Ach, die Welt ist gut!

  • Heyyy,
    der Titel mag irreführend sein, aber lasst mich erklären.
    Irgendwie fühlt sich unsere echte Welt in letzter Zeit nicht so richtig schön an, mit der Pandemie und so. Aber ich will die freudigen Ecken der Welt finden und mich dort aufhalten. Zum Glück haben wir haben ja nicht nur die reale Welt, sondern auch unsere gebastelten. Daher möchte ich euch fragen:
    Wie bastelt ihr, oder was für Ideen habt ihr, um Welten lebenswerter zu machen? Dass man sagt: "Ach, die Welt ist gut!" :D

  • Ich bastle eine Welt ohne Frauenhass und Religionskriege. Gibt immer noch ne Menge Probleme, aber dieses Teufelszeug hab ich wenigstens nicht.


    Rabenzeit 1 gibt's bei Amazon für den Kindle und als gedrucktes Buch im Buchhandel. Als epub bei mir.
    Und Glitzi 9 ist fertich.

  • Ich bastle Welten ohne Schuldenspiralen und fast ohne Frauenhass und Religionskriege. Ausserdem haben meine Welten sowieso stets einen positiven Ausblick.

    Man kann gar nicht so rundum stromlinienförmig sein, dass es nicht irgendeine Pappnase gibt, die irgendetwas auszusetzen hat.
    - Armin Maiwald

  • Mal sehen ... zu utopisch mache ich es üblicherweise nicht ...


    Der Afrikarand (eine Insel, nicht der Rand von Afrika) in 2a hat äußerst saubere Luft. Das liegt natürlich daran, dass Verbrennungsmotoren nur in Notfällen eingesetzt werden dürfen und an öffentlichen Orten generell Rauchverbot herrscht.


    Bei den Anthros des Umringen Kontinents in 2b ist Bisexualität die Norm. Das heißt nicht, dass es gar keine Diskriminierung auf dem Gebiet von Identität und Orientierung gibt, aber eine Menge ist schonmal vom Tisch.
    Das Zivilisierte Reich hat auch sehr gute Gesundheitsversorgung, einfach damit ich mich nicht immer fragen muss "Kann man sich dabei nicht sonstwas holen?" denn die Antwort ist sowieso "Ja, aber dagegen sind sie geimpft / das ist leicht behandelbar."


    2b hat auch generell keinen Klimawandel, weil solche Systeme da auf ganz anderen Grundlagen funktionieren.

  • In meiner Welt käme niemand auf die Idee, Frauen aufgrund ihres Geschlechts nicht zu respektieren oder sie in irgendeiner Weise zu benachteiligen.


    Außerdem gibt es Magie, die ermöglicht, Missgeschicke, schlimme Taten oder Ereignisse ungeschehen zu machen. Zum Beispiel zerbrochenes heile zu machen und unwiederbringlich Verlorenes zurückzuholen.


    Es existieren magische Wesen, die denen beistehen, die von Freunden verraten oder verlassen wurden.


    Solche, die anderen absichtlich etwas Schlimmes angetan haben, finden am Ende auf die eine oder andere Weise das Schicksal, das ihnen zusteht. Sie kommen nicht ungeschoren davon.


    Und in meiner Welt darf man sein, was man sein möchte.

  • In Assai sind über die Hälfte der Bewohner Veganer. Viele, weil es in ihrer Natur liegt, aber auch einige andere und bei beiden Gruppen spielen auch ethische Ideen eine Rolle.

