[Annor] Die andarische Schrift

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    Die andarische Schrift, mit der vornehmlich im Südosten Espers geschrieben wird, ist im Prinzip eine Konsonantenschrift, bei der durch unterschiedliche Akzente die Vokale angezeigt werden, wobei die Grundregel gilt, daß der Vokal immer nach dem Konsonanten gesprochen wird, über oder unter dem er steht. "Hallo" würde dann "ha-l-lo" geschrieben werden (obwohl es Doppelkonsonanten in der Sprache gar nicht gibt).
    Beginnt ein Wort mit einem Vokal, dann wird der Vokalakzent über das "Verschlusslaut"-Zeichen gesetzt, so dass z.B. "Amsel" nach dem Schema "'a-m-se-l" geschrieben würde.
    Diphtongs (Diphtonge?) gibt es nicht, zwei aufeinanderfolgende Vokale werden immer getrennt voneinander gesprochen, da ja stets das Verschlusslautzeichen vor dem zweiten Vokal steht ("ha-'u-s").


    Und wer das Schema verstanden hat, kann bestimmt auch entziffern, was hier steht ;)
    [Blocked Image: http://www.annor.de/schriftprobe.gif]

  • Ich kann's lesen, wusste aber auch schnell, was da steht - vielleicht hättest du etwas weniger Naheliegendes schreiben sollen. ;)
    Die Schrift gefällt mir, auch wenn die langen Schwünge nach unten und oben doch einen ziemlichen Kontrast zu den Elementen bilden, die nahe an der Grundlinie stehen. Interessantes Prinzip der Wortbildung!

  • Schaut nett aus.
    Werden Vokale, die auf ein 'sch'-Laut folgen auch mit nem Verschlusslaut angehängt?


    Und wie sieht das ganze in der Handschrift aus, ich meine, für welches Medium ist diese Schrift denn entwickelt worden? (Bei ner Feder werden sich wohl so einige Gelehrte nicht lange mit den Ecken ind Strichnähe aufhalten (wie zb beim 'd'-Laut)).

  • Ich find die Schrift sieht sehr edel aus, das mit den diakritischen (?) Zeichen ist ne nette Sache, und dass ein Wort u.a. durch einen durchgehenden horizontalen Strich angedeutet wird, ist auch cool.
    Einziger Kritikpunkt, den man anbringen koennte: dass sich die Zeichen alle relativ aehnlich sind - dadurch koennten sie evtl. bei nicht ganz optimalen Bedingungen schwerer zu lesen sein. Also z.B. wenn das Papier verdreckt ist, oder fuer einen Anfaenger, der da net durcheinanderkommen soll, wenn viele spiegelsymmetrisch zueinander sind. Also nur, falls du sowas jetzt hoeren willst ;)

    Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
    The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
    A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
    She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."

  • Mift... :zeter: Dann muß man wohl ein wenig schummeln bei Vokalen nach SCH-Lauten und selbige etwas neben die lange Linie setzen %-)


    Und als Schreibschrift eignet es sich ganz gut. Ich stells mir so vor, dass man vorloiniertes Papier hat und dann die einzelnen Buchstaben an die Mittellinie "anbaut". Bei Schreibschrift sind die Ecken vielleicht etwas runder.


    @Kiki: Ja, die Zeichen sehen sich recht ähnlich. Aber wenn man die Schrift gewohnt ist, wird man damit sicherlich weniger Probleme haben. d und b oder u und n sind ja auch spiegelverkehrt zueinander und wir können sie trotzdem auseinanderhalten ;)

