[Die Westlande] Weltenvorstellung

  • Lakyr, das klingt auch gut , hmm mal sehen


    Jerron, das ist genauso interessant.
    Ich muss einfach die beste Möglichkeit abwegegen.
    Wird gar nciht einfach.


    Ich danke allen, die sich einen Kopf gemacht haben und mir ihre Vorschläge unterbreitet haben.
    *verbeug* ;D

    "Viele jener Laienchristen blieben natürlich besonders schwerhörig, sobald man von ihnen verlangte, seit langem vertraute Kompromisse aufzugeben." (Peter Brown, Autorität und Heiligkeit - Aspekte der Christianisierung des Römischen Reiches, Stuttgart 1998, S. 34)

  • Ja, meine Welt lebt auch noch, es tut sich auch endlich wieder was *freu*
    Und da hätten wir auch schon:


    Das Tanaa-System, oder das System des 1000jährigen Baumes


    Kurz zur Einleitung: Das System stammt von der Insel Filo. Filo ist zertsplittert in viele kleine Terretorialländer, in der jeder sein Ding macht (vergleichbar mit dem Terretorialstaaten von Deutschland [die mal waren, und irgendwie immer noch sind]). Durch unterschieldiche Bestimmungen in allen Bereichen kam es zu Chaos, Unordnung und schließlich auch Unruhen und die Insel wart Jahrzehntelang durch kleinere und größere Kriege gezeichnet.


    Also schlossen sich ein paar wackere Gelehrte, Philosophen, ein paar Geisteliche und auch einige Fürsten zusammen und versuchten einen Kompromiss in der Ordnung zu finden. Man orientierte sich nach einigem hin und her (saie haben endlos fast gebraucht) an den Tanaa-Bäumen (Riesiges Bäume die fast 1000 Jahre alt werden) und konzipierte ein System das dem Baum gleicht.


    Krone (Blätterdach): veränderlich, die Krone bezieht sich auf besonders auf die Fürsten, deren Minister und Räte, also alles Administrative Handlungen, jedes Ländle kann darüber selbst bestimmen. So wie sich auch die einzelnen Blätter eine Baumes verändern, ohne gleich das gesamte System zu stören.


    Stamm: unveränderlich(!), Finanzwesen, Zollwesen, Religion, Kulte, Münzwesen, Schriftwesen, Sprache (Dialektik natürlic ausgenommen), Rechtswesen, Bauwesen, Zunftwesen (was war nochmal der Unterscheid zu den Gilden?), allgemeines Handelswesen. Das alles hat festgeschriebene Bestimmungen. Sie können nur vom zentralen Rat, durch Mehrheitsbeschluß, verändert werden. Alle Fürsten müssen sich dem Entschluss beugen, sonst drohen durch die anderen Fürsten Sanktionshandlungen (die auch festgeschrieben sind). Sie bilden den Grundstamm, um eine Handlungsbasis zu ermöglichen.


    Wurzeln: veränderlich, das betrifft alles andere, das Volk, die Bildung, Preise, Städteplanung etc. alle Bereiche die durch den Stamm halt nicht abgedeckt sind.


    -> Wichtig: Den Menschen einen Landes steht es frei in ein anderes Land zu reisen. Abgesehen von den Lehnsbauern und Sklaven, also jene Bevölkerungsgruppen die explizit an einen übergeordneten Herren gebunden sind, diese dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung das Land (aber nicht Filo) verlassen und sich anderswo ansiedeln.


    -> Durch die Anlehnung an die Tanaa-Bäume will man dem System Stabilität geben, so dass lange anhält...


    Meinungen? Kritik? Fragen?

    "Viele jener Laienchristen blieben natürlich besonders schwerhörig, sobald man von ihnen verlangte, seit langem vertraute Kompromisse aufzugeben." (Peter Brown, Autorität und Heiligkeit - Aspekte der Christianisierung des Römischen Reiches, Stuttgart 1998, S. 34)

  • Wurzeln: veränderlich?


