Elfen/Elben in euren Welten

  • Tschuldigung - Historisch. :-[ Asche auf mein Haupt....
    Historisch sind sie alle ziemlich "verwand" miteinander, da die Mythen und Sagen sich mit der Zeit sehr vermischt bzw., genauso wie die Menschen, sich gewandelt haben.


    Ich meine mich zu erinnern, dass die Menschen damals die "Naturgeister", oder unter welchem Namen man diese Wesen auch immer zusammenfassen möchte, nicht einseitig gesehen haben, sondern dass sie sowohl "gute" als auch "böse" Seiten hatten und durchaus sehr launisch waren. Wenn man die Naturgeister z.B. beim Tanzen beobachtete, konnte sonst was passieren. Und um sie zu besänftigen wurde z.B. weißes Brot oder weiße Eier vors Haus gestellt. Man tat dies z.B. auch um sich einen ruhigen Schlaf zu sichern - und um keine Albträume zu haben...
    Frau Holle war ursprünglich auch so ein Wesen. Manchmal nett, manchmal angepisst... Jedenfalls die grimmsche Holle, die ursprünglich Hollda oder Holda heißt (daher vielleicht auch Holla die Waldfee - man weiß ja nie... ???). Ob sie was mit Hel zu tun hat, weiß ich nicht - ist bzw. nicht in der Abhandlung vorgekommen, die ich gelesen hab. Möglich ist es aber natürlich, da das wahrscheinlich auch nicht 100%ig richtig konstruierbar ist.
    Die rein positive Konnotation der Elfen ist, glaub ich, auf die Romantik zurückzuführen. Und das mit den Schmetterlingsflügeln war, glaub ich, Shakespeare.


    Wortetymologisch bedeutet Fee wirklich Schicksalsgöttin.
    Elbe ist die feminine Form zu Alb.



    In meiner Welt werden Elfen auch so etwas wie Naturgeister sein, die sich z.B. um Wälder kümmern (allerdings nicht als Baumkuschler ;) ), während die Elben menschenähnlicher sein werden. Womit man schon wieder eine andere Variante hätte. 8)

    +Pandora muss jetzt gleich die virtuelle Welt verlassen
    <+Yllar_bastelt> virtuelle welt *umschau* das is nich echt?!
    <+Eld> doch - alles wird gut, ylli
    <+Yllar_bastelt> hui.. gut

  • Quote


    Dann sind die Albar also so was Ähnliches wie meine Elbi - ein Menschenvolk mit "elbischer" Kultur? In so was vermute ich nämlich den Ursprung der germanischen und keltischen Vorstellungen von Elben.


    Ja, so ungefähr. Allerdings habe ich hier nur einige Gemeinsamkeiten herausgestellt, ansonsten bin ich oft sehr frei vorgegangen.

    Quote


    Ich meine mich zu erinnern, dass die Menschen damals die "Naturgeister", oder unter welchem Namen man diese Wesen auch immer zusammenfassen möchte, nicht einseitig gesehen haben, sondern dass sie sowohl "gute" als auch "böse" Seiten hatten und durchaus sehr launisch waren.


    Gutes Erinnerungsvermögen. :)
    Überbegriffe gibt es viele, aber häufig sind sie an eine Kultur "gebunden" und bezeichnen auch teilweise nicht alle Naturgeister.


    Elben sind im sächsischen Raum vermutlich Flussgeister (oder Geister, die in der Nähe von Flüssen leben) und Alpen sind wahrscheinlich bayerische Berggeister, allein solche Ortsnamen verraten oft (nicht immer) einiges über den Volksglauben in Bezug auf diese Geschöpfe.