  • Chinesen können ya auch Texte schreiben, obwohl uns ihre Zeichen unendlich kompliziert erscheinen, von daher sehe ich hier kein grosses Problem - man muss eben diese Schrift gewohnt sein.
    Die Schrift sieht sehr interessant und auch sehr einheitlich aus. Dass ich die beiden Wörter entziffern konnte, muss ich ya nicht noch erwähnen ;). Allerdings hättest du wirklich etwas weniger offensichtliches nehmen können :P.
    Was mich noch interessieren würde: gibt es auch sowas wie Satzzeichen? Oder spezielle Zeichen, wie Bindestriche, etc.? Und ist die Reihenfolge, in der die Buchstaben aufgelistet wurden auch die des "Alphabets" (falls es so eines gibt), also dass man in einem Wörterbuch zuerst die Silbe scha-, dann sche-, etc. finden würde?
    Und verstehe ich das richtig, dass der Verschlusslaut wie im Deutschen funktioniert, also ein deutliches Absetzen und Neuansetzen (Glottalverschluss heisst das doch)?

    Quote

    Diphtongs (Diphtonge?)


    Das zweite ist richtig ^.^
    Ahja, ist deine Schrift zufälligerweise von den Tengwar inspiriert? Dort werden Vokale ya afair auch als diakritische Zeichen geschrieben.

  • Ich könnte mir diese Scrift recht gut als Zierschrift vorstellen, im Stile einer arabischen Kalligraphie.
    Probleme, das per Hand mit Feder (Oder Schilfrohr, oder wasauchimmer) zu schreiben sehe ich nicht.

  • Quote

    Original von Jerron
    @Kiki: Ja, die Zeichen sehen sich recht ähnlich. Aber wenn man die Schrift gewohnt ist, wird man damit sicherlich weniger Probleme haben. d und b oder u und n sind ja auch spiegelverkehrt zueinander und wir können sie trotzdem auseinanderhalten ;)


    Ja, natuerlich kann man sie auseinanderhalten, das bestreitet ja auch niemand. Allerdings haben afaik Grundschulkinder bei d und b mitunter schon Probleme, und bei deiner Schrift sind es halt nicht nur 4 von 26, sondern fast alle Zeichen, die irgendeinem anderen Zeichen irgendwie sehr aehnlich sind. Ich mein: mach das wie du magst - lesen kann man es sicherlich. Ist halt nur die Frage wie _einfach_ und wie fehlerresistent das Ganze ist.


    @Friye: Mit kompliziert hat das nichts zu tun - die Zeichen sind sicherlich nicht zu kompliziert, um sie zu lesen ;)

    Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
    The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
    A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
    She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."

  • Ich hab bis vorhin überhaupt nicht gewußt, was diakritische Zeichen überhaupt sind ;)


    Ich war eher der Meinung, das würde im Arabischen so gehandhabt, (obwohl das so explizit gar nicht stimmt) und daran wars dann orientiert.


    Das mit dem Verschlusslaut hast du genau richtig erkannt. :D


    Und die Reihenfolge der Buchstaben wie sie da stehen ist dann wohl auch die Reihenfolge im Alphabet. Miteinander verwandte Buchstaben haben meist miteineinander verwandte Zeichen (das M fällt etwas aus dem Rahmen), nur T und D müßten in der Reihenfolge noch vertauscht werden, weil bei den anderen Buchstaben erst der weiche und dann der härtere Laut aufgeführt ist.

  • Hübsch, hübsch. Dass so viele Buchstaben sich so ähnlich sehen finde ich zwar auch etwas problematisch, aber wenn du es deinen Leuten gerne schwer machen willst - Bitte sehr. ;D


    Aber sag mal, du hast dich nicht zufällig vom indischen Devanagari inspirieren lassen, oder? Hat mich jedenfalls sofort daran erinnert, deine Schrift.

    Lyreword, Version 0.2.0.alpha
    ToDo bis zur Beta: Windows-Installer, vollständiges Rückgängig-System, Hilfeseiten, Rückmeldung zu Syntax- und Semantikfehlern, Feinschliff, Beispiele

  • :o Wirklich cool! Wenn man sich intensiver damit beschäftigt - also an Dich jetzt Jerron - kann man 's dann schnell (auswendig) erlernen?