    Das kann ich nicht ganz nachvollziehen - um im Baumvergleich zu bleiben (der mir sehr gut gefällt): Wurzeln sind die wichtigste Überlebenvoraussetzung für einen Baum. Wenn eine davon gekappt wird, verkümmert ein Stück des Baumes. Was bedeutet also veränderlich in dem Zusammenhang? Wenn du meinst, daß zB der bildungsbereich in jedem Dorf selbst geregelt wird, finde ich das höxt bedenklich. Gerade die Bildung sollte meiner Meinung nach zum unveränderlichen Stammbereich gehören. Oder so.


    Ansonsten prima! :thumbup: Wirkt sich das Baumsystem auch auf die Sprache aus? So daß zB die Wörter "König", "Krone" und "Baumkrone" oder "Blätterdach" verwandt sind?




    :dozier:
    Übrigens heißt es territorial, nicht terretorial.


    Rabenzeit 1 gibt's bei Amazon für den Kindle und als gedrucktes Buch im Buchhandel. Als epub bei mir.
    Und Glitzi 9 ist fertich.

  • Vielleicht sollte man die Wurzeln nicht als veränderlich, sondern als "dem Zugriff entzogen, verborgen" bezeichnen.


    Quote

    Zunftwesen (was war nochmal der Unterscheid zu den Gilden?)


    AFAIK ist das im Prinzip das gleiche. Allerdings spricht man bei Handwerkern von Zünften, bei Händlern eher von Gilden. Die englische Übersetzung von Zunft ist übrigens guild, so daß es auch denkbar wäre, daß der eigentliche deutsche Begriff "Zunft" ist und die Gilde in Anlehnung an Nachbarstaaten oder durch unvollständige Übersetzung zustande kam.

  • Quote

    Original von Teria
    Wurzeln: veränderlich?


    Das kann ich nicht ganz nachvollziehen - um im Baumvergleich zu bleiben (der mir sehr gut gefällt): Wurzeln sind die wichtigste Überlebenvoraussetzung für einen Baum. Wenn eine davon gekappt wird, verkümmert ein Stück des Baumes. Was bedeutet also veränderlich in dem Zusammenhang?


    Die Tanaa-Bäume sind riesige Pflanzen, sie haben Tausende von Wurzeln, viele kleine, große und verdammt riesige. Wenn man von den kleinen welche kappt ist das nicht so schlimm, nur wenn man die größeren geht könnte es bedenklich werden. Sie auch bei den Ländern, ändert man kleiner Sachen, nicht so schlimm, nur wenn es eingreiferende Massnahmen sind, die dem Stamm schaden könnten, wird auch der zentrale Rat aufmerksam.


    Quote

    Wenn du meinst, daß zB der bildungsbereich in jedem Dorf selbst geregelt wird, finde ich das höxt bedenklich. Gerade die Bildung sollte meiner Meinung nach zum unveränderlichen Stammbereich gehören. Oder so.


    Die Bildung wird nicht in jedem Dorf selbst geregelt, sondern doch eher Landesweit, dennoch entscheidet jedes Land selber, wie was gelehrt werden soll.


    Quote

    Ansonsten prima! :thumbup:


    Danke. :D


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    Wirkt sich das Baumsystem auch auf die Sprache aus? So daß zB die Wörter "König", "Krone" und "Baumkrone" oder "Blätterdach" verwandt sind?


    Jetzt wo du fragts... Ja! ;D Wäre zumindest keine schlechte Idee.



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    :dozier:
    Übrigens heißt es territorial, nicht terretorial.


    %-) Ich wieder...


    Quote

    Original von Shay
    Vielleicht sollte man die Wurzeln nicht als veränderlich, sondern als "dem Zugriff entzogen, verborgen" bezeichnen.


    Wäre natürlich auch eine Idee...


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    AFAIK ist das im Prinzip das gleiche. Allerdings spricht man bei Handwerkern von Zünften, bei Händlern eher von Gilden. Die englische Übersetzung von Zunft ist übrigens guild, so daß es auch denkbar wäre, daß der eigentliche deutsche Begriff "Zunft" ist und die Gilde in Anlehnung an Nachbarstaaten oder durch unvollständige Übersetzung zustande kam.


    Ah, danke...