  • In meiner Welt gibt es auch Elfen, aber nicht, weil Elfen "nunmal in eine Fantasywelt gehören", sondern als Vorfahren der Menschen:
    Nachdem die drei Schöpfer die Welt erschaffen und mit Pflanzen und Tieren bevölkert hatten, haben sie die Elfen erschaffen, um die Welt zu besiedeln. Das ging einige tausend Jahre gut, dann haben sich die Elfen aber gegen die Götter erhoben und einen großen Krieg angefangen. Obwohl die Schöpfer über ungeheure Kräfte verfügten, konnten die Elfen ihnen, aufgrund ihrer herausragenden magischen Fähigkeiten, ihrer hohen Zivilisation und ihrer großen Zahl, eine Zeit lang standhalten. Schlussendlich wurden sie aber besiegt und fast völlig vernichtet. Die überlebenden unterwarfen sich und wurden in "Reservate" gesteckt, die sie nicht verlassen durften. Da die Welt jetzt wieder frei war, für eine neue Zivilisation, und sich die Elfen, zumindest anfangs, bewehrt hatten, beschlossen die Schöpfer eine neue Art zu erschaffen, die den Elfen ähnlich, aber viel schwächer sein sollte. Das waren die Menschen, sie waren schwächer, kurzlebiger und weniger magiebegabt. Aber sie sollten sich schon bald über die ganze Welt verbreiten. Das ist auch der Grund, warum die Elfen auf die Menschen nicht all zu gut zu sprechen sind.


    Für alle die beim Gedanken an, in Reservate eingesperte Elfen die Tränen kommen:
    Nachdem "die drei Zerstörer" (analog zu den drei Schöpfern), bei denen es sich um Elfen aus der Zeit des Krieges gegen die Schöpfer handelte, Jahrhunderte später einen großen Rachefeldzug gegen Menschen, Schöpfer und Menschengötter begannen, kämpften die meisten Elfen auf der seite der Schöpfer. Nach dem großen Sieg erhielten sie deswegen die Erlaubnis, ihre Reservate zu verlassen, sich den Menschen aber niergends in en Weg zu stellen.

  • Quote

    Original von Baal-Schamim
    Das ging einige tausend Jahre gut, dann haben sich die Elfen aber gegen die Götter erhoben und einen großen Krieg angefangen. Obwohl die Schöpfer über ungeheure Kräfte verfügten, konnten die Elfen ihnen, aufgrund ihrer herausragenden magischen Fähigkeiten, ihrer hohen Zivilisation und ihrer großen Zahl, eine Zeit lang standhalten.[quote]
    Feanor? :-/


    [quote] Die überlebenden unterwarfen sich und wurden in "Reservate" gesteckt, die sie nicht verlassen durften.


    Exilkönigreiche der Noldor? :-/


    Sind so meine ersten Eindrücke....
    Lasse mich gerne von deren Falschheit überzeugen... ;)

  • Nicht ganz, die Elfen haben vorher ja schon die ganze Welt besiedelt, und nun haben sie nurnoch einige Gebiete, in denen sie leben dürfen. Die Noldor hatten Aman ja verlassen und durften es nichtmehr betreten. Außerdem wurdev der Fluch der Noldor später ganz zurückgenommen, in meiner Welt dürfen zwar ihre Länder verlassen, sich aber außerhalb davon nicht in die Politik und die Kriege der Menschen einmischen.


    Klar besteht eine gewisse Übereinstimmung, die ist aber nicht gewollt. Ich hatte mir dieses Konzept schon Ausgedacht, bevor ich von den Noldor gehört hatte. :weissnicht:

  • Ich sehe die Silmarillion-Parallelen auch nicht so, der Trubel da entstand ja eigentlich aus dem "Duo" Melkor und Feanor. Bei dir scheint's ja eher eine allgemeine Rebellion zu sein. Von daher eher die typische Geschichte einer Art Evolution, wo ein nicht mehr junges Volk sich die Frage stellt, warum es eigentlich auf "die da oben" hört. ;) Oder hatten sie für ihr Auflehnen irgendeinen besonderen Anlass?

  • Es gab da ein paar Einschränkungen der Elfen, zum Beispiel waren von Natur aus nicht alle Elfen magiebagabt und einige weniger als andere, und die Elfen hatten Lust die Welt nach ihren eigenen Vorstellungen zu Formen. Alles das wollten die Götter nicht ändern bzw. zulassen. Dann hat sich die Sache eben hochgeschaukelt, bis ein kleiner Auslöser das Fass zum explodieren brachte. Wie das genau war weiß ich noch nicht.

