[Ardanija] Rath & Sirjani - die Zwillingswelten (Werkbank)

Liebe Bastler, die Weltenbastler-Olympiade hat begonnen, das WBO-Tool ist vorbereitet. Bitte meldet euch schnell an. Viel Spaß dabei!
  • Schade mit den Flüssen, sonst geht die Karte aber.

    " Durch die weiten, glühenden Ebenen ziehen sie dahin: gewaltige Herden, kaum weniger zahlreich als die Halme jener Gräser, die sie nähren. Zwei Dinge treiben sie voran: Trockenheit und mächtige Feinde, die nur darauf warten, ihren Hunger mit Fleisch zu tilgen. Keine Art außer einer hat hier ihre Heimat: die Morlochs, die Herrscher der Weite zwischen Erde und Himmel."
    Aus " Führer durch die Welt", von Lisari Biadaom, erschienen 1118 n.M.K.

  • Quote

    Original von Merlin


    Da gibt es die Ausrede, es seien Kanäle für die Schifffahrt. ;D

    Die Idee ist gar nicht mal so schlecht. Im Ernst.


    Da die imperialen Enard eh das Wasser in besonderem Maße verwenden (Transport, Architektur), ergäbe die Erklärung sogar Sinn und würde letztlich passen. Aber auch dennoch wärs etwas zu grade =) Na egal. Man könnte es so machen, das alle Stränge einmal einen riesigen Fluss bildeten der das gesamte Thal überflutete, aber die Enard haben diesen über all die Jahre gesplittet und die Landfläche so gewinnen können.


    Nächstes Mal präsentiere ich dann die jenndaerische Seite der bekannten Welt und dann sollten wir uns der Magie zuwenden...

  • Hui, hab mir eben die ganzen 4 Seiten im Schnelldurchlauf zu Gemüte geführt und - finde die Welt(en) wirklich interessant!


    Einzelne Teile erinnern mich zwar an bestimmte Fantasy bzw. SF-Filme bzw. Serien (am meisten Final Fantasy 7), allerdings sind genug individuelle und stimmungsvolle Details und auch Konzepte dabei, die alles neu und spannend erscheinen lassen. Allerdings würde ich dir gern einen Anime als Inspiration vorschlagen, an den ich mich bei den Kryokammern erinnert hab: Origin - Spirits of the Past.


    Bis jetzt ist ja schon einiges zur Sprache gekommen, aber von meinen Lieblingsgebieten war es immer noch zu wenig. ;) Die wären: Völker, Geografie bzw. Architektur, Magiekonzept und Geschichte.


    Mich interessiert, wie die Magie genau bei dir funktioniert. Es ist schon vorgekommen, dass sie so ähnlich wie Schwingungen agiert ... und dass es für die heutige Bevölkerung "heilige" Magie gibt, aber was genau ist das eigentlich? Und wie arbeiten die Magier (sowohl früher als auch in der jetzigen Zeit)?


    Außerdem wäre eine geschichtliche Übersicht nicht schlecht ... davon ist auch schon viel vorgekommen, vor allem hübsche Details, die ich aber noch nicht recht einordnen kann. Vor dem EMP und Kometeneinschlag gab es also dieses riesige Assyriana, dann wird auf einmal alles runtergefahren und eingeschläfert, um den Planeten zu retten, dann entwickeln sich langsam wieder die Kulturen und Länder, die auf den Karten eingezeichnet sind ... So kann ich das bis jetzt rekonstruieren. Details wären aber interessant!


    Und noch eine Frage zum aktuellen Stoff: Wie darf man sich die Städte dieses "Imperiums" visuell vorstellen? Unterirdische Slums, schmutzige Wasserbecken, Swimming Pools für die Reichen? Und wie hängt unterirdisch und überirdisch zusammen, abgesehen von der Wasserversorgung? Hat das Wasser auch einen spirituellen/philosophischen Wert (hoffe, ich drücke das mal verständlich aus ...)?


    Ich glaube, man merkt es schon, aber ich bin neugierig auf mehr! :)

  • Okay, Beitrag wird LANG! <vorwarn>


    Kira
    Ähnlichkeiten zu FFVII? Okay, ich war ein Fan der FF-Sagen, aber bewusst habe ich nicht etwas übernommen. Womöglich unterbewusst inspirieren lassen... Obwohl ich zugeben muss, das die Magisterstädte in einigen Teilen den Mako-Reaktoren ähneln - auch wenn doch ganz klar sagen muss, das sie sich stark unterscheiden in vielerlei Hinsicht.


    Nun aber zu:


    Magie auf Rath


    Der Quell der Magie


    Es gibt unzählige Bücher in all den Bibliotheken auf der Welt - zu viele als dass sie jemals wer in nur einem einzigen Leben lesen könnte. Philosophen, Priester als auch einfache Magier haben allesamt eine andere Erklärung für die Magie. Einig ist man sich jedoch größtenteils jedoch in einem Punkt: Magie ist überall dort, wo auch Leben ist. Vom kleinsten Samenspross bis zum Haushohen Baum, vom Kleinstinsekt bis zum mächtigsten Sterblichen, sie alle sind verbunden mit dem natürlichen Fluss der Magie. Mana - wie man die magische Energie auch nennt - findet sich dabei gespeichert in ihren physischen Hüllen.
    Viele Lebewesen, besonders die sterblichen Völker, lernten den Umgang mit dem Mana um ihre Umgebung auf verschiedenen Wegen zu beeinflussen. Spezielle Möglichkeiten zum Umgang mit Mana, welche Sterbliche lernen und lehren können, werden Zauber genannt.


    Die magische Macht eines Individuums bemisst sich daran, wie nah jemand dem Fluss der Magie steht und wieviel Mana er in sich speichern kann. Der tatsächlich verfügbare Anteil an Mana welches ein Sterblicher verwenden kann, äußert sich durch seine magische Ausdauer (oder einfach: Mana) und kann normalerweise seine eigene magische Macht nicht übersteigen. Nichtlebendige Objekte wie Steine und konventionelle Waffen sind nicht mit dem Fluss verbunden und speichern deshalb auch keinerlei Mana. Untote Wesenhaften (Rhethennische Seelenritter, Ghule,...), als auch autarke Konstrukte (Golems, Steinsoldaten,...) unterliegen gemeinhin zwar auch dieser Regel, dennoch besitzen sie generell ebenfalls magische Ausdauer. Ihre Schwäche an magischer Macht jedoch sorgt dafür, das sie ihr Mana nicht natürlich regenerieren können.


    Auf Rath gibt es drei Wege die Magie zu erlernen welche sich sehr stark darin unterscheiden wie die Zauber genutzt und erlernt werden, dem philosophischen Anschauung ihrer Nutzer und ihrer Rolle in der Gesellschaft.


    Die Nutzer der Magie des Geistes erlernen ihre Zauber von Geistern und anderen Bewohnern des Pandemoniums. Die höchsten ihrer Art werden meist Hexen/Hexer genannt und dienen als Mittelsleute zwischen ihrer Kultur und der pandemonischen Ebene.


    Die Anhänger der Götter - Priester, Initianden und Kultmitglieder - beziehen ihre Zauber aus ihrem Glauben - dem Sanktum. Ihre Zauber gehören zu den stärksten, jedoch sind sie an die Persönlichkeit ihres jeweilig angebetenen Gottes gebunden. Als Heiligzauber bezeichnet man im diesen Fall Schatten- und Lichtzauber.


    Die Magier jedoch verstehen die Magie als unpersönliche Macht in einem unpersönlichen Universum und manipulieren den Fluss der Magie mittels entwickelter komplexer Formeln, getestet und niedergeschrieben über Generationen anderer Magier. Sie tendieren zur Selbstisolation in ihren Studien, immer strebhaft nach mehr Macht suchend.
    Die typischen Zauber eines Magiers sind Elementar, da sie direkt die Ebene der Sterblichen beeinflussen: Arkan, Erde, Feuer, Luft, Wasser.