    "Viele jener Laienchristen blieben natürlich besonders schwerhörig, sobald man von ihnen verlangte, seit langem vertraute Kompromisse aufzugeben." (Peter Brown, Autorität und Heiligkeit - Aspekte der Christianisierung des Römischen Reiches, Stuttgart 1998, S. 34)

  • Ich les immer Tadaa-Baum und krieg dieses Tadaa-Geräusch nicht aus dem Kopf. ;D


    Ansonsten gefällt mir der Vergleich zu Bäumen auch sehr gut... Funktioniert das System jetzt so? Wie klappt das mit der Einführung und der Umsetzung? ich kann mir vorstellen, die theorethischen Pläne den einzelnen Herrschern nahezubringen, wird nicht einfach. Die mögen ihre Kleinkriege und Fehden bestimmt.

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    Original von Vinni
    Ansonsten gefällt mir der Vergleich zu Bäumen auch sehr gut... Funktioniert das System jetzt so? Wie klappt das mit der Einführung und der Umsetzung? ich kann mir vorstellen, die theorethischen Pläne den einzelnen Herrschern nahezubringen, wird nicht einfach. Die mögen ihre Kleinkriege und Fehden bestimmt.


    Das System läuft bereits seit einigen Jahrzehnten und biher klappt es ganz gut. Über die Einführung waren natürlich nicht alle erfreut, aber es hat dennoch geklappt. Viele der Fürsten standen kurz vor dem Ruin, doch dem Feind am Ende nach geben kam für viele nicht in den Sinn, so hat man das System als sehr willkommen betrachtet und sich nach einigem hin und her auch den damit verbundenen regeln unterworfen.
    Problematisch war es eher die Grenzen wieder herzustellen, die sich im Laufe der vielen Streitigkeiten verzogen haben. Nach endlosen Disskussion hat man sich auf ein "Nulljahr" (war das jetzt der rchtige Begriff?) geeinigt.

    "Viele jener Laienchristen blieben natürlich besonders schwerhörig, sobald man von ihnen verlangte, seit langem vertraute Kompromisse aufzugeben." (Peter Brown, Autorität und Heiligkeit - Aspekte der Christianisierung des Römischen Reiches, Stuttgart 1998, S. 34)

  • Also ich find´s ja wie gesagt hochfilosofisch, nen Staat mit nem Baum zu vergleichen. ;)


    Von wem wird denn der zentrale Rat gebildet? Das scheint ja die wichtigste Machtinstitiution zu sein, wenn die selbst den Fürsten vorschreiben können, wie sie Finanzen, Rechtswesen und Religion zu handhaben haben ( ;D ).


    Und wer hat die Entscheidungsgewalt für die Bereiche der Wurzeln - wenn die landesweit geregelt werden, würde man ja zunächst meinen, es wären die Fürsten. Dann müssten Bildung, Städtebau etc. aber eher zur Krone zählen...


    Quote

    Original von Taurus
    Problematisch war es eher die Grenzen wieder herzustellen, die sich im Laufe der vielen Streitigkeiten verzogen haben. Nach endlosen Disskussion hat man sich auf ein "Nulljahr" (war das jetzt der rchtige Begriff?) geeinigt.


    Wenn da so viele Einzelkonflikte dran beteiligt waren, kann ich mir gut vorstellen, dass das schwierig war.. wäre vielleicht einfacher gewesen, einfach das Jahr der Tanaa-Einführung als Nulljahr (<-- keine Ahnung ob man das so sagt ;) )zu nehmen; das wäre dann ja auch quasi symbolisch für einen staatlichen Neuanfang. Andererseits, wenn sich dieses eine Jahr als Nulljahr grade angeboten hat, warum nicht. :)

    Je größer der Begriff, desto kleiner bekanntlich sein Inhalt – und er hantierte mit Riesenbegriffen.
    - Kurt Tucholsky über Rudolf Steiner

  • Quote

    Original von Snapshot


    Von wem wird denn der zentrale Rat gebildet? Das scheint ja die wichtigste Machtinstitiution zu sein, wenn die selbst den Fürsten vorschreiben können, wie sie Finanzen, Rechtswesen und Religion zu handhaben haben ( ;D ).


    Der Zentrale Rat wrd von den Fürsten selbst gebildet. Er tritt bei Bedarf (also, wenn ein Fürst eine Änderung oder Erweiterung anbringen will) oder aber mindestens einmal im Jahr zusammen. Entscheidungen können nur getroffen werden, wenn ein Fürst mehr als die Hälfte erscheint, bzw. sich weniger als ein Viertel sich der Stimme enthält.