  • Auf Wunsch des Benutzers wurde sein Profil und ein Großteil seiner Beiträge aufgrund der DSGVO gelöscht.
    Sollte dieser Thread unlesbar geworden sein, weil wir die Beiträge mit diesem Hinweis überschrieben haben, melde ihn bitte, damit wir ihn ggf. löschen können.

  • Die klassischen Fantasy-Elfen sind dem letzten Umbau Yoschanons zum Opfer gefallen. Sie passten einfach vorne und hinten nicht ins Konzept der Subspezies des Menschen.


    Die ehemaligen Waldelfen wurden dabei durch das Moosvolk ersetzt. Einer menschlichen Subspezies, die sich an das Leben in den tiefen Wäldern Yoschanons angepasst hat.
    Etwas kleiner als der durchscnittliche Mensch Yoschanons, dunkelbraune Haut, normale Ohren ohne Spitzen.
    Dafür spitzes (Kopf-)Haar, dass Igelstacheln oder Wildschweinborsten ähnelt. Im Haar wachsen Moose und Flechten, wobei es einige Flechtenarten gibt, die ausschließlich in den Haaren des Moosvolkswachsen.

  • Gibts nicht.
    Hats nie gegeben.
    Naja... fast ;D
    Es gibt bei mir ein Land, in dem ursprünglich irgendwelche ätherischen, super-ernsten, super-wichtigen Elrond-ähnlichen Leute lebten. Sehr unsympathisch. Daher abgeschafft, ehe sie die Chance hatten als Elfen/Elben irgendwo schriftlich festgehalten zu werden.
    Inzwischen sind aus ihnen normale Menschen geworden - immernoch scheu und irgendwie erhaben, aber nicht mehr so elbisch-eingebildet.

  • Ich habe zum Zeitpunkt X keine Elben/Elfen. Wenn es jemals einen Gott gab, der etwas Elfenähnliches erschaffen hat...ist er mitsamt seinen Kreaturen ziemlich schnell auf dem Grill gelandet :diablo:
    Aber ich glaube nicht, dass es sowas gibt. Die sind kriegerisch zu unfähig, diese Ökodiktatoren.

    Projekt: Mythowelt
    Schritt 1: Wir setzen "x" Stämme in verschiedenen Umgebungen aus, schauen alle generation mal vorbei und sehen nach, ob sie sich noch in menschlichen Bahnen bewegen. Unter Einbeziehung der neokonservativen Lehre.

  • Klar habe ich Elben. Allein schon wegen dem Wiedererkennungswert.


    Allerdings bemühe ich mich, das, was spätere Fantasy-Schreiberlinge den tolkien'schen Gestalten angetan haben, indem sie sie zu ewig guten und schönen, fröhlich tanzenden Disneyland-Hippies erklärt haben, rückgängig zu machen. Der Mann wusste schon, warum er darauf bestanden hat, für die deutsche Ausgabe den Begriff Elben statt Elfen zu benutzen. Er wollte damit sicherlich die hässliche Assoziation mit den komischen Waldfeen vermeiden, zu denen die Romantiker des 19. Jahrhunderts die ursprünglich mysteriösen, geheimnisvollen und bösartigen Elfenwesen kastriert haben und die seitdem in den Köpfen der Fantasy-Gemeinschaft herumspuken. Tolkiens Elben im Simarilion und im Hobbit sind wirklich keine netten Zeitgenossen.


