod.


    2a: Man weiß es nicht. Es gibt Methoden, die Persönlichkeit und die Erinnerungen zu erhalten, aber das sind dann genau genommen Kopien. Wenn es wirklich so etwas wie eine Seele gibt, ist sie nicht messbar.


    2b: Es gibt Seelen. Und was mit denen geschieht hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehört wie bereit die Seele ist, die Welt der Lebenden zu verlassen (wenn sie es schafft, zu bleiben, wird daraus meistens ein Geist), welche Entitäten vielleicht einen Anspruch erheben können (etwa durch Dämonenpakte) und woran die verstorbene Person geglaubt hat. In einem Jenseits manifestiert sich die Person mit ihrer Persönlichkeit und ihren Erinnerungen, es gibt aber auch die Möglichkeit der Reinkarnation bei der die Erinnerungen verloren gehen oder zumindest verschüttet werden. Die einzige Möglichkeit, wie eine Seele eventuell vollkommen zerstört werden kann ist durch vollkommenes Vergessen, also wenn weder eine Erinnerung noch eine Aufzeichnung irgendeiner Form die diese Seele mal hatte, existiert. Natürlich ist das nur eine Theorie, denn wenn das mal passiert ist, können wir das unmöglich wissen.

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