    Quote


    Und wer hat die Entscheidungsgewalt für die Bereiche der Wurzeln - wenn die landesweit geregelt werden, würde man ja zunächst meinen, es wären die Fürsten. Dann müssten Bildung, Städtebau etc. aber eher zur Krone zählen...


    Die Krone bezieht sich auf rein administrative Handlungen.


    Quote


    Wenn da so viele Einzelkonflikte dran beteiligt waren, kann ich mir gut vorstellen, dass das schwierig war.. wäre vielleicht einfacher gewesen, einfach das Jahr der Tanaa-Einführung als Nulljahr (<-- keine Ahnung ob man das so sagt ;) )zu nehmen; das wäre dann ja auch quasi symbolisch für einen staatlichen Neuanfang. Andererseits, wenn sich dieses eine Jahr als Nulljahr grade angeboten hat, warum nicht. :)


    Ich wei wieder wie der Begriff heißt "Normaljahr". Man hat einfach einen Kompromiss gefunden. Schon einhalbes Jahr nach vorne oder nach hinten sah die Lage der Grenzen ganz anders aus. So haben sich die Parteien nac einigem hin und her sich auf dieses eine Datum geeinigt und alle Grenzen so wie sie zu dem Zeitpunkt waren, mussten wieder hergestellt werden. Natürlich musste man noch zahlreiche Einzelregelungen finden, aber auch nach einigem hin und her war die Sache dann auch erledigt.
    (So und wer sich jetzt an eine bestimmte Zeit in Europa erinnert fühlt, kriegt nen Keks ;) )

    "Viele jener Laienchristen blieben natürlich besonders schwerhörig, sobald man von ihnen verlangte, seit langem vertraute Kompromisse aufzugeben." (Peter Brown, Autorität und Heiligkeit - Aspekte der Christianisierung des Römischen Reiches, Stuttgart 1998, S. 34)

  • Für mich klingt die Entscheidung über das Jahr Null sehr nach dem Wiener Kongress... aber wenn diese Fürsten genauso viel getanzt haben ;D Für Kekse ist übrigens noch immer der Forumskeks zuständig ;)


    Mir gefällt die Baummetapher sehr gut für ein Staatssystem, das kann sehr gut funktionieren. Es kommt mir wie eine Vermischung aus Aristokratie in herkömmlichem Sinn und Demokratie vor, da der Adel ja in gewisser Hinsicht gleichberechtigt ist und nicht innerhalb dessen noch eine Hierarchie eingeführt scheint. Sehr interessant. Das kommt dann eher einer Timokratie oder so gleich... wobei es eine Frage der Ehre der Fürsten ist, ob das auch wirklich zutrifft ;)
    Die Aufteilung der Verantwortlichkeiten finde ich gut gelöst, das passt sehr gut alles zusammen und greift ineinander über. Wenn die Krone wirklich die Fürsten sind, so sollte es eigentlich auch möglich sein, dass es zu einer grösseren Fluktuation an Fürsten kommen kann, das vielleicht eher als Amt aufgefasst werden könnte denn als Erbgut. Das wäre dann insofern interessant, als dass die Stände aufgebrochen werden würden und sich hier wirklich etwas wie Demokratie, oder gar eine Olchokratie entwickeln könnte.


    @Snap: Philosophie schreibt auch der Duden noch mit pH... :dozier:

  • [OT]

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    Original von mask
    @Snap: Philosophie schreibt auch der Duden noch mit pH... :dozier:


    It´s not a bug, it´s a feature. ;)
    [/OT]

    Je größer der Begriff, desto kleiner bekanntlich sein Inhalt – und er hantierte mit Riesenbegriffen.
    - Kurt Tucholsky über Rudolf Steiner

  • Hö, wieso hab ich denn diesen Thread übersehen?


    Also ich finde dieses System sehr interessant und - wie Snappy schon sagte - richtig schön philosophisch. :thumbup:

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    Original von mask
    Für mich klingt die Entscheidung über das Jahr Null sehr nach dem Wiener Kongress... aber wenn diese Fürsten genauso viel getanzt haben ;D Für Kekse ist übrigens noch immer der Forumskeks zuständig ;)


    Okay dann eben, nen Krapfen ;D
    Ich dachte aber an einen Zeitpunkt der ca. 150-200 Jahre früher war.