    So gesehen sind die Elben auf Nantharia auch ein Apell, zu den ursprünglichen Werten des Elbentums zurück zu kehren: Sprich: Sie sind von ihren Schöpfern mit übermenschlichen Kräften ausgestattet und besitzen ein weitreichenderes Gedächtnis als die anderen Völker, aber sonst genauso machtbesessen, intrigant und bösartig wie alle anderen auch. Die strikte Hierarchie nach Alter und Generation erstickt jegliches Begehren nach Freiheit sofort im Keim und die streng disziplinierte Elbengesellschaft unterdrückt jegliche Gefühlsregung oder individuelle Wünsche. Elben unterwerfen sich dieser Diktatur nicht freiwillig, sondern aus Erziehung und Angst. Ihre Höfe verteidigen sie außerdem rücksichtslos und brutal, alle anderen Völker sind für sie nur Dreck, denn sie fühlen sich zu Höherem berufen oder zumindest erzählen ihnen die Ältesten das. Die Ältesten wiederum sind Fanatiker, die glauben, für ihre Erschaffer einen Ewigen Krieg weiter zu führen und wirklich alles dem Ziel unterordnen, diesen Krieg zu gewinnen. Im Grunde genommen muss man sich Nantharias Elben als eine Art Nazi-Okkultisten vorstellen und keines der anderen Völker ist mir dermaßen unsympathisch wie meine Elben.

  • Quote

    Original von Der Don
    Klar habe ich Elben. Allein schon wegen dem Wiedererkennungswert.
    [...]
    Tolkiens Elben im Simarilion und im Hobbit sind wirklich keine netten Zeitgenossen.


    Nein, das sind sie in der Tat nicht. Den Waldelben im Hobbit kann man ihre Paranoia noch nachsehen, die haben ja einige recht unangenehme Nachbarn. Aber jemandem wie Feanor möchte ich lieber nicht begegnen ...


    Aber selbst im Herrn der Ringe sind die Elben keine Niedlichtuer. Sicher, sie können einem sehr sympathisch sein, aber man sollte sie sehr, sehr ernst nehmen und vorsichtig mit ihnen umgehen.


    Tolkiens Verdienst ist es, mit den Fliegewichteln der Märchen Schluss zu machen und die alte Würde und Ernsthaftigkeit der Elben wiederherzustellen.


    Quote

    So gesehen sind die Elben auf Nantharia auch ein Apell, zu den ursprünglichen Werten des Elbentums zurück zu kehren: Sprich: Sie sind von ihren Schöpfern mit übermenschlichen Kräften ausgestattet und besitzen ein weitreichenderes Gedächtnis als die anderen Völker, aber sonst genauso machtbesessen, intrigant und bösartig wie alle anderen auch.
    [...]
    Im Grunde genommen muss man sich Nantharias Elben als eine Art Nazi-Okkultisten vorstellen und keines der anderen Völker ist mir dermaßen unsympathisch wie meine Elben.


    Ja, das sind mal so richtig fiese Elben, da hätte Heinrich Himmler seine Freude dran gehabt! Das hat was.


    Die Elben von Inis Albion sind da schon was anderes. Auch sie sind nicht ohne Makel. (Schließlich sind sie Menschen, und Menschen ohne Makel gibt es nicht, schon gar nicht auf der Ebene ganzer Völker.) Sie sind felsenfest davon überzeugt, dass das Commonwealth der Elben die beste aller Zivilisationen ist bzw. in späteren Zeiten, dass sie es war, und neigen dazu, sich über andere Völker zu erheben. Nach dem Motto, "Wir wissen, wozu wir da sind, die meisten anderen haben es vergessen". Zum Glück sehen sie ihren Daseinszweck in etwas gar nicht mal so Unangenehmen, nämlich die Welt zu behüten und mit schönen Dingen zu bereichern. Aber das heißt nicht, dass es keine richtig schlimmen Finger unter ihnen gibt. Zum Beispiel diese üble Gestalt namens Lauchanaro, der eine Art "Elben-Faschismus" begründet und mit seinem Aufstand den Tartessischen Krieg und damit den Untergang des Commonwealth der Elben auslöst. (Diese Figur ist in Teilen von Tolkiens Feanor inspiriert.)

  • Hallo Don,


    Du schreibst:


    Quote

    Klar habe ich Elben. Allein schon wegen dem Wiedererkennungswert.


    Stimmt. Was wär ne Fantasy-Welt ohne die 'Spitzohren'...? :D


    Quote

    Allerdings bemühe ich mich, das, was spätere Fantasy-Schreiberlinge den tolkien'schen Gestalten angetan haben, indem sie sie zu ewig guten und schönen, fröhlich tanzenden Disneyland-Hippies erklärt haben, rückgängig zu machen.