    Die Leylinien


    Der Fluss der Magie, aus denen alle Sterblichen ihre Kräfte beziehen, wird auch Ley genannt. Es gibt unzählige Leylinien, welche den gesamten Planeten in weiter Höhe wie ein dicht verflochtenes Netz umspannen. Sie selbst sind zwar unsichtbar, jedoch können Magiekundige diese Spüren und einige magische Geräte (Wünschelruten) können als Wegweiser für Leylinien dienen.


    Ley selbst ist für einen Magiekundigen alleine vollkommen nutzlos, doch diese Stränge sind die Fasern, welche alle Ebenen miteinander vernetzen und somit die Verbindung für den Zauberkundigen zu seiner Ebene darstellt. Ohne sie, könnte niemand auf Rath Zauber anwenden...


    Die Kreuzungen des Ley, auch Leyknoten genannt, sind wie ein wahrer Quellbrunnen von Energie. Alle gewirkten Zauber in deren Nähe sind nicht nur perfekter, sondern auch mächtiger. Dies ist auch einer der Hauptgründe, weshalb sich einige der größten Städte der Welt unterhalb solcher Knoten befinden. Zum einen zur Absicherung, zum anderen zur eigenen Ermächtigung.


    Die Ebenen


    Die Ebenen sind verschiedene, aber verbundene Teile des Universums, jedes mit seiner eigenen Umwelt und Bewohnern. Jede Ebene ist einzigartig und besitzt feste Grenzen. Kreaturen leben zwar auf all diesen Ebenen, aber reisen nur selten von einer zur Anderen. Eine Kreatur auf einer Ebene kann generell nicht mit einer auf einer anderen Ebene kommunizieren, es gibt jedoch übernatürliche Wege dieses zu umgehen.
    Die drei Ebenen sind wichtige Faktoren in der Nutzung von Magie und jedes seiner 3 Wege ist hauptsächlich mit einer dieser verbunden.


    Die weltliche Ebene (auch genannt physische oder materielle Ebene) ist der Ort, an dem Menschen und andere Sterbliche ihrem täglichen Leben nachgehen. Magier sind am engsten mit dieser Ebene verbunden, da sie direkt ihren magischen Fluss beeinflussen.


    Das Sanktum ist die Ebene, auf der die Götter zu Hause sind. Sie erscheint der materiellen Welt recht ähnlich, jedoch ist sie von viel größerem Ausmaße. Dabei durchsetzt von Gegensätzlichkeiten, welche permanent gleichzeitig ins Auge springen: Das Sanktum ist zugleich schön wie hässlich, boshaft wie gut. Auf dieser Ebene werden von den Göttern die frommsten Seelen ihrer Anhänger für die Ewigkeit aufgesammelt: Vom strahlensten Helden, bis zum abgrundtiefstem Bösem.
    Üblicherweise sind Priester dieser Ebene am nahesten - wobei die Bezeichnung Priester recht weitläufig ist.


    Das Pandemonium ist die Heimat vieler verstreuter Wesenheiten: Verlorene Seelen, Elementargeister und andere, welche man in die Kategorie Geistergestalten einordnen könnte. Hexer interagieren mit diesen Geistern oder reisen gar durch das Pandemonium.
    Die äußeren Ausläufer grenzen zur weltlichen Ebene, doch seine tieferen bereiche sind von ihr getrennt und so manches mal sehr weit entfernt.


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    Die Geschichte Raths (und teilweise Sirjanis) habe ich bei mir aufm Papier als Orientierung. Aber das sieht aus wie ein wildes Durcheinander und ist unvollständig. Zwar würde ich die Geschichte gerne schon genauer darlegen, aber ich muss da noch Ungereimtheiten lösen. Kümmere mich aber derzeit drum und sollte nicht in allzu ferner Zeit hier zu lesen sein.


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    Und noch eine Frage zum aktuellen Stoff: Wie darf man sich die Städte dieses "Imperiums" visuell vorstellen? Unterirdische Slums, schmutzige Wasserbecken, Swimming Pools für die Reichen? Und wie hängt unterirdisch und überirdisch zusammen, abgesehen von der Wasserversorgung? Hat das Wasser auch einen spirituellen/philosophischen Wert (hoffe, ich drücke das mal verständlich aus ...)?



    Leider sind meine zeichenkünste sehr beschränkt. Allein im modellieren von Collagen kann man schon sagen, das ich recht gut bin. =) Dennoch, eine grafische Darstellung einer typischen imperialen Stadt kann ich derzeit nicht bieten.


    Aber ich werde es versuchen zu erklären:


    Grob lassen sich die imperialen Städte in drei Ebenen unterteilen, welche sich auszeichnen durch einzigartige Umgebung und gesellschaftlicher Bedeutung.


    Die unterste Ebene, auch Unterstadt genannt, ist ein weites und verworrenes Netz aus verwinkelten unterirdischen Kanälen, welche auch die am stärksten frequentierten Transitwege der Stadt darstellen. Nahezu 85% des gesamten Handels und Produktion einer imperialen Stadt laufen in diesem Labyrinth ab. Vor langer Zeit lebten auf dieser Stufe die Adligsten Familien der Stadt, doch der candarische Stil der Einwanderer hinterließ auch im enardischen Volke seine Spuren. Es ist bis Heute unbekannt, warum ausgerechnet die reichsten den 'Keller' bewohnten, doch viele führen dies auf den frühen Fanatismus zu Hur zurück, dem Aspekt der Erde.
    Heute beherbergt die Unterstadt die Haupttransportwege, Markthallen (mindestens 3), diverse Produktionsstätten und Militärkasernen.


    Erst auf der Oberfläche angekommen, können wir die Konturen der Stadt ausmachen: Imperiale Städte sind in einem Achteck aufgebaut, auf der niemals eine Spitze nach Norden zeigt, sondern genau nach Nordwest und Nordost. Im Zentrum der Stadt erhebt sich die gewaltige Zitadelle, der markanteste Ort jeder Stadt. Sie reicht von der Unterstadt bis über die Hochstadt und ist nicht nur das Regierungsgebäude, sondern auch Glaubenskathedrale und Schatzkammer zugleich.
    Die Oberflächenstadt ist erfüllt mit wunderschönen Gärten und aus prunkvoll verzierten Gebäuden erbaut, welche eine beachtliche Höhe erreichen können und bis zur Hochstadtebene reichen - sie bilden die Säulen, welche die Hochstadt stützen.
    Die Oberfläche ist das Heim der mittelständischen und ärmeren Bewohner, sowie den Ausbildungsstätten, sehr wenigen Märkten und dem Hauptplatz, der jedoch in die Unterstadt vertieft ist.


    Am höchsten Orte prangt die wundervolle Hochstadt: Nur der Adel und sonst alles was Rang und Namen hat, nennt diese Höhe sein Zuhause. Die Gebäude befinden sich auf wenig quadratmetergroßen, massiven Platten und werden von Säulen gestützt.


    Inmitten dieses gewaltigen und zerbrechlich anmutenden Bauwerkes ist das Wasser allgegenwärtig. Überall sind Kanäle, vom winzigen handbreiten Wasserlauf bis zur breiten Kanalstraße. Über Wasserschaufelräder und ein wenig Magie bleibt das Wasser stets auf allen Ebenen präsent. Sie kreuzen quer, übereinander, fließen durch Häuser oder rauschen sogar mal als Wasserfall oder Spirale in kreativen Konstrukten die Tiefen hinunter.