    Quote


    Wenn die Krone wirklich die Fürsten sind, so sollte es eigentlich auch möglich sein, dass es zu einer grösseren Fluktuation an Fürsten kommen kann, das vielleicht eher als Amt aufgefasst werden könnte denn als Erbgut. Das wäre dann insofern interessant, als dass die Stände aufgebrochen werden würden und sich hier wirklich etwas wie Demokratie, oder gar eine Olchokratie entwickeln könnte.


    Passiert in dem Masse nciht ganz, die Länder stehen fest, die Grenzen auch, es muss einen Fürsten geben, damit die Stimmenanzahl im Zentralen Rat bestehen bleibt. Hinzu kommt, das die Fürsten ihre jeweilige Gewalt im eigenen Land unterscheidlich ausüben, was sie ja dürfen, der eine herrscht fast diktatorisch, der andere verlässt sich mehr auf seine Berater und Minister und bildet so einen eigenen Rat im Land.
    Und keine Fürstenfamilie hat sich bisher ihr Erbrecht nehmen lassen, das ist ein Punkt bei dem die Fürsten von Filo sehr zimperlich sind.

  • Nach dem ich anfange meine Informationen über meine Welt zu überarbeiten und meine Seite noch offline ist, habe ich beschlossen einige Sache, der Meute zum Fraß vorzuw... ähh... zum lesen bereitzustellen...


    Das Großreich Avaran:


    Herrscher: Sylend der Schattenhafte


    Rassen: Menschen, Graue Bergzwerge


    Das Volk von Avaran gliedert sich in zwei Gruppen.
    Erstens die der Varu. Die Varu geborenen sind sehr kräftig und übernehmen die Arbeiten, die die Insel versorgen (bis auf die Händler), sie sind zu finden in den Bergwerken, im Handwerk und in der spärlichen Landwirtschaft.
    Als weiteres die Varah, sehr blass und zierlich, übernehmen sie die Aufgaben der Händler und der Spionage. Weiterhin stellen sie die Gruppe der Priester und des repräsentativen Adels.


    Eine Vermischung der beiden Gruppen wird nicht gerne gesehen und Sprösslinge aus solchen Verbindungen gelten als Bastarde und werden von der Gesellschaft ausgegrenzt.


    Die Insel Avaran ist sehr Berg- bzw. Gebirgsreich. Die Hauptbeschäftigung liegt im Abbau von Mineralien und Erzen, sowie deren Verarbeitung. Unter den Varunern findet man die besten Schmiede der Westlande. Ein Mangel liegt aber in Baum- und Nutzflächen. Der Grossteil des benötigten Holzes wird über Assaran aus Shiron importiert, Getreide findet direkt aus Assaran Absatz. Die Einnahmen aus den Ausfuhren übertreffen die Ausgaben von den Einfuhren, Avaran ist sehr reich.


    Der Kaiser Sylend herrscht mit einer Gruppe von 9 Getreuen über die Insel. Diese Getreuen übernehmen, Ministern gleich, verschiedene Aufgaben.
    Finanzen, Bildung/Ausbildung/Gesundheit, Bergbau, Versorgung/Handel, Wache/Ordnung, Landwirtschaft/Holz, Religion, Spionage/Reisen/Expedition, Berater/Schlichter. Die Getreuen unterliegen einer gegenseitigen Kontrolle, sowie einer ständigen Überprüfung durch den Kaiser.
    Der Kaiser ernennt die Getreuen, die Getreuen ernennen die Untergetreuen, die vor Amtsantritt durch den Kaiser und den Getreuen-Rat überprüft werden. Der Kaiser kann jeder Zeit ohne Nennung von Gründen seine Getreuen absetzten. In einem Zeitraum von 6 Wochen muss er aber neue ernennen, sonst besteht der Verdacht auf Tyrannei und der Kaiser wird umgebracht. Die rechtliche Gewalt liegt allein in den Händen des Kaisers, aber er kann sich durch Getreue bzw. Untergetreue vertreten lassen.