    Disneyland-Hippies... :rofl:
    Der war gut. :thumbup:
    Aber so kommen sie tatsächlich leider oft rüber... :zeter:
    b.t.w.
    Kennst du 'The Ring-Thing'...? :D
    :joint: :saufen: DAS sind Elfen-Hippies :joint: :rofl:


    Ganz schlimm fand ich persönlich eine Sequenz aus einem Hobbit-Hörbuch, wo sie gesungen haben: '...bei uns da wird keiner gehangen, weil sich das bei uns nicht gehört...' (reimdichoderichfressdich :gaga: ) und anschließend der Sprecher: '...denn Elfen sind ja GUTE Wesen...'


    Au! Au! Au!
    Grenzt das nicht schon ein wenig an - wenn auch positiven - Rassismus?
    Gut und Böse sind doch i.m.o. Begriffe, die sich aus dem jeweiligen situativen Kontext ergeben...?
    Aus dieser Einsicht heraus hatte unser SL das leidige '...jetzt würfel mal auf 'Gesinnung'...!' recht schnell aufgegeben...


    Zum Glück gibts ja nicht nur das 'Tolkien-Elfen-Modell'
    Mein 'Elfenbild' beispielsweise orientiert sich mehr an den Werken von Wendy Pini, als an denen des bekannten H.d.R-Autors.
    b.t.w.
    Ließt sonst noch jemand hier im Forum Elfquest?


    Quote

    Der Mann wusste schon, warum er darauf bestanden hat, für die deutsche Ausgabe den Begriff Elben statt Elfen zu benutzen.
    Er wollte damit sicherlich die hässliche Assoziation mit den komischen Waldfeen vermeiden, zu denen die Romantiker des 19. Jahrhunderts die ursprünglich mysteriösen, geheimnisvollen und bösartigen Elfenwesen kastriert haben und die seitdem in den Köpfen der Fantasy-Gemeinschaft herumspuken.
    Tolkiens Elben im Simarilion und im Hobbit sind wirklich keine netten Zeitgenossen.


    Nette Elben sind so gesehen ein relativ neues Phänomen.
    Von dem Wort 'Alben' stammt ja auch der Begriff 'Albtraum'.
    Erst bei H.d.R. waren die Elben dann 'gut' (...ohrensausenkriegbeisonnerschwarzweißmalerei... :kotz: )
    Ich krieg da immer wieder 'die Krise' wenn da munter 'Elfen', 'Feen', 'Pixies' u.ä. unterschiedslos wild durcheinandergemixt werden... :zeter: :gaga:
    So wie die ursprünglichen Alben geschildert werden, kommen sie so gesehen wohl eher in die Richtung der verschlagen-zwielichtigen Drow... :diablo:
    (...nochsonblödesklischee... :kopfwand: )


    Quote

    Im Grunde genommen muss man sich Nantharias Elben als eine Art Nazi-Okkultisten vorstellen und keines der anderen Völker ist mir dermaßen unsympathisch wie meine Elben.


    Bitte jetzt nicht die 'Godwinregelnazikeule' (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Godwin%27s_Law) rausholen...!


    Klingt ja fast ein wenig nach Winnowill aus Wendy Pinis Elfquest-Reihe... :schreck:


    Anfang der 90er meinte ein Leserbriefschreiber, die Chefin der 'Gleiter' würde sich ja wie Hitler benehmen.
    In der Antwort bestätigte die Autorin, daß Aspekte des braunen Diktators tatsächlich die Vorlage für den Background dieser Elfe bilden würden...


    Als ich dann Mitte der 90er online (also 'drin' ;) ) war und mich in die einschlägigie Mailing-List einschrieb, wies ich darauf hin, daß sogar der Name dieser finstren Dame aus der 'Rechten Ecke' kommen, und eine Anspielung auf Leni Riefenstahls Propagandafilm 'Triumph des Willens' sein könnte...