  • Bis jetzt habe ich folgende Punkte ausfindig gemacht, um meine Welt "lebenswert" zu machen:

    • Ich finde es wichtig, schöne und gute Dinge nicht bloß als schmückendes Beiwerk zu betrachten, sondern als wichtige Teile der Welt.
    • Konflikte sind zwar wichtig für einen spannende Geschichte, aber ich bastle die Welt nicht nur dafür, also gibt es auch Platz für Dinge, die einfach nur schön und angenehm sind.
    • Ich suche bewusst meine Inspirationen nicht nur in "konfliktgetriebenen" Medien, sondern z.B. auch in Dingen, die ich einfach nur ästhetisch ansprechend finde.
    • Auch positive Beziehungen wie Freundschaften und entsprechende Darstellungen in den Medien finde ich als Inspiration sehr wichtig.
    • Ich habe keinen Anspruch, dass meine Welt "realistisch" zu sein hat und nehme sie insgesamt nicht allzu ernst. So gibt es beispielsweise immer den Hintergedanken, dass sie im Grunde eine Spielwelt ist. Entsprechend muss nicht alles 100% gerechtfertigt sein, insbesondere nicht, warum es manche Probleme nicht oder nur abgeschwächt gibt.
    • Als ein spezielles Beispiel für den letzten Punkt lasse ich das Böse gerne auch in Form komischer oder karikaturenhafter Schurken auftauchen, statt alle Probleme bitterernst zu behandeln. Umgekehrt versuche ich einen gewissen Zynismus zu vermeiden, der das Gute im Vergleich als dumm und naiv darstellt. (Unbeholfene Helden haben durchaus noch ihren Platz, aber mehr als ein Mittel, die Schwächen eines scheinbar übermächtigen Übels zu entlarven.)
    • Es gibt Konflikte, die auf eine Weise gelöst werden können, bei der beide Seiten profitieren. Es muss nicht immer Sieger und Verlierer geben.

    "Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen."
    - Douglas Adams, "Das Restaurant am Ende des Universums"

  • Silaris ist keine Welt, in der es irgendwelche unschönen Dinge aus unserer Welt nicht gibt, jedenfalls habe ich nichts bewusst so gebastelt. Auf Hautfarben basierenden Rassismus habe ich eher nicht, die Vorstellung, dass andere Ethnien minderwertiger sind als die eigene, aber durchaus und die anderen -ismen gibt es auch, zumindest mancherorts.


    Mein Gegenmodell besteht eher darin, besonders darauf zu achten, dass ich auch schöne Orte und positive Beispiele für menschliches Verhalten und Zusammenleben bastle. Leute, die etwas zum Positiven verändern wollen und das auch schaffen, beispielsweise habe ich eine Aktivistin und Politikerin, die eine Organisation aufgebaut hat, die sich um benachteiligte Menschen in ihrer Stadt kümmert und ihnen eine Stimme und Perspektive gibt. Ich habe eine Ministerin, die innerhalb eines totalitären Regimes eine schützende Hand über ihre Heimatstadt hält und somit ermöglicht dass dort auch freiheitlichere Gedanken gedeihen können, eine eigentlich stark in den Krieg verstrickte Frau, die nach dem Krieg ihre Energie für den Wiederaufbau des Landes des besiegten Gegners aufwendet und den Menschen dort zu einer neuen Perspektive verhilft usw. usf.


    (Vielleicht bräuchte ich auch mal noch einen Mann in einer solchen Rolle. *hust*)


    Genau wie @PolliMatrix holte ich mir auch gerne aus positiven Berichen, schönen Landschaften und Gebäuden usw. Inspiration.

  • Was an Gaia gut ist?

    • Dass selbst nach einer Apokalypse noch ein Funken Hoffnung glimmt.
    • Dass ich mich sehr von Solarpunk hab inspirieren lassen, was die technische Umsetzung mancher Ideen umgeht - wenn man mal vom Mana absieht.
    • Dass zumindest in meinen Gebieten die Geschlechter weitesgehend gleichgestellt sind.
    • Dass sich die Völker/Spezies/Kulturkreise/Reiche/Länder zumindest nicht auf Grund von Äußerlichkeiten hassen, sondern dass immer eine Tat oder Handlung im Vordergrund stand.
    • Dass es eine exotische Welt ist, deren Ursprung in Bilderwelten lag, die ich auch einfach schön fand. Deswegen ist Gaia für mich auch so eine leidenschaftliche Angelegenheit - und das im wahrsten Sinne des Wortes.