    Die Gesetze in Avaran sind sehr streng, auf nahezu alles liegt das Urteil Hochverrat und wird mit dem Tod bestraft. Dadurch gibt es sehr wenige Gefängnisse.


    Der Religionskult besteht aus dem Kreis des Nebels. Ihr oberster Gott, neben einer Reihe von ca. 36 Randgöttern, heißt Sadush. Die Randgötter kommen eher wenig zu tragen. Sie spielen nur noch eine untergeordnete Rolle. Sadush gilt als flüchtiger Schatten am Himmel. Bilder von ihm sind nicht erlaubt, da man dem Schatten kein Gesicht geben kann. Das Zeichen der Priesterschaft ist ein schwarzer Kreis, tätowiert zwischen die Augenbrauen. Ihre Gewänder bestehen aus einem helleren grauen Stoff als dem Rest der Bevölkerung.


    Die Avaraner sind ansonsten ein sehr geheimnisvolles Volk, sie lassen eigentlich nur wenige Informationen über sich nach außen dringen. Sammeln dafür aber umso mehr Informationen von anderen.


    Die grauen Bergzwerge helfen beim Abbau der Erze, im Gegenzug wird ihnen dafür eine Heimat in Avaran geboten. Sie bilden fast einen extra Staat im Staat. Der Zwergenkönig bildet die höchste Instanz bei ihnen, muss sich aber der Macht des avaranischen Kaisers beugen. Die grauen Bergzwerge wurden nach einem Clan-Verrat aus ihrer ursprünglichen Heimat Klavus vertrieben, vor einigen Jahrhunderten. Eine Abspaltung, die einfachen Bergzwerge leben noch heute dort. Da sie bei dem "grauen" Volk, den Avaranern leben, bekamen sie den Zusatz "grau" im Namen. Sie sind auch weiterhin mit den anderen Zwergenclans verfeindet.

    "Viele jener Laienchristen blieben natürlich besonders schwerhörig, sobald man von ihnen verlangte, seit langem vertraute Kompromisse aufzugeben." (Peter Brown, Autorität und Heiligkeit - Aspekte der Christianisierung des Römischen Reiches, Stuttgart 1998, S. 34)

  • Wer bringt den Kaiser um, wenn er nach 6 Wochen tyranneiverdächtig wird? Und wie läuft das ab? Hat er eine Chance sich zu erklären?
    Und wo kommt Sylends Beiname 'der Schattenhafte' her? Hat das was damit zu tun, wie er das Land regiert, oder ist es eine Anspielung auf den Gott Sadush?

  • Quote

    Original von Sturmfaenger
    Wer bringt den Kaiser um, wenn er nach 6 Wochen tyranneiverdächtig wird? Und wie läuft das ab?


    Es gibt eine Gruppe, die ich irgendwann später noch einführe, die für solche Fälle verantwortlich ist. Aber im allgemeinen ist es so, das der Kaiser dann praktisch zum Abschuß freigegeben ist, d.h. jeder kann Straffrei den Kaiser umbringen.
    Er darf ihn nur nicht foltern, sonst wird man selber zum Tode verurteilt.


    Quote

    Hat er eine Chance sich zu erklären?


    Nein. Er hatte immer hin 6 Wochen Zeit.


    Quote


    Und wo kommt Sylends Beiname 'der Schattenhafte' her? Hat das was damit zu tun, wie er das Land regiert, oder ist es eine Anspielung auf den Gott Sadush?


    Fast beides, aber mehr darauf wie er das Land regiert. Die Avaraner leben sehr zurückgezogen. Sylend betreibt dieses Politik mehr noch als seine Vorgänger.