    Wasser war stehts von bedeutender Symbolik für die Enard gewesen. Es steht für Unaufhaltsamkeit, Fruchtbarkeit als auch Sicherheit - doch am meisten als Geschenk.
    Enard sind sehr verschwenderisch im Umgang mit der Flüssigkeit, doch anders als man erahnen mag liegt es nicht daran dass sie quasi Überfluss haben, sondern weil sie der Welt das Nass schenken wollen, so wie es ihnen geschenkt wird. Eine Besänftigung für den Aspekt der Magie: Thar. Denn Wasser ist sein Element. So wandelbar und jedes Hindernis überwindend, wie die Magie auch.

  • Ui, das klingt aber sehr interessant.


    (FF 7: Wie ich schon sagte, ist es nur eine entfernte Ähnlichkeit. Ich tendiere dazu, fiktive Geschichten/Welten stark mit anderen Dingen zu assoziieren ...)


    Mir gefällt die Idee, dass es drei verschiedene Ansätze gibt, um Mana zu nutzen. Bestimmt gibt es auch verschiedene politische und wissenschaftliche Fraktionen, die sich heftige Diskussionen liefern, einander diskriminieren etc. Eine Frage dazu: Was ist dieses Arkan, das fünfte Element? Etwa eine Bezeichnung für alles Unstoffliche, was sonst so herumschwebt?


    Die Leylinien klingen, als hätte jemand ein großes Problem, wenn er nicht um ihre Lage wüsste. Magier können also auch nicht voll auf ihre Fähigkeiten vertrauen, wenn sie nicht den gesamten Plan im Kopf haben. ;D


    Wie viel kann man in Peripheriegebieten überhaupt noch zaubern? Und wo liegen die Grenzen des Machbaren, wenn man sich über Knoten befindet?


    Die verschiedenen Ebenen gefallen mir auch, einmal etwas anderes als Himmel und Hölle - vor allem, weil das Sanktum sowohl gut als auch schlecht sein kann! Aber können die Bewohner der weltlichen Ebene in die anderen reisen und umgekehrt? Wie kann man sich die Verbindung vorstellen?


    Und dann die Städte ... danke, jetzt ist einiges klarer. ;)


    Eine Frage noch: Warum hat man nicht einfach begonnen, auf der Erde zu bauen statt darunter wenn man sich ihr unbedingt verbunden fühlen wollte? Hätte bestimmt viele Kosten und Mühen gespart ...


    Ich hoffe, ich erschlage dich nicht mit meinen Fragen. Bin aber gespannt auf Neues!

  • Niemand erschlägt mich so schnell mit Fragen =) ich find es sogar gut, denn das bringt mich auch auf neue Ideen, wie ich das mehr beleben kann. Ich merke schon, gegen die meisten Welten kann meine kaum mithalten was bestimmte Tiefe angeht, was ich am Interesse spüre^^


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    [...]Bestimmt gibt es auch verschiedene politische und wissenschaftliche Fraktionen, die sich heftige Diskussionen liefern, einander diskriminieren etc.[...]

    Nun, einzig die Hexer haben ein kleines Imageproblem in der Welt, könnte man so sagen. Dies liegt aber besonders dem zu Grunde, das Hexer die Macht haben besonders mächtige Flüche zu sprechen und gar die Seelen der Toten zu versklaven.
    Populärstes Beispiel dürfte derzeit der rhethennische Seelenritter sein. Er ist mächtig genug, die Seelen der Gefallenen in seine Klinge zu absorbieren, um die Kraft sich selbst hinzuzufügen.


    Es gibt bisher nur eine Gemeinschaft, welche sich bisher unter den wachsamen Augen der Arlan'Kir (Magierzirkel von Karlevan) halten kann: Der Schwarze Ritus. Sie geben sich zwar auch den dunklen pandemonischen Kräften hin, jedoch sieht ihr Kodex vor, sie stets im Dienste des Guten einzusetzen. Auf diesem Wege versuchen sie die Künste des Pandemoniums aufrecht zu erhalten.


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    Eine Frage dazu: Was ist dieses Arkan, das fünfte Element? Etwa eine Bezeichnung für alles Unstoffliche, was sonst so herumschwebt?

    Es ist - sagen wir mal so - ein neutrales Element. Im Gegensatz zu den anderen Zaubern, welche gewissen Einschränkungen unterliegen, ist das Arkane davon vollkommen unbetroffen. Arkan ist daher der Universalbaustein bei der Kreation besonders komplexer und mächtiger Zauber.
    Du hast es schon gut getroffen =)


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    [...]Die Leylinien klingen, als hätte jemand ein großes Problem, wenn er nicht um ihre Lage wüsste. Magier können also auch nicht voll auf ihre Fähigkeiten vertrauen, wenn sie nicht den gesamten Plan im Kopf haben. [...]

    Mitunter ja, aber es hängt auch vom Magiewirker ab. Je höher seine magische Kraft ist, desto unabhängiger ist er von der Entfernung der Leylinien. Nur die Mächtigsten aller Zauberwirker sind imstande, von überall aus mit der gleichen Kraft und Präzision zu wirken.


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    [...]Wie viel kann man in Peripheriegebieten überhaupt noch zaubern? Und wo liegen die Grenzen des Machbaren, wenn man sich über Knoten befindet?[...]

    Wie stark ein gewirkter Zauber ist, hängt vom Knoten ab. Wie auch bei den Leylinien, unterliegen die Knoten gewissen Fluktuationen, ausgelöst durch bestimmte Phänomene.
    Anfänger sollten es unterlassen unter einem Knoten zu zaubern, da die Resultate tödlich enden können. Zumeist ist der Grund, weil der Organismus nicht mit dieser starken Magieentladung zurecht kommt oder der Wirker überfordert mit der Macht ist. Dies könnte dann zu ungewollten Entladungen führen.


    Erfahrene können jedoch ihre Zauber her von der Wirkung vervierfachen - maximal. Alles darüber ist tödlich für Nicht-Assei. Asseianische Magier können bis zum siebenfachen, ab dann ist auch für sie die Grenze des Machbaren erreicht.


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    [...]Aber können die Bewohner der weltlichen Ebene in die anderen reisen und umgekehrt? Wie kann man sich die Verbindung vorstellen?[...]

    Nur die Hexer können zum Pandemonium reisen und wieder zurück. Allerdings nur mit einem sehr komplizierten Ritual, welches eine außerkörperliche Erfahrung und somit eine Reise ins Pandemonium ermöglicht. Doch die Reise durch diese Ebene ist eine sehr gefährliche: In einer Welt in der Nichts von Bestand zu sein scheint kann man sich sehr schnell verlaufen. Diejenigen dies es nicht rechzeitig schaffen zurückzukehren, werden für immer von ihrem Körper als Geist getrennt sein.


    Da das Pandemonium sehr nah an die weltliche Ebene grenzt, ist es recht leicht auf astrale Weise zwischen den Ebenen zu wechseln. Die Geister wechseln permanent umher, egal ob sie dabei nach ihren Nachfahren schauen wollen, ihren Verpflichtungen nachgehen wollen oder gar nach Rache ersinnen. Die zuständige Göttin, der Geistaspekt Larana, gilt zwar als Wächterin der Seelen, aber ihr Aufenthalt auf der weltlichen Ebene zeigt sehr deutlich: Sie kontrolliert nicht die Seelen im Pandemonium, sondern ihren Aufenthalt in der sterblichen Welt.


    Ins Sanktum gelangt man nur durch eine Segnung durch die Götter selbst - man wird also quasi eingeladen. Diejenigen auserwählten Seelen haben jedoch keine Wahl, sondern müssen sich fügen.


    Wie man sich diese Verbindungen vorzustellen hat, ist schwer zu erklären, aber ein Portal zu einer anderen Ebene offenbahrt sich meist als unbeständiger Riss, welcher sich spontan irgendwo öffnet und wieder schließt. Als eine Art Fenster.


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    [...]Eine Frage noch: Warum hat man nicht einfach begonnen, auf der Erde zu bauen statt darunter wenn man sich ihr unbedingt verbunden fühlen wollte? Hätte bestimmt viele Kosten und Mühen gespart ...[...