    Was an Cimorra gut ist?
    Dass ist schwerer zu sagen, da Cimorra viele Klischees bedient, die recht altbacken sind. Allerdings würde es auch nicht zur Welt passen, wenn ich diese Klischees nicht bedienen würde. Ansonsten dient mir Cimorra zum einen als Erinnerung an großartige Filme meiner Vergangenheit (Sindbad, Kampf der Titanen, usw.) und zum anderen bedient es auch ein bisserl meinen Fetisch... :-[ ...aber das finde ich hingegen wieder gut. :)

  • Silaris ist keine Welt, in der es irgendwelche unschönen Dinge aus unserer Welt nicht gibt, jedenfalls habe ich nichts bewusst so gebastelt. [...]



    Mein Gegenmodell besteht eher darin, besonders darauf zu achten, dass ich auch schöne Orte und positive Beispiele für menschliches Verhalten und Zusammenleben bastle.

    So ähnlich mache ich es auch.


    Sapphiria ist vielleicht in mancherlei Hinsicht utopisch und ich finde die Vorstellung lächerlich, dass man gewisse Übel der realen Welt einfach übernehmen muss, um glaubwürdig zu sein, aber ganz ohne Probleme kann ich mir meine Welt auch nicht vorstellen.


    Als Form von Eskapismus können reine Utopien durchaus ihre Daseinsberechtigung haben, aber in meinem Konzept existieren auch die Gegenstücke, die ihnen ein gewisses "Gewicht" verleihen. Das Gute wirkt durch sie nicht wie etwas, das allein durch "göttlichen Willen" existiert (oder eben nicht), sondern mehr wie etwas, auf das einfache Menschen hinarbeiten können.

    "Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen."
    - Douglas Adams, "Das Restaurant am Ende des Universums"

  • Xooi ist tatsächlich in vielerlei Hinsicht eine utopische Welt - keine Kriege, keine Armut, volle Menschenrechte, usw. und das alles auch noch mit dem utopischen Ziel, der Kunst und Wissenschaft gewidmet zu sein.


    Ich erkläre das in-world jetzt so, dass es eine zweite Ebene drüber gibt, nämlich die Welt ii, oder Xoii, deren Bewohner:innen dafür sorgen, dass all die Konflikte und Grausligkeiten aus Xooi draußen bleiben. Xoii ist damit aber auch selbst wiederum utopisch, denn es ist die Prämisse, dass deren Bewohner:innen das ja auch wirklich tun wollen.



    Ngiana ist düsterer, aber letztlich habe ich wenig Lust darauf, mich stets auf unangenehme Themen zu fokussieren. Die Südpolgegend in der Gegenwart ist wohl auch eine Utopie, nicht ganz so sehr wie Xooi, aber auch mit einem stabilen Frieden und einem gewissen Commitment, eine menschenwürdige sapientenwürdige Gesellschaft zu schaffen. Aber halt als eine Gegend, in etlichen anderen Teilen des Planeten herrschen Kriege und oppressive Systeme vor.


    Ich nehm mir aber zumindest vor, es eben auch so zu halten, dass es immer irgendwie Hoffnung gibt. Weltenbasteln nur um in apokalyptischen Phantasien zu wühlen ... wenn ich das mache, dann vermutlich wegen einem depressiven Schub, dann ist es besser, das zu stoppen.

  • Was an Gaia gut ist?

    • Dass selbst nach einer Apokalypse noch ein Funken Hoffnung glimmt.
    • Dass ich mich sehr von Solarpunk hab inspirieren lassen, was die technische Umsetzung mancher Ideen umgeht - wenn man mal vom Mana absieht.
    • Dass zumindest in meinen Gebieten die Geschlechter weitesgehend gleichgestellt sind.
    • Dass sich die Völker/Spezies/Kulturkreise/Reiche/Länder zumindest nicht auf Grund von Äußerlichkeiten hassen, sondern dass immer eine Tat oder Handlung im Vordergrund stand.
    • Dass es eine exotische Welt ist, deren Ursprung in Bilderwelten lag, die ich auch einfach schön fand. Deswegen ist Gaia für mich auch so eine leidenschaftliche Angelegenheit - und das im wahrsten Sinne des Wortes.