    Erinnern etwas an Tolkiens elbische Runen. Nur eckiger ;)

  • Mich hat das jetzt auch spontan an Tengwar erinnert (war es nicht der Quenya-Modus, wo die diakritischen Zeichen nach dem Konsonant geschrieben werden - egal).
    Ich denke schon, daß man die Zeichen gut lesen kann. Tengwar sind sich noch ähnlicher (allerdings auch systematischer) und ich kenne Leute, die das fließend lesen.


    Gibt es eigentlich auch Zeichen für andere "Mehr-Buchstaben-Laute" wie st, ng, ch oder so?

  • Ich find die Schrift sehr schick :)


    Meine "Lieblingsschrift", die ich gebastelt habe, hat auch ein ähnliches System der Über- und Untereinander-Schreibung, allerdings nicht nur auf Vokale, sondern auch auf andere Zeichen bezogen (überhaupt hat die Schrift unheimlich viele Zeichen, nicht nur für einzelne Buchstaben, sondern auch für Buchstabenkombinationen, von Stenografie inspiriert)


    Du kannst ja für den SCH-Laut auch eine Sonderform der Vokalanbindung überlegen. Also neben "drunter" und "drüber" noch eine dritte Variante, die nur für den SCH-Laut gilt. (ich probier da grade mal was, bin aber bei der Arbeit und hab keinen Scanner, kann es also nicht hochladen...)


    Und ich würd mir tatsächlich noch ein fiktives Schriftstück basteln, wo handschriftlich irgendwas geschrieben ist, so ein bißchen hingesudelt. Würd mich interessieren, wie das dann aussieht.

  • Jepp, die Schrift sieht wirklich sehr schick aus und die Ähnlichkeit der Zeichen ist auch nicht höher als etwa bei den germanischen Runen oder bei der arabischen Schrift.


    Diese Art der Wortbildung mit diakritischen Zeichen hab ich immer schon recht interessant gefunden, wobei ich da allerdings weniger an Tengwar denke als an Hebräisch, das nach genau dem gleichen Prinzip funktioniert. Dort werden manchmal aber die Vokalzeichen ganz ausgelassen - kommt das bei der andarischen Schrift auch vor?

  • man könnte ja standartvokale anhängen, dowas wie zum Beispiel, dass ein 'w'-Zeichen nicht nur "w" bedeutet, sondern "wa" oder "wu" oder so, wobei man dann das Problem hat, dass man Konsonanten nicht ohne darauf folgenden Vokal schreiben könnte - oder man führt einen stummen Vokal ein, der den Standartvokal des Konsonanten nich ersetzt (wie es die anderen Vokale tun würden), sondern stumm schaltet... das würde alles viel einfacher machen ;D


    EDIT: Wäre als nachträgliches Konstrukt gut denkbar, wenn im ursprünglichen Andarisch (ähnlich wie bei der Ursprache der Dobogi) zu jedem Konsonant auch ein Vokal gehört, nur als man die Schrift später auch für andere Sprachen verwenden wollte, musste man halt den Stummvokal mit reinnehmen... aber das führt zu weit, nur sone Idee.

  • brotkopp: Eine Silbenschrift, wie du sie vorschlaegst, gibt es z.B. im Japanischen - wo es praktischerweise (fast) keine Konsonanten ohne Vokale gibt. Und wenn sie doch so gesprochen werden, dann nur, weil der Vokal nuschelnderweise weggelassen wird ;) (oder im Falle es m/n/ng)

    Roald Dahl, Revolting Rhymes, Little Red Riding Hood and the Wolf:
    The small girl smiles. One eyelid flickers. / She whips a pistol from her knickers. / She aims it at the creature's head / And bang bang bang, she shoots him dead.
    A few weeks later, in the wood, / I came across Miss Riding Hood. / But what a change! No cloak of red, / No silly hood upon her head.
    She said, "Hello, and do please note / My lovely furry wolfskin coat."

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