    In diesem Fall gab es mehrere Faktoren: Das fehlende Wissen und fehlende Ressourcen.


    Während die Julaynn und Vanard bereits früh die Vorzüge des überirdischen Bauens erkannten, waren die Enard - noch eine ganze Weile nach ihrer Nomadenzeit - noch immer den Höhlenbau gewöhnt, den sie während ihrer Eiszeit in die Eisebenen betrieben. So geschah es, das die ersten thlyssanischen Behausungen eher Gruben und Höhlen glichen: Von Außen unscheinbar, aber von innen wohnlich eingerichtet.
    Der Mangel an natürlichen Rohstoffen wie Holz tat sein übrigens. Stein konnte man zwar abbauen, aber dies wurde jedoch zur Höhlenauskleidung verwendet.


    Erst viele Jahre später wurde der Baustil wesentlich überarbeitet, als die Unterstädte zu breit wurden und man die Vorzüge des Mehrstockbaus erkannte. Also mit dem Beginn der Architektur begann erst der überdische Ausbau (min. 1.000 Jahre nach dem Niederlassen). Letztlich kam durch julaynische Siedler immer mehr candarischer Flair nach Thlyssaria, der sich durch die Eroberungsfeldzüge durch die candarischen Kolonien auf ihrem Lande verstärkte.


    Danke dir, du hast mir echt gut geholfen! Denn einige Antworten kamen vom Wissen her nur durch deine Fragen zustande!


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    Häng grad noch immer an der Geschichte. Dachte zuerst es wäre einfach, aber bei sovielen Punkten... =)

  • Dann freut es mich, dass ich helfen konnte. Mir ist jetzt auch einiges klarer. :)


    Deine Magie klingt insgesamt irgendwie ziemlich düster, obwohl die Priester und andere Gottesanbeter bestimmt keine Imageprobleme haben ... Wahrscheinlich nur, weil jetzt so viel über Hexer geredet wurde. ^^°


    Das Pandemonium klingt zwar immer noch ein wenig nach Hölle, aber dass dieser Ritus sich dem Guten verschrieben hat, ist doch schon mal ganz nett.


    Das mit den Leylinien finde ich aber nicht ganz logisch. Sie enthalten Energie, die man um Zaubern braucht, richtig? Das bedeutet, die ganz Großen können diese Energie praktisch auch von den Linien abziehen, um irgendwo im Nirgendwo genauso stark zaubern zu können? Anders lässt sich das nicht erklären, soweit ich mir jetzt denken kann.

  • Nun es gibt insgesamt 8 Aspekte, welche jeweils durch eine Gottheit vertreten werden. Zwar erfüllt jeder Aspekt eine wichtige Funktion, ist aber nicht gleich angesehen, aber dennoch teilen sie sich alle die Bezeichnung Priester und benutzen das Wort Heilig im gleichen Maße.


    Jedoch ist ein ardanischer (Licht-) Priester angesehener, als ein vargothischer (Schatten-) Priester - dies häng jedoch vom Land ab. In Cathlynn zum Beispiel ist der Wächter der Zeiten, Nezthronn sowohl höchstangesehenste Stamm- und Schutzgottheit des Landes. Den ardanischen Priestern wirft man dort - im Gegensatz zu den Allianzländern, wo sie die Schirmgöttin ist - fehlgeleiteten Befehlsglauben und Irreführung vor.


    In Rhethennu gelten Vargoth (der Schattenfürst) und Ultir (der Leerenwandler) als Schutzgottheiten und Verfechter der Seelenrunen. Die Rheth empfinden ihren Glauben dabei als gut, den ardanischen als böse.


    Wo wir wieder beim klassischen Gut und Böse wären - diese Bezeichnungen sind eigentlich recht irreführend, da es sie so - also auf die Götter reflektiert - nicht gibt. Sie alle verfolgen nur ein Ziel: Die Erhaltung und Ermächtigung ihres Aspektes.

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    Das mit den Leylinien finde ich aber nicht ganz logisch. Sie enthalten Energie, die man um Zaubern braucht, richtig? Das bedeutet, die ganz Großen können diese Energie praktisch auch von den Linien abziehen, um irgendwo im Nirgendwo genauso stark zaubern zu können? Anders lässt sich das nicht erklären, soweit ich mir jetzt denken kann.

    So kann man es sagen - wobei man sagen muss das es nirgends keine Leylinien gibt. Die ganze Welt ist von vielen Linien überzogen, doch viele sind einfach zu leicht, als das normale Magie diese verwenden könnten um Magie zu beschwören. Nur die Hohen besitzen genug Kraft, auch die sanften Leylinien anzuzapfen, um so Magie nutzen zu können oder es über einige Entfernung zu tun.


    Es gibt Leylinien von Haaresdurchmesser mit einem Leydurchfluss den höchstens ein ergrauter Erzmagier grade noch so messen kann, bis Leylinien die selbst die Konzentration von magisch Unbefleckten zum Erliegen bringen können.


    Allerdings könnte selbst ein Hoher im Weltraum nicht mehr Zaubern, die höchsten Leylinien befinden sich grad so in Höhe der Stratopause (~50km ü. dem Boden), die maximale Reichweite bei einer durchschnittlich starken Leylinie bei einem Hohen liegt bei zirka ~60km - doch generell bewegen sich die Leylinien in wesentlich kürzeren Abständen zu wenigen Kilometern bis gar Metern zueinander.
    Das Rufen von Magie hat etwas beschwörendes, (symbolisch bezeichnet) greift man quasi mittels der Zauberformeln über die Leylinien in die Magie seiner Ebene und zieht sich die Kraft heraus. Je mächtiger der Leystrom und je höher die Macht des Wirkenden, desto mehr Magie kann er durch den Leystrom gewinnen.


    So funktioniert das im Grunde. Und so funktionieren auch die Ley-Reaktoren in den Magisterstädten.

  • Lassen sich Leylinien auch verschieben? Falls ja: Ist es schwieriger, größere Leylinien zu verschieben?


    Wo liegen eigentlich die tiefsten Leylinien? Könnte man mithilfe eines tiefen Lochs (oder Tunnels, oder einer tiefen Höhle) in einen magiefreien Bereich gelangen? Da wären Amagische Bunker denkbar, in denen sich Machthaber und andere wichtige Leute verkriechen können. Oder sie rennen in eine Höhle.


    Wie entstehen Leylinien?
    Woraus bestehen Leylinien? Mana?
    Können Leylinien sich auf natürliche Art bewegen/fließen?
    Liegen Leylinien oft in wasserreichen Gebieten (denn dort würden die meisten Menschen logischerweise eine Stadt bauen, wenn sie kein Wasser herbeizaubern können oder ähnliche Kniffe beherrschen).
    Kann eine Leylinie zerfallen?
    Sind Leylinien gekrümmt oder gerade?
    Sind manche Leylinien stückweise breiter oder dünner als andere?
    Kann eine Leylinie wirkungslos gemacht werden?


    Ein hübsches Magiesystem hast du, es ist nur auf den ersten Blick stereotyp. Also bitte mehr davon. :sabber:

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    [...]Ein hübsches Magiesystem hast du, es ist nur auf den ersten Blick stereotyp. Also bitte mehr davon. :sabber:

    Naja, um ehrlich zu sein: Anfangs war das Magiesystem auch basiert auf einem stereotypischen. Ich wollte erst gra nicht viel Tamteram darum machen und es war darauf ausgelegt, nur eine Nebenrolle zu spielen.


    Es ergab sich aber aus Kiras Fragen und meinem Halbwissen, das es sich nun verändert hat, weil ich von dem System echt nur die Oberfläche kannte und mir etwas überlegen musste. Also habe ich mir ein paar Gedanken gemacht und das kam dabei heraus. =)


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    Lassen sich Leylinien auch verschieben? Falls ja: Ist es schwieriger, größere Leylinien zu verschieben?