    ***


    Jedenfalls freue ich mich zu sehen, daß es mehr Leute gibt, die 'ihre' Elfen / Elben etwas von den gängigen klischeehaften 'Friede-Freude-Eierkuchen-Disney-Hippies' (s.o. :D ) absetzen möchten...
    ...so man sie denn läßt... :(
    Auf einer Con versuchte ich einmal eine See-Elfe zu spielen (siehe Elfen/Elben in euren Welten), aber der SL ('Tolkien-geschädigt') meinte: (Zitat) '...Elfen schiffen nur einmal und zwar wenn sie sterben...'
    Ebenso stieß ein andermal mein Versuch einen Steppenelf zu spielen auf wenig Gegenliebe (...Elfen gehören in den Wald, sind Vegetarier und reiten - wenn überhaupt - nur Einhörner...! Zitat Ende)
    Aber dann... :D
    Auf einer anderen Con hatte ein SL einen NPC der EINDEUTIG von Galadriel inspiriert war, und wenn er sie schilderte, meinte man fast elegische Sphärenklänge zu vernehmen... :engel:
    ...aber bereits nach kurzer Zeit entpuppte sich die Elbenfürstin dann aber als die amtierende Mafia-Patin... :diablo:


    ***


    Bei mir sind Elfen keineswegs NUR gut - wie ich sowieso kaum Schwarz-Weiße Charaktere führe.
    (siehe Elfen/Elben in euren Welten)


    Steppenelfen gelten beispielsweise als unberechenbare gefährlich Räuber, die grausame Rituale ausführen und ihren Gefangenen (angeblich) das Herz herausreißen und sich die Ohren ihrer erschlagenen Gegner ans Zaumzeug hängen...
    Eine Reise durch die Kaputhensteppe - ihr Hauptverbreitungsgebiet - gilt fast schon als Himmelfahrtskommando... :diablo:
    See-Elfen wiederum neigen mitunter dazu den 'kannibalischen Frevel' an ihren Totemtieren (Wale, Robben und Delfine) damit zu rächen, indem sie die Walfänger oder Robbenschlächter - bzw. Körperteile davon - als Köder für die Jagd auf den 'Großen wilden Hering' nutzen.
    Polarelfen würden nicht zögern andere Hominidenarten (Menschen, Zwerge oder Gnome) in Zeiten knapper Nahrung zu verspeisen... (wobei sie den nahrhaften Zwergenspeck bevorzugen... :sabber: )
    Wer auf sich hält, engagiert als Bodyguard einen Wüsten- oder Dunkelelf. Allein der schlechte Ruf sorgt schon für ein gehöriges Maß an Abschreckung.
    Selbst die Elfen der Ayada-Halbinsel - die noch als besonders gemäßigt und relativ kultiviert gelten - haben nach der Schlacht von Otakugahara tausende kaiserlicher Gefangener in einen Vulkankrater geworfen...! :diablo:


    *


    *


    *


    Spoiler


    *


    *


    *


    Selbst die Elfen der Ayada-Halbinsel - die noch als besonders gemäßigt und relativ kultiviert gelten - haben nach der Schlacht von Otakugahara tausende kaiserlicher Gefangener in einen Vulkankrater geworfen...!*


    *soweit die kaiserliche Propaganda.


    Es stimmt.
    Die Gefangenen wurden in einen Vulkankrater von gut 10km Durchmesser 'geworfen'.
    Allerdings ist der Krater seit Jahrtausenden erloschen und am Kraterboden herrscht ein angenehmes gemäßigtes Klima mit üppiger Vegetation. (RL vgl. Ngorogoro-Krater)
    Die meißten Menschen, die dort interniert sind WOLLEN garnicht nach Hause* - KÖNNEN es auch garnicht, denn dort würden sie als Kollaborateure bestraft, können doch - laut kaiserlichem Dekret - nur 'Verräter' bei diesen 'spitzohrigen Monstern' überleben.

    *Allerdings müssen die Neusiedler außerhalb des Kraters eine Glocke um den Hals tragen, denn auch nach Kriegsende wird von den Ayada-Elfen auf freilaufende Menschen ohne Warnung geschossen!