    "Viele jener Laienchristen blieben natürlich besonders schwerhörig, sobald man von ihnen verlangte, seit langem vertraute Kompromisse aufzugeben." (Peter Brown, Autorität und Heiligkeit - Aspekte der Christianisierung des Römischen Reiches, Stuttgart 1998, S. 34)

  • Ich muss sagen, eine durchaus recht radikale Gesetzesauffassung gegenüber so ziemlich jedem im Staat... wie kommt dann der Kaiser an die Macht? Ist das ein ererbter Titel, was allerdings kaum in Frage kommt, wenn die bei einem Fehler gleich mal liquidiert werden, oder werden sie gewählt, wenn das, wer darf dann Kaiser werden? Alle? Getreue gibt es ja keine zu dem Zeitpunkt, da der Kaiser diese ja rechtskräftig abgesetzt hat, und nur keine neuen ernannt... gibt es eine Volksabstimmung, bei der jeder zugelassen ist, der zwischen 34 und 35 Jahren alt ist? Wird einfach der, der den Kaiser umbringt, dann der nächste Kaiser, der dann vielleicht wieder nicht in der Lage ist, Getreue zu ernennen und selbst wieder liquidiert wird...? Kaiser sein ist echt gefährlich, stell ich grad fest... und Assassine ist ein zukunftsreicher, wenn auch gefährlicher Job, gerade wenn man erfolgreich ist... *g*

  • In Anlehnung an "wie wird man denn Kaiser?": Gibt´s eine Instanz, die einem Kaiser die Regierungsfähigkeit absprechen kann, oder ist er unangreifbarer absolutistischer Herrscher, solange er seine Sechswochenfrist einhält?
    Weil - hihi - wenn ich mich als Kaiser buchstabengetreu daran halte, könnt ich ja einen Satz Getreue einstellen, morgen wieder rausschmeißen (Gründe brauch ich ja keine zu nennen), 6 Wochen warten und dann die nächsten Eintagsgetreuen ernennen. Ganz gesetzestextkonform. :lol: Gibt´s einen Mechanismus, der sowas unterbindet (und vielleicht nebenbei doofe Kaiser auch anderweitig im Zaum hält; als Kaiser kann man schließlich viel Mist bauen)? ;)


    Wie ist denn so die Bevölkerungsverteilung untern den Menschen? Ich würde vermuten, die Varu sind deutlich in der Mehrheit; gibt´s oder gab´s da mal Stress, von wegen "wir wollen jetzt auch mal Händler werden dürfen"? Oder sind die Varu gar nicht so die unterdrückten Minderheitinnen (tm), als die ich sie jetzt verstanden hab?


    Es gibt keinen Getreuen fürs Militär; ist das Chefsache des Kaisers?


    Was hab ich denn als guter Sadush-Gläubiger im Alltag so zu tun? Beten, Kirchegehen, Pilgern, Opfern, sich jeden Morgen 2 Stunden tot stellen? ;)

    Je größer der Begriff, desto kleiner bekanntlich sein Inhalt – und er hantierte mit Riesenbegriffen.
    - Kurt Tucholsky über Rudolf Steiner

  • Quote

    Original von mask
    Ich muss sagen, eine durchaus recht radikale Gesetzesauffassung gegenüber so ziemlich jedem im Staat... wie kommt dann der Kaiser an die Macht?


    Kaiser zu werde ist eine recht komplizierte Sache. Wenn der alte Kaiser stirbt, egal nun aus welchem Grund und auf welche Art und Weise, wird zu erst der Nachkome geprüft, wenn vorhanden, ob er sich zum regieren eignet. Tut er das nicht, kommen die "Erbhüter" ins Spiel. Die Erbhüter kümmern sich um sämtliche Stammtafeln der Varah, sie verfolgen alle Geburten, Eheschließungen und Tode. Durch ein komplexes Systemn, das nur sie lesen können, verfolgen sie die Linie des Kaiser zurück zu bestimmten Verzweigungen und versuchen so neue Thronanwärter zu finden, die sich eignen. Derjenige, den sie zum neuen Kaiser ausrufen, wird von dern avaranischen Bevölkerung anerkannt. Ohne Außnahme.


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    Original von Snapshot
    In Anlehnung an "wie wird man denn Kaiser?": Gibt´s eine Instanz, die einem Kaiser die Regierungsfähigkeit absprechen kann, oder ist er unangreifbarer absolutistischer Herrscher, solange er seine Sechswochenfrist einhält?