    Leylinien verschieben sich von Natur aus in einem unregelmäßigen Zyklus über Jahrhunderttausende, da sie in einer Art Verbindung zu den magnetischen Polen stehen. Diese verschieben sich ja bekanntlich auch, die Linien folgen dieser Fluktuation nur.


    Es gibt jedoch auch eine Menge anderer Faktoren, die den Standort von Leylinien beeinflussen können, diese jedoch verändern jegliche Linie, egal von welcher Größe:


    Natürliche Methoden einer Leyverschiebung


    I. Großes Massensterben


    Wir reden hier in einer Dimensionen von Millionen von Leben, welche plötzlich an einem Orte ausgelöscht werden. Da der Großteil der Seelen dem Pandemonium zugeführt wird, entsteht während der Zeit eine gewaltige magische Flatulenz, welche durch den großen Seelenübertritt von der weltlichen Ebene zum Pandemonium entsteht.


    Ein solches Ereignis ist natürlich recht selten und trat zuletzt bei der Vernichtung von Assyriana auf, welche die Leylinien im Grundfesten verschoben hatte.


    II. Einschlag von kilometergroßen Fremdkörpern.


    Die Wucht eines solchen Einschlages ist so gewaltig, das sämtliche Leylinien in näherer Umgebung verformt werden - so das am Krater und einigen Kiolometern Umkreis keinerlei Leylinie mehr aufzufinden ist.
    Im Laufe der Jahre kehren jedoch die leichteren zurück, die Größeren nicht.


    Weitere natürliche Möglichkeiten habe ich bisher noch nicht erforscht.


    Unnatürliche Methoden einer Leyverschiebung


    Eine Leylinie manuell zu verschieben ist ein Mammutunterfangen, welche auch mit nicht zu unterschätzenden Risiken verbunden ist. Kleine Leylinien entziehen sich der Möglichkeit manipuliert zu werden, da ihr Leyfluss sehr gering ist. Erst größere Stränge lassen sich manipulieren - dies erfordert jedoch eine Menge an kraftvoller magischer Artefakte und einer Heerschar von Magiern.


    Grundsätzlich lässt sich mit Leylinienfokussen jeder größere Fluss verschieben, vorausgesetzt man hat genug Macht diesen zu stabilisieren. Die Nachteile sind jedoch verheerend: Eine gewaltsam verschobene Leylinie gilt als besonders instabil, wodurch es in der Nähe derer zu magischen Fluktuationen und Entladungen kommen kann. Die Erde bricht herauf und öffnet schimmernde Flüsse purer Magie: Tödlich bei Berührung.
    Sämtliche Flora und Fauna in der Umgebung wird von diesem Vorhaben beeinflusst und geradezu "verseucht", wodurch es zu magischen Mutationen kommen kann.
    Ebenso führt dies zur Rissbildung zwischen den Ebenen: Pandemonische Wesen können ungehindert in die weltliche Ebene eindringen und so die Umgebung maßgeblich gefährden.


    Größere Leylinien sind in dem Fall natürlich schwieriger zu verschieben und benötigen daher auch einen wesentlich größeren Kraftakt - zudem sind die Gefahren weitaus größer.


    Es gab zwar einige Versuche Leylinien zu verschieben, doch alle scheiterten sie kläglich. Von der Auslöschung der Versuchsgruppe bis hin zur Vernichtung einer ganzen Stadt hat es dabei schon gegeben.


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    Wo liegen eigentlich die tiefsten Leylinien? Könnte man mithilfe eines tiefen Lochs (oder Tunnels, oder einer tiefen Höhle) in einen magiefreien Bereich gelangen? Da wären Amagische Bunker denkbar, in denen sich Machthaber und andere wichtige Leute verkriechen können. Oder sie rennen in eine Höhle.

    Unterirdische Linien gibt es schon, allerdings fließen sie auf Grund des festen Materiales welches sie durchdringen müssen etwas langsamer. Schwache Leylinien gibt es jedoch recht wenige, da ihr Fluss recht schwach ist und durch die Festigkeit des Untergrunds oftmals sogar angehalten wird.


    Allerdings gibt es unterhalb der Erde auch einige diverse Untergrundhöhlen, die scheinbar dem Fluss folgen. Offensichtlich scheinen sie daher erosive Fähigkeiten zu besitzen.


    Da der Leyfluss unterhalb der Erde langsamer ist, ist es auch für Magierwirker viel kraftraubender und langsamer, die Magie durch die Linien anzuzapfen. Zwar wird die Magie selbst durch das Gestein nicht beeinflusst, aber da das Ley viel langsamer reagiert, kommt dies zustande.
    Derzeit ist es also zwar nicht möglich sich auf dem Planeten abzuschotten, aber man kann es erschweren, sofern man nicht zu nah unter der Oberfläche ist, wo Zauberwirker überirdische Linien anzapfen können.


    Die einzige magiefreie Zone wäre wohl der Weltraum, mindestens ~60 Kilometer von der Stratopause entfernt. Dort kann keine Magie mehr gewirkt werden, da kein Zauberwirker in der Lage wäre, auf diese Entfernung eine Linie anzuzapfen.


    Antimagische Bunker gibt es dennoch: Ein Konstrukt aus der Legierung zwischen Weißem und Schwarzen Lanvaerit besitzt die Möglichkeit, keinerlei Zauber in seinem Inneren oder auf ihm wirken zu lassen. Der Raum wirkt dabei magnetisch auf Magie und absorbiert sie letztlich.


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    Wie entstehen Leylinien? Woraus bestehen Leylinien? Mana?

    Erstere Frage kann ich derzeit nicht beantworten. Allerdings kann ich sagen, dass man das Material welches in diesen Flüssen entlanggleitet, Ley nennt. Es ist nicht wirklich Mana, sondern eine Art Zwischending aus Stofflichkeit und Magie.


    An den Orten wo eine große Linie sehr nah den Boden reicht, kann man ab und zu mal weiße Kristalle finden. Diese Leykristalle sind gefestigtes Ley welches die besondere Eigenschaft besitzt, Magie zu speichern. Sie sind sehr beliebt bei Magiern zur Verstärkung ihrer Zauber, werden jedoch auch im Schmuckhandwerk gerne wegen ihres Schimmers verwendet.


    Unter der Erde (in weicheren Schichten) gibt es wesentlich größere Exemplare dieser Kristalle, doch diese sind recht nutzlos. Kleinere Steine können dem Druck der eher leichten Magie ohne Probleme standhalten, größere jedoch würden sofort zu Staub zerfallen.


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    Können Leylinien sich auf natürliche Art bewegen/fließen?

    Die Linien kann man tatsächlich mit Flüssen vergleichen, dabei fließt das Ley mit konstanter Geschwindikeit vom Süden Richtung Norden auf Thalas und vom Norden nach Süden in Shalas dem Fluss entlang. Durch festes Material wird es langsamer, schwache Leylinien zum Beispiel können es nicht durchdringen.


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    Liegen Leylinien oft in wasserreichen Gebieten (denn dort würden die meisten Menschen logischerweise eine Stadt bauen, wenn sie kein Wasser herbeizaubern können oder ähnliche Kniffe beherrschen).

    Überirdische Linien sind tatsächlich größtenteils unbeeinflusst vom Untergrund, da sich ihnen dort nicht wirklich ein Hindernis stellt. Bodennähere Linien haben jedoch die Eigenschaft um Festes herumzufließen, allerdings betrifft dies nur diese Sachen, welche auch bei ihrer Verformung bereits existierten.


    Tatsächlich gibt es an Küsten mehr Leyverstrebungen, im Landesinneren sind sie wesentlich seltener.


    Unterirdische Leylinien fließen meist durch weicheres Gestein oder Höhlen. Was sie wesentlich abhängiger vom Terrain macht.