    ***


    Markus (a.k.a. Packless1 / Agena-Projekt)

  • Quote

    Godwinregel Nazikeule Hitler Leni Riefenstahl Hitler Hitler Hitler etc. pp.


    Interpretierst du nicht ein bisschen viel in ein einziges Wort hinein? Ich finde den Vorwurf, jemand würde sein eigenes Werk diskriminieren, ziemllich absurd und werde mir folglichweise auch weiterhin das Recht nicht nehmen lassen, meine selbst kreierte Elbengesellschaft als Nazis zu bezeichnen wann immer es mir passt.


    Btw. sind Godwins Gesetz und die so genannte "Faschismuskeule" zwei grundverschiedene Dinge, wie Wikipedia den Suchenden übrigens auch aufklärt. Und angebliche "Nazikeulen" hin oder her, Nazis sind und bleiben mir weiterhin extrem unsympathisch.

  • Vor langer, langer Zeit hatte ich einmal Elfen, aber ehrlich, da hatte ich noch einen ganz anderen Geschmack.


    Jetzt kommen sie mir nirgendwo mehr hinein. In anderen Welten habe ich durchaus keine Vorurteile gegen originelle und gut ausgearbeitete Versionen, die vielleicht sogar ein wenig anders heißen, aber in meinen eigenen Welten will ich sie einfach nicht haben. Schon alleine, um das Prinzip zu vertreten, dass man mit einfachen Menschen auch sehr viel anstellen kann.


    Anders ausgedrückt könnte man auch sagen: Elfen sind das Urgestein der Fantasywelten. Imho sollte man aus diesem nehmen, was einem selbst gefällt, und in etwas Eigenes verwandeln.

  • Ich habe meine Elfen neulich in der Badewanne nochmal überarbeitet. Musste also alles nochmal neu schreiben...
    Nja dafür kam das jetzt dabei heraus:


    Meine Elfen "fielen" mit einem Himmelskörper auf meine Welt, wobei dieser Himmelskörper den 7. Kontinent verfetzte und bis auf ein einziges Volk auf diesem und ein paar Pflanzen und Tiere alles vernichtete. Die Elfen die so das Licht der Welt erblickten hielten sich zunächst als Nomaden im westlichen Teil des Kontinents auf bis sie dann im Osten sesshaft wurden. Sie trafen dort auf die Flith mit denen sie regen Handel trieben und sie bildeten die erste Waldsiedlung. So wurden aus den Altelfen die Altwaldelfen.


    Doch der Wunsch der Elfen nach Hause, in den Himmel, zurück zu kehren blieb trotz ihres neu gewonnenen Heims bestehen. So kam es eines Tages dazu das die Elfenseher eine Vision empfingen, welche ihnen ein sogenanntes "Gelobtes Land" zeigte, mit welchem sie wieder in ihre Welt gelangen können sollten. So bildete sich über die Jahrhunderte eine immer größere Gruppe an Altwaldelfen die ihre Waldsiedlung verlassen wollten um die Vision wahr zu machen. Ein Großteil der Elfen segelte so über den großen Ozean im Nordosten in Richtung des 5. Kontinents um das Gelobte Land zu erreichen. Die anderen Elfen blieben mit den Flith zurück.


    Als die Elfen also das nächste Festland erreichten wanderten sie quer durch den Kontinent, immer den Beschreibungen aus der Vision folgend. So geschah es, dass sie an das Reich der Dunkelzwerge kamen, welche gerade mit dem Bau der großen Kuppeln beschäftigt war und eine Blütezeit erlebte. Dort wurden die Elfen erst geduldet, später aber versklavt. Sie mussten die Kuppeln und Paläste der Dunkelzwerge weiterbauen und sonstige Sklavenarbeit verrichten.
    Nach weiteren einigen hundert Jahren jedoch wurden sie durch den jüngsten Elfenseher Ethályr und seine Elfenmagie, die die Zwerge blendete, befreit und zur Flucht bewegt. Anschließend sabotierten sie die Eisenschiffe der Zwerge und Flohen mit funktionstüchtigen Schiffen weiter in Richtung Nordosten über das Meer. Die Zwergenflotte versank bei der Verfolgung.