    Der abgesetzte Getreuenrat, wird für die Zeit der sechs Wochen zum 2. Getreuenrat. Die Getreuen haben keine Macht mehr inn ihren eigentlichen Refugien, haben aber dennoch die Macht, den Kaiser nach Ablauf der sechs Wochen für 'Vogelfrei' zu erklären. Nach fünf Wochen müssen sie den Kaiser öffentlichen ermahnen, nach sechs Woch in Gesamtavaran für tyrannisch erklräen. Innerhalb der Sechswochenfrist ist er unangreifbar.
    Man muss dazu sagen, das Avaraner einerseits sehr misstrauisch sind und auf der anderen Seite zwar verzeihen (unter Umständen), aber niemals vergessen. D.h., wenn ein Kaisr ständig beginnt seinen Rat zu wechseln, wird sein Tod unter der Hand beschlossen. Genauer: Wer einen Vogelfreien Kaiser umbringt, wird mit Ehren ausgestattet, wer einen Kaiser umbringt, der dieses Getreuenwechselspiel bringt oder sich anderweitig verdächtig gemacht hat, wird eigentlich auch mit dem Tode bestraft, wenn er sich denn erwischen lässt. Meistens haben die Wachen oder andere Personen nichts gesehen, doch im großen und ganzen, lässt sich ein guter Avaraner nicht erwischen.



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    Wie ist denn so die Bevölkerungsverteilung untern den Menschen? Ich würde vermuten, die Varu sind deutlich in der Mehrheit; gibt´s oder gab´s da mal Stress, von wegen "wir wollen jetzt auch mal Händler werden dürfen"? Oder sind die Varu gar nicht so die unterdrückten Minderheitinnen (tm), als die ich sie jetzt verstanden hab?


    Es gab eine Zeit lang Reibereien und Spannungen, die aber auch zum größten Teil auf den damaligen Kaiser Xerxem II. zurückzuführen waren. Ansonsten funktioniert das System einfach. Es gibt keine Unterdrückung, weil jeder die Handlungen ausführt die er am besten beherrscht. Ein Avaraner kennt seinen Platz.


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    Es gibt keinen Getreuen fürs Militär; ist das Chefsache des Kaisers?


    Das Aufgabenfeld ist aufgeteilt in Ausbildung-Ordnung/Wache-Spionage. Im großen und ganzen haben die Avaraner kein Militär, sie lieben den Weg der subtilen Kriegsführungen, sie suchen die Wege hinter herum, nicht mit Pauken und Trompeten mitten durch. Sie suchen den Schatten, die Lücke. Deswegen haben sie auch offiziel kein Heer. Sie haben Kampfverbände, sie unterstehen aber der Ordnung und bilden die avaranische Polizei. Der Rest läuft über Spionage und Manipulation.


    Quote

    Was hab ich denn als guter Sadush-Gläubiger im Alltag so zu tun? Beten, Kirchegehen, Pilgern, Opfern, sich jeden Morgen 2 Stunden tot stellen?


    Kulthandlungen werden von der Gesamtenbevölkerung in der Morgen- und Abenddämmerung ausgeführt. Sie entzünden auf einem schmucklosen Altar ohne Bilder zwei Kerzen. Eine weiße und eine schwarze. Im stetigen Wechsel wird davon eine wieder ausgeblasen, also am Morgen die schwarze, am Abend die Weiße, am Morgen wieder die Schwarze etc. Dann kniet man nieder und hält mit offenen Augen und wachen Blick sein zehnminütiges Gebet.
    Pilger gibt es nicht. Zu größeren Feierlichkeiten geht man in den nächst gelegenen Tempel und folgt der Messe des Priesters.

    "Viele jener Laienchristen blieben natürlich besonders schwerhörig, sobald man von ihnen verlangte, seit langem vertraute Kompromisse aufzugeben." (Peter Brown, Autorität und Heiligkeit - Aspekte der Christianisierung des Römischen Reiches, Stuttgart 1998, S. 34)

  • Wow, die Erbhüter müssen echt einen anstrengenden Job haben... allein, die Erblinien in Bücher eintragen, wenn das eine große Familie ist... werden da wirklich alle Nachkommen eines Kaisers eingetragen? Von welchem Punkt ausgehend? Auch uneheliche Kinder, oder gibt es solch Unzucht nicht auf Avaran? Ich stell mir das nur als ein größere Bibliothek vor, die wahrscheinlich irgendwann mal fast jeden Avaraner erfasst... oder annähernd... *g*

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