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    Kann eine Leylinie zerfallen? [...] Kann eine Leylinie wirkungslos gemacht werden?

    Durch Verschiebungen können sich auch die Mächte der Linien verschieben, so das eine Schwächere den Fluss einer Größeren erhält und umgekehrt.


    Verfallen können sie bisher nur auf einem Wege: Sie ist schwach (oder wurde schwach) und wurde durch eine Verschiebung auf sehr dichtes Terrain gelenkt. Die Linie kann dabei sehr schnell aufhören zu fließen, wodurch die Energie einer anderen Linie zugefügt wird und die Ursprüngliche quasi aufhört zu existieren.


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    [...]Sind Leylinien gekrümmt oder gerade?[...]

    Es gibt einige Linien, die schlängeln sich regelrecht durch die Lande, während andere doch recht gerade wirken. Gerade Linien gibt es aber nicht (mehr).

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    [...]Sind manche Leylinien stückweise breiter oder dünner als andere?[...]

    Jupp: Die breiteren gelten als die Großen und sind ein gewaltiger Fluss, dann gibt es die Hauchdünnen, manche sind sogar gerade so breit wie ein Rosshaar.


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    Hab das Gefühl manchmal doppelte Antworten drin zu haben =)

  • Bisher schaffst du spontan wunderbare Ausarbeitungen der Welt, also kommt hier die nächste Lieferung Gedankenfutter. :)

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    Schwache Leylinien gibt es jedoch recht wenige, da ihr Fluss recht schwach ist und durch die Festigkeit des Untergrunds oftmals sogar angehalten wird.


    Was passiert denn bei einem völligen Stillstand? Staut sich das Ley auf oder fließt es irgendwie ab? Wechselt es völlig die Flussrichtung oder sucht es sich vielleicht "magnetisch" eine größere Leylinie, um darin aufzugehen?


    Haben Leylinien eine Quelle? Wodurch wird ihre Flussrichtung bestimmt? Kann eine Leymenge auf ganz Assyria (also nicht in einer Region) zunehmen oder geringer werden?


    Wovon sind Höhe, Breite und Flussrichtung der Leylinien (sonst noch) abhängig?


    Gut, dass du es nicht bei einem halbgaren 0815-Magiesystem belässt. :thumbup:

  • Tja, wenn sich Linien teilen oder horizontal aufsteigen können, erübrigt sich das Problem.

    " Durch die weiten, glühenden Ebenen ziehen sie dahin: gewaltige Herden, kaum weniger zahlreich als die Halme jener Gräser, die sie nähren. Zwei Dinge treiben sie voran: Trockenheit und mächtige Feinde, die nur darauf warten, ihren Hunger mit Fleisch zu tilgen. Keine Art außer einer hat hier ihre Heimat: die Morlochs, die Herrscher der Weite zwischen Erde und Himmel."
    Aus " Führer durch die Welt", von Lisari Biadaom, erschienen 1118 n.M.K.

  • Huch, mir fällt gerade auf, dass ich heute von deinen Leylinien geträumt habe. In Form eines Computerspiels, wo die Linien angezeigt wurden und man sie anzapfen sollte...


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    Kleine Leylinien entziehen sich der Möglichkeit manipuliert zu werden, da ihr Leyfluss sehr gering ist.


    Was daran ist das Problem?


    Wie stehts mit mittelgroßen Leylinien? Die müssten ja eher leichter zu verändern sein, bzw. gar nicht, wenn sie zu klein sind.

  • @Merlin

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    [...]Was passiert denn bei einem völligen Stillstand? Staut sich das Ley auf oder fließt es irgendwie ab? Wechselt es völlig die Flussrichtung oder sucht es sich vielleicht "magnetisch" eine größere Leylinie, um darin aufzugehen?[...]

    =) Deine Antwort war sehr nah dran.
    Normalerweise bleibt das Ley in den Flüssen und verlässt es nicht. Bei ziemlich kleinen Flüssen, fließt es den Strang zurück, wo es an der nächsten Kreuzung mit einem anderen Strome sich diesem anschließt.


    Größere Ströme jedoch verteilen das Ley explosionsartig, wodurch es jedoch anschließend magnetisch von den anderen Linien aufgenommen wird. Dieses Phänomen geschieht unheimlich selten, jedoch passieren in der Nähe einige Erscheinungen, die den Sterblichen meist darauf hinweisen: Sämtliche Zauberwirker verlieren für eine Weile ihre Fähigkeit Zauber zu wirken und werden bei ihren Beschwörungen sofort unterbrochen. Zusätzlich werden alle derzeit aktiven Zauber und Kanalisierungen sofort neutralisiert. Zu guter letzt zerfallen die kleinen Leykristalle, sofern sie Magie gespeichert hatten.


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    [...]Haben Leylinien eine Quelle? Wodurch wird ihre Flussrichtung bestimmt?[...]

    Ob es einen Quell des Leysystemes gibt, ist derzeit nicht erwiesen. Die Arlan'Kir vermuten jedoch einen gewaltigen Leykern in den versunkenen Ruinen von Assyriana. Ob er der gesuchte Quell ist, das weiß niemand. Fest steht jedoch, das um Assyriana (sowohl Unterwasser als auch über dem Meeresspiegel) ein ähnlicher Sturm weht, wie über die Aethersturminsel - was es den Magiern bisher unmöglich machte, diese Stätte aufzusuchen.


    Während die elfischen Durenassei genau wissen, dass die Fließrichtung ihrer Leylinien der Shalas-Hemisphäre scheinbar die Aethersturminsel als Ziel hat, so weiß derzeit niemand, welches Ziel die Thalas-Linien haben. Sicher ist jedoch, das es irgendwo auf Hardogath ist.


    In der Sache bin ich noch unsicher. Fest steht jedoch das die Linien kein Ende als auch Start haben, sie fließen daher, wenn sie in Shalas im Süden angekommen sind, wieder auf Thalas Richtung Norden.


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    [...]Kann eine Leymenge auf ganz Assyria (also nicht in einer Region) zunehmen oder geringer werden?[...]

    Das System basiert auf einer Art Symbiose. Alles was den Strömen Ley entzieht, kann ihnen auch hinzugefügt werden - ausgenommen pandemonische Zauber.
    Unmöglich ist es dadurch dennoch nicht, ein Ungleichgewicht zu erzeugen. Die gesamte Leymenge im System auf Rath schwankt permanent, aber derzeit in unwesentlichen Maßen.


    Ley kann auf folgende Arten gewonnen werden:


    1. Der Tod
    Jede sterbliche Seele, egal ob schwach oder stark, verliert vor ihrem Eintritt in seine designierte Ebene seine Kraft. Diese wird als Ley wieder den Strömen hinzugefügt.


    2. Elementarmagie (Zauber der physischen Ebene)
    Obwohl ein Zauber der Magier anfangs Ley mitenzieht, so wird ein Teil seiner Kraft den Strömen hinzugefügt. Generell ist der Leygewinn höher als der Verlust.
    Heiligzauber beeinflussen den Leyfluss in keinster Weise.


    Möglichkeiten, Ley zu entziehen:


    1. Geburt
    Die Formung des Lebens entzieht den Strängen Ley. Dabei gibt es zwei mögliche Wege:
    - 1.1. Die Wiedergeburt
    Bei einer Wiedergeburt entspringt eine Seele aus dem Pandemonium zurück in die weltliche Ebene, um in dem Körper eines ungeborenen Sterblichen erneut aufzuerstehen. Dabei entzieht die Seele unweigerlich Ley mit sich - eine eventuell vorhandene Seele wird dabei von der Neuen absorbiert. Seelen des Sanktums können nicht wiederauferstehen.
    - 1.2. Natürliche Kreation
    Die Seele wird zwar erst mit seinem Leben geformt, die Kreation einer Seele erfordert jedoch Ley. Der Verlust ist hierdurch geringer.