    Nachtrag zu Gaia:

    • Dass auf Gaia alle Tierarten beheimatet sind, die ich ganz besonders mag (Faultiere, Wombats, Quokkas, Bushbabies, Hummeln, Waschbären, usw.) und dort auch tw. auch als Haustiere gehalten werden. Das gibt zwar Gaia jetzt einen Knuddelfaktor, aber warum sollte eine Post-Apokalyptische Sci-Fantasy-Welt, die insgesamt etwas hoffnungsvoller angelegt ist, nicht auch knuddelig sein.
  • :dafuer:

    Man kann gar nicht so rundum stromlinienförmig sein, dass es nicht irgendeine Pappnase gibt, die irgendetwas auszusetzen hat.
    - Armin Maiwald

  • Ich hoffe es nervt nicht, wenn ich schöne Elemente meiner Welt gestückelt poste. Ich erinnere mich einfach zu unstrukturiert, wenn ich sowas schon habe. ;)


    Aber etwas worüber ich mich freue ist, dass es einem Empathen, der eine Begabung für Sprachen hat, vor einigen Jahrhunderten gelungen ist, die Sprache der Vögel zu entschlüsseln. So muss man in Ardanea also nicht nur rätseln, was die Vögel so die ganze Zeit erzählen, sondern kann, wenn man denn möchte, einen Übersetzer bemühen, der diese Kunst erlernt hat und die Sprache versteht.


    Die Sprache der Vögel ist eine Art gesungener Morsecode. Sie sprechen nicht alle die selbe Sprache, aber wer einmal gelernt hat, wie das System an sich funktioniert, dem fällt es leichter, auch andere Vogelarten zu verstehen.
    Kommunizieren kann man mittels spezieller Flöten, wobei für jede Vogelart eine besondere Art von Flöte erforderlich ist, die auch nur für den individuellen Flötisten funktioniert (weil sie dessen oder deren Stimme in die Klangbildung mit einbezieht).



    (Tatsächlich war mir bis eben nur das Stichwort "Vogelsprache wurde übersetzt" geläufig - ein paar Details dazu fielen mir gerade beim Tippen dieses Beitrags erst ein. :D)

  • Ich bastle grundsätzlich optimistische Welten; mit Endzeit und Post-Apokalypse habe ich nichts am Hut! Meine Elben leben nach den Idealen, die auch meine sind (versuchen es zumindest - es gelingt ihnen nicht immer), und arbeiten daran, dass die übrige Welt auch besser wird. Und im Globalen Frühling gelingt es der Menschheit, Krieg und Diktatur zu überwinden und die ökologische Krise ebenfalls in Griff zu kriegen, so dass eine Welt entsteht, in der Frieden (auch mit der Natur), Freiheit und Wohlstand für alle herrschen. Sie ist zwar kein sorgenfreies Paradies (das wäre unrealistisch), aber den Menschen geht es gut. Ich hoffe, dass das wirklich ungefähr so kommt (so vermessen das gerade derzeit klingen mag), und freue mich schon darauf ;)

  • Ich erschaffe mir eine Welt, deren Bewohner in Einklang mit sich und der Natur leben. Wer in Einklagn mit sich selbst ist, hat nur noch Liebe für sich und andere - keinen Hass, kein Krieg, kein Kampf. Wer in Einklagn mit sich selbst ist, nimmt an, was ist - ohne Widerstand. Und falls Widerstand da ist, wird auch dieser angenommen, losgelassen.


    Ich erschaffe mir eine Welt, in der sich jeder die Frage stellt "als wer" er lebt: Als kleines Ich gefangen in der Ich-Illusion oder als wahres Selbst, als reines Bewusstsein, das die Erfahrung des Lebens und geistigen Schöpfens erlebt.


    Ich erschaffe mir eine Welt, in welcher die Dualität und Dichotomie von "gut" und "böse", "richtig" und "falsch", "schwarz" und "weiß" geistig überwunden ist und das Leben im Hier und Jetzt, in der reinen Wahr-Nehmung dessen, was gerade ist, in Praxis getreten ist.

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