    So kamen die Elfen, geführt von Ethalyr, in ihr Gelobtes Land. Sie vertrieben die Trolle aus ihrem neuen Reich und ließen sich dort nieder. Das Gelobte land war eine Insel ähnlich unseren Karibischen Inseln. Die Trolle waren ein "heiliges", weises, und stolzes Volk, welches von den Elfen jedoch als "Missgeburten" angesehen wurde. Diese ließen nicht mit sich reden und bestanden wehement auf ihr Gelobtes Land und schlachteten so die Trolle ab.
    Nachdem die Elfen dort einige Zeit lebten, wurden auch sie schließlich vom Schwarzen Mund angegriffen der zu dieser Zeit wieder erstarkte. Die Insel der Elfen war im Grunde für den Schwazen Mund uneinnehmbar, jedoch verrieten einige Elfen ihre Brüder. Diese wurden die ersten Dunkelelfen. Diese wurden nachdem der Schwarze Mund mit großen Verlusten auf elfischer Seite besiegt wurde von einigen ihrer Brüder gnadenlos gejagt und verfolgt. Es spaltete sich so eine neue Gruppe von den Altelfen ab, die Hochelfen. Die Dunkelelfen die Reue zeigten und die die diesen Reuigen verziehen, wurden in den Augen der Hochelfen zu gefallenen, die es zwar wert waren zu leben, nicht jedoch bei ihnen zu leben. Sie wurden als Blutelfen ins Exil geschickt. Falls sie sich jeh wieder im Gelobten Land sehen lassen sollten, würde man sie gnadenlos vernichten.


    Die Dunkelelfen flohen weiter vor den Hochelfen. Die die es schafften am Leben zu bleiben verfielen dem Schwarzen Mund vollständig und es kristallisierte sich eine weitere Gruppe, die Weißelfen heraus. Diese waren abgrundtief Böse und vollkommen schlohweiß, bis auf ihre schwarzen Augen.
    Die Hochelfen die diese Weißelfen verfolgten nannten sich später Klarelfen. Sie waren auch die höchsten Hüter des Gelobten Landes.


    Der Teil der Elfen, der sich von der Verfolgung ihrer verräterischen Brüder und deren Verrat selbst sehr abgeschreckt fühlten flohen für viele hunderte Jahre in die Wälder des 2. Kontinents. Sie wurden die Waldelfen.


    Diejenigen die nicht die radikalen Ansichten von Hoch und Dunkelelfen vertraten verließen aufgrund ihrer Enttäuschung das das Gelobte Land doch nur ein normaler Ort mit Kriegen und Leiden wie jeder andere war das selbige und wurden so zu Sonn und Schwarzelfen. Die Schwarzelfen zogen unter die Erde, die Sonnelfen suchten die Nähe der Menschen und anderer Völker.


    Als die Zeit für die Elfen kam, die Welt zu verlassen und in den Himmel auf zu steigen, spaltete sich das Volk wieder. Eine Seite wollte im Gelobten Land auf Erden bleiben, die anderen wollten zurück in die prophezeite alte Heimat.
    So stieg die Insel mit nur einem Teil der Elfen auf, der Rest siedelte nach Norden über in die Kühlen Steppen. Sie wurden die Nordelfen.
    Die aufgestiegenen jedoch wurden bei ihrem Aufstieg durch einen Angriff von Weißelfen und Schwarzmündlern teilweise an der Ausführung ihrer Magie behindert und so stieg nur ein teil der Insel in den Himmel. Viele Elfen blieben unten auf den Resten der nun übrigen Inselgruppen zurück. Diese Elfen sind bis heute die Hüter dieser Atolle, die man heut in Gesamtheit Elysium nennt.




    Das waren meine überarbeiteten Elfen und ihre Geschichte :)
    Für mich sind Elfen in einer Fantasy Welt auch nicht unbedingt ein Muss, habe ja selber eine Welt in der es keine Elfen und Zwerge gibt, aber sie sind allgemein schön in die Geschichte ein zu fädeln :) Sie gehören halt doch irgendwie dazu ^_____^

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!