    2. Kristallisation
    Kristallisiertes Ley ist zwar am Ende gar keines, entstand jedoch daraus. Natürlich gewonnener Leykristall verursacht nur geringen Verlust, da er recht selten ist. Andererseits hat man an einigen Stellen schon begonnen sogenannte Leyschmieden aufzubauen um den Kristall in höheren Mengen zu gewinnen, der Verlust ist daher in den letzten 2000 Jahren um einige Schwellen angestiegen.


    3. Pandemonische Magie
    Die pandemonischen Zauber sind sehr hungrig. Im Gegensatz zu den anderen Magietypen die eine Art Symbiose erhalten oder sie gar nicht affektieren, sind diese regelrechte Machtsauger, denn sie geben keine Macht an die Ströme zurück, sie geben diese an ihren Wirker weiter.
    Diese Äußert sich beim Nutzer als starker Rausch, wodurch die Magie als Droge empfunden wird.


    Es ist schwierig zu erklären, wie sich das System in der Waage hält. Ob es ein Bewusstsein hat, kann man nicht sagen. Gewiss ist jedoch, das ein übersättigtes System weniger Energie aufnimmt und den Überschuss verpuffen lässt. Doch was ist, wenn dem System auf Dauer zuviel entzogen wurde?
    Die Magier von Karlevan überschlagen sich mit Thesen über diese Möglichkeit. Vom Verlust sämtlicher Magie bis hin zur Apokalypse scheinen die Schicksale endlos zu sein - doch niemand weiß es...


    Jundurg
    Prinzipiell kann man sagen: Es hat keiner wirklich versucht. Die kleinen Leylinien sind für einen Verschiebungsversuch recht unprädestiniert, da sie zu schwach sind - ergo interessiert sich keiner daran.


    Natürlich gab es einige Forscher, die es dennoch probierten. Aber ein Leylinienfokus ist zu mächtig und hatte auf diese kleinen Linien meist einen anderen Effekt, als gewünscht.


    Die Mittelgroßen (diese Größe gibt es eigentlich gar nicht, eher nur Groß oder Klein - nach der Definition von Macht und Verschiebbarkeit) - sagen wir mal Schwellenkandidaten - könnten zwar verschoben werden, allerdings unterliegt der Leydurchfluss einer gewissen Fluktuation. Es fließt nicht immer genau dieselbe Anzahl Ley durch sie.


    Eine recht stabile Linie lässt sich recht leicht verschieben, da der Fokus sie stabilhalten kann. Stark abweichende Linien würden jedoch trotz Fokus sich an dem verschobenen Wege stark umherverschieben, was letztlich dazu führen könnte, das der Fokus die Kontrolle verliert.


    Generell gilt: Je größer die Linie, desto stabiler ist sie.
    Kleinere Linien sind instabiler im Durchfluss und dadurch schwerer zu kontrollieren, andererseits sind zu große auch nicht mehr kontrollierbar, da die dafür benötigte Macht zu groß wäre.
    Daher eignen sich nur bestimmte Größen - derzeit.


    -


    Danke Euch dreien =)

  • Es wird Zeit, die Gewässer der assyrianischen Geschichte hin zu klären. Da mich Jundurgs Zeitleistenthread etwas angespornt hatte und ich eh noch geschrieben hatte mich um die Geschichte zu kümmern, wird das nächste Thema die Ären von Assyria sein.


    Generell erkläre ich die Zeitleiste aus der wissenschaftlichen Sicht, weil die Geschichte seitens der Order etwas verfälscht erscheint und viele Einträge nicht beinhaltet.


    Grundsätzlich habe ich Assyrias Geschichte in drei große Ären eingeteilt: das Primaerum, das Secondaerum und Tertiaerum. Ersteres stellt dabei eine gewaltige Linie von zirka 2,7 Milliarden Jahren dar, die längste Ära Assyrias. Das Secondaerum gründet sich im Fall der Assyriani bis in die heutige Gegenwart. Letztere Ära ist die Zukunft - jedoch eine recht verquirlte.


    Heute möchte ich nur einmal das Primaerum vorstellen. Es ist sicherlich noch mit Fehlern gespickt und womöglich zu detaillastig, aber lest lieber selbst.

    Das Primaerum
    (Von 2.700.000.000 vd.GZ. bis 60.000 vd.GZ.)


    Das Primaerum definiert die wahrscheinlich längste Spanne in der assyrianischen Geschichte - beinahe 2,7 Milliarden Jahre lang. Während in der Wissenschaft das Primaerum als Zeit vor den Assyriani gilt, definiert man in der Mythologie es als die Zeit der göttlichen Orientierung.


    Vor 2,7 Milliarden Jahren (Prä-assyrianisches Zeitalter)
    Ein abgelenkter Zwergplanet schlägt auf den damaligen Großplaneten Assyria ein und zerteilt ihn in zwei neue rotierende Sphären. Dabei verbinden sich die zerstreuten Massen zu zwei völlig neuen Planeten - Rath und Sirjani.


    Mythologischer Einblick: Dieses Ereignis ist womöglich das Einzige, was aus der Vergangenheit noch bis Heute als Legende in Kenntnis geblieben ist und - laut der Order - den Grundbaustein für die Existenz der Welt legte.
    In den heiligen Schriften steht geschrieben, das die hohen Götter Ardania und Vargoth die weltliche Ebene schafften, um ihren verlobten Kindern Rath und Sirjani die Weisheiten der Göttlichkeit bei eigener Erfahrung zu lehren.


    Die Liebe zwischen Rath und Sirjani war innig, doch auch von starken Gegensätzlichkeiten geprägt - wie bei ihren Eltern.
    Während Sirjani auf der neuen Welt das Leben schenkte, so nahm es der Herr des Todes wieder hinfort. Lange Zeit hielt es sich in einer Waage.


    Doch Rath war unersättlich, seine Gier nach dem Tode zehrte an Sirjanis Kräften, wodurch eine Kollabierung der noch jungen Welt unausweichlich erschien.
    Die blinde Tötungswut Raths verletzte Sirjani so sehr, das sie sich von ihm verletzt und sogar bedroht fühlte.


    Am Ende trennte sie sich von Rath - die Welt zerbrach.


    Während Sirjani über die Ewigkeit als Aspekt des Lebens aufsteigen durfte, starb Rath durch einen Suizid. Er ertrug es einfach nicht mehr, ohne Sirjani seines Amtes als Aspekt des Todes walten zu müssen, vor allem wenn er selbst daran schuld war.


    Vor 1,6 Milliarden Jahren
    Beide neuen Trabanten festigen sich in einer neuen Umlaufbahn - der Abstand zu Rath und Sirjani bleibt trotz geringer Unterschiede immer gleich. Erstes Leben beginnt sich wieder zu entwickeln.


    Vor 120.000 Jahren (Assyrianischer Frühling)
    Durch evolutionäre Entwicklung erblicken die Assyriani erstmals das Licht Ardanias. Es folgt eine Zeit langsamer, aber stetiger Entwicklung von primitiven Nomadenstämmen über eine mittelalterliche Ära bis hin zur Erschaffung der Dampftechnik. Die Dampfmaschine sollte für recht lange Zeit die Anstriebsfeder der assyrianischen Zivilisation sein.


    Vor ~75.550 Jahren (Die Moderne)
    Durch exzessive Forschung erreichen die Assyriani gewaltige Entdeckungen, mitunter Nukleartechnik, Nanotechnik und Elektronik. Zu Beginn des Zeitalters leben zirka 6 Milliarden Assyriani auf Sirjani.


    In der Moderne nimmt der Rohstoffabbau und die Versiegelung der Böden dramatische Ausmaße an. Gegen Ende der Zeit waren bereits über zwei Drittel der ursprünglichen Naturvielfalt verloren, trotz Rekultivierungsversuchen.


    Vor ~70.000 Jahren (Beginn des MagiTech-Zeitalters*)
    Erstmals ist es den Assyriani möglich, mit den Leylinien zu interagieren. Die neue Kunst der Magie wirft beinahe das komplette Gesellschaftsleben Sirjanis über den Haufen, wodurch in den ersten 70 Jahren grundsätzlich Anarchie herrscht.


    - 70 Jahre: Das Ministerium für Magie nimmt erstmalig ihren Dienst auf. Kurz darauf erfolgen Gesetze zur Eindämmung von magischer Nutzung, durchgesetzt von einer magitechnischen Elitegarde. Dies markiert ebenfalls den Beginn des nahezu perfekten Überwachungsstaates.


    - 112 Jahre: Wissenschaftlern gelingt es erstmals, magische Ströme mit Computerchips zu verbinden. Diese Entdeckung verändert das Leben derartig auf Sirjani, dass das Bedürfnis des Volkes nach Magie nahezu verschwindet. Von nun an scheint alles möglich.


    - 2012 Jahre: Sirjani besitzt nur noch wenige Gärten, in dem die Natur Einzug hält. Der Planet ist mittlerweile an einen Grad des Verödung herangekommen, an dem die Luft nicht mehr atmenbar ist. Leben ausserhalb der Städte ist nicht mehr möglich.


    * Das MagiTech-Zeitalter reicht bis zum Ende des assyrianischen Zeitalters in der Secondaerum-Ära.


    Vor ~64.000 Jahren (Assyrianischer Winter)
    Als das letzte natürliche, nicht-assyrianische Lebewesen stirbt, bricht das Leyliniensystem auf Sirjani zusammen. Sämtliche MagiTech-Maschina stellt ihren Betrieb ein, das System kollabiert. In Folge dessen wird der Planet von einem gewaltigem Massensterben heimgesucht, welche den Großteil der assyrianischen Bevölkerung in wenigen Monaten dahinrafft. Doch Notfallprogramme können einen Teil retten. Von 27,5 Milliarden überleben nur wenige Zehntausend - Tendenz fallend.


    - 231 Jahre: Die junge Wissenschaftlerin Assyriana entdeckt ein funktionsfähiges, aber lädiertes Wrack eines antiken Alienraumschiffes, welches sie jedoch anfangs für ein Relikt des Dampfmaschinenzeitalters hält.


    - 247 Jahre: Mit Hilfe primitiver Technologie der Moderne wird die Ar Nen'Sirjanir (Arche Neu-Sirjani) - wie das Schiff nun genannt wird - wieder voll funktionsfähig gemacht. Assyriana ruft das Projekt Nen'Sirjanir aus - das erklärte Ziel: Die Rettung nach Rath.


    - 280 Jahre: Ar Nen'Sirjani startet von der alten Hauptstadt Escar aus seinen ersten Flug, zerschellt jedoch nach nur wenigen Kilometern wegen Fehlfunktionen gegen ein Gebäude. Viele der Projektwissenschaftler - darunter auch Assyriana - fanden den Tod.
    Dies war das vorzeitige Ende das Ar Nen'Sirjanir-Projektes für eine nicht unbedeutende Dauer.


    - 417 Jahre: Die Bevölkerung wurde auf Grund der immer schlechteren Lebensbedingungen auf zirka 210 heruntergerafft (Dunkelziffer (geschätzt): 100). In den tausenden Riesenstädten der Assyriani liegt eine Totenstille.


    - 420 Jahre: Die letzten Überlebenden beginnen das gescheiterte Projekt als letzte Hoffnung wieder aufzunehmen.


    - 427 Jahre: Ar Nen'Sirjanir startet ohne Komplikationen aus Escar hervor und verlässt nur wenige Sekunden darauf den sirjanischen Orbit.
    Durch Fehler in den Berechnungen, irrt das Schiff nahezu 3.500 Jahre im Sonnensystem herum, bevor es letztlich in die rathische Atmosphäre eintritt.


    Vor ~60.000 Jahren (Ende der Primaerum-Ära)
    Das Alienschiff Ar Nen'Sirjani landet fatal auf dem rathischen Boden, unwiderbringbar verloren. Doch die Pioniere überlebten - und gründeten am Absturzort das Konstruktionslager Assyriana.


    -


    Ich hoffe das hat Euch nicht erschlagen. ^^ Ich wollte zwar sichtwortartiger werden, aber das ließ sich nicht vermeiden.

  • Ein sehr düsterer Anfang, wenn da noch zwei weitere Zeitperioden kommen sollen.
    Aber alles in allem kommt es mir erstmal schlüssig vor, nur frag ich mich, wie die Assyriani es geschafft haben, noch fast den gleichbleibenden Lebensstil zu halten, wenn schon fast die gesamt Planetenoberfläche nur noch Ödnis ist?
    Außerdem würde ich gern wissen, ob es auf Sirjani nicht vielleicht doch noch Überlebende gibt, die sich vielleicht irgendwo versteckt haben oder ob der Planet am Ende der Primaerum-Ära tatsächlich völlig leblos ist.

  • Quote

    Original von Killerbunny
    Ein sehr düsterer Anfang, wenn da noch zwei weitere Zeitperioden kommen sollen.
    Aber alles in allem kommt es mir erstmal schlüssig vor, nur frag ich mich, wie die Assyriani es geschafft haben, noch fast den gleichbleibenden Lebensstil zu halten, wenn schon fast die gesamt Planetenoberfläche nur noch Ödnis ist?
    Außerdem würde ich gern wissen, ob es auf Sirjani nicht vielleicht doch noch Überlebende gibt, die sich vielleicht irgendwo versteckt haben oder ob der Planet am Ende der Primaerum-Ära tatsächlich völlig leblos ist.


    MagiTech war eine sehr fortschrittliche Technologie, die es erlaubte organische Rohstoffe aus minderwertigen, leblosen Komponenten zu gewinnen. Somit war man quasi von der Natur unabhängig geworden.


    Auf Sirjani gab es eine lange Weile kein Leben mehr - die einst grüne Oase ergraute unter der Dominanz der Assyriani. Für viele tausend Jahre sollte daher der Planet tot bleiben.


    Erst in der rathischen Eiszeit (0. vd.GZ. -(10.000 Jahre)-> 1. nd.GZ.) bildete sich wieder Leben auf der sirjanischen Oberfläche. Zur heutigen Zeit sind auf dem ganzen Planeten mittlerweile tiefe Wälder erstreckt, welche die verlassenen assyrianischen Gebäude verwuchert und ihm seine charakteristische Farbe verleiht. Zur gleichen Zeit regenrierte sich auch das Leysystem und gewährt dem Planeten wieder eine Stabilität im Kreislauf.
    Es ist aber derzeit unbekannt, ob die MagiTech-Maschina wieder ihren Betrieb aufgenommen hat, denn es ist niemand mehr dort, der sie bedienen kann. Einige lanvaerische Sternwarten melden zwar Lichtpunkte auf der dunklen Seite Sirjanis, welche aber kein Zeugnis einer neuen Kultur sein müssen.


    Momentan häng ich im Secondaerum fest.
    Die Sache ist die: Während Thalas (Candara, Hardogath, Jenndaera und Thlyssaria [Annyar, Ennyar]) in einer eher mittelalterlich-antik(hellenisch) angehauchten Zeit sitzt, hat sich die Kultur auf Shalas wesentlich anders entwickelt und ist recht nah mit unserem heutigen 21. Jahrhundert zu vergleichen (nur etwas radikaler).


    Beide Hemisphären sind voneinander isoliert und wissen daher nichts von der jeweiligen Existenz der anderen, obwohl die shalassischen Enard bereits primitive Raumfahrt betreiben. Wie ist das erklären kann, daran arbeite ich noch, denke aber das die Strömungsrichtungen der Leylinien damit etwas zu tun haben werden.

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